Biologie (Frau Müller)

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    Re: Biologie (Frau Müller)

    Tugba - 27.10.2005, 00:44

    Biologie (Frau Müller)
    Klausur am 31.10.05


    Ich hab mir nochmal die Mühe gemacht ihr kleinen Hasen !!! Biologie ist diesmal sehr easy....(ich schreib bestimmt wieder nur 8 Punkte...SCHEI** Ernährung... :lol: )


    1 Proteinbiosynthese
    1.1 Transkription
    1.2 Translation
    1.2.1 Synthetasen
    1.2.2 Eukaryoten und Prokaryoten
    2 Mutation
    2.1 Ursachen von Mutationen
    2.2 Genmutation
    2.2.1 stumme - Mutation
    2.2.2 Nonsense – Mutation
    2.2.3 Missense – Mutation
    2.2.3.1 Sichelzellanämie
    2.2.4 Insertion
    2.2.5 Deletion
    2.3 Chromosomenmutation
    2.3.1 Inversion
    2.3.2 Deletion
    2.3.2.1 Katzenschrei – Syndrom
    2.3.3 reziproke Translokation
    2.3.4 Duplikation
    2.3.5 Fusion
    2.3.6 Fission
    2.4 Genommutation
    3 Malaria


    1 Unter diesem Begriff versteht man die Herstellung von Proteinen und Polypeptiden, die aus einer Kette von Aminosäuren bestehen. Sie unterscheiden sich lediglich aus der Länge und Abfolge der Aminosäurekette.
    Da die DNA verschlüsselte Informationen in ihrer Basensequenz enthält kann die Basensequenz durch 2 Schritte (Transkription u. Translation) zu spezifischen Aminosäuresequenzen von Proteinen übersetzt werden.
    Im ersten Schritt (Transkription) wird zunächst eine Bauanleitung für das Protein benötigt. Hierbei wird die Basensequenz der DNA, in eine, ihr sehr ähnliche Basensequenz, die RNA, umgeschrieben. Dadurch, dass die RNA die Informationen umgehend ins Zellplasma zu den Ribosomen transportiert, wird sie auch Boten – RNA (mRNA -> messenger – RNA) genannt.
    Im zweiten Schritt werden die Informationen der mRNA übersetzt. Dies geschieht, wie gesagt, im Zellplasma an den Ribosomen. Die einzelnen Basentripplets bekommen ihre passenden Aminosäuren, die sich dann der Reihe nach verknüpfen (Translation).


    1.1 Bei der Transkription wird ein spezifisches Gen der DNA in mRNA vervielfältigt.
    Der DNA – Doppelstrang wird von dem Enzym RNA – Polymerase, an einer spezifischen Basensequenz, die als Promotor (Startsignal) dient, geöffnet. Die RNA – Polymerase verläuft in 3´ - 5´ Richtung auf dem codogenen (abzulesenden) Strang. Ribonukleotide lagern sich an den abzulesenden Strang und werden von der RNA – Polymerase in 5´ - 3´ Richtung verknüpft. Die DNA schließt sich hinter dem wandernden Enzym wieder.
    Durch ein weiteres Signal einer spezifischen Basensequenz, die als Terminator (Stoppsignal) dient, wird die Transkription beendet, die Polymerase löst sich ab und die synthetisierte mRNA wird freigesetzt.
    Die mRNA wird nun, bei den Prokaryoten, direkt in die Translation geführt, da ihre Transkription im Zellplasma stattfindet. Bei den Eukaryoten muss die mRNA vom Zellkern durch Membranporen ins Zellplasma transportiert werden.

    http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/science/biologie/molekulargenetik/7proteinsynthese/6prote.gif


    1.2 Dieser Vorgang ist die Übersetzung der Informationen in eine Aminosäuresequenz eines Proteins.
    Das Ribosom ist in 2 Untereinheiten geteilt, in eine kleine- und eine große Untereinheit. Es liegt im Cytoplasma (Zellplasma) nicht aktiv vor.
    Zunächst wird die mRNA von der kleineren Untereinheit kontaktiert, damit die Translation beginnen kann, muss sich die große Untereinheit mit der kleineren zusammentun. Dies geschieht durch eine „Starter tRNA“ (tRNA – Moleküle besitzen an einen Ende ein Anticodon, das komplementär zu einem Basentripplet der mRNA ist, am anderen Ende ist die spezifische Aminosäure). Da jedes mRNA das Starter – Codon AUG hat, ist das Starter – tRNA mit dem Anticodon UAC gerüstet und mit dazugehörigen Aminsäure Methionin verknüpft. Nun kann auch die große Untereinheit in Kraft treten und die Translation kann beginnen.
    Ein Ribosom besitzt 2 (3) Bindungsstellen, die A– (Aminoacyl – tRNA – Bindungsstelle), P – (Peptidyl – tRNA – Bindungsstelle) (und die E – (Exit) Bindungsstelle). Die A – Stelle ist für die tRNA bereitgestellt, da sie die Aminsäuren liefert, an dieser Stelle bindet sie zuerst, das Anticodon an der der anderen Seite ist komplementär zu einem Basentripplet An der P – Stelle wird die Aminsäure nun mit der Peptidkette verknüpft. Das nun nicht mehr vollständige tRNA (ohne Aminosäure) gelangt nun an die E – Stelle und wird freigesetzt, es kann wieder „seine“ neue Aminosäure binden.
    Mit jeder neu verknüpften Aminosäure wandert das Ribosom ein Basentripplet in 5´ - 3´ Richtung weiter, um Platz für ein neues tRNA – Molekül zu machen.
    Die Translation wird durch ein Stopp – Codon auf der mRNA beendet. Die Aminosäuresequenz löst sich von der tRNA und verlässt ebenso wie sie das tRNA – Molekül das Ribosom. Das Ribosom zerfällt wieder in seine Untereinheiten.

    1.2.1 Synthetasen sind Enzyme mit 2 Bindungsstellen, eine für die tRNA und eine für die jeweilige Aminosäure. Damit eine tRNA nicht mit der falschen Aminsäure verknüpft wird, besitzt die Synthetase die spezifische Bindungsstelle für Aminosäuren, es kann in dem Fall des Starter – tRNAs nur Methionin gebunden und mit der tRNA verknüpft werden. Es gibt 20 verschiedene Synthetasen, jeweils eins für jede Aminosäure.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/7/70/Ribosom_funktion.png


    1.2.2 Die Proteinsynthese verläuft im Grunde bei den Pro- und den Eukaryoten gleich ab. Wobei der Prozess bei den Eukaryoten räumlich und zeitlich getrennt ist. Die Transkription läuft bei den Prokaryoten im Zellplasma und bei den Eukaryoten im Zellkern. Was bedeutet, dass die Eukaryoten ihre mRNA noch in das Zellplasma transportieren müssen, das wird über Membranproteine möglich. Außerdem sind eukaryotische Gene gestückelt, das heißt, dass die Basensequenz, die in der DNA für ein bestimmtes Protein codiert, nicht kontinuierlich ist. In ihr gibt es nichtcodierte Abschnitte, die als „Introns“ bezeichnet werden, codierte im Gegensatz „Exons“. Im Zellkern noch, wird die so genannte Prä – mRNA oder auch „Vorläufer mRNA“ in eine kontinuierliche mRNA zugeschnitten, das erfolgt durch bestimmte Enzyme. Es werden die Introns herausgeschnitten und die Exons miteinander verbunden. Dieser Vorgang wird „Spleißen“ bezeichnet.

    2 Mutationen sind Veränderungen der genetischen Information einer Zelle. Man unterscheidet nach der Art und der Tragweite der Veränderung und teilt dann in 3 Mutationstypen auf.
    Die meisten Mutationen werden in den Reparatursystemen der Zelle korrigiert. Wenn Veränderungen beibehalten werden, aus welchen Gründen auch immer, kann dieses zur Steigerung der genetischen Variabilität führen, es stellt einen wichtigen Faktor für die Evolution der Menschheit dar. Mutationen vergrößern allerdings nur dann den Genpool, wenn sie in Keimzellen geschehen und zu einer Befruchtung gelangen, da nur diese weitervererbt werden.
    Chromosomenmutation und Genommutation werden zusammenfassend als Chromosomenaberration benannt.

    2.1 Veränderungen können vererbt werden aber auch durch äußere Einflüsse geschehen. Nitrosamine, die beim grillen von fettigem Fleisch entstehen, sind krebserregende Stoffe. Strahlen, wie Sonnenstrahlen, Röntgenstrahlen und radioaktive Strahlen (Handy) können ebenso zu Veränderung des Erbgutes führen.

    2.2 Die Genmutation wird eingeteilt in Punktmutation (stumme, nonsense, missense) und Rasterschubmutation (Insertion, Deletion).

    2.2.1 Wenn ein Nukleotid und dessen komplementärer Partner mit einem anderen Paar ausgetauscht werden (Basenpaarsubstitution) und dieses in einem nicht codierten Bereich des Genes, einem Intron, stattfindet, hat es keine Auswirkungen auf das Protein, man spricht daher von „stummer Mutation“

    2.2.2 Bei dieser Mutation wird ein Nukleotid so ausgetauscht, das ein Stopp – Codon entsteht. Die Ablesung wird unterbrochen und ein Protein kann nicht mehr entstehen.

    2.2.3 Es erfolgt wieder ein Austausch eines Nukleotids, es entsteht aber in diesem Fall eine andere Aminosäure. Ähnelt diese neue Aminosäure nun der alten oder ist sie in einer Region, die für die Funktion des Proteins nicht wichtig ist, bleibt diese Mutation ohne Folgen. Wenn aber dieser Austausch, der zur Veränderung der Aminosäure führt, im aktiven Zentrum geschieht, kann diese erhebliche Auswirkungen auf dessen Aktivität haben.

    2.2.3.1 Da die Sichelzellanämie eine Missense – Mutation ist, ist sie als Unterpunkt für diese gelistet.
    Die Krankheit wird, auf Grund der Verformung der roten Blutkörperchen in eine Sichelförmige Gestalt, als Sichelzellanämie bezeichnet. Anämie bedeutet eine verminderte Transportfähigkeit des Blutes, vor allem für Sauerststoff.
    Grund der Verformung ist eine Punktmutation an der Beta – Kette des Blutfarbstoffes Sichelzell – Hämoglobins (HbS). An der 6. Stelle der Beta - Kette geschieht eine Missense - Mutation. Die Aminosäure Glutaminsäure wird gegen Valin ausgetauscht. Die hydrophile Glutaminsäure gegen das hydrophobe Valin und der Austausch im Allgemeinen hat zur Folge, dass die Erythrozyten (Blutzellen) nicht mehr Stabil sind und die Kapillaren verstopfen, weil sie sich ineinander verhacken. Das führt dazu, dass Organe nicht mehr mit genug Sauerstoff versorgt werden können.
    Diese Erythrozyten platzen auf Grund des nicht stabilen Verhältnisses schnell auf und werden dementsprechend schneller abgebaut, als neue Blutzellen hergestellt werden können. Das bedeutet, wenn man nicht rasch Gegenmaßnahmen (Medikamente) einleitet, kann diese Krankheit zum Tode führen.
    Diese Krankheit wird rezessiv vererbt. Das heißt, wenn ein nicht befallener Genotyp (AA) und ein befallener Genotyp (Aa) ein Kind zeugen, liegt die Rate für die Vererbung bei 50%. Bei Heterozygoten, die neben dem mutierten Gen noch ein intaktes Gen für Hämoglobin besitzen treten keine Krankheitssymptome auf.
    Die Krankheit ist weit in den Gebieten der Malaria vertreten. Kommt es nun zu einer Infektion von Malaria an Heterozygoten, zeigt sich kein Krankheitsbild, da Malaria Erreger (Einzeller der Gattung Plasmodium) ein Kaliumreiches Niveau brauchen und da der pH – Wert bei Eintritt der Plasmodien sinkt und die HbS – Moleküle aggregieren verformen sich die Zellen und es führt zu einer Ausströmung von Kaliumionen. Heterozygote sind somit „resistent“ gegenüber Malaria.

    2.2.4 Bei der Insertion werden ein oder mehrere Nukleotidpaare in das Gen eingeschoben. Das kann schwerwiegende Auswirkungen für das betreffende Protein haben, da bei der Translation das Gen in Tripplets abgelesen wird und durch Einschub eines oder mehrere (wenn nicht durch 3 Teilbar) Nukleotidpaare, das Leseraster unterbrochen und somit falsch abgelesen wird. Dies kann auch zu einer Nonsense – Mutation
    führen, die Translation wird abgebrochen und das Protein kann nicht entstehen.
    Wenn diese Rasterschubmutation nun am Ende des Gens geschieht, kann es dennoch zu einem funktionsfähigen Protein kommen.

    2.2.5 Die Deletion ist lediglich das Gegenteil der Insertion, nämlich wenn ein oder mehrere Nukleotidpaare entfernt werden.

    2.3 Chromosomenmutationen sind Abwandlung des Chromosomenbaus, die Genmutation ist eine Veränderung der DNA.
    Bei dieser Chromosomenmutation unterscheidet man zwischen Deletion, Inversion, Duplikation, reziproke Translokation und Fusion, Fission. Die Mutationen können unter dem Mikroskop nur mit speziellen Farbtechniken erkannt werden.
    Die meisten Chromosomenmutationen treten beim Austausch nicht homologer Abschnitte beim Crossing – Over in der Meiose zustande.
    Die Krankheitsbilder treten bei lebenden nur 0,5 % in Erscheinung, etwa 50 % der frühen Fehlgeburten beruhen auf Chromosomenmutation.

    2.3.1 Inversion ist der Austausch einzelner Chromosomenabschnitte (aus ABC wird CBA).

    2.3.2 Deletion wird als Verlust von Chromosomenabschnitten bezeichnet (aus ABC wird BC).

    2.3.2.1 Die Deletion ist Grund des Katzenschrei – Syndroms. Am 5. Chromosom ist ein Chromosomenabschnitt entfernt worden.
    Das Katzenschrei – Syndrom ist eine Erbkrankheit, die meist im Kindesalter diagnostiziert wird. Die Krankheitsbilder sind tiefer liegende Ohren, die Augen sind weiter als in der Norm von einander getrennt, die schreien der Kinder hört sich an wie das Verständigungslaut von Katzen. Die Lebenserwartung dieser Kinder ist in der Regel normal. Nur das sie unter Wachstumsstörungen leiden.

    2.3.3 Diese Art der Chromosomenmutation bedeutet den Einschub eines anderen Chromosomenabschnittes (aus ABCD entsteht ABCNODE). Sie hat nicht so erhebliche Auswirkungen wie Deletion, sie wirkt sich nicht phänotypisch aus.

    2.3.4 Unter der Duplikation versteht man die Verdoppelung einzelner Chromosomenabschnitte (aus ABC wird ABBC).

    2.3.5 Die Fusion bezeichnet die Verschmelzung von Chromosomen an Ihrem endständigen Centromer.

    2.3.6 Die Fission ist die Umgekehrte Variante der Fusion. Chromosomen zerfallen an Ihrem mittelständigen Centromer.

    2.4 Die Genommutation wird unterteilt in Aneuploidie und Polyploidie. Die Aneuploidie beinhaltet das doppelte Vorkommen oder das Fehlen von Chromosomen. Die Polyploidie bezeichnet dagegen das Chromosomenverhältnis wenn es über den doppelten Satz vervielfacht ist.
    Aneuploidie ist meist letal (tödlich) es gibt aber Ausnahmen: das überzählige Chromosom 21 beim „Trisomie 21“, das fehlende y – Chromosom beim „Turner – Syndrom“, das überflüssige x – Chromosom beim „Klinefelter – Syndrom“. Obwohl x – Chromosomen wichtige Gene enthalten, haben diese Krankheitsbilder keine negative aber auch keine positive Wirkung, da alle Zellen mit dem x – Chromosom ausgestattet sind und alle überflüssigen inaktiviert werden.
    Polyploidie kommen am meisten bei Pflanzen vor. Wenn sich sehr ähnliche oder verwandte Pflanzen kreuzen entstehen „sterile Artbastarde“. Viele Kulturpflanzen wie Weizen, Pflaumen, Äpfel und Erdbeeren sind solche allopolyploiden Artbastarde.
    Die Genommutation ist wie die Chromosomenmutation auf die Zellteilung zurückzuführen. Sie entstehen, wenn sich homologe Chromosomen nicht ordnungsgemäß auf die Tochterzellen verteilen oder nach der Kernteilung die Zellteilung nicht eintritt.

    3 Malaria ist am weitesten in tropischen Gebieten und Afrika verbreitet. Sie ist eine Volkskrankheit. In Afrika sterben rund 500.000 Kinder an Malaria.
    Verursacht wird sie durch den Einzeller Plasmodium, die durch die Stechmücke Anophelis übertragen wird. Sie sticht die Menschen und der Erreger wird über die Blutbahn zuerst zu der Leber transportiert. Dort vermehren sie sich ungeschlechtlich. Die Erreger greifen dann Blutzellen an und vermehren sich wieder ungeschlechtlich. Nach ca. 48 Stunden Platzen diese befallenen Blutzellen auf, sodass die Erreger wieder neue Blutzellen einnehmen können. Die Krankheit verläuft meist tödlich außer wenn ein Medikament wirkt und die Erreger eindämmt. Ihr Krankheitsbild zeigt sich in ständigem Wechselfieber



    Soooo...ich hoffe doch das ich helfen konnte!!!

    Auf ein gutes gelingen!



    Friede



    Re: Biologie (Frau Müller)

    Phillipp R. - 27.10.2005, 12:23


    cool, in der ganzen zeit haben wir in physik etwa zwei arbeitsblätter durchgerechnet und das wärs auch denn. :D



    Re: Biologie (Frau Müller)

    Aranka - 27.10.2005, 20:50


    @ Tugba...

    Ich liebe dich dafür... :D :D :D



    Re: Biologie (Frau Müller)

    Tugba - 11.12.2005, 18:04


    19.12.05

    Zusammenfassung kommt die Tage...



    Re: Biologie (Frau Müller)

    Tugba - 18.12.2005, 15:14


    Soll ich ne Zusammenfassung posten oder was´ los ?
    Aber is ja eigentlich ganz easy...



    Re: Biologie (Frau Müller)

    Tugba - 19.03.2006, 19:08


    Bio Klausur 20.3.06

    1 Das vegetative Nervensystem (S.454)
    1.1 Was versteht man unter einer „autonomen Regulation“?
    1.2 Wie ist das VNS gegliedert?
    1.3 Was bedeutet „Antagonismus“ in Bezug auf das VNS?
    2 Grundlagen des Hormonsystems (S. 455)
    2.1 Allgemein
    2.2 Wie lange wirkt ein Hormon?
    2.3 Was verstehen wir unter „endokrinen Drüsen“?
    2.4 Welche Stoffklassen gibt es?
    2.4.1 Gib jeweils zwei dazugehörige Hormone mit Eigenschaft!
    3 Die Schilddrüsenhormone (S. 456)
    3.1 Die Wirkung der Schilddrüsenhormone
    3.2 Wie ist ihre Regelung?
    3.3 Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?
    3.4 Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?
    4 Der und Stress und seine Hormone (S. 460 – 461)
    4.1 Allgemein
    4.2 Was versteht man unter „Sympathicus – Nebennierenmark – System“?
    4.3 Was versteht man unter „Hypophysen – Nebennierenmark – System“?


    1 Das vegetative Nervensystem
    1.1 Stoffwechselvorgänge wir Atmung, Verdauung, Ausscheidung und die Tätigkeiten der jeweiligen Organe sind bei Menschen und Wirbeltieren unter der Kontrolle von dem Eingeweide- oder dem vegetativen Nervensystem. Sensible und effektorische Neuronen übernehmen die Informationsweitergabe. Sensorische Neuronen geben Auskunft über Blutdruck, Füllung von Magen, Darm und Harnblase oder den Dehnungsgrad der Lungen, die effektorischen Neuronen leiten Befehle zu den inneren Organen. Dieses System wird auch autonomes Nervensystem genannt, weil diese Vorgänge unwillkürlich passieren.
    Der Hypothalamus und die Hypophyse bilden eine Art Schnittstelle von ZNS und VNS, dass heißt, dass Reize, die aus der Umwelt im ZNS verarbeitet wurden auch Reaktionen im VNS auslösen können. Das Beste Beispiel ist bei einem Referat, man ist nervös, das ZNS lässt vermehrt Adrenalin und Glucose ausschütten, das VNS sorgt für die feuchten Hände.

    1.2 Die peripheren Teile des VNS sind uns schon bekannt, nämlich Sympathicus und Parasympathicus.
    Die Sympathicusnerven verlassen das Rückenmark zwischen den Wirbelknochen und münden dann in die Ganglienketten, die auf beiden Seiten der Wirbelsäule liegen, sie werden auch sympathische Grenzstränge genannt. Die Zellkörper die nun hier gebündelt werden sind über efferente und afferente Fasern mit den Organen verbunden.
    Die Wege des Parasympathicus sind dagegen länger, wobei die Ganglien näher an den Zielorganen sind. Der stärkste Nerv ist der „Nervus vagus“. Es ist geteilt auf Herz, Lunge und Darm.
    Alle Synapsen des Parasympathicus haben als Neurotransmitter Acetylcholin (cholinerges System), der Sympathicus dagegen hat an den präganglionären Synapsen erst Acetylcholin, an den postganglionären Synapsen aber Noradrenalin, es ist also ein adrenerges System.

    1.3 Fast alle inneren Organe sind doppelt innerviert, also beide peripheren Teile versorgen ein Organ. Basieren auf die unterschiedlichen Neurotransmitter, entfalten die beiden Spieler (Para- und Sympathicus) gegensätzliche Wirkung. Sie wirken also antagonistisch.
    Der Sympathicus steigert die körperliche Leistung, mobilisiert den Abbau der Energiereserven und hält den Körper in Alarm und Fluchtbereitschaft. Der Parasympathicus als Antagonist: Er entspannt den Körper, sorgt für Ruhe, Schlaf und den Aufbau der Energiereserven.

    2 Grundlagen des Hormonsystems
    2.1 Hormone sind Botenstoffe die in spezialisierten Zellen endokriner Drüsen produziert werden und direkt von dort in die Blut- und Lymphbahn abgegeben werden. Wirken kann ein Hormon lediglich auf sein Zielorgan, wenn dieses mit hormonspezifischen Rezeptorproteinen ausgerüstet ist. Hormone übernehmen die Aufgaben der Ingangsetzung, der Aufrechterhaltung und des Abbruchs interzellulärer Reaktionen, wie beispielsweise die die Absenkung des Blutzuckerspiegels durch Insulin oder die Proliferation der Keimzellen durch die Geschlechtshormone.
    Adrenalin übernimmt sogar zwei Aufgaben, da es an zwei unterschiedliche Rezeptoren binden kann.

    2.2 Ein Hormon kann Wirken wenn er mit der Zielzelle an der Membran oder im Cytoplasma ein „Hormon – Rezeptor – Komplex“ eingehen kann (ähnlich wie Substrat – Enzym – Komplex – Ernährung). Ein einziges Hormon kann schon eine Reaktion hervorrufen, wobei die Wirkung umso stärker ist, wenn mehrer Rezeptoren eine Verbindung eingehen.
    Die Wirkungsdauer der unterschiedlichen Hormone ist unterschiedlich, es kann von Sekunden (bei Adrenalin) bis zu Stunden (bei Östrogenen oder Schilddrüsenhormone) dauern. Es wirkt im Allgemeinen bis der Komplex wieder zerfällt.

    2.3 Hormone geben ihre Stoffe im inneren des Körpers ab, also in den Zielzellen bzw. Organen, nicht sowie die Talg- bzw. Schweißdrüsen als Sekrete, d.h. sie werden auch endokrine Drüsen genannt.

    2.4 Es gibt drei Stoffklassen: Die Peptidhormone, die Aminosäurederivate und Steroidhormone.

    2.4.1 Peptidhormone sind: Insulin, Glucagon und sie sind lipidunlöslich, müssen somit durch die Phospholipiddoppelschicht (Membran) durch Transportproteine befördert werden, um in die Zielzellen zu gelangen.
    Genauso ist es bei den Aminosäurederivaten, sie sind ebenso lipidunlöslich. Die Hormone sind Adrenalin und Noradrenalin.
    Die Steroidhormone sind Abkömmlinge des Cholesterins, dazu zählen die Sexualhormone der Keimdrüsen und Corticoide der Nebennierenrinde. Sie gelangen über erleichterte Diffusion in das Cytoplasma der Zielzellen.

    3 Die Schilddrüsenhormone
    3.1 Die Schilddrüse ist vor dem Schildknorpel des Kehlkopfes und wird auch Thyreoidea genannt. Es schüttet zwei iodhaltige Hormone aus: das Tetraiodthyronin (kurz T4) und das biologisch wirksame Triiodthyronin (kurz T3).
    Das T3 aktiviert die aeroben Abbauvorgänge der Zellatmung, insbesondere die der Kohlenhydrate. Es fördert somit (indirekt) das Wachstum, die Entwicklung, die Fruchtbarkeit und die Aktivität des ZNS.

    3.2 Das Releasing – Hormon des Schilddrüsenregelkreises heißt „Thyreotropin – Releasing _ Hormon“ (kurz THR), dieses Hormon stimuliert dann das „Thyreoidea – Stimulierendes – Hormon“ (kurz TSH). Dieses TSH führt in der Schilddrüse zur Ausschüttung von T4 und T3 unter der Verwendung von Jod.
    Da T4 kaum wirksam ist, wird es in T4 umgewandelt, somit kann es wichtige Stoffwechselvorgänge stimulieren. Diese Hormone werden fein in die Blutbahn abgegeben und erreichen somit auch die Hypophyse und den Hypothalamus.
    Über den negativen – Feedback – Mechanismus wird die Menge des T4 und des T3 an den Hypothalamus und die Hypophyse abgegeben und somit die Produktion des TRH gefördert oder gehemmt. Die Schilddrüse kann kein T3 bzw. T4 herstellen, wenn sie keine Anweisung von der Hypophyse bekommt.

    3.3 Symptome sind Trägheit, Unlust, niedriger Blutdruck und Konzentrationsschwäche ein Kropf bildet sich aus und man spricht, wenn es besonders schwere Leiden sind, wie Fettansatz, Ödemen und Apathie, von einem Myxödem. Die Ursachen sind Jodmangel, Jodverwertungsstörung und TSH – Mangel. Therapieren kann man es, wenn mehr jodiertes Speisesalz zu sich genommen wird, Jodtabletten und Thyroxinzufuhr (T4)

    3.4 Die Symptome sind erhöhte Kreislauffunktion, Nervosität, erhöhte Körpertemperatur und häufige Bildung eines Kropfs.
    Ursachen dieser Krankheit sind, wenn eine gutartige Geschwulst vorliegt (autonomes Adenom) oder auch „Morbus Basedow“ (das ist eine Autoimmunkrankheit, dass eine Bildung eines Kropfs mit sich führt).
    Therapien für diese Krankheit wären bei einer gutartigen Geschwulst eine operative Entfernung des Kropfs und Tablettentherapie bei Morbus Basedow.

    4 Der und Stress und seine Hormone
    4.1 Stress ist in jedem Bereich und für jedes Individuum anders zu definieren. Für den einen ist es stressig ein Referat zu halten, für den anderen ist es stressig einem Referat genügend Konzentration zu schenken. In der Biologie definiert man es als körperliche Anpassungsreaktionen auf bestimmte Situationen. Es können Gründe aus der Umwelt (Zeitdruck, Prüfung, Streit, Hektik) aber auch inner Milieu bedingte (Fieber, Erkrankung, Magenprobleme).
    Es gibt 2 Formen von Stress: Den „Enstress“ (positiver Stress wie Erfolg) und Distress (negativer Stress wie Misserfolg).
    Die Folgen sind meist Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Sehschwäche, Vervosität, Ausschlag und ein geschwächtes Immunsystem.

    4.2 Kurzzeitige Stressoren werden von dem Zentralnervensystem wahrgenommen und durch das Sympathicus – Nebennierenmark beantwortet. Der Hypothalamus aktiviert nun den Sympathicus des VNS. Dieses hat eine anregende Wirkung auf das Nebennierenmark, d.h. es wird vermehrt Adrenalin und Noradrenalin produziert. In diesem Zusammenhang ist die Wirkung des Sympathicus – Neurotransmitters Noradrenalin mit der Wirkung des Adrenalin und des Noradrenalin synergistisch (zusammenwirkend, zusammenarbeitend). Die Symptome des Fight – or – Flight – Syndroms werden ausgelöst. Das bedeutet, dass der Körper jederzeit in höchster Alarmbereitschaft ist. In beiden Fällen muss das Herz – Kreislaufsystem schneller und effizienter arbeiten, da eine gesteigerte Sauerstoff und Glucoseabbau zu decken ist.
    Der Sympathicus mobilisiert, wie ich oben schon erwähnt habe, den Abbau der Energiereserven, also in diesem Fall den Abbau der Glykogen Reserven.

    4.3 Umstände die uns länger in Stress setzen, wie z.B. Trennungen, Arbeitslosigkeit, Unterernährung oder Erkrankung, lösen in unserem Körper ein Langzeit – Stresssystem aus (HNS). Durch den Hypothalamus wird CRF sekretiert, das stimuliert die Hypophyse, was die Bildung von ACTH mit sich führt. Dieses wird dann ausgeschüttet, das wiederum bewirkt die Produktion und Freigabe von Glucocordicoide (beim Menschen vornehmlich Cortisol). Diese Coide haben eine Adrenalinunterstützende Wirkung, das wirkt nun immunsuppressiv, was den Abbau von Muskelproteinen mobilisiert und den Abbau von Glykogen bzw. den Fettreserven mit sich führt.
    Wenn nun eine dauerhafte Ausschüttung von Corticoiden passiert, führt dieses zum allgemeinen Anpassungssyndrom (AAS). Es führt zu einer Vergrößerung der Nebennierenrinde, zu einer Steigerung der Magensaftsekretion. Der Körper ist einer so genannten „Stand – by – Position“.


    Freunde der Natur, hier habt ihr ´ne Zusamenfassung. Is alles ganz easy geschrieben, müsste man verstehen.
    Ich dachte auch erst ist wenig, is es eigentlich auch, nur viele Details halt.

    Haunse rein alle miteinander, bis morgen dann.



    Re: Biologie (Frau Müller)

    Aranka - 19.03.2006, 19:42


    Meine liebe zu dir wächst immer mehr!!!
    vielleicht heirate ich dich ja wirklich nochmal!!!
    bin zwar selber auch schon angefangen zu lernen, aber deine zusammenfassung unterstützt diesen prozess noch mehr!!!

    Danke für deine bemühungen!!!

    Danke Danke Danke



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