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Re: Verbannung
Anonymous - 02.09.2007, 21:32Verbannung
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Re: Verbannung
Khâraa - 03.09.2007, 01:01
[OOC: Heute war Brognan in Ratschet, jaja... wärst du ins TränenIRC gekommen hätten wir dich mit ins RP eingebunden ;)]
Re: Verbannung
Anonymous - 03.09.2007, 07:02
[ Brogi musste Heia, ich war nur eben ooc auf der nächstgelegenen Bank und habe dann im Gasthaus ausgeloggt ;) ]
Re: Verbannung
Mondus - 03.09.2007, 14:14
(erst mal ooc: das freut mich doch, dass Brogi die selben unangenehme Gefühl haben darf wie Mondus neulich: Kalt und ausgetrocknete Lippen... *fg*)
Es stimmte also tatsächlich. Oberleutnant Rothgar war wirklich weg. Mondus hatte das Gerücht bereits in Sturmwind gehört, und als er sich im Gasthaus von Menethill vor der Überfahrt noch kurz aufwärmte, war es ebenfalls das Gesprächsthema unter den Gästen. Einige munkelten, er wäre auf die Scherbenwelt strafversetzt worden und dort schon am ersten Tag von einem riesigen Eber getötet worden, andere sagten, er würde die Sonne an den Stränden von Beutebucht geniessen und liesse es sich gutgehen, und einige behaupteten, er wäre nach Desolace verbannt worden und er wäre vom Erzmagier Trevosh mit einem Fluch belegt worden.
Aber egal, was davon nun stimmte - Tatsache war, dass in Theramore kein Oberleutnant Rothgar mehr die Leute anknurrte.
Mondus kontrollierte die Augen seiner toten Fische und warf darauf zwei Feuerflossenschnapper ins Meer. Merkwürdig, dass er den Oberleutnant irgendwie vermisste. Natürlich war es eine Erleichterung, nicht mehr bei jedem Schritt überlegen zu müssen, ob es wohl ein falscher sein könnte - aber schlussendlich hatte Rothgar doch mehr für die Sicherheit in der Stadt getan als jeder erwartet hatte. Ja, hin und wieder hat er gar menschliche Züge gezeigt. Vielleicht lag das ja an Maliz' Einfluss?
Er überlegte sich, ob nun hier wohl eine neue Person die Position von Rothgar einnehmen würde. Theramore mit einem grossherzigen, tapferen und edlen Wachekommandaten? So ein Mann wie Hauptmann Bellentry, der in Sturmwind mit Gelassenheit, Freundlichkeit und Konsequenz für Ruhe und Sicherheit sorgte?
Der Fischhändler schmunzelte. Träum weiter, Mondus
Er schüttelte den Kopf und rief wieder seine Fische aus. Wenn doch bloss noch ein Alchimist vorbeikäme und die ganze Ladung frischer Ölfische mitnähme... dann hätte er die Miete, die morgen fällig wurde, endlich im Sack...
"Frische Fische! Wunderbare frische Fische!"
Re: Verbannung
Sida - 03.09.2007, 19:00
Auch an Sida war die Strafversetzung von Brognan nicht völlig spurlos vorbeigegangen. Direkt mitbekommen hatte sie sie nicht, denn scheinbar war alles sehr schnell gegangen.
Ein wenig zu heftig riss sie ihre Bürste durch ihr Haar, einen finsteren Blick in den Spiegel werfend. Sie sorgte sich. Nicht zuletzt natürlich um den Leutnant selbst, der in der letzten Zeit sogar mit einer stammelnden Idiotin wie ihr ungewöhnlich viel Geduld gezeigt hatte.
Sie sorgte sich auch um ihre eigene Stellung, die doch ihres Wissens nach allein durch Brognans Wohlwollen legitimiert war...
Sicher, das Gold würde ihr nicht fehlen. Aber sie fand Freude an ihrer Arbeit...und sie hatte sich schon mit dem Gedanken angefreundet, endlich eine Heimat gefunden zu haben. Nur, wenn man sie nicht brauchte, was dann?
Flink drehte sie ihr Haar zusammen, nahm eine kupferne Haarnadel...und rammte sie zielsicher in ihre Kopfhaut. Mit einem wütenden Aufschrei warf Sida die Nadel fort. Keine neue Frisur also...
Re: Verbannung
Mondus - 04.09.2007, 13:43
„Von einem Eber gefressen!“ Amélina lachte laut und amüsierte sich offenbar köstlich. Sie sass an einem Tisch im Gasthaus von Theramore und hatte zur Feier des Tages eine Flasche Wein geöffnet. Janene schüttelte den Kopf, während sie die junge Frau aus dem Hintergrund des Schankraumes beobachtete. Offensichtlich hatte Oberleutnant Rothgar weder zu Amélinas Freunden noch zu ihren Kunden gehört. Was für ihn sprach. Sie rümpfte die Nase. Kunden. Alleine dass sie die Männer so nannte.
Amélina schenkte der gewohnt sauertöpfischen Miene der Gastwirtin keine Aufmerksamkeit. Sie genoss den Wein – nicht zu viel davon allerdings, so dass sie jederzeit auch hätte arbeiten können.
Der verfluchte Zuhälter war weg. Auf der Scherbenwelt von einem Eber gefressen – wenn man diesem Gerücht glauben durfte. Sie hoffte es aus ganzem Herzen. Was für ein passendes Ende für diesen Mann! Mann? Nicht mal davon war sie völlig überzeugt. Sie kicherte schon wieder. Es würde ihr Leben hier wesentlich angenehmer und einfacher machen. Nichts mehr von ihrem Verdienst abliefern. Keine misstrauischen Augen mehr in ihrem Rücken.
Theramore gehörte ihr. Ihr alleine!
Sie leerte das Glas in einem Zug. Nun, vermutlich würde sie dann trotzdem früher oder später weiterziehen müssen – aber vorerst war hier das Feld frei. Die meisten der anderen männlichen Wachen waren ihre Kunden und mochten sie. Keiner von denen würde irgendeinen Verdacht haben, dass sie noch eine andere Einnahmequelle hatte. Wie wunderbar war das Leben doch!
Sie blickte zur Eingangstür in der Hoffnung, ein zahlungskräftiger Mann würde bald eintreten.
Re: Verbannung
Anonymous - 04.09.2007, 14:05
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Re: Verbannung
Mondus - 04.09.2007, 15:12
"Brüderchen! Du hast die guten Neuigkeiten also schon gehört? Komm, setz dich, lass dir von Janene ein Glas geben und trink einen Schluck mit!" Sie deutete auf die Weinflasche. "Wir sollten auf diesen Eber anstossen."
Sie kicherte wieder fröhlich.
"Denkst du sie schicken einen neuen her?" Sie senkte die Stimme zu einem Flüstern, im Bewusstsein, dass Janene ihre neugierigen Ohren immer spitzte. "Vielleicht sollten wir die Zeit nutzen..."
Re: Verbannung
Anonymous - 04.09.2007, 15:21
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Re: Verbannung
Mondus - 04.09.2007, 15:31
Janena kam dem Wunsch des Händlers nach und stellte ein Glas und eine Weinflasche auf den Tisch. Während sie sich wieder zurückzog, dachte sie darüber nach, wie unterschiedlich diese Geschwister waren. So ein freundlicher, anständiger junger Mann... und dieses Luder. Na gut, sie benahm sich auch immer überaus freundlich aber sie traute ihr nicht. Bei diesem Beruf...
"Mhh...das riecht ja verführerisch. Lässt du mir bitte wieder ein paar davon hier? Mein Vorrat geht schon wieder zu Neige." Und wieder mit leiser Stimme "Ich dachte eigentlich an das Schiff... es steht nahezu immer leer..."
Re: Verbannung
Anonymous - 04.09.2007, 15:39
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Re: Verbannung
Anonymous - 04.09.2007, 19:20
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Re: Verbannung
Anonymous - 04.09.2007, 22:30
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Re: Verbannung
Anonymous - 04.09.2007, 22:57
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Re: Verbannung
Mondus - 05.09.2007, 08:59
Von alledem ahnte Amélina natürlich nichts und schwelgte immer noch in den rosigen Zukunftsplänen mit ihrem Bruder. Mit einer gedämpften Lautstärke - alleine für Bens Ohren bestimmt beantwortete sie seine Frage.
"Ich denke, wir sollten rasch zu schlagen, in einer der nächsten Nächten. Man weiss ja nie, wann sie hier einen Ersatz für den Zuhälter schicken. Heute abend hab ih allerdings bereits einen Kunden gebucht, vielleicht bleibt der die ganze Nacht. Ist also nicht optimal. Lass uns die Umgebung erst noch einen oder zwei Tage beobachten. Das Städtchen gefällt mir je länger desto besser und ich möchte es nicht schon verlassen müssen."
Re: Verbannung
Anonymous - 05.09.2007, 09:12
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Re: Verbannung
Mondus - 05.09.2007, 10:14
Amélina nahm aus dem Augenwinkel eine Bewegung beim Eingang wahr und blickte in Richtung Tür. Ein Mann trat ein. Er sah von Amélina zu Ben und wollte sich dann gleich wieder umdrehen, um das Gasthaus zu verlassen. Die Stimme der jungen Frau liess ihn inne halten.
"Lasiter". In Amélinas rauchigen Stimme schwang nun eine angenehme Wärme. "Lasiter, das ist mein Bruder, Ben. Wenn du mich gesucht hast, Lasi, dann lass dich wegen Ben nicht aufhalten. Wir haben hier nur ein Gläschen Wein getrunken und auf einen ganz bestimmten Eber der Scherbenwelt angestossen - aber ich habe Zeit für dich. Immer, mein Lieber. Du hast dienstfrei, wie ich sehe" Ihr Blick glitt über die Zivilkleidung der Wache und ihr Lächeln war so verführerisch, dass es auch den Schild eines Eismagiers zum Schmelzen gebracht hätte.
Sie erhob sich mit in einer eleganten, fliessenden Bewegung und warf ihrem Bruder einen entschuldigenden Blick zu. Leise sagte sie zu ihm: "Du entschuldigst mich... die Arbeit ruft".
Im Hintergrund des Schenkraums stellte Janene einen Stapel Teller weit geräusch- und schwungvoller als nötig ins Regal. Das Scheppern klang laut durch das Gasthaus.
Re: Verbannung
Anonymous - 05.09.2007, 10:24
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Re: Verbannung
Mondus - 05.09.2007, 10:35
"Sehr gerne, danke. Wir sehen uns". Amélina griff in Bens Reisetasche und holte ein kleines Bündel mit fünf Seifen heraus. Das Bündel in der einen Hand, ging sie zu Lasiter, legte den anderen Arm um ihn und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.
Lasiter grinste zufrieden und liess sich nur zu gerne von der zierlichen Frau die Treppe hinauf in ihr Zimmer ziehen. Wenn er auch auf der Zielscheibe beim Übungsschiessen nicht immer ganz genau ins Schwarze traf - hier fiel es ihm leicht, das Ziel zu finden.
((ooc: Und nein, mehr Details gibts dazu nicht :-P ))
Re: Verbannung
Anonymous - 07.09.2007, 09:21
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Re: Verbannung
Maliz - 07.09.2007, 16:13
Nach und nach war es Maliz gelungen, ein wenig Struktur in ihren chaotischen Alltag in Shattrath zu bringen. Sie stand morgens früh auf und verließ den geschützten Bereich der Seher um eine kleine Mahlzeit im unteren Viertel einzunehmen. Im Anschluss daran trommelte sie die Kinder zusammen, die sie bei sich schon als "ihre Schulklasse" bezeichnete und begann mit den Lese- und Schreibübungen. Am Nachmittag erledigte sie ihre Aufträge und der Abend war für ihr eigenes Studieum reserviert. So kam sie einigermaßen zurechtbis... ja, bis heute, als ein unscheinbarer Brief ihrer Routine ein jähes Ende setzte.
Sie hatte den Umschlag, auf dem sie Brognans Handschrift erkannte, in freudiger Erwartung geöffnet, die sich beim Lesen der Zeilen nach und auflöste und zunächst zu Unverständnis und schließlich zu kaltem Zorn wurde. Tervosh, dieser arrogante Mistkerl... und dann auch noch Desolace!. Bei der Erinnerung an ihren ersten und letzten Besuch dieses unwirtlichen Ortes stellten sich ihr die Nackenhaare auf.
Es kostete sie einige Minuten, sich zu sammeln, doch schließlich packte sie ihre Sachen zusammen, schickte einen Boten mit einer kurzen Nachricht zu "ihren Kindern" und organisierte sich einen Greifen zum Portal. Sie würde zunächst mit Brognan reden.
Als sie in Desolace ankam dämmerte der Abend, erschöpft vom langen Flug glitt sie vom Greif und überließ die Versorgung dem mürrischen Flugmeister, der ihr auf ihre Frage hin mit einem Kopfnicken den Weg zur Kaserne wies. Maliz atmete tief durch, sortierte vergebens ihre wirren Haarsträhnen und stapfte los.
Re: Verbannung
Anonymous - 07.09.2007, 19:23
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Re: Verbannung
Maliz - 08.09.2007, 04:00
Maliz hatte sich schon auf eine längere Diskussion mit dem Wachmann eingestellt, als Brognan auftauchte und ihre Sorgen bezüglich des Geschreis in Wohlgefallen auflöste. Grinsend beobachtete sie den Soldaten bei seiner überstürzten Flucht, bevor sie die Arme in die Hüften stemmte, einen strengen Blick aufsetzte und sich ihrem Verlobten zuwandte.
"Wie hast Du das wieder geschafft? Desolace?!"
Der Gnomin gelang es nichtmal, ihre ernste Miene bis zum Ende des Satzes aufrecht zu erhalten, sie wich einem warmen Lächeln, als Maliz auf Brognan zuging, um ihn zu umarmen.
Re: Verbannung
Anonymous - 08.09.2007, 09:01
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Re: Verbannung
Padraigin - 11.09.2007, 14:58
Der junge Gnom wartete in den Schatten des oberen Flures im Gasthaus von Theramore.
Hinter der geschlossenen Tür konnte er eindeutige Geräusche vernehmen, die zeigten, dass Amélina ihrem zweitgeschäft nachging.
Fizren zupfte an seinem Ärmel und überprüfte, dass seine Hautzeichnungen wirklich nicht zu sehen war.
Endlich verklangen die Geräusche und kurz darauf öffnete sich die Tür. Fiz erkannte Lassiter, den miesesten Bogenschützen, den er jemals begegnet war.
Der Wachsoldat, schloss die Tür hinter sich, reckte sich kurz und stapfte dann an dem bewegungslos verharrenden Gnom vorbei.
Fiz atmete tief durch und wartete bis die Schritte des Mannes den Fuß der Treppe erreicht hatten, dann öffnete er schwungvoll die Tür und betrat mit einem breiten Grinsen das Zimmer.
"Guten Tag Amélina", begann er fröhlich und gut gelaunt, während er die Tür hinter sich schloss und flink den Schlüssel im Schloss umdrehte.
Re: Verbannung
Mondus - 11.09.2007, 20:58
Die junge Frau stand an der linken Seite des Raumes vor dem geöffneten Schrank. Als sie das erste Geräusch der Zimmertür hörte, warf sie die Schranktür hastig zu und dreht sich um. Ihr Anblick liess der Phantasie eines Betrachters kaum noch Spielraum: Sie trug ausschliesslich einen leichten Morgenrock, der nicht zugebunden war.
In Amélinas Gesicht zeigte sich zuerst Überraschung, ja gar Erschrecken, als der Gnom die Tür verschloss. Doch schon den Bruchteil einer Sekunde später lag ein verführerisches, warmes Lächeln auf ihren Lippen. Lediglich die Augen blickten noch etwas misstrauisch.
"Grüsse, verehrter Gnom. Ihr habt es wohl besonders eilig, hmmm? Dann lasst uns zuerst kurz das Geschäftliche erledigen: 30 Silber eine Stunde. Ist das in Ordnung für euch? Ich bin sicher, ihr werdet es nicht bereuen." Ihre Stimme klang kehlig und dunkel und sie liess den kleinen Mann keine Sekunde aus dem Blick.
Sie wirkte trotz der leichten Bekleidung völlig unbefangen - nur einem sehr aufmerksamen Beobachter wäre vielleicht die Anspannung in ihrer Körperhaltung aufgefallen. Sie trat Schritt näher zum Bett. Zumindest in Theramore hatte sie das kleine, aber sehr scharfe, Messer, welches immer griffbereit unter ihrer Matratze lag, noch nie benützen müssen.
((Edit am 12.9., 9:20, ausführlichere Beschreibung))
Re: Verbannung
Padraigin - 12.09.2007, 10:23
Fiz grinste breit, als Amélinas Versuch beobachtete gelassen und verführerisch zu wirken.
Seine Kontakte hatten nicht gelogen. Die Frau war nahezu perfekt.
"Wie äußerst passend, dass Ihr mit dem Geschäftlichen beginnen wollt," begann der Gnom und faltete die Hände in geschäftlicher Manier vor dem Bauch.
"Allerdings bin ich es, der ein Angebot euch bereithält", er lächelte leicht, als die junge Frau einige Schritte näher zum Bett trat.
"In gewissen Kreisen erzählt man sich, ihr wäret eine Meisterin. Nun trifft es sich, als ich ein begeisterter Sammler seltener und exotischer Waren bin." Fiz neigte den Kopf leicht zur Seite und blickte Amélina lächelnd an.
"Nun wäre es doch von Vorteil wenn wir uns zusammenschließen würden, nicht wahr? Ihr beschafft mir gewisse Dinge und ich werde euch vortreffelich dafür bezahlen."
Fizren hielt inne und musterte aufmerksam das Mienenspiel der jungenen Frau.
Re: Verbannung
Mondus - 12.09.2007, 11:18
Mit einer fliessenden, wie zufällig wirkenden Bewegung glitt Amélinas Hand nach vorne und schloss den Morgenrock.
Obwohl das Lächeln nach wie vor in ihrem Gesicht lag, wirkte ihr Ausdruck plötzlich merklich kühler und ebenso klang ihre Stimme.
Mein Herr. Ihr dringt uneingeladen in das Schlafgemach einer Dame ein. Ihr sprecht von Dingen, die ich nicht verstehe, und dies gar ohne euch vorzustellen. Es mangelt euch offensichtlich an Anstand. Wenn ich eure Worte richtig deute, so seid ihr nicht interessiert an meinen... Diensten." Mit einer vagen Bewegung deutete sie dabei auf das Bett. "Und eure anderen Belange - ich fürchte, ich weiss nicht wovon ihr sprecht und kann euch nicht helfen. Vermutlich liegt eine Verwechslung vor. Daher möchte ich euch mit aller Höflichkeit bitten, mein Zimmer wieder zu verlassen."
Re: Verbannung
Anonymous - 12.09.2007, 14:02
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Re: Verbannung
Mondus - 12.09.2007, 16:52
Mondus betrachtete den Mann mitfühelnd.
"Nun..wenn ihr mich so direkt fragt... ich denke, sie darf von ihren Leuten eine gewisse...." er zögerte kurz und fuhr dann fort, "...eine gewisse körperliche Verfassung und gute Konstitution verlangen. Aber 10 Kilo in einer Woche abzunehmen - das ist bei allem guten Willen einfach unmöglich. Oder wenn es euch gelingen sollte - dann seid ihr danach so gut wie tot."
Mondus seufzte.
"Die gute Dame ist eine Plage. Für alle in Theramore. Wisst ihr, dass ich wegen ihr einen kleineren Tisch habe, den grössten Teil meiner Fische - wegen ihres Geruchs - in Boxen aufbewahre und nur noch im Flüsterton mein Angebot ausrufe?"
Der Fischhändler liess seine Faust auf den kleinen, wackligen Tisch fallen und fuhr fort, ohne eine Antwort des Mannes abzuwarten.
"Wir sollten was gegen sie unternehmen. Ihr seid doch nicht der einzige, der Wache, den sie schickaniert mit ihrer Übergenauigkeit? Weshalb tut euer Team denn nichts gegen sie? Wendet euch an ihren Vorgesetzten?!"
Mondus hatte sich in Rage geredet, ist dabei immer lauter geworden und holte nun tief Luft.
Re: Verbannung
Anonymous - 12.09.2007, 17:03
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Re: Verbannung
Maliz - 12.09.2007, 17:36
Maliz folgte Brognan zum Mondbrunnen, sie registrierte mit leichtem Erstaunen, dass in seiner Gegenwart alle Anspannung von ihr abfiel, trotz des Chaos', das einmal mehr in ihrem gemeinsamen Leben wütete.
Die beiden ließen sich auf den Stufen, die zum Brunnen hinaufführten nieder und erlaubten sich einen langen Moment des Schweigens, in dem sie einfach nur dasaßen. Schließlich begann Brognan zu erzählen, was sich zugetragen hatte, mit kalter Stimme beschrieb er sein Treffen mit dem Erzmagier und vor Maliz' innerem Auge formte sich das Bild des arroganten Mannes, der Brognan mit einem kalten Lächeln mitteilte, dass solche Versager wie er in Theramore nicht geduldet werden konnten.
Maliz spürte, wie der altbekannte Zorn nach ihr griff und ihr von Tod und Zerstörung erzählte, ihr Bilder von Tervosh eingab, der wimmernd vor ihr lag und um sein Leben flehte. Mühsam rang sie das Gefühl nieder und zwang sich, nachzudenken. Was für eine Rolle mochte Proudmoore in dieser Angelegenheit spielen? Die Entscheidung des Magiers schien so garnicht zu dieser Frau zu passen.
Langsam hob sie den Kopf und sah Brognan an. "Was wollen wir tun?"
Re: Verbannung
Anonymous - 12.09.2007, 17:53
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Re: Verbannung
Maliz - 12.09.2007, 18:16
Maliz musste unwillkürlich lächeln. "Du erstaunst mich immer wieder!" Für ihre eigene Entscheidung würde auf Morgen warten müssen. Lächelnd kuschelte sie sich an Brognan und sah hinaus in die Nacht. In ihr machte sich das Gefühl breit, ein wenig Zeit geschenkt bekommen zu haben und sie hatte nicht vor, sie mit Grübeleien zu verschwenden.
Re: Verbannung
Padraigin - 12.09.2007, 21:05
Fizren seufzte und vollführte eine tiefe Verbeugung.
"Das tut mir aufrichtig leid, werte Dame", sagte er und lächelte seine einstudiertes Entschuldigungslächeln. "Ich muss mich wahrhaftig geirrt haben. Und dabei dachte ich doch tatsächlich, dieser junge Mann dort unten im Schankraum wäre euer Bruder." Er schüttelte leise kichernd den Kopf.
"Nun ja, vielleicht kennt ihr ja noch jemandem, der dem alten Birgen helfen würde. Dann richtet ihm doch bitte aus, dass es sich lediglich um eine Kleinigkeit handelt, die mir allerdings eine Menge wert ist."
Münzen klirrten als Fiz einen kleinen Lederbeutel von seinem Gürtel löste und ihn Amélina zuwarf.
"Nehmt dies als Entschuldigung, werte Dame", sagte er nickend. "Solltet ihr jemanden finden, seid doch bitte so gut und hängt ein rotes Taschentuch zischen die Fensterläden dieses Zimmers."
Das Lächeln des Gnoms wurde weicher, als er sich zur Tür wandte.
Re: Verbannung
Mondus - 13.09.2007, 12:05
Amélina fing den Lederbeutel geschickt auf und beobachtete schweigend, wie der Gnom den Raum verliess und die Tür sanft hinter sich schloss.
Neugierig öffnete sie danach sofort den Beutel und schnappte überrascht nach Luft. Die "Entschädigung" war weit höher, als zu erwarten war. Wenn dieser Gnom immer so grosszügig war, dann wäre eine Zusammenarbeit mt ihm durchaus interessant. Sie musste unbedingt mit ihrem Bruder darüber sprechen.
Re: Verbannung
Anonymous - 13.09.2007, 12:20
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Re: Verbannung
Anonymous - 13.09.2007, 17:53
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Re: Verbannung
Mondus - 18.09.2007, 16:35
Theramore, zwei Tage später:
Amélina verliess nach dem Gespräch mit ihrem Bruder das Gasthaus, um etwas frische Luft zu schnappen und sich mit dem einen oder anderen Stammkunden zu unterhalten. Beim Weggehen warf sie einen Blick zu ihrem Zimmer hinauf. Im Fensterladen hing gut sichtbar Bens rotes Halstuch. Sie war gespannt, wie lange es wohl dauern würde, bis der Gnom wieder auftauchte.
Re: Verbannung
Anonymous - 23.09.2007, 08:38
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Re: Verbannung
Padraigin - 24.09.2007, 14:36
Zufrieden schlenderte Padraigin am Kai entlang. Zum Lachen der Möwen gesellten sich die Rufe der Docharbeitern, die gerade eines der Schiffe entluden.
Pad summte leise vor sich hin, als sie Kurs auf den Händlerstand eines jungen Gnomes nahm. Schon von weitem konnte der aufmerksame Lauscher das verträumt vor sich hingesungene kleine Lied des Gnomen hören. "Kohl tut so wohl."
Die Nachtelfe schüttelte den Kopf und trat auf den Gnomen zu.
Sofort sprang der Händler auf und verbeugte sich so tief vor ihr, dass seine Nase fast den Boden berührte.
"Einen wunderprächtigen, guten Morgen, werte Padraigin. Darf es einen wunderrunder Kohlrabi sein? Heute morgen frisch aus Goldhain," sagte der Gnom so laut, dass er schon fast schrie.
Ob seiner äußerst akrobatischen Darbietung einer Verbeugung erlaubte sich Pad ein kleines, nachsichtiges Lächeln, dass ebenso unschuldig wirkte, wie das des Gnomes.
"Guten Morgen, Fizren. Nach einem Kohlrabi steht es mir weniger. Was habt ihr sonst noch da?" antwortete Pad und beugte sich interesiert zu den Kohlkisten hinunter. "Am Fenster hängt ein rotes Tuch", raunte sie so leise, dass es nur der neben ihr kniende Gnom hören konnte.
Verwirrt ließ der Gnom den Kohlrabi sinken, den er eben noch freudig gefunden hatte.
"Oh, kein Kohlrabi? Nagut. Mal sehen", Eifrig begann erin den Kisten und Körben zu wühlen. "Ich weiß," flüsterte er zurück. "Hängt da schon paar Tage." Mit einem erfreuten Fiepen streckte er seine Hände in die Höhe, in denen er einen kindskopfgroßen Weiskohl hielt. "Weiskohl tut dem Taint ganz wohl!" rief er und kicherte verträumt.
Pad nahm den Kohl und inspezierte ihn eingehend.
"Der hat da aber eine ganz faule Stelle, Fiz", beschwerte sie sich.
"FAULE STELLE?!" schrie der Gnom wütend. "Mein Kohl hat keine faulen Stellen!" Zornig rupfte er den Kohl wieder aus den Händen der Nachtelfe und beäugte ihn scharf. "Naja vielleciht ein paar", gab er schließlich zu und warf den Kohlkopf hinter die Kisten. "Mal sehen, was ich noch so finde." Leiser fügte er hinzu: "Ich gehe gleich zu ihr. Bitte halte bereit falls es Probleme gibt."
"Rosenkohl, Fizren. Habt ihr soetwas denn nicht?" fragte Pad und starrte auf den großen Weidenkorb mit Rosenkohl. "Da will ich welche von."
"Rosenkohl?" Fiz schüttelte sich. "Den einzigen Kohl den ich nicht mag. Nagut." Mit einem resignierten Seufzten packte der Gnom einige Rosenkohlköpfchen in einen Leinenbeutel.
Pad nickte ihm aufmunternd zu, bezahlte den Kohl und machte sich auf den Weg zur Nordwind.
Re: Verbannung
Padraigin - 24.09.2007, 14:54
Einige Stunden trat Fizren gemessenen Schrittes durch das Stadttor von Theramore. Er hatte sich merklich verändern.
Den einfachen, abgesetzten Kleider eines armen Händlers waren der sorgfältig gepflegten Gewandung eines reichen Kaufmannes gewichen. Sein jugendliches Gesicht wurde größenteils von einem falschem Bart aus rotem Zwergenbarthaaren verdeckt.
Fiz gestattete sich ein kleines Grinsen, als er sich an die Rasur des betrunkenen Zwerges erinnerte.
Eine ordentliche Portion Gnomenalleskleber hielt den Bart an seinem Platz und Fiz graute schon vor dem Augenblick, in dem er das vermaledeite Ding ohne Gnomenalleslöser wieder ab bekommen sollte.
Auf seinem Kopf thronte dazu noch ein lilaner Zylinder aus weicher Schurwolle. Das bescheuertste Kleidungsstück, dass er je tragen musste.
Mit einem piekierten Blick auf die beiden Wachsoldaten, die am Tor standen und den Gnom ungläubig anstarrten, setzte er seinen Weg bis zum Gasthaus fort.
Aus Gewohntheit ließ er den Blick einige Male unauffällig durch den Schankraum gleiten und erklomm ruhigen Schrittes die Treppe.
An der Tür, zu Amélinas Zimmer blieb er stehen und klopfte.
Mal sehen, wie sich die gute Frau entschieden hatte.
Re: Verbannung
Mondus - 24.09.2007, 15:02
Amélina öffnete nach einen kurzen Augenblick die Tür einen Spalt breit, nur gerade so viel, dass sie ihren Kopf herausstrecken konnte und jedem, der vor der Tür stand, den Einblick in das Zimmer verwehrt blieb. Sie senkte den Blick, bis er an dem kleinen, bunten Wesen vor ihr hängen blieb.
"ahh..ja? Wie kann ich euch helfen, mein Herr?"
Sie lächelte freundlich. Sie hatte sich offenbar hastig eine Art Robe übergeworfen, die sie nun mit einer Hand zuhielt.
Re: Verbannung
Padraigin - 29.09.2007, 10:31
Fiz setzte ein breites Lächeln auf und verbeugte sich leicht.
"Ah gute Frau, erkennt ihr den guten Brigen denn nicht? Ihr müsst die protzige Kleidung entschuldigen. Ich bin auf dem Weg nach Thelsamar," sagte er um einem entschuldigen Lächlen und fügte Augenzwinkernd hinzu:" Gnomenkongress."
Er warf Amélina einen kurzen Blick zu und lächelte, was sich ob des Bartes etwas schwer anfühlte.
Re: Verbannung
Anonymous - 29.09.2007, 12:27
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Re: Verbannung
Mondus - 01.10.2007, 15:27
"Brigen, hm?" Amélina betrachtete nun den Gnom mit deutlich grösserem Interesse. "Nun, Brigen, wenn ihr euch bitte einen Augenblick gedulden könntet...? Ich werde gleich Zeit für euch haben. Setzt euch doch ruhig kurz in der Schänke hin. Bis gleich." Ihr Gesicht verschwand aus dem Türspalt, und knirschend drehte sich der Schlüssel im Schloss.
Es waren kaum fünf Minuten vergangen, als sich die Tür zu Amélinas Zimmer wieder öffnete und Michael, der Stallbursche, hinausschlüpfte. Mit leuchtend roten Ohren wich er dem verächtlichen Blick der Gastwirtin aus und verliess das Gasthaus hastig.
Als Amélina nun alleine in ihrem Zimmer war, ordnete sie rasch die Decken auf dem Bett, streifte ein kurzes Kleid und eine saubere Bluse über und öffnete dann das Fenster, um sich selbst und diesem merkwürdigen Gnom nicht den Gestank von Michaels Schweiss zuzumuten. Sie schnappte überrascht nach Luft, als sie dabei plötzlich in das grinsende Gesicht ihres Bruder sah.
Re: Verbannung
Anonymous - 01.10.2007, 19:01
[gelöscht]
Re: Verbannung
Mondus - 02.10.2007, 07:52
Amélina war nicht unglücklich darüber, ihren Bruder im Hintergrund zu wissen. Sie öffnete die Tür, trat vor ihr Zimmer und blickte zum Schankraum hinunter, wo sie auch sofort den Gnom entdeckte. Er hatte den Blick zu ihr gehoben und Amélina lächelte ihn sanft an.
"Kommt doch herein, Brigen"
Sie deutete auf ihr Zimmer.
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