Gleichgültigkeit

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  • Alle Beiträge und Antworten zu "Gleichgültigkeit"

    Re: Gleichgültigkeit

    Luca - 02.07.2008, 15:35

    Gleichgültigkeit
    Vielleicht habt Ihr in den ein oder anderen Medien auch erfahren, daß jetzt in NYC eine Frau in der Notaufnahme eines Krankenhauses gestorben ist, weil sich keiner um sie gekümmert hat. Weder wartende Mitpatienten noch Klinikpersonal haben sich um die hilf- und leblose Frau gekümmert, die dann sterbend am Boden
    Bericht: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,7261520,00.html
    Den Mitpatienten möchte ich eine vielleicht noch "geringere Schuld" geben, weil es eine psychiatrische Klinik ist und wer weiß, wie aufnahmefähig diese Leute sind, sich bewußt werden, was sich beim Mitmenschen abspielt. Aber daß das Personal sich 24 Stunden nicht um die Frau gekümmert hat und sie dann auch noch hat liegen lassen...!
    Mich hat das mal wieder ganz im allgemeinen angeregt darüber nachzudenken, wie verroht unsere Gesellschaft ist, wie gleichgültig. Wie es dem Nebenmann geht, das ist egal! Du kannst stolpern, hilflos sein, unsicher sein, oft ja nur langsam sein, man kümmert sich nicht um den anderen. Vieles wird oft damit abgetan, daß der/die ja schon (am frühen Morgen) betrunken ist. Aber daß es Krankheiten gibt, die auch zu Kreislaufproblemen führen oder die einfach die Auswirkung einer Gangunsicherheit haben, das weiß kaum einer und es interessiert nicht. Es wird meistens nur vorverurteilt und weg geguckt!
    Das hat mich wieder sehr erschrocken und betroffen gemacht...

    Luca



    Re: Gleichgültigkeit

    karin - 02.07.2008, 17:28


    Luca, was Du schreibst ist erschütternd, doch zeigt es die zunehmende Verrohung der Gesellschaft in der sog. zivilisierten Welt. Hier könnte mit Sicherheit nicht ähnliches passieren zumindest nicht in Krankenhäusern vermute ich mal ganz optimistisch, doch auf der Strasse, im Park, im oder am Wasser ebenso wie in öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Hier ist das Original Video aus dem Krankenhaus:

    http://www.nypost.com/seven/07012008/news/regionalnews/patient_ignored_to_death_117964.htm

    Man beachte bitte die Personen die vorbeiliefen und den Wärter der mit seinem Stuhl zwei mal um die Ecke rollte ohne sich zu erheben.

    Da kann jedem der Hilfe braucht Angst und Bange werden.

    Karin



    Re: Gleichgültigkeit

    tobias - 02.07.2008, 17:40


    Ich habe diese Meldung heute morgen genauso verfolgt und bin einfach nur erschüttert. Es geht, liebe Tosa, jetzt nicht um ein amerikanisches Problem, sondern um ein globales bzw. ein Problem der sog. "zivilisierten Welt". Gerade hier, wo man meint, man wäre so fortschrittlich, passieren solche zwischenmenschliche Undinge! "Zurück zu den Wurzeln" wäre da wohl das bessere! Früher gab es die Großfamilien, wo sich einer um den anderen gekümmert hat, da war es selbstverständlich, daß man von der Wiege bis zur Bahre einfach im Familienverband aufgehoben war.
    Warum sich diese Entwicklung verändert hat, das weiß ich selber auch zu wenig. Aber wenn ich sehe, wie rücksichtslos miteinander umgegangen wird (das Recht des Stärkeren), drängeln, egal, ob einer kaum aus der Tür vom Bus/Straßenbahn rauskommt (manchmal braucht es nur eine kleine Hilfe beim Aussteigen), das Aufmerksamsein, was um mich herum geschieht. Ich finde das ganz erschreckend und kann für mich auch nicht nachvollziehen, warum die Menschen sich so verhalten. Man hat doch normalerweise einen Instinkt, den Leuten zu helfen, das ist so automatisch, daß er einsetzt, bevor man denkt. Wenn ich im Bus/Bahn bin und sehe, da ist jemand, der nicht so ganz fit ist, den behalte ich im Auge und helfe dann.
    So schade....! :(

    Tobias



    Re: Gleichgültigkeit

    Rheinperle - 02.07.2008, 19:57


    Ich wollte mir die Bilder erst gar nicht anschauen. Habe heute Nachmittag erfahren, dass ein Bekannter von uns von Jugendlichen aus einer Nachbarstadt, mit denen er in keinerlei Beziehung stand nur wegen eines Geldbeutels ermordet wurde. Die Täter wurden Dank eines Zeugen gefaßt. Mir langts für heute.

    Rheinperle



    Re: Gleichgültigkeit

    tosa34 - 02.07.2008, 22:50


    Das, was mich bei der NY-Geschichte am meisten erboste war, dass das Personal anschliessend die Akte fälschte, um die Todeszeit auf die Zeit fesatzulegen, als Pflegepersonal da war. Die Patientin sei zu seiner Zeit noch herumgegangen, als sie, wie auf dem Video gesehen, schon lange tot war. Ja, die Gleichgültigkeit des Personals ist erschütternd. Man will nicht glauben, dass so etwas passieren kann.
    Liebe, liebe Rheinperle, das tut mir schrecklich leid mit Euren Bekannten. Das trifft ja wirklich ganz nahe! Nur gut, dass sie den Täter schon haben.
    Lieben Gruß,
    Tosa.



    Re: Gleichgültigkeit

    Hospes - 09.12.2008, 20:12

    Igel Rena
    Hallo Ihr Lieben,

    ein weiterer Beitrag zum Thema Gleichgültigkeit.
    Gestern, als wir Rena vom Einradfahren abholten, fanden wir die kleine Igeldame Rena frierend vor der Betonmauer der Turnhalle stehen.
    Die ganzen jungen Mütter standen interessiert herum, keine unternahm etwas zu ihrer Rettung.



    Wir nahmen die hübsche, aber abgemagerte kleine Igelin (384 g) mit und bereiteten ihr ein Nachtlager. Nach über vier Stunden Schlaf wurde sie langsam munter und fraß das Katzenfutter, das wir ihr hingestellt hatten.
    Heute erfuhr ich von einem Kollegen, dass seine „Tante Geli“ in Maitenbeth (gut 30 km entfernt) eine Igel-in-Not-Station habe. Ich rief an und sie hatte keinen Platz frei. Da Igelin Rena so abgemagert war und wohl Lungenwürmer (von den gefressenen Schnecken) und offensichtlich Flöhe und Zecken hatte, wurde sie als Notfall eingestuft.
    Dort erfuhren wir sehr viel über die erste Hilfe bei gefundenen Igeln.
    www.pro-igel.de ist die ideale Adresse, um sachkundigen Rat zu bekommen.



    Jetzt wird die Kleine dort aufgepäppelt. Sehr bedauerlich, dass die Frau alles selbst aus eigener Tasche bezahlen muss. Einen Verein zu gründen wäre zu aufwändig für sie. In einem Jahr werden ihr und einer Kollegin 800 Igel gebracht. Sie spritzt die Igel selbst, da die Tierärztin, welche das vorher umsonst machte, von einem Kollegen eine Anzeige wegen unlauteren Wettbewerbs bekam.
    In welchem Land leben wir.
    Und um unsere Wohnanlage herum werden sämtliche Rückzugsmöglichkeiten für Igel von den Laubbläsern rigoros weggeblasen...



    Re: Gleichgültigkeit

    tosa34 - 10.12.2008, 03:15


    Da hat die niedliche Kleine ja grosses Glück gehabt! Wir machen unseren Welt-Mitbewohnern das Leben wirklich schwer. Und gerade Igel tun doch einiges für uns.
    Schön, dass Du sie retten konntest. Was haben denn die Katzen dazu gemeint, oder hast Du sie fern gehalten, schon wegen Flöhen und so?
    Bravo!
    Tosa.



    Re: Gleichgültigkeit

    Hospes - 10.12.2008, 08:00

    Igel
    Liebe Tosa,

    es sind zwar einige Flöhe gesprungen, aber wir haben die Katzen ferngehalten.
    Sie waren schon wegen des ungewohnten Geruchs sehr neugierig.

    Hospes



    Re: Gleichgültigkeit

    la-piccola - 10.12.2008, 19:45


    Ja, die kleine Igelin ist wirklich niedlich, wie gut, dass es Menschen wie dich gibt, die eben nicht gleichgültig sind.
    Ich glaube, das ist auch eine ganz spezielle deutsche Tugend mit dem Laubsaugen, Aufräumen und Putzen in der Natur- es soll ja alles schön sauber bei uns sein und an die natürlichen Freiräume der Tiere denken da nur sehr wenige...du hast durch deine Aktion aber den Frauen und Kindern vielleicht das wieder etwas bewußter gemacht.



    Re: Gleichgültigkeit

    Rheinperle - 10.12.2008, 21:00


    Ein wirklich nettes kleines Igelchen. Wir hatten vor ein paar Jahren auch mal zwei kleine Igel vor der Terrassentür gefunden und dann im Keller überwintert. Es gibt hier einen Tierarzt, der hat sie kostenlos mit Vitaminspritzen versorgt Und dann gibt es ganz in der Nähe eine Pflegestation. Carsten Weber vom NABU ist dort zuständig. Er war schon ein paarmal mit interessanten Tiergeschichten im ARD-Buffet.

    http://www.meereswelt.de/

    Hospes, da wünsche ich dir mit "Klein-Rena" viel Erfolg.

    heinperle



    Re: Gleichgültigkeit

    Hospes - 11.12.2008, 07:55

    Igelkind
    Eine kleine Ergänzung:
    Gestern kam ein Anruf, dass Igelin Rena den nächsten Tag nicht überlebt hätte. Sie hat eine schwere Darmerkrankung. Nun bekommt sie Antibiotika und ist in einigen Wochen hoffentlich so weit, dass sie dann an einem Pflegeplatz für den Winterschlaf aufgepäppelt werden kann.

    Hospes



    Re: Gleichgültigkeit

    Hospes - 13.12.2008, 20:08

    Arterhaltung
    Wir haben heute knapp 10 kg Fleisch gekauft (ein halbes Lamm).
    Es stammt von dem in seiner Existenz sehr bedrohten Waldschaf.

    http://www.waldschaf.com/

    Das Museum Wald und Umwelt in Ebersberg hält sich eine kleine Herde. Und dann müssen halt im späten Herbst einige Lämmer geschlachtet werden.

    Ich finde, solche Projekte müssen unterstützt werden. Reden alleine hilft nicht.

    Erfreulich: Die "Tafel" in unserem Ort hat wie jedes Jahr vor dem EDEKA-Markt gebeten, doch etwas für die Bedürftigen einzukaufen. Es sollen daraus Weihnachtspakete werden.
    Über 20 Menschen sind bei dieser Einrichtung aktiv.
    Es kam Einiges zusammen. Ist gut so.

    Hospes



    Re: Gleichgültigkeit

    karin - 13.03.2009, 18:04

    Ist das das Deutschland der Zukunft?
    Entsetzen in Europas größtem Universitätsklinikum: Auf einer Toilette in der Berliner Charité haben Mitarbeiter einen Toten entdeckt, der dort schon tagelang unbemerkt gelegen hatte. Nach Polizeiangaben zeigte der Leichnam bereits Anzeichen von Verwesung.

    Auf einer Toilette des Virchow-Klinikums der Berliner Charité ist die teilweise bereits verweste Leiche eines Mannes gefunden worden. Nach bisherigen Ermittlungen bestehe jedoch kein Verdacht auf ein Verbrechen, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Warum die Leiche des 29 Jahre alten Dresdners tagelang unentdeckt auf der Toilette lag, ist bislang unklar.

    Der Mann war nach Angaben des Krankenhauses am 6. März von Mitarbeitern auf dem Klinik-Gelände bemerkt und in die Notaufnahme gebracht worden. Der 29-Jährige sei ansprechbar gewesen, sein Kreislauf stabil. Bei ihm fanden Helfer jedoch Spritzbesteck für Drogen, das sie ihm abnahmen.

    Der Mann verweigerte allerdings eine weitere Behandlung und verließ nach nur zehn Minuten die Notaufnahme. "Da eine akute Vitalgefährdung zu diesem Zeitpunkt sicher auszuschließen und die Geschäftsfähigkeit ausreichend gegeben war, wurde keine polizeiliche Suche veranlasst", erklärte Charité-Sprecherin Kerstin Endele.

    Was danach geschah, ist bislang nur Gegenstand von Spekulationen. Fest steht lediglich, dass die Leiche am Mittwochvormittag in einer öffentlich zugänglichen Besuchertoilette des Krankenhauses entdeckt wurde. Das gab die Klinik am späten Donnerstagabend bekannt. Mitarbeitern sei am Vormittag ein strenger Geruch aus der Behindertentoilette aufgefallen. Da diese von innen abgeschlossenen war, wurde ein Schlosser gerufen. Dieser entdeckte die Leiche.


    Ähnlicher Fall in Thüringen
    Ende Dezember war in Thüringen ein ähnlicher Fall bekannt geworden. Kurz vor Silvester hatten Krankenhausmitarbeiter in einem Klinikum in Weimar eine 20-Jährige gefunden, die ebenfalls tagelang unbemerkt tot in einer Toilette gelegen hatte. Im Charité-Klinikum Benjamin Franklin im Süden der Stadt war im Juni 2006 ein 68 Jahre alter behinderter Rollstuhlfahrer rund 80 Stunden unbemerkt in einem Fahrstuhl eingesperrt gewesen.

    An der gesamten Charité werden die Toiletten von Mitarbeitern des Tochterunternehmens CFM gereinigt. Normalerweise erfolge täglich die Reinigung aller Toiletten, sagte Sprecherin Endele. Doch es sei auch denkbar, dass eine Reinigungskraft eine Toilette nicht putze, wenn diese abgeschlossen sei. Dass die Tür so lange verschlossen bleibe, sei möglicherweise wegen des regelmäßigen Personalwechsels nicht aufgefallen. "Das ist aber nur eine Vermutung", betonte Endele. Möglicherweise kann erst eine Obduktion klären, warum der 29-jährige Mann auf der Toilette starb und wie lange er dort tot lag.

    Heute in und auf meiner Baustelle passierte ebenfalls etwas unglaubliches von daher fühle ich mich veranlasst über das Thema Gleichgültigkeit zu schreiben.

    Grüsse an alle
    Karin :(



    Re: Gleichgültigkeit

    Hospes - 13.03.2009, 19:55

    Tod
    Liebe Karin,

    auf Deinen Beitrag zu antworten, fällt mir nicht leicht.

    Einerseits, wenn die entsprechenden Mitarbeiter regelmäßig diese Orte gereinigt haben, hätten sie wohl etwas bemerken müssen. Wenn es immer die gleichen engagierten Leute gewesen wären, hätte es auffallen müssen, dass immer die gleiche Toilettentüre geschlossen war.

    Andererseits, wenn es immer andere schlechtbezahlte und unter Zeitdruck stehende Menschen waren, die für einen Quadratmeter nur 15 sec Zeit haben und fertig werden müssen, wollen sie ihre Arbeitsstelle nicht riskieren - ich möchte diesen Leuten keinen Vorwurf machen. Ich weiß, wie Reinigungskräfte, ja, man kann sagen ausgebeutet werden.

    Nachträglich werden natürlich Vorwürfe laut.

    Ich wollte eigentlich nichts zum Amoklauf in Winnenden sagen. Die Medien bringen hier viel und wissen wenig.
    Mir tut auch der Amokläufer leid.

    Was musste 17 Jahre lang passieren, damit aus einem jungen Menschen ein adrenalingeladenes Monster wird?

    Hospes



    Re: Gleichgültigkeit

    karin - 13.03.2009, 21:10

    Gleichgültigkeit
    Lieber Hospes,

    Du hast schon recht, die Arbeitskräfte sind unter Zeitdruck und haben natürlich wenig Interesse sich um geschlossene Türen zu kümmern. Es sollte aber in so grossen Krankenhäusern mindestens täglich einen Kontrollgang geben, wenn nicht sogar zwei, es ist ja ein Krankenhaus wo Menschen Hilfe suchen, denn wer geht schon freiwillig in ein Krankenhaus. Es ist ja kein Standesamt.

    Zu Winnenden mag ich mich gar nicht äussern, es wird zu viel geredet und spekuliert .... mir fehlen einfach die Fakten die das "Warum" klären. Vermutlich wird es noch lange dauern. Auch wünschte ich die Medien würden sich etwas zurückhalten, was geschah ist entsetzlich genug.

    Nur tief im Inneren glaube ich für mich selbst jedenfalls, dass der Grundstock der Erziehung und Entwicklung im Elternhaus liegt, es scheint in Mode gekommen zu sein, dass Kinder mehr als Partner als als Kinder angesehen werden und somit gar nicht mehr so richtig Kinder sein dürfen. Ja, wie soll denn ein "Kindpartner" eine richtige Kindheit erleben um dann langsam erwachsen zu werden. Da sehe ich das Grundübel, dass Kinder von den eigenen Eltern überfordert werden.

    Ich glaube wir beide können unseren Eltern oder auch nur dem einen Elternteil sehr, sehr dankbar sein.

    LG Karin :)



    Re: Gleichgültigkeit

    Hospes - 13.03.2009, 22:02

    Kindheit
    Liebe Karin,

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Jetzt könnte ich fast Deinen ganzen Beitrag als Zitat bringen.

    Natürlich haben wir unsere Gene, unsere Disposition. Die hängen auch von unseren Eltern und unseren sämtlichen Vorfahren ab.

    Aber wie wir uns dann letztendlich entwickeln, da spielen die äußeren Umstände doch eine gewichtige Rolle mit.
    Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.
    Sie leben in ihrer eigenen Welt.
    Man kann sie beeinflussen und formen.
    Man muss ihnen nicht immer nach dem Mund reden. Sie brauchen auch einen Widerstand, um sich zu erproben und um zu reifen.
    Sie brauchen auch täglich die "Stimme des Herrn". Sie müssen sehen, dass sie nicht tun und lassen können, wie sie es sich vorstellen.
    Wenn dann das Umfeld verständnisvoll, aber durchaus fordernd ist, wenn gefördert wird, aber kein laissez-faire und sozial-emotionale Schlamperei herrscht, wenn die Kinder wissen, wo es lang geht, wenn sie sich über auch noch so kleine Erfolge freuen können, wenn sie verständige Begleiter haben ...
    Jetzt könnte ich noch viel mehr schreiben.

    Zitat: Ich glaube wir beide können unseren Eltern oder auch nur dem einen Elternteil sehr, sehr dankbar sein.

    Dass ich das bin, was ich bin, verdanke ich meinen Eltern und mir. Und es war nicht immer einfach.

    Hospes



    Re: Gleichgültigkeit

    la-piccola - 15.03.2009, 17:24


    Hier möchte ich auch noch etwas hinzufügen.
    Für jeden Beruf oder eine Tätigkeit braucht man eine Ausbildung bzw eine Anleitung.
    Für das Fahren eines Fahrzeugs braucht man eine Fahrerlaubnis.
    Mit Hunden geht man in die Hundeschule, nicht damit der Hund lernt, sondern sein Halter muß lernen, wie er mit ihm umgehen soll.
    Mit Kindern ist das so eine Sache, jeder, der welche bekommt, kann nur die Werte weitergeben, die er selbst in seiner Kindheit erhalten hat. Leider ist das eben nicht immer der Fall und ich glaube, das ist ein Generationenproblem, denn diese Werte, die wir in unserer Jugend mitbekommen haben, gehen so langsam verloren, weil sich viele deren nicht mehr bewußt sind.
    Auch ich bin froh, dass ich meinen Eltern dankbar sein darf, dass ich so bin, wie ich bin. Und ich hoffe, dass ich meinen Kindern das mitgegeben habe, was gut und richtig ist und sie dieses auch wieder weitergeben können, damit das Gute im Menschen nicht ausstirbt.



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