Nekromantie

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    Re: Nekromantie

    parasite3go - 29.03.2012, 13:10

    Nekromantie
    In der ersten Unterrichtsstunde lernt jeder neue Student der Nekromantie, den Unterschied zwischen Magie die auf Tabus (und das brechen selbiger) und Magie die auf Autorität beruht. Als Beispiel: Tabu brechende Magie benötigt gelegentlich, daß sich suhlen im Schmutz eines Grabes. Magie die hingegen auf Autorität beruht, erfordert Reinheit und Sauberkeit (geistige Reinheit ist allerdings nicht notwendig).
    Jedes Ritual das die Interaktion des Nekromanten mit Wesen der Anderswelt erlaubt, erfordert viel Arbeit um sich vor möglichem Schaden, oder schädlichen Einfluß zu schützen.

    Die Griechischen Urheber dieser Rituale waren der Meinung, daß Reinheit und Sauberkeit notwendige Komponenten für diesen Schutz sind. Wraith entdeckten, daß sie - physische Unreinheit und Unvollkommenheit ausnutzend - den Schutz des Nekromanten umgehen konnten, um so Frieden von der Welt der Sterblichen zu erhalten. Um sich folglich auf den Umgang mit Geistern vorzubereiten, muß der Nekromant sich selbst durch Fasten, Züchtigen und Baden reinigen.
    Desto länger die Vorbereitung, desto stärker der Schutz. Sterbliche Nekromanten meditieren oft um sich emotional vorzubereiten. Vampire hingegen lernen, daß ihre chronische Unfähigkeit starke Gefühle zu empfinden in diesem Fall ein Vorteil ist.
    Denn ein beschworener Wraith besitzt die Fähigkeit, die Aura seines “möchte-gern-Herrn” nach dessen stärkster Sehnsucht zu durchforsten, welche dann als mystischer Hebel benutzt werden kann, um Gehorsam zu erzwingen.
    Ein von einem Vampir beschworener Wraith, sucht jedoch vergebens nach solcherlei Sehnsüchten, denn er nimmt nur eine ausgeblichene Aura vergessener Werte wahr.

    Wenn der Nekromant die oben genannten Vorbereitungen abgeschlossen hat, benötigt er eine Robe, die lupenrein sauber und in perfektem Zustand ist. Der kleinste Fleck, oder ein loser Faden, kann dem Wraith den Hebel in die Hand geben, den er benötigt um die Kraftverhälltnisse des Rituals umzukehren, so das der Wraith nun den Nekromanten beherrscht und nicht umgekehrt.Die Robe muß perfekt passen, zu lange Ärmel, oder ein zu langer Saum zählen auch zu den gefährlichen Unvollkommenheiten.

    Nun zieht der Nekromant einen magischen Kreis, der als Barriere zwischen Wraith und Beschwörer wirkt. Außerdem schützt er vor unerwarteten Eindringlingen - es warten immer opportunistische Geister nahe der Grenze zwischen den Welten, sie hoffen durch den Spalt, der bei einem nekromantischen Ritual entsteht, in die Welt der Sterblichen zu gelangen.

    So nach der beschriebenen Art und Weise vorbereitet, beginnt der Nekromant die Beschwörung und die Vorbereitungen der Gegenstände die für die Magie, die er zu erreichen wünscht notwendig sind. Die Gegenstände die während der Prozedur genutzt werden, müssen symbolisch immer eine der folgenden Positionen einnehmen.

    1. Die Herrschaft des Nekromanten über den Geist
    2. Die Gefangenschaft des Geistes in der Unterwelt
    3. Die individuelle Identität des Geistes

    Der Nekromant muß sich nicht um den letztgenannten Gegenstand kümmern, wenn ihm egal ist was für einen Geist er beschwören möchte.

    Klassische Symbole der Herrschaft sind
    Kronen, Diademe, Zepter, Kolliers, Throne, juwelenbesetzte Ringe und Medaillons.
    Moderne Varianten beinhalten Rolex-Uhren, Geldclips voller Scheine, oder Designer-Kleidung.
    Das letztgenannte ist ein Ersatz für die Robe, vorausgesetzt sie ist perfekt geschnitten und in tadellosen Zustand. Klevere Nekromanten wählen ihre Symbole so, daß sie zum Geist passen. Die Parodie eines Priesters wirkt gut auf einen römischen Katholiken, während die Uniform eines Generals, der geeigneten Zeit und Nationalität, hervorragenden Einfluß auf einen Soldaten - Geist ausübt.
    Symbole der Gefangenschaft beinhalten Ketten, Handschellen, Fesseln, Uniformen von Gefängniswärtern, Zwangsjacken, oder Gummihandschuhe. Mittelalterliche Nekromanten bevorzugen Folter- und Streckbänke, Eiserne Jungfrauen oder Kopfkäfige.
    Moderne hingegen elektrische Handschellen, Taser, oder ein Tablett mit Beruhigungsmittel. Es hilft ganz besonders wenn der Geist während seiner Lebenszeit gefangen war und man ihm den Gegenstand vor Augen führt, der ihn am stärksten an diese Zeit erinnert.

    Das beste Symbol für die Identität eines Wraith ist sein Fetter (seine Fessel an diese Welt). Eines der bekanntesten nekromantischen Fähigkeiten erlaubt dem Nekromanten ein Fetter zu benutzen, um dem zugehörigen Wraith Befehle zu erteilen.
    Ein Fetter ist praktisch, jedoch nicht
    notwendig; der Necromant muß dem Wraith nur beweisen, daß er genug über ihn weiß, um ihn nach seinem Willen tanzen zu lassen. Das Symbol kann aus dem Beruf stammen, zum Beispiel das Stethoskop eines Arztes, oder die Wippe eines Löwenbändigers.
    Es kann persönlich sein - ein geliebtes Photo, ein High-School Jahrbuch, oder ein Ehering. Oder es kann die Hobbys, oder Interessen widerspiegeln - eine Kamera um einen Photographen zu binden, ein Modellmotorrad für einen Motorcrossfahrer, ein Haken für einen Fischer.

    Es ist unvereinbar mit Tabu-brechenden Riten, einer konkret formulierten Beschreibung wie der oben beschriebenen, zu folgen. Jedes Ritual ist einzigartig. Nur einige grundlegende Elemente verbinden sie alle.

    Der offensichtlichste Punkt, der alle Tabu-brechenden Rituale verbindet ist der, daß man immer Überreste des Toten, oder andere machtvolle Symbole, oder Gegenstände benötigt, die den Wraith zu Lebzeiten angeekelt, oder geängstigt haben.
    Staub der Grabeserde, Stücke des Grabsteines, Maden (vorzugsweise die, die das Fleisch des Toten gefressen haben), Nägel des Sarges oder Autopsybesteck sind solche Symbole.
    Die Regeln der Nekromantie sagen, daß diese Symbole relevant in der Gesellschaft, in der der Nekromant arbeitet, sein muß.
    Als Beispiel: Traditionelle Chinesen vermeiden alte Grabesbeigaben, aus deren archäologischen Vergangenheit, weil sie stark mit dem Tod verbunden sind. Auf der anderen Seite, sehen Westliche Sammler solcherlei Gegenstände nur als nette Antiquitäten und Kunstobjekte.
    Eine Begräbnisurne würden nicht gut für einen Nekromanten westlichen Ursprungs, in einem westlichen Land sein, jedoch nützlich wenn der Nekromant eine Tradition seiner eigenen Gesellschaft mit ihr bricht, oder seine Magie in China wirkt.

    Tabu-brechende Riten versuchen die übergebliebenden Relikte des Todes, mit der Gesellschaft aus Lebzeiten (als Gegensatz zum Tod) zu verbinden, so benutzen viele Nekromanten Kinder, oder Symbole die Kindheit darstellen in ihren Ritualen. Fruchtbarkeit ist der Gegensatz des Todes und so betreiben viele Nekromanten sexuelle, oder quasi sexuelle Akte während sie ihre Magie wirken.
    Necrophilie repräsentiert den ultimativen Ausdruck dieses Konzeptes. Nekromanten die diese Technik benutzen, müssen erst Erfahrungen in der Nekrophilie sammeln bevor Ihnen die Magie gelehrt wird. Einige Mitglieder der Familie Giovanni haben unzählige exotische Techniken entwickelt, um ihre Magie auf diese Art und Weise potenter zu machen.
    Eine allgemein Beliebte Technik beinhaltet die chirurgische, post-moderne Herstellung von Geschlechtsorganen aus Fleisch und Knochen des Toten.
    Die Giovannis befestigen die neuen Geschlechtsorgane am Rücken, Hals, Bauch, oder an den Beinen des Körpers, so daß so viele Personen wie bei dem Ritual teilnehmen, mit der Leiche den Geschlechtsakt gleichzeitig vollführen können, egal welches Geschlecht die Leiche hatte.
    Gerade Pfade der Nekromantie, wie der Pfad der Gräber, benötigen extreme Methoden und nicht nur einen Würfelwurf. Dies kann man in einigen Büchern nachlesen. Drei Beispiele werden hier aufgeführt, die im Clanbuch Giovanni beschrieben werden.

    Isabella Giovanni versucht den Geist ihrer Großmutter zu rufen (Pfad der Gräber Stufe 2). Die einzige Möglichkeit dies zu erreichen, war für Isabella alle ihre Kleider auszuziehen und es mit dem Leichnam der Großmutter (von dem recht wenig übrig war) zu treiben.
    Sie schnitt sich in den Arm und ließ ihr Blut auf die Knochen (Ihre Fessel) tropfen, um sie sich anschließend einzuführen. Dies machte den Geist der Großmutter derartig wütend, das ihre Knochen dererlei mißbraucht wurden, daß sie erschien.

    Ambrogino Giovanni beschwor einen Wraith indem er seinen Finger solange verbrannte, bis er schwarz war und nutzte die Qualen, die ihm dies bereitete um den Wraith zum Erscheinen zu zwingen. Wiederum war dies der Pfad der Gräber Stufe 2.

    Es ist niedergeschrieben, daß “the dead man” ein mächtiger Sendbote des Todes um den Todesgürtel zu durchschreiten (Pfad der Asche Stufe 4), nur einige Worte der Macht und der Bewegung benötigte. Angemerkt sollte allerdings sein, daß “the dead man” bereits 4500 Jahre alt ist.

    Einige Pfade benötigen solche Maßnahmen, die dafür sorgen, daß Wraith länger kontrolliert werden können und die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg beim Beschwören steigt. Aber es ist noch mehr als das, denn solche Akte zeigen erst, was Nekromantie eigentlich ist.
    Es ist eine Rollenspiel-technische Herausforderung und es ist im Grunde egal, welche Tabus man bricht (Nekrophilie, Folter, Selbsverstümmelung, etc.). Solcherlei Methoden variieren von Nekromant zu Nekromant und es ist immer eine Frage, was die jeweilige Gesellschaft als Tabu ansieht.
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