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Re: Schratweg (fantasy Internatsstory -to be continued)
Gubbelhexe - 19.10.2005, 17:52Schratweg (fantasy Internatsstory -to be continued)
Anfang einer Schratweg-Story (to be continued)
Nora blickte verträumt in die Flammen ihres Lagerfeuers, während Takeo neidisch zu Anja und Georg schaute. Die beiden waren jetzt seit zwei Jahren offiziell zusammen und er beneidetet sie um die Vertrautheit und Nähe, die sie zueinander hatten. Er blickte verstohlen zu Nora, seit er sie vor fast drei Jahren kennen gelernt hatte, war sie von Jahr zu Jahr schöner geworden, doch Jungs oder Männer schienen sie noch immer genauso kalt zu lassen wie damals. Es war zu verzweifeln, fand Takeo, doch sie behandelte ihn nur wie irgendeinen Kumpel, einen guten Freund eben, aber nicht mehr. Nora blickte auf und lächelte ihm zu "Er sieht traurig aus", dachte sie und klopfte als freundliche Aufforderung neben sich auf den Boden. Als er sich gesetzt hatte, fragte sie vorsichtig: "Was ist eigentlich los mit dir? Du wirkst in letzter Zeit so melancholisch." "Ach nichts wichtiges." Na gut, wenn du nicht darüber reden willst, dann rück doch wenigstens noch ein Stückchen näher ran. Mir ist kalt." Das ließ sich Takeo nicht zweimal sagen, nur wenige Minuten später teilte er seinen warmen Umhang mit ihr und sie starrten gemeinsam ins Feuer. Nach einer Weile fielen dem Mädchen die Augen zu und wenige Minuten später schlief sie tief, den Kopf an die Schulter des jungen Asiaten gelehnt. Vorsichtig ließ der junge Mann sich Millimeter für Millimeter zu Boden sinken und zog sie behutsam mit sich, darauf bedacht sie nicht aufzuwecken, dann schlang er seine Arme um das Mädchen und hüllte sie beide in seinen Umhang.
Am nächsten Morgen schreckte er hoch, als seine trainierten Sinne ein verdächtiges Rascheln wahrnahmen, doch dann entspannte er sich wieder, denn es war nur Anja gewesen, durch deren Bewegung die Blätter geraschelt hatten. Offensichtlich wollte die junge Wandlerin in Katzengestalt auf Mäusejagd gehen. Beruhigt sank Takeo wieder auf sein Lager und weckte dabei durch eine unvorsichtige Bewegung versehentlich das neben ihm schlafende Mädchen auf, die drehte sich jedoch nur mit einem Knurren um und schlief weiter, sich enger an ihn schmiegend. Der junge Mann lächelte und strich ihr zärtlich die Haare, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatten, aus dem Gesicht. Sie waren im Rahmen des Überlebenstrainings unterwegs, dass alle drei Jahre für die Schüler der Oberstufenklassen stattfand. Man hatte sie in Gruppen von drei bis fünf Personen eingeteilt und dabei auch Schülerwünsche berücksichtigt, so dass die vier Freunde hatten durchsetzen können, dass sie zusammen in eine Gruppe kamen. Takeo konnte sich noch gut an seine Unterhaltung mit Mirrestörm erinnern, den er um ein Gespräch unter vier Augen gebeten hatte, als einige der Lehrer Bedenken geäußert hatten, da es sich bei ihnen dann ja um eine gemischte Gruppe handelte und man wisse ja wozu das führen könne. Er hatte den Direktor darauf aufmerksam gemacht, dass weder Anja noch Georg so verantwortungslos waren und wenn doch wären immer noch er und Nora da um sie in die Wirklichkeit zurück zu holen. Und was ihn und Nora anginge brauche man sich nun wirklich keine Sorgen zu machen, denn erstens sei er nicht so unvernünftig und zweitens glaube er nicht, dass Nora einem plötzlichen Sinneswandel unterliegen würde. In Gedanken bei dem Gespräch lächelte er spöttisch "und wenn doch, schützt sie die Kette, die ich ihr vor zwei Jahren geschenkt habe," dachte er bei sich und sein Lächeln wurde breiter. "Aber bis das geschieht, da kann ich lange warten," murmelte er leise und küsste das schlafende Mädchen sanft auf die Stirn. Dann wand er sich unter seinem Umhang raus und zündete an der Feuerstelle vom vorigen Tag wieder einige Äste an und bereitete aus einem Teil ihres Mehlvorrates Fladenteig zu, den er auf den heißen Steinen um das Feuer herum buk. Der Duft nach frischem Brot scheuchte nun auch aus Nora und Georg den Schlaf und weckte ihren Hunger. "Hast du Anja gesehen, Takeo?", gähnte Georg müde und fuhr sich mit der Hand durch seine kurzen Locken. "Ja sie ist auf Mäusejagd gegangen, müsste allerdings gleich wieder hier sein." Takeo warf Nora unwillkürlich einen Blick zu und sie lächelte ihn noch etwas verschlafen an. "Guten morgen Takeo und vielen Dank für den Umhang, er ist wunderbar warm." Takeo grinste und warf Georg einen belustigten Blick zu, als dieser überrascht zwischen ihm und Nora hin und her guckte. Im Gegensatz zu Nora, die es anscheinend gar nicht richtig mitgekriegt hatte, wusste Georg sehr genau, dass Nora während der Nacht nicht nur vom Umhang des jungen Asiaten gewärmt worden war. Als Georg nun jedoch den Mund öffnete und sich anschickte etwas zu sagen, traf ihn ein weiterer Blick Takeos, der diesmal jedoch eindeutig eine Warnung darstellte und so schloss er seinen Mund wieder.
Nora lächelte und zog den Umhang enger um sich, setzte sich neben Takeo ans Feuer und ließ sich von ihm vom frisch gebackenen Brot reichen. Der junge Mann grinste breit und begann sie, entgegen ihren Plänen zu füttern. Vorsichtig brach er Stücke von einem der heißen Fladen ab und steckte sie ihr in den Mund. Leicht überrascht lies sie es zu, dass er sie fütterte, bis ihr etwas auffiel: "Du isst ja gar nichts, Takeo! Hast du denn gar keinen Hunger? Du..." "Oh doch," unterbrach sie Georg, "sicher hat er Hunger nur nicht aufs Brot, son-..." "Sei still!", schnitt ihm Takeo das Wort ab und errötete leicht. "Sondern?", fragend lächelte Nora Georg an. "Sondern, ähm... ähm... hmm...", druckste der junge Zauberer, um dann auszuweichen: "Warum -hrmhrm- fragst du ihn nicht einfach selbst?" Nach einem kurzen Blick zu Takeo stand er auf und suchte eilig das Weite, "Ich werde mal nach Anja sehen..." Kopfschüttelnd blickte Nora ihm nach und wandte sich dann Takeo zu, der zu ihrer Überraschung ihrem Blick auswich und Dank seiner dunklen Haut kaum sichtbar errötend ins Feuer starrte. "Sag mal, Takeo, was meinte Georg damit denn nun?" Ihre stimme hatte zwar einen leicht neckenden Unterton, klang aber ansonsten so verunsichert, dass der junge Asiate ihr überrascht wieder das Gesicht zuwandte. "Es... es ist nicht so wichtig. Nur ein kleiner Scherz..." "Ein Scherz also?", bemerkte sie mit hochgezogenen Augenbrauen, rückte näher an ihn und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. "Warum erschien es mir dann so, als würdet ihr das Ganze recht ernst nehmen?" Takeo jedoch legte ihr nur den Arm um die Schultern und schwieg als Antwort hartnäckig. "Nun komm schon Takeo, so schlimm kann die Antwort doch nicht sein," bohrte Nora. Sie ließ auch weiterhin nicht locker und löcherte Takeo mit Fragen, bis dieser aufeinmal seufzte und dann leise lachte. "Du willst wohl um jeden Preis eine Antwort haben, was?" Sanft hob er ihr Kinn an, bis sie ihm in die Augen schauen musste, strich ihr zärtlich eine Locke aus dem Gesicht, flüsterte leise kaum hörbar: "Ich liebe dich", und küsste sie kurzentschlossen. "So," meinte er, seine Lippen wieder von ihren lösend, "jetzt kennst du die Antwort." Nora starrte ihn an, verunsichert und vollkommen überrascht, und versuchte sich verwirrt über die Reaktionen in ihrem Inneren auf seine Antwort und den Kuss klar zu werden. Nur wenige Sekunden später traten Anja und Georg wieder auf die Lichtung und mit einem Blick auf die Gesichter der beiden wollte Anja erstaunt wissen, was passiert sei. "Ohje," bekannte Georg, den Arm den er um Anja gelegt hatte von ihr lösend, fast ein wenig reumütig, "das ist wohl meine Schuld. Ich nehme mal an, er hat ihr gesagt, worauf er außer Brot noch Hunger haben könnte..." "Du meinst...", begann Anja ohne den Satz zu beenden. "Ja, das meine ich," entgegnete ihr Freund. "Oh," lies die junge Wandlerin vernehmen und sah Nora nachdenklich an, dann wanderte ihr Blick zu Takeo. "Nun, wenn man bedenkt, wie sie die anderen Kerle bisher abgefertigt hat, die sich in dieser Richtung ich gegenüber zu äußern wagten, scheint es für Takeo doch ganz gut gelaufen zu sein." Mit diesen Worten trat sie vollends auf die Lichtung hinaus und zog Georg mit sich. "Na ihr beiden," begrüßte sie die nun beide verlegen aufblickenden. "Da scheine ich ja was verpasst zu haben... Und du hast ihm nichts angetan?", wandte sie sich nun an Nora, um dann an Takeo gewandt fortzufahren: "Du kannst dich glücklich schätzen, der letzte, der versuchte ihr irgendwas von Liebe zu erzählen, hatte hinterher einen furchtbar juckenden Ausschlag." Sie unterbrach sich kurz um dann hinzuzufügen: "Naja, der hat aber auch versucht sie zu küssen." Nora, die inzwischen zutiefst errötet war und offensichtlich äußerst verlegen, unterbrach den Redefluss ihrer besten Freundin hastig und bat sie still zu sein. Der Rest des Frühstücks verlief in Schweigen, wie auch, zumindest was Nora und Takeo anging, der Rest des Tages. Sie kamen gut voran und wurden nur einmal, am Nachmittag, aufgehalten, als Georg versehentlich den Eingang einer Gnomenhöhle zertrat. Sie hatten sich daraufhin gleich einer ganzen Sippe zu erwehren, die nicht eher Ruhe geben wollte, als bis ihr Tor wieder repariert war. Als es dann später wurde, begannen sie sich nach einem geeigneten Lagerplatz umzusehen. Nora, die am wetterfühligsten von ihnen war, hatte ihnen mürrisch für die Nacht oder den nächsten Morgen Regen angekündigt und so hatten sie es etwas eiliger als an den letzten Abenden. Takeo war zum Abend hin immer missmutiger geworden und riss mit einer für ihn absolut unüblichen Heftigkeit große Äste von einer Tanne, so dass die drei anderen sich erschrocken von ihm fern hielten. Die Äste würden sie später für einen anständig überdachten Lagerplatz brauchen. Nora, die sich ohnehin schon den ganzen Tag so weit wie möglich von dem jungen Kung-Fu-Meister fern gehalten hatte, ging auf der anderen Seite der Lichtung in den Wald um Feuerholz zu sammeln. Georg wandte sich mit einem Kopfschütteln an Anja und gemeinsam begannen sie an der höchsten Stelle der Lichtung kräftige möglichst gerade Stecken in den Boden zu schlagen, was das Grundgerüst ihres Unterstandes bilden würde. Wenn Nora genug Feuerholz gesammelt hatte, würde sie ihnen helfen möglichst viel Zeug zwischen die Stecken zu flechten, damit sie eine Grundlage hatten, für etwas, das sich in eine solide Wand verwandeln ließ, und die Tannenzweige darüber gelegt, ließen sich, Dank ihrer Dichte in ein solides Dach umwandeln. Anja grinste: wozu ihre Magie nicht alles gut war. Derweil war Nora mit einem Bündel Feuerholz und ein paar guten Steinen für die Feuerstelle zurück gekommen. Eigentlich wäre der ganze Aufwand für vier so gute, wenn auch noch junge und noch nicht fertig ausgebildete, Zauberer gar nicht nötig gewesen um sich einen anständigen Unterstand zu verschaffen, da sie dies auch mit Hilfe von etwas mehr Magie leicht hätten herstellen können. Allerdings hatte man ihnen die Auflage gegeben, möglichst wenig Magie zu nutzen, mit der Begründung, dass sie erstens: Vielleicht auch mal ohne ihren Zauberstab würden auskommen müssen, und zweitens: Ihre Magie andere magiebegabte Geschöpfe anziehen würde, was nicht unbedingt immer günstig für sie sein würde, und drittens: Der Gebrauch von zu viel Magie das Notwarnsystem vermutlich ausfallen lassen würde. Mirrestörm hatte sie also noch mal ausdrücklich darauf hingewiesen, so wenig Magie wie möglich zu gebrauchen. So würden sie ihre Magie auch nur nutzen, um die Wände und das Dach richtig dicht und auch stabil werden zu lassen.
Nachts begann es tatsächlich zu regnen und am nächsten Morgen regnete es noch immer, so dass sie sich entschieden, weiterhin in ihrem Unterstand zu bleiben, bis es aufhören würde. Gegen Mittag regnete es noch immer und es herrschte eine angespannte Stimmung in ihrer Bleibe, woran Nora und Takeo sicherlich nicht wenig Schuld hatten, als Takeo plötzlich aufsprang, sich seinen Umhang überwarf und mit der Bemerkung: "Mir reicht’s! Ich geh jetzt raus! Kann uns ja ein wenig Feuerholz besorgen.", aus der Hütte eilte. Schon nach wenigen Metern war er nass bis auf die Haut, fröstelnd begann er geeignetes Holz zu sammeln und versuchte sich ein wenig warm zu halten, indem er in Bewegung blieb. Als er nach etwa einer halben Stunde schon ein ansehnliches Bündel zusammen gesammelt hatte, entschloss er sich wieder zurück zum Unterstand zu gehen, und so trat er dann triefend vor Nässe, zitternd und mit blauen Lippen, das Brennholzbündel geschultert, wieder zu den anderen unter’s Dach. "Hallo," wollte er sagen, doch es kam nur ein lautes "Haatschie" heraus. "Du musst sofort aus den nassen Klamotten raus!", hörte er daraufhin eine erschrocken klingende Stimme und begann innerlich zu lächeln: Es war das erste mal, seit dem gestrigen Morgen, dass Nora wieder mit ihm sprach und die Ruhelosigkeit, die ihn seitdem gefangengehalten hatte, ließ nun wieder nach. Der Empfehlung folgend, legte er seinen nassen Umhang ab und hängte ihn zum Trocknen auf, als er nun jedoch auch sein Hemd ausziehen wollte, musste er feststellen, dass es viel zu stark zitterte, um die Knöpfe auf zu bekommen. Anja und Georg hatten sich schnell auf die Aufgabe, das nasse Feuerholz zum Trocknen auszulegen gestürzt, wohl wissend, dass es nun an Nora hängen blieb, ihm mit seinen Klamotten zu helfen, und sie fühlte sich damit offensichtlich anfangs gar nicht wohl. Während sie jedoch mit den Knöpfen kämpfte, verlor sie allmählich ihre Befangenheit und als sie den letzten geöffnet hatte, meinte sie mit einem leisen triumphierenden Lachen: "Na geht doch!", und reicht ihm eine Wolldecke. "Hier, nimm erst mal die Decke... achja... ich hab da noch nen Kilt, den kannst du haben, dann kannst du deine Hose auch zum Trocknen aufhängen." Als sie, den Kilt in der einen, den Gürtel in der anderen Hand, wieder zu Takeo zurückkehrte, stockte ihr kurz der Atem: "Mir ist noch nie aufgefallen, wie gutaussehend er ist," dachte sie und ertappte sich dabei, wie sie ihn regelrecht anstarrte und verlegen den Blick senkte, als er fragend zurück guckte. So entging ihr auch das amüsierte Lächeln, dass daraufhin kurz über sein Gesicht huschte. Der junge Asiate hatte ihre Blicke durchaus bemerkt und auch ihr plötzliches Erröten, als sie ihren Blick so hastig senkte, war ihm nicht entgangen. "Eigentlich ist sie ja an Situationen wie die der zwei Wochen Überlebenstraining von uns allen am ehesten gewöhnt, schließlich wohnt sie ja bei magielosen verwandten," dachte er bei sich und betrachtete sie nachdenklich, wie sie nervös an dem Kiltstoff herumzupfend auf ihn zukam. "Sie sollte ruhig öfter solche Hüfthosen tragen, zusammen mit dem kurzen Wollpulli sieht das einfach klasse aus an ihr," stellte er fest, hütete sich aber dies auszusprechen. Als sie näher kam, konnte er auf dem schmalen Streifen nackter Haut zwischen Hose und Pulli deutlich ihre Gänsehaut erkennen und unter dem enganliegenden Pullover zeichneten sich ihre Rundungen ab. Es tat schon fast eh, so sehr wünschte er sich sie berühren zu können, sie in die Arme zu nehmen, fest an sich zu ziehen und... er seufzte leise und wandte sich wieder dem Feuer zu, die Hände zu Fäusten geballt. Als sie ihn dann plötzlich auf die Schulter tippte, zuckte er erschrocken zusammen und wandte ihr so abrupt das Gesicht zu, dass sich durch den Schwung sein ohnehin mitgenommenes Haarband löste. "Tschuldigung, wollte dich nicht erschrecken," murmelte sie, einen Schritt zurückweichend und hielt ihm Kilt und Gürtel entgegen: "Du weißt, wie man den anzieht?" "Hmmpf," entgegnete er kopfnickend und verwünschte es in Gedanken, dass er selbst nicht mehr Kleidung mitgenommen hatte. Seine Antwort ließ sie leise lachend anmerken: "Jetzt klingst du schon wie ein Schotte,... aber," fügte sie hinzu, während sie ihren Blick, ohne sich dessen bewusst zu sein, über seinen nackten Oberkörper wandern ließ und dann sein Gesicht betrachtete, bis sich ihre Blicke kreuzten, "wie ein Schotte aussehen wirst du trotz Kilt wohl kaum." Takeo schaute ihr in die Augen und hielt ihren Blick gefangen. "Ich wusste gar nicht, dass sie so viel Gold in ihren grünen Augen hat," stellte er fest und beobachtete fasziniert, wie ihr Blick immer unruhiger zu werden schien uns sie immer häufiger begann krampfhaft zu schlucken und sich über die Lippen zu lecken, als wären diese zu trocken. Nach einer Weile, als ihr Blick begonnen hatte regelrecht zu flackern und ihre Wangen sich zu röten begannen, senkte sie langsam den Kopf und wandte sich mit einer fahrigen Bewegung dem Feuer zu. Takeo schmunzelte leicht, notierte sich in Gedanken einen weiteren Erfolg, den er zu verbuchen hatte und zog die Decke wieder nach oben über seine Schultern, so dass er darunter seine Hose gegen den Kilt tauschen konnte.
Am nächsten Morgen fühlte er sich etwas unwohl, in seiner Kehle kratzte es und sein Kopf tat ein wenig weh, doch trotz allem war er wie immer vor den anderen aufgewacht. Es war stiller geworden und ein Blick aus der Türöffnung ihres Unterstands bestätigte seinen Verdacht: Es hatte aufgehört zu regnen. Die Morgensonne ließ Tau und hier und dort sogar einen Anflug von Reif aufglitzern und am Himmel zeigte sich keine einzige Wolke mehr. Takeo entschloss sich einen kleinen Spaziergang zu machen, die kühle frische Luft, würde ihm sicherlich helfen, seine Kopfschmerzen los zu werden. Er schnappte sich sein inzwischen getrocknetes Hemd und seinen Unhang, doch als er auch zu seiner Hose griff, musste er feststellen, dass der Wollstoff offensichtlich nicht so schnell getrocknet war und er weiterhin den Kilt würde tragen müssen. Mit einer leise gemurmelten unfeinen Bemerkung über Klamotten im allgemeinen und Kilts im speziellen, verließ der junge Kung-Fu-Meister den Unterstand.
Nora, die ihn zuvor eine ganze Weile unter halbgeöffneten Lidern durch ihre Wimpern beobachtet hatte, gähnte leise und blinzelte schläfrig dem jungen Mann hinterher. Nach einer Weile stand sie seufzend auf und entfachte aus der Restglut des gestrigen Tages ein neues Feuer. Als das Feuer schön prasselte, nahm sie sich den kleinen Korb, den sie am Vortag geflochten hatte um Langeweile vorzubeugen, warf sich ihren Umhang über und machte sich auf, ein paar Brombeeren oder Blaubeeren zu sammeln. Zu ihrer Freude fand sie tatsächlich die Blaubersträcher, an die sie sich unsicher erinnert hatte und begann dann eifrig zu pflücken. Während sie ihren Korb füllte, pfiff sie vergnügt ein irisches Trinklied vor sich hin, dass sie mal von Georgs Mutter gelernt hatte, die gebürtig aus dem Süden Irlands stammte. In Gedanken sang sie stumm den Text mit und als sie gerade zum zweiten mal bei der zweiten Strophe ankam "I wonder if it’s true what they don’t wear beneath their kilt..." wurde ihr klar, was sie da eigentlich die ganze Zeit vor sich hinpfiff und ihr Pfeifen ging abrupt in ein Prusten über, das dann zu einem lauten Lachen wurde. Nach einer Weile hatte sie ihren Korb vollgesammelt und machte sich auf den Rückweg. Als sie auf die Lichtung heraus trat, blieb sie erstaunt stehen, als sie Takeo darauf herumwirbeln sah. Er schien Tritte und Schläge in der Luft zu vollführen wobei er mit einer seltsamen Leichtigkeit durch die Luft wirbelte und manchmal sogar Salti schlug. Nora hatte Georg zwar schon mal die morgendlichen Übungen des jungen Kung-Fu-Meisters erwähnen hören, war aber als sie diese nun selbst das erste Mal zu sehen bekam, zutiefst beeindruckt. Sie musste wohl auf einen Ast getreten sein oder sonst irgendeinen Laut von sich gegeben haben, denn plötzlich wirbelte Takeo in ihre Richtung herum mit einem angespannten Gesichtsausdruck, der jedoch schnell einem Lächeln wich. "Ach du bist es Nora," stellte er fest und stibitzte eine Blaubeere aus ihrem Korb, um dann anzumerken: "Hmm... die war wirklich gut..." Eigentlich hatte Nora ärgerlich sein wollen, aber anstatt dessen sprudelte es aus ihr heraus: "Machst du das jeden Morgen? Ich hab dich noch nie dabei gesehen die letzten Tage... Das sah ja irre aus..." Als Antwort erhielt sie ein fröhliches Lachen und fiel dann ebenfalls in das Lachen ein, als Takeo im Handstand vor ihr herlief und nach ein zwei Schritten wieder umkippte und mit einemmal auf dem Rücken vor ihr lag. "Nicht, dass ich das jetzt schlecht fand... aber das ist sonst wohl eher ein Kunststück, für das man Hosen anziehen sollte, oder?", merkte Nora noch immer leicht lachend an. Zu ihrem Vergnügen war es ihr mit dieser Bemerkung gelungen Takeo so tief erröten zu lassen, dass sie ihn das erste mal, seit sie ihn kannte, trotz seiner etwas dunkleren Hautfarbe bis über beide Ohren rot werden sah. "Nicht dass ich etwas gesehen hätte... du bist ja so schnell wieder umgekippt, dass ich nicht mal genug Zeit hatte festzustellen, ob du es wie die Schotten hältst, oder...", prustete sie daraufhin los, ohne mitzubekommen, dass gerade in dem Augenblick Georg und Anja vor den Unterstand traten und amüsiert lauschten.
"Die beiden scheinen sich ja offensichtlich wieder besser zu verstehen," bemerkte Anja an ihren Freund gewandt. "Und damit das so bleibt, siehst du in Zukunft vielleicht von der einen oder anderen unbedachten Bemerkung ab." "Ach keine Sorge... Nora scheint ja inzwischen gut damit klar zu kommen und Takeo... naja, der würde ihr nie auch nur ein Haar krümmen," meinte Georg und legte seine Arme um die junge Wandlerin, die sich mit einem leisen Schnurren, (eine Eigenart, die ihr auch in ihrer menschlichen Gestalt erhalten blieb), an seine Brust lehnte. "Weißt du noch, als Nora vorletztes Jahr den Arm gebrochen hatte?", fuhr er fort. "Ja, natürlich weiß ich das noch, ich war schließlich dabei, als sie vom Besen stürzte, aber was hat das jetzt mit Takeo zu tun? Oder fragst du nur einfach so?", wollte Anja leicht verwirrt wissen. "Naja, Takeo wusste damals, dass ihr etwas passiert ist, dabei hatten wir zu dem Zeitpunkt noch Unterricht... Er wurde aufeinmal ganz unruhig und hastete als die Stunde zu Ende war in Richtung Krankenflügel, und als ich ihn fragte, was los sei, meinte er nur, Nora sei irgendetwas passiert, er habe es gespürt. Er sah irgendwie so aus, als habe er Schmerzen und er hat ohne unterlass an seinem Amulett gespielt... aber nicht so, wie man so was manchmal macht, wenn man nervös ist, sondern... irgendwie... anders... ," meinte Georg und schauderte leicht. Die junge Wandlerin sah zu ihm hoch, die Augen erstaunt weit aufgerissen: "Jetzt wo du es erwähnst... Nora hatte keine Schmerzen, zumindest nicht lange, nur am Anfang... " sie hielt verwundert inne, um dann mit einer leicht seltsam klingenden Stimme fortzufahren "Sag mal, wie sah denn das Amulett von Takeo aus?" Ihr Freund lächelte und antwortete leicht verwirrt: "Ach du weißt schon, diese Kette mit dem ying-yang Anhänger die er hat. Er legt sie übrigens nie ab, soweit ich weiß, auch... " "Eine Kette mit einem ying-yang Anhänger sagst du?", unterbrach ihn Anja, "Seltsam, Nora umklammerte am Anfang mit schmerzverzerrtem Gesicht ihre Kette, auch ein ying-yang Anhänger, allerdings sehr zierlich. Sie hat die Kette irgendwann mal geschenkt bekommen, allerdings anonym, da lag nur an ihrem Geburtstag abends dieses kleine Geschenk auf ihrem Bett. Also ist es ein Geschenk von Takeo gewesen... Wie auch immer, zumindest schienen ihre Schmerzen dann allmählich nachzulassen. Ich habe immer gedacht es sei nur ein normales Schmuckstück, aber mit diesem Hintergrund... Hältst du das für einen Zufall?" "Du meinst...? Aber wenn ... ich meine... also, woher sollte Takeo denn solche Zauber können?", stammelte Georg verwirrt und starrte seine Freundin mit seinen braunen Augen völlig perplex an.
Derweil hatte Takeo sich grinsend mit einem "Das wirst du mir büßen!" auf Nora gestürzt, die gerade noch den Korb mit den Beeren in Sicherheit hatte bringen können und nun rollten die beiden lachend und miteinander ringend über die Wiese. Nach einer Weile kamen sie zum halten und Takeo erklärte lachend: "Ich ergebe mich, du hast gewonnen, nun lass mich aufstehen bevor ich es mir anders überlege." Er grinste die junge Zauberin an und begann dann plötzlich sie erbarmungslos zu kitzeln, bis sie lachend über ihm zusammenbrach. Mit einem inzwischen recht verschmitzten Grinsen schloss der junge Asiate seine Arme um das Mädchen, er hatte es vermisst so mit ihr herum scherzen zu können und der neue Ton den sie nun mit in ihre Neckereien eingebracht hatte, gefiel ihm. Mit einem leisen Lachen rollte er sich herum und hielt Nora nun unter sich gefangen. "Nun junge Dame, wie wäre es mit den guten Beeren zum Frühstück? Dann könnte ich mir überlegen dich wieder frei zu lassen... ansonsten... mir fällt sicher auch noch etwas anderes ein.... ", meinte er leise und blickte ihr dabei grinsend tief in die Augen als wolle er ihre Gedanken lesen. Nora, irritiert durch seinen intensiven Blick, starrte nur stumm zurück und vergaß dabei ganz sich weiter zu wehren, wie Takeo amüsiert feststellte. Nachdem sie sich schon eine Weile so angestarrt hatten, errötete sie plötzlich und drehte den Kopf zur Seite, was den jungen Kung-Fu Meister zu einem Schmunzeln verleitete und der Bemerkung: "Einen Taler für deine Gedanken, Nora." Sie blickte ihn daraufhin an errötete noch tiefer und entgegnete nur: "Nein." "Nein zu den Beeren oder nein zu den Gedanken? Nun die Beeren fand ich ohnehin nicht so überzeugend... mir sind da inzwischen bedeutend interessantere Sachen eingefallen.... "meinte Takeo grinsend und mit der Andeutung eines schnurrenden samtigen Untertons in der Stimme.
Nora schluckte krampfhaft, ihre Wangen brannten und wenn sie ehrlich mit sich selbst war, verwirrte sie die Nähe des jungen Mannes und machte es ihr schwer zu denken, etwas das sie sich jedoch nicht so ohne weiteres eingestehen wollte. "Ich... ", sie schluckte erneut, "ich glaube Beeren zum Frühstück wäre eine gute Idee... "murmelte sie und wünschte sich er würde sie endlich loslassen. Sie fühlte sich allmählich ein wenig schummerig und ihr Herz schlug eindeutig zu schnell, wenn er doch wenigstens aufhören würde ihr so in die Augen zu starren. Er lächelte, eines dieser Lächeln, die seine ebenmäßigen weißen Zähne aufblitzen ließen und seinen Wangen diese kleinen Grübchen verpasste. "Schade," meinte er, " ich hätte auch auf die Beeren verzichtet...", seine eine Augenbraue zuckte dabei nach oben und seine Stimme hatte noch immer einen Unterton, der ihr ein Kribbeln im Bauch verursachte, dann lies er sie los, stand auf und bat ihr seine Hand zum Hochziehen an. Als Nora so zu ihm hochschaute erinnerte sie sich daran wie sie sich vor nun schon etwa zwei einhalb Jahren kennen gelernt hatten, damals hatte sie über die Ferien ein Referat über Drachen schreiben müssen und war in ihre Lektüre vertieft auf der Straße an einer Ecke in ihn hinein gerannt. Sie war damals erstaunt gewesen, dass er als Asiate so hochgewachsen war, denn sie hatte damals noch nicht gewusst, das seine Mutter Europäerin war. Sie blickte an ihm hoch, er war seitdem noch weiter gewachsen und inzwischen einer der größten menschlichen Schüler Schratwegs. "Sag mal, wie groß bist du eigentlich?" fragte sie nun, während sie nach seiner Hand griff um sich hoch helfen zu lassen. "1.98m," entgegnete er prompt um dann hinzuzufügen "warum?" "Ach nur so, du wirkst von da unten aus gesehen verdammt riesig... ,"grinste Nora und blickte sich nach dem Korb mit den Blaubeeren um. "Mal abgesehen davon geht dir mein Schottenrock gerade mal bis zu den Knien, wogegen er mir etwa bis zu den Waden reicht." Sie hatte den Korb entdeckt und wandte sich dem Unterstand zu, in dessen Eingang Anja und Georg noch immer standen und, nachdem sie das Treiben der beiden beobachtet hatten, breit grinsten. Nora tat das Grinsen mit einem Achselzucken ab und bemerkte an Anja gewandt: "Wenn es dir gelingt ein paar Eier zu beschaffen, dann kann es heute zum Frühstück Pfannkuchen mit Heidelbeeren geben."
Es gelang der jungen Wandlerin tatsächlich ein paar Eier zu beschaffen und nach einem leckeren Frühstück brachen die vier Freunde ihr Lager wieder ab. Den Unterstand ließen sie stehen und legten frisches Feuerholz hinein, dann es gab auch andere Wanderer in diesem Wald, die sich sicherlich darüber freuen würden und wenn nicht, würde der Unterstand ohnehin irgendwann von der Natur zurück erobert werden. Sie kamen gut voran, verliefen sich zwar einmal kurz, hatten dieses Problem jedoch recht schnell wieder im Griff und achteten danach alle etwas mehr auf die Richtung in die sie sich bewegten. Im Vergleich zu ihrem letzten Reisetag waren sie nun wieder die gewohnt lustige Vierergruppe und es fiel während des Marsches auch hin und wieder der eine oder andere Scherz. Georg, den sie hin und wieder auch scherzhaft ihr wandelndes Lexikon nannten, entdeckte gegen Mittag einen großen Baumpilz, der sich ausgezeichnet in Steakform zubereitet braten lassen sollte, so behauptete er zumindest und wollte darum den Pilz unbedingt vom Baum holen. Nachdem der junge Zauberer es vergeblich mehrmals versucht hatte und sich dabei sogar ein leicht geprelltes Steißbein zuzog, gab ihm seine Freundin ihr Gepäck zu halten und kletterte in Katzengestalt den Baum hinauf, setzte sich dort in eine Astgabel, löste in ihrer menschlichen Gestalt den Pilz vom Baum und ließ sich in Katzengestalt dann von ihrem Freund auffangen als sie vom Baum sprang. Zu ihrer aller Freude behielt Georg mit seiner Behauptung bezüglich des Pilzes recht und sie erhielten eine leckere warme und nahrhafte Mahlzeit zur mittäglichen Stärkung. Nach ihrer Rast brauchten sie einen kurzen Moment um sich wieder zu orientieren und die richtige Richtung zu finden, während Nora noch schnell die kleine Pfanne reinigte. Takeo nutze die Gelegenheit um Nora im vorbeigehen sanft über ihren Nacken zu streicheln, der, da sie sich ihren Zopf hochgesteckt hatte, frei erreichbar war ohne sich erst durch ihre Haarpracht hindurch wuscheln zu müssen. Die junge Zauberin guckte zu ihm hoch, pustete sich eine zu kurze lockige Strähne aus dem Gesicht, lächelte ihn an und band dann die Pfanne wieder an ihren Rucksack. "Habt ihr die richtige Richtung inzwischen wieder gefunden? Können wir weiter?" fragte sie, sich ihr Bündel auf den Rücken schwingend. Takeo nickte nur, lächelte zurück und ging dann weiter.
Die nächsten zwei Tage verliefen recht ereignislos, das Wetter besserte sich und die Sonne schien hin und wieder so warm, dass die vier Schüler sogar ein wenig ins schwitzen kamen.
Noch einen Tag später kamen sie an einem kleinen Dorf vorbei, das Takeo sofort wieder erkannte. "Wenn wir weiter so gut voran kommen, dann sind wir vermutlich morgen Abend schon in Schratweg," bemerkte er mit leichtem Bedauern, ihm tat es leid, dass ihre Wanderung schon so bald vorbei sein sollte und dann sogar zwei Tage vor dem offiziellen Ende des Überlebenstrainings. In dem normalen Schulalltag würden sie wieder nur am Wochenende oder nachmittags zu viert etwas unternehmen können und noch nicht einmal jeden Nachmittag, denn zum Teil hatten sie auch nachmittags noch Unterricht. "Hat eigentlich irgend jemand von euch Geld mit? Wir könnten ein Eis essen gehen, soweit ich mich erinnern kann gibt es hier eine kleine Eisdiele." meinte Anja plötzlich, woraufhin ein allgemeines Herumgewühle in verschiedenen Taschen begann. Nora fand ein paar Silbertaler, die sie wieder weg packte, und einen 5€ Schein, Georg und Anja hatten nur einige Bronze- und Silbertaler, die wenig nutzen würden um in einem normalen Geschäft etwas zu kaufen und Takeo fand einen Goldtaler, den er ganz erstaunt anguckte, drei 2€ Stücke und ein 1€ Stück. Das Geld das sie nutzen konnten ergab zusammengeschmissen insgesamt 12€ und die vier entschieden, dass sie sich wohl jeder ein kleines Eis würden gönnen können. Als sie so durch das Dorf stapften, zogen sie den einen oder anderen verwunderten Blick auf sich, was auch nicht anders zu erwarten war, wenn man ihre Erscheinung bedachte. Takeo trug zwar inzwischen schon längst wieder seine Hose und nicht mehr den Schottenrock, aber die vier gaben trotzdem ein etwas seltsames Bild ab. Anja, die nur etwa 1.60m groß war, mit ihrem katzenhaften Gang, ihrer schlanken und schmalen Gestalt, den blonden Locken und ihren schlitzförmigen Pupillen, Georg mit seinem rotbraunen Wuschelkopf und den vielen Sommersprossen, der 1,86m groß war und seinen Arm um Anjas Schultern gelegt hatte, Nora, immerhin fast 1,70m groß, die in ihrer Gestalt etwas elbenhaftes und zigeunermäßiges vereinte und Takeo, der mit seinen über schulterlangen blauschwarzen Haaren, den hohen Wangenknochen und den mandelförmigen dunklen Augen definitiv wie ein Asiate aussah, durch seine Körpergröße viele jedoch leicht irritierte. Aber die Freunde merkten nichts von den Blicken die man ihnen zuwarf oder ignorierten sie einfach.
Takeo neckte Nora ein wenig bis es dieser zu viel wurde und sie ihm ihren Pullover, den sie zuvor um die Hüfte geknotet getragen hatte, an den Kopf warf und meinte: "Du Blödmann!", doch dabei lachte sie vergnügt. Der junge Kung-Fu- Meister lachte ebenfalls, nahm den Pullover an den Ärmelenden und warf ihn wie eine Schlinge über sie aus. "Hab dich!", verkündete er, grinste und fuhr fort: "Und jetzt wiederhol noch mal was du gerade eben gesagt hast. Was bin ich?" dann er zog das Mädchen mit Hilfe des Pullis zu sich ran. Sie schaute ihn von unten mit großen unschuldigen Augen an und meinte dann während sie mit den Wimpern klimperte "Oh ich fürchte das habe ich vergessen.... was habe ich denn gesagt?" Takeo schluckte leicht, wenn sie ihn so ansah, bekam er ganz weiche Knie. Es war ein wenig ungerecht fand er, ein solcher Blick aus ihren grünen Augen und ein wenig Geklimper mit ihren langen dunklen Wimpern und sie hatte ihn so weit, das er so gut wie alles für sie machen würde, mal ganz davon abgesehen dass er sie nun mehr als nur gerne küssen würde. Da der junge Zauberer jedoch noch gut wusste was es für Folgen gehabt hatte als er sie das letzte mal geküsst hatte, schloss er nur die Augen während ihm das Blut in die Wangen schoss und ballte seine Hände zu Fäusten. Zu seiner Überraschung spürte er kurz darauf wie ihm Nora sanft über die Wange strich, dann fasste sie nach seiner Hand und meinte: "Wenn du meinen Pullover wieder loslassen würdest, sollten wir mal sehen, dass wir die beiden anderen einholen, wir trödeln hier hinten ganz schön rum." Er lächelte leicht, lies den Pullover los und hielt statt dessen ihre Hand fest "Ok, dann lass uns mal einen Zahn zulegen," meinte er und zog sie weiter.
Sie bestellten sich jeder den kleinsten Eisbecher den es gab für 2,75€ und schwatzten während sie ihr Eis aßen fröhlich über dies und jenes. "Sag mal Takeo, wie ist das eigentlich mit dem Kung-Fu Training wenn du Ende dieses Schuljahres von Schratweg abgehst? Haben Mirrestörms denn jemanden, der das Training dann weiter machen kann?", fiel Anja plötzlich ein. "Bisher nicht, soweit ich weiß," meinte Takeo. "Mir wurde von Mirrestörms sogar das Angebot gemacht offiziell als Kung-Fu Trainer in Schratweg zu arbeiten, aber ich weiß nicht ob ich das machen möchte, denn eigentlich wollte ich gerne studieren. Ich hätte auch gute Chancen beim Geheimdienst angenommen zu werden, denn ich bin der beste unseres Jahrgangs in Verteidigung und Antimagie und sie brauchen noch Leute mit meinen Kenntnissen über Asien, jetzt wo die dortigen Magiergilden kurz vor einem Krieg zu stehen scheinen. Vermutlich ist auch die Vergangenheit meiner Eltern recht hilfreich, die ja ebenfalls als Agenten gearbeitet haben, bis man meinen Vater in China als Agent entlarvte und wir fliehen mussten." Nora blickte Takeo daraufhin starr an und meinte nur: "Meine Eltern waren auch Agenten..." ihre Stimme klang flach und gezwungen emotionslos. "Hat man eigentlich jemals herausgefunden warum der Flyer mit deinen Eltern und deinem Bruder damals abgestürzt ist?" erkundigte sich Georg nachdenklich. "Nein, hat man nicht. Naja zumindest hat die Polizei nichts herausgefunden, aber es gab eine gewaltige Magieentladung in der Nähe des Absturzortes...", murmelte Nora und trat dann gereizt gegen den Tisch. "Es wurde 'ein Anschlag nicht ausgeschlossen'... Bloß 'nicht ausgeschlossen'?!? Also wenn ihr mich fragt war das ein Anschlag, schließlich waren meine Eltern zu der Zeit die leitenden Agenten bei einigen sehr schwierigen und nicht ungefährlichen Ermittlungen.Nach dem Tod meiner Eltern wurden diese Ermittlungen eingestellt... seltsamer Zufall, oder?" Die Augen des Mädchens blitzten herausfordernd als sie nun ihre drei Freunde der Reihe nach anblickte.
Etwa eine halbe Stunde später schlenderten die vier Zauberkundigen wieder durch das keine Städtchen dem Wald zu....
so, das war's vorerst, aber ich schreib bei Gelegenheit sicher mal weiter und vllt. habt ihr ja auch Lust dran mitzuwirken
Re: Schratweg (fantasy Internatsstory -to be continued)
Flummihuhn - 11.11.2005, 15:57
Hey ich find die irgendwie voll cool :D musst unbedingt mal dran weiterschreiben
...bin da nich so talentiert drin im schreiben :rolleyes:
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