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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Xanya - Eilid - Argo - Skss Chariss - Uluth Forum: Oisin-Sa'ar aus dem Unterforum: Nach dem Drachenfest Antworten: 58 Forum gestartet am: Sonntag 01.04.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: In Oisins Rast Letzte Antwort: vor 14 Jahren, 11 Monaten, 3 Tagen, 11 Stunden, 45 Minuten
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Re: In Oisins Rast
Xanya - 06.09.2007, 20:32In Oisins Rast
Xanya sass in lockerer Kleidung, barfuss und unbewaffnet auf der Wiese vor dem Gasthof. Ihr Blick schweifte über die Landschaft. Das lange, braune Haar ausnahmsweise offen schien die junge Kriegerin den Frieden zu geniessen, der an diesem Ort herrschte. Vor sich hinsummend dachte sie über die vergangenen Geschehnisse nach, über die Ereignisse im Drachenland, über Freunde, die sie dort wieder angetroffen hatte. Karthan, der im Wall stets neben ihr gestanden hatte, Ursun, der dem Chaos entrissen worden war. Chariss, die Echse, die sich nun bei ihnen befand. Chariss, die der Kriegerin ans Herz gewachsen war, obwohl sie vor nicht allzulanger Zeit noch gegen ihr Volk gekämpft und es verflucht hatte, weil es Argo, Benorgas und Dorian den Weg nach Hause abgeschnitten hatte.
Die junge Frau schüttelte leicht den Kopf, um die Erinnerung daran zu verjagen und summte leise vor sich hin.
Re: In Oisins Rast
Eilid - 06.09.2007, 20:41
Eilid trat aus der Raststätte und blinzelte erst einmal kurz in die Sonne, bevor sie Xanya ausmachen konnte, die in der Nähe sass. Es war noch nicht lange her, dass die anderen Gefährten aus den Drachenlanden zurückgekehrt waren. Dieses Mal war Eilid nicht dabei gewesen, dringende Angelegenheiten im heimischen Tempel hatten sie von der Reise abgehalten.
Nun aber trat sie leise zu der Kriegerin und sprach sie an, um sie nicht zu erschrecken. "Xanya? Willst du deine Ruhe haben, oder darf ich mich zu dir setzen?" Sie wollte nicht stören, war aber durchaus neugierig, und brannte darauf, zu erfahren, was ihre Gefährten in der Drachenwelt erlebt hatten.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 06.09.2007, 20:45
Xanya blickte auf und ein Lächeln breitete sich über ihr Gesicht aus, als sie Eilid erkannte, welche fragte, ob sie sich wohl setzen dürfe.
"Natürlich, setz dich doch."
Das war allemal besser als irgendwelchen düsteren Gedanken nachzuhängen. Und das neue Lied war ja eigentlich fertig, so oft sie die Melodie auch vor sich hinträllerte und pfiff. Viel verändern würde sich daran nicht mehr.
"Wie geht es dir?"
Eilid war wie Argo eine Art Ruhepol für Xanya, wenn auch von völlig anderer Art.
Re: In Oisins Rast
Eilid - 06.09.2007, 20:54
Mit einem Lächeln auf den Lippen, raffte Eilid ihre Robe etwas zusammen und liess sich ihrem Status als Priesterin ziemlich unwürdig, ins Gras plumpsen. Mit einem leisen Seufzer legte sie den Kopf in den Nacken und hielt das Gesicht in die Sonne.
"Mir gehts gut.", beantwortete sie Xanyas Frage. "Und du? Bist du schon wieder am Lieder machen, oder hast du in der Drachenwelt ein neues gelernt? Diese Melodie kommt mir jedenfalls nicht bekannt vor." Eilid mochte Musik sehr gern, auch wenn sie nicht das Talent der Bardin hatte.
Von den Gefährten fühlte sie sich ohnehin mit ihr am meisten verbunden, was vielleicht damit zusammenhing, dass sie beide Frauen waren. Nun gut Finn war auch eine, aber die war eben... eine Elfe. Zwar hatte Eilid schnell festgestellt, dass diese Elfe sich ganz gewaltig von jenen unterschied, die sie in den Drachenlanden getroffen hatte, aber etwas von der dort entstandenen Abneigung war geblieben und auch wenn sie Finn mochte, war da eine gewisse Distanz.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 06.09.2007, 21:07
"Beides.", antwortete Xanya mit einem leicht verlegenen Lächeln. Sie war von ihrem musikalischen Talent jeweils nicht ganz so überzeugt wie ihre Gefährten, aber wenn diesen die Lieder gefielen, war es das eigentlich schon wert. Und meistens reagierten auch die anderen Zuhörer eher begeistert als enttäuscht. Und das war sicherlich kein schlechtes Zeichen.
"Elez war auch dabei und hat mir zwei wunderschöne neue Lieder beigebracht. Ich werde bald mal die Texte niederschreiben, damit ich sie ja nicht vergesse..."
Ein leichter Wind trieb der Kriegerin einige Haare ins Gesicht, welche sie dann mit einer nachlässigen Geste wieder hinters Ohr beförderte.
Re: In Oisins Rast
Eilid - 06.09.2007, 21:19
Eilid musste lachen. Das war typisch für die Kriegerbardin, vor allem mit diesem verlegenen Lächeln. Wenn andere Krieger ihre Leidenschaft den Frauen oder dem Met widmeten, hatte sich Xanya der Musik verschrieben. Als Heilerin konnte sie dem nur zustimmen, denn auch wenn die anderen beiden durchaus einen Ausgleich zum Kampf darstellen konnten, war ihr im Trio 'Wein, Weib und Gesang' das letzte doch das liebste.
"Und wie war es, im Land der Drachen?", stellte sie schliesslich die Frage, die ihr auf der Zunge brannte. "Ich habe gehört, das Grüne Lager regiert?" Es waren nur in Nebensätzen erwähnte Neuigkeiten, aus denen Eilid bisher ihre Informationen hatte, denn sie war erst vor kurzem wieder nach Oisins Rast zurückgekehrt.
"Und wer ist die Echsenfrau, die ihr dabei habt?" Diese hatte sie erst kurz gesehen, doch für sie als Priesterin Lezardas hatten Echsenwesen nunmal einen besonderen Status, auch wenn ihr klar war, dass diese nicht zwingend dem Weg der Heilenden Diebin folgten.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 06.09.2007, 21:33
Wie es im Land der Drachen gewesen war? Xanya schwieg einen Augenblick, da sie darüber nachdenken musste, wie sie davon erzählen sollte.
"Hart, genau wie letztes Jahr. Argo hat die Klauen wieder gebildet, Tuan war Heerführer, Lord Chivas und ein MacMahoon die politischen Lagerräte. Ich habe einige Freunde wiedergetroffen, doch viele waren neu."
Xanya brach ab, so kam sie auf keinen grünen Zweig. Natürlich, die Freundschaften waren die Bereiche, die für sie besonders wichtig waren, doch ging es bei einem Bericht über die Erlebnisse ja kaum darum.
"Wir haben hart gekämpft und manch eine Schlacht verloren, uns aber immer wieder aufgerafft und nicht aufgegeben. Ein Bündnis mit dem Roten hat sich gebildet und gemeinsam mit ihm konnten wir den Sieg erringen..."
Dabei beliess sie es. Xanya erinnerte sich gerne an das Ergebnis dieses Wettstreits, aber nur ungern an das Blut und den Schmerz, den all dies gekostet hatte.
"Chariss ist ... ich weiss nicht so genau. Sie war bei uns, im grünen Lager. Und sie scheint ihre Heilkräfte entdeckt zu haben. Ich glaube, sie hat mir das Leben gerettet."
Re: In Oisins Rast
Argo - 14.09.2007, 15:01
Argo stand am Fenster seines Zimmers und sah auf die beiden plaudernden Gefährtinnen hinunter. Er lächelte. Sein Blick schweifte durchs Zimmer und sein Lächeln erstarb. Auf seiner Truhe lag Echsenspalter. Agressiv und bedrohlich wie es nur eine Axt zu wirken vermag, deren einziger Zweck das Töten und Verstümmeln einer Spezies ist. Der Anführer der Gefährten Oisins ging wie von fremder Hand gesteuert zu der Truhe und hob die Axt auf. Ihr Gewicht lag schwer in der Hand. Argo schien es fast als zittere die Axt leicht. Als flüstere sie ihm zu. Worte von Blut, Tod und Schmerz. Echseblut, Echsentod und Echsenschmerz...
Bilder vom Fest der Drachen zuckten durch seinen Geist. Die Echsenmagierin hatte grosses Potential entfacht. mehr als einmal öffnete er ihr eine Lücke in den Reihen der Klauen, nur um zu spüren wie Windstösse an ihm vorbeizogen und die Reihen der Gegner lichteten.
Bilder von Echsenmenschen mit abgeschlagenen Köpfen und Gliedern, Bilder von Tjara mit ihrer silbernen Maske, Bilder von Skss und ihren heilenden Händen. Wieviel Leid hatte Argo verursacht? Natürlich, er hatte für die wehrlosen Bauern gekämpft. Die Unschuldigen und Schwachen. Doch waren die Echsen unter dem Bann des Magiers nicht auch schwach? Welcher Gott verlieh ihm das Recht das Leben eines Menschen über das Leben einer anderen Rasse zu stellen. Wut auf Echsenmenschen überkam ihn. 'Diese verfluchten Biester' stiess Argo zwischen den Zähnen hervor. Seine Knöchel färbten sich weiss um den Griff der Axt....Die Axt. Sie war es die nur zu einem Zweck erschaffen wurde. Sie war es die ihr Handwerk bis zur Perfektion ausübte. Sie war es die nicht eher Ruhe geben würde bis nicht der letzte vom Blut der Echsen niedergemetzelt war.
Argo wog die Axt in seiner Hand ab. Langsam strich er fast liebevoll über die flache Seite der Klinge: 'Du hast deine Augabe gut getan Echsenspalter, aber ich denke es ist an der Zeit dich wegzulegen. Ich will nicht dass du Skss schmerzen zufügst sei es nun mit deiner Klnge oder mit der Tatsache dass du dutzende von ihrer Rasse niedergeschlachtet hast.'
Der Anfürer der Oisin-Sa'ar leerte die Truhe und legte die hungrige Waffe auf ihren frei geräumten Boden. Dann füllte er die Kiste erneut mit den Kleidern die vorher schon drin waren und schloss die Truhe langsam.
Der alte Soldat setzte sich auf sein Bett. Er fühlte sich leichter. Doch ob es am Einfluss von Echsenspalter lag konnte er nicht sagen.
Argo dachte darüber nach was er in Zukunft als Ersatz für seine Zweitwaffe führen könnte. Gedankenverlohren rieb er seine linke Schulter. Plötzlich begann er zu schmunzeln...
Re: In Oisins Rast
Eilid - 15.09.2007, 21:24
Eilid hatte schweigend zugehört während Xania von dem Fest der Drachen erzählte. Wieder kam eine leise Wehmut in ihr hoch, doch es hatte keinen Sinn sich darüber aufzuregen, dass sie ihre Gefährten nicht hatte begleiten können. Dass Lord Chivas, HerzogChivas, korrigierte sie sich selbst, zu der politischen Elite im Lager gehört hatte, wunderte die Priesterin nicht im mindesten, ebensowenig wie es sie erstaunte, dass Argo die Klauen erneut um sich geschart hatte.
Was Xania über Chariss erzählte, war zwar wenig, aber dass eine Echse ihre heilenden Hände entdeckte, war ja nun wirklich nichts, das einen überraschen sollte. Lezarda wählte ihre Gefolgsleute zwar nach recht eigenwilligen Kriterien, aber dass ein Geschöpf, dass der Göttin so ähnlich war, ihre Gaben empfing war fast schon zwangsläufig. Und damit, dass sie Xania gerettet hatte, hatte sie wohl bei Eilid etwas gut.
Der Blick der Heilerin wanderte von Xania zur Herberge, in der sie Argo wusste. Ein wenig musste sie schmunzeln, als sie daran dachte, dass der Anführer der Oisin Sa'ar sich ganz schön was aufgebürdet hatte, als er zugelassen hatte, dass sie sich der Gruppe anschloss.
"Du hast gesagt, sie habe dir das Leben gerettet? Wie das? Eine Verletzung?", wollte Eilid schliesslich von Xania wissen.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 16.09.2007, 17:51
Xanya bewegte unbehaglich die Schultern. Sie war dieses Jahr oft verwundet worden und dem Tod mindestens einmal von der Schippe gesprungen. Und einmal hatte Oisin sie durch das Labyrinth des Todes wieder ins Leben zurückgeführt...
"Ja... Mehr als eine."
Kurz blitzte eine Erinnerung in Xanya auf.
"Geh!" Der Befehl war deutlich gewesen und Xanya eilte davon, auch wenn sie sich wie ein Feigling vorkam. Hinter ihr war der Schlachtenlärm zu hören, das Klirren von Schwertern und die Schreie von Verletzten und Sterbenden. Kurz bevor die Kriegerin die nächste Gasse erreichte, drehte sie sich noch einmal um, blickte zurück und sah einen Mann mit gespaltenem Rücken zu Boden sinken, hinter sich ein triumphierenden Krieger.
Wäre er wohl zu retten gewesen, hätte Xanya Chariss damals schon gekannt? Wären ihre Kräfte gross genug gewesen, solch ein Wunder zu bewirken? Sie hatte die Details der Geschehnisse damals ihren Gefährten nie erzählt, weswegen Sie wohl auch kaum Argo oder Eilid danach fragen konnte...
"Ihre Kräfte sind wirklich... erstaunlich. Wenn auch offenbar sehr ermüdend."
Re: In Oisins Rast
Eilid - 18.09.2007, 22:43
Eilid verzog das Gesicht, als Xania meinte, sie habe mehr als eine Verletzung erlitten. Sie wusste, wie es sich anfühlte, wenn ein Schwert ins Fleisch schnitt, hatte es mehr als einmal erlebt... Und sie hätte nicht einmal sagen können, dass es eine Erfahrung war, auf die sie hätte verzichten können, denn als Heilerin war es von Vorteil zu wissen, was der Verletzte empfand.
Für einen kurzen Moment bekam Xania wieder diesen leicht abwesenden Blick, den sie immer mal wieder hatte. Eilid nahm an, dass sie sich an Dinge erinnerte, die in ihrer Vergangenheit geschehen waren. Auch wenn die beiden Frauen befreundet waren, hatte die Kriegerbardin bisher nicht viel von ihrer Vergangenheit preisgegeben und Eilid hatte nicht nachgebohrt. Zwar wusste sie nur zu gut, dass es manchmal nötig war, Wunden wieder aufzureissen, damit diese sich nicht entzündeten, aber es gab auch Verletzungen, die von selbst heilen mussten. Was da in Xanias Seele lag, das war schwer zu sagen und solange die Heilerin nicht wusste, ob sie mit Fragen mehr Schaden als Nutzen anrichten würde, liess sie lieber die Finger davon.
"Ihre Kräfte sind wirklich... erstaunlich. Wenn auch offenbar sehr ermüdend." Eilid sah wieder zu Xania zurück. Heilmagie war etwas praktisches, oder konnte es zumindest sein, wenn derjenige, der sich ihrer bediente wusste, was er tat. Die Priesterin seufzte leise. Solche Dinge zu bewirken lag nur zu einem kleinen Teil in der Macht einer Priesterin Lezardas. Die Göttin griff nur ein, wenn es wirlich um Leben und Tod ging, und dem Raben eine Seele vor der Nase weggestolen werden musste. Ansonsten schien es die Eidechse für besser zu befinden, der Natur ihren Lauf zu lassen.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 19.09.2007, 12:07
Xanya liess sich nach hinten fallen und blickte zum Himmel. Ihre vorherige Entspanntheit war verflogen. Nicht durch Eilid, sondern nur durch eine kurze Erinnerung, von welcher sie nicht loskam. Die Kriegerin konnte nicht anders, als über die Ereignisse nachzudenken.
"Und wie ist es dir in dieser Zeit ergangen, Eilid?"
Sie fragte zum einen, weil es sie interessierte, zum anderen, da Xanya nicht auf ihre Betrübtheit eingehen wollte. Was geschehen war, war geschehen und irgendwo hatte wohl jeder seine Leidensgeschichte. Es war nicht an Xanyas Gefährten, die ihre mitzutragen.
Und selbst wenn sie es getan hätten, die Toten würden davon nicht wieder lebendig werden.
"Ich habe in den Drachenlanden oft an dich gedacht...", fügte Xanya noch an und schaute zu der Heilerin.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 19.09.2007, 22:24
Es war ein schöner Tag, klar und warm, wie geschaffen für eine Echse. Seit dem Morgen war Skss nun schon auf den Beinen, denn es war unmöglich, sich hier hinzulegen und sich zu sonnen, nicht bevor sie alles gesehen hatte.
Grünes Gras, scheinbar unendlich viel und nicht nur karge Büschel, fester, grauer Fels und Tiere, Tiere die sie noch nie gesehen hatte. Am besten gefielen ihr die seltsamen flatternden Wesen, bunt und zerbrechlich und die Pflanzen, deren einziger Zweck es zu sein schien, schön zu sein... Es war schier unglaublich, und sie musste aufpassen, nicht über ihre eigenen Füße zu stolpern.
Sie gönnte sich eine kleine Ruhepause auf einem Felsen, den die Sonne aufgewärmt hatte und versuchte, nicht allzu nervös herumzuzappeln.
Verwirrt schüttelte sie den Kopf und überlegte sich gerade, ob sie Xanya fragen sollte, wie man diese bunten Wesen nannte, die aussahen wie fliegende Blumen, als sie bemerkte, dass die Menschenfrau nicht mehr allein war. Jemand anderes hatte sich zu ihr gesetzt, und Skss war sich trotzt ihrer mangelnden Menschenkenntnis fast sicher, dass sie die Frau noch nie gesehen hatte... Wie konnten sich Menschen nur ohne Schuppenzeichnung auseinanderhalten?
Neugierig betrachtete sie Xanya's Gefährtin, wobei man es wohl auch 'anstarren' nennen könnte. Ob das Eilid war, von der ihr schon erzählt worden war?
Re: In Oisins Rast
Eilid - 20.09.2007, 12:28
Wie es ihr ergangen war? "Es war ziemlich langweilig. Tempelangelegenheiten. Es gab mal wieder Auseinandersetzungen mit den Adlern, aber das ist nichts Neues.", meinte sie mit einem Achselzucken. Es lag vermutlich einfach in der Natur der Sache, dass es zwischen den Dienern des Adlers, des Herrschers über Recht und Gesetz und den Anhängern der Eidechse, der göttlichen Heilerin und Diebin zu Differenzen kommen musste.
Eilid schob die Gedanken an die Religion ihrer Heimat zur Seite und sah Xania an. Diese schien sich nicht mehr so wohl zu fühlen, wie noch vor kurzem. Ob sie etwas falsches gesagt hatte? Oder waren es die Erinnerungen, die sie plagten? "Ich habe in den Drachenlanden oft an dich gedacht...", Eilid lächelte leicht und antwortete: "Ich auch an dich, Xania."
Das Gefühl, beobachtet zu werden, liess sie aufsehen. Eine Echse stand hinter ihnen und starrte zu ihnen hinüber. Es war nicht das erste Echsenwesen, dass Eilid sah, aber dennoch war sie einmal mehr fasziniert. "Chariss?", fragte sie mit einem Lächeln. "Ich bin Eilid."
Re: In Oisins Rast
Xanya - 20.09.2007, 13:16
Xanya bemerkte Chariss erst, als Eilid sich halb umwandte und die Echse ansprach. Die Kriegerin legte noch immer auf dem Boden liegend den Kopf leicht in den Nacken und lächelte die Geschuppte an. Bei Gelegenheit - und falls Chariss immer noch Lesen und Schreiben lernen wollte - würde sie es ihr beibringen. Auf der Reise, ohne viel Schreibmöglichkeiten und ohne Unterlage, was das eher schwierig gewesen.
Die junge Frau hatte die Echse für kurze Zeit bei ihrem Erkundungsrundgang beobachtet und freute sich, dass es Chariss hier offenbar gefiel. Dann würde sie zumindest nicht unter der Landschaft leiden, bis sie ihren Heimweg gefunden hatte.
Re: In Oisins Rast
Uluth - 20.09.2007, 15:13
Schweigend sass der Tverger vor dem Zimmer seines neuen Herren, nur das rytmische Schaben des Wetzsteins auf seiner Klinge unterbrach die friedvolle Stille in Korridor. Es war seine Art den Geist zu leeren, das Mantra für seine Meditation.
Vor langer Zeit, hatte ein Shai es ihn gelehrt, und Uluth war noch immer dankbar dafür. Die steinerne Kuppel, die es um seinen Geist schloss, hielt die Greuel des Krieges draussen und machte nur seinen eigenen Gedanken platz.
Im Vergleich zu den Jahren vor der Verbürgung, waren die wenigen Wochen mit den Wandernden eine Flut von Eindrücken und Ereignissen. So ganz anders als die Aufgaben in Dun'u'nost, hatten die Wirren des Drachenwettstreits einiges von Uluth gefordert. Mancher Tverger tut sich schwer neues anzunehmen, und er war bestimmt keine Ausnahme. Seine Ausrüstung, so sehr sie sich eignet eine Feste zu halten, stellte sich als unpraktisch heraus. Die klare Befehlshierarchie, die er so gewohnt war, schien der zusammengewürfelten "Armee" des Grünen nichts zu sagen. Freund und Feind schienen im Stundentakt zu wechseln.
Aber es schien alles gut gegangen zu sein, alle waren zurückgekehrt, die Oisin schienen ihn zu akzeptieren und sie hatten gesiegt. ja, dass war das Wichtigste, sie hatten gesiegt.
Und nun sass er da, wieder daheim im Tver. Zwar wusste Uluth nicht, wie lange er noch bei Argo und den Wandernden bleiben musste, doch es ist ihm einerlei. Dieses neue Leben gefiel ihm zusehends, Erinnerungen an die Tage als Karavanser schlichen sich dann und wann in seine Gedanken, gute Erinnerungen. Eine zusätzliche Klinge konnte jeder Anführer gebrauchen und Arbeit für erstere schien es um die Oisin genügend zu geben. Uluth mochte den Kampf, blüte auf im Chaos der Schlacht - und doch..
Vielleicht es war bloss das Einzige, was er kannte.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 20.09.2007, 16:45
Ein wenig erschrocken sprang die Echse auf und verneigte sich vor den beiden Frauen, um dann vorsichtig ein wenig näher zu kommen und sich abermals zu verbeugen
"Frau Eilid, Frau Xssanya..." Scheu erwiderte sie Xanyas Lächeln und wandte sich dann an Eilid
"Ja, dasss isst in der Tat mein Name... und ihr müssst Eilid sssein, die Eidechsssen-Frau mit der Nadel?"
So zumindest hieß es in dem Lied, das Xanya auf ihr Bitten immer wieder vorsang. Xanya hatte auch erzählt, dass die Frau die Gabe besaß, ohne jegliche Magie heilen zu können, wie die Menschen, die sie auf dem Feste der Drachen gesehen hatte. Das war bewundernswert, und diese Hochachtung konnte man auch im Blick von Skss sehen.
Re: In Oisins Rast
Eilid - 24.09.2007, 21:40
Eilid hob die Brauen, als sich Chariss verneigte und sie mit 'Frau Eilid' anredete. Sie war es nicht gewohnt, mit dieser Art von... Ehrerbietung behandelt zu werden. Wohl begegneten ihr die Leute in ihrer Heimat mit Respekt, aber es war eher die liebevolle Art der Achtung und hatte mit der Verbeugerei, wie es im Adel üblich war, nicht viel zu tun.
Die Eidechsenfrau mit der Nadel... Eilid musste leise lachen. Das war eine treffende Beschreibung. "So könnte man mich nennen.", antwortete sie der Echse. "Ja, ich bin Eilid. Aber tut mir einen Gefallen und verneigt Euch nicht vor mir.", bat sie Chariss. Für ihr Gefühl hätte es wenn schon umgekehrt sein müssen. Unbewusst wanderte ihre Hand zu der silbernen Eidechse an ihrem Ohr, während sie zu der geschuppten Zauberin hochsah.
"Wollt Ihr Euch nicht zu uns setzen? Xania hat erzählt, dass Ihr die Gabe habt, mit Magie zu heilen..." In Eilids Augen funkelte die Faszination, während sie mit der Hand auf den Rasen zwischen sich und Xania wies.
Re: In Oisins Rast
Argo - 25.09.2007, 11:36
Argo erhob sich von seiner Bettstatt. Es war Zeit mit Uluth zu sprechen. Die Elfenschmiede des Dyrendals würden nicht fähig sein eine Waffe zu bauen wie er sie sich vorstellte und die Fähigkeiten des Dorfschmieds waren nicht in solchen Waffen zu suchen. Die Schmiede von Dun’u’nost hingegen sollten genau die Fähigkeiten besitzen die Argo nun brauchte. Schmerzlich dachte er an den Zweikampf mit dem Troll. Unterdessen hatte er durch einen Steckbrief in der Stadt der Dracheninsel seinen Namen erfahren: Rogh'nir der Schlächter. Tief in sich spührte Argo dass er wieder auf den Hünen treffen würde. Doch nächstes mal würde er vorbereitet sein. Plötzlich hielt der Anführer der Gefährten inne. Sein Blick fiel auf eine unscheinbare silberne Maske, die an der Wand hing. Augenblicklich beruhigte sich sein Blut und für eine kurze Weile hing er düsteren Gedanken nach bevor er sein Zimmer verliess und sich aufmachte einen Stock tiefer das Zimmer des Ascudgamlin, seines Eisenbarts aufzusuchen. Als er die Zimmertür aufmachte und hinaustretten wollte wäre er beinahe über einen grossen Kettenhaufen gefallen der dort sass und sein Schwert schliff.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 25.09.2007, 12:05
Xanya kam sich komisch vor, als Chariss sich verneigte. Immerhin lag sie gerade auf dem Rücken und blickte die Echsenfrau von unten her an. Die Kriegerin hatte akzeptiert, dass sich ihre neue Freundin immer verneigte und es aufgegeben, sie davon abhalten zu wollen. Es klappte einfach nicht. Na, vielleicht hatte Eilid mehr Erfolg.
"Hallo Chariss."
Eilid lud sie ja schon ein, sich dazuzusetzen, da war eine zweite Einladung kaum mehr von Nöten. Kurz dachte Xanya darüber nach, ob sie vielleicht doch noch einmal versuchen sollte, Chariss davon zu überzeugen, dass sie doch 'du' zu der jungen Kriegerin sagen sollte und sich auch nicht zu verneigen brauchte...
Aber irgendwie hatte Xanya beinahe Angst, sie würde die Geschuppte damit verletzen.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 25.09.2007, 16:27
"Gerne sssonne ichhh michhh mit euchhh." Doch selbst am Boden sitzend konnte die Echse nicht stillhalten. Neugierig begutachtete sie die silberne Eidechse am Ohr von Eilid
"Bitte verzsseiht, wenn ichh euchh durchh dasss verbeugen Unannehmlichhkeiten bereitet habe... Man sssagte mir, dasss sssei ein Zsseichhen der Ehrerbietung in den mensschlichhen Landen."
Und den Oi'sin-Saar, den Begleitern der silbernen Maske, Ehre zu zollen, das war die Pflicht jeder Echse.
Deswegen war ihr es zugegebenermaßen auch ein wenig peinlich, auf Eilids nächste Frage zu antworten, doch war es wohl ihre Pflicht, auch wenn es ihr nicht gefiel, die Heilerin vielleicht zu enttäuschen
"Issst alless ein wenig komplizzzierter geworden sssseit dasss Land der Drachhen hinter unsss liegt... Vielleichhht isssst die Magie hier nichhht ssso greifbar, vielleichhht liegt essss an meiner eigenen Unkenntnisss, dochh die Zzzzauber wollen nichht mehr sssso..."
In Ermangelung eines besseren Wortes zuckte sie nur hilflos mit den Schultern, blickte zu Xanya hinüber... und stutzte.
"Xsssanya!" aufgeregt deutete sie auf den Kopf der Kriegerbardin "Euer Kopffell! Esss issst größsser geworden!"
War das gut? Die Echse wusste es nicht, aber es sah faszinierend aus, auch wenn sie es bei anderen Menschen schon gesehen hatte, schien das... Haar, genau, es schien tatsächlich ein Mittel zu sein, Menschen zu unterscheiden. Aber was taten sie, wenn es sich so plötzlich veränderte wie bei Xanya?
Re: In Oisins Rast
Eilid - 25.09.2007, 23:12
Eilid hielt still, als Chariss ihren Ohrschmuck betrachtete. Es war das Symbol ihrer Göttin, Lezarda. Jeder Priester der Eidechse trug ihr Zeichen, egal ob sie den Weg der Heiler gingen oder den anderen, je nachdem mehr oder weniger offensichtlich.
"Ihr habt mir keine Unannehmlichkeiten bereitet, Chariss.", antwortete Eilid auf die Entschuldigung der Echse. "Es ist wirklich ein Zeichen der Ehrerbietung, aber ich bin mir so etwas nicht gewohnt. Ich habe nichts getan, um eine solche Ehrerbietung zu verdienen."
Chariss' nächste Antwort liess die Heilerin nachdenklich die Brauen zusammenziehen. "Das ist interessant. Bei mir war es genau umgekehrt. In den Drachenlanden hatte ich keine Möglichkeit mehr, auf die wenigen übernatürlichen Möglichkeiten, die mir sonst zur Verfügung stehen, zurückzugreifen. Es war, als hätte ich keinen wirklichen Kontakt zu meiner Göttin." Dass die Magie der Echse so ganz anders auf die Drachenlande reagierte als ihre eigene faszinierte Eilid, doch Chariss schien es zu bedrücken. "Vielleicht ist es einfach der andere Ort. Das wird sich sicher wieder einpendeln.", versuchte sie die Echse zu beruhigen.
Diese jedoch wechselte plötzlich das Thema. Kopffell? Grösser geworden? Eilid starrte Xania einen Moment lang vollkommen irritiert an, bis ihr klar wurde, was Chariss meinte. Xania trug die Haare offen... Diese Erkenntnis brachte Eilid zum Lachen, doch sie sagte nichts, wollte wissen, ob Xania auf dieselbe Lösung kam.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 26.09.2007, 10:39
Xanya hielt sich aus der Heilerdiskussion heraus. Hier konnte sie wahrlich nicht mitreden, auch wenn Eilid schon versucht hatte, ihr etwas beizubringen. Mehr als eine leichte Wunde konnte sie nach wie vor nicht versorgen. Kein Wunder, Nähen war noch nie ihre Stärke gewesen.
Dann, plötzlich, war Chariss furchtbar aufgeregt. "Euer Kopffell! Esss issst größsser geworden!"
Verwirrt schate Xanya die Echse an. Sie brauchte einen Moment länger als Eilid, um zu verstehen, was sie meinte, strich sich selbst durchs Haar... und begann dann ebenfalls zu lachen.
"Aber Chariss...", gluckste Xanya fröhlich und sehr amüsiert, "mein Haar ist doch nicht mehr geworden. Schau."
Sie setzte sich auf, wobei der Haarteppich nun wieder friedlich über den Rücken der Bardin hin. Dann griff sie sich in den Nacken, fasste die vielen Haare zusammen und drehte sie ein. Es sah nun so ähnlich aus wie in den Drachenlanden.
"Siehst du? Ich hatte es nur zusammengebunden."
Mit diesen Worten liess sie das Haar wieder los und blickte zu Chariss.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 26.09.2007, 18:37
Fasziniert, aber verstehend nickte die Echse, während sie Xanyas Haare mit sichtbarer Bewunderung betrachtete, während sie sich fragte, ob das irgendwas mit den menschlichen Gewohnheiten zu tun hatte... und ob eine Frage dergleichen wohl unfreundlich wäre.
Lieber zügelte sie ihre Neugier ein wenig und fragte Xanya nach den fliegenden Blumen... und wie die Menschen sie nannten. Denn die Menschen hatten Wörter für alles
"Xssanya, sssagt, wie nennt ihr diesse flatternden Blumen?" mit einem Finger deutete sie auf einen Kohlweißling, der sich auf einem Halm niederließ und konnte eine Weile nicht anders, als ihm zuzusehen und dabei über Eilids Worte nachzudenken. Schließlich nahm sie vorsichtig eine Hand der Priesterin und fuhr mit ihrem Finger deren Linien nach
"Ihr ssseid Heilerin. Eure Hände tuen Wunder, ganzss ohne Magie, die im Kopf schmerzssst, oder ähnlichhem. Ihr reissst mit den Oisssin Sssaar, welchhhe die Freundssschaft der Sssilbermassske gewannen. Welchhe eurer Taten lässst euch keine Ehrerbietung vverdienen?"
Chariss nickte einmal und ließ die Hand von Eilid wieder los
"Isst rechht verwirrend... Vielleichhht hat essss damit zzzu tun, wasss ihr Menssschen Kleriker und Magier nennt..."
Sie wusste immernoch nicht, was genau was war, nur dass ihr die Menschen auf dem Feste der Drachen sagten, dass sie eine Magierin sei. Und Eilid war wohl eine Klerikerin, denn das hieß, dass man seine Magie von einer Gottheit bekam... Und Eilid sagte etwas von einer Gottheit.
"Dochh issst esss auchhh beruhigend, keine Magie zssu haben... Sssie issst ein wenig ersssschreckend."
Und man wusste nie, wann man den Weg des Schwarzen betrat. Sie war verlockend. Und deswegen gefährlich.
Re: In Oisins Rast
Uluth - 26.09.2007, 21:57
Das Klicken des Riegels drängte in seine Gedanken, doch bevor Uluth Platz machen konnte, schwang die Tür auf. Argo stand leicht überrascht im Türrahmen und schien einen Moment nach den passenden Worten zu suchen. Genügend Zeit für Uluth um sich zu erheben, in einer fliessenden Bewegung verschwanden Schwert und Stein am Gürtel
"Ja Herr?"
Dem amüsierten Gesichtsausdruck nach zuschliessen, hatte sich der Sucher noch immer nicht recht daran gewöhnt, so angesprochen zu werden.
Re: In Oisins Rast
Argo - 27.09.2007, 09:57
Argo machte instinktiv Platz als sich der Gerüstete vor ihm mit gekonnter Bewegung erhob. Argo bewunderte den Tverger einmal mehr im stillen. Der Shai war der perfekte Krieger alles in, und an ihm war darauf ausgelegt zu kämpfen und zu siegen ohne die Agressivität die sonst solchen Kriegern innewohnte. Insgeheim war Argo froh so einen Krieger verbürgt bekommen zu haben. Mit der Gewohntheit mit der Uluth Axt und den riesigen Schild führte fühlte sich Argo sicher. Natürlich waren 'die Gleichen und Harthand', wie der Minenherr von Benorgas, Dorian und Xanya sprach, alles sehr gute und erfahrene Kämpfer doch sie hingen an ihrem Leben und hatten eine Aufgabe neben dem Krieg. Uluth war eine Festung.
"Shai Uluth, Du hälst Wache vor meiner Tür?"
Das er Uluth im sitzen erwischt hatte verschwieg Argo. Es würde dem sturen Ascudgamlin schon genug Kopfschmerzen bereiten nicht 100% kampfbereit gewesen zu sein. Selbst wenn nichts war.
Re: In Oisins Rast
Argo - 27.09.2007, 13:10
Uluths Antwort:
"Da ist kein Sims vor dem Fenster, und nicht genügend Leute" Uluth biss sich auf die Lippe, entsprach dies dem Humor der Flachländer oder hatte er sich vertan..
"Harthand ist mit der Priesterin und der Echse draussen, die Vanyali irgendwo im Wald, die Gleichen scheinen noch zu schlafen." Uluth wartete still, nestelte unruhig mit der leeren Schildhand an seinem Gürtel.
Re: In Oisins Rast
Argo - 27.09.2007, 14:01
Argo war verunsichert. Hatte Uluth gerade einen Witz gemacht? Bei jedem anderen wäre er sicher gewesen dass es sich um einen Scherz handelt, doch bei dem Shai...Tverger waren nicht gerade für ihr offenes Wesen bekannt.
"ähm...Denkst du denn dass ich in Gefahr schwebe?"
Langsam wurde Argo mulmig.
Re: In Oisins Rast
Uluth - 27.09.2007, 23:47
"Nein Herr," Uluth spürte eine ungewohnte Hitze in seine Wangen aufsteigen "es war..ich wollte Euch nicht beunruhigen".
Krampfhaft suchte der Tverger nach einem neuen, sinnigen Thema
"Soll ich die Kämpfer fürs Training zusammenrufen?" die leere Schildhand suchte nun vehement nach einem geeignetem Plätzchen. Nächstesmal würde er zumindest den kleinen Schild bei sich tragen.
Re: In Oisins Rast
Argo - 28.09.2007, 14:13
Argo entspannte sich etwas. Er war sich immer noch nicht sicher ob es ein Scherz war, aber es schien sich nicht um etwas Wichtiges zu handeln.
"Eine gute Idee Shai. Doch ich hab vorher noch eine Frage: Kennen die Männer von Dun’u’nost den Kriegsflegel? Echsenspalter, meine Axt, wird für ein Weilchen ruhn und so brauche ich nun eine neue Zweitwaffe. Ich dachte an den Kriegsflegel, doch die Schmieden der Vanyali sind dem fertigen solcher Waffen nicht fähig und unsere eigenen Schmiede sind besser in der Herstellung von Hufeisen und Kesseln."
Das Bild des Schlächters zuckte wieder durch den Geist des Anführers der Gefährten. Bei ihrem nächsten zusammentreffen würde es anders ausgehen.
Re: In Oisins Rast
Uluth - 29.09.2007, 00:53
"Aber sicher, Herr." nun war Uluth wieder in seinem Element, "In Galfni werdet ihr bestimmt etwas finden."
Insgeheim ging der Tverger die in Frage kommenden Händler und Handwerker durch, nahm mit geübtem Auge mass an seinem Befehlshaber. 'Jaa, da findet sich Definitiv etwas'
Man wählte nicht leichtfertig eine Waffe wie diese.. "Jenachdem was Ihr vorhabt, findet sich bestimmt auch alles weitere." Das verhies Abenteuer, da war sich Uluth sicher, "In 5 Tagen könnten wir Galfni erreichen!"
Re: In Oisins Rast
Eilid - 30.09.2007, 17:59
Eilied musste wieder lachen, als Xania offenbar erkannte, was Chariss gemeint hatte und dieser erklärte, was mit ihrem Kopffell los war. Vermutlich würde es ihr ähnlich gehen, wenn Chariss plötzlich ihre Schuppen verändern würde...
Als sich die Echse erstnach den 'flatternden Blumen' erkundigte und danach wissen wollte, welche von Eilids Taten keine Ehrerbietung wert währen, wurde Eilid nach und nach ernster. Trotzdem blieb ein Rest des Lächelns in ihren Augen zurück, als sie der Echse zur Antwort gab: "Es geht nicht darum, dass ich etwas getan hätte, um die Ehrerbietung zu verlieren. Es ist nur so..." Eilid brach den Satz ab und sah kurz nachdenklich zu Boden, während sie eine Strähne ihres Haars, die ihr ins Gesicht hing, hinters Ohr strich. Wie sollte sie das Chariss erklären? "Ich habe nichts besonderes getan. Das Heilen ohne Magie ist simples Handwerk und die wenigen Zauber, die ich beherrsche, ein Geschenk der Göttin." Sie zuckte kurz mit den Schultern. "Und jemanden zu begleiten ist in meinen Augen auch nichts, das Ehrerbietung verdienen würde."
Re: In Oisins Rast
Xanya - 03.10.2007, 17:45
Xanya wartete, bis das viel ernstere Thema beantwortet war, ehe sie auf Chariss' Frage betreffend der flatternden Blumen zurückkam. Die Kriegerbardin betrachtete die Umgebung mit leicht anderen Augen, seit die Echse immer wieder nach diversen Namen von Dingen oder Tieren fragte, die für die junge Frau selbstverständlich waren. Es machte irgendwie aufmerksamer.
"Wir nennen sie Schmetterlinge.", gab sie die gewünschte Auskunft und schaute kurz einem der filigranen Tierchen bei seinem torkelnd wirkenden Flug zu. Sie hatte diese schon in sehr vielen Farben und Formen gesehen, denn in ihrer Heimat hatte es diverse verschiedene Arten gegeben.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 03.10.2007, 21:40
"Ssschmetterlinge." wiederholte die Echse, um es sich einzuprägen "Irgendwie... passst ess zssu ihnen. Heißssen sie alle sso? Auch die gelben? Und die..." verwirrung zeigte sich in dem grünen Gesicht, als Skss nach einem Wort suchte "... nichht gelb... aber auchh nichht rot..."
Die Verwirrung legte sich auch nicht, als sie Eilids Antwort lauschte... Es lag nicht daran, dass sie zwei Gespräche gleichzeitig führte. Für sie als Echse, mit vielen Brutsgeschwistern aufgewachsen und ständig in Gesellschaft war das normal, aber diese Menschen waren seltsam...
"Einfachhhes Handwerk? Ihr sssorgt dafür, dassss sich Wunden schließssen, ohne den Träger zssu gefährden, ihr ssschützsst dasss Leben und ehrt esss... Und diessser Weg bringt eure Gottheit dazsssu, euchhh Gessschenke zsssu geben... " Etwas unsicher wiegte die Echse den Kopf "... issst dasss nichhtss Besssonderess? Bin ssssichhher, jeder, den ihr bisss jetzsst heiltet, wird etwasss anderess sssagen..."
Re: In Oisins Rast
Eilid - 07.10.2007, 15:42
Eilid schaute den Schmetterlingen hinterher, als Xania und Chariss darüber redeten. Sie versuchte die vergebliche Suche der Echse nach dem Namen einer Farbe mit einer möglichen Antwort zu unterstützen. "Blau?" Doch die Echse schien bereits wieder zum anderen Thema zurückzuspringen. AUch Eilid wurde nachgesagt, ihre Gedanken seien nicht gerade konstant in ihrer Richtung, aber das hier war sogar für die Lezardapriesterin etwas sprunghaft. Aber solange es nur zwei Themen betraf, war es ja noch nicht so kompiziert.
"Heilen ohne zu gefährden würde ich es nicht gerade nennen, man kann einiges falsch machen und damit mehr Schaden als Nutzen anrichten.", erwiederte sie. Irgendwie war ihr die Art, wie die Echse über das Heilerhandwerk redete schon fast unheimlich. Es war doch letztendlich einfach nur eine Arbeit wie jede andere auch. Die Argumente Chariss' brachten Eilid zum schmunzeln. "Nach der Heilung klingen die meisten Menschen ganz anders als während der Heilung.", meinte sie und zwinkerte dabei Xania zu. Es war wohl kein Zufall, dass viele Heiler schlimmere Ausdrücke kannten als die meisten Söldner es von sich zugeben würden.
"Weisst du, ich denke, jedes Handwerk ist wichtig. Der Zimmermann baut Häuser, ohne die wir im Freien leben müssten, der Bauer sorgt dafür, dass es Nahrung gibt und der Koch, dass sie schmeckt. Der Heiler ist ein Handwerker unter vielen, deshalb denke ich nicht, dass er etwas besonderes ist." Sie dachte kurz nach und fügte dann nachdenklich hinzu: "Oder aber es sind alle etwas besonderes..."
Re: In Oisins Rast
Xanya - 15.10.2007, 21:21
Es war etwas schwierig, eine Farbe zu raten, solange Chariss nicht auf eine zeigte. Aber irgendwie würden sie dieses Rätsel schon noch lösen können. Xanya war die Unterhaltung über zwei Themen gleichzeitig irgendwie zu verwirrend, darum entschied sie sich, die Antwort auf die Frage der Echsenfrau aus später zu verschieben. Falls es dann immer noch interessant war, würde sie sich sicherlich noch einmal erkundigen.
Die Diskussion über Heiler und andere 'Handwerker' war auf jeden Fall äusserst interessant. Xanya dachte einen Moment lang über Eilids Worte nach. Irgendwo hatte sie recht. War es nicht so, dass jede Kunst ihre Wichtigkeit hatte? Zumindest fast jede? Andere, wie die Dichtung, war dagegen nur zur Belustigung da. Die Kriegerin grinste leicht. Das würde sie mit Sicherheit nicht davon abhalten, weiterhin Lieder zu schreiben.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 16.10.2007, 21:31
"Vielleichhht blau." stimmte Skss zu. Nachdenklich und leise zischelnd lauschte sie den Worten von Eilid. Manches verstand sie nicht, aber daran war sie gewöhnt. Doch als Eilid schließlich zu dem Schluß kam, dass alles etwas besonderes sein könnte nickte sie bedächtig
"Ein Ssstamm, alle sssind wihhchtig. Ob in großssen Ssstädten oder in kleinen Sssstämmen, die ihr Mensssschen bildet, alsss fessste kleine Gemeinssschaft..."
Der Blick der Echse verlor sich in der Ferne. Ja, ein Stamm. Sammler, Heiler, Späher und Läufer, Junge und Alte... Und die enge Verbundenheit zu jenen, die zum selben Gelege gehörten, die nie ganz abbrach. Die Wärme des Feuers und die Geschichten der Alten, über die Taten und Worte der Silbermaske und die grausamen Sünden des Schwarzen...
Skss schüttelte den Kopf, um wieder in die Gegenwart zurückzukehren, und eine der tausend weiteren Fragen zu stellen, die ihr durch den Kopf geisterten
"Ssseid ihr Nachhffolger dess weißssen Hirssschen auss einem Gelege?"
Das könnte ihre enge Vertrautheit erklären...
Wieder lies die Echse ihren Blick schweifen, über die Landschaft, an der sie sich einfach nicht satt sehen konnte. Und entdeckte etwas neues.
Mit einem hektischen
"Verzzzzeiht mir!" sprang sie auf und rannte darauf zu. Bis jetzt hatte sie nur von ihnen gehört, doch meinte sie im Wald gerade einen rotbraunen Schatten gesehen zu haben... ein... Reh?
Mit weit ausholenden Schritten rannte die Geschuppte auf den Wald zu. Vielleicht würde sie jetzt Glück haben.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 07.11.2007, 23:54
Der Wald. Es hatte nicht lange gebraucht, selbst für die verquerten Gedanken der Echse, um zu verstehen, warum zu vielen der Heimaten auch ein Wald gehörte... Waum die Menschen sich in einem Wald wohl fühlten. Ein Wald war wie eine heilige Stätte, die Geräusche gedämpft, er hatte eigene Bewohner wie ein Haus... und sogar der Himmel wurde ruhig ausgesperrt. Man hatte das Gefühl, eine neue Welt zu betreten. Blätter raschelten unter ihren Stiefeln und Skss kam einmal mehr wieder zur Ruhe. Vorsichtig setzte sie sich auf einen umgestürzten Baustamm, begutachtete ein paar seltsam weiße Gebilde, die anscheinend darauf wuchsen und legte sich dann nieder.
Friede... langsam dämmerte ihr Geist durch weißen Nebel. Doch da schien etwas zu lauern, etwas schwarzes, düsteres... Sein Herr hatte ihn aufgegeben, doch das hieß nur, dass er frei war, frei zu handeln, und er dürstete nach Blut, nach dem Blut ganzer Völker und sein Hass konnte nicht gestillt werden... Beunruhigt rief Skss ihre Magie zu Hilfe, rief sie an, irh zu zeigen, wo denn diese Gefahr lauern würde, dieser Hass... und die Antwort war nicht minder beruhigend.
Wie vom Blitz getroffen fuhr sie hoch und rannte so schnell sie konnte gen Wirtshaus. Schon von weitem winkte sie, um Xanya auf sich aufmerksam zu machen
"Frau Xssanya! Frau Xssssanya! Gefahr!!"
Re: In Oisins Rast
Xanya - 08.11.2007, 00:10
Xanya hatte Chariss kurz hinterhergeschaut, nicht sicher, was die Echse nun wieder entdeckt hatte. Ein Tier? Möglich. Die Kriegerin hatte sich schon etwas daran gewohnt, dass die Gedanken und Handlungen der Echsenfrau viel sprunghafter waren als ihre eigenen.
Noch ein wenig darüber nachdenkend, sass Xanya schweigend da, als sie aus einiger Entfernung zischende Rufe hörte. Chariss rannte winkend und 'Frau Xsssanya' rufend auf das Haus zu. Sofort war die Kriegerin auf den Beinen und stiess Eilid an.
"Eilid, da ist irgend etwas im Argen."
Die friedliche Bardin war von einem Moment auf den anderen verschwunden, die Haltung der jungen Frau war nun die einer Kriegerin. Ihre Augen suchten rasch den Wald hinter Chariss nach einer Bedrohung ab, wie auch immer diese aussehen mochte. Nichts war zu sehen. Was hatte die Echse derart aufgeregt?
Gefahr? Woher? Welcher Art?
Re: In Oisins Rast
Uluth - 29.11.2007, 01:53
Uluth legte seinen Kopf schief und verharrte einen Augenblick, bevor er zum Fenster tritt. Die Art der Echsenfrau zu sprechen, war ihm noch immer fremd. Doch Uluth war sich sicher, ihr Rufen von Draussen gehört zu haben.
Der rasche Blick durch das Fenster brachte nicht die erhofften, entwarnenden Neuigkeiten. Stattdessen Harthand in der Haltung einer Kriegerin dastehen zu sehen, lässt alle Alarmglocken leuten.
"Herr, da draussen braut sich was zusammen"
Uluth greift sich im gehen seinen Mantel. Die dicke Lode um seinen Schildarm windend, nimmt er die Treppe ins Erdgeschoss zwei Tritte aufs mal.
Re: In Oisins Rast
Argo - 29.11.2007, 10:58
"Sehr gut Uluth. Ich denke wir können dann bei Gelegenheit..."
Er sah durchs Fenster Xanya aufspringen und etwas Grünes aus dem Wald kommen. Bevor er sich seiner Reflexe bewusst wurde hatte er die Hand an seiner Hüfte. Sein Schwert lag noch in seinem Zimmer.
Ein kurzer Blick zu der Stelle wo Uluth gestanden hatte erinnerte ihn daran dass der Tverger durch und durch Krieger war. Die Reflexe des Shai waren seinen weit überlegen. Obwohl Argo durchaus auf einige Lebens- und Kriegserfahrung zählen konnte. Argo machte zwei Sätze ins Zimmer, griff nach seinem Schwert und sprintete los.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 30.11.2007, 21:12
Die Geschuppte hielt weiter auf das Haus zu und kam mit einem alamierten Blick schlitternd zum stehen, während sie kleine Staubwolken aufwirbelte. Gehetzt blickte sie sich um, musterte die Landschaft um das Gasthaus mit zusammengekniffenen Augen und ruckte nervös mit dem Kopf, als wolle sie in alle Richtungen gleichzeitig sehen.
Mit stark zischelnden Satzfragmenten versuchte sie Xanya mitzuteilen, was sie denn so beunruhigte, doch viel war nicht zu verstehen.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 01.12.2007, 01:28
Xanya verstand - kurz gesagt - kein Wort von dem, was Skss ihr sagen wollte. Ihr Blick glitt aufmerksam über den Waldrand und suchte nach dem, das die Echsenfrau so sehr erschreckt hatte. Nichts. Genauso wenig wie zu hören.
"Chariss, ganz ruhig, was ist los?"
Die Kriegerin war bereit, die Echse einfach mit ins Haus zu ziehen, falls gleich etwas auf sie zustürmte. Von Drinnen waren laute Schritte zu hören. Anscheinend hatten Argo und Uluth bemerkt, dass hier draussen etwas nicht in Ordnung war. Da konnte sie sich den Alarmruf im Moment auch sparen.
Re: In Oisins Rast
Uluth - 03.12.2007, 18:43
'Seltsam, die Vanyali müssten doch auch etwas bemerkt haben..'
Halb schlidernd kam der Tverger im Rahmen der Einganstür zum stehen. Er konnte zwar den Waldrand nicht voll einsehen, aber die Echse, Harthand und Steinschlänglers Schwester standen zumindest wohlbehalten zusammen.
Uluth hob die noch leere Waffenhand, um den hinter ihm ankommenden Argo zu stoppen. Pfeile waren etwas hässliches, auch wenn der Wald noch ruhig schien..
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 03.12.2007, 23:47
"Sssschwarzz!"
Das war das erste, was sie wieder herausbrachte, denn es war eines der ersten Wörter, das sie gelernt hatte. Wieder sah sie sich um, gestikulierte mit den Fingern, hilflos nach Wörtern suchen, um Xanya zu beschreiben, was sie fühlte
"Wieder frei. Blutdursssst. Sssschwarzzz. In Dunkelheit. Ruft. Andere Sssschwarzzze. In der Nähe."
Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich kurz
"Im Hausss."
Entschlossen hetzte sie auf Uluth zu
Re: In Oisins Rast
Uluth - 04.12.2007, 02:37
Die wild gestikulierende Echsenfrau schien gerade etwas ruhiger zu werden, da drehte sich abrupt richtung Haus und rannte erneut los.
Für einen Augenblick überkam Uluth das Gefühl, er sei das Ziel.
'Lächerlich, du wirst Alt.' Er scholt sich innerlich für seine Nachlässigkeit.
Sirrend fuhr Uluth's Schwert aus der Scheide, seine Augen fixierten den Waldrand hinter den Dreien auf der Wiese.
Der Tverger machte einen Schritt seitlich aus der Tür, seine Füsse suchten eigenständig nach dem sichersten Platz.
Was immer die Echse aufgeschreckt hatte, es war sicher besser als rumzusitzen.
Re: In Oisins Rast
Argo - 04.12.2007, 10:16
Argo sah die Szene über den Rücken von Uluth. Der Tverger hatte eine gute Grösse als Leibwächter, da Argo immer noch genug sehen konnte. Seine Augen fixierten den Waldrand, suchten nach Schatten und Bewegungen. Als Skss aufs Haus zugerannt kam und der Tverger die Tür freigab übernahm der Anführer der Gefährten automatisch die andere Seite der Tür. Seine Sinne waren gespannt. Das Rascheln des Waldes, das knistern des Grases unter den schnellen Füssen der Echse, der leichte Duft nach Sonne und Kettenhemd. Argo hatte sein Schwert gezogen ohne es zu realisieren. Er war sich wohl zu lange schon an Krieg und Kampf gewöhnt.
"Xanya, Eilid. Ins Haus!" bellte er. Seine Stimme hatte wieder diesen Tonfall angenommen, die sie immer annahm wenn Befehle keine Wiederrede duldeten. Dann wenn aus dem Selbstzweifler und Ethiker der Anführer wurde. Der auf dessen Schultern die Verantwortung lag und der sie seit Jahren zu tragen wusste.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 09.12.2007, 20:58
Xanya folgte Chariss nach einem weiteren Blick über den Waldrand, hatte sich in Bewegung gesetzt, kurz bevor Argos Stimme in dem typischen Befehlston zu hören war. Eilid mitziehend und noch immer nicht wissend, was eigentlich Sache war, nahm die Kriegerin mit wenigen Schritten die Distanz zum Eingang und schlüpfte durch die Tür und damit an Argo und Uluth vorbei, welche bewaffnet waren und bestimmt viel mehr für den Schutz der Anwesenden tun konnten als die beiden Frauen, die nicht einmal einen Dolch bei sich trugen. Das kam wohl davon, wenn man in seiner freien Zeit einfach mal den Frieden genoss. Aber wo war Chariss...?
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 10.12.2007, 09:06
Noch während Xanya das dachte schlüpfte die Echse zischelnd zwischen ihnen hindurch.IhreBewegungen wirkten seltsam träge,als würde sie gegen irgendetwas ankämpfen, doch sie hielt zielstrebig auf die Treppe zu.
Hier drinnen war die Luft tatsächlich zähflüssig für sie, fast greifbar. Die Luft schmeckte plötzlich bitter, nach Metall und Blut, das Böse schien greifbarer als zuvor, und es zerrtean dem angreifbaren Geist einer Echse. Entschlossen zischelnd kämpfte sie sich weiter, wich unsichtbaren Schemen aus Schatten und Schwärze aus, zuckte vor Stößen zurück, die nicht da waren und versuchte, das schmerzerfüllte Kreischen aus ihren Ohren zu verbannen.
Wo war das Schwarze?
Sie hatte die Treppe hinter sich gelassen und ging ebenso zielstrebig auf den ersten Raum zu, den sie sah und stieß die Tür auf, wiedereinmal demonstrierend, dass "Privatsphäre" für sie in beiden Sprachen ein Fremdwort war.
Immernoch zischelnd und fauchend begann sie, Xanyas Raum zu durchsuchen, sah unter Möbel, untersuchte Gegenstände und Ecken, nicht mehr mit der Neugier, mit der sie das für gewöhnlich tat, sondern mit einem gehörigen Maß an Vorsicht.
Re: In Oisins Rast
Uluth - 11.12.2007, 02:26
Uluth warf einen prüfenden Blick auf den Waldrand, bevor er rückwärts als letzter in Haus trat. Seine Augen erst vom hellen Rechteck des Durchgangs abwendend, als die schwere Tür sich schloss.
Was immer auch los war, musste er eingestehen, er hatte nicht den Schimmer einer Ahnung hatte was die Echsenfrau aufgeschreckt hatte.
Das Gepolter aus dem oberen Stockwerk liesen ihn erst die Treppe hoch, dann zu Argo sehen. Die Augenbraue fragend hochgezogen.
Uluths Schwert verschwand schabend in dessen Scheide.
Re: In Oisins Rast
Argo - 11.12.2007, 13:09
Uluth und Argo hatten spiegelartig die selben Bewegungen gemacht. Ob das am Kriegerdasein oder an der ähnlichen Art der beiden Krieger lag? Argo nickte nur kurz zu Xanya und Uluth hinüber und machte sich dann auf den Weg in die Taverne im unteren Stock. Von den Fenstern in der Taverne würde er einen besseren Blick haben auf den Waldrand und das Tal.
Re: In Oisins Rast
Xanya - 11.12.2007, 21:55
Xanya hatte absolut keine Ahnung, was hier eigentlich vorging. Was war mit Chariss los? Warum rannte sie wie vom Wespenschwarm verfolgt ins Haus und fing dann oben an, ein Zimmer zu durchsuchen? Argo war schon auf dem Weg nach oben, aber Xanya stand ohne Waffen da. Falls nichts los war, wäre sie hier ohnehin nicht von nutzen, falls doch und irgendwas da draussen war, stand sie ohne Waffen hilflos da.
"Moment, Uluth, ich hole meine Waffen."
Mit diesen Worten ging eilte sie die wenigen Stufen hinauf in ihren Raum, wo der Waffengürtel wie immer bereithing. Dabei entdeckte Xanya Chariss, welche das Zimmer durchsuchte. Was war hier los?
"Chariss, was soll das?", fragte Xanya leicht abwesend, denn in ihren Gedanken war sie bei der möglichen Gefahr, und schnallte sich den Waffengurt um.
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 12.12.2007, 21:52
Skss hielt inne, pflückte Worte aus dem wirbelnden Strom ihrer Gedanken.
"Da issst etwasss.... ssssschwarzzzz..."
Ein Funkeln Sorge zeigte sich in ihren Augen
"Blutdurssstig, lauernd... Gefahr. Rufft andere Sssschwarzzze, und sssein Ruf issst ssstark, sssehr sstark!"
Sie sah sich nochmal um und zuckte dann zusammen, als ob man sie geschlagen hätte. Kurz darauf verzog sie das Gesicht und sah dabei gleichzeitig nach oben.
"Zzzzu tief. Esss issst weiter oben. Im Haussss."
Nervös ruckte die Echse mit dem Kopf und stieß ein leises Zischeln aus
"Essss isst dursstig... und furchhhtbar!"
Kurz hielt sie inne, schien mit sich zu ringen und stürmte dann entschlossen aus der Tür, immer weiter nach oben, bis sie schließlich zu Argos Zimmer kam. Die letzten Stufen schien sie sich durch eine zähe Masse zu kämpfen, mit weit aufgerissenen Augen, als würde sie verzweifelt versuchen, etwas in weiter Ferne zu erkennen.
Schließlich rüttelte sie an der Tür und trat ein.
Re: In Oisins Rast
Uluth - 13.12.2007, 00:34
Oben ging das rumgerenne wieder los, was immer los war, nur die Echse kannte die Antwort.
Uluth hatte Mühe mit der sprunghaften Art der Echsenfrau, doch es musste sein. Die hölzerne Bank unter den Türgriff stemmend, gönnte er sich noch einen Moment der Einkehr und machte sich auf den Weg nach Oben.
'rDorja hilf' Es musste Albern aussehen, wie er da mit offenem Mund vor Argos Zimmer stand, und die sich zwischen unsichtbaren Armen windende Echse anstarrte. 'Was tut sie da..'
Re: In Oisins Rast
Argo - 13.12.2007, 10:38
Argo hörte das rumpeln weiter oben im Haus und hoffte dass Xanya das verängstigte Echsenwesen im Griff hatte. Er beschloss hoch und vor die Tür zu gehn um einen besseren überblick zu bekommen. Er würde schnell im Haus sein, wenn sich etwas anschlich. Der Soldat verliess seinen Wachposten und stürmte die Treppe rauf auf den Zwischenstock, der den Eingang beherbergte. Als er schon die Hand an der Tür hatte nahm sein Verstand wahr was seine Ohren bereits versatnden hatten. Skss war nicht in ihrem Zimmer im unteren Stock sondern oben. Mit dem Blick durch das Glas der Türen stand er da und horchte nach oben. Was war mit Skss los?
Re: In Oisins Rast
Xanya - 13.12.2007, 23:59
Weiter oben? Im Haus?
Xanya blickte Chariss verwirrt hinterher, ehe sie sich entschied, Chariss zu folgen. Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. Auf der Treppe traf sie auch mit Uluth zusammen, welcher wohl ebenfalls dem Lärm hier oben folgte. Gemeinsam nahmen sie die letzten Treppenstufen.
"Sie sagte etwas von wegen es sei im Haus, weiter oben... ", teilte die Xanya Uluth mit, wobei sie nicht wirklich verstand, worauf das hinauslaufen sollte.
Dann standen sie vor Argos Raum, wo sich Chariss vorkämpfte, als würde sie von jemandem zurückgehalten.
"Chariss?"
In Xanyas Stimme schwang Besorgnis mit. Sie verstand nichts von Magie und von nichts anderem ging sie aus. Was wäre die richtige Reaktion?
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 14.12.2007, 00:55
Sie hatte es gefunden.
Sobald Skss die Türe öffnete, wusste sie, dass sie hier richtig war, was nicht gerade Erleichterung hervorrief. Ein Luftschwall schien ihr entgegenzukommen, bitter und modrig, wie von verfaulenden Leichen. Ihr Blick heftete sich auf eine Holzkiste. Alles schien still, und doch war da ein Kreischen in der Luft, ein lockendes Rufen...
Skss stolperte vorwärts und öffnete die Truhe unsicher, schon gar nicht mehr wissend, ob sie wirklich sehen wollte, was sich in ihr verbarg.
Sie holte Stoffe, Kleidung aus der Kiste, ohne es so wirklich zu realisieren, grub weiter... und zuckte zurück, als ob sie gebissen worden wäre.
Auf dem Grund der Kiste lag unschuldig und scheinbar still eine Axt.
edit: (Da keiner antwortet... Ich will hier nix blockieren :? Und mach einfach mal weiter...)
Einige Zeit tat sich gar nichts mehr, nur scharfe Ohren hörten ein leises Zischeln als die Echse die Axt untersuchte.
Nach einiger Zeit stand sie auf, räumte fast schuldbewußt die Kiste wieder ein, bemüht, Ordnung zu schaffen, aber dennoch ein wenig sehr unordentlich und verschloss die Kiste sorgfältig.
Gedankenversunken stieg Skss die Treppe herunter und verneugte sich vor den bewaffneten Kriegern
"Bitte verzsssseiht die Auffregung... Ichhh sssspürte etwasss, dasss ichhh falsssch einssschätzzzte... Esss sssscheint keine Gefahr zzssu drohen."
Re: In Oisins Rast
Skss Chariss - 24.04.2008, 19:06
Eines Tages, als das Wetter immer wärmer wird und die trägen Wintermonate vorbei sind, sieht man Skss in der Sonne herumflitzen und sich diverse Plätze nochmals ganz genau anschauen.
Dann packt sie die wenigen Habseligkeiten, die sie bei sich hatte, als sie mit den Anhängern des weißen Hirschen aus den Drachenlanden kam.
Wenig später spaziert sie aufgeregt zischelnd weg von Oisins Rast.
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