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Re: Von Kurzgeschichten und den Freuden davon
Wolf Enigma Lyxiria - 17.08.2005, 19:21Von Kurzgeschichten und den Freuden davon
Tja, ich bin einer der Autor(inn)en, die immer wieder gerne Kritik bekommen. Und da hier allo so scheinbar nett sind (so viel kann ich nach zwei Tagen beurteilen XD), möchte ich doch mal zwei oder drei meiner Kurzgeschichten vorstellen. Falls es nicht okay ist... löscht es von mir aus... dann habe ich meine Lektion gelernt und mache es bestimmt auch nie wieder ^>__<^"
Ansonsten... Reviews! kritik! Zu allen die hier Geschichten schreiben sollten <^^>
*nachdenk*
Und bitte keine Kapitel-Storys. Sollte es sowas geben, könnte man den Admin ja mal ganz lieb um ein FF-Forum bitten <^^>"
<--hat auch lange Storys mit vielen Kapiteln XD" Aber alle nicht abgeschlossen <.__.>"
Also... erst mal eine alte. ich war damals depri und habe ohne RS-Progi geschrieben... und es niemals korrigiert <^^>"
Der einsame Engel
Einst lebte ein stolzer Engel auf Erden. Er hatte große, weiße und wunderschöne Flügel. Seine Augen waren himmelblau. Und seine Seele glich dem klaren Scheinen eines Sternes.
Dieser Engel half allen Leben auf der Welt.
Doch eines Tages nutzen hinterlistige Menschen den Engel aus. Sie brachten ihn dazu, zu stehlen, ja sogar zu morden. Als der Engel seine Taten erkannte, war es zu spät. Man verbannte ihn aus dem Paradies.
Der einst stolze Engel zog sich an einen geheimen Ort zurück und bildete mit seinen großen Flügeln eine Art Kokon um sich. So blieb der Engel lange Zeit alleine. Die Einsamkeit und die Zeit hinterliesen ihre Spuren:
Der Engel konnte seine Flügel nicht mehr ausbreiten, selbst wenn er wollte.
Die Federn auf der Innenseite der Flügel waren schwarz, denn es fiehl weder Sonnen- noch Mondlicht auf sie. Die Federn auf der Außenseite blieben lange Zeit strahlend weiß.
Und manchmal, aber nur manchmal, stieß eine neuwachsende, weiße Feder eine der alten ab, so das diese zu Erden schwebte und dem Menschen, der sie fand, half. Doch schwebte eine der schwarzen Federn auf die Erden, so brachte sie Unmengen von Pech... und es gab viel mehr schwarze Federn die fiehlen, als weiße. Den die schwarzen waren krank und ihre Wurzeln waren nicht kräftig genug, um die Feder am Flügel zu lassen. Doch die Haut der Flügel waren gesund, so das immer wieder neue Federn entstanden und neue schwarze Federn nachwuchsen. So brachte der Engel viel Unheil auf die Erde. Er schämte sich dafür und lied schwer darunter. Oft wollte er weinen, doch die Tränen waren schon lange aufgebraucht... und so fand der Engel keine Heilung und keine Hilfe.
Doch eines Tages schwebte ein neuer Engel vom Paradies zur Erde und fand den einsamen Engel. Der neue Engel kannte den verbannten Engel nicht und so sprach er mit ihm.
Er fragte nach des Engels Herkunft, nach desen Namen, nach seinen Engelsrang und nach dem Grund, weshalb er hier so einsam saß, eng umschlungen von den Flügeln.
Manchmal antwortete der verbannte Engel... langsam verdraute er dem neuen Engel alles an. Und dieser teilte dem verbannten Engel mit, das der Herr ihm schon lang vergeben hätte. Dies machte dem Engel Mut und langsam heilte er sich selber. Die einst unbrauchbaren Flügelgelenke begannen sich wieder zu bewegen. So öffneten sich die Flügel nach und nach... Und die schwarzen Federn, die bisher ohne Licht wuchsen, wurde immer weiter bestrahlt, so das die Schwärze verblasste und die Federn grau wurden.
Doch nicht nur der neue Engel fand den Verbannten, auch einige Menschen. Und als der gesunde Engel einmal kurz weg war, fingen die Menschen den verbannten Engel ein und zwangen ihm, ihren Wünschen Folge zu leisten.
Oft kamen diese Wünsche einer Sünde gleich, so das Engel unter diesen lied. Und dann kam der Tag, an dem sich die Flügel wieder schlossen.
Die Menschen erkannten die Nutzlosigkeit des Wesens und sperrten ihn in einen dunklen, altem Ferlies ein, wo es wenig Licht gab und noch weniger gute Energie. So begannen die letzten weißen Federn ebenfalls schwarz zu werden.
Diese schwarzen Federn lagen auf den Erdboden und verrotteten dort. Ihre dunkle Energie trank in den Boden und in das Grundwasser ein und so wurde die Umgebung des Verlieses verpestet.
Da fand ihn der andere Engel wieder und er versuchte wieder zu seinen Freund zu gelangen, denn in der Zwischenzeit hatte er den einsamen Engel der so sehr lied in sein Herz geschlossen. Doch was er auch versuchte, er kam nicht an ihn ran.
Jahrhunderte vergingen. Und eines Tages tauchte ein Mensch auf und sah den Engel vor dem Verlies und beobachtete diesen eine Weile, wie er versuchte hineinzugelangen.
Jeden Tag kam der Mensch. Und jede Nacht ging er. Und eines Tages bemerkte der Engel den Menschen und sprach ihn an. Anders als der Verbannte hatte er auch gute Erfahrungen mit den Menschen gemacht.
Mensch und Engel freundeten sich an und so erzählte der Engel von dem Verbannten im Verlies.
Als der Mensch den Engel sah, fand er, man sollte ihm helfen und so begann er, die versigelte Tür einzubrechen.
Ein paar Tage später war die Tür auf und der Mensch rief den Verbannten. Doch dieser rüherte sich nicht.
Jeden Tag versuchten Mensch und Engel den Verbannten zum Öffnen der Flügel zu bewegen... und tatsächlich... als der Engel kurzzeitig ins Paradies musste... öffnete der Engel den Flügel ein wenig. Nicht sehr weit, nur gerade so, das er den Menschen betrachten konnte.
Tag für Tag redete der Mensch auf den Engel ein, desen Federn fast vollständig schwarz waren.
Eines Tages fand ein Wandere ebenfalls das Verlies uns sah den Engel. Seine Flügel waren noch immer eng um ihn geschlungen... doch der Wanderer wollte den Engel einmal... nur einmal... in vollkommener Erscheinung sehen und so versuchte er jede Nacht die Flügel mit Gewalt zu öffnen.
Eines Morgens stellte der erste Mensch große Schäden an den Flügel fest und anstatt des Nachts heimzukehren, blieb er versteckt im Verlies, beobachtete den Wanderer bei seinen Versuchen die Flügel zu öffnen und griff ihn an.
Darauf hin kam der Wanderer nicht wieder.
Doch es war zu spät... als die Wunden verheilt waren, schloss der Engel die Flügel wieder fest um sich. Und was der Mensch auch tat, er schaffte es nicht, das der Verbannte die Flügel wieder öffnete.
Auch als der zweite Engel wieder da war, schafften sie es nicht.
Und eines Tages träumte der Verbannte des Nachts, als weder Engel noch Mensch da waren. Er träumte, das Mensch und Engel weggingen und nie wieder kommen würden. Das er selber bald nur noch schwarze Federn hätte und der gesamten Erde nur noch schadete.
Duch diesen Traum wurden Dämonen angelogt. Sie waren das Urböse und erkannten den Verbannten sehr wohl, den vor langer, langer Zeit hatte dieser ihnen immer einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Damit dies nie wieder geschehen konnte, legten sie dem verbannten Engel Ketten um die Flügel, damit er sie wirklich nie wieder öffnen kann... Den Schlüssel vernichteten sie und so konnte nichts die magischen Ketten öffnen.
Der zweite Engel und der Mensch versuchten es immer und immer wieder, doch was sie auch taten, sie konnten die Ketten nicht entfernen.
Und der Verbannte Engel, der den Menschen immer so gerne geholfen hatte, der den zweiten Engel und den Menschen so gerne hatte, der dem Wanderer schon lange verziehen hatte, erkannte, das er seine Flügel nie wieder öffnen konnte.
Und so sitzt er auch heute noch im Verlies mit Fesseln und schwarzen Federn... und die Flügel nie wieder öffnen könnent...
(Ich entschuldige mich jetzt mal dafür, das mir einige ungeschickte Beschreibungen unterlaufen sind.
Aber die Story wurde in einer Zeit geschrieben, in der ich alles andere als gut gelaunt war, weshalb ich das nicht korrigieren werde.
Außerdem fände ich es nett, wenn mir jemand mal sagen würde, ob es als Dark-Fic eingestuft werden kann.)
[/der einsame engel]
Und was neueres, aber dennoch... zwei jahre alt <OO>"
Am See
Erklärung:
Jetztige Denken
Erinnerung
normale Handlung
~~~~~~~~
Warum?
Warum müssen Menschen leiden? Warum müssen sie sich gegenseitig verletzten? Warum?
Mein Fahrrad lies sich nur schwer bewegen.
Obwohl der erste Gang eingeschalltet war, war das Treten eine Qual. Man hatte mir mal wieder die Luft aus beiden Reifen gelassen, doch ich hatte keine Lust, das Fahhrad schon wieder ewig weit zu schieben.
Eine weiße Taube fliegt von ihren Baum auf. Sie fliegt der Sonne entgegen. EIne Wolke schiebt sich langsam vor der gelbleuchtenden Kugel und hüllt die Erde in Schatten.
Es war, als sollte die Sonne nicht mehr auf mich hinunter scheinen.
Warum? Ich bin doch genauso wie sie?
Die Schule war ein düsterer Ort.
So kam es mir jedenfalls vor.
Ich hatte die Kopfhörer meines neuen MP3-Players auf und las.
Jedoch konnte ich noch immer jedes Wort meiner Mitschüler hören.
Mich fröstelt es.
Wieder schossen mir die Worte durch den Kopf. Immer und immer wieder.
Warum?
Die Landschaft zieht an den Fenster vorbei. Es regnet leicht durch das offene Fenster des Zuges herrein. Doch ich lies es auf und genoss den Luftstrom, welcher mir die Haare herumwirblen lies.
Die beiden Mädchen die sich gegenüber von mir gesetzt hatten flüssternen mit einander.
Ich versuchte sie zu ignorieren, doch ich hörte ganz genau, was sie sagten.
Warum nur?
Was habe ich nur getan?
Langsam schritt ich zum See, sah mein Spiegelbild darin. Es war verweint und dreckig vom langen Lauf.
Es klirrte, als mir das Glas aus der Hand rutschte.
Mein Stiefvater erhebt sich wütend, schreit mich an und schiebt dabei den Tisch ruckartig von sich weg. Die Tasse voll heißem Tee gibt um und das Getränk tropft auf meinen kleinen Bruder. Er fängt an zu schreien.
Ich hab es doch nicht gewollt!
Ich hob einen Stein auf, betrachtete ihn und wollte ihn in der See werfen.
"Dir geht es nicht besser als mir. Bleibe hier."
Ich legte den Stein zurück auf den Boden.
Es brennt. Es brennt... meine Wange brennt höllisch.
Meine Mutter schreit immer noch, achtet nicht auf die Tränen die ich vergiese.
Sie schreit weiter.
Hebt die Hand, hohlt Schwung und...
Ich gehe zurück zu den Bäumen.
Das Seil hängt schon bereit. Noch einmal überprüfe ich ob es richtig fest ist.
Soll ich wirklich?
Ist es richtig?
"Das ich so ein Kind wie dich geboren habe! Komm mir nicht mehr unter die Augen! Ich hasse dich, hörst du? Ich will dich nicht mehr sehen! Nie wieder!
Nur wegen dir streiten wir uns nur noch rum! Du bist an allen Schuld! Verschwinde!"
Ich zuckte zusammen und sah mich hektisch um.
Nein... es war nur Erinnerung, nicht meine Mutter wirklich.
"Du bist zu nichts zu gebrauchen!
Gott... womit haben wir dich nur verdient... Nur wegen dir weint dein Bruder jetzt. Verschwinde in dein Zimmer und morgen trittst du um Acht hier an, dann kannst du mal wieder richtig schufften, verstanden?"
Die Tränen traten mir in die Augen.
Ich stellte mich auf den Baumstumpf und legte die Schlaufe um meinen Hals.
"Kuck dir die mal an! Die ist ja potthäßlich!"
"Die ist bestimmt Geistesgestört!"
"Und wie die so kuckt! Als wäre sie die Herrin der Welt."
"Sollte mal so richtig in den Dreck gestoßen werden."
Lebt wohl... es tut mir Leid...
"Es tut mir Leid das ich solch eine Schande bereite... Das ist nun vorbei."
"Wir sollten ihr mal so richtig eins Auswischen."
"Am besten niederschlagen und sie irgendwo in der Wildnis anbinden..."
"...und dann so machen als wären hier wilde Tiere oder so... die ist so blöd und macht sich doch in die Hosen."
"Stinken tut sie eh schon genug!"
"Am besten wir verjagen sie gleich ganz aus der Schule!"
"Ja... genau wie S.K."
Ich hatte die Schleife noch immer um meinen Hals.
Fast wie in Zeitlupe sprang ich von den hohen Baumstumpf. Das Seil schnürrte mir die Kehle zu, es kratzte, es tat weh.
Schmerz durchzuckte mich. Den letzten den ich spühren sollte, so hoffte ich.
"NEIN! UM GOTTES WILLEN! NEIN!"
Ich öffnete die Augen und sah sie... eine verschwommene Gestallt. Ich konnte sie nicht erkennen aber sie rannte von der anderen Seite des Sees zu mir.
Doch ich wusste wer es wahr... meine beste Freundin...
"NEIN! HALLT DU..."
[/am see]
Eine meiner neusten Werke. Ich kam darauf, als ich überlegte, was wir ohne unsere Erinnerungen wären.
Erinnerung
Kommentar der Autorin:
Die Erinnerungen sind ein wichtiger Teil unseres Lebens, wenn wir sie verlieren, ist das gleich zu setzten mit einem Weltuntergang.
Wir vergessen nicht nur wer wir waren, sondern auch unsere Freunde, unsere Erfahrungen und unser Erbe.
Und letzteres ist das, was uns ausmacht, dass, was wir sind.
Diese Kurzgeschichte ist ein Werk, das dazu anregen soll, einmal darüber nach zu denken, was wir sind. Und zwar ohne unsere Freunde und Familie, ohne Gedanken. Was sind wir, wenn wir einfach nur da liegen und nichts machen?
Es gibt wahrscheinlich viele die behaupten: Dann sind wir nichts.
Doch stimmt das? Wir haben immer noch unser Erbe, oder?
Weiß. Es war alles weiß. Und so verdammt kalt.
So weit ich weis gibt es hier kaum noch Leben. Entweder es schläft oder es ist geflohen. Nur ein paar Vögel, Hasen, Rehe und Wölfe trotzen den kalten Fängen des Winters.
Und natürlich wir, die Menschen.
Ich lebe der Zeit in einen kleinen Dorf, dessen Name "Finken" ist. Keiner der Dorfbewohner kann sich erinnern. Ich weis, ich gehöre nicht hier her. Doch weis ich nicht, wo ich her komme.
Soweit ich mich erinnere lebte ich schon immer hier. Meine frühste Erinnerung zeigt, wie ich in einem Bett liege. Einem weichen Bett, in einer warmen Stube. Helles Tageslicht schien durch das Fenster herein und während ich mich umsah, betrat Tante Betina das Zimmer.
Nur dumm das dieser Erinnerung gerade mal 4 Monate alt ist.
Tante Betina ist eine nette Frau. Ihre zwei Kinder - Tom und Katharina - fanden mich wohl beim spielen im Wald, ohnmächtig und mit einer Platzwunde am Kopf.
Der einzige Grund warum man mich nicht ins Krankenhaus brachte, war die Tatsache, dass sie von der Außenwelt abgeschnitten waren. Eine Lawine hatte die einzige Zufahrtsstraße blockiert und das Dorf war zu klein, als das jemand an sie dachte.
Ihnen blieb nichts anderes übrig als zu warten.
Während meiner Zeit hier hatte ich die Dorfbewohner kennen gelernt. War es üblich, dass es in jeden Dorf einen Alkoholbesessenen Idioten, eine wahre Nutte und eine Verrückte gab?
Die Bewohner empfanden es jedenfalls als normal, wenn die 19-Jährige sich an alle Herren der Schöpfungen heran warf, die ihm auf der Straße begegneten. Oder die Tatsache, dass der Ex-Maurer jeden Tag durch das Dorf schlich, in der Hoffnung jemand würde ihm eins ausgeben... was dann auch tatsächlich geschah.
Und jeder regte sich über das alte Weibsbild und ihre Macken auf. Oft betrat sie Häuser ohne Erlaubnis. Die kleinen Dorfhündchen - die hier als Wachhunde bezeichnet werden - lassen sich mit einen saftigen Steak ruhig stellen.
Und seit ein Monat lag sie im Bett jammerte, sie müsse sterben. Derweil roch man sieben Meilen gegen den Wind, dass es ihr gut ging.
Zumindest zeigte sie keine Symptome die auf ein baldiges Ableben deuteten.
Ja natürlich... das war auch eine Sache. Ich kannte mich vortrefflich mit Anatomie und Physiologie aus. Sowohl von Mensch, als auch vom Tier.
Und die Hunde... die Hunde schienen Angst vor mir zu haben, seit dem Tag an dem ich hier bin.
Wer bin ich wirklich? Bin ich etwa eigentlich ein medizinisches Genie - ich konnte nicht älter als 17 oder 18 sein - oder hatte ich einfach zu viele moderne Ärzteserien gesehen?
Während ich noch da stand und überlegte ging die Sonne unter.
Endlich. Aus irgendeinem Grund mochte ich die Sonne nicht. Ich wollte in der Nacht leben, den Tag meiden, doch ich wusste, dass so was nicht richtig war.
Der Mensch brauchte Licht zum Leben, in der Nacht war er hilflos. Aber warum liebte ich die Nacht so?
Wer war ich?
Es war frustrierend, dass ich mich nicht erinnern konnte. Ich spürte das die Erinnerungen da waren, doch es war, als würde man ein Wort suchen, dass einem schon auf der Zunge lag... einem jedoch trotzdem nicht einfallen wollte. Es war zum verrückt werden.
Ich stand noch hier, als der Mond längst aufgegangen war.
Bildete ich mir das nur ein, oder war der Mond blau statt weiß? Ich kniff die Augen zusammen, in der Hoffnung eine optische Täuschung auffliegen zu lassen... aber nein, der Mond war blau.
Wie war das möglich?
Während ich in den Vollmond sah, spürte ich wie mein Herz raste. Ich griff mir an die Brust, während ich versuchte mich wieder zu beruhigen. Doch es half nicht. Irgendetwas brachte mein Blut in Wallung.
Und dann dieser Geruch... leicht metallisch, eindringlich und irgendwie lecker. Ich verzog das Gesicht. Es roch nach Blut. Und unter diesem dominanten Geruch nach Fleisch.
Gott... hatte ich Hunger.
Gierig steckte ich mir einen Finger in den Mund und begann darauf herum zu kauen, ohne sonderlich darauf zu achten, was ich da tat.
Als ich wieder zu mir kam, sah ich mich in dem Dorf um.
Neugierig schnüffelte ich in die Nachtluft. Blut. Es roch einfach nur nach Blut. Gut. Ich liebte diesen Geruch.
Lüstern leckte ich mir über meine Lippen. Mein Hunger war gesättigt, vorerst.
Ich drehte dem Dorf den Rücken zu und verlies in einem schnellen Trapp die Lichtung, auf der es stand.
Und lies ein Schlachtfeld hinter mir zurück.
Den meisten Dorfbewohnen war der Kopf abgerissen, einige waren zur Unkenntlichkeit zerfetzt worden. Tante Betina war halb aufgefressen und ihre Kinder hangen aufgespießt an Lichtmasten, die durch wuchtige Schläge zersplittert waren.
Die Tiere - Kühe, Schafe, Katzen, Hunde, Hasen, Kaninchen, Hühner, Hähne und Pferde - lagen nur noch als Skelette in der Nacht. Ihr Knochen glänzten unter dem Licht des blauen Vollmondes.
Die Häuser waren zerstört, einige brannten immer noch. Die wenigen Häuser die noch standen waren blutbefleckt.
Das ganze Dorf schwamm in Blut.
Das einzige Gebäude das unberührt war, war die Kirche. Ich hasse Kirchen. Diese jämmerliche Saufbold hatte Glück. Hätte ich ihn früher bemerkt, wäre er genauso dran wie die anderen:
Tot.
Ja... meine Erinnerungen waren wieder da. Mein geliebter Mond hatte sie zu mir zurück gebracht.
Während ich immer weiter Richtung Lawine tappte, genoss ich die Totenstille der Nacht.
Hier gab es kein Futter mehr. Aber ein Werwolf brauchte viel Futter, um zu leben.
[/Erinnerung]
Und das... kam noch vor Erinnerung... aber ich fand sie nirgens <Oô>"
Extra auf Ilumnia suchen gehen musste
Eine Nacht in der Ewigkeit
Klick. Klick. Klick. Klick, macht die Uhr.
Langsam schob sich der Sekundenzeiger weiter, immer weiter. Klick. Klick. Klick.
Unaufhaltsam floss die Zeit dahin. Verging, für die einen Träge, für die anderen schnell. Die Sonne geht langsam am Rand der Welt unter. Es war nicht der Rand der Welt, doch dies war einer dieser Tage, wo es so aussah, als würde hinter dem Horizont einfach Schluss sein.
Während sich die Sonne in ihr rotes Nachthemd kleidete, tauchte der Mond auf. Es war keines Falls Vollmond, doch rund sah er dennoch aus.
Klick. Klick. Klick.
Es war dunkel genug, um die ersten Sterne sehen zu können. Doch in der Stadt war es fast taghell. Die Laternen und Neon-Schilder erhellten die Straßen. Am hellsten leuchteten die Bordelle, insbesondere die gut besuchten.
Etwas weiter von diesen entfernt gab es noch einige, doch diese waren bei weitem nicht legal. Zuhälter hielten sich dort ihre Mädchen und schickten sie auf den Strich, wenn sie nicht in den Läden arbeiten mussten.
Doch die Polizei unternahm nichts dagegen. Viele der Polizisten waren dort sogar Stammkunden. Zwar erfüllte fast keiner das amerikanische Klischee des dicken Pullen, der den ganzen Tag damit beschäftigt war Gepäck in sich hinein zu stopfen, doch hatte jeder von ihnen seine Probleme:
Der eine hatte sich erst geschieden, der andere hatte Kinder die fast ständig in Prügeleinen kamen, wieder andere fühlten sich einfach nur allein, weil sie es verpasst hatten, sich eine Freundin zu suchen und nun waren sie zu alt, als das sie noch jemand attraktiv fand.
Ja, sie suchten alle Trost in den Freudenhäusern, die sie eigentlich schließen sollten.
Klick. Klick. Klick.
In einen dieser Gebäude stapfte gerade ein feiner ‘Manager’ die Treppe in den Keller hinab. Dort schlief eines der Mädchen, die für ihn arbeitete.
Als er in dem feuchten Unterzimmer ankam, knipste er die Taschenlampe an. Eine Ratte huschte erschrocken aus dem Lichtkreis eben jener, doch der Mann kümmerte sich nicht darum.
Er stapfte an das Bett seiner Bediensteten und trat unsanft dagegen.
“He wach auf!”, befahl er barsch. “Es ist Zeit, deine Schicht beginnt gleich!”
Dann beeilte er sich aus dem Raum zu kommen. Geheuer war es ihm nicht und er fühlte sich oben sicherer.
Klick. Klick. Klick.
Es polterte, als etwas Schweres und Hartes auf den Boden fiel.
Das Mädchen streckte sich gähnend. Es hatte furchtbaren Hunger, doch diesen muss sie nun erst mal ignorieren. Ohne ein Wort zu sagen stieg sie aus ihren Sarg, der aus einfachem Holz bestand. Sie holte sich den Splitter aus der Hand, den sie sich beim öffnen des Sargs zugezogen hatte.
Anschließend machte sie sich im Dunkeln zurecht.
Klick. Klick. Klick.
Ohne ein Geräusch zu erzeugen stieg sie die Treppe nach oben. Der Flur - auf den sie nun stand - sah aus wie immer:
Der Fußboden mit weißen Kacheln belegt, die Wände mit einem dreckigen gelb bestrichen und die Decke blau gehallten. Bis auf ein kleines Lichtlein am Ende des Ganges waren sämtliche Lampen längst kaputt. So war der Flur nur spärlich ausgeleuchtet. Doch keine der ****n beschwerte sich. Das gehörte sich nicht. Sie konnten froh darüber sein, ein Haus über den Kopf zu haben.
Das Mädchen wandte sich nach links und begab sich in den Hauptraum.
Obwohl sie eine der ältesten ‘Kellnerinnen’ hier war, erschlug sie der Gestank nach Bier und Lust jedes Mal. An der Tür blieb sie einige Sekunden lang stehen und versuchte den Geruch nicht zu beachten, was ihr erstaunlicher Weise auch gelang.
Klick. Klick. Klick.
Als erstes hielt sie auf die Bar zu. Bar war vielleicht zu viel des Guten. An der Theke wurde nur Bier und Kondome ausgegeben. Naja… und die Frauen.
In diesen Laden waren Frauen nicht mehr als Lustobjekte. Lebende Puppen, mit denen man alles machen konnte was man wollte und die sich nicht wehrten. Angehäuftes Fleisch, das es genoss, wenn man seinen Schwanz in es steckte. Spielzeug.
Und das Mädchen war der Rolls’ Roys’ unter den Spielzeugen.
“Da bist du ja endlich!”, fauchte der riesige Mann. Unsanft packte er das Mädchen am Arm, warf es fast an die Wand und legte die schwere Kette an das Halsband, das sie um den Hals trug.
Das Mädchen sagte jedoch nichts. Scheinbar gelangweilt richtete es sich wieder auf und kniete sich bewusst naiv hin. Dabei musterte sie die Kundschaft.
Es schien Donnerstag zu sein. Die Nacht, an der Anwählte und Manager in den Laden kamen, um den Stress abzuarbeiten. Einige dieser Männer hatte das Mädchen schon bedient.
Diese Männer waren alle Stammkunden, doch keiner von ihnen hat jemals ein zweites Mal mit dem Mädchen an der Kette verbracht. Selbst wenn sie das wertvollste Spielzeug im Raum war, war sie auch das Gefährlichste. Die Neugier trieb jeden auf kurz oder lang zu ihr. Jeder von ihnen dachte, er könne das wilde Tier zähmen, das dieses Mädel war.
Doch das Mädchen wollte sich nicht zähmen lassen.
Klick. Klick. Klick.
Die anderen ****n standen - ebenfalls schweigend - hinter drei Männer, die ausschließlich aus Muskeln bestanden. Um eines der Mädchen zu bekommen, musste man erst das Geld abliefern. Für wen die Mädchen - keine war älter als 19 - die Beine breit machen mussten, konnte sich keine aussuchen. Sie waren Vieh und wurden auch so behandelt.
Der Zeit standen etwa drei Mädchen dort. Eines davon war neu. Ihr Name lautete Ivonne und hatte erst vor kurzem die Konfirmation gehabt. Doch die Kleine hatte definitiv die falschen Freunde, denn die hatten sie in eine Gasse gelockt, wo sie von einen der Männer dieses Ladens gepackt und hier her verschleppt wurden.
Anschließend hatte man 2.000DM an die Familie geschickt, als Entschädigung sozusagen. Das Schlimmste an der Sache war, dass sie damit auch noch durchkamen.
Die Kleine hockte in der Ecke und weinte still vor sich hin. Ihr Blick war auf den Boden gerichtet.
Im Laufe des Tages war sie mehrmals von den Zuhältern vergewaltigt worden, um ihr zu zeigen, wie der Mann den Spaß hatte.
Das angekettete Mädchen bewegte sich kaum merklich. Nur ein leises Klirren war zu hören, so das Ivonne aufsah. Sie riss die Augen auf, als sie ihre Leidensgenossin sah. Kein Wunder. Ihre Sachen bestanden aus schwarzen Leder, das jedoch weder Busen und Schritt verdeckte, weil dort riesige Löcher klafften. Löcher die scheinbar vor einem wilden Kampf stammten. Die Klamotten waren nicht mehr als Fetzen. Man konnte nicht einmal mehr ahnen, wie sie früher einmal ausgesehen hatten. Ihre Hände waren mit feinen silbernen Ketten zusammengebunden.
Und der Abschluss des ganzen bildete das Halsband, das mit 10 cm langen Spitznieten versehen war.
Außerdem hatte das Mädchen im Gesicht ein Tatoo. Dieses verlief von der Mitte der Stirn bis hin zur rechten Schläfe und von dort bis zum Ohr. Das Tatoo war einem angreifenden Wolf nachgebildet und bis auf die Augen war es komplett schwarz. Die Augen jedoch leuchteten golden.
Das Mädchen schenkte Ivonne ein freundliches Lächeln und sah dann wieder in den Raum.
Einige der Männer hatten sie schon anvisiert. Ohne zu zögern erwiderte es die lüsternen Blicke. Die meisten ihrer Verehrer schreckten sofort zurück. Der kalte Blick des Mädchens machte klar, dass Sie sie töten würde, wenn sie die Gelegenheit dazu hätte.
Nur einer blieb stur. Das Mädchen kannte den Namen dieses Herren: Jack.
Er war ein Stammkunde und ein Polizist dazu. Seit dem Tag, an dem er das erste mal hier war, wollte er die Kleine haben.
Zu Hause hatte er Frau und Kinder. Doch das Weibstück hatte vor drei Monaten entdeckt, dass sie doch eigentlich auf Frauen stand. Nur hätte sie ohne ihren Mann kaum die Mittel allein zu überleben, darum blieb sie bei ihm.
Sein Sohn nahm seit er 11 war regelmäßig Alkohol zu sich, vor kurzem hatte Jack auch eine Packung Kokain in der Tasche des Jungen gefunden.
Seine ältere Tochter war eine Außenseiterin. Sie hatte kein Sinn für Mode und verbrachte mehr Zeit in Büchern als mit Freunden. Na gut, wie sollte sie auch, sie hatte keine.
Seine zweite Tochter hatte das Down-Syndrom, auch nicht ganz das wahre.
Nein, Jack hatte wirklich kein Glück in der Ehe. Er liebte die drei Frauen in seinen Leben jedoch immer noch und er sorgte sich mehr über seinen Sohn, als das er wütend auf ihn war. Doch langsam wurde es zuviel für ihn und so suchte er einen Ort, wo er seine Depressionen abbauen konnte. Und das tat er hier.
Empfohlen hat ihm das einer seiner Kollegen, der bis vor drei Tagen auch zu den Stammkunden zählten, doch inzwischen in Koma liegt. Er wurde bei einer Schießerei schwer verwundet und die Ärzte glaubten nicht, dass der Mann je wieder aufwachen würde.
Wie auch immer… Jack hatte sich hier ausgetobt. Doch wie ein Junkie nach immer mehr verlangt, brauchte auch Jack mehr. Die einfachen Frauen genügten ihm nicht mehr.
Und nun hatte er genug Geld zusammen, um sich den Kettenhund zu leisten.
Mit schnellen Schritten ging er auf die Wächter zu und verhandelte kurz mit ihnen. Dann wurde das Geld überreicht.
Während dessen wurde die Kette von der Wand entfernt, das Mädchen brutal auf Beine gezogen und in einen Nebenraum geschafft.
Dieser war ein Lustraum, für Kunden, die nicht auf Massensex standen. Nicht das es ein Problem für Jack war mit anderen wilde Orgien zu feiern, doch bekam man den Kettenhund nur in einen der Lustzimmer.
Zu gefährlich, lautete die Begründung. Nun, man würde sehen.
Der Raum selbst war mehr eine Folterkammer, denn ein Ort für Intimitäten.
Hier würde Jack viel Spaß mit der Kleinen haben.
Klick. Klick. Klick.
Klick. Klick. Klick.
Ein Schrei. Ein nackter Mann der aus den Lusträumen gerannt kam, sich dabei irgendwie versuchte anzukleiden und zu verschwinden.
Die Stammkunden wussten bereits was da abgelaufen war und machten weiter, als wäre nichts gewesen. Insgesamt 63 ****n besaß dieses Bordell. Und viele Männer nahmen die ****n gleichzeitig, nur wenige bekam selten einen Freier… und wenn, dann nur eine:
Das Mädchen mit dem Tatoo, das sie Kettenhund nannten.
Ihre Freier stürmten danach jedes Mal in Panik aus dem Raum, ließen sich drei Tage lang nicht blicken und kamen dann zurück, den Kettenhund brav ignorierend. Keiner redete darüber, was die Kleine dort drinnen machte. Nicht nur, weil sie sich nicht trauten, sondern auch weil jeder Neukunde sie eh für verrückt gehallten hätte.
Ein junges Mädchen, dass sich auf sie stürzte um sie in den Hals zu beißen und dabei eine Kraft an den Tag legte, die sie nicht haben konnte? Lächerlich!
Doch so war es. Kaum war der Kettenhund mit ihren Freier allein, befreite er sie früher oder später von den Ketten, die ihre Hände fesselten. Damit hatte sie freien Spielraum.
Hungrig verfiel sie ihrer Gier und stürzte sich auf die Männer, um ihnen das Blut aus dem Leib zu saugen. Bisher war ihr das nur einmal gelungen, denn die Mädchenwächter griffen sofort ein.
Kein Freier beendete das Spiel, das sie einmal begonnen hatten und kaum ein Freier verlangte je das Geld zurück. Taten sie es, wurden sie aufgefordert ihr Spiel mit den Kettenhund zu beenden.
So lief es Nacht für Nacht. Im Durchschnitt hatte der Kettenhund lediglich drei Freier, doch damit nahm sie mehr Geld ein als ihre Leidensgenossinnen, die mehr als 10 Aufträge (und fast doppelt so viele Männer) pro Nacht hatten und dann auch noch auf den Strich gingen.
Die Zuhälter mögen Angst vor dem Kettenhund haben, aber ihre Geldgier wog mehr als jede Angst. Und so hielten sie die Vampirin gefangen. Nacht für Nacht wurde sie aus ihren Sarg im Keller geholt und den Männern zur Verfügung gestellt. Nacht für Nacht wuchs der Durst nach Rache in dem Mädchen an. Und wenn die Zeit gekommen war, würde sie sich losreisen und ihre Peiniger in die Hölle schicken.
Kurz vor vier Uhr wurde der Kettenhund in den Keller geschickt. Dort wartete sie einige Zeit Klick. Klick. Klick. bis ihr drei Blutkonserven gebracht wurden.
Die machten sie keines Wegs satt. Doch das machte sie nur noch wilder gegenüber ihren Freiern.
Manchmal wurde auch ein kongruierender Zuhälter oder ein Polizist, der die Bude auffliegen lassen wollte, nach unten geschafft. Angeblich um zu verhandeln. Doch am Ende blieben sie dort unten. Ihre Seelen fuhren gen Himmel, während die Ratten den Blutleeren Körper zerrissen, sobald der Kettenhund in seinen Sarg gestiegen war, um zu schlummern und von Rache zu träumen.
Klick. Klick. Klick
Die Zeit vergeht und niemand kann sie aufhallten.
Doch einem Vampir ist die Zeit egal. Er kann warten, denn er hat viel Zeit.
Klick. Klick. Klick.
Und so geht die Sonne auf, geht wieder unter. Der Mond - nur noch einen Tag von seiner wahren Pracht entfernt - steht am Himmel, die Sterne erscheinen und der Kettenhund wird geweckt.
Klick. Klick. Klick.
Zitat: Auszug aus einem Zeitungsbericht von 1998
Blutbad in einem illegalen Bordell!
Gestern Abend gegen Mitternacht wurden Passanten nahe der Kaiserstraße auf laute Schreie aufmerksam. Besorgt riefen sie die Polizei.
Die ließ sich jedoch Zeit. Erst 45 Minuten später traf sie an dem Flachbau an.
Und dort machten sie eine grausige Entdeckung: Leichen über Leichen lagen zerfetzt auf den Boden. Laut Augenzeugenberichten sollen Köpfe auf Bierflaschen gespießt worden sein.
Nur ein 16-jähriges Mädchen hatte den Massenmord überlebt. Bei diesen scheint es sich um Ivonne Bauer zu handeln, die vor 2 Jahren spurlos verschwand.
Sie sitzt derzeit in U-Haft, man kann aber davon ausgehen, dass sie demnächst zurück zu ihrer Familie kommt.
Das grausamste jedoch:
Unter den Opfern sollen sich auch Polizisten befinden, die laut Schichtplan nicht im Dienst war.
Noch ist die Polizei damit beschäftigt die grausige Tat zu untersuchen, doch wird inzwischen ein Verfahren gegen die örtliche Polizei eingeleitet.
[…]
Die Zeit vergeht.
Kettenhunde befreien sich von ihren Ketten.
Und die Zeit verrinnt.
Klick. Klick. Klick. Klick. Kli…
[/Eine Nacht in der Ewigkeit]
Re: Von Kurzgeschichten und den Freuden davon
Rai - 18.08.2005, 12:43
Puh, hab das alles auf Word kopiert, um es dann später zu lesen 11(!) Seiten *aufuhrguck* Man fast eine ganze Stunde hab ich gebraucht. Aber ich konnte mich einfach nicht losreißen
Als erstes: die ersten beiden Geschichten haben mich tief bewegt, vor allem die Zweite. Sie erinnert mich etwas an meine Hauptschulzeit. Ist dir das wirklich widerfahren? Wenn ja… ähm… ich wollt nur sagen… es ist nicht viel, aber ich wollt dich nur wissen lassen, das du… wenn es da immer noch solche Leute gibt… immer auf mich zählen kannst. Vielleicht nicht körperlich (kein Geld für sone fahrt, bin froh, das meine Mutter mir meine FUN-Karte bezahlt), aber geistig.
Und zu den Rest: WOW! Gruselschocker^^ Ähm… das mit dem Zeitungsartikel, das haste doch erfunden, oder? Mann… *sichängstlichumguck*.
Aber echt schön gemacht.
Ach ja… eins noch. Ich kann dein Kommentar zu deiner ersten Geschichte verstehen, das du die erste Geschichte nicht weiter schreiben oder verbessern willst, weil du damals eine schlechte Zeit hattest, aber etwas traurig ist das schon. Armer Engel. Hoffentlich stört dich dann einer meiner kleinen Ticks nicht^^ Ich „schreib“ solche Geschichten in Gedanken oft um (hab ich sogar mit Star Wars: Episode 3 gemacht)
Nun ja… das wars. Sorry, wenn ich nur Stuss gelabert habe^^°
Re: Von Kurzgeschichten und den Freuden davon
Wolf Enigma Lyxiria - 18.08.2005, 16:11
@Rai:
Na wenn sie dir so gut gefallen, dann erzähl ich doch mal was zu den Hauptgründen der Entstehung der Geschichten XD
Einsamer Engel:
Tja an sich ist das eine riesige Metapher. Ich war damals kurz vor dem Aus mit meinem jetztigen Exfreund, ich war total depri und hatte ihn betrogen (mit CS wohl gemerkt <-__->").
Der besagte einsame Engel steht für meine Person. Ich war damals ständig versucht, es allen recht zu machen, immer nur das richtige zu tun und ja keine Fehler zu machen. Aber soetwas geht leider nicht und ich wurde verletzt. Und dann habe ich meine beste Freundin kennen gelernt, die den zweiten Engel darstellt. Sie hat mir aus den Loch geholfen, auch wenn ich nie wirklich fröhlich war.
Erst als ich dann meinen (damaligen) Freund kennen lernte, ging es wieder aufwärts. Für ihn steht der erste Mann... und er hat mir damals sehr geholfen.
Doch dann kamen die Zweifel - in der Geschichte die Menschen. Ich dachte immer, dass er mich nur benutzt und mich gar nicht mehr liebt. Darum verschloss ich mich wieder und baute ein Geflecht aus Lügen (der Kerker) auf.
Er versuchte damals natürlich weiter an mich ranzukommen... und dann kam der Mann, mit dem ich damals CS hatte. Der Wanderer.
Erst als das ganze aufflog, wurde mir bewusst, das der Kerl ein Arsch ist und das er eigentlich nicht mehr wollte als CS... und RS, wenn wir uns denn wirklich getroffen hätten.
Die Dämonen stellen im Anschluss darauf meine Schuldgefühle dar, die Ketten die Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit.
Und ich muss sagen... ich muss die Geschichte weiter schreiben. Denn... das Leben geht weiter. Und die Ketten gibt es nicht mehr. Und Happy Ends sind doch was schönes XD
Am See
Von den Situationen her... ja, da ist mir alles passiert. Innerhalb von zwei Tagen, wohlgemerkt.
Mir gings danach so übel, dass ich eine Inspiration bekam... aber nicht für ein Gedicht (meine eigentliche Stärke XD), sondern für eine Kurzgeschichte. Nja... und Am See kam dabei herraus. Die Geschichte beschreibt meine Gedanken und ein Teil meiner Gefühle dabei. Und sie spielt eigentlich am einem Teich, der bei uns in der Nähe ist... aber dieser ist eigentlich für die Story unbrauchbar und ich machte halt einen See drauß <^^>".
Umbringen wollte ich mich damals nicht (mehr). Ich hatte zwei, drei Minuten lang daran gedacht, aber in der Realität erreicht mich meine beste Freundin lange, bevor ich den Strick vorbereite.
Aber Geschichten sind dazu da, seine Phantasien in die Tat umzusetzten und das Schreiben hilft mir, meine Depressionen zu überwinden.
Erinnerung
Das kam eigentlich zu stande, weil wir lange Zeit über Morbus Allzheimer gesprochen haben. Es war zum Teil Unterrichtsintern, andererseits aber war es auch wieder nicht so.
Wir haben eben.... darüber diskutiert.
Jedenfalls habe ich mich dann gefragt, was wir ohne unsere Erinnerungen wirklich sind. Tja... und die Zusammenfassung meiner Gedanken steht unterstrichen unter dem Titel.
Außerdem wollte ich schon lange mal eine Werwolf-Fiction schreiben... und habe es einfach mal fusioniert.
Eine Nacht in der Ewigkeit
Ja... eine Darc-horror-Fic. Und eigentlich wars als Komödie und Liebes- Genre gedacht. An sich wollte ich so ein typisches Aschenputtel-Märchen schreiben, ganz nch dem Motto: 'Kann ich das auch?'.
Ich arbeitete ohne Inspiration (=Depression ^^") und ohne voriger Grundidee. Ich schrieb praktisch einfach los.
Eigentlich sollte das arme Mädchen gerettet werden und sich in ihren Retter verlieben... aber dann wurde sie ausversehen ein Vampir. Die Holzliege wurde zum Sarg. Der Retter war sie selbst.
An sich war es die Geschichte, die sich da geschrieben hat. Wie gesagt, eigentlich sollte es etwas anderes werden.
Ansonsten... der Zeitungsartikel stammt natürlich aus meiner Hand. Es sei denn es kann mir jemand beweisen, dass es ihn wirklich gibt.
Aber dann wäre mein Traumschatten wirklich gut. Ich wüsste nämlich nicht, woher ich besagten Artikel dann haben sollte... ich weigere mich Zeitung zu lesen, es sei denn sie heißt Bild. <Oô>"
Re: Von Kurzgeschichten und den Freuden davon
Wolf Enigma Lyxiria - 21.08.2005, 01:33
Und die neuste Kurzgeschichte.
Ist gerade erst entstanden <^^>
Gedanken
Kalter Regeln fällt auf meine Schultern hinab, doch ich nehme es schon gar nicht mehr wahr. Wahrscheinlich werde ich morgen krank sein, aber das war mir egal. Warum sollte ich mich darum sorgen?
Meine Kleidung - bestehend aus einer engen, blauen Jeans und einem roten Shirt - war ebenso nass wie meine langen Haare. Meine Schuhe waren längst durchgeweicht und jeder Schritt war von einem unangenehmen Gefühl begleitet.
Doch… es war mir egal.
Genauso wie die Kälte oder die Dunkelheit um mich herum. Die Sonne war bereits vor zwei Stunden untergegangen. Allein die Laternen am Straßenrand spendeten noch Licht, doch sie hätten ebenso gut aus sein können. Mich hätte es nicht gestört.
Ich wusste nicht, ob das Wasser, das mir über die Wangen lief, vom Regen oder von Tränen stammte. Ich glaube, mir sind die Tränen schon längst ausgegangen. Nur noch zu Schluchzern war ich im Stande. Natürlich… wenn man stundenlang weint. So schnell bildet der Körper das nun auch wieder nicht nach. Aber… warum kümmerte ich mich darum? Es war doch eh alles egal. Heute morgen war es mir vielleicht noch ein bisschen wichtig sein können, aber jetzt, mitten in der Nacht? Nein, jetzt nicht mehr.
Ich versuchte verzweifelt die Erinnerungen zurück zu drängen. Sie waren mir nicht egal. Ich wünschte es wäre so. Aber wahrscheinliche wäre ich dann jetzt auch zu Hause und würde friedlich im Bett liegen und schlafen.
Aber ich konnte nicht nach Hause zurück. Ich wollte nicht nach Hause zurück. Ich wollte nirgendwo hin. Was wollte ich eigentlich?
Kaum kam mir diese Frage in den Sinn, war sie mir auch schon wieder egal. Es hatte keinen Sinn darüber nachzudenken, oder mit einer unsichtbaren Person darüber zu philosophieren.
Es war nicht mal Lebenswichtig… oder doch? Konnte eine so kleine, unsinnige Frage das überleben eines einzelnen Wesens beeinflussen? Nein, ich glaube nicht.
Wie lange lief ich jetzt eigentlich schon umher? Drei Stunden? Acht Stunden? Mehrere Tage? Nein… unwahrscheinlich. So groß war mein Wunsch nach Essen und Trinken noch nicht. Aber… wie spät mochte es jetzt sein? Ich hatte keine Uhr dabei und bisher war ich seit… langer Zeit keinen anderen Menschen mehr begegnet. Merkwürdig. Ich dachte immer, eine Stadt würde niemals schlafen. Vielleicht war ich ja auch nur in der falschen Gegend unterwegs? Oder war ich am Ende der letzte Mensch auf Erden? War den anderen vielleicht etwas zugestoßen? Etwas schreckliches? Etwas, was niemand erwartet hatte? Aber warum war ich dann immer noch da?
Wegen der Boshaftigkeit irgendeines Gottes der im Himmel thronte und ein Lebewesen leiden sehen wollte? Lachte er vielleicht gerade über mich?
Ich blieb stehen und sah nach oben. Regentropfen fielen mir ins Auge und ich musste blinzeln.
Regen… früher glaubte ich, das Engel weinen, wenn es regnet. Aber warum sollten Engel weinen?
Sollten sie dort oben im Paradies nicht glücklich sein? Gab es dort nicht Freude und Glück in Mengen? Oder war Gott ein grausamer Herrscher?
Warum machte ich mir Gedanken über so etwas? Eigentlich war ich nicht gläubig. Ich wusste warum es regen gab. Trotzdem… immer wieder kamen mir solche Gedanken in den Sinn. Auch wenn ich gerade mit Freunden lachte.
Freunde. Ja… das glaubte ich zumindest. Aber Freunde sagen so etwas nicht. Das glaube ich zumindest nicht.
Den Blick wieder auf den Boden gerichtet lief ich weiter. Mit einer kurzen Handbewegung strich ich mir das Haar aus dem Gesicht. Warum habe ich es mir eigentlich lang wachsen lassen? Es störte mich meist nur. Immer hang es mir im Gesicht rum. Und das nur, weil ich mich strickt weigerte mir Tonnen von Haarspray rein zu sprühen. Ich fand es einfach nicht schön, wenn Haare nicht im Wind wehten, sondern wie aus Zement den Boden entgegenstrebten. Was war daran noch natürlich?
Tatsache jedoch ist, dass die anderen so was anders betrachten. Vielleicht bin ja ich diejenige, die falsch denkt? Irgendetwas kann doch nicht stimmen, wenn alle anderen an etwas falschen glauben. Wäre es dann nicht anzunehmen, dass sie richtig denken? Und ich falsch?
Waren Ausländer doch alle blöd, Arbeitslose an ihren Los selbst schuld und kleine Grabbeltierchen eklig? Arbeitete mein Gehirn falsch, weil ich nicht so dachte?
War mein Leben dann nicht nutzlos? Sollte ich mein Leid beenden, in dem ich mir das Leben nahm? Oder war das schon wieder zu egoistisch? Würden die anderen dann über mich lästern? Wahrscheinlich. Oder sie würden mich einfach vergessen, weil ich niemals wichtig genug war, um in ihren Köpfen weiter zu existieren.
Ja sicher. Am Anfang würden sie trauen und weinen… aber eine Woche später? Nein, da würden sie schon wieder lachen und grölen und auf das nächste Opfer losgehen. Wie die Aasgeier auf ein totes Tier. Welch passende Metapher.
Ich stolperte über eine lose Platte auf dem Bürgersteig und wurde aus meinen Gedanken gerissen. Ich fing mich, bevor ich ganz hinfiel.
Schnell sah ich mich um, ob jemand in der Nähe war. Hatte es jemand gesehen? Nein, ich glaube nicht. Erleichtert atmete ich auf. Wahrscheinlich hätten sie dann wieder über mich gelacht. Oder sich per Worten über mich lustig gemacht. So war es doch immer.
Selbst in der Schule.
Ich meldete mich selten und wurde ebenso selten vom Lehrer aufgerufen. Aber immer wenn sie es taten, dann wusste ich die Antwort nicht. Ein seltsames Talent. Wurde ich nicht aufgerufen, wusste ich es meist. Sie hatten so ein merkwürdiges Talent: Rufen wir die Schüler immer dann auf, wenn sie es nicht wissen… und lassen sie ansonsten in Ruhe.
Und immer, wenn ich eine falsche Antwort gab, lachten die anderen mich aus und machten sich über zwei Schultage über mich lustig. Gab ich statt dessen eine richtige Antwort, bezeichneten sie mich als Streber. Darum meldete ich mich nicht mehr und wurde nur dann aufgerufen, wenn ich die Antwort gerade nicht wusste. Ich glaube, so was bezeichnet man als Teufelskreislauf.
Aber eigentlich war das gar nichts. Nicht, wenn man es mit dem vergleicht. Was heute in der Schule geschah.
Wer rechnet schon beim Aufstehen damit, dass man am Nachmittag mit… ja mit was eigentlich konfrontiert wird? Es war weder ein körperlicher Angriff, noch eine Drohung mit eben so einer Sache. Und Mobbing… nein, eigentlich auch nicht.
Ich glaube, man könnte es als ‘Wahrheit’ bezeichnen. Oder doch eher mit einer Lüge?
Als was bezeichnet man es, wenn man entdeckt, das die beste Freundin am meisten über einen lästert? Und wenn sämtliche Freunde darüber lachen?
Ich spürte, wie ich anfing zu weinen. Zumindest fühlte es sich so an. Ich wollte nicht daran denken. Ich wollte es einfach nur vergessen… oder von hier weg. Aber wie sollte ich das anstellen, so ganz ohne Geld?
Andererseits… Flucht wäre wieder nur ein Zeichen von Angst, von Schwäche. Wollte ich als gelten? Oder nur für blöd, weil ich mir das alles gefallen lies?
Sollte ich es so machen, wie die Ami’s? Mir eine Waffe besorgen und in der Schule Amok laufen? Konnte ich so was überhaupt? Traute ich mir so was?
Nein, dazu fehlte mir der Mut und ganz so verzweifelt war ich ja nun doch nicht.
Andererseits… ab wann war man so verzweifelt? Gab es da eine festgesetzte Grenze, oder beschloss man das einfach?
So wie es schien, war ich sogar für so was unfähig.
Wieder ein Beweis dafür, dass ich zu rein gar nichts fähig war. Kein Wunder, dass ich mich mit meiner Mutter immer öfter stritt. Die arme Frau verzweifelte ja gerade zu an mir. Was wollte man mit einer Tochter, die nicht mal kochen oder backen kann?
Und was ist, wenn Mutti Oma werden will? Ich glaube nicht, dass ich jemals einen Freund bekomme, geschweige denn ein Kind… und bekommt man als Alleinstehende ein Adoptivkind? Nein, ich glaube nicht.
Sie muss schrecklich enttäuscht von mir sein.
Ich wünschte, ich könnte es ihr recht machen.
Der Regen wurde noch etwas stärker. Ich konnte nur hoffen, dass es nicht auch noch anfing zu hageln. Trotz dieser Befürchtung setzte ich mich auf das Kopfsteinpflaster. Seit ich herumwanderte war nicht ein Auto an mir vorbei gefahren. Warum ausgerechnet jetzt?
Ich stützte meinen Kopf auf meine Hände ab, mit den Ellbogen auf den Oberschenkeln.
Ich wollte nicht mehr. Ich wollte überhaupt nicht mehr… nur noch aufhören. Alles hinter mir lassen. Meine Mutter, meine so genannten Freunde, die Schule und mein Leben. Den Tod willkommen heißen.
Wie er sich wohl anfühlte? War er kalt? Oder warm? Oder war es, als würde man schlafen… oder bekam man am Ende mit, wie man beerdigt wurde? Kam man tatsächlich in den Himmel? Oder in die Hölle? Oder… war da gar nichts?
Und wie fühlt sich wieder das Nichts an? Ich stelle mir dabei immer etwas weißes oder etwas schwarzes vor. Manchmal versuche ich auch, es mir als etwas durchsichtiges vorzustellen… aber was war dann hinter dem Nichts? Was sieht man, wenn man nichts sieht?
Was nützt es, sich über so etwas Gedanken zu machen?
Durch dieses Gedankenwirrwarr bekam ich Kopfschmerzen.
Erneuert sah ich hoch in den Himmel. Erneuert fiel mir der Regen in die Augen und erneuert blinzelte ich ihn weg.
War das alles nur falsch? Eigentlich konnte ich doch darauf scheißen, was die anderen sagen und tun und machen. Es war mein Leben, nicht wahr? Wenn ich nicht kochen kann, dann ist es eben mein Problem. Dann muss ich mir eben immer was bestellen. Und Kinder? Das sind doch an sich nichts mehr, als kleine Nervensegen. Wenn sie klein sind, sind sie ja noch süß… aber irgendwann kommen sie auch mal in die Pubertät. Nein, da kauf ich mir lieber einen Hund.
Weniger entschlossen als ich eigentlich wollte, stand ich auf und ging den Weg, den ich gekommen war zurück.
Okay… höchst wahrscheinlich hat Mutter sich keine Sorgen um mich gemacht, aber noch brauchte ich sie. Ohne sie kam ich nicht zurecht. Erst mal muss ich die Schule abschließen und dann eine Ausbildung bekommen. Dann konnte ich mich von ihr absetzten. Und hey… wenn alles gut ging, dann brauchte ich nur noch vier oder fünf Jahre.
Ich habe die ganze Sache 15 Jahre lang ausgehalten; da sollten doch 5 Jahre kein Problem mehr sein.
Solange konnte ich auch das Lachen und das Betrügen der so genannten Freunde aushalten. Hoffte ich zumindest.
Was war, wenn ich es nicht aushielt? Ein Leben ohne Freunde war nicht gerade einfach. Und der Mensch brauchte Freunde. Der Mensch ist ein Herdentier und kein einzelner Jäger.
Ob ich jetzt zu einen Ergebnis kommen würde? Nein. Und das musste ich ja im Moment nicht. Morgen war auch noch ein Tag. Und es folgten noch viele Tage. Irgendwann finde ich bestimmt eine Lösung dafür. Ich hoffe nur, das es besser früher als später geschah.
Überraschend schnell kam ich zu Hause an. Ich musste die meiste Zeit im Kreis gelaufen sein, ohne es zu merken.
Ich angelte meinen Schlüssel aus der Hosentasche und begab mich ins Innere. Als ich dann endlich in der Wohnung war, stellte ich erstaunt fest, dass in der Wohnstube noch Licht brannte.
Neugierig sah ich um die Ecke.
Da lag sie. Hatte sie morgen nicht Frühschicht? Es war bereits nach Mitternacht - wie ich mit einen Blick auf die Uhr im Flur festgestellt hatte - und normaler Weise ging sie dann noch vor zehn ins Bett.
Sie hat auf mich gewartet. Sie hat gewartet und war irgendwann eingeschlafen.
Ich nahm die Decke vom Sessel und deckte damit meine Mutter zu, die auf der Couch schlief.
Danke Mutti.
Eine halbe Stunde später lag ich dann endlich im Bett. Während ich langsam eindöste, dachte ich über alles mögliche nach. Meine Gedanken standen eigentlich nie still… aber bei wem war das schon so?
[/Gedanken]
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