Doom III

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    Re: Doom III

    Blackrider - 11.10.2005, 15:29

    Doom III
    Riddick und Master Chief, gebt acht: Die PC-Shooter rollen auf Microsofts Flagschiff zu. An ŽHalf-Life 2Ž wird fleißig gewerkelt, ŽFar Cry InstinctŽ steht in den Startlöchern und ŽDoom 3Ž ist gar fertig. Der Ego-Schocker aus dem Hause Id-Software wurde von Vicarious Visions für die X-Box portiert und zeigt, welche Leistungen die inzwischen vier Jahre alte Konsole wirklich vollbringen kann.
    (Fast) allein in der Hölle

    Doom IIIDie Story ist kaum der Rede wert und mit dem Original identisch: Ihr spielt einen namenlosen Marine, der gerade frisch auf der Mars-Forschungsstation angekommen ist und einen vermissten Wissenschaftler auffinden soll. Diese erste Mission ist gewaltfrei, wie schnell erledigt, doch kurz darauf öffnen sich die Tore zur Hölle: Tausende von Dämonen befallen die Station und ein Großteil der Besatzung mutiert zu hirnlosen Zombies. Ausgelöst wurde der Horror vom wahnwitzigen Wissenschaftler Dr. Betruger, dessen Name zeigt, das Id-Software ein ganz spezielles Verhältnis zu Deutschland hat... Ansonsten erinnert die Geschichte nicht umsonst an den indizierten Erstling, jene sieht sich bewusst als eine Art Remake und nicht als Fortsetzung. So oder so: Stellt euch auf viel Blut, viel Horror und einige Schock-Effekte ein.

    Die 26 Levels wurden aufgrund der limitierten Technik größtenteils gehälftet, deshalb geht der Ballerspaß auf der X-Box über mehr als 40 Abschnitte kleineren Umfangs und bietet gut ein Dutzend verschiedener Monster plus vier Endgegner, sowie elf verschiedene Waffen. Es gibt vier Schwierigkeitsgrade, die ersten drei sind im Stile Žleicht/mittel/schwerŽ gut ausbalanciert, während der letzte mit dem berühmt-berüchtigten Namen ŽNightmareŽ nahezu unmöglich zu schaffen ist (u.a. weil eure maximale Lebensenergie stets auf 25% runter gedrückt wird).
    Gemetzel der simpelsten Art

    Doom IIIDas Spielprinzip ist ganz so, wie man es von Id-Software gewohnt ist: Keine Experimente, kaum Rätsel und nahezu null Spielereien. Ihr könnt gerade mal ein paar ausgewählte Gegenstände verschieben bzw. umschmeißen, zwei Kräne bedienen und eine Handvoll Fensterscheiben zerschießen, die restliche Umgebung bleibt fest verschweißt. Auch lassen sich Lichtquellen technischer Natur nicht zerschießen, was aber sowieso egal ist, da euch sämtliche Gegner selbst in der dunkelsten Ecke sehen können. Wenn dann doch mal was größeres kaputt geht, ist die Szene geskriptet. Es gibt im Vergleich zu anderen Ego-Shootern nur wenige aufnehmbare Gegenstände, neben Waffen und Munition findet ihr Medi-Packs bzw. Rüstungsschutz. Ganz selten erspäht ihr die von den Vorgängern bekannte Berserker-Kugel, dank der ihr für wenige Sekunden mit euren blanken Fäusten wie im Blutrausch auch die härtesten Gegner zu Brei zerfetzt.

    Auch beim Waffenarsenal hält sich die Fortsetzung streng an den Vorgängern: Kettensäge, Faust, Pistole, Schrothgewehr, Raketenwerfer, Plasmakanone und die berühmt, berüchtigte BFG-9000 wurden von der Idee her praktisch 1:1 übernommen. Das Maschinengewehr gibt es nun hingegen in zwei Ausführungen: Eine schwächere und eine stärkere, letztere braucht jedoch bei jedem Schussversuch ein paar Sekunden Anlaufzeit. Vervollständigt wird dieses Kontingent durch Handgranaten und den innovativen ŽSoul CubeŽ. Dieses Gerät erhaltet ihr erst recht spät im Spiel, ist dafür aber umso wichtiger für euren Erfolg: Um einen Schuss abgeben zu können, müsst ihr zuvor fünf beliebige Dämonen erledigen. Danach könnt ihr mit dem ŽSoul CubeŽ einen beliebigen Gegner mit einem Schlag töten und erhaltet auch noch seine Lebensenergie als Bonus. Ansonsten bleibt Id-Software ihrem simplen Konzept-Motto Treu: Jede Waffe hat nur einen Schussmodi, was aber keinerlei Auswirkungen auf den Spielspaß hat.

    Weitere Gemeinsamkeiten zu ŽDoom 1 & 2Ž findet ihr bei den Gegnern: Egal ob Zombies, den Feuerball werfenden Imp, kleine wie rasend schnelle Dämonenköpfe oder der extrem starke Hellknight, seines Zeichen Nachfolger des ŽBaron of HellŽ, hier dürften nicht nur die meisten Nostalgiegefühle aufkeimen, sondern auch das unglaubliche Erstaunen, wie sich die Viecher nach über zehn Jahren Hardware-Spirale verändert haben, doch dazu später mehr. Neue Gegnerarten gibt es ebenfalls, wie z.B. eine besonders starke Zombie-Soldaten Variante, welche mit extrem langen und peitschenartigen Armen eure Lebensenergie im Sekundentakt runter schlägt, oder fliegende Larven mit Baby-Gesichtern, deren Nervigkeits-Faktor ganz oben anschlägt.

    Eins war von vorneherein klar: Die X-Box Version kann grafisch nicht mit dem PC Original mithalten. So müsst ihr neben ein paar Veränderungen beim Level-Design (welche sich in Grenzen halten) vor allem mit einer niedrigeren Auflösung, schlechteren Animationen und einer leicht zuckelnden Framerate leben. An letztere gewöhnt man sich erstaunlich schnell, ŽDoom 3Ž mag nicht ganz flüssig laufen wie auf einem Hi-End Rechner, aber spielerisch gesehen hat das keinen Einfluss. Mich haben mehr die eckigeren Gegner und die abgehakten Bewegungen gestört, weil gerade hier das Original auftrumpfte. Das soll nicht bedeuten, dass die Optik auf der X-Box schlecht aussieht, ganz im Gegenteil: Die Konvertierung sieht stellenweise atemberaubend aus und kratzt eindeutig am Hardware-Limit. Jedoch ist der ŽStaunŽ-Faktor etwas schwächer, zudem ich im direkten Vergleich ŽChronicles of RiddickŽ etwas hübscher finde... wohlgemerkt nur auf Microsofts Vorzeigekonsole, bei den PC-Pendants verhält es sich nämlich genau anders herum.

    ŽDoom 3Ž ist nicht ganz unumstritten und auch auf der X-Box zollen die Mankos des Spieles ihren Tribut. Der Ballerspaß ist nämlich alles andere als abwechslungsreich und ist zwar mit seinen über 20 Stunden Spielzeit ordentlich umfangreich, aber so ab der Hälfte davon wünscht man sich ein anderes Setting. Denn ihr kämpft fast nur auf der Forschungsstation und diese sieht trotz unterschiedlicher Abteilungen überall recht gleich aus. Immerhin landet ihr später noch in der Hölle, welche natürlich völlig anders aussieht (und zudem am besten vom PC konvertiert wurde), doch der dortige Auftritt ist nur von kurzer Dauer. Der Rest des Spieles (ca. das letzte Viertel) spielt wieder auf der Station, nun immerhin mit vereinzelten Grafik-Elementen aus der Hölle.

    Diese Abwechslungsarmut wird noch durch einen anderen Punkt verstärkt: Die Kämpfe laufen stets auf das Gleiche hinaus. Das liegt nicht zuletzt an der schon erwähnten mangelnden Interaktion mit eurer Umgebung. Auch sind sämtliche Ereignisse geskriptet, die Areale sind recht eng wie klein und unterschiedliche Wege gibt es schon gar nicht. Die Gegner-KI scheint durchaus fordernd, was aber aufgrund der engen Level-Architektur kein Kunststück ist. Wer auf intelligentes Level-Design nicht verzichten kann, wird definitiv Probleme mit ŽDoom 3Ž haben und ŽChronicles of RiddickŽ bzw. ŽHalo 2Ž vorziehen.
    Gewaltige Atmosphäre

    Doom IIIEin weiterer, wichtiger Aspekt ist die Atmosphäre: Diese ist natürlich dank der Grafik gewaltig, aber Id-Software versprach uns Spielern einen echten Schocker, wortwörtlich sollte sich jeder Spieler Žin die Hosen vor Angst machenŽ. In diesem Punkt war ich ehrlich gesagt enttäuscht, den so richtig erschreckt habe ich mich nur an zwei Stellen und eine davon war sicherlich von ŽId-SoftwareŽ nicht beabsichtigt... Ansonsten tritt sehr schnell eine Art Gewöhnungseffekt ein, aufgrund des mangelnden Abwechslungsreichtums: Irgendwann stellt man sich eben darauf ein, dass hinter jeder dunklen Ecke ein Gegner stehen könnte und irgendwann wird das auch etwas nervig, da manche Feinde ohne Vorwissen kaum ohne Energie- oder gar Lebensverlust besiegbar sind. Aber das Spielfeeling, dass ihr als einsamer Marine gegen eine ganze Höllenbrut kämpft, ist absolut einmalig und trägt in meinen Augen den Spielspaß zusammen mit der Grafik in sehr hohe Regionen.

    Dieses Feeling kommt sowohl durch das richtige Maß an Geschwindigkeit zustande, als auch durch die simple Steuerung, welche nur etwas unter der limitierten Knopfanzahl des X-Box Pads leidet. Immerhin könnt ihr eure Waffen nicht nur vor- bzw. rückwärts durchschalten, sondern jede der vier Richtungen des Digi-Pad mit je einer eurer vier Lieblingswummen belegen. Die umstrittene Taschenlampe gibt es ebenfalls, leider könnt ihr nicht gleichzeitig mit der Waffe und der Lampe durch die Gegend laufen bzw. es gibt auch keinen Lichtaufsatz oder ähnliches. Dies ist manchmal recht nervig, wenn ihr in dunklen Gängen per Taschenlampe herumstreift, plötzlich ein Imp vor euch auftaucht und ihr in der Hektik nicht die richtige Waffe findet. Fairerweise sei erwähnt, dass Id-Software genau diesen Effekt provozieren möchte, trotzdem empfinden viele Spieler dieses ŽFeatureŽ als störend.
    Kleines Steuerungsproblem

    Ein zweites Problem tritt dank des linken Analog-Sticks auf: Mit diesem bewegt ihr euch nicht nur vor- bzw. seitwärts, sondern könnt euch per Druck ducken. Schon bei anderen Ego-Shootern auf der X-Box hat mich das stellenweise genervt, weil ich in hektischen Situationen versehentlich den Analog-Stick runterdrücke, obwohl ich eigentlich nur seitwärts ausweichen möchte. Im Falle von ŽDoom 3Ž ist mir das sogar extrem häufig passiert und leider lässt sich das auch nicht umkonfigurieren, weshalb ich trotz des überragenden Spielfeelings die Steuerungswertung auf knapp unter 90 Punkte setze. Die Ladezeiten sind übrigens relativ flott, d.h. das Laden eines Levels braucht schon ein paar Sekündchen, was aufgrund der Grafikpracht aber auch verständlich ist.

    Bleibt nur noch der Sound, welcher mit der PC-Version praktisch identisch ist und sein übriges tut, die glänzende Atmosphäre zu unterstützen. Mir sind zwar die ganzen Höllenschreie und unheimlichen Sprachfetzen, welche die Horror-Stimmung weiter steigern sollen, etwas zu dumpf geraten, aber die Geräuschekulisse der einzelnen Monster ist sagenhaft. Musik gibt es so gut wie keine, was aber bei solch einem Spiel auch recht unpassend wäre. So manch einer stört sich an den nicht ganz stimmigen Waffengeräuschen, welche in meinen Ohren weder stören noch begeistern.
    Neuer Co-Op Modus

    Doom IIIEinige ŽDoom 3Ž-Freaks haben allein deshalb auf die X-Box Umsetzung gewartet, weil dort der exklusive Co-Op Modus zum Einsatz kommt. Entweder über Link oder via X-Box Live ballert ihr euch zu zweit durch zwanzig leicht modifizierte Singleplayer Abschnitte. Der Spielspaß ist dabei ganz ordentlich, aber so richtig zufrieden bin ich nicht. Erstens steht nicht die komplette Kampagne zur Verfügung, zweitens funktioniert er nur mit einem Kameraden und drittens gibt es mehr Monster und damit auch mehr Einbrüche in Sachen Framerate. Die anderen Multiplayer-Modi enttäuschen wie schon auf dem PC: Vier Standard-Modi, welche allesamt auf das gleiche Spielprinzip nur mit unterschiedlicher Gewinnbedingung hinauslaufen, fünf Multiplayer-Karten, nur ein Player-Skin in verschiedenen Farben und von Haus aus nur vier Spieler gleichzeitig sind einfach zu wenig. Per X-Box Live werden sicherlich noch weitere Maps hinzu kommen, aber im derzeitigen Zustand wirkt das Multiplayer-Spiel eher lieblos.



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