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Re: eigentlich für Christian - Buchvorstellung
Franziska - 16.11.2005, 19:58eigentlich für Christian - Buchvorstellung
Anna Seghers / Sonja Hilzinger. – Stuttgart : Reclam, 2000
(Universal – Bibliothek ; 17623 : Literaturstudium
Anna Seghers
Das Buch
Die Biographie - Literaturstudium - , im Taschenbuchformat, zur Schriftstellerin Anna Seghers, wurde von der Autorin Sonja Hilzinger geschrieben und im Jahr 2000 durch die Philipp Reclam jun. GmbH & Co.; Stuttgart herausgegeben. Das Buch umfasst 236 Seiten und ist in zwei große Kapitel Leben und Werk gegliedert, und werden von der Autorin in Punkte, die ihr wichtig sind, unterteilt. Eine Überblick wird im Inhaltsverzeichnis vermittelt. Die Chronologie im Werk folgt überwiegend den Daten der Erstveröffentlichungen. Sonja Hilzinger orientiert sich hierbei an eigenen Recherchen, vor allem aber am „ Chronologischem Werkverzeichnis“. Weiter sind insgesamt 12 Abbildungen chronologisch im Verlauf des Buches abgedruckt. Am Schluss des Buches befinden sich Zeittafel, Verzeichnis der Erstveröffentlichungen, Bibliographie und Quellenverzeichnis, Verzeichnis der Abbildungen, Namens- und Titelregister, Dank, sowie kurze Angaben zu Sonja Hilzinger.
Inhalt
Sonja Hilzinger versucht, mit dieser inneren Biographie Seghers, deren Leben und ihre Werke, in ihrer Widersprüchlichkeit und ihrer Veränderung, insbesondere die in den Texten eingeschrieben sind, darzulegen. Ihr geht es um eine wechselseitige Darstellung von Leben und Werk. Dazu untersucht sie Knotenpunkte in Seghers´ Werk, insbesondere die bürgerlich-jüdische Herkunft der Schriftstellerin, ihre Emigration, die politische Neuorientierung nach dem Hitler-Stalin-Pakt, Seghers` Rückkehr nach Deutschland und ihre Entscheidung für die DDR, sowie die Grundlegung der Schreibmotivation und der Schreibintention der Schriftstellerin. Die Autorin betrachtet Seghers’, auch die kindliche, Bibliothek und sucht auch hier Verknüpfungen mit deren eigenen Erzählungen und Romanen. Das "Grundmuster" Seghers’ Handelns und Schreibens orientierte sich an Dostojewski und Kierkegaard, um nur zwei Schriftsteller zu nennen, welche die Autorin tief beeindruckten, und ihre Vorstellung von einer zeitgenössischen Literatur formten. Weiter wird auf den christlichen und jüdischen Glauben, sowie kommunistischen Einfluss Bezug genommen.
Eigene Meinung
Meiner Meinung nach gelingt Sonja Hilzinger die wechselseitige Darstellungen von Leben und Werk mehr oder weniger gut. Weniger gut dort, wo sie sich von der Biographik entfernt und zeithistorische und geistesgeschichtliche Hintergründe versucht auszuleuchten. Die Ausführungen sind für mich stellenweise begrifflich und gedanklich irreführend. Als Pluspunkt sehe ich, auch die im Text, angegebenen Quellverweise und die im Buch stellen Weise eingefügten Fotographien Seghers und ihrer Familie, die ein Bild der Schriftstellerin vermitteln. Bei der Darstellung des Werkes empfinde ich die inhaltlichen Aspekte der jeweiligen Erzählungen und Romane als wertvoll und nützlich. Die Interpretationsansätze sind schlüssig und der Leser bekommt ein gutes Bild von der Literatur Seghers und ich persönlich habe „Lust auf mehr“ bekommen. Angaben über Hörspiele, Verfilmungen, Theaterbearbeitungen sowie Musikalische Bearbeitungen empfinde ich als nützlichen Zusatz.
Biographie – Die wichtigsten Daten der Bibliographie
Anna Seghers, geboren Netty Reiling am 19. November 1900 in Mainz, als einzige Tochter von Hedwig Reiling, geb. Fuld und Isidor Reiling. Ein Studium der Kunstgeschichte, Sinologie und Geschichte absolviert sie in Jahren 1920 – 1924 in Heidelberg und Köln, das sie mit der Promotion zum Dr. phil. abschließt. (1924-Die Toten auf der Insel Djal (ihre erste Veröffentlichung)) Im Jahr 1925 heiratet sie den ungarischen Kommunisten und Juden Laszlo Radvanyi und zieht nach Berlin. (1927-Grubetsch; 1928 Aufstand der Fischer von St. Barbara) Ihr Sohn Peter wird im Jahr 1926, sowie wird ihre Tochter Ruth im Jahr 1928 geboren. Sie erhält den Kleist – Preis für Grubetsch und Aufstand der Fischer von St. Barbara. (1932-Die Gefährten) Im Jahr 1933 flieht sie mit ihrer Familie über die Schweiz nach Frankreich, und 1940 aus dem von Nazideutschland besetzten Paris in den Süden Frankreichs. Ihr Vater stirbt im gleichem Jahr. (1942-Das siebte Kreuz) 1941 flieht sie aus Marseille über Ellis Island, Kuba und Veracruz nach Mexiko City. Ihre Mutter wird im Jahre 1942 in das Ghetto Piaski bei Lublin deportiert und dort im November liquidiert. (1944-Transit) Seghers kehrt, vorerst ohne ihren Mann, 1947 über New York und Schweden nach Berlin zurück. (1952-Der Mann und sein Name) Sie wird 1950 Mitglied des Weltfriedensrates, sowie 1952 Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der DDR. Ihr Mann kehrt aus Mexiko nach Berlin zurück.
(1967-Das wirkliche Blau) Sie erhält mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Nationalpreis der DDR, Stalin- Friedenspreis, Ehrendoktorwürde der Universität Jena, Vaterländischer Verdienstorden in Gold, Kulturpreis des Weltfriedensrates, 1975 wird sie Ehrenbürgerin von Berlin/DDR, sowie 1977 die Ehrenbürgerschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 1978 stirbt ihr Mann Laszlo Radvanyi, sie tritt als Vorstand des Schriftstellerverbandes der DDR zurück und wird Ehrenpräsidentin. (1980-Drei Frauen aus Haiti) Im Jahre 1983 erhält sie die Ehrenbürgerschaft der Stadt Mainz und stirbt am 1. Juni 1983 in Berlin.
703 Wörter
Viel Erfolg damit!
Re: eigentlich für Christian - Buchvorstellung
Christian - 17.11.2005, 00:38
danke dir :wink:
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