Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

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    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 18.11.2007, 22:53

    Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]
    Sooo, mein nächster Streich^^ Diesmal ein ungewöhnliches Pairing, seit gespannt^^
    Pairing: Ginger x Marilyn
    Zeit: Eat Me Drink Me era
    Gingers PoV

    PROLOG

    Ich kenne dich schon seit 12 Jahren. Und seit diesen 12 Jahren hast du dich so oft verändert, dass ich dein wirkliches Gesicht kaum noch kenne. Aber ich weiß, wenn dich jemand kennt, dann bin ich das.
    Die ganzen Jahre habe ich einen nach den anderen kommen und gehen gesehen, sie kamen mit dir auf Dauer einfach nicht klar.
    Dass es bei Pogo so enden musste, ist tragisch, aber ich kann es verstehen.
    Viele fragen mich, warum ich noch bei dir bin. Ich sage, weil es keinen Grund gibt, dich zu verlassen. Du bist mein Zuhause, mein Leben, mein Alles. Ohne dich würde ich wahrscheinlich immernoch in meinem Auto leben. Aber dank dir kann ich von dem, was ich so sehr liebe, leben.
    Nicht, dass ich nicht versucht habe, mich von dir loszureißen. aber Martyr Plot floppte, bevor wir überhaupt ein richtiges Album aufgenommen hatten. Ich merkte, dass ich bei anderen nicht die Leidenschaft in mein Schlagzeugspiel einbinde konnte, wie ich es bei dir tue. Ich weiß nicht, warum das so ist.
    Wahrscheinlich haben wir so lange zusammen gearbeitet, dass wir uns in- und auswendig kennen. Ich weiß, wie du bist und du weißt, wie ich bin.
    Ich weiß, dass du auf der Bühne ausrastest und Zeug nach mir wirfst.
    Und du weißt, dass ich dir das nicht übelnehme.
    Ich weiß, dass du auch traurig und verletzt sein kannst.
    Und du weißt, dass ich immer für dich da bin.
    Egal, wieviele Narben du auf meinen Körper hinterlassen wirst.



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Omega - 19.11.2007, 17:46


    Klingt wie ein guter Anfang einer noch besseren Geschichte... im Ernst



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 19.11.2007, 18:00


    Woah..du schreibst echt SOOO toll ! :love:



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Ginger Fish 666 - 19.11.2007, 20:11


    :danke: für diesen geilen Anfang und es wäre so :sabber: wenn du weiterschreiben würdest^^



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 19.11.2007, 20:33


    :o das löst ja fast dieselbe hysterie wie SOS aus^^
    das erste Kap is bald fertig, versprochen!



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Omega - 20.11.2007, 16:46


    Och, SOS wird schwer zu toppen sein... *hysterisch kreisch* :D



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    skold_in_suspenders - 20.11.2007, 19:21


    Woahrrr O.o Ich bin jetzt schon sehr gespannt :) Ich stimm Omega zu!

    *greetz*

    Osi



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 21.11.2007, 01:27


    Also gut, hier also das erste Kapitel.
    Disclaimer: Mir gehört nix, außer die Story. Lyrics (c) Marilyn Manson, If I Was Your Vampire

    -------

    Mein Telefon klingelt. Ich stöhne verschlafen und suche mit meiner Hand mein tutendes Handy. Ich wundere mich, als ich dein Bild auf dem Display sehe. Ich habe lange nichts mehr von dir gehört. Es ist Weihnachten, 6 Uhr früh.
    "Was ist los, Brian?", frage ich, immernoch mit geschlossenen Augen. Ich höre ein Schluchzen an der anderen Leitung. "Ginger, kannst du reden?"

    6 a.m. Christmas morning.
    No shadows,
    no reflections here.
    Lying cheek to cheek
    in your cold embrace.

    Schnell stehe ich auf, draußen ist es noch dunkel. "Bleib wo du bist, ich komme zu dir.", entgegne ich.
    Ich ziehe mich an und bin auf einen Schlag hellwach. Ich habe schon eine böse Vorahnung, womit das alles etwas zu tun haben könnte.
    Ich steige in mein Auto und fahre los. Du wohnst nicht weit weg von mir, zum Glück.
    Als ich ankomme, ist die Tür bereits offen. Langsam trete ich ein und sehe dich, wie du verzweifelt auf dem Sofa sitzt, vor dir einen Stapel Papiere und ein Telefon. Und ein Messer in deiner Hand.
    Sofort gehe ich zu dir und sehe in deine leeren Augen. In ihnen steht nur pure Verzweiflung. Keine Hoffnung, kein Licht, nichts.

    So soft and so tragic
    as a slaughterhouse.
    You press the knife
    against your heart.
    And say,
    "I love you, so much you must kill me now."

    Sanft nehme ich dir das Messer weg und lege es auf dem Tisch. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, also sage ich lieber nichts. Ich weiß, was das für Papiere sind und warum Dita nicht hier ist. Wahrscheinlich war sie es schon lange nicht mehr.
    Plötzlich brichst du in Tränen aus und lehnst dich an meine Brust. Wenn ich dich so sehe, so verletzlich, so schwach, will ich dich beschützen, dich trösten, deine Sorgen von dir nehmen. Aber ich kann das nicht.
    Ich lege meinen Arm um dich und drücke dich fest an mich. Ich weiß, wie hart dass für dich ist. Gerade für dich, der du nie wirklich Glück mit Frauen gehabt hast. Aber ich schließlich auch nicht.
    "Willst du darüber reden?", flüstere ich nur leise, als du dich wieder beruhigt hast. Du siehst mir in die Augen, ich sehe einen Funken Dankbarkeit, eine Spur von Hoffnung darin.
    "Du weißt doch schon alles.", erwiderst du leise.
    "Nicht alles", sage ich und greife nach den Stapel Papieren auf dem Tisch. Wie ich es mir gedacht habe, ein Scheidungsantrag. Du drückst meine Hand langsam wieder auf den Tisch. "Die sind jetzt nicht wichtig."
    Ich sehe, wie froh du bist, dass jetzt jemand bei dir ist. Wenn du enttäuscht und verzweifelt bist, hast du Angst vor dir selber, weil du nicht weißt, was du tun wirst. Aber ich bin ja da.
    "Du wirst das überstehen, so wie du bisher alles überstanden hast. Du bist stark. Du hast mir etwas versprochen, vergiss das nicht!", sage ich und blicke tief in deine Augen.
    "Ja", erwiderst du leicht lächelnd, "Das habe ich nicht vergessen."
    Ich erwidere dein Lächeln und deine Hand sucht nach meiner. Ich sehe all die feinen Schnitte, die noch ganz frisch sind. Wahrscheinlich erst ein paar Minuten alt.
    Ich hatte Angst, dass du dir etwas antust. Das habe ich immer. Eine Welt ohne dich wäre ein ganzes Stück schwärzer für mich. So eine Welt will ich mir nicht vorstellen, solange du lebendig neben mir sitzt.
    Ich halte deine Hand ganz fest, sodass sie dich nicht weiter verletzen kann. Langsam streiche ich eine Strähne aus deinem Gesicht und sage: "Ich bin für dich da, immer. Das weißt du."
    "Ich weiß.", entgegnest du lächelnd. Ich bin der einzige, der seit 12 Jahren immer für dich da war.
    Plötzlich stehst du auf und nimmst das Messer vom Tisch. "Ich schaffe es nur weg, ich schwör´s!", sagst du mit erhobenen Händen und gehst in die Küche. Ich folge dir.
    "Ich mach uns jetzt einen heißen Tee, das kommt immer gut.", beschließe ich und schalte den Wasserkocher an. Obwohl ich solange nicht mehr hier war, hat sich nichts verändert. Das hättest du auch nicht zugelassen.
    Du kramst in einen Schrank nach Teebeuteln. Nachdem du ein paar Sachen einfach rücksichtslos rausgeworfen hast, hälst du mir schließlich zwei Teebeutel unter die Nase.
    Ich lächle leicht, als ich zwei Tassen heißen Tee wieder ins Wohnzimmer trage.
    "Also was willst du jetzt machen?", frage ich vorsichtig. "Weiß nicht.", erwiderst du nur und starrst auf die Scheidungspapiere, "Ich kann das noch gar nicht glauben." "Versteh´ ich.", entgegne ich nur und nippe an meinem Tee. "Hast du einen Ehevertrag gemacht?"
    Du schüttelst den Kopf. "Ich habe gehofft, dass das nicht nötig sein wird." "Ich denke auch nicht, dass so weit kommen wird. Ich glaube nicht, dass dich Dita wegen deinem Geld geheiratet hat.", meine ich. Du lachst und sagst amüsiert: "Naja, soviel habe ich ja jetzt auch nicht."
    Während wir sprechen, geht draußen die Sonne auf und ein neuer Tag beginnt. Ich kann gar nicht glauben, dass die Zeit einfach so weiter läuft, wenn für dich gerade eine Welt zusammengebrochen ist. Die Sonne geht über den Dächern auf wie jeden Tag, als wäre alles wie immer. Aber das Sonnenlicht beleuchtet deine Narben und die Spuren deiner Tränen nur noch mehr.
    "Danke, dass du hier bist, Ginger. Das werde ich dir nie vergessen.", sagst du und blinzelst in die Sonne. "Für dich doch immer", entgegne ich und lege meine Hand auf deiner. Du bist der einzige Grund, warum ich überhaupt ein so gutes Leben führen kann, wie ich es mir gewünscht habe.
    Für ein paar Minuten verharren wir einfach so, sagen kein Wort. Wir sind füreinander da, auch ohne Worte verstehen wir uns. Ich weiß, du würdest dasselbe für mich tun.
    "Wie hälst du es eigentlich die ganzen Jahre mit mir aus?", fragst du lächelnd. Diese Frage stellst du mir oft. Und meine Antwort ist immer dieselbe. "Weil ich dir vertraue, ganz einfach. Ich verdanke dir so viel, ich würde dich niemals verlassen."
    "Ich bin so glücklich, dass ich dich habe, Ginger. Wirklich. Du bist der einzige, der Weihnachten früh um 6 zu mir fährt, nur weil es mir schlecht geht.", erwiderst du und schaust mich vertrauensvoll an.
    Ich nehme noch einen Schluck Tee und sage: "Dasselbe würdest du auch für mich tun. Außerdem wartet bei mir Zuhause sowieso keiner auf mich, das weißt du doch." Du nickst und wendest deinen Blick von mir ab.
    Warum sollte ich nicht hier sein, bei dir? Du hast mir soviel gegeben, dann ist es doch selbstverständlich, dass ich da bin, wenn es dir schlecht geht. Ich bin einer der wenigen, die noch immer zu dir halten, nach all den Jahren. Ich bin immer für dich da, Brian, egal was kommt.

    I love you
    so much
    you must kill me now.



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 21.11.2007, 15:05


    Hmm..
    Muss sagen SOS gefällt mir besser ;)
    aber auch hier wieder sehr schön geschrieben...du hast nen tollen Stil *flausch*



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 21.11.2007, 16:10


    Mir i-wie auch :grübel:
    Naja, mal sehen, was aus dieser Story wird, das Pairing is ganz schön kompliziert....



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Omega - 23.11.2007, 14:31


    Aber das Pairing ergibt auch eine Menge Möglichkeiten! Also, ich bin gespannt :)



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 23.11.2007, 17:01


    Ich hoffe nur, dass es nicht ganz so unglaubwürdig wird....



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 23.11.2007, 17:03


    Was fürn Grund hat Gin sonst bei Manson zu bleiben? *alle logischeren Gründe verdräng*



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 23.11.2007, 17:08


    Soll das etwa heißen, meine Gründe sind unlogisch??? :o



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 23.11.2007, 20:33


    NEIEN!
    ...
    Wie auch immer,mach einfach weiter :mrgreen:



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 02.12.2007, 18:46


    Yo, die Fortsetzung dauert noch ein bisschen, ich komm nich so wirklich weiter T__T Der Anfang is immer schwer, wenn dann alles erstma ins Rollen gekommen ist, schreibe ich schneller XD
    ABER ich habe in der Zeit das Bildchen ein bisschen überarbeitet und jetzt sieht es so aus:



    Ich hoffe, dass mit dem Ring kann man verstehen....



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    skold_in_suspenders - 03.12.2007, 17:08


    :love 2: Tolles Bildchen! Und die Fic wird sicher noch richtig ins Rollen kommen, wa? :D



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 03.12.2007, 17:56


    JA^^ ich hab gestern ganz viel geschrieben XD



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 05.12.2007, 23:00


    Die nächsten Tage sind sehr schwer für dich. Da du keinen Ehevertrag hast, wird alles unter euch beiden aufgeteilt, was ihr besitzt. Du wolltest mich nicht mit dabei haben, aus Angst, dass du wieder ausrasten könntest. Aber ich bin es gewohnt, die vielen Male auf und hinter der Bühne härten einen ganz schön ab. Zum Glück regeln eure Anwälte die ganze Sache, ihr müsst euch noch nicht einmal sehen. Obwohl ich das ganz schön feige von Dita finde, einfach so abzuhauen. Natürlich habt ihr oft versucht, miteinander zu reden, aber das kann doch nicht die Lösung sein...

    Blow out the candles
    on all my Frankenstein’s

    Ich merke, wie sehr dich das verletzt, dass ihr jetzt alles über eure Anwälte machen müsst. Nach so vielen Jahren, in denen ihr wirklich glücklich wart, könnt ihr euch nicht einmal mehr in die Augen sehen. Ich hasse solche Situationen und ich weiß auch ganz genau, wie ich sie vermeide. Ich gehe erst gar nicht soweit und führe Beziehungen länger als ein paar Monate.
    Glücklicherweise könnt ihr auch ganz gut um alles einigen. Aber ich habe das Gefühl, dass uns deine Scheidung noch näher zusammen gebracht hat. Ich bin ein bisschen stolz darauf, dass du gerade mich angerufen hast. Ich hätte vielleicht gedacht, dass du Pogo anrufst, aber das hast du nicht. Er weiß es sogar noch gar nicht.
    Ich bin jetzt sehr oft bei dir. Du sagst mir, dass du mich brauchst, um einfach nur am Leben zu bleiben und das alles zu überstehen. Die meiste Zeit reden wir über all das, was passiert ist. Du erzählst mir über Dita und dass ihr euch die letzten Monate nur gestritten habt. "So ist das Leben, Mary.", sage ich, als du in Erinnerungen an vergangene Zeiten schwelgst, "Stell dir vor, ihr wolltet auch ein eigenes Haus und Kinder und alles. Aber daraus wird wohl vorerst nichts."
    "Warum gründest du keine Familie? Ich denke du wärst ein großartiger Vater.", sagst du leicht lächelnd. "Oh Nein, das ist nichts für mich. Ich mag es nicht, wenn sich Leute Sorgen um mich machen müssen, wenn ich auf Tour bin oder so. Ich wäre sowieso selten mal für sie da. Nein, das ist wirklich nichts für mich.", entgegne ich und sehe dich an. Das habe ich dir doch alles schonmal erzählt. Oder hast du gehofft, dass sich das inzwischen geändert hat?
    "Aber ist es nicht das, was wir eigentlich im Leben wollen? Dass es andere Menschen interessiert, ob es uns gut geht oder wo wir sind? Dass andere Menschen uns lieben und mit uns sogar bis in den Tod gehen würden? Das ist wenigstens das, was ich will.", sagst du in Gedanken und starrst auf den Boden. Niemand könnte je vermuten, dass so ein verletzliches und empfindliches Wesen hinter dem Namen Marilyn Manson steckt.

    At least my death wish will come true.

    Du siehst mich an, irgendwie eigenartig. Ich meine, eigenartiger als sonst. Ich kenne deine Blicke, entweder wenn du mit mir redest oder wenn du einen Mikrofonständer nach mir wirfst. Aber so wie jetzt hast du mich noch nie angesehen. Ich habe dich überhaupt noch nie so gesehen.
    "Du bedeutest mir viel, Ginger, viel mehr als ich ausdrücken kann. Du bist schon so lange an meiner Seite, ich kann es gar nicht glauben, jemanden wie dich verdient zu haben."
    Das klingt gerade so, als ob ich etwas ganz Besonderes für dich wäre, etwas Unersetzliches. "Dasselbe könnte ich über dich sagen.", antworte ich nur, weil ich so etwas aus deinem Mund nicht erwartet hätte.
    "Du könntest dasselbe sagen, aber nicht dasselbe meinen wie ich."
    Warum sprichst du so rätselhaft? Normalerweile tust du das nur in deinen Lyrics. Ich habe das Gefühl, dass du irgendetwas verheimlichst.
    "Wie meinst du das?", frage ich unsicher. "Das, was ich für dich empfinde, ist genauso einmalig wie du. Du bist ... wie ein Engel, der mir seine Hand reicht, um mich aus der Hölle zu ziehen."
    "So etwas in der Art wahrscheinlich, ja.", antworte ich lächelnd. Ich habe es dir noch nie gesagt, aber du hast ein großes Talent, Leute zum Nachdenken zu bringen. Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, was ich wirklich für dich empfinde. Es könnte alles sein. Es gibt genug Gründe, um dich zu hassen. Aber das tue ich nicht. Aber ich habe das Gefühl, dass uns mehr als nur Freundschaft verbindet, mehr als Seelenverwandschaft. Ich sehe das in deinen Augen, die mich ansehen. Ich spüre, wie du mir immer näher kommst und mein Herz fast zerspringt. Du legst deine Hand auf meiner, nicht, um mich festzuhalten, sondern um mir zu zeigen, dass ich nicht wegzulaufen brauche. Ich streiche dir eine Strähne aus dem Gesicht, aber deine andere Hand hält meine fest und drückt sie auf deine Wange. Deine Augen sehen mich so bittend an, du bettelst förmlich für ein bisschen Zärtlichkeit und Zuwendung. Und ich bin der einzige, der dir das geben kann.
    Du bist mir so nah, dass ich deinen Atem auf meiner Haut spüre. Ich schließe die Augen, du kannst jetzt machen, was du willst. Mein Herz macht einen Hüpfer, als ich deine Lippen auf meinen spüre. Nur ganz sanft, nicht aufdringlich. Ich erwidere ebenso vorsichtig den Kuss. Deine Hand lässt meine los und streicht über meinen Hals. Der Kuss ist so schön, dass ich gar nicht ans Aufhören denke. Und du anscheinend auch nicht.

    You taste like Valentine's and
    we cry,

    Ich hätte nie gedacht, dass wir uns noch näher kommen können, als wir schon waren.
    Irgendwann kommen unsere Zungen ins Spiel. Ich habe dich noch nie vorher geküsst, aber ich hätte nicht erwartet, dass es so sein würde. So leidenschaftlich und - vor allem - heiß. Ich schwitze an meinen ganzen Körper und habe gleichzeitig Gänsehaut. Ich habe noch nie so auf einen Kuss reagiert.
    Deine Hand erkundet jeden Zentimeter Haut, den du erreichen kannst. Aber das ist dir nicht genug. Sie verschwinden unter meinen Pulli und streichen über meiner Brust. Ich muss leise in den Kuss stöhnen. Du machst mich gerade total verrückt, ich weiß nicht, wohin mit all den Gefühlen. Irgendwann ziehst du mir meinen Pulli über den Kopf und legst dich sanft auf mich. Du liebkost meinen Hals, mein Schlüsselbein und meine Brustwarzen. Ich habe dich noch nie so sehr gebraucht wie jetzt. Ich spüre, wie ich langsam erregt werde und lüstern stöhne. Mein Kopf lehnt auf der Armlehne und du bist damit beschäftigt, deine Zunge in meinen Bauchnabel kreisen zu lassen und nebenbei meine Hose zu öffnen. Ich helfe dir und ziehe sie mitsamt meiner Unterhose ein Stück herunter. Du lässt von meinen Nabel ab und widmest dich nun meinen mittlerweile steifen Penis. Du verwickelst mich wieder in einen heißen Kuss, während deine Hand an meinen Penis hoch- und runterfährt. Du unterbrichst den Kuss kurz, um auch deine Sachen auszuziehen. Du nimmst deine Hand weg, worauf ich nur leise grummle. Aber dann kommt noch etwas viel Besseres. Du leckst einmal über die gesamte Länge meines Penis und fängst an, daran zu saugen und zu lutschen. Ich muss laut aufstöhnen und meine Hand krallt sich in deinen Haaren. Du wirst immer schneller, bis ich irgendwann in deinen Mund komme. Daraufhin küsst du mich wieder, ich schmecke mein eigenes Sperma...

    Erst als ich am nächsten Morgen erwache, erkenne ich, was wir da getan haben. Und dass das ein Fehler war.
    Ich liege neben Brian im Bett und starre an die Decke. Wir sind beide nackt und spärlich zugedeckt. Du schläfst noch ganz tief und schnarchst laut. Aber ich bin sowieso wach.
    Ich streiche meine Haare aus dem Gesicht und versuche, aufzustehen. Ein stechender Schmerz in meinen Hintern hält mich davon ab. Ich stöhne leise und lasse mich wieder ins Bett sinken. Es war gestern noch eine lange Nacht.
    "Ginger...", sagst du im Schlaf und legst deine Hand auf meine Brust. Ich sehe zu dir herüber. Deine schwarzen Haare hängen über dein Gesicht und verdecken deine Augen. In die will ich sowieso nicht sehen. Nie wieder.
    Es ist zwar abwegig, aber ich fühle mich irgendwie jetzt auf der selben Stufe wie alle anderen Mitglieder deiner Band. Ich war immer etwas Besonderes, weil ich erstens mittlerweile am Längsten dabei bin und zweitens der einzige bin, mit dem du noch nie geschlafen hast. Ich habe mich oft gefragt, warum. Ich habe gehofft, dass ich dir dafür zu viel bedeute. Dass du das, was wir haben, nicht zerstören willst. Aber das hast du gestern getan. Ich bin nichts weiter als ein weiteres ersetzbares Bandmitglied, was du schon abgenutzt hast. Wie Twiggy oder John. Oder eigentlich alle. Erst ist alles okay, du bist glücklich und zufrieden mit ihnen. Und dann irgendwann läuft alles schief. In dem Moment, in dem du sie verführst. Du weißt, dass sie das nicht lange mitmachen werden. Jeder ist bis jetzt gegangen. Nur, weil du alles, was dir wichtig ist, kaputtmachst. Weil es dir so sehr gefällt, weil du sie zu sehr liebst, zerstörst du sie und sie wenden sich von dir ab. Und dann bist du wieder allein. Aber ich war immer da, wenn es wieder mal soweit war. Ich war immer da, wenn du mich gebraucht hast.
    Aber bald wirst du jemanden brauchen, der dich über mich hinweg tröstet. Weil du mich zu sehr liebst.

    I should have picked the photograph
    it lasted longer than you.



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 06.12.2007, 16:11


    Geht weiter...
    und...*heul*
    Immernoch nich so gut wie SOS..kommt aber schonziemlich nahe *heul*



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    skold_in_suspenders - 06.12.2007, 17:05


    Woahr ^^ Chepre ^^ Großartig!



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 06.12.2007, 17:24


    @ JB: >.< ES TUT MIR LEID, ich kann nunmal kein zweites SOS schreiben^^
    @ Osi (Ich darf dich doch so nennen, oder? XD): thx! *flausch*



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 06.12.2007, 17:29


    SO WAR DAS AUCH NICH GEMEINT! Die Story is toll OKAY? *vrüll*



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 06.12.2007, 17:30


    NA DANN IS JA GUT ALDA!!! XD
    :knuffel:



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Omega - 06.12.2007, 21:57


    Einfach toll, auf eine andere Art als SoS.... ist ja auch n anderes Pairing, andere Hintergründe... ich finde, da sollte man kaum Vergleiche ziehen^^



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 13.12.2007, 06:57


    Endlich gehtßs mal weiter^^ Ich hab leider kaum Zeit, meine FFs weiterzuschreiben, aber übernächste Woche hab ich frei, da wird spätestens wieder alles geupdated.

    Später schaffe ich es, aufzustehen, mich anzuziehen und zu gehen. Du schläfst immernoch, als ich noch einen letzten Blick auf dich werfe. Ein undefinierbares Gefühl steigt in mir hoch, etwas zwischen Trauer und Reue.
    Was haben wir nur getan? Wir haben alles, was wir uns über Jahre aufgebaut haben, in einer Nacht zerstört. Warum habe ich es zugelassen? Ich hätte doch wissen müssen, wo das alles enden würde.
    Ich weiß nicht, wie es mit uns weitergehen wird oder ob es überhaupt ein uns in der Zukunft geben wird. Ich fühle ein Stechen in meinem Herz, wenn ich daran denke, dass wir uns nie mehr sehen können. Ich will das nicht. Ich will nicht, dass unsere Freundschaft wegen letzter Nacht kaputtgeht. Es muss auch nicht so sein, oder? Wir könnten das einfach vergessen und so weitermachen wie zuvor.
    Verwirrt verlasse ich dein Haus und fahre wieder zu mir, unterwegs halte ich noch bei einem Supermarkt und kaufe mir Unmengen Alkohol, den ich sicher brauchen werde. Als ich auf halbem Weg zurück zu meiner Wohnung bin, klingelt mein Handy. Ich ignoriere das, weil ich weiß, dass du es bist. Du bist aufgewacht und ich bin nicht mehr da.
    Irgendwann gibst du auf und ich lade mein Auto aus. Die ganzen Flaschen stelle ich erst gar nicht in die Küche, ich lasse sie im Wohnzimmer, wo ich sie sowieso brauchen werde. Ich mache mir gleich eine Flasche auf und lasse mich auf mein Sofa fallen. Die Erinnerungen an letzte Nacht kommt wieder hoch, als ich die Flasche an meine Lippen ansetze.
    ------------------
    "ooohh, jaaa, Ginger..." Du stöhnst meinen Namen, als du hart in meinen Anus stößt. Ich liege schwitzend unter dir und umfasse deinen Hintern. Ich habe meine Augen geschlossen und konzentriere mich nur darauf, was du mit mir machst.
    Ich spüre meinen Herzschlag ganz deutlich, er schlägt im selben Rythmus wie du in mich stößt. Meine Haare sind schweißnass und kleben auf meinem Gesicht, bis du sie wegstreichst. Du willst mein Gesicht sehen, aus dem du meine Erregung ablesen kannst. Ich kann nur leicht in deinen Hintern kneifen und stöhnen, als ich komme, und du wenige Sekunden nach mir...
    ------------------
    Ich habe schon mit ziemlichen vielen Leuten geschlafen, darunter auch einige Männer. Aber dieses eine Mal mit dir war total anders als alles zuvor. Es war wie als hätte ich so lange schon darauf gewartet, als wäre es klar, dass wir es irgendwann tun werden. Obwohl es für mich eigentlich schon immer tabu war. Ich habe mir nie auch nur träumen lassen, dass wir gerade jetzt, wo wir uns lange nicht mehr gesehen haben, auf einem Schlag so nah kommen würden. Ich bin total verwirrt, weiß nicht, was ich über dich denken soll oder wie ich dich jemals wieder ansprechen soll.
    Ich ertränke meine Unsicherheit im Alkohol, wie ich es immer tue. Ich glaube nicht an mich selbst, denke immer, dass ich zu schlecht bin für dich. Obwohl jeder mir das Gegenteil sagt. Trotzdem ist meine Unsicherheit mein größtes Problem, obwohl ich es manchmal ganz gut überspielen kann.
    Als ich mich umsehe, merke ich, dass ich schon alles ausgetrunken habe, was ich an Alkohol habe. Aber meine Sorgen sind immernoch da, der Alkohol funktioniert nicht! Ich versuche, mich irgendwie abzulenken, doch so betrunken, wie ich bin, bin ich zu nicht mehr viel fähig. Ich wackle in mein Bad und sehe mich im Spiegel. Wieviele Frauen haben mir schon gesagt, wie schön ich bin (ich XD)? Aber wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, finde ich mich selbst nur abstoßend. Warum hasse ich mich? Weil ich betrunken bin?
    Kopfschüttelnd wende ich mich ab und gehe aufs Klo. Ich muss endlich anfangen, mit mir selbst zufrieden zu sein, so wie ich bin. Ich mache das, was mich glücklich macht, schon seit Jahren mit Leuten, die ich mag. Wieviel Leute können das von sich selbst auch behaupten?
    Ich kehre ins Wohnzimmer zurück und stoße meinen Fuß an einer der Flaschen, die um das Sofa verteilt auf dem Boden liegen. Ich hebe sie auf und sehe mein verzerrtes Spiegelbild im Flaschenhals. Plötzlich werfe ich sie wütend gegen die Wand. Ich kann mich selbst nicht mehr ertragen, und das Schlimmste ist, ich weiß noch nicht mal, warum.
    Einige Minuten stehe ich so da und starre nur leer an die Wand vor mir. Die Flasche liegt in Scherben, genauso wie ich. Ich seufze und hebe eine große Scherbe auf. Meine Hände zittern, als ich sie vorsichtig in meinen Händen drehe. Ich spüre eine Träne auf meiner Wange hinunterlaufen und auf meinen Arm tropfen. Ich schließe meine Augen. Warum kannst du jetzt nicht hier sein, bei mir? Nur weil wir Sex hatten? Ich weigere mich, diese Begründung zu akzeptieren. Dafür bedeutest du mir viel zu viel. Mit einmal kommt all der Schmerz hoch, den ich in den vergangen Jahren in mir versteckt hatte. Ich erinnere mich an jeden Moment, in dem du jemand anderes als ich liebend angeschaut hast; in dem du rücksichtslos meine Drums auf die Bühne geschmissen hast, und mich gleich mit. Hast du jemals daran gedacht, dass ich leicht hätte sterben können bei einer von deinen Aktionen? Bis heute hatte ich Glück, alles relativ gut überstanden zu haben und weiter Schlagzeug spielen zu können. Aber was wäre, wenn ich mich so sehr verletzt hätte, dass ich nie wieder mein Schlagzeug spielen kann? Ich glaube nicht, dass ich dir das jemals verzeihen könnte. Denn ohne meine Drums bin ich nutzlos, so wie jeder andere normale Mensch, nichts Besonderes mehr. Und schon gar nicht mehr für dich. Du hättest mich eiskalt aus der Band geschmissen und dir einen neuen Drummer gesucht. Hättest du mich mit nur einen einzelnen Gedanken vermisst? Das hätte ich wenigstens gehofft.
    Aber noch bin ich dein Drummer, deine Zielscheibe für deine Ausraster auf und hinter der Bühne. Und ich bin etwas ganz Besonderes für dich. Das weiß ich ganz genau, ich habe es gespürt; wie du mich sanft berührt hast, wie du mich leidenschaftlich geküsst hast, wie du dich gierig in mich versenkt hast. Ich bin mir ganz sicher, dass es etwas Besonderes war. Für mich war es das auf jeden Fall.
    Ich halte immernoch die Scherbe in der Hand. Was hatte ich vor, als ich sie aufgehoben hatte? Ich weiß es nicht mehr. Ich bin zu betrunken, um einen klaren Gedanken fassen zu können. Ich bin süchtig nach dir, das ist die Wahrheit. Viel zu lange habe ich mich nachdem gesehnt, was gestern geschehen ist, ich habe es mir nur nie eingestanden. Jedes Mal, wenn du jemanden umarmt hast oder geküsst hast, wünschte ich, dass ich das wäre. Was uns verbindet, ist etwas, was über das normale Denken hinausgeht, etwas Übermenschliches, was keiner außer uns verstehen kann. Es ist keine Freundschaft aber auch keine Liebe. Es ist irgendwas dazwischen.



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 13.12.2007, 15:42


    *puuuh*
    Ich dachte schon ey O.O
    Sehr toll...*heul* du bist SO hut



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    skold_in_suspenders - 13.12.2007, 20:22


    Echt toll! Das Gefühl kenne ich... zwischen Liebe und Freundschaft. Bist soo toll :cry:



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 13.12.2007, 21:04


    thx @ all^^



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Chepre - 17.12.2007, 08:41


    So, weiter!

    Ich muss mich umbedingt ablenken, und ich weiß auch schon, wie ich das am Besten anstelle. Es gibt nur einen Weg, wie ich wieder einen klaren Kopf kriegen kann. Ich nehme mein Handy und schreibe eine kurze SMS.
    Zehn Minuten später steht sie schon vor meiner Tür. Meine Ablenkung für heute.
    Ich verliere kein unnötiges Wort, sondern fange sofort an, sie wild zu küssen und auf mein Sofa zu zerren.
    Ich habe mich schon immer so von Dingen abgelenkt, an die ich nicht denken wollte. Aber irgendwie will mir das dieses Mal nicht gelingen. Jede Berührung erinnert mich an dich, obwohl du doch gar nicht da bist.
    Ich lege mich auf sie, wir sind schon nackt. Sie weiß genau, was ich mag und was nicht, weil wir uns schon so lange gegenseitig "ablenken". Aber als ich die Augen schließe, sehe ich dein Gesicht vor mir. Als ich in sie eindringe, bist du in meinem Kopf. Warum kriege ich dich da nicht raus?
    Nach ein paar Minuten komme ich auch schon, obwohl ich wesentlich länger hätte durchhalten können. Aber ich wollte dein Gesicht nicht länger sehen. Offensichtlich hat sie gemerkt, dass ich keine Lust mehr habe und geht wieder.
    Ich seufze. Was soll ich noch tun, um die letzte Nacht endlich zu vergessen? Anscheinend bleibt nur noch eine Option übrig.

    Mein Handy klingelt. Und wieder bist du es. Diesmal gehe ich ran. "Kenny!", sagst du erleichetert, "Wo bist du? Ich dachte, dir ist irgendwas passiert, weil ich dich nicht erreichen konnte. Ist alles okay mit dir?" "Mary, hast du jetzt Zeit? Kannst du kommen?", erwidere ich, ohne seine Frage zu beantworten. "Ähm, ja, okay, wenn du willst.", sagst du verwirrt.
    Nach einer halben Stunde stehst du schon vor meine Tür. "Wir müssen reden.", sage ich nur und wir setzen uns auf mein Sofa. "Was war das letzte Nacht?", frage ich ihn. "Sex.", antwortest du mit hochgezogenen (nicht vorhandenen) Augenbrauen. Ich lache kurz. "Wenn du die Frage so beantwortest, hätte ich sie mir auch selbst stellen können. Ich meine, was es dir bedeutet hat? Was sind wir jetzt?"
    Du überlegst kurz, dann sagst du zögerlich: "Naja...wenn ich das wüsste, würde ich es dir sagen. Ich hab, um ehrlich zu sein, keine Ahnung, warum wir das gemacht haben, ich weiß nur, dass ich es aus irgendeinen Grund wollte. Ich wollte dich küssen, als du mich so angesehen hast."
    "Das hab ich gemerkt. Aber sind wir jetzt..noch Freunde oder-"
    "Wir waren noch nie nur Freunde, weißt du. Wir waren von Anfang an etwas Besonderes. Etwas, was alle anderen nicht verstehen. Das haben nur wir, Ginger."
    "Du hast Recht. Aber mir ist in all den Jahren keine Bezeichnung für uns eingefallen. Ich kann es nicht in Worte fassen, was wir haben.", erwidere ich leicht lächelnd.
    "Da musst du auch nicht. Es reicht doch, dass es existiert. Warum muss man allen Dingen unbedingt einen Namen geben?"
    "Weil man es dann beschreiben kann. Aber du hast Recht, wir müssen es nicht benennen. Ich weiß nicht, was es ist, aber ich persönlich finde, dass sich durch den Sex etwas verändert hat.", meine ich.
    "Ja, für mich auch. Auf dem Weg hierher ist mir was klar geworden, Kenny. Und zwar, jedes Mal, wenn ich gedacht habe, dass ich jemanden liebe, du aber immernoch über ihnen standest. Du warst mir immer wichtiger als jeder andere. Egal, wie nah ich dem Tod auch war, du warst wichtiger. Sonst wäre ich schon längst tot, wenn ich da nich etwas wär, was mich auf dieser Welt hält. Und das bist du."
    Je länger du deine Gefühle erklärst, desto mehr merke ich, dass es mir genauso geht wie dir. Du warst immer erste Priorität für mich, du bist das Wichtigste was ich habe im Leben.
    "Mir geht´s da genauso wie dir, Mary."
    "Warum nennst du mich eigentlich Mary? So hast du mich sehr lange nicht mehr genannt.", sagst du mit einem leichten Lächeln.
    "Weil das mein Lieblingsname für dich ist. Weißt du noch, in der Zeit waren wir wirklich unzertrennlich. Was wir alles zusammen gemacht haben! Niemand hätte uns aufhalten können, nicht unsere Familie, unsere Freunde, niemand."
    Du scheinst die ganze Zeit irgendwas zu überlegen, du scheinst hin- und hergerissen. Nach einer Weile Stille sagst du die Wörter zu mir, die ich mir insgeheim so lange erhofft habe, die mich aber trotzdem überraschen.
    "Ich liebe dich, Ginger. Für immer."
    Ich lächle. "Was wäre es für eine Welt, wenn ich nicht genauso fühlen würde, Mary?"

    Das wäre dann ja wohl das Ende.
    Außer jemand wünscht, dass es noch weitergeht :D



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    skold_in_suspenders - 17.12.2007, 17:57


    /O.o\ Ende... sowas kennen wir ja gar nicht...! Oder kaum :D
    I-wie voll toll die Fic <3



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    James Bathory - 17.12.2007, 19:41


    Wie schöööööööön
    Und garnich deprimierend :D
    :love 2: Supii



    Re: Jack Of Hearts --- Mein Herzbube [ab 16][BEENDET]

    Omega - 18.12.2007, 21:40


    Süüüüß *grinnz*



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