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Re: Walfang in Japan
cyrusn - 19.11.2007, 17:15Walfang in Japan
Hier ein passender artikel dazu. :( :( :( :( :( :( :( :(
Japans Walfang
Asiens Supermacht ignoriert notorisch internationale Beschlüsse
Japan ignoriert hartnäckig das Walfangverbot von 1986 und hat seitdem über 13.000 Großwale getötet. Für 2007 setzte Japan eigenmächtig eine Fangquote für 1.010 Minkewale (160 im Nordpazifik + 850 im Antarktis-Schutzgebiet), 50 Bryde- und 100 Seiwale, 10 Pottwale sowie je 50 Finn- und Buckelwale fest. Japan erweitert sein Walfangprogramm seit Jahren schamlos: Die Fangquoten werden seit Jahren erhöht, und immer neue Arten - wie die hochbedrohten Finn- und Buckelwale - werden ins Visier genommen.
Weltgrößter Absatzmarkt für Walprodukte
Walfleisch ist in Japan nicht, wie gerne dargestellt, ein benötigtes Nahrungsmittel, sondern eine teure Delikatesse: In japanischen Feinschmecker-Restaurants lässt sich nahezu jedes Körperteil eines Wales zu Geld machen (Verkaufspreise bis 350 US$/kg Walfleisch). Jahrzehntelang konnte die hohe Nachfrage nach Walfleisch nicht durch die offiziellen Fangquoten der Regierung gedeckt werden. Entsprechend gelangte auch das Fleisch illegal gefangener Tiere (z.B. Buckel- und Grauwale) in die Gourmet-Tempel. Auch das Fleisch zehntausender Kleinwale und Delfine , eigentlich als minderwertig angesehen, landet - zu “Walfleisch” umdeklariert - im Handel. Etwa 10% der Walprodukte sind falsch deklariert, fast 60% haben gar keine Angaben zur Art. In den letzten paar Jahren jedoch sank die Nachfrage nach Walprodukten in Japan deutlich, und erstmals blieben Walfleisch und -Speck in den Lagerhallen liegen. Die Ursachen sind einerseits der Rückgang der Kaufkraft in Japan sowie die Verunsicherung der Verbraucher durch die alarmierenden Meldungen, dass Walfleisch sehr stark mit Schadstoffen (z.B. Dioxin, Quecksilber, polychlorierte Biphenyle etc.) belastet ist.
"Wissenschaft" als Deckmantel für Walfang
Für die Wissenschaft gesteht die Internationale Walfangkommission (IWC) Fangquoten zu - Ein Schlupfloch, das Japan zu nutzen weiß: Gleich zwei fadenscheinige Forschungsprogramme Japans kosten jährlich hunderte Wale das Leben: Unter “JARPA” werden in der Antarktis 440 Zwergwale gejagt. “JARPN II” umfasst im Nordpazifik 100 Zwergwale, je 50 Pott- und Brydewale sowie 50 Seiwale. Künftig will Japan sogar inder Antarktis Finn- und Buckelwale fangen. Die "Forschungsobjekte" werden noch auf hoher See im Fabrikschiff zu handelsfreundlichen Paketen zerlegt und verpackt und tauchen später in japanischen Gourmetshops und Edelrestaurants auf. Der wissenschaftliche Wert dieser Studien wird deshalb auch international angezweifelt, und die IWC fordert regelmäßig von Japan, seine “Forschungsprogramme” einzustellen. Die vorgeblichen Untersuchungen des Mageninhalts der Wale z.B. dienen wohl v.a. der fadenscheinigen Erklärung, die Meeresriesen würden zu große Mengen an Krill und Plankton fressen und so die Leerfischung der Meere verursachen - nach japanischer Logik ein Grund mehr, Walfang zu betreiben. PRO WILDLIFE hat die Behauptung Japans, Wale würden den Fischern den Fisch wegfressen, in der Studie “Running out of Fish - Who is responsible for the Plundering of the Oceans?” widerlegt. Die PRO WILDLIFE-Studie diente inzwischen in zahlreichen internationalen Gremien als wichtiger Gegenbeweis zu Japans fadenscheiniger Hypothese.
... Download PRO WILDLIFE-Studie “Running out of Fish” (pdf)
Grausame Tötungsmethoden
Die rauhe See in den Fanggebieten v.a. um die Antarktis lässt ein genaues Zielen der Harpuniere kaum zu. Insofern verwundert es kaum, dass zwei Drittel der Wale von der ersten Explosivharpune zwar schmerzhafte Verletzungen davontragen, aber nicht gleich getötet wird. Nachdem der Einsatz von Elektrolanzen als Zweitmethode aufgrund ihrer tierquälerischen Wirkung von der IWC kritisiert wurde, töten die japanischen Walfänger angeschossene Tiere nun mit einer zweiten Harpune - wie dies auch im Walfang Norwegens üblich ist. Der Todeskampf mancher Tiere kann sich über eine Stunde hinziehen. Einige Wissenschaftler kritisieren, japanische Harpuniere seien angewiesen, nicht auf den Kopf des Tieres zu zielen, wo eine sofortige Tötung am wahrscheinlichsten sei. Der Grund für diese Anordnung soll das besonders begehrte Fleisch des Kopfes sein, das durch einen Harpunenschuss verloren ginge.
Auch Blauwale - frisch auf den Tisch?
Immer wieder stießen Artenschutzorganisationen bei genetischen Untersuchungen von Walfleischproben aus japanischen Supermärkten und Restaurants auch auf Fleisch so bedrohter und streng geschützter Arten wie Blau-, Finn- und Grauwal. Auch das Fleisch von international ungeschützten Delfinen wird fälschlicherweise als "Walfleisch" deklariert, um es zu höheren Preisen verkaufen zu können. Zudem konnten immer wieder Proben von Walfleisch aus Norwegen nachgewiesen werden - Fleisch, das offensichtlich entgegen dem Handelsverbot eingeschmuggelt worden war. Obwohl die japanische Regierung keine Erklärung für diese immer wiederkehrenden Vorfälle hat, pocht sie auch weiterhin auf eine Ausweitung ihrer Walfangaktivitäten. Darüber hinaus verweigert die japanische Delegation bei den IWC-Tagungen jegliche Zugeständnisse bei der Diskussion, wie im Rahmen eines zukünftigen Bewirtschaftungsplans internationale Kontrollen ablaufen sollen. Eine Lockerung des Walfangverbots hätte angesichts solch chronischer Rücksichtslosigkeit verheerende Folgen.
Japans zweifelhafte "Entwicklungshilfe"
Japans "Entwicklungshilfe" ist alles andere als uneigennützig: Ein Milliarden-Dollar-Geldregen an kleine Staaten der Karibik und zunehmend auch in Asien und Afrika bewirkte eine auffallende Positionsänderung dieser Länder in internationalen Gremien: So stimmen die karibischen Inseln Antigua & Barbuda, Dominica, Grenada, St. Lucia, St. Vincent & die Grenadines, Salomonen und St. Kitts seit Mitte der 90er Jahre bei den Abstimmungen der IWC im Sinne japanischer Interessen. Zum engen Freundeskreis gehören neuerdings auch Marokko, Guinea, Simbabwe sowie Panama und die Mongolei. Der stellvertretende japanische Fischereiminister gab vor einiger Zeit den Plan bekannt, jährlich vier bis fünf neue Länder zu "rekrutieren" und so das Kippen des Moratoriums binnen kurzer Zeit zu sichern. Hierfür brauchen die Walfangländer eine Dreiviertelmehrheit. Seinem Ziel kommt Japan Jahr für Jahr näher...
PRO WILDLIFE dokumentiert die Korruptionsversuche Japans und fordert andere Staaten zu Gegenmaßnahmen auf. In enger Zusammenarbeit mit Artenschutzverbänden aus aller Welt tritt PRO WILDLIFE für ein Ende des Walfangs ein.
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