Neu-Freystadt | 05/05 | Petterweil | Oedlande

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    Re: Neu-Freystadt | 05/05 | Petterweil | Oedlande

    Dekan - 18.07.2005, 16:44

    Neu-Freystadt | 05/05 | Petterweil | Oedlande
    Neu-Freystadt - Die Gründung

    Code: Datum:       13.-16.05.2005
    Ort:         Pfadfinderzentrum Lilienwald, 61184 Petterweil
    Orga:        Die Oedlande e.V., http://www.die-oedlande.de, kontakt@die-oedlande.de
    Autor:       Carsten Nieschmidt, 520041952782-0001@T-Online.de
    Unterkunft:  Eigene Zelte (z.T. Hütten)
    Verpflegung: Vollverpflegung ("Zarorische Bratspießwender")
    Typ:         SC-Bericht
    Bewertung:   keine

    Die Lokation (ein kleines Plus):
    Der Con fand im Pfadfinderzentrum Lilienwald, Petterweil, statt, einem Zeltplatz mit Hütten und einem großen Aufenthaltshaus in dem die Taverne, eine Selbstverpflegerküche, der WC/Duschbereich und die Orga und ihre Schlafräume untergebracht waren. Durch die zusätzliche Anmietung einer Wiese wurden weitere Zeltplätze und InTime damit die „Vorstadt“ geschaffen.
    Das Pfadfinderzentrum ist selbst von Wald, Wiesen und Feldern umgeben. Der Parkplatz sowie die WC/Duscheinrichtungen eines nahen Sportplatzes wurden zusätzlich angemietet.

    Sanitäre Einrichtungen (ein ordentliches Plus):
    Die Einrichtungen auf dem Platz sind älteren Datums und wurden nur hier und da erneuert. Zudem ist Ihre Zahl für eine Veranstaltung in dieser Größe zu gering. Daher hat die Orga bereits im Vorfeld, aufgrund der erhöhten Belegung des Platzes, eine nahegelegene, moderne Sportstätte mit Duschmöglichkeiten zusätzlich angemietet und einen Shuttleservice angeboten. Ob dieser umfangreich genutzt wurde, kann ich nicht sagen. Jedoch ist allein die Vorplanung schon ein Lob wert.

    Die Verpflegung (ein kleines Minus):
    Diese erfolgte seitens zaroirischen Bratspießwender, welche aufgrund der Maße an Leute Vollzeit ihrem Job nachgingen und die für eine hervorragende Küche bekannt sind. Leider hat sie diese Erwartungen nicht erfüllt.
    Das erste Problem ist jedoch nur bedingt der Küche zuzuschreiben, wenn die Vorgaben denn tatsächlich seitens der Orga gemacht wurden. Die stets strittige Aufteilung der Mahlzeiten in verschiedene „Klassen“ und der Erwerb der Speisen durch IT-Währung beinhalten einen Streit, den es seit der Zeit der ersten Cons mit Vollverpflegung gibt. Andere Veranstaltungen und insbesondere manche Hofhaltungscons umgehen diesen Streit durch unterschiedlich gestaffelte Conbeiträge. Das wäre sicherlich eine bessere Lösung gewesen, denn es gab hier deutliche Probleme im Münzfluß der IT-Währungen, aber dazu später und woanders mehr.
    Was jedoch die Küche selbst betrifft, daß war die Qualität der Speisen. Das man nach einem Frühstück bzw. Brunch zum Mittagessen eine leichte Suppe anbietet, dies geht wohl an, jedoch hätte die Suppe am Freitagabend auf jeden Fall deftiger sein müssen. Für viele Spieler war dies nach langer Anfahrt die einzige warme Mahlzeit des Tages. Daher wäre hier ein deftiger Eintopf mit Brot wesentlich besser gewesen.
    Zum ersten Abendessen kann ich leider nichts sagen, da nach 7 ½ Stunden im Dungeon die Küche gegen 1.00 Uhr Nachts verständlicher Weise geschlossen war. Das zweite Abendessen war enttäuschend. Ich denke, daß hier die Küche noch nicht gewohnt ist, auf einem Con eine solche Menge an Leuten zu versorgen. Der Braten war in Ordnung und zerging nicht erst auf der Zunge, jedoch war der Rotkohl unrund, die Soße geschmacklos und der Salat teils versalzen. Der Obstsalat indes war sehr lecker. Das das Hauptgericht schlecht gewürzt wurde, dies ist ein deutliches Zeichen für erhebliche Hektik in der Küche.
    Man sah die Küche stets arbeiten und nur hin und wieder kleine Pausen machen. Insofern ziehe ich den Hut, so etwas freiwillig zu machen. Vielleicht hat man sich hier nur etwas mit der Menge der Leute übernommen, oder schlichtweg einen schlechten Tag gehabt. Das ist selbst bei teils ausgebildeten „Hobbyköchen“ entschuldbar.
    Allerdings erwartet man als Teilnehmer bei einem gewissen Entgelt auch eine vernünftige Dienstleistung von der Veranstaltung und eben dies ist nicht erfüllt worden.

    Taverne (ein ordentliches Plus):
    Die Taverne war im Erdgeschoßbereichs des Haupthauses angesiedelt und machte einen guten Eindruck. Allerdings haben wir uns (u.a. auch wegen des spärlichen Münzflusses) lieber in unserer etwas dekadent eingerichteten Jurte bei Shisha, Pistazien und Datteln aufgehalten.

    SL Erreichbarkeit / Orga (ausgeglichen):
    Auf dem Con waren ausreichend SL/Orga anwesend,

    Sicherheit (ein ordentliches Plus):
    Die Sicherheitshinweise wurden – wie allgemein üblich – bei der SL-Ansprache vorgebracht. Sie hätten sicherlich in einigen Dingen ausführlicher sein können. Positiv war das einrichten einer Sani-SL als Ansprechpartner.
    Die teils sumpfigen Bereiche der Trampelpfade wurden teils mit Stroh, Brettern, Stegen etc. passierbar gemacht. Kämpfe in diesen Bereichen wurden minimiert bzw. unterbunden.

    Bauten (ein ordentliches Plus):
    Es wurde ein großer Dungeon angeboten, welcher eine Zwergenmine darstellte. Wir bekamen darin unser „persönliches“ Anreiseportal und haben später viele Stunden in der Mine verbringen dürfen. Es wurde zudem ein stabiles Stadttor mit Wehrgang errichtet.

    Plot (ein dickes Plus):
    Ich selbst spiele einen Händler der Waren gegen IT-Währung veräußert und so war dieses Szenario natürlich wie für den Charakter zugeschnitten. In Begleitung zweier Freunde bin ich somit nach Neu-Freystadt gereist, um die ein oder andere Münze zu verdienen. Leider liefen meine Geschäfte ob des schlechten Wetters erst am dritten Tag wirklich an. Dennoch mußten wir uns nicht lange eine Beschäftigung suchen, hatte die Orga doch den Hintergrund meines Charakters durchgestöbert und uns unerwartet einen Privatplot präsentiert.
    Doch dem nicht genug kam es dazu, daß ich das 20. Gründungsmitglied der Heiler und Alchemistengilde wurde. Dieser Zusammenschluß wurde allein von Spielerseite aus initiiert, um einen Gegenpol zu den (NSC-?)Familien im Streit um die Macht im Rat der Stadt zu sein. Später entstand aus dem selben Grund noch ein Zusammenschluß der Magier, welcher mit uns zusammenarbeitete.
    Heute frage ich mich natürlich, warum sich nicht auch andere Gilden zusammenfanden. Die Kaufleute hätten sich sicherlich zusammentun können, hatten aber höchst wahrscheinlich keine Zeit, um überhaupt an dem Spiel um die „Stimmperlen“ teilnehmen zu können. Da ging das reale Leben und der Verdienst der gewerblichen Händler verständlicher Weise vor. Auch wenn sie hier und da als Hehler kleinere Plotelemente übernahmen.
    Die Krieger organisierten sich augenscheinlich ebensowenig, die große Gruppe der Nordleute einmal ausgenommen. Hier hätte durchaus eine starke Interessengemeinschaft entstehen können.
    Im Rahmen des Wettstreits um die Macht, repräsentiert durch 200 Stimmkugeln, hatte unsere Gilde sicherlich eine Menge Plot. Darunter vielen verschiedene Wettkämpfe, ein "Battlechess", Glücksspiele, die Wahl der Stadtreligion, der Bardenwettstreit um die Stadthymne etc.
    Aber auch neben diesem liefen zahlreiche andere kleine Geschichten. Dazu zählen beispielsweise ein Piratenpiratenübrfall, die Orks im Wald, Wegelagerer, Tierwesen im Wald und aus der Mine (Dungeon), das Alterungsgift, die Gruben-Zecken, der Korn-Priester als Drogenverkäufer und der Entzug der Süchtigen, die Succubi im Freudenhaus, Brandstifter, ein Mord, Hehlerei mit gediebten Waffen und Waffenscheinen, eine Bibliothek mit zahlreichen Schriften und Rezepten für Gelehrte und Spieler eigene Plots in großer Zahl. Ich bin mir zudem sicher, daß ich einiges noch verpaßt habe.

    Fundus (ein ordentliches Plus):
    Die Ausstattung der NSC sowie der Taverne, der Bibliothek, des Dungeon etc. war gut.

    Wetter (ein ordentliches Minus):
    drei Tage mit immer wiederkehrenden Schauern sorgten für eine Sumpflandschaft zwischen den Zelten. Insbesondere die Vorstadt war erheblich davon betroffen. Der Kampf der Orga mit Stroh und vereinzelten Holzbrettern war zwar löblich, aber letztlich aussichtslos. Es gab einfach viel zuviel Wasser.

    Kleine angedachte Goodies (ein dickes Plus):
    Neben mir als Intime-Händler war noch weitere gewerbliche oder IT-Händler vor Ort. Es gab also Waren des Larpbedarfs vom Kleinkram über Waffen bis hin zu Gewandung für Bargeld oder IT-Münzen.
    Zahlreiche Barden spielten in der Taverne oder auf einem Wettstreit um die Stadthymne auf.
    Es gab ein Badehaus, ein Spielcasino, ein Freudenhaus (bis es Abgebrand wurde) und eine umfangreiche Bibliothek.

    Fazit (ein ordentliches Plus):
    Trotz des miserablen Wetters und den anderen kleinen Aussetzern werde ich das nächste Mal sicherlich wieder dabei sein. Das ausgezeichnete Stadtspiel hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das einzige Manko war, daß das Leben in Neu-Freystadt sehr teuer ist und es kaum Verdienstmöglichkeiten für das Gros der Spieler gab. Ich habe das Gefühl, daß die meisten ausgegebenen Münzen letztlich in den Händen weniger Spieler gelandet sind. Der Geldfluß lief sehr einseitig und zumeist war das von dem normalen Spieler weg.
    Mein Tip an Orga und Spieler: Richtet Gilden ein, in denen man sich organisieren kann und wo gezielte Verdienstmöglichkeiten an den Mann oder die Frau gebracht werden können.

    Soweit meine Sicht der Dinge.

    Viele Grüße


    Carsten

    diesmal aka

    Silk-el-Drak della Porta Paradisi
    Händler für Arkanes Allerley



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