EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)

Königwerq
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    Re: EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)

    Wolfgang - 16.06.2005, 16:02

    EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)
    Insgesamt über 30 Leute hatten Karten über das Management
    bekommen. Es gab Absagen und Nachrücker.

    Da es mein Arbeitsschichtplan an jenem Wochenende gut mit mir meinte,
    konnte ich die Reise in die Hauptstadt antreten, um Königwerq zu unterstützen.
    An den Tagen zuvor hatte ich ein ausrangiertes Bettlaken genommen und
    mit Textilfarben zum großen Banner umfunktioniert. Im Rasterverfahren
    übertrug ich das KQ-Logo auf den Stoff. Sah zum Schluß recht ordentlich aus!

    Einige Fans fuhren mit dem Auto die vielen Kilometer in den Osten. Ich nahm dagegen die Bahn, was ca. knappe 5 Stunden Fahrt bedeutete. ICE - feine Sache! Ich war gewappnet, als es kurz nach halb zehn morgens in Mannheim los ging. Das Banner hatte ich genauso wenig vergessen wie die Digitalcam, Proviant, Stifte für Autogramme, Austauschklamotten und Stadtpläne.
    Das tarnfarbene Königwerq-T-Shirt an und die Fankappe auf dem Kopf -
    da konnte nichts mehr anbrennen.
    Während der Fahrt blätterte ich viel durch ein paar Zeitungen. In
    ESC-Berichten wurden die einzelnen Zeilnehmer nochmal vorgestellt und
    mit Chancen-Prozentzahlen versehen. Königwerq wurde da nur als Außenseiter angesehen. Favoriten waren u.a. die Süßmilch und auch
    Gracia (...böse Vorahnung? *lol*)

    Viertel nach 2 nachmittags: Ankunft in Berlin, HBF Bahnhof Zoo.
    Es war recht frisch in der Hauptstadt, man brauchte dicke Klamotten.
    21 Jahre war ich nicht mehr hier, damals war ich mit der Real-Abschlußklasse
    1984 dort. Nun ... ganz andere Verhältnisse. Aufgeräumt, sauber ... und
    kein "Insel-Dasein" mehr. In der Stadt gab es keine Grenzen.

    Zu Fuß machte ich mich auf und begann eine kleine Sightseeing-Tour.
    Vorbei am Kudamm mit der Gedächtniskirche in den Distrikt Tiergarten.
    Der Siegessäule ("Goldene Else") stattete ich einen Besuch ab und stieg die
    vielen Stufen empor bis zur Aussichtsplattform. Scharfer, kalter Wind -
    aber eine geile Aussicht! In der Ferne wartete das nächste Ziel:
    Brandenburger Tor. Über die "Straße des 17.Juni" (LoveParade-Meile!)
    kam man dort hin. Vor besagten 21 Jahren konnte man 100 Meter vor
    dem Tor auf eine Aussichtsplattform kraxeln, um über die Mauer auf das
    kalte Treiben im Osten zu schauen. Heute nun ... erinnern nur noch farbige
    Pflastersteine an den Mauerverlauf und jeder kann durch das Tor laufen -
    ein merkwürdiges Gefühl der Freiheit.

    Im Ostteil angekommen wollte ich mich mit dem Banner fotografieren
    lassen, sprach dafür Touristen an. Engländer kannten Königwerq nicht und
    dachten, es sei was Politisches - winkten ab. Ein Frauen-Trio aus NRW
    war da hilfreicher und setzte meinen Wunsch in die Tat um.
    An diesem Samstagmittag war relativ wenig los in der Stadt. Alles wirkte
    sehr beschaulich. Sogar am Hotel Adlon war "tote Hose". Die Leute
    bestaunten nur den schönen "Maybach"-Wagen (... den sich Dania spätestens nach dem 3.Album kaufen kann! *g*)
    Durch das Botschaftsviertel, dann am "Checkpoint Charlie" vorbei. Weiter
    nach Kreuzberg und schließlich gegen 17.30 Uhr Ankunft in Teltow.
    Die "Arena" war dort das Ziel und wurde durch den Straßenplan gut
    gefunden. Das Tickethäuschen hatte noch nicht geöffnet, so wurden auch
    noch keine zurückgelegten Karten für die Fans der einzelnen Bands
    ausgegeben. An einem Hallenausgang warteten viele Mädels aus der
    Zahnspangen-Generation auf ihren Star, ... der aber keine Zeit hatte und
    proben mußte: Gracia. Die Kids hatten in mühevoller Arbeit Pappschilder
    mit Gracia's Namensbuchstaben angefertigt und starrten mich einzelnen
    KQ-Fan an ... als wäre ich eine Spezies von einem anderen Stern... *lol*
    Mit der Zeit wurde das Getümmel um die Eingänge immer hektischer.
    Udo Lindenberg (ganz in schwarz, wie immer mit Schlapphut) war mit seinem ganzen Gefolge da. Alle so angezogen wie der Chef. Lindenberg's
    Sanges-Muse freute sich über die gute Unterstützung.
    Nebenbei muß man sagen, daß der Udo ein ganz ruhiger Kerl ist.
    Cool drauf und nicht abgeneigt für ein Fan-Foto. Er wußte bestimmt aber
    auch, daß seine Sängerin an diesem Abend keine Chance haben würde.

    Es begann zu regnen. Die Fan-Grüppchen der einzelnen Interpreten
    verteilten Werbematerial und horteten sich mehr und mehr zusammen.
    Ich war auch nicht mehr allein. Miriam und ihre Freundin (beides große Fans
    aus dem Linkenheimer Raum) sowie Dania's Eltern waren angekommen
    und warteten ebenso ungeduldig auf den Einlaß. Miriam besorgte nach einem Anruf (auf Sascha's Handy) die Karten in einem Akkreditierungs-
    Container und verteilte sie dann unter den den Fans. Durchgefroren und
    etwas aufgeweicht waren alle ... als gegen ca. 19 Uhr Einlaß gewährt wurde.
    Die Bühne mit ihren großen, aufgehängten Monitoren in der Mitte, jede
    Fangruppe hatte ihren eigenen Abschnitt in der Halle. Direkt an der Bühne
    durfte der Lindenberg-Block Platz nehmen. Der Königwerq-Block war
    schräg links dahinter auf den Tribünen. Man hatte eine gute, freie Sicht auf
    alles. Eine Mitarbeiterin der Plattenfirma hatte zwei große Kartons angekarrt:
    mit saftig grünen Königwerq-T-Shirts und der Rückenaufschrift "Vote for"
    und Winke-Fähnchen. Auf den KQ-Stühlen lagen Süßigkeiten und von den
    Bandmitgliedern ausgelegte Autogrammkarten. Die Band bedankte sich dabei für den Support.
    Anfangs war zu befürchten, daß unser Block nicht voll ausgefüllt werden
    könnte ... doch nach und nach trudelten alle Karteninhaber ein und
    so gab's keinen freien Platz mehr. Kurz dem dem Beginn der Show noch
    letzte Instruktionen von Sascha, dem Fanbeauftragten Königwerqs. Wann
    zu klatschen ist, wie man Stimmung machen soll. - Na, das braucht man
    uns doch nicht mehr zu sagen! ;D Ist doch klar, daß unser Block dann
    kocht! - Der Moderator Reinhold Beckmann kam an unserem Block vorbei und forderte uns auch dazu auf, laut zu werden. Für ihn war unsere Band
    nämlich der Favorit, er selbst hätte uns gerne auf dem Siegestreppchen
    gesehen. Ein prominenter Fan von Königwerq!

    Letzte Anweisungen eines "Einpeitschers" Minuten vor dem Countdown.
    Beckmann bezieht Stellung, die Halle brechend voll und angespanntes
    Warten. 20:15 Uhr: "Auf Sendung"! Die Vorjahres-ESC-Gewinnerin aus der
    Ukraine singt ihren Siegertitel im wilden Outfit und erntet gleich großen Applaus. Und sogleich ist das Rennen offen: wer wird nach Kiew reisen
    dürfen. Königwerq mit "Unschlagbar" kam als Fünfter (oder Sechster? ich
    weiß es nimmer so genau) an die Reihe. Bis dahin hatte man das Gefühl,
    nichts Weltbewegendes gehört zu haben. Nun ... aber endlich richtige Musik!
    Der Sound kam gut rüber, unser Block saß schon längst nicht mehr auf den
    Stühlen, ging begeistert mit und klatschte ohne Unterbrechung. Die Banner
    wurden hochgehalten - ich wette, Dania und ihre 4 Jungs konnten alles
    sehen und hatten eine Gänsehaut!
    Ein - alles in allem - Super-Auftritt der Truppe! Gekonnt und professionell!
    Bis dato das Beste! Auch Fan-Stimmungs-mäßig! "Unschlagbar" kam
    insgesamt gut an, von Nachbarblöcken gab es kopfnickende Respekts-
    gesten. Das Adrenalin wurde wieder heruntergefahren.
    Im nachhinein konnten (meiner Meinung nach) noch "Armee der Astronauten" und "Stefan Gwildis" überzeugen. Der Gwildis-Block hatte eine
    famose Choreographie und machte super Stimmung. Die Einzigen, die es
    noch besser machten als wir. Gracia's Teenager fielen natürlich durch
    helles Kreischen auf - und das in der ganzen Halle verteilt! Das brachte
    viele zum Kopfschütteln, man war genervt.
    Noch ein Schnelldurchlauf aller Titel zum Schluß von hinten nach vorn und
    dann durfte man voten per Telefon. Man sah in der Halle viele Handys.
    Ich selbst rief ca. 20 Mal an, kam aber vielleicht nur 15 Mal durch.
    Warten auf die Entscheidung. Beckmann quatschte noch mit Nussecke
    Guildo Horn und Schlager-Fuzzi Ralph Siegel (... der ausgebuht wurde! *g*)
    und dann ...... Stechen zwischen dem Siegel-Song und Gracia.
    Entsetzen in den meisten Blöcken - wir waren anfangs auch depri drauf.
    Nur die Kinder in der Hallenmitte hatten mächtig was zu feiern: Schnell wieder an die Handys und wählen, bis die Finger schmerzen!
    Wie es ausging, das weiß mittlerweile ja jeder von uns ......

    Showende. Gracia umarmt jeden, der ihr in die Nähe kommt.
    Beckmann kommt Minuten später nochmal zu uns und bedauert den
    Ausgang der Abstimmung. Er hätte es lieber ganz anders gesehen.

    Womit keiner rechnete: unsere Helden kamen aus dem Backstage-Bereich heraus und schnurstracks zu unserem Block! Heillose Freude und ein Gejohle und einen tollen Applaus - das hatte die Welt noch nicht gesehen!
    Die 5 waren sichtlich gerührt und bedankten sich für die tolle Unterstützung
    von den Rängen. Es war eine geile Vorstellung!
    Es wurden noch etliche Fotos geschossen, etliche Gespräche geführt und
    es wurde so manch eine Entspannungs-Kippe und so manch ein Entspannungs-Bier genossen. Leider machte der Organisationsdienst im Saal dann kurzen Prozeß und ließ das Hallen-Innere räumen.
    Ein letztes Hallo an die Königwerqler und noch letzte Smalltalks mit allen
    aus dem Block. Das war´s.
    Noch ein gang zur Garderobe, wo der wärmende Pullover und die Jacke
    abgeholt werden konnte. Draußen nieselte es immer noch. Und es war nun
    richtig ungemütlich. Manche bestellten sich ein Taxi, um in die City zu fahren. Ich allerdings nahm wieder meine Beine in die Hand, nachdem ich
    mich von allen Berlin-Fahrern verabschiedet hatte.
    Der gleiche Weg zurück durch die Stadtteile bis zum Bahnhof Zoo.
    Um kurz nach halb 2 kam ich dort an und vertrieb mir die Zeit mit Schaufensterbummeln und ein paar Bechern Kaffee im Burger King.
    Bis 6 Uhr ging das so. Dämmerte dann vor mich hin im Bahnhof, bis mein
    Zug in die Heimat einlief. Um kurz nach 9 sagte ich "Tschüß" zu Berlin.
    Am frühen Nachmittag war ich zurück in Mannheim -
    ein schönes Ereignis, das ich im KQ-Fan-Dasein nicht missen möchte.

    Königwerq ... ist jede Reise wert.

    Wolfgang

    Übrigens: das eigens angefertigte Banner wurde von allen Berlinfahrern
    in der Halle unterzeichnet und der Band übergeben. Wie ich finde ...
    ein schönes Geschenk und ein immerwährendes Andenken. :ja:



    Re: EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)

    Wolfgang - 16.06.2005, 16:40


    Sorry für ein paar verkehrte/doppelte Wörter und ...
    natürlich muß es "Armee der Kosmonauten" heißen und nicht "...Astronauten"
    ;)

    Wo ist denn hier die Edit-Taste? :D



    Re: EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)

    Uli - 16.06.2005, 19:23


    hehe...die edit-taste gibs hier nich. hab ich rausgenommen *g* so kommt es nicht zu nachträglichen änderungen, die den inhalt nachfolgender beiträge abändern. verstehste? :)

    [klugscheiß-modus on] es heißt ALLEE der Kosmonauten [klugscheiß-modus off] ;)



    Re: EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)

    Wolfgang - 16.06.2005, 19:57


    Allee ... Armee ... in meinem Alter kommen Fehler nun mal häufiger vor... :cool:



    Re: EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)

    Uli - 20.06.2005, 09:59


    @Wolfgang: erstmal VIELEN DANK für diesen grandiosen Bericht!! War sicherlich ein tolles Erlebnis, und wenn ich ehrlich bin, beneide ich dich schon darum ;)

    ja und der liebe Wolfgang hat mir ein paar Fotos geschickt, die ihr euch hier ansehen dürft!!



    Re: EurovisionSongContest-Vorentscheid (Berlin)

    mimi - 12.07.2005, 17:29


    hi!

    im großen und ganzen stimme ich wolfgang zu. ESC war genial. ich und meine kleine schwester (keinesfalls meine freundin ;-) ) sind allerdings mit germanwings hingeflogen und waren schneller von stuttgart aus in berlin, als unsere eltern von stuttgart wieder daheim. wir flogen schon donnerstags und haben berlin ein wenig genossen und am allermeisten natürlich den auftritt von kq.

    war echt genial

    mimi



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    Tatsachen - gepostet von Uli am Donnerstag 16.06.2005



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