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Re: Frankreich / Krawalle
Markus Giersch - 26.11.2007, 18:06Frankreich / Krawalle
Welt.de hat folgendes geschrieben: Frankreich
Schwere Krawalle nach Unfall in Pariser Vorort
Nach einem Unfall in Villiers-le-Bel kam es zu stundenlangen Krawallen zwischen Jugendlichen und der Polizei. Bei der Kollision zwischen einem Mini-Motocrossrad und einem Streifenwagen kamen beide Motorradfahrer ums Leben. Aufgebrachte Jugendliche glaubten an die Schuld der Beamten.
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Auslöser einer schweren Vorstadt-Randale: Zwei Jugendliche auf einem Motorrad kollidierten mit einem Polizeiwagen in Villiers-le-Bel, etwa 20 Kilometer nördlich von Paris.
Foto: AFP
Im Pariser Vorort Villiers-le-Bel ist es nach dem Tod zweier Jugendlicher beim Zusammenstoß mit einem Polizeiwagen zu schweren Krawallen gekommen. Es machten Gerüchte die Runde, die Polizisten seien an dem Unfall schuld. Nach dem Tod der 15 und 16 Jahre alten Jungen, die auf ihrem Mini-Motocrossrad mit einem Streifenwagen kollidierten und noch am Unfallort starben, steckten Bewohner der Vorstadt Autos und Mülltonnen in Brand, verwüsteten zwei Polizeiwachen und Geschäfte.
In dem Pariser Vorort Sarcelles zündeten Dutzende Jugendliche eine Polizeiwache an. Die Jugendlichen bewarfen die Wache mit Molotowcocktails und feuerten auch Schüsse auf die Polizisten in dem Gebäude ab. Ein Beamter wurde nach Angaben eines Sprechers der Polizeigewerkschaft mit einer schweren Gesichtsverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Polizist hatte versucht, mit den Angreifern zu verhandeln. Zur Sicherung der Wache wurden zusätzliche Polizeikräfte angefordert.
Mindestens 21 Polizisten und Feuerwehrmänner wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Die Polizei nahm sieben Personen fest. Rund sechs Stunden nach Beginn der Ausschreitungen hatte sich die Lage vorerst beruhigt.
Laut der Polizei war der Streifenwagen auf einer Patrouillenfahrt in normaler Geschwindigkeit in dem Vorort rund 20 Kilometer nördlich von Paris unterwegs. Er habe die beiden Jugendlichen nicht verfolgt. Das Auto sei beim Überqueren einer Kreuzung von links kurz nach 17.00 Uhr von dem kleinen Zweirad gerammt worden. Die Jugendlichen hätten keinen Helm getragen. Das Fahrzeug, dessen Windschutzscheibe zerbrochen war, wies Spuren eines heftigen Frontalzusammenstoßes auf, wie ein AFP-Journalist berichtete.
.
Omar Sehhouli, der Bruder eines der getöteten Jugendlichen, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er wolle, dass „alle verantwortlichen Polizisten verurteilt werden“. Für ihn sind die Ausschreitungen keine Gewalt, sondern „die Wut, die sich ausdrückt“. Die Namen der Getöteten gab er als Moushin und Larami an.
„Die Jugendlichen haben überall Autos in Brand gesteckt, und niemand kann das Viertel betreten“, sagte ein Einwohner am frühen Abend. Einige Stunden später hatte sich die Lage beruhigt.
Quelle: Die Welt
Re: Frankreich / Krawalle
Markus Giersch - 27.11.2007, 21:35
Spiegel Online hat folgendes geschrieben: Randalierer schießen scharf auf Polizisten
Bilder: Reuters
Es sind Szenen wie vor zwei Jahren: Zwei Jugendliche sterben, die Polizei
ist involviert - und die Gewalt eskaliert. Doch diesmal gehen die
Randalierer in den Pariser Vororten noch brutaler vor. Nach Angaben der
Polizeigewerkschaft wird auf die Sicherheitskräfte scharf geschossen.
Paris - Die Gewalt in den Pariser Vorstädten ist in der zweiten Krawallnacht
in Folge eskaliert: Bei neuen Ausschreitungen wurden im nördlichen Vorort
Villiers-le-Bel 77 Polizisten verletzt, wie der Sprecher einer
Polizeigewerkschaft bekanntgab. Die Unruhen seien gewalttätiger gewesen
als bei den wochenlangen Krawallen im Herbst 2005, sagte Patrice Ribeiro.
Jugendliche hätten Schüsse auf die Sicherheitskräfte abgegeben. "Wir
haben es mit einer Stadtguerilla zu tun, die mit Waffen ausgerüstet ist."
Auch die Direktion für öffentliche Sicherheit des Départements Val d'Oise
sprach einem Bericht der Zeitung "Le Parisien" zufolge von scharfen
Schüssen auf Beamte. "Ein Polizist wurde von einer großkalibrigen Kugel
an der Schulter verletzt", teilten die Behörden demnach mit. Mehrere
andere Beamte - die Zeitung spricht von 25 - wurden von
Schrotgeschossen verwundet. Augenzeugen berichteten, Randalierer
hätten Jagdgewehre in der Hand gehalten.
Die Unruhen griffen auch auf fünf Nachbargemeinden von Villiers-le-Bel
über. Die Krawalle begannen am Sonntagabend, nachdem in der
27.000-Einwohner-Stadt zwei jugendliche Motorradfahrer bei einem
Zusammenstoß mit einem Streifenwagen ums Leben gekommen waren. In
der ersten Nacht waren bei Ausschreitungen 21 Polizisten verletzt worden.
Die Polizei richtete inzwischen ein Feldlazarett ein.
Die Jugendlichen zündeten mehrere Gebäude an, darunter eine Bibliothek,
einen Kindergarten, eine Schule und Geschäfte. Auch Dutzende Autos
gingen in Flammen auf. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse
ein. Journalisten, die die Krawalle filmen wollten, wurden von Jugendlichen
tätlich angegriffen. Zwei Kameraleuten wurde die Ausrüstung gestohlen.
Auch Feuerwehrwagen wurden attackiert.
Auslöser der Krawalle war der Unfalltod zweier Jugendlicher am Sonntag
gewesen, die mit ihrem nicht zugelassenen Kleinkraftrad mit hoher
Geschwindigkeit gegen einen Streifenwagen gefahren waren. Präsident
Nicolas Sarkozy rief von China aus zur Ruhe auf. Man solle "die Justiz die
Verantwortung der einen oder der anderen feststellen lassen", sagte er.
Die ermittelnde Staatsanwaltschaft bescheinigt den Polizisten, sich am
Steuer und nach dem Unfall korrekt verhalten zu haben. Das werde von
Augenzeugen und den Notärzten der Feuerwehr bestätigt. Anwohner
warfen ihnen nach Medienberichten allerdings vor, sich nicht sofort um die
Unfallopfer gekümmert zu haben.
Die Opposition bezichtigte die Regierung, seit den wochenlangen
Jugendkrawallen vor zwei Jahren nichts zur Verbesserung der Lage in den
Vorstädten getan zu haben. Der öffentliche Dienst habe sich aus den
Vorstädten zurückgezogen, sagte der sozialistische Abgeordnete Arnaud
Montebourg. Die "Nachbarschaftspolizei" sei abgeschafft worden. In den
heißen Vierteln stehe man "einer Bevölkerung gegenüber, die kein
Vertrauen mehr in die Institutionen" habe.
phw/dpa/AP
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,519875,00.html
Video
Video: Reuters
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