James & Lilli - Black Heart (2)

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    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    Anonymous - 04.11.2005, 13:09

    James & Lilli - Black Heart (2)
    James und Lilli – Black Heart

    Altersfreigabe: ca. ab 16 Jahre
    Autorin: Prin :D
    Inhaltsangabe/Person:*ggg* Ich habe mir erlaubt dieselben Personen meiner alten FF - Between the
    frontier mit mitrüberzuziehen. Anna White, Maria und Michael Potter, Swetlana Jaivenko, Marcel Stone, Melissa Kingcade. Dazu kommen die neuen Charas wie zum Beispiel: Diana Ayenterro, Rawenclaw-Schülerin und sehr gut
    mit Lilli befreundet oder Patricia Potter, James ältere Schwester. Charas, die ich bei meiner alten FF unabsichtlich vergessen haben wie zum Beispiel: Narzissa, und Andromeda. Bitte verbeißt euch hierbei nicht an meine alte FF, denn ich habe die Familienbeziehungen und die Charas etwas geändert. Keine Sorge, ihr werdet die neuen Charaktäre sehr schnell näher kennenlernen und braucht keine extra Charakterbeschreibung dafür. Auch hier wird Voldemort wieder eineHauptrolle der dunklen Seite spielen und auch hier wird es wieder heißen: Nichts ist so wie es scheint! *muahahahahah* Wir befinden uns am Anfang des 7. Schuljahres der Maurauder und dies ist meine neueste Spinnerei, wie Lilli und James zusammen gefunden haben könnten, wie das Leben der Freunde in Hogwarts gewesen ist und wie es zu dem tragischen Ende kam, der dazu führte, das Harry keine Eltern mehr hat.
    Disclaimer: Mir gehören keine der Charaktäre dieser FF!

    Chap 1: A long way beyond us

    Eine dunkle Höhle, die nur von wenigen brennenden Fackeln erleuchtet wurde. Das Gestein war alt und setzte bereits Moos an. Wasser sickerte durch die Rillen hindurch und tröpfelten auf den dreckigen Schlamm hinab. Es war kalt und modrig und die Luft stickig und faul. Ein Paar, anfang 30, stand mit einem noch sehr jungen Teenager, gerade mal 12 Jahre alt, in einer Ecke. Sie zitterten, frierten und warfen sich immer wieder angsterfüllte Blicke zu. Die Frau hatte ihre Hand fester um den Jungen geschlossen, der sein Gesicht an ihrem Bauch vergraben hatte, weil er die Männer in den schwarzen Roben und den Kutten um sie herum nicht sehen wollte. Sie hielten ihre Zauberstäbe auf sie drauf, zweifellos um sie zu töten, wenn sie es wagten eine falsche Bewegung zu machen. Man konnte Schritte hören, Stiefeln, die auf den Steinboden auftraten und näher kamen. Der Ring um sie wurde lockerer und die Männer gingen einen Schritt zurück um einem Zauberer platz zu machen, dessen bloße Anwesenheit unglaubliche Kälte herein brachte. Dieser Mann trug einen langen schwarzen Umhang, eleganter und feiner als die, seiner Diener. Seine Gangart hatte auf gewisse Weise etwas edles und königliches an sich, doch er hatte keinen Moment gezögert seinen Zauberstab zu zücken und ihn gegen den Mann zu richten, der neben dem Jungen und der Frau stand.

    “Avada Kedavra!”

    Ein grüner Strahl kam von der Spitze des Zauberstabes auf ihn zu, traf ihn mit voller Wucht in die Brust und ließ ihn mit einem lauten Schrei voller Angst und Qualen tot umfallen. Die Frau schloss nun ihre Arme fester um den Jungen als sie ihren Mann sterben sah. Der Zauberer aber wandte sich ohne Gnade mit dem Zauberstab an sie.

    “Avada Kedavra!”

    Ein weiterer grüner Strahl, ein weiterer Mensch, der tot zu Boden sank. Auch sie hatte geschrien als das grüne Licht ihre Brust traf. Der Griff umd den war mit einem mal lose und sie regungslos zu Boden. Der Zauberer wandte sich an den Jungen, der zu den beiden Menschen am Boden kniete und Tränen in den Augen hatte.Vielleicht weinte er aus Trauer, weil sie vor seinen Augen gestorben waren, vielleicht aus Angst, weil er der nächste sein könnte und tatsächlich hatte der Zauberer seinen Zauberstab ohne zu zögern gegen ihn gerichtet.

    “Avada Keda-” Er hielt mitten im Zauber inne. Er sah in die hasselnussbraunen, leuchtenden Augen des Kindes vor ihm. Es war keine Angst in ihnen zu erkennen, sondern purer Hass und Abscheu, sein Blick durchdringend auf ihn gerichtet. Seine Haare waren verstrubbelt und ungebändigt. Er sah etwas hinter diesen Augen, dass er nicht verstand, dass ihn aber interessierte und sogar, wie er es nie im Leben geglaubt hätte, faszinierte. Die schwarze Kutte des Zauberers hatte zwar sein Gesicht halb verdeckt, aber man konnte die bleiche Haut sehen, die fast vollkommen totenweiß war. Seine Augen waren blutrot und bildeten enge Schlitze in diesem knochigen, alten Gesicht, das die Zeit gekennzeichnet hatte.

    “Cansington!”
    “Ja, My Lord?”
    Einer der Männer vom Kreis ging vor dem Zauberer auf die Knie und verbeugte sich ehrfurchtig.
    “Wer ist dieser Junge?”
    “Keine Ahnung. Er war bei den beiden Muggeln dabei.”
    Der Zauberer wandte sich wieder dem Jungen zu, der seine Zähne zusammenbiss und ihm ins Gesicht starrte. Die Tränen waren mit einem mal weggewischt. Er zeigte keine Angst, keine Schwäche. Seine Eltern hatten ihm beigebracht stark zu sein, ganz gleich was passiert. Hatten ihm gezeigt, dass die Welt grausam und kalt war und man die Selbstbeherrschung nicht verlieren durfte, wenn man nicht vorzeitig sterben wollte.
    “Du siehst aus.... wie dein Vater. Er wird sich bestimmt Sorgen um dich machen.... Was denkst du?”
    Nichts. Der Junge wollte keinen Ton von sich geben, denn wenn er sprach, dann würde seine Stimme zittern, dann würde er diesem Mann zeigen, dass er Angst vor ihm hatte. Er hatte sich geschworen niemals schwach zu sein.
    “Cansington?”
    “Ja, My Lord?”
    “Weißt du, wen du mir da gebracht hast?”
    “Nein, My Lord!”
    “Sieh ihn dir an... sieh dir seine Augen an, seine Haare, sein gesamtes Erscheinungsbild. Er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten... “
    “.... My Lord?!”
    “Potter... nicht wahr? Dein Name ist Potter? Du bist Michael Potters Sohn.”
    “......”
    “Du willst nicht antworten? Soll ich dich wirklich zwingen zu sprechen? Was würde dein Vater dazu sagen, wenn ich es tue? Er will bestimmt nicht, dass sein größter Schatz das durchleben muss.... Cansington?”
    “Ja?”
    “Bring ihn zurück zu seinen Eltern... Aber vorher... mein Junge... WIRST DU MIR ANTWORTEN!“


    James wachte schweißgebadet in seinem Bett auf. Er sah verschwommen, die weiße Decke über sich. Sein Herz raste, sein Körper war brennend heiß und er spürte die Unruhe in seinen zitternden Händen. Er langte mit der rechten Hand zu seinem Nachttischchen, wo seine Brille drauf lag und setzte sie auf. Er konnte klar und deutlich sein Zimmer erkennen. Ein sicherer Ort. Die Fenster waren verschlossen, alles stand noch an seinem Platz, so wie es vorher war. Er richtete sich auf, zog die Beine zu sich und sank mit seinem Kopf in den Knien ein. Ein Alptraum... Nein, kein Alptraum. Die Wirklichkeit, die er immer verdrängt hatte und die in den letzten Tagen wieder zurück kam.

    “James?!”
    Er hörte die Stimme seiner Mutter, aber er sah nicht auf. Das Geräusch einer Tür, die geöffnet wurde war zu hören, dann spürte er einen sanften Druck auf seiner Schulter.
    “Hattest du wieder den Alptraum?”
    Erst jetzt sah er auf. Seine Mutter hatte einen besorgten Blick im Gesicht und schüttelte traurig den Kopf als sie sich zu ihm ans Bett setzte. Sie war ein freundlicher und gutmütiger Mensch. Die beste Mutter, die man sich wünschen könnte.... das hatte er immer geglaubt.
    “Die Alpträume hatten doch aufgehört.”
    “Hatten sie auch,” sagte er leise flüsternd. Seine Stimme zitterte und er redete nur noch gebrochen. Es wollte kein gescheiter Satz herauskommen.
    “Ich weiß nicht-....ähm... ich.... ich weiß nicht, warum sie... sie jetzt wieder anfangen....”
    “Die Schule geht bald wieder los. Es wird dein letztes Jahr in Hogwarts sein. James, du bist in Sicherheit. Er kann dir nichts tun. Wir sind hier und in Hogwarts wird Dumbledore auf dich aufpassen.”
    James nickte leicht. Nicht dass er es glauben würde, er wußte nur nichts anderes zu tun. Seine Mutter atmete leise ein und drückte ihren Sohn ein letztes mal liebevoll an sich.
    “James, wenn ich es ungeschehen machen könnte, würde ich es tun. Es tut mir leid, dass du das durchmachen mußtest.”
    “Es ist nicht eure Schuld,” sagte er ehrlich und das meinte er auch so. Er gab seinen Eltern keine Schuld an dem Erlebnis in seiner Kindheit. Sie konnten nicht ahnen, dass es soweit kommen würde.
    “Mach dich bereit, Kleiner. Es geht zurück nach Hogwarts... Sirius wartet bestimmt schon ungeduldig auf dich am Bahnsteig. Ich und dein Vater sind wirklich sehr stolz auf dich, dass du Schulsprecher geworden bist. Aber Dumbledore hatte uns gegenüber auch schon so etwas erwähnt.”
    James nickte und krabbelte aus dem Bett um sich anzuziehen, während seine Mutter mit einem letzten Lächeln für ihn hinaus ging.


    Er war kaum unten angekommen, da hörte er die Stimmen seiner Eltern. Sie stritten sich mal wieder. Wie so oft schon zuvor, seit diesem Erlebnis eben. Er hatte immer das Gefühl, es wäre seine Schuld, dass sie nicht mehr glücklich sein konnten. Er traute sich nicht hinunter in die Küche und blieb stattdessen am Geländer stehen. Er sank auf seine Knie hinab und konnte durch den Spalt der offenen Tür in die Küche hinein blicken.
    “Er hat schon wieder diese Alpträume, Michael,” hörte er die besorgte Stimme seiner Mutter.
    “Ja, Dumbledore sagte, dass es soweit kommen könnte. Ich werde ihm Bescheid geben, damit er alle Maßnahmen treffen kann...”
    “Und was bringt uns das?”
    “Er wird sich um James kümmern. Du weißt, wie sehr er den Jungen in sein Herz geschlossen hat.”
    “Und? Wir lieben ihn auch, aber wir können ihm genau so wenig helfen. Merlin, Michael.... Er wacht auf und hat diesen angsterfüllten Blick. Als ob Voldemort ihm das gerade erst angetan hätte und wir? Wir haben das geschehen lassen....”
    “Maria, Schatz. Beruhige dich.”
    “Ich will mich nicht beruhigen.Verdammt, es ist unsere Schuld. Wir hätten ihn damals nicht bei den Muggeln lassen dürfen.”
    “Wir dachten er sei dort in Sicherheit, Maria. Keiner konnte hervorsehen, dass genau SIE in Voldemorts Händen geraten.”
    “Er war vorher ein lebenlustiges Kind, das Freude am Spielen hatte. Sieh ihn dir doch jetzt an! Selbst Sirius, sein bester Freund, sieht, dass es ihm schlechter geht. Doch er versteckt es.... er versteckt es so gut, dass es keiner von ihnen zu merken scheint. Nicht mal Sirius oder Anna oder Melissa ... Dumbledore sagt, das James in Hogwarts ganz anders ist, als hier zu Hause.”
    “Maria. Er wird heute zurück nach Hogwarts gehen. Dort wird sich Dumbledore um ihn kümmern. Wir können ihm sowieso nicht helfen, auch wenn wir es noch so sehr wollen.”
    Er konnte sehen wie seine Mutter Tränen in die Augen stiegen und sie sich von seinem Vater abwandte. Er tat nichts um sie zu trösten oder zu beruhigen. Wie denn auch? Ihre Ehe war seit jenem Tag zerbrochen... es war seine Schuld, dass seine Eltern nicht mehr glücklich sein konnten. Er hasste sich dafür....


    London/ Bahnhof KingsCross/ Gleis 9 ¾.
    Maria und Michael Potter brachten ihren Sohn zum Zug und verabschiedeten sich dort mit einer herzlichen Umarmung von ihm. Sie spielten die glückliche Familie, die sie nicht mehr waren. Keiner wußte, dass die Beziehung der Potters gescheitert war, jeder glaubte ihnen, dass sie noch immer glücklich wären. Eine Last, mit der er alleine lebte. Er konnte es niemanden sagen, sie würden ihn nicht verstehen. Keiner von ihnen... Nicht mal seine Freunde, nicht mal Sirius. Er hatte den ganzen vorletzten Sommer mit ihm und seiner Familie verbracht, sie hatten ihm sogar geholfen eine eigene Wohnung zu finden, damit er ausziehen und auf den eigenen Beinen stehen konnte doch auch er hatte das Schauspiel nicht erkannt. Er glaubte auch, dass die Potters die perfekte Zaubererfamilie wäre.
    James stieg ein und suchte sich ein freies Abteil. Er ging an vielen vorbei, die er kannte und ihn herein winkten, ihm ein Zeichen gaben, er solle sich doch zu ihnen setzten, aber er hielt dankend die Hand hoch, dass er sie gehört hatte und ging weiter. Er fand ein leeres Abteil am Ende des Zuges, verstaute seinen Koffer und setzte sich hinein. Er starrte zum Bahnsteig hinaus und konnte noch sehen wie seine Eltern durch die Absperrung verschwanden, als wären sie zwei Menschen, die einander nichts mehr zu sagen hatten. Er kannte Zeiten, da waren sie glücklicher und ein richtiges Ehepaar, eine glückliche Familie. Dieser Tag hatte damals alles zerstört. Voldemort hatte sein Leben zerstört und er hatte es zugelassen.

    “Prongsiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiie!!!” krähte eine übetrieben hohe Stimme und James mußte seine Augen zusammen kneifen um den schrillen Ton ertragen zu können.
    “Mußt du dich immer in das letzte Abteil verkriechen, du süßer Fratz!” äffte Sirius in einer kindlichen Mädchenstimme und setzte sich neben seinem besten Freund auf den Sitz nachdem sich beide die Hände reichten und einmal abklatschten. Nach ihm betraten auch Remus und Peter das Abteil und begrüßten ihren Freund mit einer herzlichen Umarmung und einem Maraudergerechten Checkup, bevor sie sich ihnen gegenüber hinsetzten.
    “Wo hast du Anna gelassen?” fragte James Sirius, der sich über drei Sitzte breit gemacht hatte. Die Beine schön weit auf den vorderen Sitzt gelegt und die Arme auf die Lehnen ausgebreitet, als ob dies sein Reich war und er der König.
    “Hängt bei Evans, Ayenterro und diesem Schönling Shaklebolt.”
    “Hab ich was nicht mitbekommen?” fragte James verwirrt.
    “Padfoot und Anna haben sich gestern getrennt,” antwortete Remus schulterzuckend. James warf seinem besten Freund einen verwirrten Blick zu, der diesen gar nicht erst beachtet hatte, sondern stattdessen der Decke zupfeifte.
    “Was hast du ihr denn jetzt angetan? Ihr seit doch erst Ende letzten Jahres zusammen gekommen?!”
    “Ich hab gar nichts gemacht,” protestierte Sirius beleidigt.
    “Wieso denkt jeder, dass ICH etwas gemacht habe?”
    Die Jungs gaben keine Antwort. Der Blick sagte mehr als tausend Worte. Es war IMMER Sirius, der sich von einem Mädchen trennte.
    “Hey, das ging auf beiderseitigem Einverständnis, okay?” wehrte Sirius lässig ab. Tatsächlich schien ihm das ganze absolut nichts auszumachen. James kannte seinen besten Freund. Er war ein schrecklicher Schauspieler und nicht dazu in der Lage seine Gefühle zu verbergen. Es hatte ihm nur noch nie jemand gesagt, da es keiner wagte ihn zu beleidigen.
    “Anna und Ich sind nur gute Freunde und den Stress einer Beziehung will ich mir einfach nicht länger geben. 2 Monate waren genug. Ist doch sowieso schon ein riesen Wunder, dass es überhaupt so lange gehalten hat.”
    “Hiiiii,” rief Melissa, die gerade mit Anna, Alice, Frank, Lilli, Diana Ayenterro und Kingsley bei ihnen vorbei kam.
    Sie kam herein, kämpfte sich an Sirius Beinen vorbei und setzte sich zu James auf dem Schoss, der sie sehnsüchtig in die Arme schloss und einen sanften Kuss voller Leidenschaft auf die Lippen gab. Die beiden waren in den Kuss versunken und verharrten in dieser Position über (so kam es den Freunden jedenfalls vor) Stunden hinweg. Das keiner von ihnen atmen wollte, war nebensächlich.
    “Ich glaub mir wird schlecht,” zickte Lilli augenrollend und quetschte sich gleichfalls an Sirius vorbei zu Remus, gab ihm einen sanften Kuss auf die Wange und setzte sich neben ihm hin.
    “Also irgendwie ist die Kabine überfüllt,” stellte Alice schmunzelnd fest.
    “Wir sind hinter euch. Bei Cat Jordan ist noch ein Platz frei.Ich liebe ihre Tratschgeschichten.”
    Sie zog Frank mit sich weg, während Kingsley ihnen bereitwillig folgte. Anna setzte sich sich auf den freien Platz neben Sirius, aber Diana blickte sich eingeschüchtert um. Sie war im Gegensatz zu allen anderen keine Gryffindor, sondern eine Halbblütige Rawenclaw, wirkte immer ziemlich eingeschüchtert und hielt sich bei allem und jedem im Hintergrund. Wenn sie nicht mit Lilli und Alice rumhängen würde, könnte man sie glatt für Unsichtbar halten.
    “Was willst du Ayenterro,” stieß Melissa genervt aus und verzog mißbilligend den Mundwinkel. Sie gehörte zu den Menschen, die schüchterne Leute gerne als Spielzeug gegen ihre miese Laune benutzten. Angesprochene Person blickte verschüchtert zurück und sah hilfesuchend Lilli an.
    “Wenn sie da stehen möchte, dann lass sie doch da stehen! Diana, sitzt dich doch auch hier herein,” schlug Lilli schließlich vor.
    “Klasse. Als ob's hier nicht schon voll genug wäre!”
    “Wenn du hier sitzt, ist für sie alle mal Platz!”
    “Ich würd keine so große Klappe riskieren, Evans,” sagte Anna und sah sie mehr herablassend als ebenwürtig an. Anna White war die Tochter einer reinblütigen Familie wie auch Melissa Kingcade. Beide Eltern waren verdammt reich und äußerst angesehen in der Zauberwelt. Ein Umstand auf den sie sich sehr wohl etwas einbildeten.
    “Setzt dich, Diana,” sagte Remus um die Situation nicht noch mehr anzuheizen, als sie sowieso schon war.
    Erst jetzt setzte sie sich langsam zwischen Lilli und der Wand hin, da sie ihr etwas Platz gemacht hatte, dadurch allerdings Sirius und den Rest der Maurauder weiter rein gedrückte. 7 Leute in einem kleinen Zugabteil war wirklich etwas zuviel.
    “Menno,” stieß Sirius entnervt aus, da er zwei seiner 3 Plätze weggeben mußte. Als Antwort schenkte Anna ihm lediglich ein gespieltes zuckersüßes Lächeln.
    “Black.”
    “White.”
    “Was ist denn mit denen passiert?” fragte Melissa verwirrt, die von dem ganzen noch gar nicht viel mitbekommen hatte. Sie hatte sich endlich von James gelöst und ihren Kopf liebevoll an seiner Schulter gelegt während ihr Blick zu Sirius und Anna rübergewandert war. So wie die beiden da dran saßen glaubte ihnen ganz Hogwarts, dass sie das perfekte Paar waren. James wußte es besser....
    “Vielleicht hat sie ja erkannt, was für ein Hornochse Black ist, wenn hier schon jemand Tomaten auf den Augen hat, was DICH betrifft,” antwortete Lilli extra beleidigend und grinste Melissa gleichfalls gespielt zuckersüßlächelnd an, die ihr einen amüsiert zickigen Blick zurückwarf.
    Die Streitereien zwischen den beiden Mädels ging schon seit längerer Zeit so und der eigentliche Grund für ihre Zickerei wußte nicht, dass er der eigentliche Grund dafür war. James Potter! Er wußte nicht, dass Lilli mit der Zeit auch Interesse an ihn gefunden hatte, denn sonst, wäre er womöglich nicht mit Melissa zusammen geblieben, nach allem was sie schon für Nummern mit ihm abgezogen hatte. In dem Punkt war sich Anna sicher.
    “Und das sagt die Streberleiche von England! Moony war doch nur aus Mitleid mit dir zusammen. Oh, da ist ja Evans, die keinen abkriegt. Erbarmen wir uns ihrer doch. Also, entweder hat er noch rechtzeitig erkannt, mit was für nem Ungeheuer er da gegangen ist, oder du schaffst es tatsächlich nicht, jemanden länger als 4 Wochen zu halten, obwohl er wirklich verdammt viel Geduld mit dir hatte, Evans. Bist du irgendwie falsch gepolt?”
    “....”
    Lilli hatte den Mund geöffnet um etwas zu erwidern aber ihr fiel nichts ein. Im Gegenteil sogar. Sie drehte sich zu Remus um, der die ganze Zeit über keinen Ton von sich gegeben hatte. Sie bemerkte schnell, dass sich alle Blicke auf sie gerichtet hatten und das war ihr mehr als nur peinlich. Sie spürte wie sie rot im Gesicht wurde und schnaubte verächtlich auf.
    “Entschuldigt mich. ALS SCHULSPRECHERIN MUSS ICH MIR DAS JA WOHL NICHT BIETEN LASSEN!”
    Sie stand auf, knallte die Tür auf und knallte sie mit noch größerer Wucht wieder zu. Diana hatte nur eine Sekunde gezögert aufzustehen und ihr nach draußen nachzugehen, da sie nicht bei Leuten bleiben wollte, bei denen sie nicht willkommen war.
    “Bis später, Remus,” murmelte sie kaum hörbar und verschwand gleichfalls aus dem Abteil.
    “Das war nicht nett, Lissy,” sagte Remus sanft.
    Anna konnte nicht anders und rollte unfassbar mit den Augen. Das war also Remus zornige Art jemanden anzuschreien, weil er seine Ex-Freundinn und noch immer sehr gute Freundinn beleidgt hatte? Wie furchterregend!!!!
    “James?”
    “Hm?”
    “Bist du nicht Schulsprecher?”
    “Ja?”
    “Solltest du nicht bei den Vertrauensschülern sein und sie einweisen? Ich sag das nur, weil ähm... Melissa und Remus... ihr seit die Vertrauensschüler der siebten Klasse und solltet auch bei dem Treffen sein.”
    “Oh!”
    “Oh!”
    “Oh!”
    Promt waren alle drei aufgestanden und hinausgestürmt. So voll wie das Abteil bis eben auch noch war, mit einem mal hatten sie alle schön viel Platz. Peter saß unruhig auf seinen Sitz und blickte von Anna zu Sirius rüber, wundernd, was gleich passieren würde.
    “Wormtail, würdest du dich auch mal kurz verziehen?”
    “Wohin soll ich denn gehen?” peipste dieser in einer verängstigten Stimme.
    “Geh was zu Essen holen oder leg ne Pinkelpause ein, nur verschwinde von hier,” bellte ihn Sirius genervt an. Peter war mit einem mal aufgesprungen und schneller als eine Ratte hinausgestürmt.
    “Nun sind wir also alleine,” sagte er und sah sie vielsagend an.
    “Was für ein Wunder,” bemerkte Anna sarkastisch und sah ihn mit demselben vielsagenden Blick an, den er ihr zugeworfen hatte.
    “Läuft da was zwischen dir und Shaklebolt?”
    “Yup, ne verdammt große Nummer! Sie nennt sich Freundschaft, du Trottel.”
    “Jeder, dessen Hirn größer ist als ne Bohne würde erkennen, dass der mehr von dir will, Blindschleiche!”
    “Jeder, dessen Blick weiter als über die Brüste einer Frau hinausgeht, hätte schon längst erkannt, dass ich ihm klar und deutlich zu verstehen gegeben habe, dass ich nichts von ihm will und es bei einer Freundschaft bleiben wird, du Hirnkranker Einfallspinsel. Im übrigen hast du kein Recht dazu, mir meine Männer vorzuschreiben, wenn DU mit mir Schluß gemacht hast.”
    “Hab ich gar nicht! Du hast doch die Beziehung beendet!”
    “Erst als DU mit dieser sechtsklässlerin geturtelt hast.”
    “Ich hab ihr Nachhilfe gegeben.”
    “In den Ferien?”
    “Sie kommt mit Verwandlung eben nicht gut klar.”
    “>>Sie kommt mit Verwandlung nicht gut klar<<” äffte Anna ihn extrem dämmlich nach.
    ”Erin Goyle ist die beste in ihrer Stufe in Verwandlung, Sirius!”
    “Lass mich raten? Das hat dir Schlauberger-Evans erzählt.”
    “Dumbledore, das darf nicht wahr sein.Nein, ich kenn Goyle! Du Chauvinist!”
    “Was-Was hab ich denn jetzt wieder angestellt außer mich zu rechtfertigen?”
    “Du kannst dich kein einziges mal rechtfertigen ohne jemand anderen zu beleidigen.”
    “FALSCH! Ich beleidige nur das Sack-Gesicht-Evans.”
    “Schon wieder! Dumbledore, ich kann Evans auch nicht ausstehen, aber deswegen beleidige ich sie nicht ununterbrochen.”
    “Merlin, sie ist ne Streberin ohne jegliche Ausstrahlung! Remus ist doch nur-”
    “Nein, er ist nicht aus Mitleid mit ihr gegangen, sondern weil er sie geliebt hat.”
    “Wie kann man so nen laufenden Meter bitte lieben?”
    “Verdammter Dumbledore,” stieß sie unfassbar aus und wedelte mit ihren Händen rum, als Zeichen ihrer Verzweiflung.
    “Siehst du? Eine Beleidigung nach der anderen. Hast du Remus denn überhaupt mal gefragt, warum er mit ihr zusammen ist, oder warum es mit ihnen aus war? Ich habs und ich weiß, dass er sie wirklich geliebt hat.”
    “Klar, im nexten Moment erzählst du mir wohl auch noch, dass Ayenterro in Wirklichkeit ne Quasselstrippe ist, die nur ab und zu nen Aussetzter hat!”
    “Du bist der mit Abstand eingebildetste, rechthaberischeste, egoistischste-”
    Ein extrem fetter, blonder, sichtbar stolzer Slytherin hatte in diesem Moment die Tür aufgerissen und suchend das Abteil abgeklappert. Sein Blick fuhr an den beiden vorbei, nach hinten, an den beiden vorbei, in die Ecke, an den beiden vorbei an die Wand, an den beiden vorbei, stopp, wieder zurück und blieb bei den beiden hängen.
    “Wo ist Melissa?” fragte er verwirrt.
    “Sie ist Vertrauensschülerin! Denk mal nach, Goyle! Wo ist man um diese Zeit mit einer solchen Position wohl?” fauchte Anna wütend, dass ihre Unterhaltung so brüsk unterbrochen wurde.
    “.....”
    “.....”
    “.....”
    “Aber-auf dem Klo war sie nicht!”
    “.....”
    “Dumbledore, sie ist im Schulsprecherabteil!”
    “Achso,” gröhnte er.
    “Dann sags doch gleich.”
    Promt schmiss er die Tür wieder zu und trappte weiter. Sirius wandte sich wieder Anna zu und sah sie erwartungsvoll an.
    “Was?”
    “Wir waren stehengeblieben bei egoistischste-”
    “Worauf willst du überhaupt hinaus? Soll ich mir wirklich noch 100 weitere stumpfsinnige Worte für dich einfallen lassen?”
    “Ich vertrag sie schon! Oder sollen wir uns jetzt die nächsten Stunden anschweigen bis die anderen zurückkommen?”
    “.... Sirius, das wird ein sehr langes Jahr, wenn wir uns ständig nur ankeifen!”
    “Ich hab nicht damit angefangen.”
    “..... Okay,” sagte sie schließlich, da ihr sehr wohl bewußt war, dass dies zu nichts anderem als einer endlosen Schleife führen würde. Siirus Talent für notorische Neandertalergespräche war in dem Punkt unübertrefflich.
    “Vorschlag: Lass uns einfach nur gute Freunde sein und... die letzten 2 Monate aus dem Gedächnis streichen. Ist nie passiert! Wir sind so wie immer, nur gute Freunde...”
    Er dachte angestrengt darüber nach, verzog schließlich seine rechte Augenbraue und grinste.
    “Okay... Abgemacht. Gute Freunde.... So hab ich es sowieso lieber...”
    “Ja, ich auch...”
    Beide setzten sich endlich vollkommen entspannt und zufrieden auf die Sitze nieder und breiteten sich schön weit aus, da ihnen wieder viel Platz zur Verfügung stand.
    “Versteh gar nicht wie du mit so ner ollen-”
    “Sirius!”
    “Verzeihung.... Mit so ner Nudel rumhängen kannst.”
    “Nenn sie Lilli oder wenigstens Evans. Naja, Alice scheint sie zu mögen und ich mag Alice. So einfach ist das. Ist ja nicht so, dass wir ständig zusammen hängen. Heißt aber nicht, dass ich sie nicht leiden kann. Ich kenn sie kaum.”
    “Aber du hast sie vorhin bereit willig angezickt?”
    “Ich habe Melissa verteidigt, das ist etwas anderes. Sie ist meine Freundinn und wenn Evans sie angreift, dann hab ich das volle Recht sie zu verteidigen!”
    “Verstehe! Gibs zu, White. In Wirklichkeit sind wir beide gleich. Nur ich brauch keinen Grund um mich zu rechtfertigen.”
    “...... Tu mir einen Gefallen, Black und apparier ans andere Ende des Zuges!”
    “Das wär doch ne Qual für dich!”
    “Wie kann man nur ein solch großes Ego haben, Dumbledore!”
    “Er ist dein Urgroßvater!”
    “Ja und? Merlin war der größte Zauberer, der jeh gelebt hat und trotzdem flucht man mit seinem Namen! Solang ich nicht sage: >>Oh Voldemort!<< gibts keinen Grund mich ins St. Mungo zu stecken!”
    Die Zugfahrt verging und die beiden zankten sich weiter in ihren >>Tieferen<< Gesprächen hinein bis schließlich das Zugabteil wieder aufsprang und James, Remus und Melissa zurückkamen.
    “Man, das gibts doch gar nicht,” fluchte Melissa vollkommen genervt auf.
    “Die Evans hat doch echt nen Zauberstab zu wenig! Die führt sich auf als wäre sie der Boss oder so!”
    “Na, auf gewisse Weise ist sie das auch, Lissy. Sie ist Schulsprecherin.”
    “Na und! Ist doch nur ne Umschreibung für Lehrer's Liebling. Wundert mich dass Dumbledore nicht dich zur Schulsprecherin gemacht hat, Anna.... Du bist-”
    “Seine Urenkelin. Und?” sagte sie und lächelte schwach.
    “Kennst ihn doch mit seinem übertriebenen Gerechtigkeitssinn. Was sollen die anderen Schüler denken, wenn er seine eigene Familie bevorzugt? Ich wollte es sowieso nicht werden! Wer Schulsprecher ist, zieht Ärger magisch an. Deswegen hat er wohl auch James gewählt....”
    “Huehn?” machte dieser als er den Sinn kapierte und blickte seine beste Freundinn beleidigt an.
    “Ha-Ha, Witz lass nach!” stieß er böse aus, was sie dazu veranlasste frech zurückzugrinsen.
    Anna war James beste Freundinn aber selbst für ihn war sie ein verschlossenes Buch. Jeder wußte, dass sie die einzige Nachkommin der Dumbledore-Familie war und was erschwerend hinzu kam, ist die Tatsache, dass sie sich immer genau so verhielt, wie es keiner von ihr erwartete. Sie erfüllte weder die Erwartungen von Dumbledore, noch von sonst irgendeinem Lehrer oder von Freunden. Sie galt in der Schülerschaft als schwer umgänglich, äußerst gereizt und war mit Vorsicht zu genießen. James war der einzige, der Anna näher als die anderen stand. Sie waren die besten Freunde und auch sie wußte Dinge, die niemand anderes über ihn wußte. Das war mithin ein Grund warum Melissa soviel Wert auf Anna's Freundschaft legte und sie wußte das.... Tief in ihrem Herzen wünschte sich Anna etwas anderes was sie hatte, was sie aber wohl niemals bekommen würde.


    Lilli saß einige Abteile weiter weg und starrte die Wälder an, die hinter den Bergen verschwanden, je mehr sie sich Hogwarts näherten. Diana saß bei ihr und auch noch einige mehr Rawenclaws, die Lilli nicht besonders gut kannte.
    “Alles okay?” fragte Diana besorgt. Sie blickte vom Fenster zu ihr rüber und nickte bedrückt.
    “Sicher.....”
    Dies würde ein schweres Jahr für sie werden. Sehr schwer....
    “Lilli?”
    “Hm?”
    “Was James und Anna betrifft.....”
    “Darüber will ich nicht sprechen, Diana... Du weißt es und damit basta. Okay?”
    “.... Okay.... Schon verstanden.”
    Und so fuhr der Zug weiter Richtung Hogwarts ohne das Diana und Lilli ein weiteres Wort miteinander wechselten.



    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    Anonymous - 04.11.2005, 13:13


    Chap 2: Hopeless

    Das Auswahlverfahren lief wie immer ab. Den Neulingen der ersten Klasse wurde der sprechende Hut aufgesetzt und alle am Tisch klatschten begeistert, wenn ein neuer zu ihnen kam. Dumbledore hielt seine Rede und begrüßte die neuen Schulsprecher, bei denen wahrlich ein großer Beifall geklatscht wurde. Sogar von den Slytherins, wenn sie auch Lilli eher mörderische Blicke zuwarfen als respektvolle. James war im Gegenzug zu ihr von allem akzeptiert, er war reinblütig, war von allen bewundert, selbst die Slytherins sahen zu ihm auf, was nicht zuletzt daran lag dass er mit Melissa ging und sie sehr gut mit Bella, Malfoy und den ganzen anderen Slytherinköpfen befreundet war..
    “Ich bin gespannt, wie lang sich Evans hält....”
    Alle 4 Maurauder samt Anna und Alice starrten Melissa fragend an, als diese beim Essen damit anfing.
    “Wir wissen doch alle, dass die halbe Schule sie nicht leiden kann und dann wählt der Schulleiter auch noch SIE zur Schulsprecherin. Glaubt ihr nicht, dass sie die Position bereits nach dem ersten Monat aufgeben wird?”
    “Da unterschätzt du sie aber gewaltig, Lissy,” antwortete Anna.
    “Hast doch gemerkt, wie sie im Zug zurückgegiftet hat?”
    “Das war nicht unbedingt beeindruckend, Anna.”
    “Na, außerdem muß ich dich korrigieren, Freundinn: Nicht die HALBE Schule kann sie nicht leiden, sondern nur ein VIERTEL! Das sind unsere allseits beliebten Schlangen. Meines Wissens nach haben Hufflepuff und Rawenclaw nichts gegen sie.”
    Melissa zuckte als Antwort lediglich gleichgültig die Schulter.
    “Für ne Muggelgeborene ist sowas nicht schlecht.”
    “Ey, Padfoot, guck mal wer dort hockt,” grinste James und zeigte mit dem Kopf Richtung Slytherinstisch. Wer hätte es anders sein sollen als:
    “Old Snievellus!” lachte Sirius begeistert und war bereits am aufstehen als ihn Anna mit aller Kraft wieder auf den Platz zurück zog.
    “Lass ihn doch bitte mal in Ruhe, ja?!”
    “Wieso sollte ich?”
    “Weil der arme dank euch sowieso schon keine Freunde hat, da brauchst du ihn jetzt nicht auch noch ununterbrochen zu nerven.”
    “Er hat keine Freunde, weil er sich nie wäscht und daher die Schule mit seiner Anwesenheit vollstinkt.”
    James, Melissa, Alice und Peter prusteten in ihren Kürbissaft hinein, während auch Remus ein amüsiertes Lächeln von sich gab.
    “Und dank dir weiß es jetzt auch absolut jeder, der das nie wissen wollte. Der arme kann einem ja richtig Leid tun. Er sitzt jetzt alleine am Ende des Slytherin-Tisches, weil sich keiner von den anderen mit euch anlegen will.”
    “Quatsch,” verwarf Sirius das sofort.
    “Als ob wir jeh Zettel verteilen ließen, wo drauf stand, wer sich mit Snievellus anfreundet, dem hetzten wir nen Fluch auf den Hals.”
    “Nein, du hast ihm bei der letzten Aktion nur rote Sommersprossen verpaßt, die auf seinem Rücken die Worte: >>Tritt mich! Ich bin ein selbstverliebtes Schwein mit lauter imaginäre Freunden<< schrieben!”
    Wieder prusteten alle in ihr Glas und selbst Remus begann bei der Erinnerung nun mitzulachen, was sogar Anna ansteckte. Sie konnte einfach nicht mehr Ernst bleiben und lachte ebenfalls los, auch wenn es nicht wirklich lustig war. Das Lachen ihrer Freunde steckte einfach an.


    Lilli saß so ziemlich am Ende des Tisches bei den ruhigeren Gryffindors, hatte aber das Lachen in der Mitte des Tisches durchaus mitbekommen und auch wie alle bewundernd zu ihnen hinblickten. Ihr Blick galt besonders James und Anna. James, der Melissa vor Lachen in seinen Armen hielt und schon fast Tränen in den Augen hatte und dann Anna, die mit ihnen glücklich und zufrieden aussah, als ob ihr nichts etwas anhaben könnte. Sie kannte sie alle seit der 1. Klasse und seit dieser Zeit beneidetete sie sie um ihre Freundschaft. Sie beneidete insgeheim Melissa um ihr Leben, das sie führen durfte. Geliebt von der ganzen Schule, eine beste Freundinn, die jederzeit für sie Partei ergriff und einen liebenden Freund, in den sich Lilli verliebt hatte, leider zu spät.


    Nach dem Essen verzogen sich alle gut genährt in ihre Gemeinschaftsräume zurück. Als Lilli herein kam, hatten sich die Maurauder bereits an den Kamin gesetzt und wieder Witze gerissen, während Melissa knutschtend an James Hals hing und ihm den nächsten Knutschfleck verpaßte. Offensichtlich etwas, dass der Gryffindor jedoch vollstens genoß. Anna saß mit Alice auf einer Couch schön weit weg von ihnen und lachte offenbar auch über irgendetwas was ihre Freundinn gerade erzählt hatte. Lilli beschloss sich einfach zu ihnen hinzusetzten.
    “Hi,” grüßte Alice sie lachend und zog Lilli zu sich runter.
    “Was ist so witzig?” fragte Lilli neugierig und sah dabei abwechselnd Anna und Alice an.
    “Hab Anna nur grad erzählt, dass Frank langsam genau so wie die Maurauder wird!” lachte Alice herzlich.
    Sie war wirklich ein netter Mensch, der niemanden ausschloss und sich mit absolut jedem verstand. Alice gehörte zu den Mädels, zu dem jeder aufsah, weil man sie einfach mochte. Nicht wie Melissa, die viele fürchteten und deswegen vorgaben sie zu mögen, weil sie nicht das nächste Ziel ihrer Attacken sein wollten.
    Lilli hatte sich sofort in der ersten Klasse mit ihr verstanden und die beiden waren seit dem auch gute Freundinnen geworden. Aber Alice war auch jemand, die keine beste Freundinn haben wollte, die lieber für sich war und zu jedem dazu gehörte.
    Sie hatten danach noch viel über die Ferien gesprochen oder meistens hat Alice geredet, denn Anna und Lilli dachten nicht im entferntesten daran, der anderen irgendetwas zu erzählen. Der Gemeinschaftsraum leerte sich mit der Zeit und spät Abends war kaum mehr jemand da außer die Maurauder, Melissa und die 3 Mädels. Nachdem auch Peter ins Bett ging, gesellten sich Remus und Sirius zu den Mädels, da James und Melissa den ganzen Abend nichts anderes gemacht hatten als ihre Lippen aneinander zupreßen und sich gegenseitig liebe Wörter zuzuflüstern. Sie sahen für die ganze Welt wie ein glückliches Paar aus. Lilli wußte es besser.....
    “Na, ihr lieben,” grüßte Sirius sie und setzte sich auf den freien Stuhl. Remus hatte Lilli freundlich angelächelt und sich einen Stuhl herangezogen um sich zwischen ihr und Alice zu platzieren.
    “Evans, ich hätt da mal ne Frage, bezüglich Ayenterro!” begann Sirius breit grinsend.
    “Padfoot, nein!” fuhr Remus eindringlich dazwischen aber Sirius hatte sich noch nie von irgendjemand etwas sagen lassen.
    “Hat sie irgendwie ihre Zunge verschluckt? Hab sie in den ganzen 6 Jahren gerade mal 2 Wörter sagen hören. Ja und Nein!”
    “Vielleicht redet sie nur mit dir nicht, Black,” fauchte Lilli wütend darüber, dass er sich so über ihre Freundinn auslies.
    “Würd ich verstehen, denn ich habe auch nicht das Bedürfnis hier weiter mit einem hirnampotierten Troll zu sprechen.”
    “Aua!” machte er gespielt entrüstet.
    “Was für ne Ausdrucksweise für unsere neue überaus beliebte Schulsprecherin!”
    “Padfoot, lass Lilli in Ruhe,” verteidigte Remus sie aufs neue.
    “Ich geh ins Bett,” teilte Lilli ihnen zornig mit und stand vom Platz auf.
    “Lilli!” rief Alice ihr nach, doch die Freundinn hatte sich kein einziges Mal umgedreht.
    “Das war unnötig, Sirius.”
    “Sie hat angefangen.”
    “Ohhhh....” machte Anna gespielt mitleidig.
    “Hat sie unserem armen Sirilein weh getan?”
    “Jaaaaaah,” quengelte er wie ein kleines Kind und wieder begann die ganze Manschaft zu lachen. Lilli hatte davon noch sehr viel mitgekriegt. Sie war ja kaum hinter der Wand verschwunden als sie wieder zurück in ihr Lachen fielen. Sie schüttelte bedrückt den Kopf, dann ging sie weiter in den Mädchenschlafsaal und schloss die Tür hinter sich. Als ob ihre Knie mit einem mal nachgeben würden, sank sie an der Tür hinab und starrte den Boden an. Er war leer und langweilig, so wie sie. All die Jahre hatte sie es vor ihren Augen und nie hatte es ihr Herz wirklich bewegt, bis jetzt.... Sie war einsam und sie hatte keine Freunde....


    Erst sehr viel später ging die Schlafsaaltür aufs neue auf und auch die restlichen Mädels kamen lachend herein.
    “Pschh....” machte Alice.
    “Seit leise. Lilli schläft schon.”
    “Was hat sie überhaupt für ein Problem?” fragte Melissa mit böser Stimme.
    “Glaubt sie etwa, nur weil sie jetzt Schulsprecherin ist, muß sie jeder mögen? Wenn sie wüßte, was die gesamte Schülerschaft wirklich über sie denkt. Sie gehört echt nicht hier her. Schon gar nicht in unseren Schlafsaal.”
    “Klar, kick sie doch raus,” lachte Anna amüsiert und Lilli konnte hören wie sie sich auf ihr Bett niederließ.
    Sie hatten selbst oben noch lange miteinander gesprochen über alltagsdinge und wie sie dazu standen. Irgendwann waren sie dann auch ins Bett gegangen und eingeschlafen. Lilli fand an diesem Abend kein Schlaf. Zu groß war ihre Sehnsucht nach dem was sie hatten.... Melissa, Anna und Alice wurden von allen geachtet und bewundert, jeder suchte ihre Nähe und die drei waren niemals alleine.... Etwas, dass sie nie haben würde, ganz gleich wie sehr sie sich anstrengte und was sie tat. Sie haßte die Welt langsam dafür, dass sie anders war, als alle anderen.Sie wollte diejenige sein, die mit James Potter ging, sie wollte diejenige sein, die mit Alice und Anna befreundet war, aber stattdessen war sie Lilli Evans, die von allen gemieden und verachtet wurde, weil sie eine Muggelgeborene Hexe war.Ein Gedanke, der sich wie ein harter Brocken auf ihrem Herzen niederließ.


    Der erste Unterricht am Montag Morgen gehörte Zaubertränke bei Professor Ick, den die Gryffindors mit den Slytherins zusammen hatten. Lilli lehnte wie so oft auch alleine an der Wand und wartete darauf, dass der Professor kam um ihnen die Tür aufzusperren. Sie mochte Zaubertränke, Professor Ick war ein netter Mann, der sehr viel Rücksicht nahm, besonders auf die Muggelgeborenen Schüler. Anna stand wie immer mit Melissa und Alice bei den Mauraudern und wie immer schien sie absolut glücklich zu sein, so wie sie lächelte. Das Atmen fiel ihr schwer.... sie spürte wie sie einige anblickten, weil sie alleine war und sie wollte sich zu niemanden hingesellen. Vielleicht wollte sie ja alleine sein? Ein einsamer Mensch bleiben.
    Professor Ick kam und schloss ihnen mit einer Zauberstabbewegung die Tür auf.
    “Immer Herein, junge Wissenshungrige Schüler!”
    Sie setzten sich im Klassenzimmer nieder und Lilli bemerkte erleichtert, dass sich Alice wie auch letztes Jahr neben ihr niederließ.
    “Na, du!”
    “Na.”
    Wenn sie bei ihr saß, dann war die Welt nicht ganz so einsam, auch wenn sie wußte, dass es in der nächsten Stunde wieder anders aussah.
    “Warum bist du gestern einfach abgehauen?”
    “War müde.”
    “Sahst aber nicht danach aus.”
    “War ich aber.”
    “Lils, du bist ein lieber Mensch, aber wenn du dich weiterhin so leicht von Sirius ärgern läßt, dann bist du selbst Schuld. Er meints nicht böse, er provoziert nur gern.”
    “Hört sich für mich aber sehr böse an.”
    “Gut, meine Lieben,” unterbrach der Professor sie.
    ”Ich hätt euch das vielleicht vorher sagen sollen, aber dieses Jahr werdet ihr nicht wie letztes Jahr zusammen sitzten. Ihr bekommt neue Partner, die ich schon vor dem Unterricht zusammengestellt habe. Der Stärkere hilft jeweils dem Schwächeren, schließlich sollt ihr doch ALLE eure UTZ'e schaffen und ich habe lange mit dem Schulleiter daran gearbeitet, die Partnerverteilung so gut wie möglich hinzubekommen. Also: Anderson Jamie und Lupin Remus, Black Sirius und Stattler Alice, Black Bellatrix und Pettigrew Peter, Dorian Jimmy und McGonagall Parker, Evans Lilli und White Anna, Ekelstone....”
    Lilli hatte es nicht unterlassen können einen Blick nach hinten zu werfen, wo Anna neben Melissa saß und sie so gar nicht beachtet hatte. Im Gegenteil,sie kritzelte irgendwas mit der Feder auf ein Pergament herum, als ob sie dem Professor gar nicht zugehört hätte. Lilli hatte zumindest etwas Empörung erwartet, aber von ihr kam absolut keine Reaktion.
    “.... Kingcade Melissa und Potter James, Lamper Anthony und ....”
    Nach der Einteilung mußte sich die gesamte Klasse wieder umsetzten um die Partner zu finden. Anna hatte sich zu Lilli nach vorne gesetzt ohne sie überhaupt angelächelt zu haben, mehr, als ob sie sich zur Pest gesellen müsse.
    “Schlagt eure Bücher auf Seite 120 auf: Der Wärmetrank.... ersetzt das Kaminfeuer, könnte man sagen! Ihr seht die Zutaten, die man dazu braucht und wie der Trank hergestellt wird. Versucht euch an den Tränken und ich werde mir die Ergebnisse bei Unterrichtsende ansehen. Hierbei wird es von meiner Seite aus keine Hilfestellung geben. Verlaßt euch voll und ganz auf den stärkeren Partner, der es euch erklären wird.”
    Sirius hatte Alice frech angegrinst.
    “So, kleine, dann lass dir mal zeigen wie ein Profi sowas macht.”
    “DU?!” fragte diese provozierend frech.
    “Du meinst wohl eher ICH soll DIR zeigen wie das geht.”
    James und Melissa schüttelten amüsiert die Köpfe. War ja wiedermal typisch Sirius.
    Anna nahm indessen einige Zutaten und wollte sie schon hinein geben als Lilli sie davon abhielt.
    “Das ist falsch!”
    “Was?”
    “Du hast hier Krötenaugen, wir brauchen aber Froschaugen.”
    “Das ist doch dasselbe!”
    “Nein, ist es nicht. Krötenaugen sind-”
    “Verschon mich mit deinen Erklärungen bevor ich noch einschlafe.”
    “Krötenaugen, Anna, sind giftig und Froschaugen nicht. Wenn du nicht zufällig an dem Trank sterben möchtest, solltest du auf mich hören.”
    “Und wenn ich doch sterben möchte?”
    “.......”
    “Dumbledore, Evans, du bist vielleicht krank. Das war'n Witz!”
    Sie nahm ein Froschauge und schmiss es zu den anderen Zutaten in den Topf.
    “Hast du gewußt, dass es Krötenaugen waren?” fragte Lilli vorsichtig, nachdem Anna den Trank umrührte und kein Wort mehr von sich gab.
    “.......”
    “Du wolltest meine Reaktion testen?”
    “.......”
    “Was dann?”
    Anna lächelte schwach.
    “Hör mal, Evans, so wie's aussieht sind wir das gesamte 7. Jahr Partner. Wäre also nett wenn du nicht ständig: Wieso-Warum-Weshalb fagst. DAS NERVT!”
    Und wieder verfielen die beiden Mädels in einer Funkstille. Ihr Zaubertrank war nichts desto trotz sehr gut geworden und Professor Ick gab ihnen ein: Ohnesgleichen. Kaum hatte er seine Klasse entlassen, war Anna auch schon wieder verschwunden und zu Melissa und den anderen hingegangen, die sich gemeinsam zu Zaubereigeschichte aufmachten. Es war komisch. Lilli hatte Anna auf eine gewisse Weise durch ihr Auftreten immer für eine dumme Zicke wie Melissa gehalten, aber das eben war keine dumme Zicke.... es war eine merkwürdige Person. Wollte sie sie nun Testen? Oder gar Vergiften? Oder wußte sie wirklich nicht, dass Krötenaugen giftig waren? Wenn sie ehrlich war, dann war dieses Mädchen ganz anders, als sie außen hin vorgab zu sein.... Sehr zu Lilli's Gefallen. Innerlich hatte sie immer gehofft, dass Anna.... auf eine gewisse Art und Weise nett war.

    Zaubereigeschickte war mit Abstand das langweiligste was ihnen jeh unter die Augen gekommen war. Sobald Professor Binns eine Minute begann zu sprechen, gab es das erste Schnarchen. Lilli war wohl die einzige, die sich mit Müh und Not konzentrieren konnte um mitzuschreiben. Alice hatte sich freiwillig neben sie hingesetzt, war aber auch schon am Schlafen als sie 5 Minuten später neben ihre Freundinn blickte. Sie konnte es sich nicht verkneifen auch mal nach hinten zu schauen, um zu sehen was James machte.... Er schlief genau so mit dem Kopf auf den Armen. Seine widerspenstigen Haare streckten sich in alle Richtungen und sahen ziemlich fest aus. Sie fragte sich ob das nicht weh tat, wenn man durch sie hindurchfuhr.

    Kalt.... es war so eisig kalt. Er hatte kein Gefühl mehr in seinem Körper. Sein Herz schien stehen geblieben zu sein, eine grausame Gänsehaut hatte sich über seinen Rücken gelegt. Jeder Windzug schmerzte und durchfuhr seine Nerven mit Qual. Er spürte etwas auf seiner Haut.... eine Hand, die an seinem Arm entlang fuhr und ihn streifte.... sie kam höher, an seine Brust, an seinen Hals....

    James schreckte aus dem Traum auf. Eilends schnappte er nach Luft und versuchte sein Herz zu beruhigen, dass auf einmal wie verrückt begonnen hatte zu klopfen als ob es noch nie vorher geschlagen hätte. Seine Hände zitterten, seine Beine schienen den Halt verloren zu haben und sein ganzer Körper fühlte sich an wie ein riesiger schwerer Felsen.
    'Es war ein Traum.... nichts als ein Traum.... Nur ein Traum....'
    Er wandte sich nach Rechts, wo Sirius saß und vor sich hinschnarchte, dann nach vorne wo Anna mit verschrenkten Armen am Stuhl lehnte und sich nicht rührte. James war sich sicher, dass sie mit geschlossenen Augen da saß. Direkt neben ihr lag auch Melissa auf ihren Armen auf der Tischplatte und ein Blick nach links verriet ihm, dass auch Peter bereits schlief und Remus sich mehr oder weniger auf den Unterricht konzentrierte, während sein Kopf nur noch von seiner linken Hand vor dem freien Fall in den Schlaf gestützt wurde. Keiner von ihnen hatte etwas von seinem Alptraum bemerkt, so wie sonst auch.... Er mochte seine Freunde, kein Zweifel, aber keinem schien aufzufallen, wenn es ihm schlecht ging. Wie denn auch, wenn er es immer schaffte, es zu verstecken?

    James irrte sich. Lilli hatte gesehen wie er mit völlig verängstigtem Blick aufgeschreckt war und es versetzte ihrem Herz einen kräftigen Dämpfer. Sie sah wie er zu allen Seiten seiner Freunde blickte, vielleicht befürchtend, dass sie etwas gemerkt haben könnten, vielleicht aber auch Hilfesuchend, dass ihm einer von ihnen eine Bestätigung gab, dass er nur geträumt hatte. Sie wollte es tun, wollte ihm zunicken und sagen, dass nichts passiert war, aber er hatte sie keines Blickes gewürdigt. Er hatte seine eigene kleine Welt, mit Melissa als seine Freundinn, mit Sirius, Remus, Peter und Anna als seine Freunde, aber keiner von ihnen schien zu erkennen, dass es ihm schlecht ging.

    Nach der Schlafstunde waren alle aufgestanden um zum nächsten Unterricht zu gehen. Sirius, der sich erst mal ausgiebig strecken mußte um wieder wach zu werden, hielt mitten in der Bewegung inne als er seinen besten Freund anmusterte.
    “Prongs?”
    “Hm?”
    “Siehst etwas blass um die Nasenspitze aus? Hast net pennen können? Hat Binns zur Abwechslung mal was für dich interessantes gebracht?”
    James lachte gekünselt, ohne das sein bester Freund es mitbekam. Er tat es ja nicht böswillig, sondern nur, um ihm keine Sorgen zu bereiten.
    “Lass uns gehen...”
    Die Maurauder standen auf und nachdem James seinen Arm um Melissa geschlengelt hatte, verließen sie das Klassenzimmer.
    “Was ist?” fragte Alice als sie Lilli's starrenden Blick bemerkte.
    “Hm? Ach nichts, lass uns gehen.”
    “Nichts? Dafür ruhten deine Augen aber ziemlich lange auf deinen Schulsprecherkollegen. Irre ich mich oder ist da was im Busch?”
    “Du irrst dich.”
    “So?”
    “James Potter und Ich, das wär ja lächerlich, also wirklich.”
    “Irgendwie schon,” stimmte Alice ihr schließlich zu, warf sich die Schultasche über die Schulter und stand auf.
    “Ihr wärt wirklich ein eigenartiges Paar. Wir sehen uns dann in VgddK, Bye Lilli!”
    Und mit diesen Worten ging sie hinaus. Lilli stand wenig später ebenfalls auf, schritt vor die Tür und ging ihres Weges zu Heilkunde.

    Der erste Schultag verlief somit relativ ereignislos und das einzig wichtige für Lilli war die Tatsache, dass sie am Abend mit James auf Patrolie durch die Gänge wandern würde. Sie hatte ein Bild von ihm, wie er war und sie fragte sich, ob er es ihr heute Abend bestätigen würde, oder auch nicht. Pünktlich um 22.00 Uhr ging sie in den Gemeinschaftsraum runter und sah sich suchend nach ihm um.
    'Wahrscheinlich hängt er wieder knutschend bei Kingcade rum,' dachte sie genervt, doch genau das tat er nicht. Melissa saß mit Anna, Alice und den übrigen Mauraudern am Kamin und sprachen über irgendetwas offensichtlich langweiliges. James war nicht bei ihnen und im Grunde genommen hatte sie wenig Lust ausgerechnet diesen Haufen zu fragen, wo er war.
    “Evans!” rief Sirius zu ihr rüber, als er sie bemerkte. Genervt wandte sie sich ihm zu und sah ihn gespielt erfreut an.
    “Ja?”
    “Prongs läßt dir ausrichten, dass er draußen auf dich wartet. Er wollte noch etwas mit dem Besen fliegen. Wenn Madamme also noch weiß wie es dorthin geht, sollte sie kein Problem haben den gändigen Herrn auf dem Quidditchfeld aufzugabeln, oder soll ich als Aufpasser mitgehen?”
    “Dich als Aufpasser?” giftete Lilli unüberlegt los.
    “Da könnt ich mich auch gleich in die Löwengrube werfen.”
    Auf dem Absatz drehte sie sich weg und schritt durch das Porträtloch hinaus. Sirius wandte sich der Truppe zu und sah sie kopfschüttelnd an.
    “Das tut von mal zu mal härter weh,” kommentierte er gespielt wehmütig und erntete ein amüsiertes Lachen von Melissa. Anna hatte dazu nichts gesagt, aber das wollte sie auch nicht. Sirius wußte genau, was sie von seinen Aktionen hielt.


    Lilli fragte sich den ganzen Weg hinab zum Quidditchfeld, warum James bitte so spät noch da unten herumflog?! Es war gefährlich, vor allem in dieser Zeit, wo Voldemort immer mehr Macht gewann und teilweise unbekannte Wesen auf seine Seite zog, von denen kaum jemand Bescheid wußte, außer er selbst. Als sie am Feld ankam, sah sie sich suchend nach ihm um. Zuerst konnte sie in dieser Dunkelheit, die lediglich durch das Licht des Mondes ein wenig heller wirkte, niemanden entdecken. Nur sehr langsam konnte man einen fliegenden Punkt ausmachen, der ab und zu hinter den Wolken auftauchte. Lilli erschrak der Gedanke, dass er so hoch oben herumflog. Toll, wie sollte sie ihn bitte herunterholen? Sie konnte ja schlecht nach ihm rufen, da er es so hoch oben sowieso nichts hören würde. Nen Stein nach ihm schmeißen? Konnte sie ja wohl schlecht? Was wenn sie seinen Schädel traf und ihn runterriss? Dann war sie Schuld, wenn Hogwarts nen neuen Schulsprecher brauchte. Und wenn sie ihm einfach ein Zeichen mit dem Zauberstab gab? Etwas vor ihn hinzauberte? Ein Text? Hallo Potter, guck mal runter?! Potter?! Sollte sie ihn nicht besser James nennen?! Sie wollte ihn lieber James nennen, aber er nannte sie auch immer noch Evans.
    Was solls, dachte sie sich schließlich und hielt den Zauberstab in die Höhe.


    Um seine Gedanken zu klären flog James immer gern ein paar Runden um das Quidditchfeld. Er war der Sucher der Gryffindor-Manschaft und liebte das Fliegen. Es gab ihm ein Gefühl der unendlichen Freiheit, als ob niemanden einen bezwingen könnte und man vor nichts davon laufen brauchte, denn in der Luft konnte einem niemand etwas anhaben. Absolut niemand. Wenn er hier oben war, dann schienen seine Probleme weit weg von ihm zu sein. Keiner wußte wie er sich wirklich fühlte, keiner sah, was direkt vor ihren Augen ablief, oder sie verschlossen alle mit Absicht die Augen. Anna wußte als einzige von dem Erlebnis vor einigen Jahren und sie war auch die einzige, mit der er reden konnte, aber auch sie wußte nicht, wie es wirklich um ihn stand. Sie wußte nicht das wichtigste, was er allen verschwieg, weil er es nicht wahr haben wollte. Immer wenn er glaubte, wieder daran denken zu müssen, weil seine Vergangenheit ihn einholte, dann flüchtete er. Quidditch war das einzige, was ihn vom denken abhielt. Er handelte einfach aus dem Bauch heraus, ohne groß sein Gehirn benützten zu müssen. Alles war so klar vor ihm, als ob sein Herz schon immer gewußt hat, wie er etwas zu tun hatte. Er hätte die Augen verschließen können und trotzdem durchstreifte er die Luft wie er es beabsichtigt hatte und es am günstigsten für ihn war. Und sobald er die Augen wieder öffnete...........

    >>Hey, Schulsprecher<<

    “Wuohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!”
    “Nei-” Plumps! ”Ufffff!”

    James verzog mißtrauisch die rechte Augenbraue. Es fühlte sich merkwürdig an. Er war eigentlich tief gefallen. Gut er war mit seinem Besen etwas runter gegangen, weil er wußte, dass Lilli Evans jeden Augenblick kommen würde um ihn abzuholen und er sie hören wollte, wenn sie nach ihm rief, aber nun lag er da und fragte sich warum er gefallen war und weich gelandet ist?! Er flog.... und flog... und dann die Schrift direkt vor seinem Auge....
    “Potteeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!”
    “Evans?” fragte er unfassbar und hatte sich augenblicklich zur Seite gerollt. Lilli drückte sich angeschlagen auf und sah ihn mit giftigem Blick an.
    “Hättest du nicht woanders hinfallen können? Nur einen Meter weiter?”
    “Warum bist du nicht einen Meter zur Seite gesprungen, wenn du gesehen hast, das ich direkt auf dich rauf falle?”
    “Ich war geschockt!”
    “Ich auch! Ich nehm an die Schrift war deine geniale Idee?”
    “Sie ist auch genial wenn du beim Fliegen dein Hirn angeschaltet hättest.”
    “Wer rechnet denn mit ner Schrift direkt vor sich? Echt, manchmal frag ich mich ob Mutter Natur bei dir nicht was vergessen hat!”
    “Bei mir? Ich bin nicht diejenige, die Snape vor allen anderen die Boxershorts ausgezogen hat.”
    “Ich hab das nicht getan!”
    “Hast du doch! Ich hab alle anderen lachen hören!”
    “Ich wollte, aber ich habs nicht getan.”
    “Hast du doch!”
    “Frag Sirius!”
    “Dein Spinnerkompane?”
    “Dann frag Anna!”
    “Sie war nicht dabei! Sie war am See mit Alice bei den anderen!”
    “Dann frag Remus! Ihm glaubst du sicherlich,oder?”
    “........”
    “Ehrlich, Evans. Wie willst du in diesem Jahr bitte mit mir zusammenarbeiten, wenn du ständig nen Grund suchst um auf mir rumzuhacken?”
    “Das tu ich doch gar nicht,” wehrte sie sich beleidigt. Wie konnte er nur soetwas über sie denken?
    “Nein? Bist du dieselbe Evans, die Sirius und mich jedesmal bei McGonagall verpetzt hat, wenn wir Abends draußen unterwegs waren?”
    “Du bist jetzt Schulsprecher und wirst dasselbe mit anderen tun müssen! Das gehörte nun mal zu meinen Pflichten!”
    “Pflichten! Hast du nie Spaß im Leben?”
    “Doch, ständig! Was geht es dich überhaupt an, was ich mit meinem Leben anfange? Du bist doch glücklich mit deinen hirnlosen Rumtreiberkumpels und dieser-”
    “Keine Beleidigung, bitte!”
    “Was macht sie denn ständig?”
    “Du provozierst sie doch!”
    “Als ob sie das nicht täte!”
    “Lass uns die Rundgänge hinter uns bringen. Einen sturren Gefühlsbrocken von etwas anderem zu überzeugen ist, als ob du versuchst nen Dementor zu töten. Zwecklos!”
    Er stand auf und reichte Lilli die Hand. Sie hatte sie natürlich nicht angenommen, sondern richtete sich von selbst wieder schnaubend auf. Ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen ging sie vor ins Schloß hinein mit einem genervten James hinter sich her schleichend. Den ganzen Rundgang über sprachen sie kaum ein weiteres Wort miteinander außer am Ende das:
    “Fertig?”
    “Ja!”
    “Gut.!”
    “Gut!”
    “Dann bis morgen?!”
    “Ja!”
    “Gut.”
    “Gut.”
    Und so trennten sich die beiden in die verschiedenen Schlafsääle. Lilli hatte noch Licht durch die Türspalte gesehen und wußte, dass die drei offenbar noch nicht ins Bett gegangen waren.
    'Toll, genau was ich nach einem solchen Abend brauche.'
    Trotzdem mußte sie hinein gehen, denn drinnen stand leider Merlins auch ihr Bett.
    “Hey, Lils,” güßte Alice sie, als sie herein kam. Wie erwartet saßen Anna, Melissa und Alice auf Melissa's Bett und waren mal wieder neuesten Tratsch durchgegangen.
    “Hi,” sagte sie lustlos und ging zu ihrem Bett rüber.
    “Gut Nacht.”
    “Nacht,” erwiederte Alice und sah noch wie Lilli die Vorhänge ihres Himmelbettes zuzog und sich dann hinlegte.
    Melissa sah die beiden Mädels nur kopfschüttelnd an und nahm das Gespräch wieder auf. Lilli war heilfroh als sie stunden später endlich aufhörten zu labern und endlich auch einschliefen.
    'Nur noch dieses Jahr, dann bist du sie los. Ich hoffe das Jahr geht schnell vorbei.'



    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    nata - 05.11.2005, 18:08


    ahhhh prini!!! du bist die beste gaunau auf diese ff habe ich gewartet!

    *ja* wundert euch nicht wer auch immer das ließt ich kenne die geschichte und sie ist einfach lesenswert *schamcht*

    ja unsers beste autorin hier im boot, und das kann ich getrost behaupten denn es stimmt. so viel herzblut und einfallsreichtum muss man erst haben um eine eigenständige geschichte mit personen die uns allen bekannt sind und neuen *mrs. white zb* auf die beine zu stellen!

    ich übertreibe nicht das diese geschichte voller überraschungen steht und ich möchte die sehr gute formulierung und ausdrucksweiße unterstreichen!

    also die esten 2 Chaps lassen uns erahnen wie das wird zwischen siri und anna und auch noch lily und james?

    auf alle fälle erwarten uns noch spannende abenteuer und ich lese weiter :wink:


    hab dich lieb prini und setzt blad mal das nächst chap on!


    deine nata

    *ps die fotos kommen per mail*



    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    annybunny - 05.11.2005, 21:50


    Das ist doch gemein! Jetzt hab ich gerade ein review geschrieben, und dann war da so ein doofer fehler und jetzt kann ich alles noch mal schrieben :cry:
    Aber die story gefällt mir bis jetzt auf jeden schon mal voll gut!!!
    Nur Melissa kann ich absolut nicht leiden!!!!
    Die ist mir einfach total unsympathisch weil du sehr von sich überzeugt und denkt alle müssten nach ihrer Pfeife tanzen :evil:
    Und von Anna weiß ich immoment irgendwie noch nicht so ganz was ich von ihr halten soll! die ist so komisch!
    Prini hat folgendes geschrieben: Das war mithin ein Grund warum Melissa soviel Wert auf Anna's Freundschaft legte und sie wußte das.... Tief in ihrem Herzen wünschte sich Anna etwas anderes was sie hatte, was sie aber wohl niemals bekommen würde.
    Die stelle versteh ich irgendwie nich so ganz, heißt das das Anna mehr für James empfindet als nur Freundschaft?
    Prini hat folgendes geschrieben: “Was James und Anna betrifft.....”
    “Darüber will ich nicht sprechen, Diana... Du weißt es und damit basta. Okay?”
    und was meint Diana mit ihrer Frage wegen James und Anna???
    Ich freu mich schon aufs nächste chap!
    lg, anny



    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    van helsing - 06.11.2005, 15:03


    Hallo meine Kleine :D

    Ich sollte zwar kein Review machen :D ,
    ich tue es aber trotzdem :D

    Weis allerdings gar nicht was ich schreiben soll,
    denn ich habe dir das doch alles schon beim ersten mal geschrieben.

    Und das dein Schreibstiel einfach klasse ist,
    wie du die Gefühle der einzelnen Charaktere rüberbringst,
    und wie du immer wieder neue Fragen in die Geschichte einbaust,
    das man vom lesen einfach nicht mehr weg kommt,
    das habe ich dir doch auch schon geschrieben.

    Die Geschichte ich einfach umwerfend, und fast unschlagbar.

    So und jetzt mal zu den Chaps,
    James hat schon ein schweres Los zu tragen.

    Ich kann Melissa einfach nicht leiden.

    Ich wusste gar nicht mehr, das Lilli so zickig und aufbrausend war :D

    Ach ja, hab ich schon gesagt, ich kann Melissa nicht leiden :D

    Du bist die Beste *ganzstolzzumeinerkleinenschwesterrüberschau*

    bis denne
    HDGDÜAL + bussi +

    ich wuste nicht, das ich als Gast Reviewen kann :?



    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    Anonymous - 08.11.2005, 14:12


    Törööööööööööööö :mrgreen:


    Nataspatzerl

    :oops: Dankööööö, also krieg ich hier jetzt immer ein Review von dir *grins*

    Hab dich auch ganz doll und noch mehr über alles lüüüb :wink:

    *knutscha*



    annybunny

    Hallo :)

    :bash Diese Verbindung aber auch

    Uihhhh, schön, dass es dir gefällt bisher :) Ja, Melissa ist so der Hasscharakter der meisten ^^" Was aber nichts heißen muss, denn so fies ist sie nicht wirklich. Einfach nur etwas anders :lol:

    Puhhh, den Satz mußte ich jetzt glatt zweimal lesen wegen dem was Anna wollte ^^" Und mich dann auch wieder erinnern, was ich damals dachte ^^" Aber nein, es ist nicht James. Melissa hat etwas anderes, das Anna sich in diesem Moment gewünscht hatte. Mag blöd klingen, aber da sich die beiden so gut kannten, wußte Anna wünschte sich eher Melisa's Leben. Ohne Komplikationen, ohne Erwartungen und ohne Pflichten. Anna wird in der FF noch sehr oft erwähnt werden und viele Hintergründe werden aufgedeckt, Viele Geheimnisse um sie erscheinen und ich denke, mit der Zeit versteht man auch, wieso sie so verschlossen manchmal ist.

    Das von James und Anna, wird mit der Zeit in die FF einfließen. Diana weiß es nur durch Lilli und Lilli hatte es herausgefunden ^^" Wird aber geklärt werden ;) Danke fürs liebe Review.

    Liebe Grüße :)



    Hels


    *g* Danköööö :D Aber du hast nicht von Anfang an reviewt gehabt und ich wollt das du das hier nachholst *crrrrrrrrrrrrrrrrrr*

    :lol: Am Anfang schon ^^" Oder naja.... Die FF ist auch schon mächtig lang, da vergißt man schon mal Dinge ^^"

    Danke *grins* Naja, ich hab nen Selbstvertrauen was meine Schreibtauglichkeit angeht, wie eine Ameise, das unter nen Elefant hindurchläuft ^^" Brauch also viel zuspruch und Mut *g*

    *knutschadidö*

    Ps. Ich hab auch schon Einträge als Gast gemacht :lol: Irre, oder? :mrgreen:



    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    Anonymous - 16.01.2006, 03:03


    Hoppla :lol: 2 Monate nicht geupdatet =) Da woll ma doch mal in nichts nachstehen =)

    Chap 3: on my own

    Die große Halle war am Freitag beim Frühstück mal wieder randvoll. Langsam hatte Lilli die Schnauze gestrichen voll ständig James mit seiner Freundin auffallend knutschend in einer Menge von giggelnden Bewunderern zu erleben. Wenn sie es nicht besser wüßte, würde sie glatt glauben, dass die beiden nur zusammen waren, damit sie die gesamte Aufmerksamkeit der Schule bekamen.
    “Morgen, Lilli,” hörte sie die weiche und leise Stimme von Diana, die sich schüchtern neben sie hingesetzt hatte. Manchmal mußte sich Lilli anstrengen, die Freundinn überhaupt wahr zu nehmen, wo sie tatsächlich so leise sprechen konnte, dass man selbst das Fallen einer Stecknadel eher hörte, als ihre Begrüßung.
    “Morgen Diana.”
    “Und? Wie war deine erste Woche als Schulsprecherin?”
    “Paßt schon, war nicht sonderlich viel zu tun. Die wollen sich offenbar alle nicht mit unserem netten Schulsprecher anlegen.”
    “Naja, James ist eine ziemliche Autoritätsperson. Hast doch gesehen wie es Snape geht? Er wird sogar von seinen eigenen Leuten gemieden.”
    “Snape interessiert mich nicht die Bohne! Er hat verdient was er bekommen hat. Seine Schlammblutsprüche hingen mir sowieso schon zum Hals raus. Gehen wir am Wochenende zusammen nach Hogsmeade? Muss noch ein paar Dinge besorgen.”
    “Okay, wir sehen uns heut Abend beim Essen. Tschüss.”
    “Tschüss.”
    Diana war genau so schnell verschwunden wie sie gekommen war und Lilli saß wieder alleine am langen Gryffindortisch. Wieder wanderte ihr Blick zu James rüber, der heiter mit seinen Freunden über irgendetwas lachte, was Melissa erzählte. Obwohl er lachte bemerkte sie einen traurigen Glanz hinter seinen Augen, den wiedermal niemand wahr zu nehmen schien. Sie wußte nicht wie lange sie ihn angesehen hatte, als sie einen Blick auf sich spürte und Anna sah. Die beiden Mädels hatten ihre Blicke einander nicht weggenommen sondern blieben standhaft auf die Augenpaare des anderen. Lilli verstand nicht was ihr Blick zu bedeuten hatte. War es Mißtrauen? War es ein angewiderter Blick, weil sie sich sahen.... oder war es etwas ganz anderes, was sie nicht verstand? Langsam leerte sich die Halle und Lilli folgte den anderen Gryffindors in den Unterricht. Freitag hatten sie in der ersten Stunde ein neues Fach, dass hauptsächtlich die Leute gewählt hatten, die ihre Zukunft als Auror/in sahen. Lilli war nicht erstaunt Anna und die Maurauder im Unterricht zu sehen. Das einzige was sie wunderte, war die Tatsache, dass nicht auch noch James Schatten: Melissa Kingcade mit dabei war. Da Alice und Frank dummerweise bei ihnen dabei stand, mußte auch Lilli wohl oder übel zu ihnen dazu kommen. Sie mochte es nicht wirklich gerne immer alleine irgendwo zu stehen. So sprang sie diesesmal einfach mal über ihren eigenen Schatten.
    “Hi.”
    “Hi, Lilli,” grüßten Frank und Alice sie. Anna sah sie von oben nach unten und wieder herauf an. Fast so als ob sie sie anmusterte und damit sagen wollte, dass sie sie nicht für würdig hielt eine Aurorin zu werden.
    “Evans, wußte gar nicht, dass du Aurorin werden willst,” bemerkte Sirius frech grinsend. Wiedermal schien er es sich zur Hauptaufgabe gemacht zu haben, sie aufzuregen.
    “Dasselbe gilt für dich. Black und Auror? Das paßt irgendwie nicht ganz zusammen, wenn man bedenkt, dass deine Cousine und dein kleiner Bruder in schwarze Magiekunde gehen.”
    “Hat sich leider hiermit überschnitten, sonst wäre ich auch dort....”
    “Dacht ich mir schon.”
    “Ach, du kannst denken?”
    “Im Gegensatz zu dir, ja!”
    “Uhhh,” machte Sirius gespielt beleidigt. “Giftig wie eh und jeh, wie? Evans.”
    “Nur zu dir.”
    “Gudän Morgen!”
    Mit einem mal war eine weibliche Professorin hereingeschneit, die James nicht unbekannt war. Allerdings verzog er unglaubig die Augenbraue, als sie ihm vielsagend zuzwinkerte und in die Mitte der Klasse schritt.
    “Main Nameee is Brofessorrr Swedlana Jaivengo!” begann sie mit einem gespielten Dialekt, der WEDER Russisch ähnelte, noch Französisch oder einer sonstigen Sprache. James zuckte geschockt mit der Augenbraue. Swetlana Jaivenko war seine Patentante und konnte eigentlich Perfekt Englisch sprechen!!!
    “Ichhh binn eurre Lehrrerrin in diesem Jahr füar fordgesriddene Verdeidigung geggen die dunkle Künste! Diesser Kurs lerd euch vorrr allem wie ihrr euch selbsd verdeidigen gönnd oder sollded, wenn euch ein duuungler Sauberer angreifd, der bereis ein ausgelernder Sauberer ist. Ihr werded in Grubeeen arbeideeen, die ich susammen sdellen werde.”
    'Klasse,' dachte sich James leicht verzweifelt ohne den irren Blick abgesetzt zu haben. Genau was er brauchte. Ne verrückt gewordene Tante in Hogwarts in ner Lehrerposition.
    “Guad, ichhh werrrde jest die Grubeeen susammen sdellen: Wir beginnen mid der A-Grubbe: Lijiiiiii Evàaans?”
    Lilli hob verwirrt die Hand.
    “Lilli Evans, Professor,” versuchte sie zu korrigieren, fing sich dabei aber nur einen amüsierten Blick von Swetlana ein.
    “Achssso.... ja guad..... Und.... Jah-mes Potte......”
    Dieser hatte mittlerweile das Gesicht hinter der Hand verborgen und stand kurz vor dem Nervenzusammenbruch.
    “Jah-mes Potte? Is er nich anwesend?”
    Zögerlich und mächtig genervt hob er schließlich doch noch die Hand.
    “Ahguad, main junge.... dann... Sirios Blagg?”
    “BLACK!” verbesserte er sie beleidigt. Blagg klang ja wie ein ne Bezeichnung für ne ausgelaugte Pizza....
    “Nadürlich,” wehrte sie wieder desinteressiert ab.
    “Uuund.... Ahhnnnna Weideeee?”
    Diese hob kommentarlos die Hand. Da sie weder Lilli noch Sirius beachtet hatte, hatte es wohl wenig Sinn wenn sie noch ihren eigenen Senf dazu gab.
    “Munduguse Flescher?”
    Der Typ, der unruhig wackelte und einen bekifften Ausdruck im Gesicht trug, meldete sich schwankend mit dem Zeigefinger.
    “Uuund.... Kingeseley Saggelbold?”
    Der große Zauberer in der anderen Ecke hob seinen muskulösen Arm in die Höhe.
    “Guad, dann kommen wirr sur Grubbe Bä! Dass wären Alies Sdaddleeer....... Franckkkk Longeboddem..... Pedarr Padigruu...... Räämuuss Lupèn..... Dolloras Umbrid..... und Fabièn Brewettee! Dann die Gruppe Sä!”
    Swetlana sprach selbst die restlichen Namen in einem Dialekt aus, der James in Grund und Boden schämte. In diesem Moment war er verdammt glücklich, dass niemand wußte, dass sie sich kannten und beschloss innerlich, das auch so zu belassen.
    “Guad... und nun sdellen sich die Grubeeen susammen und ich gebe euch eurre Aufgabe!”
    Lilli, Sirius, James und Anna mußten sich nicht fortbewegen da Mundungus und Kingsley zu ihnen kamen oder besser Kingsley schnappte Mundungus mitten im Weg auf und zog ihn zur Gruppe her. Andererseits hätte er sie alleine nicht mal bis zur Ende der Stunde gefunden, so schielend und betrunken wie er durch die Gegend lief. Lilli sah Anna mit einem leicht fragenden Blick an. War ja schon das zweite mal, dass sie nun in einer Gruppe arbeiten mußten. Schicksal oder einfach ein blöder Zufall, damit sie sich noch mehr auf die Nerven gehen konnten, als bisher schon?
    “Was ist?” fragte diese genervt als sie Lilli's starrenden Ausdruck bemerkte und nun ihren Kopf mit einem ziemlich bösen Blick rüberschwankte. Lilli schreckte dieser Gesichtsausdruck nicht ab. Aus irgendeinem Grund sah sie nichts böses in ihrer Miene, mit dem sie seit Jahren in ein und demselben Schlafsaal wohnte. Im Gegenteil, sie sah nur etwas warmes merkwürdig geheimnisvolles darin, dass sie zwar nicht definieren konnte, aber es machte ihr genau so wenig Angst.
    “Nichts.... Schon ein Zufall oder dass wir schon wieder in einer Gruppe stecken....”
    Sie versuchte ihre Unsicherheit durch ein leicht amüsiertes lächeln zu verdecken aber Anna drehte ihren Blick weg und ignorierierte ihren Kommentar. Etwa so, als ob sie kurz eine Fliege beim Summen beobachtet hätte könnte man sagen. Nur war die Fliege womöglich interessanter als Lilli.....
    'Soviel zum Thema Freundschaft....' dachte sie leicht enttäuscht und etwas peinlich berührt.

    Professor Jaivenko kam wenig später zu ihnen und sah alle mit erwartungsvollem Blick an.
    “Guad. Also...wie ich weiss, habd ihr vorriges Jaahr ja son mal kurs Legilimendig gelernd. In diesem Fach werded ihr diese Fähiggeid ausbauen und besser beherssen lernen. Genauso wie die Ogglumendig, aber da die Bä-grubbe mit der Ogglumendig beginnd, werdet ihr mit der Legilimendig beginnen. Der Saubersbruch is gans einfoch.”
    Die Professorin nahm ihren Zauberstab heraus und sah in die Gruppe.
    “Sso! Wer wiel sich sur Verfugunge sdellen?”
    Jeder hatte schockiert die Augen aufgerissen und im nächsten Augenblick versucht möglichst gleichgültig drein zu blicken, damit die Lehrerin bloß nicht merkte, dass man da war. Anna und Sirius begannen in andere Richtungen zu blicken und dabei ein Liedchen zu pfeiffen, während Mundungus sich umdrehte und von einem Fuß auf den anderen trat. Kingsley sah sich gespielt suchend um und versuchte sich dabei möglichst gut hinter Lilli zu verstecken und auch James hatte rechtzeitig reagiert und so getan als ob er einem plötzlichen Hustenanfall erlegen würde und sich dabei so gut es ging hinter Sirius und Anna zu verbergen.
    “Ahhhh.... Miss Evàaans... sehr guad.”
    “W-Was?” stotterte diese erschrocken.
    Swetlana richtete ihren Zauberstab mitten auf Lilli's Kopf.
    “Konsendrieren sie sich auf edwas, Miss Evàaans. Irrgendedwas auss ihrer Vergangenheid. Ein besonderres Errlebnis und bliggen sie mir dabei in de Augen. Ich werde vertrsuchen in ihren Gedangen einzudringgen um genau dieses Erlebnisss zu lessen! Bereid, Miss Eväaans?”
    “Ähm-Ne!”
    “Guad! Und ihr anderre, passde genau auf meine Handbewegungge auf und auf dass was ich sssagge! Legilimens!”
    Es war wie ein Stich in ihrem Kopf. Nicht schmerzhaft, sondern mehr wie ein seltsames Gefühl, als ob sie jemand umgerempelt hätte und dabei mit der Faust auf ihre Stirn gezielt hatte. Ein helles Licht blendete ihre Augen und vor ihrem geistigem Auge sah sie Anna in der Winkelgasse als kleines Kind. Sie hatte damals nicht gewußt, dass sie in dieselbe Klasse kommen würden, aber ihr war der traurige Blick des Mädchens aufgefallen, den sie trug während sie bei ihren Eltern stand, welche ihrer Tochter keines Blickes würdigten. Mehr schienen sie auf etwas anderes konzentriert zu sein, doch ihre Tochter war ihnen gleichgültig.... Man konnte die Einsamkeit und die Todessehnsucht in diesen schwarzen Augen erkennen, als ob sie jeden Moment die Klippen hinab springen könnten.....
    Wusch! Das Bild wurde verdrängt durch eine 16jährige Melissa Kingcade, die mit Anna durch die Gänge spazierte. Neben ihr her eine ganze Scharr gigelnder Mädels, die sie offenbar bewundernd anhimmelten. Kingcade ging hochnässig durch die Gänge und machte mit ihren Händen bescheuerte Bewegungen. Lilli sah zu wie Anna neben ihnen herlief, nicht wirklich interessiert daran. So wie bei ihren Eltern.... Sie sah aus, als ob sie über andere Dinge nachdachte, tiefere Dinge, die ihr Leben betrafen, die sie nicht mit anderen zu besprechen vermochte.
    Wuch! Wieder ein neues Bild. Diesmal ein 12jähriger James Potter, der im St. Mungo liegt... schwerverletzt, sein gesamter Körper war bandagiert, lediglich seine hasselnussbraunen Augen blickten sie an, mit einem flehenden Ausdruck nach Hilfe....

    Mit einem mal atmete sie heftig ein, als ob das ihr erster Atemzug überhaupt wäre. Lilli erwachte aus der Starre und blickte ihrer Professorin in die Augen. Was war es? Mitleid?Furcht?Neugierde? Swetlana lächelte überrascht auf und nahm ihren Zauberstab herab. “Dass is die Legilimendig. Gans wichdig is der Augengondagd und dass ihrr euch darauf konsendrierd die Gedangen der Berson gegenüber su lessen. Im übrriggen, Miss Evàaans? Sie ssollden lernen ihren Geisd besser su versleessen... In eurer Grubbe iss Miss Weiddeeee diejenige, die Ogglumendig und Legilimendig behersst.... Isssd diese Inforrrmasion richdig, Miss Weiddeeee? Professor Dumblydorr ad mir dass gesagd.”
    “Ja.... Ma'am,” antwortete Anna gelangweilt und mußte ein gähnen fast schon mit gewalt unterdrücken.
    “Guad. Dann werden sie die Grubbe führren. Ich bin mir sicher, dass sie dass guad machen werden. Es sählt am Ende die gesamde Node. Geine Einselbewertung. Sdrengen sie sich also an. Alle susammen....”
    Mit diesen Worten verließ sie die Gruppe wieder und Anna wandte sich kopfschüttelnd den anderen zu.
    “Fantastisch, das hat mir gerade noch gefehlt! ' n neuer Job als Professor!”
    “Na, Professor Weideeee,” witzelte Sirius augenblicklich drauf los und hatte sie kumpelhaft an der Schulter geknufft.
    “Sehr witzig Mr. Blagg!!!”
    “Oder Jahmes Potte! Unfassbar! Wo ist sie doch gleich her?”
    “Ich glaub aus Deutschland.”
    “So klingt ein deutscher Akzent?”
    “Ihr Name hat mehr was Russisches.”
    “Oder Französisches?”
    “Wie wärs mit Holland?”
    “Oder die Niederlande?” fragte Sirius.
    “Schwachkopf! Holland ist Niederlande!”
    “Echt?”
    “Schnellchecker der Firma langsam. Lass mich raten: Als Merlin die Gehirne verteilt hat, warst du krank?”
    “Ich glaub ich war in der Schlange für Gutes Aussehen und mächtig viel Muskeln.”
    “Wie witzig!” sagte sie trocken.
    “Warum lachst du dann nicht?”
    Lilli hatte sich an dem Gespräch nicht beteiligt. Ihr Blick galt weiterhin Professor Jaivenko, die mittlerweile bei der C-Truppe angekommen war und ihnen Befehle erteilte. Sie hatte gesehen was Lilli gesehen hatte, aber sie hatte kein Reaktion gezeigt. Gut, was hätte sie auch groß dazu sagen sollten, aber.... Lilli hatte irgendeine andere Reaktion erwartet, als Gleichgültigkeit....Das waren keine normalen Bilder die man sah, keine normalen Emotionen, die man fühlte... oder etwa doch?

    Nachdem der Unterricht beendet war, entließ Swetlana die Klasse mit der Bitte: “Und lernd fliesssig!” Sie waren schon fast alle draußen als Swetlana nach James rief: “Mr. Potte?”
    “Ja.... Ma'am?”
    “Ich muss noch mid ihnen sbrechen.... bidde kommen sie surüg.”
    “Komm gleich nach,” sagte James und kam wieder zurück während Sirius und die anderen zum nächsten Unterricht gingen und die Tür hinter sich schlossen.
    “Swetlana.”
    “James.”
    “Ach? Nicht mehr Jahmes? Was sollte dieser Mist mit dem lächerlichen Dialekt, den keiner kennt?”
    “Taktik.”
    “Wofür?”
    “Deine Mum hat mir erzählt, dass deine Träume wieder angefangen haben.”
    “Und?”
    “Dumbledore kann nicht immer hier sein um auf dich aufzupassen. Wir nehmen an, dass jemand in deiner Nähe womöglich der Auslöser war.”
    Mit einem mal hatte sich der Ausdruck der Professorin verändert. War er eben noch freundlich, sah er jetzt misstrauisch und durchdringend aus, als ob sie ihn verdächtigen würde.
    “In meiner Nähe? Melissa?”
    “Nein, das wäre zu einfach..... “
    “Anna?”
    “Vielleicht.... Ich bin jedenfalls da um es herauszufinden. Naja, du weißt dass dein Großvater überall als Zaubereiminister angesehen wird, jedoch wäre es ein gefundenes Fressen für die Presse, wenn deine Patentante in Hogwarts unterricht. Der Tagesprophet würde ihn in der Luft zerfressen, dass er einen Freund nach Hogwarts brachte und auch noch als einer deiner Professoren. Ein Glück für mich dass so gut wie niemand darüber Bescheid weiß und als perfekte Zugabe mußte ich so tun als ob ich Englisch nur gebrochen kann. Der Dialekt hat doch was, findest nicht auch?”
    “Macht es dir denn Spaß wie 'n sprachgestörter Hirni rum zu laufen?”
    “Ich bin ne Professorin mit nem Dialekt. Ist doch mal was anderes, außerdem dient das nur zur Tarnung, damit keiner Verdacht schöpft. Erst recht nicht diese Verbindungsperson. Ich halt dich über alles weitere am laufenden und nun geh. Ich will nicht Schuld daran sein, dass du zu spät zum nächsten Unterricht kommst.”
    James schüttelte unglaubig den Kopf, während er von ihr wegschritt und die Tür öffnen wollte als sie ihm noch mal etwas zurief: “Ach, James? Wie steht Lilli Evans zu euch?”
    “Zu wem meinst du?” fragte er verwirrt, während seine Patentante nebensächlich ihre Tasche einpackte.
    “Dir und Anna.”
    “Wir haben nicht viel miteinander zu tun. Aber Anna scheint sie nicht besonders zu mögen....”
    “..... Verstehe.... Wir sehen uns.”
    Er nickte gleichgültig und schritt hinaus. Egal..... ihm war alles in diesen Momenten egal gewesen. Sein Leben war egal... Es würde sowieso alles seinen Lauf nehmen, egal was er tat. Nichts würde ihn stoppen können, wozu also noch dagegen ankämpfen? Er ging ohne weiter nachzudenken den Gang entlang zum nächsten Unterricht und stieß mitten im Weg mit einer weiblichen Person zusammen.
    “Autsch.”
    “Verdammt!”
    Er blickte das Mädchen an und erkannte die nicht unbedingt bekannte Diana Ayenterro. Sie sah ihn verschreckt an und hatte sich binnen weniger Sekunden wie er auch wieder auf die Beine gerichtet.
    “Tu-Tut mir leid.... Ich hab nicht aufgepaßt.”
    “...... Ich leb noch. Paßt also schon...”
    Und ohne ein weiteres Wort mit ihr zu wechseln ging er weiter seines Weges. Wozu groß reden? Er hatte keine Lust zu reden, das brachte nichts. Es vergeudete nur seine Zeit. Und auch beim abendlichen Rundgang hatte er kaum ein Wort mit Lilli gewechselt..... Sie waren schweigend durch die Gänge patroliert und danach wieder in den Gemeinschaftsraum zurückgekehrt.



    Re: James & Lilli - Black Heart (2)

    Anonymous - 16.01.2006, 03:04


    Chap 4: Dark Secret

    Lilli hatte am Freitag Abend kaum Schlaf gefunden. Die ganze Zeit dachte sie an das, was Professor Jaivenko in ihren Gedanken gelesen hatte, dass was eigentlich ihr kleines Geheimnis bleiben sollte, weil es ihre persönlichen Gefühle waren. Nun waren sie nicht mehr geheim....
    Am Samstagmorgen gingen die meisten nach Hogsmeade und auch Lilli traf sich mit Diana um zusammen den Pfad in das Zaubererdorf zu gehen. Die letzten Besorgungen wollten schließlich noch erledigt werden.
    “Seltsam,” bemerkte die Freundinn nachdenklich und hatte sie verwundert angelächelt, während sie wortlos durch die Wiese schlenderten. “Dass ich das noch erleben darf.”
    “Was meinst du?” fragte Lili verwirrt, da Diana sie aus ihrem Gedankengang rausgerissen hatte. “Du bist heute noch schweigsamer als ich!”
    “Oh...ähm... hab nicht gut geschlafen.”
    Was ja auch zur Hälfte die Wahrheit war. Geschlafen hatte sie wirklich nicht sonderlich gut.
    “Schlecht geträumt?”
    “Nein, nur viel nachgedacht.”
    “Ist gestern denn was passiert? Hat diese Kingcade-Schlampe wieder was gesagt?”
    Lilli lachte amüsiert. Diana war ein nettes Mädchen, dem solche Ausdrücke überhaupt nicht standen und sie mehr wie einen aufmüpfigen Gnom aussehen ließen, statt ernsthaft gefährlich rüberzukommen.
    “Nein, Kingcade hat nichts gemacht.”
    “Dann liegt es an James?”
    “Dia, ich hab echt keine Lust über sowas zu reden, also... wenn wir vielleicht das Thema wechseln könnten?”
    “Okay.... Wie war fortgeschrittene VgddK?”
    'Toll' dachte sie. Das war genau das Thema von dem sie wegkommen wollte und so lächelte Lilli lediglich peinlich berührt und verfiel wieder in Schweigen.

    In Hogsmeade angekommen hatten sie zuerst alle Dinge besorgt, die sie noch benötigten und anschließend wollten sie sich wie die halbe Schule in die Drei Besen setzten um ein Butterbier zu trinken. Sie hatten noch einen kleinen Tisch in der Ecke gefunden, das von einem riesigen Efeu bedeckt wurde und quetschten sich dort hinein.
    “Weißt du was,” grinste Diana frech. “Von hier hast du unbemerkt alles im Blickfeld ohne das dich jemand sieht!”
    “Als ob ich darauf Wert lege zu sehen, was alle anderen treiben,” antwortete Lilli augenrollend. Aber Diana lächelte vielsagend und blickte sich neugierig um.
    “Ich seh jemanden, den du nicht siehst....” sagte sie nach einer Weile, stützte ihr Kinn auf die rechte Handfläche und grinste ihre Freundinn von einem Ohr zum anderen an.
    “Ich denke, du siehst viele, die ich nicht sehe, denn ich bin schließlich diejenige, die die kahle Wand hinter dir begutachten darf.”
    “Ich rede aber von jemand wichtigem....”
    “So?” fragte sie gespielt gelangweilt und wandte sich wieder der Beschäftigung zu, die Bedienung zu suchen um endlich etwas zu Trinken bestellen zu können.
    “James und er ist ganz allein.”
    Blitzschnell drehte sich Lilli ungewollt mit einem Ruck um und sah ihn tatsächlich alleine an einem Tisch sitzten. Er war vertieft in einem Buch und schien die Blicke der anderen Mädels an ihm gar nicht wahr zu nehmen, geschweigedenn irgendetwas anderes, was um ihn herum passierte. Oder er nahm sie wahr und ignorierte sie mit Absicht, weil es ihn nervte..... was immer es auch war... er zeigte keine Gefühle. Wieder bemerkte Lilli wie weh es tat ihn da sitzten zu sehen und zu wissen, dass sie keine Freundschaft hatten, eigentlich... hatten sie gar nichts.
    “Geh hin....”
    “Was?” fragte sie belustigt. “Di, hast du heut Fieber oder was? Wenn ich mit ihm reden wollte, wäre ich hingegangen aber es gibt nichts was ich mit ihm zu bereden hätte, außer die Klärung der Frage wie man mit nem Erbsenhirn zusammen sein kann.Ich meine... Hallooo!! Melissa Kingcade hat womöglich genausoviel Charakter wie die gesamten Slytherins zusammen, nämlich NULL!”
    “Oh.”
    “Was?”
    “Jetzt ist er nicht mehr allein.”
    “Kingcade hängt wieder an seinem Hals, hab ich Recht?”
    “Ähm... nein... 's Anna White.... Sie kommt.... sagt..... und siegt.... er geht mit ihr raus.”
    Ein Satz, der sie auch wirklich traf, was sie aber auf keinem Fall zeigen wollte und so atmete sie ruhig ein und lächelte überlegen.
    “.... Sollen sie doch.... Es ist mir egal....”
    Diesen Satz hätte sie bescheuerter nicht sagen können, denn Lilli versuchte übermässig gleichgültig und überlegen zu wirken, was am Ende aussah, als ob sie sich den Hals verrenken wollte. Dia grinste nur unschuldig....

    James war mit Anna aus den Drei Besen gegangen und im kühlen Herbstwetter durch das Dorf spaziert, bis sie schließlich an eine verlassene Stelle am Rande des Waldes kamen und sich dort auf einen Felsen niederließen.
    “Wieso wolltest du dich in den Drei Besen treffen, wenn du über etwas unter vier Augen mit mir sprechen willst?” fragte sie verwirrt und hatte dabei leicht das Gesicht verzogen. “Ich mein, die drei Besen sind nicht das, was man >>ein ruhiges Plätzchen<< nennt. Oder deine Defintion ist im Duden vertauscht worden.”
    James lachte. “Keine Ahnung. Damit Lissy nicht unnötig eifersüchtig wird, wenn ich mich mit dir alleine treffe? So kann ich wenigstens sagen, dass es halb Hogsmeade gesehen hat und ich das Treffen nicht verbergen wollte. Sie weiß schließlich, dass wir enger befreundet sind.”
    “Ist denn was passiert?” fragte sie besorgt, als sie den frustrierenden Unterton in seiner Stimme wahr nahm. Er nickte nur bedrückt.
    “Und was?”
    “Die Träume haben in den Ferien wieder begonnen.”
    “Die Träume? Die von Voldemort?”
    “Nein, die von mir und Lilli Evans nackt im See draußen!” sagte er sarkastisch und grinste frech. Anna warf ihm wütend etwas Gras zu, dass sie mit der Hand aus dem Boden gerissen hatte, und James mußte promt anfangen zu lachen.
    “Stop! Bitte!” flehte er gespielt, als sie nicht damit aufhören wollte.
    “Du bist genau so schlimm wie Sirius! Ich dachte du wolltest eine ernste Unterredung haben und keine verarschende Konversation.”
    “Wieso verarschende Konversation? Davon hätt ich ja auch träumen können.”
    “Allerdings hättest du dann einen befriedigteren Ausdruck auf deiner blöden Visage und außerdem redet man über sowas mit seinem perversen besten Kumpel und nicht mir mir!”
    “Okay,okay,okay. Friede! Also, ja, von Voldemort.”
    “Schlimm?”
    “Mhm.” Und mit einem mal hatte sich ihr Ausdruck gewandelt. Sie wurde wieder ernst und sah äußerst nachdenklich drein.
    “Und was träumst du?”
    “Jedesmal was anderes. Kann es nicht unterbinden. Taucht immer auf sobald ich schlafe.”
    “Tut mir leid. Ich wollte den Sommer über ja zu dir kommen, aber....”
    “Padfoot.... Schon klar.”
    “Nein.....” -“Nein?“ -„Nein....“-„Was ist überhaupt passiert? Wieso habt ihr euch wirklich getrennt?”
    “Ehrliche Antwort?”
    “Dumbledore! Ja! Immer!”
    “Wir passen nicht zusammen. Sirius ist im Bezug auf das reale Leben wie ein kleines Kind.”
    “Kleines Kind? Er ist von zu Hause ausgezogen und lebt jetzt in seiner eigenen Bude! Er muß sich allein durchs Leben schlagen ohne familiäre Unterstützung. Hat nicht mehr viel von nem kleinen Kind, oder?”
    “Und trotzdem benimmt er sich wie eines! Er hat kein offenes Ohr für die Probleme anderer.”
    “Für die Probleme anderer, oder für deine Probleme? Ist was bei dir passiert?”
    “Ist nicht so wichtig.”
    James warf ihr einen besorgten Blick zu und verzog fragend die Augenbraue. Er kannte sie zu gut um zu wissen, dass nichts passiert war.
    “Dein Dad?”
    “Mhm...” machte sie frustriert und widerwillig spiegelten sich Tränen in den dunklen Augen von ihr wieder. Sie versuchte sie krampfhaft durch blinzeln zu unterdrücken und hatte es nach einer Weile auch geschafft, aber er wußte es besser, wußte, dass sie eigentlich weinen wollte.
    “Tut mir leid....”
    “Vergiß es.... Ich übersteh's. Zurück zu dir.... wenn du willst, können wir es jetzt noch mal tun.... Das dürfte sie für ne Weile wieder blockieren.”
    “Das wird Melissa gefallen.”
    “Was?”
    “Hey, Schatz, du weißt ich liebe nur dich! Aber ohne Anna kann ich auch nicht mehr leben.”
    Einen Moment lang blickte Anna ihn böse an, dann prusteten beide los und saßen lauthals lachend auf dem Boden. Es war als ob sie für einen winzigen Augenblick wieder kleine Kinder sein durften.

    Lilli und Diana waren gegen Samstag Nachmittag wieder zurück ins Schloss gegangen. Während Diana noch etwas lernen wollte, zog sich Lilli schließlich auf die Ländereien zurück und genoss den Herbstwind, während sie ein Buch laß.
    “Ahhhhhhhhhh Miss Evàaaaaaaaaaaaaaaaaaans!” giggelte eine schräge Stimme und Lilli mußte erst mal aufsehen um zu kapieren, dass es Sirius war, der da breit grinsend mit Remus auf sie zukam.
    'Toll und womit hab ich das bitte sehr verdient?'
    “Hi, Lilli,” sagte Remus und ließ sich neben sie nieder, während Sirius heiter hinabgeplumpst war und doch ziemlich elegant und charmant bei ihr lag, den Kopf auf die Hand gestützt, seine doofe Fratze, unwiderstehlich lächelnd auf sie gerichtet.
    “Hi, Remus.... Black!”
    “Wo hast denn Ayenterro gelassen? Hängt doch sonst auch immer bei dir rum?”
    “Sie lernt! Etwas, dass ich auch gerade versuche, wenn du mich nicht so lächerlich unterbrechen würdest.”
    “Lernen? Wir haben doch grad mal die erste Schulwoche! Streber biste ja gar nicht!”
    “Himmel, was nervst du mich hier überhaupt? Solltest du nicht in Hogsmeade bei den ganzen anderen Hohlbirnen sein?”
    “Darf nicht,” sagte er gleichgültig. “McGonagall hat mir für den letzten Streich ein Verbot erteilt. Tja, Shit happens.”
    “Nur für mich, denn dafür nervst du mich jetzt.”
    “Wir könnten ja a little bit Small Talk führen, he?”
    “Hast du keine anderen Freunde?”
    “Neeeeeeeeeeeeeein,” quengelte er gespielt. “Ich bin doch so einsam und allein.”
    “Padfoot, benimm dich, bitte!” schritt Remus ein und sah seinen Freund mit dem selben genervten Blick an wie Lilli es getan hatte.
    “Ja, Mammi....” krähte er und legte sich, alle viere von sich gestreckt, auf die Wiese nieder.
    “Tut mir leid, aber er wollte nicht von meiner Seite weichen,” entschuldigte sich Remus für seinen Freund. Lilli lächelte leicht. Remus mochte sie ja wirklich gern, aber Sirius war derjenige von ihnen, den sie partout eigentlich immer mied.
    “Warum bist du hier? Willst mir doch nicht weiß machen dass der Vertrauensschüler der 7. Klasse auch ein Hogsmeade-Verbot bekommen hat?”
    “Nein,” lachte er amüsiert auf. “Der Vertrauensschüler der 7. Klasse hat sich nur vom größten Unruhestifter der 7. Klasse überreden lassen mit ihm auf Hogwarts zu bleiben.”
    “Ach was, Evans!” sagte Sirius ohne die beiden angesehen zu haben. Seine Augen waren geschlossen und seine Haltung vollkommen entspannt. “Der Streber ist freiwillig hiergeblieben um nach mehr Wissen zu streben, gell Strebi?”
    “Faulpelz!”
    “Und stolz drauf!”
    Lilli lachte bei der kurzen Konversation der beiden Jungs. Etwas, das sie von sich selbst nicht erwartet hatte. Tatsächlich wunderte sie es, dass Sirius offensichtlich nicht ganz so böse war, wie sie es all die Jahre geglaubt hatte.Wenn sie näher darüber nachdachte war es gar nicht verwunderlich, zumal sie mit ihm nie großartig gesprochen hatte, außer wenn es darum ging, Punkte abzuziehen oder ihn zu ermahnen....
    “Der Hauptgrund ist, dass James und Anna alleine in Hogsmeade sein wollten. Deswegen bin ich hier geblieben.... UM AUFZUPASSEN DASS DER CHAOSKÖNIG KEIN UNSINN TREIBT!” fügte er mit lauter Stimme dazu, damit Sirius das auch ja hörte. Dieser hatte ihm wieder kein Blick geschenkt und begann friedlich zu pfeifen.
    “Weißt doch, Strebi wie es heißt? Der wahre Genie braucht keine Ordnung! Er überblickt das Chaos.”
    “Du und deine Muggelsprichwörter! Padfoot ist ein Fan davon seitdem er im Sommer mit Anna zusammen war.”
    “Du und Anna White wart ein PAAR?” stieß Lilli total schockiert aus. Sie hatte davon ja gar nichts gewußt und die Tatsache, dass jemand wie Sirius mit jemand wie Anna zusammen war, schien ihr immer wie unmöglich. Erst jetzt rappelte sich Sirius auf und sah nun nicht mehr ganz so entspannt aus wie vorher. Zuerst sah er beleidigt drein, dann setzte er einen Schmollmund auf und dann, so schwörten Lilli und Remus, leuchtete eine Glühbirne neben seinem Kopf auf. “Evans! Wie wärs mit uns beiden?”
    “Igitt!!!!” stieß sie angeekelt aus und schreckte wie vor einer Kakerlake zurück.
    “Nein? Hast Recht.... Nach White brauch ich erst mal Pause von euch Allwissend-Bräuten.”
    “Allwissend-Bräuten?”
    Sirius hatte wieder keine Antwort gegeben, sondern flackte wie ein Hefekloss auf der Wiese drauf.
    “Padfoot mags nicht, wenn seine Freundinn klüger ist als er,” zwinkerte Remus ihr zu, woraufhin sie kurz verstehend mit dem Kopf nickte, trotzdem jedoch unglaubig drein blickte. Sie entschloss, dass lesen jetzt vielleicht das klügste war, was man tun konnte. Ruhig schlug sie ihr Buch auf um es weiterzulesen, wie auch Remus, der neben ihr saß und seinerseits zu lesen begonnen hatte, als sich der Hefekloss vor ihnen regte.
    “Unglaublich!”
    “Was ist jetzt schon wieder?” fragte Lilli genervt wegen der Unterbrechung und legte das Buch beiseite.
    “Wie kann man nur 5 Minuten lang still sein und nichts tun? Wird dir nicht langweilig?”
    “Nein. Halt jetzt die Klappe.”
    “Dir gefällt diese Totenstille?”
    “Schläfst du etwa bei lautem gepoltere, oder was?”
    “JA!”
    Lilli klatschte sich die Hand auf die Stirn.“Blöde Frage von mir. Wieso frag ich überhaupt so ein Alien...”
    “Alien?”
    “Außerirdische.”
    “Außerirdische?”
    “Menschen die nicht von dieser Welt sind.”
    “So wie du?!”
    “Ich meinte DICH! Himmel, ich verblöde noch an diesen sinnlosen Gesprächen! Genau so gut könntest du gegen eine Wand reden, denn die hört dir genau so zu!”
    “Ich finds witzig,” grinste Sirius ihr frech zu und zwinkerte. Etwas dass sie von ihm noch gar nicht kannte, was ihr allerdings dummerweise gefiel. Hatte er tatsächlich eine freundliche Ader, wie Alice gemeint hatte?! Und zeigte er diese Ader ihr?
    “Ich werd jetzt gehen.”
    “Wohin?”
    “Weg von dir!”
    “Ohhh.... dabei begann es gerade richtig Spaß zu machen.”
    “Ich verspreche dir, dass es eine Fortsetzung geben wird, okay?”
    “Ich nehm dich beim Wort, Evans.”
    “Ich dich auch, Black!”
    Mit diesen Worten schloss sie ihr Buch und verließ die beiden Jungs, um zurück zum Gryffindorgemeinschaftsraum zu gehen. Merkwürdig, sie hätte nicht geglaubt, dass ihr sowas Spaß machen konnte aber das eben mit Sirius war doch sehr unterhaltsam. Es hatte ihr gefallen sich mit ihm zu streiten, denn aus irgendeinem Grund bemerkte sie diesmal, dass nichts böses hinter seinen Worten steckte. Hatte Alice Recht und er wollte nur spielen, wenn er solche sinnlosen Streitduelle begann? Irgendwo glaubte sie immer, dass er es böse meinte, wenn er seine Streiche spielte, wenn er sich mit Anna stritt oder wenn er wieder eine belustigte Bemerkung in ihre Richtung warf, wenn sie ihn tadelte....
    Sie war so in Gedanken versunken, dass sie erst wieder aufschreckte als sie beinahe an einer Pfütze ausgerutscht wäre. Sie hatte sich gerade noch an einem Bilderrahmen halten können, doch ihr Herz blieb halb stehen als sie sah, dass sie nicht an einer Wasserpüftze ausgerutscht war.... sondern an einer Blutlache..... direkt vor ihr war eine zweite und eine dritte und sie hörte vor dem Porträt der Fetten Dame auf...
    'Was?'
    Mit pochendem Herzen ging sie vorsichtig auf das Porträt zu wo die fette Dame vor sich hinschnarchte.
    “Fatum Star,” sagte sie leise. Die schnarchende Frau wachte mit einem Ruck auf und starrte sie entsetzt an.
    “Was? Hab ich geschlafen? Am hellichten Tag? Das darf doch nicht wahr sein! Sowas ist mir noch nie passiert! Du liebe gü-”
    “Schon gut!” stoppte Lilli sie ungeduldig. Sie wollte nur hinein und keine Ausreden für das Pennen hören.
    “Fatum Star!”
    “Ein bißchen eilig? Drückt die Blase?”
    “Selbst wenn: FATUM STAHAR!”
    “Schon gut, schon gut! Was für ein undankbarer Job. Sollte Professor Dumbledore mal auf eine Gehaltserhöhung ansprechen.”
    Und mit diesen Worten klappte sie zur Seite und Lilli ging ohne Umschweife hinein. Der Gemeinschaftsraum war nicht leer. Es standen einige Schüler der ersten Klasse da und versuchten gerade gelernte Zauber zu üben, andere 3. Klässler die nicht mit nach Hogsmeade durften und miteinander über irgendetwas anderes herumkicherten. Lilli konnte keine weitere Blutspur erkennen, aber das hatte sie sich nicht nur eingebildet. Der Gang draußen war volldamit gewesen. Sie drehte sich um und ging noch mal hinaus um sich zu vergewissern, dass sie gerade nicht geträumt hatte, aber die Blutspuren waren weg. Sogar die auf die sie getreten war.... Der gesamte Gang war sauber. Sie blickte auf ihre Stiefel hinab.... vollkommen sauber...
    “Was?” flüsterte sie ungläubig und verwirrt. Ihr Herz hatte sich nicht beruhigt, es raste und pochte noch immer schmerzhaft schnell.
    “Hinein oder hinaus? Entscheide dich mal, Schätzchen. Ich hol mir ja einen Zug in der Position!”
    “...... Ja.... sicher...” Sie ging hinein und wollte rauf in den Schlafsaal gehen als sie Anna die Treppe herunter kommen sah. 'Ich dachte sie ist mit James in Hogsmeade?' Sie hatte ihr einen kurzen nichtsaussagenden Blick zugeworfen, bevor sie zum Porträt hinaus schritt.... “Was ist nur los mit mir....” flüsterte Lilli müde. Es war erst die erste Woche, aber wenn sie sich schon Dinge einbildete, war das der erste Schrei nach einer Pause. Oder war es keine Einbildung gewesen? War es vielleicht doch echt.... und Anna hatte etwas damit zu tun? Ihr Blick war nicht aussagend, trug keinen Ausdruck in sich. Nur Gleichgültigkeit.....



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