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Re: Box macht dicht?
Blechmuetze - 24.07.2005, 03:20Box macht dicht?
Nein, tut sie nicht! Hier der Artikel aus dem MT:
Zitat: Traditionsdisco "Box" im Insolvenzverfahren
Betreiber Heinz Eichler nach Gesprächen zuversichtlich: Verfahren schnell beenden / Einbruch bei Resonanz am Samstag
Minden (mt). Im Oktober feiert die "Musikbox" ihr 25-jähriges Bestehen. Doch drei Monate vor dem Jubiläum ist die Mindener Discotheken-Institution finanziell in die Bredouille geraten - und schon wieder halb heraus aus einem Insolvenzverfahren.
Von Jürgen Langenkämper
Anfang vergangener Woche ist das Insolvenzverfahren für zwei der Firmen des "Box"-Gründers und -Betreibers Heinz Eichler eröffnet worden. Betroffen waren die Musikbox Gaststätten GmbH und die GM-Gaststätten- und Freizeitbetriebe GmbH. Übereinstimmend wurde Schuldnern beider im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen eingetragenen Firmen durch das Amtsgericht Bielefeld verboten, "an die Schuldnerin zu zahlen". Weiter wurden "Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin" untersagt, "soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind". Auch "bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt", wurde wie in solchen Fällen üblich angeordnet.
Zeitgleich wurden die zwei Wochen zuvor angeordneten Sicherungsmaßnahmen gegen Eichlers Max Gaststättenbetriebs GmbH, Betreiberin des Q-Palace in Bad Nenndorf, aufgehoben. Die Befürchtung, dass dies mangels Masse geschehen sei, zerstreute umgehend der für alle drei Firmen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Martin Kienitz. Die Forderungen seien beglichen worden. Damit habe auch seine Bestellung in diesem Fall geendet.
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"Wir suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, die vorhandenen Strukturen zu erhalten", zeigte sich Kienitz bereits am Mittwoch mit Blick auf die "Musikbox" und auch Eichlers Gütersloher Ableger, das "Max", zuversichtlich. Der Betrieb laufe in beiden Fällen weiter. "Auch an den Öffnungszeiten ändert sich überhaupt nichts", trat er anderen bereits kursierenden Gerüchten entgegen.
Heinz Eichler kam bei der Konsolidierung seiner Betriebe bereits am Donnerstagmorgen einen entscheidenden Schritt voran. Nach Gesprächen mit einer Krankenkasse, die das Insolvenzverfahren beantragt hatte, konnte er von einer Einigung berichten und auf eine baldige Rücknahme des Insolvenzverfahrens hoffen. "Ausstehende Krankenkassenbeiträge werden entrichtet", teilte er mit. Die strittigen Summen seien zustande gekommen durch einen Mitarbeiter, "der schon seit einem halben Jahr nicht mehr für uns tätig ist", sagte Eichler.
Doch als Hintergrund dieses Anlasses räumte Eichler die Gesamtsituation, besonders der "Musikbox", ein. Hauptproblem dabei: Die zu geringe Publikumsresonanz am Samstag, der eigentlich der Haupttag im Unterhaltungssektor sein müsste. Seit geraumer Zeit sei die "Box" auf dem großen Markt der leichten Kost - "was lange gut gegangen ist" - nicht mehr so erfolgreich wie noch vor zwei bis drei Jahren. Die Umsatzeinbußen führten in der Folge offenkundig zu finanziellen Engpässen. Auf der anderen Seite kam neue Konkurrenz durch die Angebotspalette im Bunker und im BÜZ dazu.
"Wir wollen den Samstag wieder rockig, poppig machen", hofft Eichler nun auf den Erfolg eines neuen Konzeptes. "Wir wollen ein breites Publikum bedienen, aber ein bisschen differenzierter." Der Versuch, Live-Bands mit einer Konzertreihe ein Publikum zu bieten ist allerdings nicht auf die gewünschte Resonanz gestoßen. "Die Bands sind leider sehr schlecht gelaufen", sagt Eichler.
Erfolgreich läuft dagegen der Mittwoch als Discotag. Und auch mit dem Freitag als Spartentag für anspruchsvollere Musik ist Heinz Eichler recht zufrieden.
Auch der Zuspruch im "Max" in Gütersloh gibt dank des Einzugsgebietes und trotz der Konkurrenz durch die Nähe Bielefelds mehr Anlass zur Freude als ausgerechnet der Samstag im Stammhaus an der Portastraße, wo Eichler im Oktober 1980 eine der renommiertesten Discotheken der Region gründete.
Wie schnell auch immer Heinz Eichler das für die Musikbox leidige Insolvenzverfahren abschließen kann, ändert dies nichts an einer grundlegenden Misere dieser und weiterer Branchen. Denn neben der explosionsartig gewachsenen Vielfalt der Möglichkeiten auf dem Freizeitsektor und des Fernsehprogramms trifft alle gemeinsam ein weiterer Konkurrent um das Taschengeld des jungen Publikums: "Unser Hauptfeind ist das Handy", stellt der Discotheken-Betreiber lapidar fest. Dessen Kosten nötigten Jugendliche an anderer Stelle zu sparen.
Und dann bekommt die Branche auch den Alterungsprozess der Gesellschaft mit: Auch wenn derzeit noch relativ viele Jugendliche ins Discoalter kommen, so ist der nächste Einbruch durch geburtenschwächere Jahrgänge bereits am Horizont zu erkennen - "wie vor zehn bis 15 Jahren", erinnert sich Heinz Eichler.
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