Die Rache der Toten - Fantasygeschichte

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    Re: Die Rache der Toten - Fantasygeschichte

    Alaan Hafyyd - 17.09.2007, 16:20

    Die Rache der Toten - Fantasygeschichte
    Inspiriert durch meinen Lieblingschar, mit dem ich mich sehr genau beschäftigt habe und über den ich unendlich viel erzählen kann. Kritik sehr gern erbeten!

    Die Rache der Toten

    Es ist gefährlich geworden im Bahnhofsviertel der deutschen Großstadt; gefährlich für die kleinen Ganoven Penner und Junkies. Denn unter ihnen wütet ein erbarmungsloser Killer, eine Bestie in Menschengestalt. Die Polizei steht vor einem Rätsel, auch nicht der kleinste Hinweis ist bisher eingegangen, und das, obwohl die Szenenkundigen in ihren Reihen eine Schicht nach der anderen schieben und wieder und wieder die Leute befragen und ihr Tipgeber anspornen. Es gibt keine Spur, nichts, außer den Leichen.
    Schon sieben mal wurde in den frühen Morgenstunden eine schrecklich verstümmelte Leiche gefunden. Immer auf die gleiche Weise getötet, immer auf die gleiche brutale Art misshandelt und zugerichtet. Man glaubt bereits an einen Ritus, einen Zwang, der den Serientäter zu seinen Handlungen zwingt.
    Da war zum Beispiel die 17 jährige Drogenabhängige, die morgens um fünf von der Putzfrau auf der Bahnhofstoilette gefunden wurde. Der Täter hatte ihr zuerst die Kehle durchgeschnitten, sie dann regelrecht ausgeweidet und ihre Eingeweide dann an die Wände der Toilette geschmiert. Die Putzfrau musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Interessanter Weise wurde nichts entwendet  was auch, die Tote besaß ja nichts außer ihr dreckiges bisschen Leben  und sie wurde auch nicht sexuell missbraucht. Dem Täter ging es nur um das Töten, um dessen Perfektion. Er hinterließ keinerlei Spuren. Die Experten streiten dahingehend, ob das Opfer nicht noch gelebt hat, als er sie ausweidete und er erst später den Halsschnitt ansetzte. Der gequälte Ausdruck in den Augen könnte darauf hinweisen.
    Dem Armen Mädchen folgten zwei Penner im nahen Park, dann der Junkie in der Unterführung an der Bundesstraße; die alte Frau am Friedhofseingang; der Bettler im Parkhaus und zuletzt die Prostituierte in der Gasse nähe der Bahnhofsstraße. Er sucht sich immer die eher sozial schwachen der Gesellschaft aus, alle besaßen nichts, was es sich lohnen würde zu stehlen, niemand vermisst sie wirklich.
    Wie schon gesagt sind die polizeilichen Ermittlungen eher erfolglos. Alles was man sicher weiß ist, dass der Täter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht aus dem gleichen Klientel stammt. Er kommt von außen, ist und bleibt zunächst unbekannt.

    Es ist Donnerstag, die Stadt ist bereits ruhig und dunkel, die Uhr am Bahnhofsgebäude zeigt 01.30 Uhr. Durch das leere Bahnhofsgebäude humpelt eine kleine Gestalt, sie zieht einen alten Einkaufswagen hinter sich her. Die kränklich wirkende Frau ist in Kleidung gehüllt, die andere als Lumpen bezeichnen würden. Auf der Platte kennt man sie nur als Bärbel, eine 33 jährige Alkoholikerin und Obdachlose; vom Aussehen her würde man sie auf über sechzig schätzen. Bärbel ist auf dem Weg nach Hause, eine Nische hinter den Abfallcontainern an der Rückseite des Rangierbahnhofes. Dort hat sie sich aus Pappe, Holzteilen und sonstigem Abfall eine kleines Domizil zusammengeschustert, das sie hochtrabend ihr Haus nennt. Hier schläft sie, hier hat sie ihren Besitz gehortet: leere Pfandflaschen, die andere achtlos fortwarfen. Heute war ein schlechter Tag für sie, sie leidet unter Entzugserscheinungen, ihre Tagesration Alkohol hat sie sich nicht besorgen können. Doch im Haus lagert noch eine alte Flasche billigen Fusels, der Erleichterung verspricht.
    Sie biegt eben um die Ecke und zwängt sich in die Lücke zwischen den Containern, als sie aus den Augenwinkeln eine Bewegung gewahrt. Sie dreht sich um und bemerkt eine männliche Gestalt hinter sich. Der Mann erscheint sehr kräftig, stämmig und groß, er schlägt ihr mit Wucht den Handrücken ins Gesicht. Sie taumelt und stürzt, spürt den Schmerz, den salzigen Geschmack ihres Blutes im Mund, in den Ohren ein Rauschen. Wie durch Schleiern sieht sie, wie der Riese ein großes, gefährlich blinkendes Messer zieht. Ungläubig erkennt sie sein Gesicht, das ein irres Lächeln schief überzieht. Es ist der Leiter der Bahnhofsmission! Er kichert und murmelt: Und wieder beende ich ein unwertes Leben  ich bin euch so leid, so leid. Euren Gestank, eure Hässlichkeit, eure Armut!
    Sie sieht das Messer sich nähern, in Richtung ihres Bauches. Sie weiß, er ist der Killer, ihr letztes Stündlein hat geschlagen.
    Er schaut ihr in die stumpf wirkenden Augen, sieht das erkennen, lacht. Aber da, was ist das? Was sieht er in ihren Pupillen? Angst? Nein, es ist ein Schatten, ein Schatten hinter ihm, ein gewaltiger Schatten! Er reißt sich herum, wirbelt auf dem Absatz dem Schatten entgegen und spürt sofort einen grausamen, bohrenden Schmerz in seinen Eingeweiden. Er sieht an sich hinab und gewahrt die Klinge eines Schwertes, dass tief in seinem Leib steckt. Verwundert schaut er dem Schatten entgegen, der Schatten nimmt Gestalt an. Vor ihm steht ein starker Mann, sein Gesicht ist schön, lächelt ihn wissend an. Der Schatten hinter dem Mann ist kein Schatten, es sind gewaltige schwarze Flügel. Vor ihm steht ein schwarzer Engel, der Tod. Er spricht: Ich bin Azrael, Engel des Todes. Ich begleite die Toten auf ihrem letzten Weg und ich bringe Dir ihre Rache, die Rache für Deinen Taten. Ich kenne keine Gnade, Du wirst in die Hölle fahren, Du Ausgeburt Satans!
    Der Killer sieht noch, wie der schwarze Engel sein Schwert zieht, dann umfängt ihn die ewige Dunkelheit.
    Die Alkoholikerin sieht noch, wie der abgeschlagene Kopf des Killers über das Pflaster rollt, dann fällt sie in eine tiefe Ohnmacht.
    Als sie wieder erwacht, liegt sie in einem blütenweißen Bett, auf einer Krankenstation. Das Gesicht einer jungen Schwester lächelt ihr entgegen, sie fühlt sich gut. Nachdem die Schwester gegangen ist, sieht sie eine Zeitung auf dem Nachttisch liegen, datiert vor einer Woche. Eine große Schlagzeile prangt auf der ersten Seite. Unheimlicher Bahnhofskiller geköpft! In Notwehr tötete eine Obdachlose den unheimlichen Killer. Sie wurde zwar selbst verletzt, ist aber auf dem Weg der Besserung. Die Stadt feiert eine Heldin!

    Man hat Bärbel nie wieder gesehen. Gerüchten zur Folge ist sie geheilt, hat ihre Alkoholsucht bezwungen und ist jetzt verheiratet und glückliche Mutter.



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