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Re: Wie die populärsten Drogen wirken
Yuri - 02.11.2005, 22:36Wie die populärsten Drogen wirken
Kokain
Kokain, auch Fickpuder genannt, gilt als die Gesellschaftsdroge Nr. 1.
Sie suggeriert dem Konsumenten, ein extrem gutaussehender, höchst
eloquenter Nobelpreisträger mit der sexuellen Anziehungskraft eines
schwarzen Loches zu sein. Auf jemanden, der kein Kokain genommen hat,
wirkt das eher wie ein exkommunizierter Trappistenmönch, der weiße
Puderreste an den Nasenlöchern hat und sich um Kopf und Kragen
quasselt.
Kokain steigert das Mitteilungsbedürfnis, lähmt aber in gleichem Masse
die Selbstkritik, was dazu führt, dass man jeden chemischen Kurzschluß
im Kleinhirn für bares Geld hält und meint, daß er umgehend einer
breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden muß. Kokaingenuß ist die
Hauptursache für Rap-Lyrik, Performances und die Gesamtwerke von
Rainer Werner Fassbinder und Hermann Göring.
Für den Kokaingenuß in der Öffentlichkeit gelten ganz besondere
Umgangsformen. So sollten Sie es vermeiden, wenn Sie sich auf einer
wilden Party mit anderen Kokainisten befinden, dort eine ein Meter
lange Koksstraße auf den Tisch zu legen und zu verkünden: "Die ist
jetzt ganz für mich allein!" Gehen Sie lieber aufs Klo. Aber auch
dabei ist Vorsicht geboten! Sie können nicht 15 Minuten lang die
einzige Toilette des Hauses blockieren, dabei Geräusche wie ein
Industriestaubsauger machen und glauben, Sie kämen ungeschoren davon.
Führen Sie deshalb immer einige Briefchen mit ungelöschtem Kalk mit
sich, die sie nachher großzügig an Ihre Freunde verteilen können.
Sex auf Kokain ist in der Tat eine Angelegenheit höherer
Vergnügungsordnung. Dazu nur eines: Falls Sie jemals das Gerücht
gehört haben, daß ein männliches Glied durch Kokaingenuß so hart
werden kann, daß man damit einen gefrorenen Acker umpflügen kann: das
stimmt!
Wie man die Wirkung von Kokain simuliert:
Vier Tütchen Nescafe mit einer Tafel Schokolade aufkochen, auf Ex trinken.
Aktivitäten:
Freeclimbing, Volksreden, Zehnkampf.
Musik:
Richard Wagner, "Walkürenritt".
LSD
LSD ist definitiv *keine* Gesellschaftsdroge. Menschen unter Wirkung
von LSD neigen zu Introvertiertheit, Absencen, trinken weinig Alkohol
und spielen ungern Skat. Sie sind vielmehr mit universellen Fragen und
existenzphilosophischen Problemen oberster Ordnung beschäftigt, dabei
läßt sich nun mal schlecht kegeln. Unter LSD sollte man auch
sportliche Aktivitäten wie Völkerball oder Formationstanz meiden und
sich außerdem von öffentlichen Auftritten fernhalten (Büttenreden,
Kanzelpredigten).
Seien Sie unter der Wirkung dieser Droge auf alles gefaßt! Von kleinen
singenden Männern, die auf ihrem Kopf eine Kathedrale errichten,
sollten Sie sich nicht irritieren lassen. Und wenn Sie in den Spiegel
sehen und dort Charles Manson erblicken, schenken Sie dem einfach
keine Beachtung. Sie sind nur auf dem "HORROR". Das geht vorbei, in
zirka 10 bis 48 Stunden. Entspannen Sie sich! Legen Sie einfach eine
Platte auf und *fühlen* Sie ein bisschen Musik. Das geht! Auf LSD geht
alles! Fühlen sie, wie die Harmonien Ihren Körper umspülen, durch Ihre
Gehörgänge in ihr Gehirn kriechen und sich dort in kleine fette Würmer
mit dem Gesicht von Charles Manson verwandeln, denn Sie sind ja immer
noch auf "HORROR". Dagegen helfen kalte , zuckerhaltige Getränke.
Trinken Sie ein Glas Limonade und spüren Sie dabei, daß Sie fünf
Lippen haben. Das bringt Sie ganz schön auf "HORROR", was? Lassen sie
ein paar andere LSD-Konsumenten an ihren paranoiden Wahnvorstellungen
teilhaben, das geht ganz leicht. Erzeugen Sie irritierende Geräusche
(etwa mit dem Fingernagel unter der Tischplatte), murmeln Sie mit
verstellter Stimme Sätze bedrohlichen Inhalts, stellen sie sich doof,
wenn man Sie fragt, ob Sie etwas gehört hätten. Oder schildern sie
einfach Ihre eigenen Halluzinationen und erzählen Sie von Ihrem
"Kumpel", der vom "gleichen Stoff" dermaßen draufgekommen ist, daß er
jetzt in einer Gummizelle die Spinnen an der Wand zählt. Das genügt
manchmal schon, um einen eben noch im Einklang mit dem Universum
befindlichen LSD-Astronauten in ein kreischendes Nervenbündel zu
verwandeln.
Wie man die Wirkung von LSD simuliert:
Hinlegen. Fünfzehn Minuten hyperventilieren und zwei Gauloises
gleichzeitig auf Lunge rauchen.
Aktivitäten:
Liegenbleiben. Eventuell onanieren.
Musik:
Walgesänge
Stechapfel
Wenn Sie Wert darauf legen sollten, sich einmal zu fühlen wie der
Hauptdarsteller in einem Hieronymus-Bosch-Gemälde, dann brauen sie
sich einfach einen Stechapfeltee. Diese nicht zu unterschätzende
Naturdroge wächst in jedem besseren deutschen Gehölz und fällt nicht
unter das Betäubungsmittelgesetz! Vorsicht allerdings bei der
Dosierung! Es gilt die Faustregel: Wenn ungefähr einen Stunde nach
Einnahme der Droge die gesamte Belegschaft der "Versuchung des
heiligen Antonius" auf einen Sprung vorbeikommt, war die Dosierung
richtig; wenn Sie mit Schaum vor dem Mund an eine Tragbahre geschnallt
zum Notarztwagen getragen werden, zu hoch. In beiden Fällen werden Sie
eine interessante Zeit haben - wenn sie es interessant finden zu
wissen, wie sich ein klinischer Paranoiker auf der Höhe eines
schizoiden Schubes fühlt. Die schlimmsten Halluzinationen klingen oft
schon nach einigen Tagen ab.
Wie man die Wirkung von Stechapfel simuliert:
Mit verdorbenen Fischkonserven lassen sich sehr ähnliche Resultate erzielen.
Aktivitäten:
Besenritte, schwarze Messen.
Musik:
Carl Orff, Black Sabbath.
Pilze
Die mildesten Ergebnisse erzielen Sie mit Champignons, die wildesten
mit Fliegenpilzen. Etwa in der Mitte liegen die Psilozybin-Pilze,
kleine unscheinbare Gesellen mit manchmal magischer Wirkung. Doch
keine Angst - wenn LSD der Porsche unter den bewußtseinserweiternden
Drogen ist, dann ist Psilozybin das Fahrrad. Das bedeutet, die Grenzen
der Wahrnehmung werden nie so drastisch erweitert, daß man glaubt, man
habe fünf Lippen - drei Lippen sind das Höchste. Falls Sie die Pilze
richtig dosiert haben, werden Sie bald eine nie gekannte Liebe für
alle Lebensformen spüren: für Menschen, für Tiere, für Pflanzen und
besonders für Pilze.
Wie man die Wirkung von Pilzen simuliert:
Wie LSD, aber mit Leichtzigaretten.
Aktivitäten:
Pilze sammeln.
Musik:
Beatles.
XTC
XTC wirkt ungefähr so wie alle bekannten Rauschdrogen zusammen,
entsprechend wird es auch hergestellt: Man schüttet zu gleichen
Anteilen Heroin, Koks, Benzedrin, LSD und eine Flasche Southern
Comfort in einen Eimer, dann wird kräftig gerührt. Ähnlich umfassend
ist auch der Kater: Sie können noch nach 3 Tagen ihre Leber brummen
hören. XTC bringt die Hurra-Atome im Gehirn zur Schwingung. Man
entwickelt Allmachtsphantasien und hält sich für das
Zentralsexualorgan des Universums. Nehmen Sie XTC nur in Gesellschaft
möglichst vieler Sexualpartner ein, das Geschlecht oder die Tierart
spielt dabei keine Rolle. Sollten Sie den Fehler gemacht haben, die
Droge alleine eingenommen zu haben, gibt es nur eine Empfehlung:
Ziehen sie sich nackt aus, laufen sie in den Park und vögeln Sie einen
Baum.
Wie man die Wirkung von XTC simuliert:
Schütten sie zu gleiche Anteilen Heroin, Koks, Benzedrin, LSD und eine
Flasche Southern Comfort in einen Eimer, kräftig umrühren.
Aktivitäten:
Tanzen, ficken. Oder beim Tanzen ficken.
Musik:
Zu laut.
Haschisch
Haschisch ist keine Droge, sondern ein homöopathisches Mittel, das
einer Dämonisierungskampagne zum Opfer gefallen ist. Unter
Haschischeinfluß dehnt sich das Raum-Zeit-Kontinuum um 500 Prozent,
d.h., man kann bei konsequentem Haschischkonsum 400 Jahre alt werden,
mehr als bei jeder anderen Droge.
Wie man die Wirkung von Haschisch simuliert:
Schwierig.
Aktivitäten:
Mehr Haschisch rauchen.
Musik:
Ja, gerne.
Heroin
Sind Sie lebensmüde, aber zu feige zum Sterben? Dann dürfte Heroin
genau das richtige für Sie sein. Ein Heroinkick gibt Ihnen all die
Liebe, die Sie von Ihrer Stiefmutter nicht bekommen haben. Das ist wie
während eines multiplen Orgasmusses zu erfahren, das man den
Nobelpreis verliehen bekommt. Sie müssen als Gegenleistung nur
gelegentlich ein paar gelähmte alte Damen niederstrecken und ausrauben
oder Ihr Geschlecht in einer übel beleumdeten Bahnhofsgegend einer
Meute von Randexistenzen feilbieten. Wenn Ihnen das zu anstrengend
ist, können Sie ja ein paar Heroinverherrlichungsschallplatten
aufnehmen, die gehen immer wie geschnittenes Brot. Reich, fett und
nach einer Frischzellenkur von der Droge geheilt, können sie dann eine
Heroinverdammungsschalltlatte aufnehmen, die laufen noch besser und
werden kostenlos vom Gesundheitsministerium mit farbigen Broschüren
unterstützt.
Wie man die Wirkung von Heroin simuliert:
Lösen Sie eine Familienpackung Baldrian in einer Flasche Pernod auf,
trinken Sie alles zügig mit einem Strohhalm aus und schlagen Sie sich
die Flasche über den Schädel. Das wirkt zwar nicht ganz so wie Heroin,
macht dafür aber auch nicht süchtig.
Crack
Crack-Atome gelten als die Roten Kämpfer unter den Drogenmolekülen:
Sie dringen überfallartig ins Gehirn ein und killen dort alles, was
sich bewegt. Das überträgt sich auch auf den Konsumenten: Man möchte
am liebsten irgendwo eindringen und dort alles killen, was sich
bewegt.
Wie man die Wirkung von Crack simuliert:
Eine Tube Pattex in einer Flasche Domestos auflösen, intravenös injizieren.
Aktivitäten:
Säurenattentate, Bandenkriege.
Musik:
Möglichst von Negern.
Opium
Typische Chinesendroge, konnte sich auf dem internationalen Markt nie
richtig durchsetzen, genau wie Hundeessen, Studentenmassaker und Mao
Tse-tung.
Wie man die Wirkung von Opium simuliert:
Wie Heroin.
Aktivitäten:
Keine.
Musik:
Egal.
Alkohol
Alkoholiker sind die Handwerker unter den Drogenabhängigen. Der
Alkohlrausch ist der einzige Rausch, den man schichtweise hochziehen
kann wie eine Backsteinmauer. Einmal errichtet, bildet er einen
soliden Schutzwall gegen das Elend der Welt, gegen Schmerz, Not und
Frauenblusen mit Männernamen. Alkohol beseitigt außerdem nicht nur
unnötige Hemmungen und moralische Bedenken, er schränkt auch noch die
Schuldfähigkeit ein: Schlachten Sie ruhig Ihre Familie mit dem
Schlagbohrer ab, häuten Sie einen Polizisten mit einem Käsehobel oder
zünden Sie ein Asylantenheim an - aber genehmigen sie sich vorher um
Gottes Willen eine Flasche Reisschnaps, dann kommen Sie mit ein paar
Monaten auf Bewährung davon.
Wie man Alkohol herstellt:
Eine Badewanne voll Weintrauben mit 5 Eimern Zucker einen Monat lang
gären lassen. Trinken.
Aktivitäten:
Lallen, kotzen.
Musik:
Serge Gainsborough, The Pogues.
Sonstiges
Für Valium, Captagon, Valeron, Codein und ähnliche Pharmazeutische
Erzeugnisse gilt, was für alle halbwegs legal erhältlichen Drogen
gilt: Finger weg, das ist was für Spießer. Wie kann etwas Spaß machen,
das der Hausarzt verschreibt? Es sei denn, sie klauen die Pillen. Das
ist dann wieder cool.
Der Flashback
Ein Flashback ist ein sehr rares Phänomen, das nach Konsum von LSD
auftreten kann: Tage, Wochen, ja Monate nach Genuß der Droge kommt die
halluzinogene Wirkung mit voller Wucht zurück. Das kann, je nachdem,
eine willkommene Gratisüberraschung oder eine Geisterbahnfahrt werden,
kommt darauf an, wo Sie sich gerade befinden. Sollten sie der
Ehrengast einer Drogenverdammungsveranstaltung sein oder ein
Passagierflugzeug durch ein Andengewitter steuern, dann versuchen Sie
Ruhe zu bewahren. Oder besser: Drehen Sie einfach durch und schreien
Sie nach dem Notarzt.
(*g* Sapay) Wern eh schu olle kennen... obo wos solls
Re: Wie die populärsten Drogen wirken
Sapay - 02.11.2005, 22:40
olle net ober die meisten...geil isches decht :lol:
Re: Wie die populärsten Drogen wirken
Manni - 02.11.2005, 22:43
weilmer grod ban thema sain ........ holt smoky joe
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