Cyber-Mobbing

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    Re: Cyber-Mobbing

    saphira - 13.06.2008, 20:18

    Cyber-Mobbing

    Cyber-Mobbing
    (aus PC Magazin 5/2008 - magnus)

    Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule kann den Opfern schweren psychischen und körperlichen Schaden zufügen. Die Täter sind bekannt, das Opfer kann sich zumeist wehren. Was aber, wenn die Angriffe verdeckt aus der Anonymität des Internets kommen?

    Sie traute ihren Augen nicht, als sie das Video auf Youtube entdeckte. Da räkelt sich eine nackte Frau auf einem Bett, doch das Gesicht der Frau ist eindeutig das der Betrachterin. So erging es einer Lehrerin in England, ihre Schüler hatten das Video manipuliert und anschließend ins Internet gestellt. Einem Lehrer wird während des Unterrichts von einem Schüler hinterrücks die Hose heruntergezogen, der Übergriff mit einem Handy gefilmt und anschließend im Internet veröffentlicht. Jugendliche hänseln und beleidigen ihre Mitschüler immer wieder in Chatrooms und Foren. Tag für Tag.


    Was im ersten Moment unterhaltsam klingt, ist für die Opfer der Übergriffe demütigend und schockierend. Cyber-Mobbing wird diese neue Art der Beleidigung genannt. Anders als Mobbing, bei dem sich Opfer und Täter meist kennen, bezeichnet das „Cyber-Mobbing“ oder auch „Cyberbullying“ Schikanen in der Anonymität des Netzes.

    Moderne Kommunikationsmittelwie Internet oder Handys spielen eine wesentliche Rolle beim Cyber-Mobbing. Dabei werden die Menschen durch Bloßstellung im Internet, permanente Belästigung via Anruf, SMS und E-Mail oder durch Verbreitung von falschen Behauptungen in Chatrooms oder Foren schikaniert. Weitreichender sind Bloßstellungen auf prominenten Seiten wie Youtube oder MySpace, Web 2.0 erleichtert die Möglichkeiten noch. Einzelne Mobbinghandlungen können für sich genommen harmloswirken. Ein Opfer ist geneigt, eine beleidigende E-Mail zu löschen und nicht weiter darüber nachzudenken. Ihre erdrückende Gewalt entwickelt Mobbing erst über einen längeren Zeitraum.

    Schüler gegen Schüler

    Zur Verbreitung von Cyber-Mobbing gibt es bisher nur wenige Untersuchungen. Eine Befragung des Zentrums für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau (Zepf) in Zusammenarbeit mit dem Online-Portal Seitenstark (http://www.seitenstark.de) von annähernd 2000 Schülern sollte im vergangenen Jahr neue Erkenntnisse liefern.

    Und tatsächlich: Die Wissenschaftler um Professor Reinhold Jäger stellten fest, dass Cyber-Mobbing in Schulen bereits sehr weit verbreitet ist. Ganze 20 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal Opfer geworden zu sein. Anders als bei der Beleidigung von Lehrern greifen Schüler dabei überwiegend zu direkten Kommunikationsmitteln wie E-Mail, Chat, Instant Messaging Systemen oder auch Handys, um immer wieder und mit voller Absicht andere zu verletzen oder ihnen Angst zu machen.

    „Was auf der Ebene des direkten Mobbing geht, kann auch auf der Ebene neuer Medien geschehen“, beschreibt Professor Reinhold Jäger die neuen Möglichkeiten. „Es geschieht nichts weiter, als neue Formen der Kommunikation einzusetzen, um damit in einem virtuellen Raum andere anzugehen.“

    Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt Nayla Fawzi am Institut für Publizistik der Universität Mainz. Im Rahmen ihrer Magisterarbeit untersucht sie die Auswirkungen von Cyber-Mobbing auf die Opfer. In mehreren Befragungen hat sie festgestellt, dass die Opfer besonders unter der großflächigen Öffentlichkeit leiden, die neue Plattformen wie Youtube oder My-Space schaffen: „Besonders auffallend sind die Auswirkungen der Öffentlichkeit auf die Opfer: Sie entwickeln große Ängste, fühlen sich geschmäht. Sie haben keine Kontrolle darüber, wer von dem Vorfall alles mitbekommen hat und verrennen sich in ihrer Panik und in ihren Vorstellungen“.

    Schüler gegen Lehrer

    Ähnlich ergeht es Lehrern, die durch Cyber-Mobbing belästigt werden. Eine Untersuchung der britischen Lehrervereinigung ATL ergab, dass 17 Prozent der Befragten schon einmal über Handy oder E-Mail belästigtwurden. Auch in der Zepf-Studie äußerten zehn Prozent der 233 befragten Lehrer, dass Beleidigen und Beschimpfen über neue Medien mindestens einmal in der Woche vorkommt.

    Viele Lehrkräfte stehen dem neuen Phänomen ohnmächtig gegenüber. Zwar hat sich etwa ein Viertel bereits im Studium mit Mobbing auseinandergesetzt. Fast 80 Prozent haben ihr Wissen in der Praxis erworben oder über Medien erlangt. Aber gerade im Umgang mit den neuen Medien sind ihnen die Schüler oftmals weit überlegen. Die Generation der 12- bis 15-jährigen verbringt zwischen zwei und fünf Stunden täglich vor dem Computer und kommuniziert im Internet ebenso selbstverständlich wie von Angesicht zu Angesicht.

    Die Zepf-Forscher stellten aber noch ein weiteres Problem fest: Gegen Fälle von Cybermobbing sind nur die wenigsten Schulen gewappnet. Lediglich zehn Prozent der Antwortenden können eine klare Haltung ihrer Schulleitung erkennen. Den Tätern steht damit keine wirkungsvolle Macht entgegen, wenn sie Mitschüler oder Lehrer quälen. Wie sollen sie also in ihrem Tun gebremst werden? Nayla Fawzi hat in ihrer Untersuchung eine erschreckende Feststellung gemacht: „Die befragten Experten sind der Ansicht, dass den Tätern offensichtlich vollständig das Bewusstsein fehlt für das, was sie da auslösen. Man könnte sagen, ihnen fehle jegliche Kompetenz für Medienwirkungen“, so Nayla Fawzi. So zeigt sich dann doch, was die in der Praxis erfolgreichsten Maßnahmen gegen Mobbing sind: Sofort eindeutige Grenzen ziehen und andere Schüler in die Schlichtung einbeziehen. Diese Maßnahmen gelten aus Erfahrung der Wissenschaftler als sehr effektiv.

    Wo kein Kläger, da kein Richter

    Auch im Arbeitsleben wird das Cyber-Mobbing immer öfters als Karrierewaffe eingesetzt. Die Betroffenen werden in aller Öffentlichkeit bloßgestellt, viele wissen aber nicht, wie sie sich dagegen wehren können. Die meisten werden erst einmal versuchen, das Problem zu ignorieren oder zu vertuschen. Das ist aber die schlechteste Lösung, denn der Täter wird sich dadurch unter Umständen zu weiteren Angriffen angestachelt fühlen. Besser ist sicher, sich kompetente Hilfe zu suchen und den Täter direkt anzusprechen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Angriff nicht anonym erfolgte.

    „Wenn das nicht geht oder der Täter nicht einsichtig ist, dann hilft vielleicht das Gesetz weiter. Leider gibt es keine eindeutigen Gesetze zu Mobbing und Cyber-Mobbing außerhalb des Arbeitsrechts. Vielmehr greifen im öffentlichen Raum, je nach Situation, mehrere Gesetze. Zum einen muss man unterscheiden, ob das Mobbing öffentlich, also in Foren oder auf Webseiten wie Youtube, oder geschlossen, also via E-Mail oder SMS, passiert ist,“ beschreibt Axel Willmann, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Brühl bei Köln, die Sachlage. „Im ersten Fall könnte eine Strafanzeige wegen Verleumdung oder übler Nachrede Erfolg haben. Gleichzeitig kann das Opfer eine Klage auf Unterlassungsanspruch fordern wegen der verbreiteten Unwahrheiten. Wird man jedoch über einen geschlossenen Kommunikationskanal wie Instant Messaging System oder SMS belästigt, tritt unter Umständen der Stalking-Paragraph des Strafgesetzes ein.“

    Wenn man sich in einem Video oder auf einem Foto im Internet wiederfindet, ist die Sache rechtlich klar: Grundsätzlich darf niemand ohne Zustimmung Bilder von einer Person machen oder Videosequenzen aufnehmen. Das garantiert das allgemeine Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild. Vor allem aber darf der Fotograf oder Filmer die Bilder oder Videos nicht ohne Einwilligung veröffentlichen. Deshalb kann man den Täter oder auch den Provider auffordern, das Bild sofort zu entfernen. Bei ausländischen Firmen ist dies jedoch oft wenig Erfolg versprechend. Dann hilft nur die Strategie, durch viele positive Einträge im Internet, die schlechten bei Google nach unten rücken zu lassen.

    Mobbing für Anfänger

    „Mobbing“ avancierte in den letzten Jahren zu einer Art Modebegriff. Er leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet so viel wie anpöbeln, schikanieren (mob = Pöbel, mobbish = pöbelhaft). Typischerweise richtet sich Mobbing gegen „als unterlegen empfundene“ Einzelpersonen, geschieht systematisch und dauert über einen längeren Zeitraum an.

    Ende der sechziger Jahre führte der schwedische Arzt Peter-Paul Heinemann den Begriff in der Soziologie für das Phänomen ein, dass Gruppen sich von der Norm abweichend verhaltende Personen attackieren und aus der Gruppe drängen. Bekannt in seiner heutigen Bedeutung wurde „Mobbing“ Anfang der neunziger Jahre durch den schwedischen Arzt und Psychologen Heinz Leymann. Er sprach von Mobbing in Bezug auf direkte und indirekte Angriffe in der Arbeitswelt. In Großbritannien und Irland ist auch das Wort „Bullying“ (engl. für „tyrannisieren“) in Gebrauch. Dabei spielen körperliche Gewalt oder deren Androhung eine prominentere Rolle als beim Mobbing, das eher psychologisch betrieben wird.



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 23.06.2008, 19:31


    Ich finde es interessant, dass jetzt so ein großer Wind um das so genannte "Cybermobbing" gemacht wird. Ja, gut, durch das Internet kann man viele Leute erreichen, die dann drüber lachen. Doch "früher" hat nie jemand überhaupt dieses Thema angesprochen. Finden die Medien das nun wichtiger, als das "altmodische" Mobbing? Oder lässt sich damit einfach nur mehr Geld machen, weil es die meisten Menschen eher als schlimm empfinden in der "neuen Welt" jemanden bloß zu stellen und es dann im Fernsehn mehr Einschaltquoten gibt?



    Re: Cyber-Mobbing

    saphira - 23.06.2008, 20:06


    hm, ich glaub, das liegt auch daran, dass das Internet für viele ohnehin als total undurchsichtig gilt. Und undurchsichtig ist auch gefährlich... Jedenfalls sind die Stunden, die die Polizei immer in der Schule zum Internet abhält, ziemlich witzig. Wirklich brauchbare Dinge sind da selten dabei. Laut Polizei ist alles im Internet gefährlich und gelogen, wenn es nicht gerade Wikipedia-Seiten sind.
    Aber wahrscheinlich ist das Hauptproblem, dass im Internet halt alles so schwer fassbar und nachverfolgbar ist. Das macht den meisten Angst.

    LG, Saphira



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 23.06.2008, 20:39


    saphira hat folgendes geschrieben: hm, ich glaub, das liegt auch daran, dass das Internet für viele ohnehin als total undurchsichtig gilt. Und undurchsichtig ist auch gefährlich...

    Getreu nach dem Motto: "Was man nicht kennt, das isst man nicht"?

    Naja, auch Wikipediaseiten können gelogen sein :roll:

    Ich denke mal, dass die meisten, vorallem die etwas älteren, einfach nicht wirklich damit klar kommen und es dann auch erst nicht versuchen. Und so entstehen Vorurteile.



    Re: Cyber-Mobbing

    Dennis17 - 23.06.2008, 21:03


    Hallo Zusammen

    Ja, das ist in der tat ein rießen problem im Web. Dadurch dass es keine wirkliche Überwachung gibt, stehen den menschen den freien Wilen offen, d.h sie können tun wa ssie wollen. Ein Beispiel wären hier die trolls, die Unruhe stiften wollen, oder ein noch viel gefährliches Thema: Viren und Trojaner das Zeug.
    Ivch denkne mal dass es auhc daran leigt, dass die leute im Internet anonym sind. keiner weiß ihre wirkliche Identität.
    Ich denkne mal, dass es sinnvoll wäre so eine Art ,,Internetpolizei''oder sowas zu gründen, sofern es sowas noch nicht gibt. Vllt. könnte man dann leichter an die Leute rankommen

    UNd auch mit dem Cyber Mobbing. Experten sagen ja da sganze Internet ist aus dem Ruder gelaufen, d.h ganz einfahc man hat jegliche Kontrolle über das Internet verloren. Es gibt zu viele Seiten und das ganze ist ziemlich unübersichtlich. Dadurch könne sich die Mobber denke ich auhc einfacher entfalten und sich in großen zusamenshcließen und gemiensam hetzen oder aus i-welchen Seiten rausekeln. Tja und bestraft werden diese leute ja auhc nihct.
    Ich finde da ssit echt ein Armutszeugnis wa sda langsma abläuft.

    Dennis


    Dennis



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 23.06.2008, 21:09


    Es gibt bei der Polizei eine Gruppe, die für das Überwachen von illegalen Musik-Downloads zuständig ist.. Aber das ist ja nicht gefragt. Ich schätze mal, dass es soetwas schon gibt, aber das Web ist zu groß, das müsste eine wirklich große Gruppe sein. Das wäre doch mal eine Möglichkeit viele Arbeitsplätze zu schaffen.

    Das Internet macht es nur einfacher, aber solche "Spielchen" gäbe es sicherlich auch ohne das Internet, nur hätten sich die Leute dann andere Wege gesucht..



    Re: Cyber-Mobbing

    Dennis17 - 23.06.2008, 21:18


    Jo calamita, des stimmt mit den Arbeitsplätzen. Und was da im Internet abgeht ist ja teilweis emehr als krimnell. Leider fehlt uns vermutlcih das Gels um sowa szufinanzieren. Aber ich würde es auf jeden Fallw ichtg finden, dass sowa sins leben hervorgerufn wird, um ein wneig Sicherheit im Imteret zu gewährliesten, auch wenn es keine 100 %ige gibt.



    Dennis



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 23.06.2008, 21:21


    Naja, wir sind ja eh schon auf dem Weg zu einem "Überwachungsstaat", da sollte sowas im Netz doch auch möglich sein.. *kopfschüttel*



    Re: Cyber-Mobbing

    TheRedKing - 23.06.2008, 22:43


    Calamita hat folgendes geschrieben: Naja, wir sind ja eh schon auf dem Weg zu einem "Überwachungsstaat", da sollte sowas im Netz doch auch möglich sein.. *kopfschüttel*

    Das Internet ist so dynamisch, wer die Paranoia a lá "Bundestrojaner" zu Ernst nimmt, der sollte vielleicht anfangen sich in Tor o.Ä, einzulesen.



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 23.06.2008, 23:17


    Würde es dich etwa wundern, wenn es nicht irgendwann so weit kommt?

    Ich hab ja keine Paranoia, mir ist es im Moment so ziemlich egal, ich mach nix böses^^



    Re: Cyber-Mobbing

    Dennis17 - 23.06.2008, 23:26


    Es war eben lediglich ne feststellung und es ist gut möglich, dass es sowas mal geben wird,also nen Überwachungsstaat



    Re: Cyber-Mobbing

    TheRedKing - 23.06.2008, 23:38


    Dennis17 hat folgendes geschrieben: Es war eben lediglich ne feststellung und es ist gut möglich, dass es sowas mal geben wird,also nen Überwachungsstaat

    Kommt halt drauf an, wie man "Überwachungsstaat" nun definiert. Sehr weit, wird das nicht gehen. Es gibt zuviele intelligente Hacker, die dem entgegen wirken (CCC ist ja nur ein Beispiel...) ;)



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 23.06.2008, 23:42


    Zu dem "wie definieren" hab ich mir bisher noch zu wenig Gedanken gemacht, da kann ich grad nicht so viel dazu sagen, bzw. es würde rexcht lange dauern, bis ich wüsste wie ich das formulieren

    Mit den Hackern hast du Recht, aber es würde es zumindest für "normale Menschen" erschweren beispielsweise solche Videos ins Netz zu stellen und das wäre meiner Meinung nach schonmal ein Fortschritt..



    Re: Cyber-Mobbing

    Dennis17 - 24.06.2008, 12:36


    Aufgrund dessen, dass Cyber-Mobbing zur zeit Diskusssionsthema hier und in dne Medien ist, wollte ich mal die Frage in den Raum stellen, was man dagengen tun könnte, bzw wie müsste man da vorgehen?

    Seht ihr überhaupt ne Möglichkeit dieses Cyber-Mobbing zu bekämpfen ?
    Bin schon gespant auf eure Meinung.

    Ich persönlich denke, dass die Admins und Mods in erster Linie ihrer Verantworung viel bewusster werden müssten und deshlab Mobbing erst gar nciht entstehen darf , also das direkt der Keim des Mobbings erstickt
    werden müsste.
    .

    Es solte dann sofort eingegriffen werden und der User verwarnet und beim nächsten mal rausgeschmissen werden. Hat leider einen kleinen Hacken.
    Die Mobber können sich ja wieder registrieren.

    Man denke auhc mal an die Anonymität der Täter. Sie ist eine viel grössere Herausforderung an die Mobbingopfer.Die Anonymität ist in dieser Hinsicht ein negativer Aspekt des Internets.

    Vllt sollte es auhc so ne Art Organisation gegen Mobbing geben, bei der man sich z.b melden kann (im Internet) und die dann sofort einschreiten müsste.

    Außerdem wäre es wichtig entsprechende Gesetze zu verabschieden, damit man juristisch gegen Cyber-Mobbing vorgehen kann. Das gilt im übrigen auch für Mobbing am Arbeitsplatz bzw Schule.

    Solange das nicht geschieht, werden sich die Täter gar nicht schuldig fühlen und können sich weiter entfalten und ihr Unwesen treiben.


    Dennis



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 24.06.2008, 12:58


    Da bin ich eigentlich deiner Meinung.

    Ich finde, es müsste einfach eine Organisation geben, die wirklich NUR für Mobbing zuständig ist. Vielleicht hauptsächlich im Netz.
    Ich finde die Betreiber von entsprechenden Seiten müssten eine Funktion einbauen, mit der man einstellen kann, dass normale User diese gesperrten Dinge nicht sehen können. Dann sich an diese Organisation wenden. Die schauen sich das an, verfolgen die IP zurück und schon wären die Täter dran. So wäre diese Anonymität nicht mehr in der Art gewährleistet, wie sie es ist. Aber damit müsste man eben leben.

    Diese Organisation sollte meiner Meinung nach zum einen aus Psychologen und Polizisten bestehen. Psychologen, die genau beurteilen können, was da vor sich geht (also vielleicht welche mit einer speziellen Ausbildung) und Polizisten, die sich dann der "Strafverfolgung" annehmen.

    Das Problem sehe ich auch so bei den Mods und Admins. Die haben meistens keine Ahnung oder wollen die User nicht verärgern oder was auch immer. Weil sie einfach diese Sache nicht so sehen, wie sie sie als verantwortungsvolle Betreiber sehen sollten. Daher sollte diese Organisation auch eine Internetseite haben, wo noch einiges zu dem Thema steht. So als eine Art Aufklärung.

    Damit die Betreiber sich aber verantwortlich fühlen, müsste es dann auch was entsprechendes geben, dass die Betreiber selbst zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie nichts unternehmen. Natürlich, wenn da beispielsweise ein Video erst seit 5 Minuten drin ist, dann nicht, aber wenn sie es beispielsweise zulassen, dass dieses Video trotz Meldungen immer noch erhalten bleibt, dann sollten sie da auch Konsequenzen bekommen können.

    Auch müsste die Mithilfe der Menschen besser sein, die dann auch soetwas melden. Dazu müsste es dann aber auch in Schulen mehr Aufklärung zu dem Thema (also Mobbing im Allgemeinen) geben. Projektwochen und soetwas. Bessere Ausbildung der Lehrer, usw.

    Der größte Haken daran wäre meiner Meinung nach aber, dass es dann erstmal neue Gesetze geben müsste. Und das kann dauern. Wer weiß, wie weit wir dann bis dahin sind.



    Re: Cyber-Mobbing

    saphira - 26.06.2008, 22:55


    Calamita hat folgendes geschrieben:

    Das Problem sehe ich auch so bei den Mods und Admins. Die haben meistens keine Ahnung oder wollen die User nicht verärgern oder was auch immer. Weil sie einfach diese Sache nicht so sehen, wie sie sie als verantwortungsvolle Betreiber sehen sollten.

    Ja, ich denk, das ist ein Riesenproblem. Es verlangt in den Communities schon einiges von den Moderatoren und Administratoren ab, wenn sie sich dagegen stellen sollen. Meist legen sie sich dann ja nicht mit einem Einzelnen an. Es stehen gleich mehrere dahinter. Und deshalb wird auch oft versucht, alles unter den Teppich zu kehren und jede Eskalation zu vermeiden. Ob das aber der richttige Weg ist, wage ich zu bezweifeln. Es endet doch meist damit, dass der "Gemobbte" aus der Community verschwindet und ein anderes "Opfer" herhalten muss. Und nicht selten ist es sogar der Fall, dass andere User, wenn sie sich vor das Opfer stellen und versuchen, dem Opfer zu helfen, extreme Probleme bekommen, weil sie "selbst nicht besser seien".



    Re: Cyber-Mobbing

    Ice Cold Killa - 28.06.2008, 09:52

    BZ
    Heute war in der Badischen Zeitung auch ein Artikel darüber. Da ging es vor allem um spickmich.de und wie Lehrer gemobbt werden. Ich habe den noch nicht gelesen... Auf http://www.badische-zeitung.de/lokales/lokalausgaben/n246rdlicherbreisgau/7,51-22953322.html könnte man sich das angucken, wenn man sich anmeldet



    Re: Cyber-Mobbing

    TheRedKing - 29.06.2008, 15:35


    Calamita hat folgendes geschrieben:
    Damit die Betreiber sich aber verantwortlich fühlen, müsste es dann auch was entsprechendes geben, dass die Betreiber selbst zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie nichts unternehmen. Natürlich, wenn da beispielsweise ein Video erst seit 5 Minuten drin ist, dann nicht, aber wenn sie es beispielsweise zulassen, dass dieses Video trotz Meldungen immer noch erhalten bleibt, dann sollten sie da auch Konsequenzen bekommen können.


    Die Betreiber sind für alles verantwortlich, was sich auf ihren Internet Präsenzen abspielt. Beschwerden kann man bei der Bundesnetzagentur , an DENIC oder entsprechend bei dem Hoster einreichen. Der Hoster wird über eine whois ermittelt. Die Ausgabe einer Whois-Abfrage darf nicht in öffentliche Foren o.Ä. gestellt werden.



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 29.06.2008, 18:17


    Möglich, aber so ernst scheint das ja woh keiner zu nehmen, wie man es eigentlich nehmen sollte.



    Re: Cyber-Mobbing

    TheRedKing - 29.06.2008, 23:56


    Calamita hat folgendes geschrieben: Möglich, aber so ernst scheint das ja woh keiner zu nehmen, wie man es eigentlich nehmen sollte.

    Das Problem liegt im Unwissen....es scheint niemand zu wissen, dass es mehr als genug mögliche Beschwerdestellen gibt.



    Re: Cyber-Mobbing

    Dennis17 - 30.06.2008, 11:02


    Woher soll das ein laie wie wir auch wissen ? Dan müsste man sowas bekannter machen, damit man weiß, an wen man sich wenden muss.
    Ich habe bis jetzt ncoh nciht gehört, das es so eine Bundesnetzagentur gibt.



    Re: Cyber-Mobbing

    Calamita - 30.06.2008, 12:09


    Ich auch nicht.. Aber woher sollte man denn informiert werden?



    Re: Cyber-Mobbing

    saphira - 01.07.2008, 07:40


    Calamita hat folgendes geschrieben: Ich auch nicht.. Aber woher sollte man denn informiert werden?

    ...gute Frage. Eigentlich wär da mal ne Seite angebracht, wo die ganzen Möglichkeiten gelistet sind, die man im I-net als User hat. Vllt. würde man das I-net dann nicht mehr so sehr als rechtsfreien Raum ansehen, wo jeder die S** raus lassen kann.

    Aber ich denk mal, es sind sich auch nicht alle Betreiber bewusst, dass sie dafür verantwortlich gemacht werden können, was auf ihren Seiten geschieht. Denn dann wärs doch durchaus möglich, dass die Betreiber etwas besser drauf achten würden...



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