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Alle Beiträge und Antworten zu "Isegrim - Kampf der Erinnerung"
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 30.01.2012, 22:01Isegrim - Kampf der Erinnerung
Hallöle! :D
Ich habe mir gedacht, dass ich hier auch mal eine meiner Fantasy-Geschichten veröffentlichen könnte, aber ich bin nicht sicher, ob ihr Lust auf so was habt...
Ich habe da mal eine kleine Zusammenfassung, damit ihr mal ein bisschen kosten könnt :P
Isegrim ist der einzige Nachkomme einer königlichen Familie. Seine Heimatstadt scheint dem Untergang geweiht zu sein, als die Nachtmahre ins Land eindringen. Ihr Anführer hat es auf den Thron abgesehen und ermordet kaltblütig Isegrims Angehörige...bis auf ihn.
Denn Isegrim gelingt die Flucht in ein benachbartes Land. Doch ein Hass gegen alle Mahren keimt in seinem Herzen, bis ihm Hilfe von diesen seltsamen Geschöpfen zuteil wird...
Mehr will (und sollte) ich nicht verraten^^
Wäre das was?
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 31.01.2012, 16:11
Stell es unbedingt rein!!!!
Ich würde es auf JEDEN Fall lesen!!!
Freu mich schon drauf :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 31.01.2012, 19:38
;D Das hab ich mir schon gedacht, dass du das lesen würdest^^
Gut, dann werde ich dann den Prolog reinstellen :)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 31.01.2012, 19:59
Prolog - Die Flucht
Er atmete tief ein und schloss seine Augen.
Sein Herz raste. Er versuchte sein Keuchen zu unterdrücken, aber es ging nicht. Ein schwerer Fels schien auf seiner Brust zu liegen, der ihn erdrückte und ihn am atmen hinderte. Seine Kehle schien wie zugeschnürt. Er schmeckte Blut in seinem Mund.
Die kalte Nachtluft brannte in seiner Brust wie ein eisiges Feuer.
Er musste sich eingestehen, dass er vollkommen die Orientierung verloren hatte. Wo befand er sich? Wo lag der Ort, den er so dringend zu erreichen suchte?
Der Wind heulte unheilvoll durch die Baumwipfel und zerrte an seinen Kleidern, als wolle er ihn dazu bewegen weiter zu ziehen.
Doch er konnte nicht mehr. Er stand da wie erstarrt und spürte wie ihn die Verzweiflung und Müdigkeit überkam. Ein Blutstropfen rann kribbelnd seinen Hals hinunter. Er fasste sich mit zitternden Händen an die Wange. Seine Haut war aufgeschürft und eiskalt.
Was hatte er ihnen angetan, dass sie ihn so unbarmherzig verfolgten? Warum hetzten sie ihn durch das ganze Land wie ein wildgewordenes Tier?
Ein Geräusch liess ihn zusammenfahren.
War es der Wind, der durch die Bäume pfiff? War es ein Bewohner des Waldes? Oder war es Tansar mit seinen Häschern?
Ein Pfiff hallte durch die nächtliche Stille.
Sie mussten es sein!
Er rannte atemlos weiter, achtete nicht auf den schmalen Pfad vor ihm. Die Welt verschwamm und er sah nur noch wie die Bäume an ihm vorbei zu fliegen schienen... unwirklich und doch real.
Sie durften ihn nicht kriegen! Nicht noch einmal!
Er spürte nicht, wie sich die spitzen Äste in sein Gesicht bohrten, spürte nicht, wie die Dornen ihm Haut und Kleidung zerrissen und er spürte nicht, wie ihm die Tränen das Gesicht hinunter rannen.
Sie hatten ihm alles genommen...alles...
Er hob seine Hände und wischte sich mit einer raschen Bewegung das Blut und die Tränen aus dem Gesicht.
Er musste weiter! Musste einfach weiter!
Schwer atmend fasste er sich an die Hüfte und zurrte den Riemen seiner Schwertscheide enger an den Gürtel. Denn warf er seinen Mantel zurück und betastete vorsichtig seine Brust. Nur er, König der Elfen Shârns, wusste, welche Verantwortung auf ihm lastete.
Und sie durften nicht finden, was er in seinem Körper trug. Gut verborgen, aber gefährlich nah an seinem Herzen.
Sie durften ihn nicht finden! Nicht wieder!
Denn...wenn sie ihn fanden, war sein Schicksal besiegelt...
So, das wäre dann mal der Prolog^^
Eine kleine Rückmeldung würde mich freuen :)
Hat's euch gefallen?
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 03.02.2012, 19:39
obs mir gefallen hat???
ICH LIIIIEEEBE deine Gechichte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Schreib unbedingt GAAAAANZ schnell weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 04.02.2012, 19:28
Susan hat folgendes geschrieben: obs mir gefallen hat???
ICH LIIIIEEEBE deine Gechichte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Schreib unbedingt GAAAAANZ schnell weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Danke *-*
Eigentlich habe ich schon 12 Kapitel geschrieben ;)
Aber ich schreib noch fleissig und überarbeite ;D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Windingo - 05.02.2012, 00:49
du musst einfach noch was davon reinstellen!!! :schlaumeier:
ich finde es unheimlich gut geschrieben!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 05.02.2012, 13:49
ME TOO!!
Beeil dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 05.02.2012, 17:19
Windingo hat folgendes geschrieben: du musst einfach noch was davon reinstellen!!! :schlaumeier:
ich finde es unheimlich gut geschrieben!
Uuuhh! Danke *-*
Ich überarbeite nocz das 1. Kapitel, dann stell ich es rein ;)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 06.02.2012, 17:17
JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Freu mich schon drauf!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 13.02.2012, 17:52
der prolog ist einfach HAMMER!!!!!!!!!!! :respekt: freu mich schon auf den nächsten teil!!! :love:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 16.02.2012, 17:20
Jully hat folgendes geschrieben: der prolog ist einfach HAMMER!!!!!!!!!!! :respekt: freu mich schon auf den nächsten teil!!! :love:
Danke :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 18.02.2012, 11:31
bitte :D
du schreibst generell schon toll, aber ich fand das hier noch nen tick besser als sonst!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 18.02.2012, 23:45
Jully hat folgendes geschrieben: bitte :D
du schreibst generell schon toll, aber ich fand das hier noch nen tick besser als sonst!
Uuuuh! :oops: Da werd ich echt rot^^
DANKE!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 19.02.2012, 16:12
:D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 08.03.2012, 21:08
Hey, hey! Ich habe mal das erste Kapitel überarbeitet und will euch das nun gerne vorstellen. Es ist vielleicht etwas verwirrend, aber das ist Absicht, denn es zeigt die Atmosphäre, die durch das ganze Kapitel hindurch herrscht. Verwirrtheit, Angst und Bedrohung. Ich hoffe, ich konnte das irgendwie real darstellen.
Achtung! An alle unter 12: Die Altersbegrenzung dieser Geschichte hab ich auf 12 gesetzt. Das will heissen, dass ich diese Geschichte absichtlich nur für Leute geschrieben habe, die über 12 Jahre alt sind.
So, ich hoffe es gefällt euch. Ich habe richtig mit Isegrim mitgelitten. *gruselwuselfusel*
Kapitel 1 - Tansar, der Königsmörder
Der Pfad wurde immer schmaler.
Er war kaum mehr als eine dreckige Narbe, die sich durch das Dickicht zog.
Auf beiden Seiten ragten die Bäume hoch in das nächtliche Firmament empor und stachen wie schwarze Säulen in das sternenlose Himmelszelt.
Feiner Nebel lag wie Schnee auf dem Boden.
Isegrim konnte kaum noch etwas sehen. Sein sonst so scharfer Blick verschwamm zunehmend, eine bedrohliche Schwärze legte sich immer wieder vor sein inneres Auge und er glaubte seinen wilden Herzschlag überall in seinem Körper spüren zu können.
Er fasste sich mit zitternden Händen an die bebende Brust.
Der Gedanke an seine Aufgabe und das, was er bei sich trug, schaffte es nicht ihn zu beruhigen. Zu tief steckte die Angst vor seinen Feinden, die Angst, dass sein Geheimnis aufgedeckt werden konnte, die Angst, dass verloren gehen könnte, was er so sorgsam behütete und in sich trug…
Ein Pfiff durchstiess die Stille der Nacht wie ein zweischneidiges Messer.
Isegrim schrak auf und seine Hand schoss an den Griff des Schwertes, das schwer an seiner Hüfte hing.
Nichts rührte sich…
Einige atemlose Sekunden lauschte der Elf in die Stille. Dann rannte er weiter.
Sein helles Haar wehte im Wind. Er hatte es sich mit einem Lederband zurück gebunden, doch einzelne Strähnen hingen ihm bereits wieder in der bleichen Stirn.
Die Äste schlugen ihm ins Gesicht und rissen seine weisse Haut auf. Abermals rannen Spuren von Blut seinen Hals hinunter und versickerten in seinem Wams.
Seine wässerig blauen Augen suchten sich einen Weg durch den Wald.
Die Blätter die zuhauf am Boden lagen, raschelten kaum, als er durch sie hindurch fegte. Seine Schritte verursachten kaum Geräusche.
Zum wiederholten Male war er unendlich dankbar ein Elf zu sein.
Vielleicht meinte es das Schicksal heute gut mit ihm…Vielleicht würde er heute seinen Verfolgern entkommen…
Der kühle Wind riss abermals an seinem Haar und seinen Kleidern.
Doch er spürte den bevorstehenden Winter und die Kälte nicht, denn sein Körper glühte nur so vor Hitze und er keuchte vor Anstrengung.
Ein schriller Pfiff drang an seine Ohren. Lauter als alle anderen, die er bis jetzt gehört hatte. Es klang fast schon wie ein markerschütterndes Kreischen.
Isegrim verlangsamte seine Schritte und lauschte.
Ihm gefror das Blut in den Adern, als er ein Geräusch hörte, von dem er gehofft hatte, es nie wieder hören zu müssen.
Es war das gewaltige Rauschen und Zischen von riesigen Schwingen…
Der Elf blieb wie erstarrt stehen.
Alles in ihm schrie danach, sich umzudrehen und dem unausweichlichen Unheil entgegen zu sehen, das ihn erwartete. Sein Instinkt rüttelte an seinem Bewusstsein, seine Gedanken kreischten in seinem Kopf und in seiner Brust begann es zu glühen vor Angst und Gewissheit.
Dreh dich um! schrie sein Instinkt.
Sie sind es! kreischten seine Gedanken
Rette das, was du in dir trägst! Beschütze es mit deinem Leben! Es darf nicht in ihre Hände geraten, um nichts in der Welt! rief sein Herz und eine Ruhe überkam ihn, die ihm schon beinahe unheimlich war.
Das Rauschen wurde lauter, Isegrim hielt den Atem an.
Er spürte wie ihm sein Herz in der Brust pochte, stetig wie das Tropfen des Regens.
Und dann kamen sie…
Mit einem abscheulichen Fauchen brach es durch die Wipfel der Laubbäume, die krallenbewehrten Klauen auf den Elfen gerichtet, den Mund zu einem höllischen Grinsen verzogen.
Isegrim drehte sich blitzartig um und starrte dem geflügelten Schrecken direkt ins Gesicht. Rote Augen funkelten ihn voller Hass an.
Ein Beben erschütterte für einen kurzen Moment die Erde, als das Ungetüm mit einem dumpfen Aufprall seine Krallen in den Boden versenkte und die schwarz zerfetzten Flügel anlegte.
Renn weg! Renn weg! schrie es in Isegrims Herzen, doch er wusste, dass es nun zu spät war…
Sie hatten ihn gefunden.
Das Schicksal war schon die ganze Zeit über auf der Türschwelle gestanden, nun griff es mit kalten Fingern nach der Klinke und betrat neuen Untergrund.
Sie hatten ihn gefunden.
„Sei gegrüsst Isegrim Namindrionn, letzter König der Elfen“, ertönte eine grollende Stimme, die mal fauchend, mal zischend, kälter als die kälteste Nacht war. „Siehst du nun ein, dass du deinem Schicksal nicht entweichen kannst, sosehr du dich auch zu winden versuchst? Es ist gleich, wo du dich vor uns verkriechst. Überall werden wir dich aufspüren und dir dein letztes Hab und Gut aus der Brust reissen, so wie wir es einst bei deinem Vater getan haben.“
Unwillkürlich legte Isegrim seine zitternden Hände auf die Brust. Die Angst stieg ihm in den Kopf, doch tief in ihm entkeimte eine lodernde Wut, die sich allmählich zu Hass wandelte.
Die roten Augen des Ungeheuers, starrten ihn geradewegs an, als wollten sie mit bloss einem Blick ihm sein Geheimnis entreissen.
Doch er würde es schützten, mit all seiner noch vorhandenen Macht. Auch wenn diese nur noch beschränkt war…
Eine Gestalt sprang von dem geflügelten Ungeheuer hinab. Sie trug einen dunklen, edlen Umhang. Kohlenschwarze Haare fielen in ein markantes Gesicht, verbargen jedoch die grosse Narbe nicht, die sich lang und furchteinflössend über das linke Auge zog, die Wange durchschnitt und schlussendlich den schmallippigen Mund in der Mitte teilte, bis sie am Kinn ihr Ende fand.
Isegrim blickte schweigend in die eisgrauen, fast weissen Augen und er erkannte sein Gegenüber sofort.
Es war ein Nachtmahr.
Isegrim war schon lange keinem mehr begegnet und vor allem diesen hier, hatte er seit Jahren nicht mehr gesehen.
Nun hatte er ihn schlussendlich doch noch gefunden…
Der Mahr stand wortlos neben dem geflügelten Schrecken. Er hielt einen Bogen aus rotem Holz in seinen Händen, auf seinem Rücken war ein Köcher voller schwarzer Pfeile. Er verzog seinen Mund zu einem Grinsen und weisse Zähne blitzten zwischen den geteilten Lippen hervor.
„Isegrim Namindrionn, letzter König der Elfen…wie wahr gesprochen, mein Freund“, lachte er und legte seine Hand auf den schwarzen Körper seines Reitertiers, welches wiederum die rot glühenden Augen für einen Moment auf seinen Herrn und Meister richtete. „Noch ist er ja am Leben, nicht wahr?“
Die eisig grauen Augen glitzerten unheimlich.
Die Narbe auf dem Gesicht leuchtete.
Die pechschwarzen Haare wären etwas länger als damals.
Isegrim hatte ihn sofort erkannt.
Es war Tansar, der Mörder seines Vaters.
In Isegrims Innern, zogen schreckliche Bilder an ihm vorüber, Erinnerungen, die er tief in seinem Gedächtnis vergraben hatte, weil sie einfach zu schmerzvoll waren um darüber nach zu sinnen. Doch jetzt kam alles in ihm hoch. Er sah ihn wieder vor sich, seinen Vater. Stolz und unbeugsam, ein König unter Königen. Und dann Tansar, der Nachtmahr. Gleichwohl stolz und herrisch, jedoch nicht minder grausam als ein schlimmer Albtraum in einer einsamen Nacht. Ein Albtraum, der zu Fleisch und Blut geworden war. Sein Vater hatte sie gesehen, die tödliche Klinge in der Hand des Verräters. Doch er war nicht geflohen. Er hatte einen Blick auf seinen Sohn geworfen, ein letzter Blick. Dann war sein Ende bereits unausweichlich gewesen. Das schwarze Schwert hatte sich tief in seine Brust gebohrt und ihm das Leben genommen. Und Tansar der Mörder war einfach nur dagestanden, hatte die Hände danach ausgestreckt, was der König in seiner Brust verborgen hielt. Er hatte es aus dem leblosen Körper herausgerissen und für einen Moment in den Händen gehalten. Doch dann war dieser Augenblick auch schon vorbei gewesen. Der Moment des Triumphs war an seinen Augen vorbeigezogen. Und Isegrim, des Königs Sohn hatte gespürt wie es nun von neuem in seinem Körper erwachte. Er hatte die Macht gespürt, die ihn plötzlich durchflutete und das Bewusstsein, das er nun König war. König eines toten Volkes, jedoch von grosser Macht. Und Tansar hatte begriffen. Ein Schrei von unendlichem Hass war seiner Kehle entwichen und er hatte den Bogen von seinem Rücken gerissen. Aber er war zu spät gewesen. Einen kleinen Augenblick zu spät. Isegrim war bereits geflohen…
„Du warst schnell, Isegrim“, hörte der König erneut die Stimme des Nachtmahrs „Und du hattest Glück, das du in deiner Unerfahrenheit die Geistesgegenwart hattest zu begreifen, was geschah. Ich hatte es schnell gemerkt, doch du warst noch schneller. Jedoch sind wir nun beide älter. Und während meine Macht gewachsen ist, hat sich deine geschwächt…“
Isegrim sah den Bogen in Tansars Händen, sah wie der Mahr einen der schwarzen Pfeile ergriff und ihn auf die Sehne legte.
Er tat all dies mit einer unendlichen, bedrückenden Ruhe, die keinen Zweifel liess: Nun hatte er doch noch die Überhand ergriffen. Es gab nichts Gefährlicheres als einen Nachtmahr zu unterschätzten…
„Warum, Tansar?“, fragte Isegrim leise. Er spürte, wie sich eine Träne von seinen Augen löste und ihm das verschrammte, blutverschmierte Gesicht hinunter rann.
„Warum verfolgst du mich?“
Für den Bruchteil einer Sekunde schien Tansar zu zögern.
Doch dann spannte er bereits den Bogen.
Die Spitze des schwarzen Pfeiles zeigte genau auf Isegrims Brust.
Dann liess er die Sehne los.
Isegrim hatte gar keine Zeit mehr um zu reagieren.
Er stand wie festgewurzelt da und sah das schwarze Eis auf sich zukommen.
Es bohrte sich in seine Brust.
Sein ganzer Körper bäumte sich auf vor Schmerz.
Ein lauter Schrei hallte durch Karn`s Wälder.
Er spürte wie das Gift sich rasend schnell in seinem Körper verteilte. Er kämpfte eine Weile gegen das Dunkel an, das ihn mit wispernder Stimme umspinnen wollte, doch dann gab er auf und liess sich in die abgrundtiefe Schwärze fallen, die ihn umgab.
Das letzte was er sah, war Tansar, der sich über ihn beugte, die Augen plötzlich rot wie von seinem eigenen Blut getränkt und gefährlich glitzernd…
So, das wärs dann!
Hats euch gefallen? *gespannt guckt*
Ich bin wie immer dankbar um eine kleine Rückmeldung :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 13.03.2012, 16:44
jetzt hatte ich enlich zeit, weiterzulesen! Und ich finds einfach HAMMER!!!!!!! ich will auf jeden fall wissen, wies weiter geht!!!!!!!! wie konntest du JETZT aufhören??? Schreib bitte bald weiter!!!!!! :D :D :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 13.03.2012, 20:39
:D Danke!
Auf so blöde Kapitelenden musst du dich allerdings öfters gefasst machen, das ist eine Überlebenstrategie, wenn man um Leser buhlt ;D
Hab ich mir schon ziemlich angewöhnt :roll:
Ich schreib schnell, schnell, schnell wie der Wind! 8)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Maiki_ - 13.03.2012, 22:01
geil. einfach nur geil. :D weiter weiter weiter*-*
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 13.03.2012, 22:54
GENAU!!!!weiter!!!!!!
Könnte es sein das du Herr der Ringe als kleines Vorbild genommen hast?Also ich frag mich ob Isegrim der Elf nicht vielleich ein wenig wie Legolas der Elb aussieht?! Und das was er in seiner Brust hatte ,so wie der Ring der Frodo an seiner Brust hatte.
Aba musst jetz nicht denken dass ich das blöd find ich find es sogar sehr gut so kann ich es mir besser vorstellen.Du hast echt nen coolen Schreibstil aba ich les die Geschichten meistens nur durch ohne nen Kommi zu geben.
Aba das is alles belanglos was zählt ist:WEITER!!!!!!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 14.03.2012, 18:15
Danke! *-*
@Elli-jojo:
Nein, die Grundidee hab ich sicher nicht vom HdR abgekupfert, denn die hat ich schon mit 12 oder 13 und da kannte ich den Herrn der Ringe noch gar nicht^^
Und Elfem/Elben werden überall als blondhaarig und hellhäutig/äugig beschrieben, das ist ein eingefleischtes Klischee in der Fantasy-Literatur ;)
(Im Buch ist Legolas übrigens NICHT blond!)
Und das, was er in seiner Brust hat, hat keine Ähnlichkeit mit dem Ring. Ich verrat jetzt aber lieber nicht zu viel^^
Isegrim kannst du dir auch nicht wirklich wie Legolas (also der Film-Legolas jetzt) vorstellen. Er ist eher "übernatürlicher", gross, stolz, markante Gesichtszüge, helle Haut, wässerige Augen und sehr helles, ja fast weisses Haar. (Er ist ja auch "schon" 50 Jahre alt). Ernst, mächtig, man sieht ihn selten lächeln/lachen, und er wirkt kühl und etwas herrisch auf andere. Man lernt ihn im Laufe der Geschichte nach und nach besser kennen^^
Du findest meinen Schreibstil cool? :shock:
Ich find ihn etwas...seltsam ;D
Aber DANKE! Das freut mich natürlich mega, wenn es dir/euch gefallen hat!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 14.03.2012, 23:18
Hey du
Danke für die ausführliche Antwort,das Legolas im Buch nicht helle Haare hat wusste ich gar nich....Ich find deinen Schreibstil cool weil er einen in eine andere Zeit ,in eine andere Welt mitnimmt und weil das ganze aus Isegrims Sicht erzählt wurde,ich mag Geschichten nich so wenn es nicht aus der Sicht von einer Person erzählt wird z.B.Sie geht zur Schule und sieht IHN den Mann ihrer Träume.....
Echt schreib gaaaaaaaaanz schnell weiter ich lieb die Geschichte!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 15.03.2012, 16:16
Naja...Legolas Haarfarbe wird in dem Sinn nicht direkt erwähnt (er ist im Buch sowieso eher eine Hintergrundsfigur^^ Man könnte ihn einen schweigsamen Elben mit schrägem Humor und grottenschlechtem Urteilsvermögen bezeichnen, der keinen Pip Ahnung von Heilkunst hat :D), aber viele Fans vermuten, dass er dunkelbraune Haare hat, wie die meisten Waldelben aus dem Düsterwald.
Uuuhhh *-* Danke, ich werd ganz stolz, wenn du mich so lobst^^
Ich schreibe eigentlich immer aus der multipersonalen Perspektive, und nicht (oder nur selten) als auktorialer Erzähler, weil das dann doch irgendwie (wie du gesagt hast) seinen Reiz verliert.
Ich schreib schon eifrig (oder besser gesagt: überarbeite) das 2. Kap! :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 15.03.2012, 18:06
Dann hoff ich mal das du es Gaaaaaaaaaaanz schnell reinstellst.....
:D :tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 15.03.2012, 18:06
HEY COOL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mach bald weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
die genauere beschreibung von Isegrim hat mir auch echt gefallen und geholfen!!!! :) :) :)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 17.03.2012, 13:06
Auch hier:
Stell ihn bittebittebitte rein!!!!!!!!!!
Wir warten schon ungeduldig darauf !!!!!!
Du schaffst det!!!!
. :tanz: :n178:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 18.03.2012, 22:43
Ich sag's jetz zum wiederholten male:
WEITER!!!!!!!!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 22.03.2012, 20:44
So, dann hab ich mal das nächste Kapitel überarbeitet. (Wie produktiv man doch ist, wenn man mal einen Nachmittag keine Schule hat ;))
Es kommt auch so gleich ein neuer Charakter hinzu...obwohl...Charakter kann man ihn kaum nennen, eigentlich...
@Susan: Da dir die kurze Beschreibung von Isegrim geholfen hat, frage ich mich gerade, ob ich auch Tansar und so etwas beschreiben soll (?) Im Text selbst, beschreib ich ja eher knapp bildlich und mit Metpahern... :?
Na, dann viel Spass (oder Spannung):
Kapitel 2 - Avarel, der Wächter
Isegrim spürte, wie das Gift sich nach und nach in all seinen Gliedern verteilte.
Er spürte es heiss durch seine Adern fliessen und es war ihm, als stünde sein Blut in Flammen.
Er spürte die Hitze in seinen Kopf steigen und wie sie dort Platz einnahm und ihn fast zerbersten liess vor Schmerz.
Durch die halb geschlossenen Augen sah der Elf verschwommen aber deutlich seinen Mörder vor sich knien. Tansar hatte sich tief zu ihm hinabgebeugt, die Arme lässig auf die angewinkelten Knie gelegt und das schwarze Haar in der Stirn hängend.
Seine kalten, eisgrauen Augen glitzerten in leisem Triumph, wenn auch ein blutroter Schleier sie überzogen hatte und die lange Narbe tanzte auf seinem Gesicht, als er selbstzufrieden seine Lippen zu einem düsteren Grinsen verzog. Er sah, wie Isegrim schnell und flach atmete und wie das Blut nach und nach seine Kleidung tränkte.
Dann sah er die hellen blauen Augen unter den gesenkten Lidern hervorblitzen. Für einen kurzen Moment kreuzte sich ihr Blick.
Der eine von Schmerz erfüllt, aber noch immer stolz und unbeugsam, trotz seiner Hilflosigkeit. Der andere kalt und gefühlslos, jedoch gefangen von seinem eigenen Hass. Ein Knecht der Finsternis…
Tansar griff nach dem Pfeil aus schwarzem Glas, der aus der Brust des Elfenkönigs ragte.
Isegrim stöhnte auf, als abermals ein Hitzeschwall durch seinen Körper flutete.
Da zog Tansar den Pfeil mit einem einzigen Ruck aus des Elfen Brust heraus. Ein lauter Schmerzensschrei durchbrach die Stille der Nacht. Ein langer, heiserer Schrei, der dennoch ungehört blieb…
Isegrims Körper krümmte sich vor Schmerz zusammen. Ein Schwall von Blut strömte aus der offenen Wunde. Doch es war nicht nur der Schmerz, welcher den Elfen erzittern liess. Es war die Angst, die ihm viel grössere Qualen bereitete.
Die Angst, dass sein Auftrag nun fehlgeschlagen war.
Die Angst, dass sein Volk nun endgültig dem Untergang geweiht war.
Die Angst, dass Tansar ihm entriss, was er so achtsam und vorsichtig behütet hatte und nun doch schon so viele Jahre in sich trug…
Und Tansar sah in der Wunde des Elfen glitzern. Dieses Ding, das sein einziges Begehren war und das der Grund für all die Mühen war.
Es lag tatsächlich in der Brust des Königs verborgen, leuchtete und schimmerte in einem bläulichen Glanz und in einem regelmässigen Rhythmus, so dass man glauben könnte, es sei ein lebendiges, denkendes und fühlendes Wesen.
Tansar streckte seine Hand aus.
Dieses Mal konnte nichts schief gehen. Es gab keine Nachkommen mehr in Shârns Königshaus der Elfen. Isegrim war der letzte. Der letzte, der jüngste, aber auch der mächtigste. Doch seine Macht war nun versiegt. Er war in den Händen eines Nachtmahrs…
„Dein Ende, König!“, zischte Tansar leise und abermals kreuzten sich die Blicke der beiden. „Die Zeit der Mahre ist gekommen. Das Reich der Elfen ist nun mehr nichtig und endgültig geschlagen. Und wir werden sie ausrotten, nun da sie keinen Führer und keine Erinnerung mehr haben. Sie haben nichts mehr!“
„Der schwarze Schatten unsers Herrn wird auch eure Seelen fressen, bis das ganze Land in ewiger Dunkelheit verfällt“, fauchte der geflügelte Schrecken und seine glühend roten Augen richteten sich auf den sterbenden Elfen. Denn sterben würde er, sobald Tansar sein Werk vollzogen hatte.
Das Ungeheuer breitete die schwarzen, zerfetzten Flügel aus und entblösste eine Reihe spitzer Zähne, als es den Mund zu einem Fauchen verzog.
Plötzlich sprang Tansar alarmiert auf. Seine Augen verloren sofort den rötlichen Glanz und wurden wieder eisig grau. Er stand da wie erstarrt und ergriff das Heft seines Breitschwertes, welches an seiner Hüfte hing.
Ein Funke von Furcht glomm in seinen Augen auf. Und ein loderndes Feuer des Hasses entfachte in dem glitzerten Eis…
Isegrim spürte, wie Tansar jäh aufgesprungen war. Er kniff angestrengt die Augen zusammen, um mehr erkennen zu können. Durch den verschwommenen Schleier seines umnachteten Geistes und durch das Flimmern und Zittern, sah er dennoch ein Licht an einer Stelle, wo es kein Licht geben sollte.
Es war jedoch nicht das Licht des Mondes. Es war etwas Strahlenderes, Weisseres.
Und dann ertönte eine Stimme, die unmöglich die von Tansar oder dessen geflügeltem Ungeheuer entstammt sein konnte. Sie war autoritär, aber von seltsamer Wärme. Eine strenge, gebietende Stimme, die dem Tosen und der Schönheit eines Wasserfalles und dem Klingen von Glocken ähnelte: „Tansar, Abtrünniger! Warum verfolgst jene, die ich liebe?“
Der Nachtmahr zuckte kaum merklich zusammen.
Isegrim sah nun den Fremden in seiner unwirklich scheinenden Gestalt. Es war eine hochgewachsene Person, die von einem inneren Licht erstrahlte. Sie war nicht mehr als ein heller Schatten, ein Hauch einer leuchtenden Silhouette. Es schien kaum mehr als eine Traumgestalt zu sein, vielleicht ein Traum selbst, eine Sehnsucht.
Doch der Fremde war real.
Ein Antlitz, wie ein Spiegelbild auf glitzerndem Wasser und doch so schön wie die Sonne.
Augen, die so tief und weit wie das Meer waren und doch so hell leuchteten wie die Sterne. Ein weisser Mantel, der vielleicht auch ein Tuch von Nebel war, umhüllte den durchsichtigen Körper. Ein silberner Brustpanzer glänzte wie ein frischer Quell.
Niemals zuvor hatte Isegrim eine Gestalt gesehen, die jener auch nur annährend glich.
Tansar jedoch schien den Fremden zu kennen. Denn blankes Entsetzten und unendlicher Hass waren in seinen Gesichtszügen zu sehen.
„Hast du nicht bereits genug Unheil angerichtet, Tansar, der Verfluchte? Wahrlich zu recht trägst du deinen Namen!“, sagte der Fremde mit lauter, aber ruhiger Stimme. Er fasste sich an die Hüfte und zog ein flackerndes Schwert.
Fluchend zückte auch der Nachtmahr sein Schwert und dieses war schwarz wie von Russ gefärbt. „Ich habe diesen Weg gewählt, Avarel! Durchkreuze nicht meine Pläne!“ Er liess mit einem heiseren Schrei sein Schwert auf die Lichtgestalt hinabsausen. Doch diese parierte den Schlag mit solch einer Leichtigkeit, dass Tansar entsetzt zurückwich. Das schwarze Haar hing ihm wirr in die Stirn und die Narbe leuchtete auf seinem Gesicht.
„Er gehört mir, Avarel! Er ist mein Eigentum!“, zischte der Mahr und seine Augen funkelten von Hass.
„Isegrim gehört dir nicht, Tansar! Du gehörst dir selbst nicht!“, antwortete der Fremde, der nun an der Seite des verwundeten Elfen wachte.
Tansar zuckte abermals zusammen. Einen kurzen Moment krümmte er sich zusammen, wie von einem plötzlichen Schmerz befallen. Und als er den Blick wieder hob, war noch mehr Hass in seinen Zügen als zuvor.
„Wächter!“, rief Tansar heiser „Das Dunkle ist mächtiger als du! Es wird dich und deine Brüder vernichten, ehe das Jahr sich dem Ende neigt!“
„Du vergisst, dass mein Herr das Dunkle in die Finsternis verbannt hat und über alles Leben dieser Welt gebietet“, sagte Avarel mit fester Stimme „Und nun geh! Geh zurück zu deinem Meister und sag ihm eines: Die Zeit des Dunklen währt nur noch kurz!“
Tansar starrte mit finsterem Blick auf den Wächter. Ihre Blicke kreuzten sich.
Einen Moment lang sah Tansar unentwegt in die leuchtenden Augen Avarels. Dann wandte er sich ab, sprang auf den Rücken seines geflügelten Ungeheuers.
Es erhob sich in die Lüfte.
Bald waren sie nur noch eine schwarze Silhouette am nächtlichen Himmel.
„Ich werde ihn dennoch kriegen!“, schrie der Mahr ein letztes Mal in die Lichtung hinab. „Ich werde ihn weiter verfolgen, bis ich ihn in meinen Händen habe! Isegrim entkommt mir nicht!“
Dann flogen sie davon.
Nicht mehr als ein Schatten unter den Schatten dieser Nacht.
So, das wärs dann auch schon^^
(Ich weiss, das ist wieder ne fiese Stelle um aufzuhören, aber ich kann nicht anders :D)
Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr jubelt mit mir, dass ich so schnell fertig geworden bin. (ich war wirklich aussergewöhnlich schnell! O.O)
Eine kleine Rückmeldung verschönert mir den Tag^^
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 22.03.2012, 22:41
Hey du!!!
Mann das neue Kapitel is das beste von allen die du bis jetzt geschrieben hast!!!!Man leidet mit Isegrim mit als dass Gift sich in seinem Körper verteilt und man jubelt auf als die Gestalt kam(sry hab schon wida vergessen wie die hieß)Es is so ne Hamma Geschichte!!!
Frage:Kann ich mir Tansar ungefähr so wie Saroman aus HdR mit schwarzen Haaren vorstellen?Und der geflügelte schrecken so wie der
Drachen auf dem der Heerführer der Orks (auch aus HdR)reitet vorstellen?
Sorry deine Figuren erinnern mich so vom aussehen Her alle iwie an Darsteller aus HdR erinnern....weiß auch nich warum....vielleicht weil du als Signatur n Bild aus HdR hast so werd ich am Ende des Kapitels imma daran erinnert....?
Egal!!
Aaalso...wann geht's weiter?*grins*
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 22.03.2012, 22:44
Ups sorry.....
Hab was vergessen....
*dichanjubeldassdusoschnellfertigwarst*
Sooooo dann hät ich dass auch erledigt!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 24.03.2012, 20:58
Elli-jojo hat folgendes geschrieben: Hey du!!!
Mann das neue Kapitel is das beste von allen die du bis jetzt geschrieben hast!!!!Man leidet mit Isegrim mit als dass Gift sich in seinem Körper verteilt und man jubelt auf als die Gestalt kam(sry hab schon wida vergessen wie die hieß)Es is so ne Hamma Geschichte!!!
Frage:Kann ich mir Tansar ungefähr so wie Saroman aus HdR mit schwarzen Haaren vorstellen?Und der geflügelte schrecken so wie der
Drachen auf dem der Heerführer der Orks (auch aus HdR)reitet vorstellen?
Sorry deine Figuren erinnern mich so vom aussehen Her alle iwie an Darsteller aus HdR erinnern....weiß auch nich warum....vielleicht weil du als Signatur n Bild aus HdR hast so werd ich am Ende des Kapitels imma daran erinnert....?
Egal!!
Aaalso...wann geht's weiter?*grins*
:tanz:
Uh, Danke *-*
Ich fühl mich dann mal geschmeichelt ;-) Allerdings habe ich ja noch nicht viele Kapitel geschrieben...
Die Gestalt heisst Avarel (ist doch nicht so ein schwerer Name O.O!)
Um Himmels Willen, NEIN! Tansar ist überhaupt nicht mit Saruman zu vergleichen, ganz und gar nicht. Ich hab ihn leider noch nie gezeichnet, aber er sieht (von Gesicht her), vielleicht diesen hier sehr ähnlich (das sind zwar Maedhros und Beregond, aber egal ;) Die Gesichter passen, auch wenn die Narbe natürlich fehlt -.-):
Und der geflügelte Schrecken ist auch nicht wie die „Drachen“ der Nazgûl, sondern eher ein Geschöpf mit Verstand. Ich hab leider kein Bild gefunden, das diese Kreatur einfangen könnte :(
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 24.03.2012, 21:24
Hey du
Danke für die Bilder nun kann ich es mir besser vorstellen...
Ya du hast echt noch nich so viele Kapitel geschrieben aba ich fands einfach besser als der Prolog und die andern Kapitel obwohl die schon genial waren :D
Tja dann hoff ich mal dass du das nächste Kapitel bald fertig hast ,überarbeiten und dann damit deine halb (oder schon fast ganz? )
verhungerten Fans füttern kannst 8)
Dann noch mein Standard Spruch an dich:
WEITER!!!!!!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 25.03.2012, 15:33
Hey du (Menno ich nehme imma diese Anrede)
Also ich hab die Geschicht vorhin noch mal gelesen und wollte dich fragen ob ich mir Den Geflügelten Schrecken so vorstellen kann:
http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRfZQsqeGUJBaE6GyCGupkJMFoCMR89XGJ6woVPenftq2w4ggP4
????
Könntest du ihn mir nich irgendwie beschreiben?
Wär echt nett ... :D
Uuuuund :WEITER!!!!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 26.03.2012, 18:09
ich bin von den beiden kapiteln begeistert! ich kann nur immer wieder betonen, wie toll du schreibst! :respekt:
ich hab nur ne minimale (wirklich ganz kleine) kritik beim ersten kapitel.
den satz: "Die pechschwarzen Haare waren etwas länger als früher." hab ich nich auf anhieb kapiert (kann aber auch daran liegen, dass ich einfach zu blöd dafür war...) stattdessen fänd ich es besser, wenn er ungefähr so lauten würde:
"Die pechschwarzen Haare waren etwas länger als bei unserem letzten zusammentreffen."
oder einfach: "Die pechschwarzen Haare waren etwas länger als damals."
is aber nur ein vorschlag. wenn du findest, dass ich zu pingelig bin, oder du den vorschlag blöd findest, lass den satz so.
achja, das hätte ich jetzt fast vergessen.... WEITER!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 26.03.2012, 21:00
@Elli-jojo: Gern geschehen ;)
Besser als der Prolog und DAS andere Kapitel :D Es sind ja (mit Prolog) erst drei^^
*uffuff* Ich geb mir ja Mühe, das so schnell wie möglichst zu bewerkstelligen, aber zwei andere Kapis sind nun erste Priorität, weil die bis Ende Monat dringenst fertig sein müssen *seufzt*
Hmmm....das Ding ist schwer zu beschreiben.
Aber das Bild, das du geschickt hast, triffts schon recht gut.
Du kannst sie dir so in etwas wie auf den Bild vorstellen, allerdings mit etwas „menschlicherem“ Gesicht. (Die „menschliche“ Gestalt wird auf dem Bild ja schon ganz gut eingefangen)
Irgendwo in einer anderen Geschichte, werden die beschrieben, ich müsste den Teil allerdings hervor „graben“^^
@Jully: Danke! :D
Und auch Danke für die Kritik! Ich bin immer froh, wenn man mit Verbesserungsvorschläge gibt!
Ich habe den Satz extra so kurz gehalten, damit er besser zum Rest passt:
Die eisig grauen Augen glitzerten unheimlich.
Die Narbe auf dem Gesicht leuchtete.
Die pechschwarzen Haare wären etwas länger als früher.
Isegrim hatte ihn sofort erkannt.
Es war Tansar, der Mörder seines Vaters.
Wenn ich da schreibe:
Die eisig grauen Augen glitzerten unheimlich.
Die Narbe auf dem Gesicht leuchtete.
Die pechschwarzen Haare waren etwas länger seit ihrem letzten Zusammentreffen.
Isegrim hatte ihn sofort erkannt.
Es war Tansar, der Mörder seines Vaters.
Dann fällt der Satz irgendwie ziemlich aus dem „Schema“^^ (Und in Schema-Angelegenheiten bin ich schrecklich genau -.-)
Den zweiten Vorschlag find ich aber gut^^ Wird „früher“ in „damals“ ändern :D
Merci Beaucoup!
(Boah, macht ihr diese „WEEEEITER“-Masche bei all den anderen auch? O.O)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 29.03.2012, 18:52
Jo ich mach das WEEEEITEEEER bei allen Geschichten von denen ich gern noch n weiteren Teil lesen würd...:-)
Und bei dir is das auch der Fall:
WEITEEEEEEER
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 02.04.2012, 14:40
ich schließ mich mal an: WEIIIIIIIIIIIIIIIIIIITER!!!!!!!!!!!!!!!!!
nee echt, ich liebe deine Geschichte und konnte nich aufhören, bevor das Kapitel zu ende war !!!!!!!!!!!!!!!!!! ich mag das 2. kapitel auch am meisten und bin schon soooooooooooooooooooooo gespannt, wies weitergeht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
WEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIITER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 09.04.2012, 19:00
Ein neues Kapitel kam, in der Nacht schon, und nun ist es da :P
Da in Schreibwahn, ist mein Kapi erstaunlich schnell fertig geworden. Viel Spass mit neuer Charaktere:
Kapitel 3 - Yanna
„Komm Fidjin! Wir haben einen langen Weg vor uns!“
Das Einhorn schnaubte einwilligend. Dann warf es den Kopf zurück und wieherte vernehmlich. Yanna lächelte und strich ihrem treuem Gefährten sanft über die Flanken. Eine Weile ritten sie schweigsam durchs Unterholz. Es war schon Mittag, doch die Strahlen der Sonne konnten kaum durchs dichte Geäst dringen. Eine dumpfe Stille lag auf Karns Wälder. Nachdenklich warf Yanna ihre dunklen Locken zurück, die im schwachen Licht blau schimmerten.
Ihr Kopf war voller umherirrenden Gedanken und widerstrebenden Gefühlen. Heute jährte sich der Tag ihrer Geburt zum sechzehnten Mal. In den Augen ihres Volkes war sie nun eine Frau und hatte das Kindesalter hinter sich gelassen.
Stolz und dennoch auch Wehmut erfüllte ihr Herz, wenn sie nun an die Pflichten dachte, dir ihr bevorstanden. Sie musste sich entscheiden, wem sie angehörte, und nur sie allein wusste, wie schwer ihr diese Entscheidung fiel…
Ihre grünen Augen richteten sich auf die von Sonnenlicht durchfluteten Blätter. Ihr scharfer Blick wanderte über die dünne Membran eines Ahornblattes und über das dünne Gerüst, welches sich wie feine Äderchen durch die rötliche Oberfläche zog.
Mit Unbehagen musste Yanna an ihre Schwester denken. Sie wusste, dass Melody, welche die ältere der beiden war, sie auch dieses Jahr wieder zu überreden versuchen würde. Jedes Jahr tat sie das und Yanna war es leid…
Du solltest nicht immer zu diesen Elfen gehen. Sieh ein, dass du keine von ihnen bist. Du bist ein Nachtmahr, eigentlich müsstest du sie hassen. Komm endlich zurück zu deinen Ursprüngen! Was sind schon die Elfen? Ein sterbendes, dahinschwindendes Volk! Wir Mahre sind die regierende Macht, wir beherrschen dieses Land. Wir teilen weder Vergangenheit, noch Wissen oder Erinnerungen mit den Elfen, und wir teilen schon gar nicht ihre Riten und Traditionen! Vergiss nicht, wem du angehörst, Schwester. Vergiss nie, welcher Sippe du angehörst und welche Aufgabe uns zugeteilt wurde. Du kannst dies nicht einfach vergessen und abbrechen. Es ist ein Teil von dir…
„Aber darf ich nicht über mein eigenes Leben bestimmen?“, murmelte Yanna und Bitternis überkam sie mit einem Male.
Eine kleine Gruppe von Elfen hatten sie aufgezogen, als ihre leiblichen Eltern umgekommen waren. Sie, aber auch ihre Schwester Melody waren bei diesen Elfen aufgewachsen. Es waren keine hohen oder königlichen Elfen gewesen, solche, die in den grossen Städten jenseits des Gebirges lebten. Es waren einfache, schon fast menschenähnliche Elfen gewesen, die in Höhlen und dämmerigen Waldeslichtungen hausten und die die Traditionen und die hohe Sprache ihrer Anverwandten längst vergessen hatten. Und dennoch waren sie Elfen gewesen und Elfen waren, auch in ihrer niedrigsten und einfachsten Form, faszinierende und weise Geschöpfe.
Yanna hatte es als kleines Mädchen geliebt in den starken Armen des Dorfältesten zu liegen und sich von ihm wunderbare Geschichten erzählen zu lassen. Geschichten von den hohen Elfen, den kriegerischen Edlen und vom Elfenkönig, der in seinem Palast regierte und schon viele, viele Jahre alt war.
Yanna hatte es geliebt mit den Elfenkindern zu spielen, die sie als ihresgleichen betrachteten und als junge Frau von ihrer Pflegemutter alles zu lernen, was sie fürs Leben benötigte.
Mit dreizehn Jahren, hatte sie ihre erste längere Reis unternommen, von Neugierde und Unternehmungslust getrieben…
Doch als sie zurückkehrte, war das Dorf verlassen. Alle waren fort, ohne eine Nachricht für sie zu hinterlassen.
Später erfuhr sie, dass diese Elfen Flüchtlinge waren, nur noch ein Überbleibsel der vernichteten Rasse aus dem Gebirge und, dass sie auch in den dreizehn Jahren, in denen Yanna und Melody bei ihnen gelebt hatten, noch immer gesucht wurden.
So hatten sie fliehen müssen, ohne, dass sie sich von ihren geliebten Töchtern hatten verabschieden können…
Melody war zu den Mahren gegangen, bei denen sie sich rasch eingelebt hatte und ihre Zeit bei den Elfen aus ihrem Herzen verbannte und dieses Volk, dass sie vor dem Tode bewahrt hatte, zu hassen begann.
Yanna aber hatte es nicht lange bei den Mahren ausgehalten. Sie war wieder zurück in die Wälder gekehrt, suchte vergebens nach ihrer vertriebenen Elfenfamilie…
Eine Träne rollte über Yannas Wangen als sie mit ihren Gedanken in ihre Vergangenheit zurückkehrte. Der Schmerz sass noch immer tief in ihr und die Sehnsucht hatte nicht nachgelassen. Sie fühlte sich, als stünde sie zwischen zwei Fronten. Sie war ein Nachtmahr, der bei Elfen aufgewachsen war. Und sie gehörte weder zum einen Volk, noch zu dem anderen.
Mit einem Seufzen wischte sie sich die Träne vom Gesicht.
Fidjin, ihr Einhorn, schaute sie mit seinen grossen braunen Augen wohlwollend an, als spüre er ihr Leid.
Yanna lächelte und beugte sich vor, legte ihm die Hand auf die Mähne.
„Danke, mein Lieber!“, flüsterte sie und strich über sein weiches, weisses Fell.
Plötzlich richtete sie sich abrupt auf.
Auch Fidjin, blieb stehen und scharrte nervös mit den Hufen auf dem Boden.
Ganz sanft spürte sie die Anwesenheit einer anderen Person. Es war ein Gefühl, so schwach wie ein Windhauch in der Wüste.
Doch sie war sich ganz sicher. Da war etwas...Ganz nah...
Lautlos sprang sie von ihrem Pferd. Sie legte die Hand auf den Griff des Dolches, den sie stets an ihrem Gürtel trug. Vorsichtig und tief geduckt schlich sie durch das Dickicht. Immer stärker wurde das Gefühl, dass da jemand ganz in der Nähe war.
Ein seltsam beissender Geruch lag in der Luft. Es schien zu knistern, zwischen den Bäumen, so gespannt und aufgezwungen war diese bedrückende Stille.
Yanna blickte hoch zu den Baumwipfeln. Ein grosses Loch, liess viel Sonnenlicht hineinfluten. Einige Strahlen zauberten Streifen aus glitzerndem Staub in die flirrende Luft. Yanna näherte sich immer mehr dem von Sonnenlicht durchfluteten Fleck.
Die Blätter unter ihren Füssen raschelten leise. Sie liess ihren Blick schweifen, suchte nach etwas, von dem sie selbst nicht wusste, was es eigentlich war…
Wie erstarrt liess sie stehen, als etwas ihre Augen gefangen hielt, was direkt vor ihr lag. Sie kniete sich mit klopfendem Herzen nieder.
Ihre Hände zitterten leicht, als sie ein grosses Blatt hochhob. Eingetrocknetes Blut bedeckte es. Und auf dem Boden…Blut. Das Laub war voller Blut.
Da waren Fussspuren, geknickte Zweige, tiefe, wie von Krallen aufgeschürfte Scharten in der duftenden Walderde.
Yanna sprang auf. Was war hier geschehen?
Mit wachsendem Unbehagen lief sie weiter, suchte mit ihren Augen die Lichtung nach weiteren Spuren ab…
Dann sah sie ihn.
Er lag halb verdeckt durch eine kleine Anhöhe auf dem nackten Boden, das blonde, ja fast weisse Haar verdeckte sein Gesicht, seine Kleidung war blutgetränkt.
Yanna sah mit Entsetzten den schwarzen Pfeil, der neben ihm lag, sah die blutenden Spuren auf dem Laub, die direkt zu ihm hin führten.
Sie rannte zu ihm.
Als sie ihn bestürzt an den Schultern packte und auf den Rücken drehte, sah sie auch die erschreckende Wunde in seiner Brust, die sie wie ein weit aufklaffendes Maul anzugrinsen schien. Sein ganzer Oberkörper war bedeckt von feuchtem Blut, der Boden um ihn herum war rot.
Im ersten Moment war sich Yanna sicher, dass er tot war.
So eine Wunde konnte man nicht überleben.
Sie strich ihm mit zittrigen Fingern das blonde Haar aus der totenblassen Stirn und erstarrte, als sie sein Gesicht genauer betrachtete.
Die spitz zulaufenden Ohren, die strengen Züge, die helle Haut und die schön geschwungenen Augen liessen keinen Zweifel.
Er war ein Elf.
In Yannas Kopf überschlugen sich die Gedanken.
Was tat ein Elf hier, mitten in Karns Wäldern?
Wer hatte ihn getötet?
Warum?
Wer war er?
Wo kam er her?
Ihr Blick fiel wieder auf den schwarzen Pfeil, der ganz in der Nähe lag. Sie griff nach ihm. Ungewöhnlich kalt und schwer lag er in ihrer Hand. Nachdenklich betrachtete sie ihn. Er war schien nicht aus Holz zu sein, dafür war er zu schwer. Er war seltsam hart, glatt und kühl.
Plötzlich flammte der schwarze Pfeil auf und glühte wie brennende Kohle in einem flackernden Rot. Er wurde heiss und versengte ihr die Haut. Mit einem Aufschrei liess sie ihn los. Kaum zu Boden gefallen, erkaltete er wieder und lag so kühl und schwarz dort wie anfangs.
Verwirrt rieb sich Yanna die Handfläche. Es tat höllisch weh. Und dort, wo der Pfeil in ihrer Hand gelegen hatte, war nun ein schwarzes Brandmal…
Yanna hatte schon so lange keinen Elfen mehr gesehen.
Seit drei Jahren nicht mehr.
Und dieser Elf war so anders als jene, die sie kannte und lieben gelernt hatte. Sein Gesicht war anders, sein Haar war anders, sein Körper war anders.
Er sah aus wie ein Jüngling von zwanzig Jahren, doch Yanna war sich sicher, dass er viel älter sein musste. War er dreissig, vierzig, fünfzig, oder gar hundert Jahre alt?
Sie seufzte und strich dann zögerlich über sein blasses Gesicht.
Ihre Hand zuckte augenblicklich zurück.
Seine Haut war feucht und…heiss! Bildete sie sich das ein? Sie legte beide Hände um seinen Hals und spürte, schwach aber deutlich, seinen Herzschlag unter ihren Fingern pochen. Kein Zweifel. Er lebte!
Aber er lag da wie tot. Und seine Wunde war so gross…
Yanna beugte sich hinab und legte ihr Ohr auf die von Blut durchtränkte Brust.
Er atmete. Schwach, aber er atmete.
Aber wie konnte das gehen? Er müsste tot sein. Tot und starr!
Sie legte wieder ihre Hände auf seine Wangen und hob vorsichtig die geschlossenen Augenlider an. Die wässerigen blauen Augen zuckten unruhig hin und her.
Langsam liess Yanna ihre Arme sinken und pustete sich ratlos eine Haarsträhne aus der Stirn. Was sollte sie nun tun?
Sie kannte diesen Fremden nicht. Gut, sie wusste, dass er ein Elf war, aber sie wusste nicht, wer er war, noch woher er kam.
Das einzige was sie wusste, gefiel ihr nicht sonderlich.
Er schien im Sterben zu liegen.
Traurig liess sie sein helles Haar durch ihre Finger gleiten. Was sollte sie tun?
Sie hatte nichts, womit sie seine Wunde säubern und verschliessen konnte. Das einzige, was sie tun konnte war Hilfe zu holen oder ihn irgendwie mit in die Stadt zu nehmen, die nicht mehr weit von hier war.
Aber ein Elf in der Stadt der Mahre…Das würde nicht gut enden. Für sie nicht und für ihn erst recht nicht.
Dennoch musste sie es tun!
Behutsam schob sie ihren Arm unter seinem Rücken hindurch und richtete ihn ein wenig auf. Schlaff fiel sein Kopf nach hinten, entblösste seine Kehle.
Er rührte sich nicht.
Yanna schob ihren anderen Arm unter seinen Kniekehlen, umschloss ihn ganz fest und hob ihn mit einem Ruck hoch.
Wie erwartet war er sehr leicht. Dies war eine der unerklärlichen Eigenschaften der Elfen. Selbst ein grosser, stattlicher Krieger, wog kaum mehr als eine Menschenfrau.
Yanna spürte wie seine Stirn gegen ihre Brust und Schulter drückte und sie spürte die Hitze, die von ihm ausging.
Und dann merkte sie, wie sein Brustkorb sich hob und senkte, wie seine Augen sich noch fester zusammenkniffen…und, dass ein leises Stöhnen seiner Kehle entwich.
Sooo, das wärs dann auch schon. (MUAHAHAR! Mal wieder ein fieses Ende, ich weiss^^) In den nächsten zwei Wochen wird’s wahrscheinlich nichts geben, da fünf fette Prüfungen bevorstehen :roll:
Kleines Kommi? Und es darf mal auch etwas anderes sein, als ein „WEEEEEEEITER!!!!“, vielleicht, welche Stelle auch am besten gefallen (oder am wenigsten gefallen) hat? Oder, was ihr denkt, wie’s nun weitergeht?
Ich bin gespannt ;)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 09.04.2012, 23:46
Uuuuuuuuh das is n sehr schöner Teil ,also mir gefällt es dass Yanna ein Mahr Elfen mag nachdem Isegrim von einem Mahr fast getötet wurde .Nun Yanna s Name gefällt mir nich soooo -ooooo Mega aba es gibt schlimmere Namen .Ich mag es ja eben wenn die Geschichte aus der Perspektive von verschiedenen Personen erzählt wird .
Nun dass Yanna Isegrim in die Stadt nehmen will is glaub echt nich grad DIE Idee ...:-)
Denn zuhause sind Ihre Schwester und andere Mahre denen Elfen verhasst sind...
Und dann noch ne« klitzekleine » Bitte oder ne Vermutung an dich :
Dass Isegrim und Yanna ne Liebesgeschichte wird ?!
*dichmitdemsteinezumschmelzenbringhundeblickanguck*
da du kein Weiteeeeer wünschst nehm ich eben n wunderschönes Schweizermundart Wort dass den Zweck des Weeeeeiteeer's zufriedenstellend übernimmt:
Wiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitttttttooooooooooooooooooooooooooo!!!;-)
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 10.04.2012, 14:11
am besten gefallen hat mir die stelle, als yanna isegrim gefunden hat, weil man so isegrim von einer anderen perspektive gesehen hat
ich hoffe yanna bekommt noch eine bessere idee, als zu den maaren zu gehen...
bin auf jeden fall gespannt wie's weiter geht
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 10.04.2012, 16:42
Elli-jojo hat folgendes geschrieben: Uuuuuuuuh das is n sehr schöner Teil ,also mir gefällt es dass Yanna ein Mahr Elfen mag nachdem Isegrim von einem Mahr fast getötet wurde .Nun Yanna s Name gefällt mir nich soooo -ooooo Mega aba es gibt schlimmere Namen .Ich mag es ja eben wenn die Geschichte aus der Perspektive von verschiedenen Personen erzählt wird .
Nun dass Yanna Isegrim in die Stadt nehmen will is glaub echt nich grad DIE Idee ...:-)
Denn zuhause sind Ihre Schwester und andere Mahre denen Elfen verhasst sind...
Und dann noch ne« klitzekleine » Bitte oder ne Vermutung an dich :
Dass Isegrim und Yanna ne Liebesgeschichte wird ?!
*dichmitdemsteinezumschmelzenbringhundeblickanguck*
da du kein Weiteeeeer wünschst nehm ich eben n wunderschönes Schweizermundart Wort dass den Zweck des Weeeeeiteeer's zufriedenstellend übernimmt:
Wiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitttttttooooooooooooooooooooooooooo!!!;-)
:tanz:
Danke *-*
Nun, Yanna mag Elfen, weil sie bei ihnen aufgewachsen ist, klare Sache^^
Aua! Nicht schlagen! *sich duckt* Ich kann nichts für den Namen, den hab ich nämlich nicht erfunden, sondern eine Leserin, weil die das so wollte^^
Eine Liebesgeschichte zwischen Yanna und Isegrim?!
Öhm...Yanna ist sechzehn, Isegrim an die 50 Jahre alt! Sorry, aber ich muss dich enttäuschen, das wird nix^^ ABER MOMENT! Bevor du deinen herzallerliebstenhundeblick wieder wegmachst...Es wird eine Liebesgeschichte geben (Okay, eigentlich mehr als eine, aber EINE zentrale), in die Isegrim aber nicht mit einbezogen wird.
Du wirst es schon noch bald genug erfahren, wer da dann noch so kommt ;)
Also auf Schweizerdeutsch sag ich ja: Wiiiiitäääääär!
Aber egal ;)
Danke für das nette Kommi!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 10.04.2012, 16:43
Jully hat folgendes geschrieben: am besten gefallen hat mir die stelle, als yanna isegrim gefunden hat, weil man so isegrim von einer anderen perspektive gesehen hat
ich hoffe yanna bekommt noch eine bessere idee, als zu den maaren zu gehen...
bin auf jeden fall gespannt wie's weiter geht
Da hast du auch eine meiner Lieblingsstellen rausgepickt ;)
Ach, mach dir nicht zu viele Hoffnungen, Yanna ist etwas *hust* naiv^^
Danke für die Rückmeldung! :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 10.04.2012, 22:40
@Luthien
Tja ich vermute dass wir nich denselben Dialekt Ham :-)
Yaaaa Lovestory !!!!i like it :-)
Soo und nun noch ne sehr bekloppte Frage :
(darfst mich aba mich schlage oda auslachen sonst hör ich Augenblicklich auf deine Geschichten zu lesen ,obwohl ich det eh nich schaffe )Also die Frage,Früher also mit 7\8 Jahren hab ich imma solche Einhorngeschichten gelesen bei denen das Horn des Einhorns heilen konnte ,könnte Yannas Einhorn das nich auch ???
Sry ich weiß is ne gestörte Frage aba trotzdem .
Noch ne andre Frage : Kann ich dir auch Schwitzerdütschi Kommis geben ???
Soo dann probier ich heute mal dein Weiter aus:
Witääääääääääää..............ääääääääääääääärrrrrr!!!!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 13.04.2012, 19:05
So ,damit du mich nicht vergisst
Witoooooooooooooooooooschriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiibäääääää....!!!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 13.04.2012, 19:16
Elli-jojo hat folgendes geschrieben: @Luthien
Tja ich vermute dass wir nich denselben Dialekt Ham :-)
Yaaaa Lovestory !!!!i like it :-)
Soo und nun noch ne sehr bekloppte Frage :
(darfst mich aba mich schlage oda auslachen sonst hör ich Augenblicklich auf deine Geschichten zu lesen ,obwohl ich det eh nich schaffe )Also die Frage,Früher also mit 7\8 Jahren hab ich imma solche Einhorngeschichten gelesen bei denen das Horn des Einhorns heilen konnte ,könnte Yannas Einhorn das nich auch ???
Sry ich weiß is ne gestörte Frage aba trotzdem .
Noch ne andre Frage : Kann ich dir auch Schwitzerdütschi Kommis geben ???
Soo dann probier ich heute mal dein Weiter aus:
Witääääääääääää..............ääääääääääääääärrrrrr!!!!
:tanz:
Oh wie süss^^
Leider ist das Einhorn ziemlich unwichtig :( Es kommt genau noch ein Kapitel lang vor^^ ich (miss-)brauche es einfach nur als Pferd mit dem gewissen Etwas ;D
Nein, lieber nicht auf Schweizerdeutsch.
Du hast 1. einen anderen Dialekt und 2. mag ich Schreiben lieber auf Hochdeutsch.
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 13.04.2012, 23:14
Is okay:-)
Oh das arme arme Einhorn *grins*
Das das Horn nich heilt is ja vielleicht gar nich mal so schlecht weil deine Geschichte ja nich für 7-8Jährige ist...8)
Du bist doch schön am weiterschreiben oda?
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 14.04.2012, 14:14
Immer doch ;)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 15.04.2012, 17:41
:n34:
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 17.04.2012, 21:00
OMG kapitel 3 lieebe ich von allen am meisten und den namen Yanna find ich wundeschön !!!!!!!!!!!!!!!!!!! auch wenn ich bissel gebraucht hab um des zu lesen, ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeebe deine geschichte einfach!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 19.04.2012, 13:24
Danke :D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 16.05.2012, 20:52
So, ich will euch nicht länger auf die Folter spannen, wie die Geschichte weitergeht und präsentiere euch das nächste Kapitel:
Erinnerungen
Er stand vor ihm. Gross, furchteinflössend und schwarz, wie sein Herz es war. Ein dunkles Geschöpf der Nacht, ein Albtraum in der Einsamkeit, ein Nachtmahr.
Tansar, so wurde er genannt. Der Verfluchte…
Die Augen eisig grau, fast weiss und gefährlich glitzernd.
Schweigend stand er da. Nur dieses unheimliche, wissende Lächeln auf dem narbigen Gesicht, dieses abscheuliche Grinsen, dieses finstere, hasserfüllte Lachen.
Das schwarze Schwert in seiner Hand, das in einer feurigen Glut schwelgte, ihm aber nicht die Hand versengte…
Und dann Isegrim selbst.
Ebenfalls gross, ebenfalls mächtig, ebenfalls respekteinflössend und ehrenvoll. Jedoch schwach neben einem Tyrannen wie Tansar einer war.
Schwach, jedoch stolz. Besiegt, jedoch nicht gebrochen.
Verbittert, einsam und trauernd. Doch nicht gebrochen. Noch nicht ganz…
Denn noch stand er und trotzte seinem Feind die Stirn.
Die hellen Augen glänzten, die Tränen des Schmerzes liefen ihm die Wangen hinunter. Aber sein Gesicht war starr und ausdruckslos. Eine eiserne Maske, die all seinen Schmerz, seine Trauer und seinen Zorn verbergen sollte.
Nur die Tränen liessen sich nicht verbergen. Sie sickerten aus seinen wässerig blauen Augen, als Zeichen seiner inneren Wunde.
„Sieh ein, dass wir den Sieg errangen, Isegrim, einsamer König eines armseligen Volkes, das sich nun mit der Erde unter uns vermischt hat. Sie sind alle tot. Und jene, die noch leben werden bereits im ganzen Land von meinen Truppen verfolgt. Auch du wirst bald ihr Schicksal teilen. Bald nachdem mein Herr sich mit dir befasst hat. Du wirst ihn lieben, Isegrim. Du wirst ihn lieben, wenn er sich so gütig erweist dir deinen Tod zu schenken!“
Nein! Er lebte! Er trug sein Volk in sich, durch das Erbe, das ihm als König zu Teil wurde. Er, er würde bestehen!
„Willst du wissen, wer uns den Weg in deine verborgene Stadt offenbart hat?“
Tansars Stimme drang wie ein Schwertstoss in sein Herz. Woher hatte der Mahr diese schöne Stimme? So eine schöne Stimme und solch Worte des Hasses. Selbst sein Mund war gespalten durch die Narbe in seinem Gesicht. Genauso wie seine hinterhältige Zunge…„Es war eine deines Volkes. Ein junges Mädchen. Du kennst sie gut. Soll ich dir ihren Namen nennen?“
Ein heiseres Lachen erfüllte den leeren Thronsaal, kaum hatte Tansar ihren Namen genannt. Den Namen einer Verräterin. Der Name einer Frau, die verantwortlich für den Tod eines ganzen Volkes war. Der Name eines Abtrünnigen…
Und Isegrim erstarrte, als er ihren Namen hörte.
Ein Schleier schien sich vor seinen Augen zu lichten und es war ihm, als könne er plötzlich klar sehen, wie er von einem Mitglied seines eigenen Volkes hintergangen worden war.
Ein Mitglied seines Volkes, und für ihn noch viel mehr als dies…
„Nein!“
Ein leises Schluchzen in der Stille dieser sternenlosen Nacht. Ein grosser Schmerz, eine grosse Traurigkeit. Ein alles überwältigender, glühender Zorn, eine unendliche Ohnmacht.
„NEIN!!!“
Schmerzen. Unerträgliche Schmerzen.
Ein schreckliches Stechen und Brennen, als ob sein Körper mit brennendem Eis durchbohrt worden wäre und das Feuer ihn nun von innen her auffrass.
In diesem Moment des Schmerzes wünschte er sich, dass dies alles ein Ende nahm und er in die Dunkelheit hineingleiten konnte, die ihn umgab. Sein Überlebenswille war gebrochen. Nun sehnte er sich nach dem Tod.
Doch sein Schicksal lag nicht in seinen Händen. In welchem Zustand befand er sich? War er bereits tot? War er in einer Ohnmacht? War dies ein Traum?
Eine grosse Unsicherheit und Angst machte sich in ihm breit, liess ihn erzittern, wobei der Schmerz wieder sein ganzes Bewusstsein durchflutete. Er stöhnte leise auf, tauchte hinein in den Strom von Erinnerungen der ihn umgab, um den Schmerz irgendwie zu lindern.
Und in diesem Meer von miteinander kämpfenden Erinnerungen und Empfindungen drang plötzlich eine fremde Stimme an seine Ohren. Zuerst verstand er die Worte nicht, die sie ihm zuflüsterte. Doch die leise Stimme sprach beharrlich weiter.
Eindringlich stellte sie ihm immer und immer wieder dieselbe Frage.
Die Stimme einer Frau, eines Mädchens. Kannte er sie?
Sein Lebenswille kehrte zurück. Nun hatte er etwas, nachdem er greifen konnte, auch wenn er noch nicht wusste, was es war.
Er öffnete blinzelnd die Augen, versuchte die unglaubliche Helligkeit mit seinem Blick zu durchdringen. Die ganze Welt war durchflutet von Sonnenlicht.
Ein Schatten schob sich über ihn, verdeckte die Sonne mit Dunkelheit. Zwei dunkle, glitzernde Augen musterten ihn voller Neugier und Besorgung.
Isegrim zuckte zusammen, als eine erneute Schmerzenswelle ihn umfing.
Die Augen waren grünlich blau. Langes, bläuliches Haar fiel in ein zartes Gesicht
Und sie war es, die unaufhörlich eine Frage stellte:
„Wie heisst Ihr?“
Sie fragte nach seinem Namen.
Und Isegrim konnte ihr nicht antworten. Er wollte und durfte nicht antworten.
Nicht seinen richtigen Namen, den er von seinem Vater erhalten hatte. Nicht seinen Königsnamen, den ihm sein Volk gegeben hatte.
„Wie heisst Ihr?“
Das Meer von Erinnerungen zerrte an ihm, wie Wasserfluten an einem Ertrinkenden. Sie zogen ihn wieder hinab in die ihm noch fremde Welt, die fremden Erinnerungen und fremden Gedanken, die nicht von ihm stammten.
Und so sehr er auch dagegen ankämpfte, war er doch zu schwach.
Gegen Erinnerungen konnte er nicht ankämpfen. Nicht er…
Yanna hatte sich, an Fidjin gelehnt, zu Boden gesetzt und betrachtete den schwer verwundeten Elfen aus einiger Entfernung.
„Es ist seltsam…“, flüsterte sie. „Ich war mir sicher er würde bald sterben, aber nun scheint mir, als er wieder zu Kräften käme…“
Fidjin sah sie mit seinen grossen Augen an und schnaufte.
„Was hat dieser schwarze Pfeil zu bedeuten?“, murmelte das Mädchen nachdenklich und hob ihre Arme. Das Brandmal auf ihrer Hand schmerzte noch immer.
„Vielleicht…vielleicht kann er nicht sterben?“
Sofort verwarf sie diesen Gedanken. Nein, das war zu absurd. Wer schwer verletzt war, der starb. Ob er es wollte oder nicht.
Aber dieser Elf war so…anders. Er schien sehr mächtig zu sein, selbst unter den Elfen. Sein Bogen und sein Schwert waren wunderschön und auch seine Kleider waren aus einem feinen Stoff. Vielleicht war er ein Elfenfürst?
Mehr jedoch als seine Waffen schien sein Gesicht von grosser Macht und Verantwortung zu zeugen. Als er vorhin kurz die Augen geöffnet hatten, die, wie Yanna vermutet hatte, tatsächlich hell und blau gewesen waren, hatte sie das Gefühl gehabt in einen tiefen Wald zu blicken. Ein Wald voller Gefahren und Erinnerungen. Oder in einen tiefen, dunklen See, der unendlich viel in seinem Gewässer verbarg.
Seufzend legte sie ihren Kopf auf Fidjin‘s warme Flanken. Sie wusste sich nicht zu helfen. Sich nicht, und dem Elfen erst recht nicht…
Kühl strich der Abendwind über Yanna‘s Gesicht. Blinzelnd hob sie die Augen zum Himmel. Die Sonne hatte sich geneigt, seit dem Mittag waren wohl einige Stunden vergangen.
Lag sie tatsächlich schon so lange hier? Oder war dies ein merkwürdiger Traum?
Sie liess ihren Blick zu dem Elfen hinüberschweifen...der nicht mehr dort war, wo er vorher gelegen hatte!
Yanna sprang alarmiert auf und stockte. Ihre Augen richteten sich auf einen der Bäume, am Rande der kleinen Lichtung, nahe am Dickicht.
Dort stand, an den Baum gelehnt und die Hand an die wieder blutende Wunde gedrückt, der Elf. Er atmete schwer und der Schweiss strömte ihm über die totenbleiche Stirn. Sein Blick war auf sie gerichtet.
Yanna erstarrte als sie Zorn, Misstrauen und Resignation in seinen Augen sah. Und wieder hatte sie das Gefühl in ein tiefes, weites Meer gezogen zu werden…
„Wer bist du?“
Yanna zuckte fast zusammen, als er sie plötzlich ansprach. Sie wusste, dass Elfen in der Regel schöne, melodische Stimmen hatten. Umso mehr verwirrte es sie, dass seine Stimme seltsam rau und heiser war. Schön, aber tonlos und schwach.
Sie trat einen vorsichtigen Schritt auf ihn zu, blieb dann aber abrupt stehen, als sie sah, wie seine Augen sich zu schmalen Schlitzen verengten. Er sagte zwar nichts, aber diese kleine Geste kam einer Drohung gleich.
„Mein Name ist Yanna. Ich wandere schon länger durch Karns Wälder.“
Seine Augen schienen jedes Detail an ihr in sich aufzunehmen. Er musterte ihr dunkles Haar, nahm den bläulichen Schimmer zur Kenntnis.
„Du bist ein Mahr.“ Das war keine Frage, eher eine Feststellung.
Yanna versuchte aus seiner Stimme und seinem Blick herausfinden zu können, was er über sie dachte. Sie wusste, dass Nachtmahr nicht gerade ein sehr umgängliches Volk war. Und dass sie für die meisten anderen Völker unheimlich waren…
„Ja“, sagte sie deshalb. Es entsprach der Wahrheit, warum sollte sie es leugnen. „Ich bin jedoch bei einer kleinen Elfensippe in den Höhlen von Lossarzach aufgewachsen.“
Sie sah sofort, wie Schmerz, Wut und Trauer sich seiner bemächtigten.
„Was ist mit ihnen geschehen?“, keuchte er und ein herzzerreissendes Bangen und Flehen lag in seinem Blick.
Yanna schüttelte schwer den Kopf und senkte die Augen. „Ich weiss es nicht. Eines Tages waren sie plötzlich alle fort. Ich habe sie nie wieder gesehen.“
Sie hörte seinen lauten, rasselnden Atem und blickte besorgt zu ihm hinüber. „Sagt mir, Herr, wer Euch das angetan hat!“
Der Elf lachte mühsam auf, liess seinen Kopf schwer vor der blutdurchtränkten Brust baumeln. Seine Augen hatten sich verfinstert und ein Schatten sich auf sein Gesicht gelegt. „Tansar, der Verfluchte“, zischte der Elf. „Er will… meine Erinnerungen...mein Wissen...er will...mich“
Yanna versuchte seine Worte zu verstehen, doch sie vermochte es nicht.
„Sagt mir Euren Namen, Herr. Ich werde euren Angehörigen eine Nachricht zukommen lassen“, bat sie ihn.
Doch er sah sie nur aus müden Augen an und schüttelte den Kopf. „Ich habe keine Angehörigen mehr. Tansar hat sie alle getötet…“
Angst. Angst in seinen Augen.
Denn plötzlich schnappte er nach Luft und Yanna sah erschrocken, wie er zusammenbrach. Sie schob jeglichen Anstand von sich und eilte zu ihm.
Seine Augen waren halb geschlossen, die Lider flackerten. Er atmete schnell und flach, seine Wunde blutete wieder stark.
Yanna war sich nicht sicher, ob er es wirklich überleben würde. Und es schmerzte sie mehr, als sie erwartet hätte.
Da hörte sie ein schwaches Wispern, dass seine blassen Lippen verliess.
Er offenbarte ihr seinen Namen.
Isegrim.
Yanna hielt sich bestürzt die Hand vor den Mund, als sie den Namen erkannte und blickte ehrfürchtig in sein bleiches Antlitz.
Dieser Elf vor ihr, war also der verschollen geglaubte Elfenkönig aus Shârn...
Das wars leider schon ;)
Wie immer machen mich Rückmeldungen seeeehr glücklich (besonders jetzt -.-)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 16.05.2012, 23:16
na dann ,dein Kommi:
Es ist ein mega spannender Teil find ich und ich hab gar nicht bemerkt dass der Teil plötzlich aufgehört hat. ;-) Du kannst an dieser Stelle nicht aufhören!!!!
Ich will UNBEDINGT weiterlesen!!!!
Du schreibst da eine saumässig gute geschichte !!!
Weiiiiiiiiiiiteeeeeeeeeeeeeeer !!!!!Please!!!!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Susan - 17.05.2012, 17:22
ich LIEBE diesen teil
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ich will unbedingt bald weiterlesen, also beeil dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 18.05.2012, 12:57
GENAU!!!
Ganz schnell weiterschreiben!!!!
:tanz:
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 21.05.2012, 15:34
wow echt gut der teil!
mir gefällts dass du immer so spannend und geheimnisvoll schreibst, aber es ist echt fies von dir an so einer stelle aufzuhören!!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 21.05.2012, 20:57
Danke :)
Mysteriös zu schreiben ist meine Spezialität. Leider^^ Was anderes kann ich kaum :P
Ach, eine blöde Angwohnheit von mir :) Aber ich will ja meine Leser neugierig machen ;)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 25.05.2012, 09:39
was heißt hier böde angewohnheit?! ich finde gerade das macht die besten schreiber aus!wenn du uns nicht so auf die folter spannen würdest, wäre es doch total langweilig! außer dem wäre die geschichte nicht halb so gut, wenn du alles direkt am anfang erklähren würdest. also rede dir erst gar nicht ein das wäre eine "blöde angewohnheit" von dir! ich liebe nämlich deinen schreibstil! klar soweit?
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 25.05.2012, 20:15
Kommt auf den Typ an^^ Ich habe Leser, die mögen das gar nicht, wenn ich das mache -.-
Nun ja^^
Man kanns leider nicht allern Recht machen :) Ich persönlich mag diese Cliffhanger eben auch ganz gerne ;)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 25.05.2012, 21:13
Das glaub ich nich so ganz... ich mein ich reg mich ja auch immer über diese enden auf, aber das liegt daran, dass ich so unbedingt wissen will wies weiter geht. Aber trotzdem mag ich es, dass du so schreibst!
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 06.09.2012, 16:06
schreibst du noch weiter?
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 01.10.2012, 14:33
Ja, ich schreibe noch. Im Moment ist viel los, ich komm kaum zum schreiben, aber ich lass das nicht hängen ;D
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 04.10.2012, 13:09
Da bin ich ja beruhigt :)
ich freu mich schon auf den nächsten teil :D aber mach dir keinen stress
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 05.10.2012, 17:42
Geht klar :D
Hab schulisch zwar nicht allzuviel zu tun, bin aber auf Jobsuche ;)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 08.10.2012, 18:27
Hab heut grad das neue Kapi fertig geschrieben.
Es ist zieeeemlich lange geworden. Aber ich hoffe es gefällt :)
Vielleicht empfiehlt es sich die anderen Kapitel noch einmal zu lesen, ich hab ja schon irre lange nicht mehr geupdatet O.O
Shârn - Stadt des Königs
Es war eine Stimme, die ihn unsanft aus dem vernebelten Dämmerschlaf hinausriss.
„Yanna! * noch mal! Er ist ein Elf! Er gehört nicht hierher!“
Die Stimme klang schrill und barsch. Sie hatte diesen unangenehmen, keifenden Tonfall, der von Streitlust und Arroganz zeugte.
„Seit still, Mel!“, sagte eine leisere, angenehmere Stimme beschwichtigend. „Es soll uns nicht die ganze Stadt hören!“
Ein verächtliches Schnauben ertönte. Dann hektische Schritte.
„Das ist einfach nur typisch für dich, Yanna! Du hast den Kopf mal wieder irgendwo in den Wolken und erkennst nicht, was Realität ist.“
Die Schritte brachen ab.
Er spürte, dass jemand nahe zu ihm herangetreten war. Die düstere Präsenz des Nachtmahrs nahm er selbst mit geschlossenen Augen wahr. Er fühlte regelrecht die durchdringenden Blicke auf seinem Gesicht, doch er bewegte sich keinen Zoll.
„Yanna!“, sagte die keifende Stimme ein wenig sanfter. „Du bist keine von ihnen! Sieh ihn dir doch an!“
Abermals ertönten Schritte. Zögerliche, leise Schritte.
Yanna.
Das war die Frau, die ihn im Wald gefunden hatte. Wohin hatte sie ihn gebracht?
„Sieh dir seine Finger an. Sie sind ganz verschrammt.“
Eine kühle Hand griff nach der seinen, hob sie hoch.
„Überall Hornhaut. Er ist Bogenschütze.“
Die Hand liess ihn los.
„Und Schwertkämpfer auch. Schau dir seine kräftigen Handgelenke an.“
Finger strichen über seine Arme, als wollen sie die Muskeln unter der straffen, weissen Haut ertasten.
„Das ist ein Krieger, Yanna. Ein Elfenkrieger. Die töten alles was ihnen in die Quere kommt. Bestimmt hätte er auch dich getötet, wenn er nicht verwundet gewesen wäre!“
Yanna blickte auf den Elfen hinab, dem sie im Wald begegnet war. Hatte ihre Schwester Recht? Hätte er sie getötet, wenn er kräftig genug gewesen wäre?
Sie erinnerte sich an seinen feindseligen Blick, mit dem er sie gemustert hatte.
Dann wandte sie sich von ihm ab und seufzte.
Isegrim öffnete zögernd seine Augen.
Um ihn herum war es dämmerig. Er lag auf einem harten Lager, in einem kleinen Zimmer. Die Wand an seinem Rücken war seltsam dunkel. Als seine Finger vorsichtig über die Mauern strichen, merkte er dass alles voller Russ war. Es blieb an seinen Händen haften.
Aus den Augenwinkeln heraus erblickte er zwei Silhouetten, die sich schwarz von Schein des Feuers abhoben.
Yanna und ihre Schwester.
Yanna erkannte man sofort an ihrem seltsam blau schimmernden Haar, ihrer kleinen, kräftigen und dennoch schlanken Statur.
Die andere aber hatte rabenschwarzes Haar, war gross und mager.
Auch wenn ihre Gestalten sich nicht ähnelten, so glichen ihre Gesichter sich dennoch.
„Hat er dir deinen Namen, gesagt Yanna? Hat er gesagt, woher er kommt, oder weshalb er verletzt ist?“
Yanna senkte den Kopf und verneinte. „Er hat nicht mit mir gesprochen, Mel. Er war doch kaum bei Bewusstsein!“
In ihr schrie eine kleine Stimme, sie solle ihrer Schwester alles anvertrauen, was Isegrim ihr erzählt hatte. Doch etwas in ihr sträubte sich mit aller Macht dagegen.
Vielleicht war es der seltsame Blick, mit dem Melody den Elfen betrachtete.
Vielleicht war es auch einfach nur Angst und Misstrauen.
Also sagte Yanna nichts, obwohl sie sich dafür schämte.
Sein Herz begann urplötzlich wild zu pochen.
Ohne erklärlichen Grund hämmerte es gegen seine Brust und raubte ihm den Atem.
Panik überkam ihn, als eine düstere Ahnung ihn beschlich.
Er atmete keuchend ein, als der alte Schmerz in seiner Brust explodierte und eine Hitzewelle kochend heiss durch seine Venen flutete.
Seine Hand wanderte wie von selbst zitternd zu der Wunde, die Tansar ihm zugefügt hatte und schob sich unter den Verband.
Seine Finger ertasteten sich ihren Weg in das klaffende Loch in seiner Brust.
Schon spürte er das sanfte Pulsieren seines Geheimnisses, wie es pochte und zitterte. Doch als seine Finger das kalte Material berührten, schoss es ihm wie ein Blitz durch die Gedanken.
Es war zerstört. Zersplittert.
Ohne Vorwarnung überrollte ihn eine Erinnerung nach der anderen.
Bilder hagelten auf ihn ein, eine Flut von Empfindungen überkam ihn. Und er konnte nicht dagegen ankämpfen…
Yanna hörte plötzlich seinen schweren Atem und drehte sich erschrocken zu ihm um.
Er lag zwar noch immer auf seiner Liege, doch seine Brust hob und senkte sich angestrengt und scheinbar unter Schmerzen.
Sie sah seine Augenlider zucken. Sah, wie seine Hand sich unter den Verband schob und zittern zu seiner Wunde wanderte. Sie sah, wie in dem Moment, wo er in das klaffende Loch zu greifen schien, sein ganzer Körper zusammenzuckte, als hätte ein Blitz ihn getroffen.
„Yanna?! Yanna! Er wacht auf! *, tu was!“
Melody war aufgesprungen und starrte den hektisch keuchenden Elfen entsetzt an.
Yanna lief erst zögerlich, dann entschlossen zu Isegrim hinüber, beugte sich über ihn. „Herr!“, rief sie und packte ihn an der Schulter. „Herr, was ist mit Euch?“
Der Elf schlug die Augen mit einem Schlag auf. Er blickte Yanna an und diese erstarrte im selben Moment. Da war es wieder. Dieser Abgrund, der sich vor ihr auftrat. Dieses Gefühl auf offener See zu sein und keinen Halt zu haben, während irgendetwas versucht dich hinabzuziehen und sich die Wellen über deinem Kopf brechen und die Sonne immer kleiner und kleiner wird.
Yanna fühlte eben jenes Gefühl, dass so schwer zu benennen ist, aber immer wie ein Stich zwischen Bauch und Herzen zu sein scheint. Etwas, das wie Sehnsucht und Hunger, wie Übelkeit und Trauer zugleich ist…
Erst als sie eine kalte Hand um ihren Oberarm spürte, vermochte sie es sich von seinem Blick loszureissen.
Melody hatte sie von dem Elfen weg gezogen.
„Ich werde die Wachen rufen!“, kreischte die junge Frau. „Halt dich fern von ihm, Yanna!“
Ihre Schwester stolperte aus der kleinen Behausung hinaus.
„Mel, NEIN!!!“, brüllte Yanna verzweifelt, versuchte sie aufzuhalten, doch es war zu spät. Melody war bereits auf den Weg zu den Soldaten.
Yanna fühlte den Griff starker, jedoch zitternder Hände auf ihren Schultern. Sie drehte sich erschrocken um und sah dem Elfenkönig ins totenblasse, jedoch entschlossene Gesicht.
„Wo hast du mich hingebracht, Nachtmahr?“, fuhr er sie mit schwacher, jedoch ehrgebietender Stimme an. „Wo bin ich?“
Er betonte jede Silbe deutlich und mit einem drohenden Nachdruck. Dennoch fiel Yanna auf, dass er mit einem schwachen, melodiösen Akzent sprach.
Die Elfensprache des Ostens…
„In Shârn, mein Herr“, stotterte sie.
Isegrims Griff wurde schwächer. Sein Blick wanderte einen Moment über die mit Russ befleckten Wände. „Sâbnay“, flüsterte er heisser. „Was habt ihr bloss getan…“
Er senkte schwer den Kopf. Sein helles Haar verdeckte sein Gesicht, er stützte sich nun mehr auf Yanna ab.
„Mein Herr, was ist mit Euch? Habt Ihr Schmerzen?“, fragte diese zögerlich.
Der Elf jedoch schüttelte nur schwer sein Haupt.
„Ich muss zum östlichen Tor und über die Brücke. Zu den Wäldern am Fusse des… Gebirges. Ich weiss nicht, wie ihr dieses in eurer Sprache nennt.“
Diese Feststellung kam Yanna irgendwie albern vor. Trotzdem antwortete sie höflich: „Wir nennen es Gebirge, mein Herr.“
Warum sollten sie den Bergen auch einen Namen geben?! Dass man Städten Namen gab, hatte eine gewisse Logik, aber Gebirge? Das war schliesslich das einzige Gebirge im Umkreis von mehreren hunderten Meilen. So weit weg würde wohl kaum einer von ihnen gehen, ausser die Gaukler, Pilger und die Söldner. Wenn man „Gebirge“ sagte, wusste hier also jeder, was gemeint war.
Als Isegrim sich aufrichtete, glaubte Yanna einen belustigten Funken in seinen Augen erkennen zu können.
Doch er lächelte nicht, schloss für einen Moment mit verzerrtem Gesicht die Augen.
Auch wenn er es nicht gesagt hatte. Yanna wusste, dass er Schmerzen hatte.
Grosse Schmerzen…
„Wo ist mein Schwert? Und mein Bogen?“, fragte er dann jedoch mit leiser Stimme.
Yanna reicht ihm beides.
„Seid Ihr sicher, dass Ihr…“, sie verkniff sich die Bemerkung, die sie hatte von sich geben wollen. Einen Elfenkönig zu fragen, ob er es ohne Hilfe alleine durch die Stadt schafft, schien ihr doch etwas…unhöflich. „Es gibt hier viele Soldaten, Herr. Die mögen Elfen nicht besonders. Viele sagen, Ihr, der Elfenkönig, seid tot. Wenn man Euch fände, dann…“
„Ich weiss“, antwortete der Elf.
Er blickte ihr noch einmal in die Augen. „Und ich weiss nun auch, dass es Mahre gibt, die anders sind, als ich glaubte. Ich danke dir.“
Dann verliess er das Haus…
Die Mittagssonne schien herbstlich warm, wenn auch eine frische Brise ihm durch das Haar fuhr. Für einen Moment, als er den ersten Schritt auf die Strasse hinausmachte, liess er seinen Blick herumschweifen. Ja, das war seine Stadt. Nun wusste er, wo er sich befand und wusste auch, wohin er gehen musste um zum östlichen Tor, zur Brücke zu gelangen.
Er schritt durch die Strassen, entschlossen, jedoch nicht so schnell, wie er es sich gewünscht hätte. Die Wunde behinderte ihn. Die Schmerzen in seinem Kopf behinderten ihn. Die ständig umherschwirrenden Erinnerungen behinderten ihn, begannen sich mit der Realität zu vermischen.
Er hoffte inständig bei Sinnen bleiben zu können und das Tor zu erreichen, bevor die unkontrollierte Flut der Erinnerungen ihn überschwemmen würde.
Es war zerbrochen. Und das machte es so gefährlich. So willkürlich und ungezähmt.
Er würde es nicht aufhalten können. Nicht in dieser Situation.
Isegrim schob sich die Kapuze seines Mantels über den Kopf. Sein verräterisch helles Haar und sein bleiches Antlitz hoben ihn deutlich von einem durchschnittlichen Mahr ab. Seine Kleidung war bereits auffällig, ganz zu schweigen von dem Bogen und dem Schwert.
Jedoch war die Dunkelheit auf seiner Seite, denn obwohl die Nacht beinahe vorüber war, stand die Sonne noch tief am Horizont. Nur wenige, schwache Strahlen des Morgenlichtes erhellten wage die mit Russ befleckten Häuser.
Er konnte nur hoffen, dass ihn niemand erkannte und er keinem Soldatentrupp über den Weg lief. Letzteres könnte sich als echte Herausforderung entpuppen, denn dies waren kriegerische Zeiten und das Volk der Mahre war an sich schon ziemlich…gelinde ausgedrückt: Aggressiv.
…
Yanna starrte lange auf die Stelle, wo er gestanden und ihr für ihre Hilfe gedankt hatte. Sie hatte es nicht erwartet.
Sie hatte nicht erwartet, dass er trotz seiner Verletzung gehen konnte.
Sie hatte nicht erwartet, dass er ihr danken würde, obwohl sie ihn sozusagen ins Territorium der Mahre gebracht hatte.
Sie hatte nicht erwartet, dass er so schnell verschwinden würde, es wagen könnte, durch die von Soldaten nur so überflutete Stadt zu gehen, um das streng bewachte Tor zu passieren. Das war wahnsinnig!
Sie hatte nicht erwartet, dass jemand, den sie so kurz kannte, so beeindrucken konnte…
Er hatte ihr nicht viel mehr hingebracht als höfliche Arroganz, leider berechtigtes Misstrauen und so was wie schwache Dankbarkeit.
Dennoch war sie wie erfüllt von seinem ganzen Wesen. Denn sie hatte bemerkt, dass sich hinter seinem Blick viel mehr verbarg.
Da war diese Tiefe von unendlichem, unbegrenztem Wissen.
Da war diese Weite eines klaren, aufgeweckten Geistes.
Da war diese gefährliche Anmut und ebenso diese Sanftheit und Wärme.
Und da war auch das Wesen eines Kriegers. Die kühle Unerreichbarkeit, die scharfe Klarheit, die Grausamkeit, die sich gegen alles richtete, was seinen Zorn entfachte.
So viele Jahre hatte Yanna mit Elfen zusammengelebt. Dennoch glaubte sie in diesem Moment, dass sie vor Isegrim noch nie einen Elfen gesehen hatte.
Sie würde ihr Leben für ihn hingeben.
Yanna erschrak bei dem Gedanken, der urplötzlich in der Verwirrtheit ihres Herzens aufgetaucht war.
Und doch erkannte sie seine Aufrichtigkeit.
Sie würde sterben, für diesen Elfen, den sie noch nicht mal einen Tag lang kannte…
…
Es war zu erwarten gewesen.
Dass er in dieser Stadt, wo anscheinend jeder Mann ein Soldat war, nicht auf mindestens einen Trupp stossen würde, hätte doch beinahe an ein Wunder gegrenzt.
Die Soldaten, es waren ein gutes Dutzend, standen ungünstiger Weise genau zwischen ihm und dem Tor.
Das war wirklich…unvorteilhaft für ihn.
Fieberhaft überlegte der Elf, wie er unbemerkt an ihnen vorbei kommen könnte.
Die Dunkelheit schützte ihn nunmehr kaum. Die Morgensonne stand bereits am Himmel und auch wenn es noch etwas dämmerig war, leuchteten seine Haut und sein Haar hell im trüben Licht auf.
Er durfte nicht länger hier verweilen und darauf hoffen, dass der Trupp weiterzog. Denn er spürte bereits, wie die Realität langsam verblasste und verschwamm und die Erinnerungen übermächtig wurden. Eine Weile würde er es noch bekämpfen können, doch nicht mehr lange…
Isegrim liess seinen Blick herumschweifen. Mit zusammengekniffenen Augen musterte er die Soldaten, die Strassen, die Häuser und die wenigen Leute, die schon unterwegs waren.
Zwölf Soldaten.
Wenn er sehr schnell war, würde er fünf von ihnen mit seinen Pfeilen töten können, bevor jemand Alarm gab.
Er lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand.
In seinem Kopf kreischten die Erinnerungen, sein Blick verschwamm zunehmend und längst vergangene und vergessene Bilder vermischten sich mit dem, was er vor sich sah. Isegrim griff nach seinem Bogen, liess ihn jedoch gleich wieder sinken.
Nein, in diesem Zustand würde er nicht einmal einen der Soldaten treffen.
Es begann wieder.
Er spürte es in all seinen Venen.
Der Schmerz kam urplötzlich und durchflutete ihn wie die Brandung.
Sein Körper krümmte sich zusammen, nur schwer konnte er einen Aufschrei unterdrücken. Es war ihm, als ob jeder einzelne Splitter sich wie zerbrochenes Glas durch seine Adern bohren würde.
Er faste sich mit der Hand an die Brust, atmete schwer, versuchte die Kontrolle wieder zu erlangen.
Es hatte keinen Zweck.
Als er die Hand wieder hob, rann ihm das Blut den Arm hinunter.
Die Wunde war wieder aufgerissen.
…
Yannas Atem ging schnell und keuchend.
Ihr Blick durchforstete jeden Zoll der Strasse, die sie hinabrannte.
Wo war dieser verfluchte Elf?!
Sie hätte ihn nicht gehen lassen dürfen, hätte ihn verstecken müssen!
Die Angst um ihn machte sie fast wahnsinnig.
Und gleichzeitig wunderte sie sich über ihr eigenes, hektisches Verhalten. Wieso war ihr dieser Krieger so wichtig? Wieso sorgte sie sich um ihn, als ob er ihr Bruder oder ihr eigener Vater wäre?
Sie bog in eine kleine Seitengasse. Eine Abkürzung um schneller zum Tor zu gelangen. Ob er es schon passiert hatte?
Dann blieb sie stehen.
Sie vernahm dumpfe Geräusche. Flüche. Metall auf Metall.
Ihr Herzschlag beschleunigte sich. Schneller noch als vorher rannte sie weiter, bis die Gasse endete und sich vor ihr ein Bild eröffnete, das sie wohl ihren Lebtag lang nicht vergessen würde.
Da war er, der Elf, der König.
In seiner Rechten ein gleissendes Schwert, die Linke blutbefleckt. Das Gesicht schmerzverzerrt, jedoch von glühendem Hass erfüllt. Der Körper gekrümmt und zitternd, die Augen wie wahnsinnig umherirrend.
Und doch kämpfte er, wie sie noch nie jemanden kämpfen gesehen hatte.
Er schlug sich förmlich eine Schneise durch die heranrückenden Soldaten.
Er parierte Hiebe, die von allen Seiten kamen, ohne seinen Blick dorthin zu lenken.
Dennoch. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Immer wieder zuckte er zusammen, kniff die Augen zusammen, riss diese wieder auf.
Yanna sah mit entsetzten, wie einer der Soldaten seine Armbrust spannte, den Bolzen anlegte und…
Isegrim fuhr herum, als der Pfeil haarscharf an seiner Kehle vorbeizischte und gegen die gegenüberliegende Hauswand krachte.
Sein Blick suchte den des Soldaten.
Wässeriges Blau traf sich mit erdigem Braun.
Das Schwert fiel klirrend zu Boden und der Elf sackte in sich zusammen, die Hände fest auf die Wunde gelegt, aus der wieder Blut hervorquoll.
Seine Augen waren wie die eines Toten.
Starr, ohne Leben, irgendwo ins Nichts gerichtet.
Yanna krampfte es das Herz zusammen.
Die Soldaten packten den am Rande der Ohnmacht schwebenden Elfen an den Armen und zogen ihn unsanft hoch.
Sein Kopf baumelte ihm schwer vor der Brust, nur mit sichtlicher Mühe vermochte er ihn zu heben. Seine Lippen bewegten sich schwach, als ob er geheime Worte zu wispern schien. Nur seine Augen blieben, starr und ohne Leben.
Der Soldat mit der Armbrust spannte die Sehne hinter den Hahn und legte erneut einen Bolzen auf.
Yanna rannte. Sie rannte, wie sie noch nie gerannt war und zog ihm laufen ihren Dolch aus dem Gürtel.
Auch wenn auf Verrat die Todesstrafe stand. Das war ihr egal.
Sie würde nicht zusehen, wie der Elf hingerichtet wurde. Niemals.
Der Soldat hob seine Waffe und richtete sie auf den nun mehr wehrlosen Elfen.
Yanna stürzte sich mit einem zornigen Aufschrei auf ihn. Sie spürte wie die Klinge ihres Dolches sich tief in das Fleisch des Soldaten grub. Und es erfüllte sie mit einer nie gekannten Genugtuung.
Solange sie da war, würde sie den König verteidigen.
Würde für ihn sterben.
Der Soldat krachte auf seine Knie und Yanna wandte sich vor Zorn sprühend um.
Sie sah noch, wie der Mahr vor ihr sein Schild hob.
Zu spät.
Schwer krachte das Holz auf ihren Kopf und sie versank in tiefe Bewusstlosigkeit.
Isegrims verschwommener Blick ruhte für einen Moment auf dem regungslosen Gesicht des Mädchens, das ihr Leben für ihn riskiert hatte.
Mit einem letzten Kraftakt, bäumte er sich auf, auch wenn sein ganzer Körper dabei schrie vor Schmerzen.
Es hatte keinen Zweck.
Zu viele Hände hielten ihn fest, zu schwach waren seine Glieder.
Und die nächste Welle überrollte ihn, zog ihn mit sich ins Reich des Vergessens…
Eine Gestalt trat aus dem Schatten der Gasse.
Isegrim nahm sie verschwommen wahr.
Ein Mahr. Jung. Dunkelbraunes Haar. Tiefgrüne funkelnde Augen. Narben.
Schweigend sah er den schwindenden Elfen an.
Dann zwinkerte ihm unmerklich zu und verschwand in der Dunkelheit der Strasse…
So, ich hoffe es war spannend. Wie immer freue ich mich riesig über ein Kommi, auch wenn ich eine untreue Tomate war und euch so lang hab warten lassen :(
Es darf auch gerne spekuliert werden. Oder kritisiert ;)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 19.10.2012, 00:28
Heii Luthien
YA das Kapi gefällt mir (wie imma)
allerdings find ich dases obwohl es ziemlich lang is nicht viel Erzählstoff hat... hauptsächlich gehts ja darum dass er aus der Stadt fliehen möchte... und das ende is...ich hab angst um
Yanna! Bitte nicht töten!!!
Also am Anfang is das kapitel
ganz nett und am
schluss ises WOW... gemixt= Perfekt :-)
Also dann mal schnell weitaschreiben ich bleibe deine Leserin :-)
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Jully - 17.12.2012, 23:55
Das Kapitel ist echt toll geworden! Mit jedem neuen Kapitel gefällt mir die Geschichte besser! Weiter so!
Ich freu mich schon auf den nächsten Teil
LG jully
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Elli-jojo - 21.12.2012, 19:28
Bidddde Bidde luthien shreib weidda!!!
*hündchenblick*
Re: Isegrim - Kampf der Erinnerung
Luthien - 25.12.2012, 00:29
mach ich ja :D aber ich bin im moment mit anderem hintendrein, dass ich noch aufholen muss :D
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Anny Wings (6. Klasse, Gryffindor) - Anny Wings (Donnerstag 02.10.2008)
´I walk this lonly road...´ - BillieJoeArmstrong (Mittwoch 23.03.2005)
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