[MSG] London im 19. Jhr.

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    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 20.09.2011, 18:16

    [MSG] London im 19. Jhr.
    Über das englische Wette wird viel geredet. Die meisten beschreiben es als regnerisch, neblig, kalt...kurzum einfach nur ekelhaft. Privatdetektiv Brian A. Fawkes musste bei diesem Gedanken schmunzeln, als er aus dem Fenster seines kleinen Wohnzimmers sah. Leichter Nieselregen hatte eingesetzt und ein dicker Nebel hüllte die Straßen ein, er konnte kaum die andere Straßenseite erkennen, geschweige den die entfernten Industrietürme. Die Straße selber war eine typische Straße des 19. Jahrhunderts. Haus reihte sich an Haus, einzelne Lampen hingen alle paar Meter. Der Fußweg, aber auch die Straße selber waren absolut nass. Die wenigen Bäume die man in einigen Vorgärten erahnen konnte, trugen keinerlei Laub. Trostlos standen sie dort. Ein Überbleibsel der Natur, jener Natur welche der Mensch immer weiter unterwirft.

    "Seit Tagen nur am Regnen...wenigstens heute etwas schwächer", sagte Brian zu sich und ließ sich in einen gemütlichen Ohrensessel fallen. Sein Wohnzimmer war gemütlich: Mehrere Sessel luden dazu ein Platz zu nehmen, eine Couch bot mehreren Gästen Platz. Diese Möbel gesellten sich um einen kleinen Tisch auf welchem dampfend eine einzelne Tasse stand mit warmen Tee stand. Ein kleiner Kamin war nahe dem Tisch aufgebaut.
    An einer Wand stand ein Bücherregal mit allerlei Literatur: Dies fing bei Ein-Groschen-Romanen an und hörte bei Büchern über Mechanik auf. Ansonsten befand sich in dem Raum nicht viel. Einige kleine Schränke reihten sich an die Wände. Allerdings war das Zimmer in einem unaufgeräumten Zustand: Zeitungen flogen herum und blätterte man zwischen alten Briefen und Dokumenten war es sogar möglich eine Kugel für eine Pistole zu finden. Doch Brian scherte sich nicht darum. Gemütlich in seinem Sessel sitzend, nahm er sich die neuste Zeitung, die er eben erst an diesem Morgen hereingeholt hatte. Das Datum zeigte die Zahl: 3. Oktober, 1840. Er überflog nur die Titelseite und was er las beunruhigte ihn zutiefst...

    Mörder wütet weiter in London. Polizei vor einem Rätsel

    London - In der Nacht zu gestern geschah ein weitere mysteriöser Mordfall. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wie man unserer Zeitung mitteilte gab es keinerlei Einspruchsspuren oder Spuren eines Kampfes. Das Opfer, der 45-Jährige James T., schien den Mörder zu kennen, so der leitende Kommissar William Winterson. Auf Nachfrage ob etwas gestohlen worden sei oder ob der Fall etwas mit dem seit einigen Wochen gefürchteten Verbrecher Fenris Greyback zu tun habe, wich man aus. Es sei noch zu früh um derartige Schlussfolgerungen zu ziehen, so sagte man. Nach Zeugenaussagen soll man in der Nacht ein Jaulen wie das eines Wolfes gehört haben. Kommissar Winterson verneint jedoch entschieden das es sich um einen Werwolfangriff handelt. "Wir haben keinerlei Spuren dafür gefunden das, das Opfer durch einen Werwolf getötet wurde", so Winterson. Desweiteren sei.........

    Brian hatte die Zeitung zur Seite gelegt. Er hatte gelesen was er lesen wollte. "Natürlich war es Greyback", sagte er zu sich. "Wer soll sonst so raffiniert sein?" Fenris Greyback war nicht sein wirklicher Name. Es war mehr ein Name dem die Menschen den geheimnisvollen Dieb und Mörder gegeben hatten, man brauchte schließlich einen Namen wenn man über etwas sprach und da man immer ein Wolfsgeheul gehört haben soll und angeblich Werwölfe in der Nähe gewesen seien, hatte man sich auf diesen Namen still geeinigt. Brian trank einen Schluck seines Tees und sah in den Kamin, welcher sachte rot-orangen glühte. "Greyback ich finde dich", sagte der Detektiv und mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht trank er den Tee aus.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 20.09.2011, 19:16


    Mit leisem Zischen strich die Klinge über das Leder, immer wieder. Jedes mal exakt gleich, gleich lang, gleich laut. Jeder Streich war eine perfekte Präzissionsbewegung. Das perfekte Zischen beruhigte Baldur ungemein. Alles war, wie es sein sollte. Alles hatte seine Ordnung. Mit andächtiger Bewegung nahm er die Klinge vom Riemen und setzte sie an seiner Wange an. Mit noch leiserem Kratzen fuhr sie über die Haut, schabte kaum sichtbare Stoppeln, die wohl nicht nur ein Arbeiter sondern auch so mancher Edelmann ignoriert hatte, ab. Aber Baldur war da anders. Er achtete auf sein Äußeres und eine ordentliche Rasur gehörte da einfach dazu. Alles musste seine Ordnung haben. Also war es für ihn selbstverständlich, sich nicht nur jeden Morgen, sondern auch dann, wenn er das Haus verließ die frisch sprießenden Stoppeln aus dem Gesicht zu schaben. Mit Wehmut dachte er an seinen Sohn zuhause in Brandenburg. Der Junge war zwölf, er hatte dieses Problem noch nicht. Auch wenn Baldur ihm zu seinem letzten Geburtstag bereits ein Rasiermesser geschenkt hatte. Ach nein, er würde es noch gar nicht bekommen haben. Erst übermorgen war der Tag und vorher würde er das Päckchen nicht öffnen, das Baldur bereits im letzten Monat aufgegeben hatte. Es dauerte ja doch immer, bis sich ein Schiff fand, dass es mit hinüber aufs Festland nehmen würde.
    Ein leises Klopfen ertönte von der Tür her als Baldur sich eben - ganz nah zu dem kostbaren, mannshohen Spiegel aus versilbertem Glas hinüber gebeugt - die Kanten des Oberlippenbarts schnitt. "Nicht jetzt!", rief er ein wenig nasal, da er die Oberlippe gerade straff zog, hinüber. Das hier erforderte äußerste Konzentration. Wenn er sich hier verschnitt, dann konne er sich den Bart gleich ganz abnehmen und dann würde man ihn sicher nach seinen Beweggründen für diesen Schritt fragen. Und es wäre äußerst blamabel, wenn er den Herren im Club beichten müsste, dass er sich beim Rasieren verschnitten hatte. Der Spott wäre ihm sicher und was noch schlimmer war: sie würden ihm wieder zwei Dutzend ganz ausgezeichnete Barbiere in den nobelsten Vierteln Londons empfehlen. Und dann käme er nicht umher, diese aus Höflichkeit zumindest auszuprobieren. Dabei gab es nichts, was Baldur so sehr verabscheuchte, wie andere Männer an seinen Bart zu lassen. Letztendlich waren das doch alles Stümper! Wenn man wollte, das etwas ordentlich gemacht wurde, dann machte man es selbst. Deshalb stand er jeden Tag selbst mit der Klinge vor dem Spiegel, auch wenn das irgendwie gewöhnlich war. Aber lieber gewöhnlich sein als mit schlecht geschnittenem Bart durch die Gegend laufen.
    "Jetzt, Fritz", rief er nachdem er mit seinem Werk zufrieden war und die Klinge in eine bereit stehende Schüssel warf, in der sie klirrend umher tanzte ehe sie liegen blieb. Während er zum Rasierwasser griff und es wohldosiert auf die von vollkommen glatten Wangen auftrug öffnete sich einer der Türflügel und ein älterer Mann im Livree der Dienerschaft trat ein. "Herr, eure Droschke wartet vor der Tür", verkündete er auf deutsch. Der Großteil der Diener im Haus waren englische Bedienstete, aber weder Baldur noch der Onkel ließen es sich nehmen, den engsten Kreis ihrer Diener mit den altgedienten Vertrauten aus Deutschland zu besetzen.
    "Sagen sie dem Kutscher, er soll sich noch etwas gedulden", erwiderte Baldur ohne sich zu dem Bediensteten umzudrehen. Er war gerade mit den Knöpfen seines frischen, reinweißen Hemds beschäftigt, die er bis zum Kragen zuknöpfte. Es folgten Weste, Jackett und auch die Fliege band er sich selbst.
    "Fritz!", rief er als er das Zimmer verließ, doch der alte Diener stand bereits vor diesem bereit und reichte seinem Herrn Stock und Zylinder. "Einen angenehmen Abend im Club wünsche ich ihnen, Herr!", verabschiedete der Diener sich als er Baldur die Tür aufhielt und dieser auf die Straße hinaus trat, auf der seine Kutsche bereits auf ihn wartete.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 20.09.2011, 19:45


    "Um Gottes willen!", rief Elizabeth Levin voller Entsetzen und nahm einen Löffel Suppe.
    "Ist mit der Suppe was nicht in Ordnung?", fragte ihr schwarzhaariger Gatte Jean mit entspannter Stimme und nahm einen kleinen Schluck Rotwein, seinen Namensgeber, wohlgemrkt. Innerlich hatte er nicht die geringste Lust, die nervtötende Stimme seiner Frau zu hören, die er seit er sie kennengelernt hatte, zutiefst verabscheute. "Wir können den Koch entlassen und einen Kompetenteren einstellen, wenn du das willst.", sagte Jean dennoch mit ungebrochener Fassade. "Ich möchte, dass meine Familie nur das Beste vom Besten bekommt..." Im Grunde waren die ihm egal, aber tat alles, was nötig war, um dieses hystherische Weib und die nervenden, kleinen Bälger ruhig zu halten, damit er sich in Ruhe seiner geliebten Magie widmen konnte.
    "Die Suppe schmeckt widerlich.", sagte der schwarzhaarige John, sein zehnjähriger Sohn, welcher den Namen erhalten hatte, weil er dem Französischem seines Vaters so ähnlich klang. Die Bemerkung allerdings brachte ihm eine schallende Ohrfeige von seiner Mutter ein.
    "Rede nicht so, John!", schimpfte Elizabeth, der Junge begann zu heulen und hielt sich die rot angelaufene Wange.
    "Das Essen schmeckt großartig, Vater und Mutter.", sagte Jeans blonde, elfjährige Tochter Alicia so, wie es sich für ein wohlerzogenes Mädchen gehörte und wie ihre Eltern es ihr von Anfang an anerzogen hatte. Jean erwartete schon, dass John sie 'eine elende Heuchlerin' oder ähnlich Schlimmes nennen würde, doch mit der Familie am Tisch würde der das nicht wagen, schon gar nicht nach dieser Ohrfeige.
    "Das freut mich, Liebes.", sagte Elizabeth freundlich. "Aber es ging nicht um die Suppe. Sieh doch auf das Titelblatt dieser Zeitung, Jean. ER hat wieder zugeschlagen. Der Greyback." Sie zeigte ihm die Zeitung, die er morgens achtlos beiseite gelegt hatte. "Sieh her, ist das nicht grauenhaft?"Ihre Stimme wurde schriller und schriller.
    Oh, großer Gott! Als ob er das nicht schon längst selbst bemerkt hatte und was die für eine Szene wieder machte! Eines Tages würde er dieses nervtötende Weib umbringen und sich eine etwas... erträglichere Frau suchen.
    "Das ist wirklich ein schreckliches Verbrechen.", sagte Jean dennoch mit gespielter Betretenheit. "Aber keine Sorge, meine Liebe. Die Polizei wird diesen abscheulichen Menschen sicher bald fassen." Diesen 'abscheulichen Menschen' würde er ganz gerne mal kennen lernen, war sicher ein interessanter Mensch. Falls es überhaupt einer war.
    "Papa, ich hab Angst vor diesem Mörder.", sagte Alicia zitternd.
    "Natürlich!", platzte es nun aus John heraus, der das Benehmen seiner Schwester nun nicht mehr ertrug. "Du hast ja sogar Angst, wenn du nachts alleine im Bett liegst!"
    "Halt den Mund, John!", sagte Jean tadelnd. "Benimm dich deiner Schwester gegenüber wie ein Kavalier!" 'Die ist aber keine echte Frau!', würde er nun erwarten, stattdessen zuckte der Sohn angsterfüllt zusammen, denn die letzte Tracht Prügel seines Vaters hatte John noch in bester Erinnerung. Ja, John konnte er von Allen im Haus noch am Besten leiden. Ein guter Sohn, der aber immer mehr durch die Adelsfloskeln verdorben wurde und sich langsam zu einem verzogenen Bengel entwickelte. "Und Alicia, ich werde nicht zulassen, dass er dir was tut, ist doch klar, Liebes."
    "Gut, dass du bist, Jean.", sagte Elizabeth erleichtert. "Da können wir alle ruhig schlafen."
    "Im Übrigen, ich muss noch jetzt noch eine Weile das Haus verlassen.", sagte Jean. "Eine wichtige Angelegenheit abschließen. Einer der Bestatter meines Unternehmens hat doch gekündigt und ich muss seinen Nachfolger einstellen. Das duldet keinen Aufschub."
    "In Ordnung, aber komm bitte schnell zurück.", sagte seine Frau.
    "Ich werde es versuchen.", sagte Jean, dann verließ er das Haus. Erleichterung durchströmte den Mann, endlich fort von diesem nervenden Weib und seinen Kindern, die nichts als Arbeit machten. Im Adel zu sein war Fluch und Segen zugleich.
    Nun wandten sich seine Gedanken jedoch zu seinen Erledigungen. Er hatte seine Frau - zum gefühlten millionsten Mal - belogen. Er hatte nicht vor, einen neuen Mitarbeiter einzustellen, sondern etwas viel Interessanteres...



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 20.09.2011, 20:54


    Edward Lancaster blickte aus dem fenster und seufzte.
    Er hasste Regen. Aber er regte sich schon seid langem nicht mehr
    darüber auf. Es brachte nichts über das wetter wütend zu werden.
    Zum glück war sein Sohn nach Camebridge gezogen um zu studieren,
    also konnte er ihn nicht mehr gefährden. Dann blickte er auf die zeitung.
    Ein Mörder wurde gesucht, angeblich ein werwolf.
    Unruhig geworden machte er sich auf in den keller, in seinen speziellen raum.
    Dort hatte er einen kleinen schrank wo er sein spezielles mittel verwahrte.
    Und dort liess er sich auch in den Vollmondnächten von seiner Frau
    einschliessen. Das Dienstmädchen war zum glück dann ausser haus und mehr
    angestellte hatten sie auch gar nicht. Edward öffnete das schränkchen und
    blickte hinein. Verdammt! Das fläschchen war fast leer. Er würde neues
    kaufen müssen. Schnell zog er sich um und ging dann nach oben." Lysette,
    Ich bin ausser haus. Ich muss noch etwas erledigen." Schnell klopfte er
    seine Jackentasche ab. Gut die geldbörse war voll. Seine Frau blickte zu
    ihm und blickte ihn an." Sei vorsichtig,Edward." Schnell nickte er ihr zu.
    Dann verliess er das haus. Schnell bewegte er sich durch die stadt zu der
    Werwolfkneipe.Als er das wirtshaus betrat waren einige schon da." Canis!
    Ist es wieder soweit? " sprach ihn einer der männer an. Canis war sein
    rufname in der szene. Edward nickte. "Lass uns nach hinten gehn,"sprach der
    mann weiter und gemeinsam gingen sie in einen weiter hinten gelegenen raum.
    Edward gab dem mann ein kleines bündel Geld und der mann gab ihm zwei
    fläschchen, die mit einem bestimmten mittel gefüllt waren. Ein mittel das
    den Werwolf unterdrücken konnte, ausser bei Vollmond. " Pass auf dich auf,
    Canis. Fenris treibt wieder sein unwesen. Wir wollen ja nicht das die
    Polizei dich für ihn hält." Edward nickte. "Du auch auf dich,Loki." Dann
    verliess er wieder das gasthaus und liess fünf tropfen aus dem fläschchen
    auf seine zunge fallen. Er hoffte das ihn keiner gesehen hatte.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 20.09.2011, 20:56


    "Louvre, Louvre", rief Catherine. Ihre Stimme hallte seltsam hohl im Treppenhaus wieder. Die Katze ignorierte ihr Frauchen geflissentlich und stapfte mit hochgerecktem Schwanz zur Tür hinaus. Verdattert blieb Catherine mit dem muffelig riechenden Katzenfutter auf dem extra für diesen Zweck reservierten Teller im Treppenhaus stehen. Das Tierchen hatte schlichtweg seinen eigenen Kopf. Wenn sie aus der Wohnung verschwinden wollte, dann tat sie das. Zur Not auch über die Dächer. Mit leisem Klappern stellte sie den Futterteller hinter der Wohnungstüre ab. Louvre würde es schon fressen, früher oder später.
    Außerdem konnte sie sich so ihrem neuesten Gemälde widmen. Es hatte noch keinen Namen. Und es entsprach nicht wirklich der derzeitig vorherrschenden Kunstrichtung. Statt klaren Linien und noch klareren Farben hatte Catherine das ganze etwas verwaschener gemalt. Vermutlich würde sich kein Käufer dafür finden. Wie so oft. Zauberhafter Geruch zog durch die Wohnung. Der Tee war fertig. Vorsichtig goss sich Catherine eine Tasse in das teure Porzellan ein. Den Rock zurechtzupfend ließ sich die Malerin in dem einzigen guten Sessel der Wohnung nieder. Derzeit zeigte er auf das Bild, das langsam zu trocknen begann. Nachdenklich nahm Catherine ihren feinsten Pinsel zur Hand.

    Als sie den Pinsel wieder zur Seite legte war der Tee kalt. Louvre hatte sich auf dem Sessel eingerollt und schnurrte sanft. Das Futter war inzwischen wohl im Magen der Katze verschwunden. Vor der Tür lag die Zeitung, die der Vermieter heraufgebracht hatte. Der ältere Herr hatte inzwischen verstanden, dass Catherine beim Malen nicht gestört werden wollte. Erschöpft ließ sich Catherine in den Sessel fallen, was Louvre mit einem ungnädigen Maunzen aufspringen ließ. Kurz darauf entdeckte die Katze die Zeitung in der offenen Türe und trug sie herbei. Als Belohnung durfte die Katze auf Catherines Schoß Platz nehmen.
    Greyback schien wieder zugeschlagen zu haben. Auch wenn die Polizei es nicht bestätigte. Der diebische Mörder beunruhigte Catherine nicht wirklich. Sie hatte nichts, was von Wert war. Leider. Aber vielleicht konnte sie Zugang zum Tatort erhalten und ein Gemälde davon anfertigen. Das würde weggehen wie warm Semmel.
    "Louvre, ich denke, ich habe da eine gute Idee." Die Katze hingegen schien davon wenig beeindruckt und kuschelte sich stattdessen gegen Catherines Bauch.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 20.09.2011, 22:38


    400+ Wörter

    Paco öffnete verschlafen die Augen. Neben ihm auf dem Boden lag aufgeschlagen eines der Bücher, die er von seinem Mentor bekommen hatte. Auf der ersten Seite konnte er dessen Namen erkennen…es war derselbe, der auch auf der Titelseite der heutigen Zeitung stand: James Tailor. In seinem Geist spielte sich erneut die gestrige Szene ab, als er zu James wollte und vor dessen Tür bereits mehrere Polizisten standen. Entsetzt war er in sein Versteck zurückgekehrt und konnte die Tränen nicht zurückhalten, obwohl er dagegen ankämpfte. Erst jetzt machten auch einige Bemerkungen seines Lehrers Sinn, die er in letzter Zeit von sich gegeben hatte.
    "Was hast du alles gewusst, James?" murmelte er leise, während er über den schwarzen Ledereinband des Buches strich, dass Paco für ihn aufbewahren sollte. Mit zittrigen Fingern öffnete er es erneut und starrte auf die dicht beschriebenen Seiten. Nach dem, was er bisher entziffern konnte handelte dieses Buch nicht vom Schamanismus oder der Runenmagie, so wie die zwei anderen, die er besaß, sondern von fortgeschrittener Totenbeschwörung. Er selbst beherrschte nicht einmal die Grundzüge dieser Richtung, weshalb es ihn weiter verwirrte, warum James ihm dieses Buch gegeben hatte.
    Wollte er es nur verstecken? Bedeutet das dann nicht, dass sein Mörder auch nach mir suchen wird? Ich muss auf alle Fälle vorsichtig sein.
    Er schloss das Buch und legte es zusammen mit seinen anderen beiden in die Ecke des heruntergekommenen Zimmers, dass er für seine Bedürfnisse eingerichtet hatte. In der Ecke hatte er einen Kreis mit Kohle gezeichnet, in dem er seine Bücher verwahrte. Über diese legte er noch ein Tuch, auf dem sich, ebenso wie in dem Kreis, die Rune für Verborgenheit befand. Kurz legte er seinen Hände auf die Symbole und lud ihre Kraft wieder auf, dann erhob er sich und ging durch das schlecht erleuchtete Zimmer zu einem eingeschlagenen Fenster. Draußen regnete er immer noch, aber er hatte Hunger und wollte versuchen, an den Tatort des neuesten Mordes zu gelangen, um selbst nach James Mörder zu suchen. Bevor er nun das Zimmer durch den einzigen freien Ausgang verließ, die Tür zum Rest des Hauses war schon vor seiner Ankunft vernagelt und unpassierbar gewesen, überprüfte er die Runen, die er um den Ausgang platziert hatte. Dort befanden sich, über, unter und neben dem Fenster, mit seinem eigenen Blut geschrieben die Runen für Verboten und Gefahr. Um alle acht Symbole war ein großer Kreis gezeichnet, der an manchen Stellen etwas verblasst war und Lücken bildete. Schnell hatte er sein Messer hervorgezogen und schnitt sich damit in seine rechte Handinnenseite, während er die Zähne zusammenbiss und das Gesicht verzerrte. Er hasste es, diese Zeichen zu erneuern, aber beim typischen englischen Wetter musste er das öfter machen als ihm lieb war. Als das Blut lief wischte er damit den Kreis nach, bevor er seinen linken Zeigefinger in die ungewöhnliche Tinte tauchte und beschädigte Runen erneuerte. Endlich fertig damit fing Paco an, sich das Blut aus der Wunde zu saugen, wodurch es schneller zu fließen aufhörte. Zu guter letzt zeichnete er, diesmal mit Kohle, ein weiteres Zeichen ans Fenster, dass die Feuchtigkeit abhielt und somit dafür sorgte, dass die frischen Symbole nicht sofort wieder verschwanden. Endlich schwang er sich aus dem Fenster, landete mit einem platschendem Geräusch in einer kleinen Seitengasse und machte sich langsam auf den Weg zum Haus seines Mentors.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 20.09.2011, 23:21


    Es war mal wieder ein typisches englisches Wetter - ein typisches Inselwetter, wie der Onkel zu sagen gepfelgt hätte - doch Baldur machte sich nicht viel daraus. Die Droschke hatte ein gutes Verdeck aus festem Segelstoff, sodass es in ihrem Inneren angenehm trocken war und irgendwie hatte das permanente Rieseln des Regens auch etwas Meditatives. Durch die offenen Seiten der Kutsche konnte er die Leute beobachten, die auf der Straße unterwegs waren, die Mantelkrägen weit hochgeschlagen und die Hüte und Kappen tief ins Gesicht gezogen. Wenn sie den Mäntel und Hüte hatten. Die armen englischen Schweine, die bloß ihre Hemden auf der Haut trugen waren wirklich nicht zu beneiden. Doch das war der Pöbel, um den musste Baldur sich nicht scheren. Der hatte es eben weniger gut getroffen. Er diente als mahnendes Beispiel, das verdeutlichte wie gut der Herr es doch mit einem selbst gemeint hatte und waren Baldur stets ein Anreiz für Dankbarkeit gegenüber seinem Schöpfer. Dem himmlischen vor allem, aber selbstverständlich auch seinem weltlichen Erzeuger, der ihm einen derart auskömmlichen Besitz beschert hatte.
    Von der Residenz des Botschafters bis zum Club war es nicht weit. Schon nach kurzer Zeit stoppten die Pferde auf Geheiß des Kutschers und der Mann beeilte sich, dienstbeflissen von seinem Kutschbock hinunter zu kommen und Baldur die Tür der Droschke zu öffnen. Dieser kletterte hinaus wobei er darauf achten musste, seinen Zylinder nicht an dem niedrigen Verschlag der Kutsche zu verlieren, drückte dem Mann ein Pfund als Trinkgeld in die Hand und wollte schon hastig - wegen des Regens - auf die Tür des Herrenclubs zuschreiten, da sprang aus den Schatten eine Gestalt auf ihn zu, die ganz offenbar dort bereits auf einen Besucher des Clubs gelauert hatte. Es war ein Junge, der etwa im Alter von Baldurs eigenem Sohn sein musste. Er trug eine Hose mit Hosenträgern, ein einfaches Hemd und eine Mütze, die ihm wegen der Nässe schon ganz schlaff auf dem Kopf saß. An seiner Seite hing eine viel zu große lederne Tasche, in die er nun hinein griff und ein schon arg durchnässtes Exemplar einer Tageszeitung hervor zerrte.
    "Extrablatt!", rief er mit hoher, krakelender Stimme und trat Baldur so in den Weg, dass diesem nichts anderes übrig blieb als ein wenig verärgert anzuhalten, "Lesen sie alles über Greybacks neuesten Mord! Ein Exemplar, der Herr?" Für einen Moment hatte Baldur aufgehorcht, aber als er dann den Titel des Extrablatts erfahren hatte hatte sich seine anfängliche Neugierde doch wieder nur in entnervte Teilnahmslosigkeit verwandelt. Greyback! Irgendein Irrer, der ein paar Leute umgebracht hatte. Als ob man sich daran nicht schon längst gewöhnt hätte. Es wurden ständig irgendwo Leute umgebracht! Aber die Zeitungen brauchten eben ihre Stories, wie die Engländer sagten und das Volk war nur zu gern bereit, mit wohligem Gruseln und gespielter Bestürzung die Geschichten vom Massenmörder zu lesen und sich jedes mal wieder daran zu erfreuen, wie gut es ihnen doch ging, dass es nicht sie erwischt hatte. Baldur mochte diese Art von Journalismus nicht. Und vor allem mochte er es nicht, wie diese Art von Zeitung an den Mann gebracht wurden.
    "Aus dem Weg!", brummte er deshalb bestimmt und schob den Jungen mit sanftem aber bestimmtem Druck seines Stocks aus der Bahn. Gleich darauf durchschritt er die Tür und wurde von der angenehm freundlichen und vor allem trockenen Stimmung des Herrenclubs empfangen.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 20.09.2011, 23:53


    Edward verliess schnell den eingang des gasthauses.Bloss nicht gesehen werden,dachte er bei sich. Gemütlich ging er nach hause um dort wieder zu Edward Lancaster zu werden. Als Canis sollten ihn nur die Werwölfe sehen und natürlich Loki, der ihm die fläschchen verkaufte. Die Werwölfe sollten so wenig wie möglich von seinem leben im englischen adel wissen, oder von seiner Familie. Lysette blickte erleichtert drein als sie ihren mann sah. Als er im keller verschwand blieb sie oben und passte auf das das Dienstmädchen nicht runter ging.
    Schnell verstaute er die neuen fläschchen im Schrank und zog sich wieder um.
    " Hab ich noch einen termin heute? " fragte er mässig interessiert. Eigentlich wollte er nicht mehr raus. " Der Herrenclub, Edward. Die Herren erwarten das du dort erscheinst." Edward Lancaster seufzte. " Nun gut. Dann werd ich wohl müssen."
    Entschlossen packte er seinen frack und den zylinder und einen gehstock, dann verliess er das haus. Zum glück fuhr gerade eine Droschke vorbei.Edward winkte entschlossen und der mann hielt an. " Zum Herrenclub bitte."
    Der Kutscher nickte. Nachdem Edward eingestiegen war ruckelte die Drochke los. Nach einer weile kamen sie am Club an und der Kutscher öffnete die tür.
    Edward drückte ihm einen geldschein in die hand ,setzte sich den zylinder auf den kopf und ging zur tür des Clubs. Elegant öffnete er die tür und trat ein.
    Freundlich lächelte er den Herrschaften zu und die tür wurde hinter ihm geschlossen. Kurz entschlossen ging er zu einem freien tisch und setzte sich hin.
    Einer der bediensteten brachte ihm eine tasse tee, die er dankend annahm.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 22.09.2011, 16:44


    Nachdem Jean sein Haus verlassen hatte, hatte er kurz seine Mutter besucht, welche nebenan wohnte. Die arme, alte Céline Levin wurde langsam ein wenig gebrechlich und weniger leistungsfähig. Das Alter war ein ewiger Fluch, der alles Leben dahinraffte.
    Damals war seine Mutter viele Jahre vor seiner Geburt dem schrecklichen Terreur entflohen. Sie stammte aus einer Adelsfamilie, fast all ihre Verwandten waren unter der Guillotine gelandet. Sie allerdings floh nach England und kam bei der Familie von Jeans Vater unter, welche gute Verbindungen mit Frankreich hatte. Die Ehe, aus der er selbst entstanden war, war fast zwingende Konsequenz. Er war in England geboren, als in Frankreich Napoleon geherrscht hatte. Stets hatten seine Eltern ihm gesagt, was für ein schrecklicher Verbrecher Bonaparte gewesen sei, doch um ehrlich zu sein... Er fand ihn gut. Ja, er wollte auch so mächtig sein, denn wer konnte schon von sich behaupten, nicht die Macht zu erlangen, wenn sie derart zum Greifen nahe war? Richtig, keiner, außer vielleicht unterbelichteten Versagern, Geisteskranken und lächerlichen Moralaposteln. Aber alle Menschen, die etwas auf sich hielten, nutzten solche Chancen.
    Jetzt jedenfalls saß Jean in seinem Arbeitszimmer seines Bestattungsunternehmens. Hier war es schön dunkel, gerademal zwei Kerzen erhellten den Raum. Hier fühlte sich der Adelsmann wohl. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Skelett eines Mannes, der schon vor einhundertundsechzig Jahren gestorben war. Und den würde Jean nun zurückholen. Er zeichnete verschiedene kryptische Runen mit einer Feder auf Papier, schlitzte sich mit einem Messer die Hand auf, ließ das Blut über die Runen tropfen und murmelte die magischen Zauberworbe.
    Plötzlich ging eine pechschwarze Aura von dem Skelett aus und dann... setzte es sich auf. "Wie kann ich Euch dienen, Meister?", sprach das Skelett.
    Jean jubelte fast, doch selbst in diesen Moment behielt er einen klaren, auch wenn er ziemlich alleine war. "Wie ist dein Name?", fragte er mit dennoch verzückte Stimme.
    "Rufus Ralsbourne...", sagte das Skelett. "Habt Ihr sonst noch einen Wunsch?"
    Jean ballte die Hand zur Faust und stieß sie triumphierend in die Luft. Ja, das war ein Erfolg! Endlich war ihm das Experiment gelungen, an dem er schon seit fast einem halben Jahr geübt hatte! Damit würde er deutlich im Kult an Ansehen gewinnen, so viel war sicher! Darauf musste er einen im Club trinken!
    "Rufus, ich möchte dich bitten, in diesen Schrank zu gehen und dich dort zu verstecken und nichts zu tun, bis ich dir einen neuen Befehl gebe.", sagte Jean.
    Das Skelett stand auf, bewegte sich langsam zum Schrank, öffnete diesen, trat und schloss die Tür hinter sich. Dann geschah nichts mehr, auch nicht, nachdem Jean fünf Minuten gewartet hatte! Es war perfekt gelaufen. So stand er auf und ging hinaus.

    Nach einiger Zeit fand Jean sich schließlich im Club ein. Hier war es wieder unangenehm hell... Jean mochte den Club nicht, weshalb er ihn selten besuchte, aber heute würde er sich nicht lumpen lassen. Ihm war auch egal, was seine Familie sich um ihn sorgte, diese sollten ruhig mal einen Abend ohne ihn aushalten.
    "Bringen Sie mir Ihren besten Champangner, très vite, s'il vous plaît.", sagte er zu einem Bediensteten.
    "Sehr wohl, mein Herr.", erwiederte Dieser und eilte los, während Jean sich an einen freien Tisch setzte.
    Am Nebentisch saß ein junger Mann und trank eine Tasse Tee. War das nicht dieser Lancaster? Der trotz seines jungen Aussehens älter war als Jean selbst? Jemand aus dem Magierkult hatte ihm erzählt, dass dieser Lancaster ein Werwolf sei...
    "Hier ist ihr Champagner.", sagte der Bedienstete und stellte ein Glas ab, wo er mit einer Flasche einschenkte.
    "Merci beaucoup.", sagte Jean, nahm das Glas und nahm einen kleinen Schluck.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 22.09.2011, 17:05


    Edward entspannte sich zunehmend, während es ihm wärmer wurde. Leicht hob er den kopf um sich umzusehen. Viel war anscheinend heute nicht los.
    Am Tisch neben ihm sass ein mann der ihn seltsam ansah. Höflich nickte er ihm zu.
    Nachdenklich sass er in seinem sessel, dann erinnerte er sich. Das war dieser Bestattungsunternehmer, dieser Levine. An dem anderen tisch sass ein anderer Mann, den er noch nicht so oft gesehen hatte. Er wirkte seltsam und auch sein geruch war seltsam. Auch ihm nickte er höflich zu und wandte sich dann wieder seinem Tee zu, der ihn aufwärmte.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 22.09.2011, 17:48


    Langsam trottete Paco durch die düsteren Straßen Londons. Sein Hemd hatte sich bereits mit Wasser vollgesogen und klebte an seinem Körper. Kurzzeitig stellte er sich unter das Dach eines Hauses und dachte darüber nach, ob ihm eine seiner Runen helfen konnte, was aber nicht der Fall war. Die einzige Rune für Trockenheit würde auch seinen Körper beeinflussen und er hatte keine Lust darauf, das nochmals zu erleben. Leise vor sich hin fluchend ging er weiter durch die Straßen und Gassen, bis er schließlich beinahe bei James Haus war. Seine Schritte wurden langsamer und er musste sich fast dazu zwingen, weiterzugehen. Er konnte nur hoffen, dass keine Polizisten vor seiner Tür aufpassen würden.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 22.09.2011, 23:23


    Nachdem er Stock und Zylinder abgegeben hatte zog Baldur seine Taschenuhr an der Kette aus seinem Jackett und warf einen knappen Blick auf die Uhrzeit. Acht Minuten vor Zwölf. Die perfekte Zeit für das Mittagessen. Er begab sich schnurstracks in jenen Salon des Clubs, in dem Speisen serviert wurden, fand sogleich einen leeren Einzeltisch und ließ sich an diesem nieder. Beim Essen zog Baldur es vor, allein gelassen zu werden. Wenn er Gesellschaft hatte, dann wollte er sich ganz dieser widmen können und nicht durch die Notwendigkeit, seine Mahlzeit zu essen ehe sie kalt wurde, von den Gesprächen abegelenkt werden. Eines nach dem anderen, dann hatte alles seine Ordnung.
    "Lord Hallstein, was darf ich ihnen bringen?", erkundigte sich ein Butler, dessen Haare bereits deutlich grau meliert waren, der aber ansonsten ein tadelloses Aussehen präsentierte. Baldur konnte sich bei der Anrede ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen. Die Engländer würden es nie lernen, seinen deutschen Titel zu gebrauchen. Aber da er durch den 'Lord' im Grunde ein wenig herauf gesetzt wurde ließ er sich das gern gefallen. Er bestellte eine klare Suppe, Gemüse der Saison und als Hauptgang ein Stück aus der Rindernuss. "Aber sagen sie dem Koch, dass ich es gerne Medium hätte", schärfte er dem Butler ein. Die Engländer hatten die unangenehme Eigenheit, ihr Fleisch viel zu roh zu essen. So, dass der rote Saft noch regelrecht heraus spritzte. Baldur hielt das für barbarisch, doch er würde sich das nicht anmerken lassen.
    Während er auf das Fleisch wartete ließ Baldur seine Gedanken schweifen und irgendwie blieben sie an der Schlagzeile der Zeitung, die der Junge ihm hatte andrehen wollen, hängen. Im Grunde war das natürlich eine absolut alberne Geschichte, aber es schien so, als würde ganz London sich dafür interessieren. Es wurde Zeit, dass die Polizei diesen Irren hinter Schloss und Riegel brachte, schon allein damit der Rummel ein Ende hatte. In Deutschland wäre es unter Garantie nicht möglich gewesen, dass so ein gemeingefährlicher Mörder derart lange auf freiem Fuß blieb.
    Nachdem er zu Ende gegessen hatte erhob Baldur sich und begab sich in den großen Salon des Clubs, in dem die Herren diskutierten, Karten spielten und rauchten. Er ließ den Blick schweifen, doch um die wirklich wichtigen Gestalten zu treffen war er wohl noch ein wenig zu früh dran. Überwiegend niedere Adlige und wohlhabende Bürgerliche tummelten sich um die Tische und in den Sesseln. Sein Blick fiel auf zwei Männer, die ihm beide flüchtig bekannt waren: Jean Levine und Edward von Lancaster. Kurzerhand ging er auf sie zu.
    "Verzeiht, die Herren", begrüßte er sie, "Würde es sie stören, wenn ich mich ihrer kleinen Runde anschließe?"



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 23.09.2011, 00:17


    Edward blickte auf als er hörte wie jemand näher kam und lächelte freundlich.
    Er registrierte leicht, das der europäer auch Levine ansprach. Wahrscheinlich vermutete er das er und levine schon miteinander geredet hatten. " Setzen sie sich doch," antwortete er höflich. Ein wenig konversation konnte ja nicht schaden, ausserdem hatte er ja seine heutige dosis eingenommen, also brauchte er sich da keine sorgen zu machen. " Hoffe der Regen hört bald auf ," sagte er dann noch, an niemanden bestimmtes gerichtet, aus reiner Höflichkeit heraus.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 23.09.2011, 21:35


    Brian hatte sich inzwischen angezogen. Ein einfacher schwarzer Frack, graue Hosen und bequeme Lederstiefel komplettierten dass Outfit. Am Gürtel trug er, wie fast immer, eine kleinere Pistole bei sich, daneben ein Messer. Wobei er zugeben musste das Messer noch nie gebraucht zu haben, doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Er streifte sich einen schwarzen Mantel über, welcher sämtliche Ausrüstung gut verbarg. Den Zylinder ließ er zu Hause. Sein heutiges Ziel wäre ein Haus, einige Straßen von ihm entfernt.

    Als der Detektiv auf die Straße trat, nieselte es immernoch. Doch er wäre kein Engländer wenn er sich nicht damit abgefunden hätte. Der Nebel war inzwischen fast verschwunden, nur in der Ferne sah man ihn noch schwach. Doch offenbarte er nun das Stadtbild und die Straße. Schlammig, nass und dreckig so ließ es sich kurz beschreiben. Fast trostlos stand Gebäude an Gebäude, Lampe an Lampe. Nein er wohnte wirklich nicht in einem Reichenviertel. Ab und an fuhr eine Kutsche rumpelnd vorbei. Die feinen Herren und Damen die darin saßen gingen vermutlich in irgendwelche Clubs...doch Brian interessierte sich momentan wenig für die Geschichten der Oberen Zehntausend. Zielsicher schritt er durch die Straßen. Ab und an grüßte er einen Polizisten und fragte kurz nach neuen Ereignissen. Meist nur belangloses Zeug.

    In irgendeiner Straße, nahe des Hauses welches er aufsuchen wollte, fiel sein Blick auf einen Jungen allerhöchstens 18 Jahre. Der Hautfarbe nach zu urteilen kein Engländer, sondern wohl aus wärmeren Gefilden. Kurz überlegte Brian. Vielleicht kann man etwas herausbekommen...er sieht aus als würde er grade aus einem Gulli kommen. "Hey Bursche. Was treibt dich in diese Gegend?", sprach Brian ihn kurzerhand an. Sein Tonfall war typisch freundlich, wie ein Mann der keine Hintergedanken hat.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 24.09.2011, 08:59


    Paco drehte sich überrascht zu dem Mann um, als dieser ihn ansprach. Sein Gesicht kam ihm bekannt vor, allerdings konnte er sich gerade nicht daran erinnern, wo er es schon einmal gesehen hatte. Brians Frage machte ihn stutzig.
    Warum will er sowas wissen? Ist er etwa ein Bulle?
    Kurz überlegte er, ob er ihn anlügen sollte, entschied sich dann jedoch für eine andere Vorgehensweise.
    "Ich glaube nicht, dass sie das etwas angehen würde, Mister." meinte er etwas zu schroff.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 24.09.2011, 14:25


    "Zu freundlich, Mr. Lancaster", erwiderte Baldur, deutete eine Verbeugung an und zog sich dann einen Stuhl heran um sich am Tisch des jungen Mannes nieder zu lassen. Noch während er dabei war sich hinzusetzen überlegte er, worüber er sich mit dem Kaufmann unterhalten konnte. Die große Politik? Da war er sich nicht so sicher, wie bewandert der andere war. Kunst? Kunst war immer ein gutes Thema, aber auch da wusste er nicht sonderlich über die Interessen des anderen Bescheid. Das Tagesgeschehen? Oh bitte nicht, das würde doch ohnehin nur wieder auf diesen erbärmlichen Greyback-Fall hinaus laufen und darauf hatte Baldur nun wirklich keine Lust.
    Glücklicherweise stimmte Lancaster in eben diesem Moment von selbst das wohl unverfänglichste aller Gesprächsthemen an: das Wetter. Als Einstieg in eine Diskussion war das nie verkehrt. "Da kann ich ihnen nur beipflichten", ging Baldur also sofort darauf ein, "Ein wirklich unangenehmes Wetter haben wir da zur Zeit. Aber ich fürchte, auf ihrer Insel darf man wohl nicht auf etwas arg viel besseres hoffen..." Er gab ein kleines, glucksendes Lachen von sich und orderte bei einem vorbei kommenden Kellner ein Glas Roten. Allerdings griff er das vorherige Thema danach nicht wieder auf. Das Wetter war ein Thema, über das sich Frauen, die nichts von den Dingen, die die Welt bewegten, verstanden unterhalten konnten, aber für Gentlemen war es dann doch weniger schicklich, sich nicht mehr zu sagen zu haben als das, was ohnehin jeder beobachten konnte.
    "Haben sie schon gehört, dass der alte Joshua Greenville sich nun endlich aus seinen Geschäften bei Greenville&Partners zurück ziehen und sich zur Ruhe setzen will?", fragte er stattdessen, "Es heißt, er will seinen zweiten Sohn Samuel zum neuen Seniorpartner der Bank bestimmen. Eine bedauerlich kurzsichtige Entscheidung, wenn sie mich fragen. Ich bin mir sicher, dass Samuel Greenville die Bank gegen die Wand fahren wird. Bleibt nur zu hoffen, dass der Alte noch lange genug lebt um das zu bemerken und den Sohn zu enterben. Es wäre eine Schande, wenn dieser Flegel auch noch die Greenvillesche Kunstsammlung in die Finger bekommen sollte, wenn sein Vater eines Tages nicht mehr ist. Stellen sie sich das einmal vor: da ist der Vater ein so anerkannter Sammler und dem Sohn fehlt jeder Kunstverstand. Und unter uns..." Baldur beugte sich ein wenig näher zu Lancaster und senkte die Stimme. "... ich glaube, mit jeglichem anderen Verstand ist er auch nicht unbedingt gesegnet. Aber er ist eben immer der Liebling des alten Greenville gewesen..."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 24.09.2011, 15:42


    Zugegebenermaßen hatte Catherine keine Idee, wie sie Zutritt zu den Tatorten bekommen sollte. Und die schnurrende Louvre war dabei nicht unbedingt eine Hilfe, auch wenn sie sehr zu Catherines Seelenfrieden beitrug. Daher hatte sie die Katze mit ein wenig Überredungskunst (sanftem Schubsen) und allerlei guten Worten von ihrem Schoß herunterzukomplimentieren. Ein kurzer Blick auf die Uhr ergab, dass sie fast fünf Stunden gemalt hatte. Kein Wunder, dass so wenige Leute Kunst verstanden. Sie sahen nur das fertige Produkt, aber nicht den langen, manchmal quälenden Weg, der zu dem führte, was man am Ende mit Fug und Recht als Kunst bezeichnen konnte. Und sie verstanden nicht, dass die Anfertigung eines Bildes zum größten Teil aus Momenten bestand, in denen man nicht malte. Nachdenklich griff Catherine nach ihrem Mantel, den sie über ihrem Kleid anzog. Weder Stoff noch Schnitt waren außergewöhnlich oder von allzu guter Qualität, aber das Stück stand ihr immerhin.
    "Ich werde einen kurzen Spaziergang machen. Pass mir auf die Wohnung auf", befahl Catherine Louvre. Die Katze drehte sich auf den Rücken und schaute ihr hinterher als sie die Tür schloss.

    Wegen des Wetters war sie noch einmal umgekehrt, um ihren Schirm zu holen. Nur für den Fall der Fälle. Die Haare hatte sie geöffnet und über ihr linkes Auge geschoben. Vor ihr unterhielten sich zwei Männern. Obwohl sie beiden keine besondere Aufmerksamkeit schenkte, schrie doch etwas in ihrem Geist. Sie kannte einen der beiden. Catherine drehte sich um und besah sich den Mann im schwarzen Mantel. Sie hatte sein Gesicht schonmal gesehen, auf einem Foto, in der Zeitung. Fawkes, der Privatdetektiv. Eigentlich... eigentlich könnte sie ihn doch nach den Tatorten fragen. Er hatte den Gerüchten nach immerhin einen mehr oder weniger direkten Draht zum Police Department. Andererseits wollte sie das Gespräch der beiden Männer nicht unterbrechen. Das hätte sich nicht gehört. So stand sie abwartend ein kleines Stück von den beiden entfernt.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 24.09.2011, 16:35


    Edward lauschte höflich den worten seines gesprächspartners und nickte dann leicht. " Ich habe davon gehört,ja. Eine Katastrophe wäre das wenn die Bank probleme kriegt. " Seufzend lehnte er sich zurück. Er wollte den mann nicht mit seinen geschäften behelligen. "Ich hoffe, sie gestatten mir die frage. Haben sie Familie hier in England oder sind sie alleine hergereist? "



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 24.09.2011, 16:51


    Schweigend hörte Jean den Worten des flüchtig bekannten Deutschen zu. "Tja, so ist das eben mit Vätern, die ihre Söhne blind glorifizieren. Mir würde das niemals mit meinen Kindern passieren. Ich greife hart durch, wenn es nötig ist, und sollte sich einer von Beiden im Erwachsenenalter als verkommen erweisen, wird er oder sie garantiert aus der Erbfolge herausgestrichen. Hoffen wir besser, dass Greenville das ebenfalls erkennt."
    Natürlich verschwieg er, dass er bei der Beurteilung seiner Kinder wohl etwas andere Kriterien anlegen würde, als die Herren dachten, aber das mussten sie nicht wissen. Genauso wenig, wie sie wissen mussten, dass er in Wahrheit absolut nicht der Ehrenmann war, als der er nach außen wirkte.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 25.09.2011, 13:20


    "Hach ja die Kleinganoven immer was zu verbergen hm?", sagte Brian immernoch in einem freundlichen Tonfall. "Nun..wenn du mir nichts sagen willst, dann ist es eben so. Aber vielleicht möchtest du den Polizisten etwas erzählen?" Und wieder einmal war Brian froh über seinen guten Draht zur Polizei. Es hatte seine Vorteile Gesetz und Ordnung auf seiner Seite zu haben...die auch eventuell kleinere Vergehen übersahen, wenn sie der Aufklärung dienten.
    Brian hebte kurz den Blick und sah sich auf der Straße um. In der Nähe stand eine Frau, fast sah es so aus als wartete sie auf etwas. Der Detektiv winkte sie herüber. "Kann ich Ihnen helfen Madame?" Seine Stimme war die eines perfekten, englischen Gentleman. Jemand der sich nicht dafür zu schade war für Frauen einiges zu tun.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 25.09.2011, 18:58


    Ein sanftes Lächeln huschte über Catherines Gesicht. Da wusste sich aber jemand zu benehmen. Vor den beiden machte sie einen kleinen Knicks, weil sich das so gehörte. Jetzt, wo Fawkes sie ansah, war sie sich absolut sicher, dass wirklich er es war. Privatdetektiv A. Fawkes, um es genau zu nehmen.
    "Vielleicht, Mr. Fawkes. Mein Name ist Ms. Goodchild. Vermutlich wird er ihnen nichts sagen." Catherine verhaspelte sich einen Moment. Ihre Etikette waren wirklich eingerostet. Zu lange nicht mehr unter Menschen gewesen. Abgesehen von den seltenen Gelegenheiten, an denen eine der Galerien eines ihrer Werke ausstellte.
    "Ich bin Malerin und interressiere mich für den Greyback-Fall. Die Fotos der Tatorte sind leider völlig unzureichend, um etwas aus ihnen zu machen. Ich weiß, es mag vermessen klingen, aber gäbe es eine Möglichkeit, dass ich Zutritt zu oder Skizzen der Tatorte erhalte? Vielleicht fällt dabei etwas auf, was vorher verborgen geblieben ist."
    Natürlich war ihr primäres Motiv ein Gemälde daraus zu machen und eben jenes hoffentlich zu Geld, aber trotzdem.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 25.09.2011, 20:30


    "Da bin ich absolut ihrer Meinung, Mr. Levin!", stimmte Baldur sogleich eifrig dem Mann am Nebentisch zu, sich zu spät daran erinnernd, dass der Mann ja französischstämmig war und ein Monsieur deshalb vielleicht passender gewesen wäre. Andererseits: sie waren hier ja alle in England. Da würde jeder über eine englische Anrede hinweg sehen. Kein Fehler im Protokoll. Nochmal Glück gehabt. Alles andere wäre Baldur hochgradig unangenehm gewesen.
    "Man muss seinen Kindern Liebe entgegen bringen, aber man darf es auch nicht an der notwendigen Härte fehlen lassen. Das höchste Ziel der Erziehung sollte schließlich sein, dass aus dem Kind einmal ein anständiger, vernünftiger und höflicher Mensch wird. Das sehe ich auch als Vater als mein höchstes Ziel. Ein Mann ist das seinen Söhnen und Töchtern schuldig, wenn sie mich fragen. Wenn sie einmal erwachsen sind, dann werden sie mir für die Härte danken. Auch wenn ich mich im Moment notgedrungen aus der Erziehung meiner Kinder heraus halten muss. Sie sind zu meiner Frau und meinem Vater zuhause auf dem Familiensitz. Aber ich habe vollstes Vertrauen in die Fähigkeit der Gouvernante meiner Tochter und den Lehrer meines Sohnes..."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 25.09.2011, 20:53


    Edward nickte leicht. " Mein Sohn ist zur zeit in Cambridge und studiert. Was genau weiss ich gerade nicht aber es klang für mich als hätte er kein interesse daran das Geschäft seines Grossvaters zu erben. Aber um ehrlich zu sein überlege ich sowieso es zu verkaufen und etwas anderes zu machen. Ich war sowieso schon lange nicht mehr dort."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 25.09.2011, 22:15


    Verwirrt und teilweise ertappt sah Paco sein Gegenüber einige Sekunden lang an. War das mit dem Kleinganoven nur ein Spruch gewesen, oder kannte ihn der andere von irgendwoher? Zunächst entschied er sich jedoch, das Spiel weiterzuspielen.
    "Hab ich irgendetwas angestellt, Sir?" fragte er unschuldig. "Oder gibt es sonst einen Grund, warum sie die Polizei erwähnen?"
    Als sich Brian zu der Frau umdrehte klappte ihm fast der Mund herab.
    Erst beschuldigt er mich, ein Verbrecher zu sein und dann lässt er mich einfach stehen?
    Leicht mit dem Kopf schüttelnd überlegte er, ob er die Gelegenheit nutzen und weglaufen sollte, aber dann kam auch schon Catherine herbei. Bei dem Namen Fawkes sah er beinahe entsetzt den Detektiv an. Jetzt wurde ihm auch wieder klar, wieso ihm dessen Gesicht so bekannt vorgekommen war…er hatte ihn einige Male gesehen, als er von der Polizei befragt wurde.
    Deshalb vermutlich auch der Spruch mit dem Kleinganoven und der Polizei…
    Bei der Bitte der Malerin wirbelte sein Kopf schnell herum und nun starrte er sie entsetzt an.
    "Aber…aber James…" murmelte er, bevor er sich wieder gefangen hatte. Er hoffte inständig, dass den anderen nicht auffallen würde, dass er den Vornamen des Opfers kannte, da er auf keinen Fall wollte, das jemand anderes in das Haus seines Mentors ging und auch nicht, dass Fragen gestellt wurden.
    Aber woher sollen sie schon wissen, dass James sein Vorname ist…war? In der Zeitung wurde er ja nicht genannt.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 26.09.2011, 14:35


    "Nun Ms. Goodschild", begann Brian in seiner besten "Es tut mir furchtbar Leid Stimme", "Es ist unwahrscheinlich das Sie den Tatort sich ansehen dürfen. Die Polizei duldet bei derartigen Fällen nur selten Privatpersonen..es sei den es handelt sich um Bekannte. Es könnten..Spuren verwischt werden oder Greyback könnte nach Ihnen suchen um Informationen zu erhalten." Kurz dachte Brian nach. "Sie haben sicherlich ein gutes Auge oder? Als Künstlerin bestimmt. Ich kann Ihnen allerdings absolut nichts versprechen." Ihn beunruhigte derartiges Interesse nicht. Maler waren generell etwas..merkwürdige Personen. Viel mehr machte er sich darum Sorgen, dass jeder der sich näher mit Greyback beschäfigt potentieller Kandidat dafür war von eben jenem aufgesucht zu werden.

    Paco beobachtete er dabei ab und an aus den Augenwinkeln. Sein unruhiges Verhalten beim Erwähnen des Tatorts machte Brian stutzig. Eine unbestimmbares Bauchgefühl sagte ihm, dass der Junge mehr verbarg als er nun offen zugeben wollte. "Entschuldigen Sie kurz Ms.Goodschild..", und schon hatte sich Brian zum Jungen gewandt. "Willst du vielleicht doch etwas sagen? Wir können über alles reden..doch gehen wir erstmal ein Stück weiter. Es ist immerhin noch ein Stückchen Weg." Er schlenderte los und ging zwischen den beiden, um sie beide im Augen zu haben.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 26.09.2011, 21:08


    "Der Versuch ehrt sie bereits, Mr. Fawkes", erwiderte Catherine und beeilte sich mit dem Privatdetektiv Schritt zu halten. Fürs erste würde sie ihn wohl begleiten. Es war nicht so, dass sie heute noch hätte Malen wollen. Und Louvre war gut gefüttert. Zudem würde sie sich maunzend vor der Tür des Vermieters aufstellen, bis sie etwas bekam. Das verwöhnte Tier. Mal ganz abgesehen davon schien der Detektiv angenehme Gesellschaft zu sein. Auch wenn Catherine sich nicht sicher war, was sie von dessen anderem Begleiter halten sollte. Der sah deutlich zwielichtiger aus als ihr lieb war. Aber es war schon ein Wink des Schicksals, dass sie Fawkes über den Weg gelaufen war. Das konnte sie nicht einfach so wegwerfen, nur weil ihr dessen Begleitung nicht gefiel.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 26.09.2011, 22:09


    Überrascht nahm Paco wahr, wie Brian erklärte, dass Bekannte des Opfers an den Tatort durften. Für einen Moment zeigte sich ein leichtes Lächeln, dann jedoch verschwand es, als ihm klar wurde, dass er keinen Beweis für seine Bekanntschaft mit James hatte. Als der Detektiv ihn wieder ansprach starrte ihn Paco kurz ungläubig an.
    Der versucht immer noch was aus mir heraus zu bekommen…und das nicht gerade geschickt.
    Einige Momente ging er schweigend mit den anderen beiden mit, bis sie in die Nähe einer Seitengasse gelangten.
    "Ich habe immer noch nichts zu sagen, Mr. Fawkes…und ich werde sicher nicht mit euch mitgehen."
    Noch während er dies sagte, rannte er fast schon in die Gasse hinein. Er konnte nur hoffen, dass ihm Brian nicht folgen würde. Sonst würde er einige Umwege gehen müssen und das wollte er auf keinen Fall machen.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 27.09.2011, 12:51


    "Wahre Worte...", murmelte Jean entspannt. Er selbst hatte nur wenig Zeit für seine Kinder, da er lieber seinen Hobbies nachging.
    Allerdings musste Baldur nun verwirrt sein, schließlich sah Lancaster aus aus wie ein ganz junger Mann und wenn der nun einen Sohn hatte, der bereits studierte, würde zumindest Jean selbst verwirrt sein, wenn er nicht schon Einiges Übernatürliches erlebt hätte.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 28.09.2011, 09:57


    In der Tat war es jedoch etwas ganz anderes, das Baldur vor Unglaube die Nase kraus ziehen ließ. Dass dieser Lancaster über ein unverwüstliches Aussehen verfügte und ihm der Zahn der Zeit einfach gar nichts anhaben konnte, dass wusste er bereits. Es musste an dem vollen Haar liegen. Da konnte man glatt neidig werden. Aber so Leute gab es eben. Leute, deren Haar selbst im hohen Alter kaum dünner wurde. Dieser Lancaster war eben einer jener Leute, die vom Herrn mit einem geradezu unverschämt jugendlichen Aussehen gesegnet worden war. Dass er hingegen nicht wusste, was der Filius sich auf Vaters Kosten beibringen ließ, das verwunderte ihn schon eher. Wenn er an Lancasters Stelle gewesen wäre, er hätte sich nicht nur dafür interessiert, er hätte auch selbst bestimmt, in welche Art von Ausbildung er sein Geld gesteckt hätte.
    "Ihr räumt eurem Sohn große Freiheiten ein, dass ihr es ihm selbst überlasst was er studiert", antwortete er also, "Oder ist es seine Mutter, die sich um die Karriere des jungen Herren kümmert? Ich persönlich würde es mir wohl nicht aus der Hand nehmen zu lassen, meinem Sohn einen ordentlichen Studiengang auszusuchen. Kinder und Frauen... ich bin nicht der Meinung, dass sie über die nötige Weitsicht verfügen, solche Dinge zutreffend zu beurteilen..."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 28.09.2011, 11:46


    Edward schmunzelte. "Nun, mein Schwiegervater scheint der meinung zu sein,das ich mich nicht als Erzieher seines nächsten Erben eigne und hat ihn auf seine kosten auf der universität angemeldet. Ein Lord soll gefälligst was anderes lernen als buchhaltung oder kaufmännische fähigkeiten. Und er liess andeuten, das er mich aus dem erbe streichen würde,sollte ich mich gegen seine Entscheidung stellen. Ich habs versucht aber meine frau ist leider auf der seite ihres vaters.
    Also halte ich mich raus. Ist besser für die gesundheit und den ehelichen frieden."
    Kurz blickte er die beiden männer an und lächelte leicht." Vermutlich halten sie mich jetzt für einen Schwächling. Aber wie heisst das alte sprichwort? Der klügere gibt nach."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 29.09.2011, 12:05


    Im Stillen stimmte Baldur dieser Selbsteinschätzung des Kaufmanns zu. Ein Mann sollte, nun... Manns genug sein um im eigenen Haus das Szepter zu führen und sich nicht von der eigenen Frau und deren Eltern unterkriegen lassen. Andererseits wusste auch er selbst nur zu genau, welchen Einfluss Geld haben konnte. Und wenn das Geld nunmal bei Lancasters Schwiegervater lag, dann hatte dieser die Zügel in der Hand. Da ließ sich vermutlich wenig machen. Aber selbstverständlich sprach Baldur diese Gedanken nicht aus. Das wäre nun wirklich mehr als unschicklich und für den Lancaster ziemlich brüskierend gewesen.
    "Nun, wenn der Großvater das Oberhaupt ihrer Familie ist und er sich zum Vormund des Jungen aufgeschwungen hat, dann liegt die Entscheidung wohl bei ihm...", sinnierte er stattdessen, "Erlauben sie mir so indiskret zu sein und nachzufragen, ob ich mit der Einschätzung richtig liege, dass ihr Verhältnis zu ihrem Schwiegervater nicht unbedingt das beste ist?"



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 29.09.2011, 14:42


    Edward schmunzelte. " Sie dürfen. Die hochzeit von mir und meiner frau ist eine Arrangierte ehe und mein Schwiegervater meinte zu mir ich solle es als Ehre betrachten überhaupt in seine Familie einheiraten zu dürfen. Aber er hatte auch keine anderen passenden Ehemänner für seine tochter zur verfügung. Ich bemühe mich mich gut mit ihm zu stellen,solange er noch lebt und Herr des Hauses Lancaster ist. " Kurz räusperte er sich. " Ich muss sagen das ich eigentlich eine glückliche ehe führe, aber wenn es um ihren vater geht und um die erziehung unseres sohnes gibt es kleinere reibereien."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 29.09.2011, 14:43


    Brian ließ den Jungen laufen. Nur ein weitere Tagedieb, nichts von Interesse. Zwar hatte er sich komisch verhalten, aber selbst wen er etwas mit Greyback zu tun hatte, würde er früher oder später zur Polizei kommen...oder im Untergrund sterben.
    "Also Ms. Goodchild. Nur eine Frage wenn Sie erlauben. Was wissen sie den sonst noch so über Greyback und seine Kumpanen? Ich bin mir fast sicher, dass er nicht alleine arbeitet." Wieder fing es leicht an zu nieseln. Eine Kutsche fuhr vorbei und nur wenige Passanten kamen ihnen entgegen. Und alle beachteten sie nicht großartig.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 30.09.2011, 13:24


    "Nun, die Leute sagen, dass er ein Werwolf ist. Ich persönlich halte das für Unsinn. Werwölfe sind doch unkontrollierte Bestien. Und diese Verbrechen haben sich bis jetzt als viel zu sehr geplant und viel zu vorsichtig durchgeführt erwiesen als dass jemand, der nicht ganz bei klarem Verstand ist, sie hätte durchführen können", sprach Catherine munter drauflos: "Aber das sind natürlich nur meine Vermutungen. Nichts davon kann ich beweisen oder wirklich sagen, dass ich es weiß."
    Aber warum stellte er diese Frage? Sie war eine Künstlerin. Sein Wissen über diese Fälle würde in jedem Falle größer sein als ihres.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 30.09.2011, 15:46


    Ein paar minuten blickte Edward verwundert drein. Dann räusperte er sich. " Ich muss mich entschuldigen für mein benehmen. Jetzt hab ich sie doch mit meiner lebensgeschichte behelligt. Das ist mir doch etwas unangenehm." Kurz blickte er sich um und seufzte leicht auf. " Ich hoffe das bleibt unter uns dreien. Erzählen sie doch etwas über ihre heimat, mein herr. Kommen sie vom Festland?"
    Edward blickte Baldur bittend an. Es war ihm wirklich etwas unangenehm das er sich wie ein marktweib benommen hatte und nicht wie ein edelmann.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 30.09.2011, 20:32


    "In der Tat, ich stamme vom Festland, wie man hier so schön sagt", bestätigte Baldur, "Aus Brandenburg, das ist quasi das Kernland unseres schönen Königreichs. Ganz in der Nähe von Berlin, unserer Hauptstadt. Nun, das Land ist dem ihren vermutlich gar nicht mal so unähnlich. Recht flach, aber sehr idyllisch. Vielleicht etwas bewaldeter als das Umland von London. Wir haben sehr ausgedehnte Wälder daheim. Meine Familie besitzt ein paar ganz ausgezeichnete Waldstücke und lässt dort Forstwirtschaft betreiben. Aber vor allem haben wir ein anderes Wetter als hier auf der Insel. Weniger Regen, weniger Nebel, aber wenn es regnet, dann häufig richtig ordentlich. Die Sommer sind wärmer als sie es hier sind, aber die Winter kälter..."
    Er schloss seine Erzählung, lehnte sich im Sessel zurück und faltete die Hände. Sein Blick wanderte mit mildem Interesse wie er es so häufig trug von Lancaster zu Levin und zurück. Gespannt erwartete er, was die beiden dazu zu sagen hatten.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 01.10.2011, 19:45


    Jean hatte schweigend der Erzählung gelauscht. Zwänge waren wirklich etwas Widerliches, wenn er so zurückdachte. Als sein Vater gestorben war und er selbst das Oberhaupt seiner Familie geworden war, hatte er so etwas wie... Erleichterung, ja fast schon Freude, empfunden. Natürlich durfte er das den beiden Anderen nicht sagen und wehe ihm, wenn dies jemals herauskam. Sein Ruf, sein Ansehen und vielleicht sogar seine soziale Stellungen wären unwiederruflich ruiniert. So nickte er nur schweigend, als Lancaster um Diskretion bat.
    Doch dann wandte sich die Diskussion der Landschaft zu. "Ich war noch nie in Deutschland.", sagte er schließlich. "Habe aber einige positive Dinge darüber gehört. Ich fahre des Öfteren in die Bretagne, meine noch lebenden Verwandten mütterlicherseits besuchen." Dass die Meisten von Diesen geköpft worden waren, verschwieg er lieber. Das war gewiss kein angenehmes Diskussionsthema.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 01.10.2011, 19:59


    Entspannt hatte Edward der erzählung des deutschen gelauscht und konnte sich die wälder bildlich vorstellen. " Ich war noch nicht drüben. Aber vielleicht sollte ich mal eine reise unternehmen. Ich hab aber gehört das es mehrere gebiete gibt die von unterschiedlichen herrschern regiert werden. Würde mich nicht wundern wenn es da nicht mal streit um das ganze gibt. "



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 02.10.2011, 12:20


    "Tja, so ist das eben mit dezentralisierten Ländern...", warf Jean ein. Ihm gefiel diese Art von Staat nicht wirklich, da es schwerer wäre, die Macht an sich zu reißen. Hier in England hatte er jedoch gute Chancen. "Gewisse Dinge kann man eben nicht ändern...", sagte er schließlich.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 03.10.2011, 09:52


    "Du verdammter Idiot!" Wutentbrannt schrie ein Mann, maximal 30 Jahre alt, ziemlich groß und kräftig gebaut, eine Gestalt an die sich im Schatten nicht weit entfernt aufhielt. "Er hätte es mir so oder so nicht gesagt", die Stimme die antwortete war eine knurrende, tiefe. Als die Gestalt ins Licht trat offenbarte sich ihre wahre Gestalt: Ein Werwolf. Er überragte selbst den großen Mann um mindestens einen Kopf, das Fell war schwarz, die Augen leuchteten in einem sachten gelbton. Die langen Klauen zuckten unruhig, die Ohren angelegt. "Du Idiot hättest ihn aber nicht gleich umbringen müssen", knurrte der Mann zurück.
    "Herauszufinden wohin er das Buch nun gebracht hat, wird eine Ewigkeit in Anspruch nehmen. Ich hoffe du Holzkopf warst wenigstens so klug keine Spuren zu hinterlassen", sagte der Mann, immernoch etwas knurrend. "Dafür war ich schlau genug. Ein Idiot bin ich auch nicht." "Sei still. Besorg mir dieses Buch! Trommel deine Leute zusammen...ach ja und wo wir dabei sind. Halte die preußische Botschaft im Auge." "Was wirst du machen?", fragte der Werwolf. "Ich werde mich ein wenig im hohen Bereich umhören." Der Mann trat aus dem Schatten. Seine Haare waren naturblond, im Licht wirkte seine Gestalt noch ein wenig kräftiger. Er trug einen teuren Frack, samt Zylinder und passender Hose. Ein Rapier, mehr ein Statussymbol als zum Kampf gedacht, baumelte an der Seite. "Angeblich halten sich dort einige sehr interessante Gestalten auf...ach und sorg dafür das dieser Detektiv dort." "Ja?" "Mach ihn und alle seine Begleiter fertig."

    Der Werwolf nickte und drehte sich herum. Dank der langen Klauen und der kräftigen Beine konnte er mühelos die Wand hochklettern und auf die Dächer kommen. Der Nieselregen traf ihn im Gesicht er störte sich nicht daran. Er stieß ein ohrenbetäubendes Jaulen aus, weit hörbar in einem gigantischen Gebiet. Weiter unten trat der Mann aus dem Hinterhof. Sein Ziel war ein feiner Club, nur zwei Minuten entfernt. Das Geheul des Wolfes, ein stetiger Begleiter dieses Mannes. Was für ein Glück das die Idioten nach meiner Pfeife tanzen, dachte er bei sich.



    Nachdenklich schritt Brian die Straße entlang. Ms. Goodschild immer noch an seiner Seite. Er hatte bereits erwartet das das einfache Volk nicht mehr wusste. "Nun Ms. Goodschild es gibt dort..." Weiter kam er nicht. Ein Geheul welches einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, Angst und Schrecken mit brachte und die gesamte Staatsmacht in Alarmbereitschaft versetzte hallte durch die Straßen. Angsterfüllte Blicke zu den Dächern, von einigen anderen Passanten welche sich nun eilig auf den Weg machten. Schutz suchend. Brian war blitzschnell bei der Sache und zog eine Pistole aus dem Gürtel. Dazu holte er eine Kugel hervor, bestehend aus reinem Silber und stieß sie in den Lauf. Eilig spannte er die Feder der Pistole.
    "Nur zur Sicherheit", sagte er zu Goodchild. Mittag ist gleich erst durch, wenn sie um diese Uhrzeit jaulen ist es alles andere als ein gutes Zeichen, dachte Brian und erhöhte das Schrittempo. "Schnell wir gehen zum Tatort. Zwar kann ich gegen diese Biester kämpfen..nur ohne anständige Waffe ist es relativ schwer."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 03.10.2011, 10:52


    Auch Catherine hatte erschreckt zu den Dächern gestarrt. Das Geheul schien von überall zu kommen. Es war völlig unmöglich auch nur eine ungefähre Richtungsangabe hinsichtlich des Verursachers zu machen. Lag vermutlich an den engen Straßen und Gassen, wo das Geräusch vielfach zurückgeworfen, reflektiert und umgelenkt wurde. Unwillkürlich hatte sie in ihre Tasche gegriffen, wo ihre Pistole bereit lag, zusammen mit genug Munition, um jeden Räuber in ein Sieb zu verwandeln. Andererseits ging das Gerücht um, dass man Werwölfe nur mit Silber töten könne. Und ein Blick auf Fawkes, der eine Silberkugel in seine Pistole lud, verhärtete das nur. Naja, zumindest mussten auch ihre Kugeln die Bestien verlangsamen. Auch Catherine legte einen Schritt zu, um mit Fawkes mithalten zu können.
    "Dann sollten wir uns beeilen", stellte Catherine fest: "Am Tatort werden doch noch Polizisten sein?"



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 03.10.2011, 11:44


    Ein entferntes Wolfsheulen drang plötzlich von irgendwoher an Baldurs Ohren und so wie es aussah war er nicht der einzige, der es bemerkte, denn augenblicklich verstummten die Gespräche im Club und die Männer sahen sich verwirrt um. Auf manchen Gesichtern meinte Baldur sogar soetwas wie Furcht zu erkennen. Er selbst verspürte eher Missfallen. Diese elenden Werwölfe! Widerliches, gemeingefährliches Pack. Es war schlimm genug, dass sie des nachts die Straßen unsicher machten. Mussten sie nun auch tagsüber mit ihrem schrecklichen Gejaule den Leuten die Stimmung verderben?
    "Es wird Zeit, dass die Stadtoberen endlich gegen diese Werwolfplage vorgehen", konstatierte er ernüchtert, "Es wird mehr und mehr zu einer Zumutung mit diesen Kreaturen. Man sollte doch meinen, die Polizei wäre in der Lage, das in den Griff zu bekommen..."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 03.10.2011, 11:58


    Edward zuckte leicht zusammen vor schreck als er das geheul vernahm.
    Zum glück hatte er seine tasse auf den tisch gestellt sonst hätte er sich bekleckert.
    Kurz nickte er Baldur zustimmend zu und versuchte sich wieder zu entpannen.
    Die tropfen sollten den ganzen tag wirken,nur nicht aufregen. Es würde alles gut.
    " Wenn sie jetzt auch tagsüber heulen, ist das kein gutes zeichen.." murmelte er vor sich hin.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 03.10.2011, 12:37


    "Tse...", murmelte Jean, aufgeschreckt durch das Werwolfsgeheul. "Das kriegt sie doch gar nicht auf die Reihe..." Er war ärgerlich, da er aus dem Konzept gebracht worden war. Diese Viecher entwickelten sich echt zur Landplage!



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 04.10.2011, 19:47


    "Ich habe vollstes Vertrauen in die Kompetenz der Londoner Polizei", erwiderte Baldur ungerührt und winkte einem vorbei kommenden Butler. "Würden sie mir bitte noch ein Glas von den Merlot bringen?", bat er den Mann ehe er sich wieder Levin zuwandte. "Und wenn das nicht ausreicht, dann sollte das Heer zur Hilfe heran gezogen werden. Es muss doch möglich sein, diese haarigen Bestien zusammen zu treiben und in irgendeine Kolonie zu verschiffen damit rechtschaffene Leute wie wir unseren Frieden haben. Vermutlich müsste man einfach einmal an der richtigen Stelle Druck machen damit die Dinge in Bewegung geraten. Ich hoffe ja, dass diese alberne Greyback-Geschichte die Herren in Unter- und Oberhaus endlich dazu bringt, hier schärfer vorzugehen." Noch ehe er den Satz ausgesprochen hatte verfluchte Baldur sich selbst dafür. Jetzt hatte er doch diese Geschichte angesprochen, die er sich doch eigentlich geflissentlich zu ignorieren geschworen hatte.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 04.10.2011, 21:20


    Paco verlangsamte seine Schritte, als er sich sicher war, dass er nicht verfolgt wurde. Er lehnte sich an eine Hausmauer und dachte kurz darüber nach, was er nun machen sollte. Der Detektiv und diese Künstlerin waren auf dem Weg zu James Haus, um nach weiteren Hinweisen zu suchen, aber sie würden ihn vermutlich nicht ins Vertrauen ziehen. Er musste also schneller sein als sie, was kein großes Problem sein sollte. Gerade als er sich wieder auf den Weg machen wollte, konnte er das Wolfsgeheul hören und blickte erschrocken nach oben.
    Das ist eindeutig schlecht…
    So schnell er konnte rannte er weiter. Hier hatte er keine Möglichkeit, sich vor einem Werwolf zu schützen. Der einzige Ort, an dem er Schutz finden konnte war gerade das Haus von James, weshalb er in diese Richtung steuerte. Den Vordereingang konnte er vermutlich nicht benutzen, falls noch die Polizei dort war, aber er kannte noch andere Wege ins Haus. Einige Minuten später hatte er sein Ziel erreicht und stand vor der Rückseite des Hauses. Schnell tastete er über die Ziegelsteine, bis er gefunden hatte, was er suchte, nämlich einen angeschlagenen Stein. Von diesen gab es zwar viele an der Mauer, aber nur dieser besaß einen feinen Riss in der Mitte. Vorsichtig drückte er die linke Steinhälfte einige Millimeter in die Wand, um anschließend etwas herauszuziehen. Fast augenblicklich hörte er ein Klicken und eine kleine Tür öffnete sich, durch die Paco krabbelte und sich in einem warmen Kellerraum wieder fand. Die Wände waren mit Symbolen überzogen, deren Bedeutung er nicht kannte, aber auch so bewunderte er jedes Mal, wenn er hier war, die Perfektion, mit der sie verwoben waren und verschlungene Muster bildeten. Nun jedoch konnte er sich nicht auf die Runen konzentrieren, sondern ging zielstrebig auf einen Tisch zu, auf dem einige Fläschchen mit unterschiedlichen Flüssigkeiten, sowie einige andere Utensilien zur Runenzeichnung lagen. Kurz untersuchte er die Flaschen, bis er eine mit einer silbrigen Flüssigkeit gefunden hatte. Diese steckte er vorsichtig in einen gepolsterten Beutel, der ebenfalls auf dem Tisch lag. Nachdem er dies erledigt hatte, schlich er die Treppe zu einer Tür mit Sehschlitz hinauf und sah durch diesen. Auf der anderen Seite konnte er zwischen zwei Buchrücken James' Verkaufsraum sehen.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 06.10.2011, 17:05


    Die Türen zum Club schwangen auf. Der Mann der eintrat, brauchte seinen großen Auftritt. Naturblonde Haare, um die 30 Jahre alt, kräftig gebaut. Er passte kurzum kaum in das dortige Bild des Clubs. An der Seite war ein Rapier befestigt. Der Griff mit edlen Verzierungen versehen. Die Kleidung unterschied sich nicht großartig von denen der anderen Menschen, nur das man beim genaueren Hinsehen feststellen könnte, das die Stoffe deutlich teurere sind. Ein Diener eilte herbei und nahm ihm den Mantel und den Zylinder ab, sich dabei verbeugend.
    "Sagen Sir..", fragte der Mann. "Wo ist hier der preußische Botschafter?" "Mylord, er ist dort hinten." Der Diener zeigte in die Richtung und verbeugte sich. "Danke sehr." Mit sicheren Schritten schritt er auf den Botschafter zu. Die kleine Versammlung um ihn herum dabei musternd. "Guten Tag die Herren", seine Stimme war tief, keineswegs unangenehm und klang als wäre der Mann es gewohnt Befehle zu erteilen. "Entschuldigen Sie dir direkte Nachfrage doch sind Sie Freiherr Baldur von Hallstein?" Ein direkter Mann. Jemand der keine Umwege geht. In der Ferne jaulte erneut ein Werwolf.

    Der Werwolf hasste sich manchmal für alles. Er hasste sich was er war, tat und dachte. Doch wen ner über die Dächer Londons lief und sprang fühlte er sich unglaublich viel freier. James Morrison so heißt er. Er war der Anführer der Blutklauen, jener Werwölfe welche einen Pakt mit Greyback ausgehandelt hatten. Seine Pläne waren groß, ja schon größenwahnsinnig. Dennoch hoffte James auf bessere Zeiten und außerdem konnte er unter Greyback seinen Wolf herauslassen und sich nicht immer einsperren lassen oder Tränke schlucken. Dieses Gefühl der Geschwindigkeit und der Kraft versetze ihn in Euphorie. So auch heute als er geschwind über die Dächer sprang, Richtung preußische Botschaft.
    Er legte sich auf einem Dach auf die Lauer, das Gebäude beobachtend, nachdem er es erreichte. Er schüttelte sich etwas um die Nässe aus dem Fell zu vertreiben, eher eine unterbewusste Aktion. Die Botschaft besaß hohe Pforten aus massiven Eichenholz vermutlich und Soldaten bewachten die Tür. Bewaffnet waren sie mit Pistole, Rapier und eine Art großes Messer. Ein Hirschfänger um genau zu sein. Letzeres war dem Werwolf ein Gräuel, waren diese Waffen perfekt um seinesgleichen zu töten. Doch er war sich seiner Sache sicher. In der Ferne huschten Schatten über die Dächer. Andere Wölfe sammelten sich..und der Angriff würde bald beginnen.





    "Machen Sie sich deshalb keine Sorgen. Der Tatort wurde sorgfältig abgesperrt und mindestens vier Mann sichern ihn." Ein erneutes Jaulen, schärfte seine Sinne. Unbewusst beobachtete er Seitengassen und Dächer.
    Sie hatten jedoch Glück: Das Haus war bereits nah und Brian sicherte die Pistole wieder, verlangsamte seinen Schritt. Das Haus war von außen hin nichts besonderes. Ein Haus wie man es dutzende Male in London finden würde. Nur das vor diesem haus zwei Polizisten standen, die Hände an den Waffen. Einer blickte überrascht zu Brian. "Ah der Detektiv. Gekommen um Greyback unschädlich zu machen?" Brian schmunzelte und ging auf die beiden zu, Catherine im Schlepptau. "Natürlich. Wenn ich ihnen Ms Goodchild vorstellen dürfte? Sie ist hier um mir bei der Arbeit zuzusehen." "Sie wissen das sie für die Dame haften?" "Natürlich weiß ich das. Ich kann ihnen versichern das sie aber nichts anfassen wird." Fawkes warf ihr dabei einen Blick zu. Undeutbar ist dieser allerdings. "Dann hinein...wir passen auf das diese Köter nicht vorbeikommen."

    Sie traten in den Raum ein. Ein Verkaufsraum. Nichts besonderes also. An den Wänden stapelten sich allerlei Elixiere, Bücher und sonstiger Kram. Hinter der Theke waren einige weitere Schränke, ebenfalls gut gefüllt. "Auf jeden Fall ging es diesem Mann nicht sonderlich schlecht...nun Ms Goodchild. Nichts anfassen, nur anschauen." Mit geschulten Blick ging Brian durch den Raum, besah sich die Elixiere, Bücher und Regale interessiert. Wirkt alles so unordentlich...als hätten sie nach etwas gesucht.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 06.10.2011, 19:01


    Augenblicklich schoss Baldur von seinem Sitz in die Höhe. Er hatte vielleicht nicht mehr ganz so viel Elan wie in den Jahren als er noch ein junger, schneidiger Offizier gewesen war, doch das glich er durch seine formvollendete Präzission und der geradezu legendären preussischen Akkuratesse, die allzu oft als Steifheit diffamiert wurde, nur aus. Sein Rücken war kerzengerade als er dem Mann die Rechte zum Gruß darbot.
    "Der bin ich, Sir, zu ihren Diensten." Er hielt kurz inne, musterte den anderen eindringlich. Nein, kein bekanntes Gesicht. Und also keines, das man kennen musste. Was selbstverständlich nicht hieß, dass es eines war, dass zu kennen sich nicht lohnen würde. "Ich glaube, wir hatten noch nie das Vergnügen miteinander, Herr...?"



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 06.10.2011, 19:10


    Mit einem Hauch von Argwohn beobachtete Jean die Szenerie. Ein seltsamer Kerl, der hier hereingeschneit kam und den Botschafter sprechen wollte. Ausgesprochen merkwürdig. Jean konnte sich keinen Reim aus der Sache machen, er kannte diesen Mann nicht. Aber das Ganze war wirklich sehr seltsam...



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 06.10.2011, 20:58


    Edward blickte auf als der Fremde an sie herantrat und den Preussen ansprach.
    Nach ein paar minuten neigte er wieder seinen kopf und schmiegte sich dann in seinen sessel.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 06.10.2011, 21:11


    "Selbstverständlich, Mr. Fawkes", antwortete Catherine. Der Mann hatte schon genug Freundlichkeit besessen sie mit hier hinein zu nehmen. Es wäre höchstgradig unhöflich, das zu vergelten, indem sie hier etwas Unüberlegtes tat. Der Raum sah unordentlich aus. Sehr unordentlich sogar. Das war bestimmt nicht so gewesen als der Besitzer noch gelebt hatte. Catherine bemerkte, dass sämtliche Schubladen herausgezogen worden waren. Hatte der Mörder etwas gesucht? Hatte er es gefunden?
    "Arbeitete jemand hier?", fragte sie Fawkes: "Außer dem Besitzer?" Sie deutete auf die Theke. "Vielleicht gibt es eine Art Lohnliste."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 06.10.2011, 22:51


    Paco fluchte lautlos, als er Brian und Catherine im Verkaufsraum sehen konnte. Sie waren schneller gekommen, als er erwartet hatte, aber so ein Werwolfsheulen verleiht einem schon mal Flügel. Er presste sein Ohr gegen die Tür, um etwaige Gespräche belauschen zu können. Schnell löste er sich jedoch wieder, nachdem er bemerkt hatte, dass seine nasse Kleidung beinahe eine der Runen verwischt hätte. So öffnete er seinen Beutel und holte ein Kohlestück heraus, mit dem er das Symbol für Hitze auf den Boden zeichnete. Sofort strahlte das Zeichen eine angenehme Wärme aus und er lehnte sich wieder gegen die Tür, wobei er jedoch nicht bedachte, dass man die Wärme auch im anderen Raum bemerken konnte. Bei der Frage der Künstlerin schüttelte er leiht den Kopf. James war zwar sehr ordentlich und genau, aber nur für Paco führte er keine Lohnliste. Vermutlich kam sein Name in einigen der Dokumente vor, aber auch so wussten die beiden nicht, wie sie ihn finden sollten.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 10.10.2011, 17:35


    "Nennen Sie mich doch Donald R. Mckoy." Der Mann schüttelte die angebotene rechte Hand. Sein Händedruck war durchaus kräftig, jemand der es gewohnt war körperliche Arbeit zu verrichten. Er schlug nun nach der förmlichen Vorstellung einen Plauderton an. "Nun Sir...meine Familie pflegte schon immer eine enge Verbindung mit Deutschland und Preußen im besonderen. Deshalb wollte ich Sie fragen wie es Preußen den ergeht?" Er legte eine Hand auf den Korb des Rapiers, mit der anderen gestikulierte er etwas um das gesagte zu unterstreichen. "Oh..aber ich muss meine Manieren entschuldigen. Ich bin ein nun mal ein einfacher Mann der den direkten Weg immer am liebsten geht." Ein offenes, entschuldigendes Lächeln. "Dürfte ich auch ihre Namen erfahren, meine Herren?", fragte er in die Runde.





    Brian blätterte einige Akten hinter dem Thresen durch. "Nein. Nur Abrechnungen, Gewinne...der übliche Kram halt. Über andere wichtige Dinge hätte mich die Polizei schon informiert." Brian betrachtete das Bücherregal. "Hm..allerlei Werke über Magie...aber nur der übliche Standardkram für ein wenig Hokuspokus zuhause." Bücher über einfache Runen welche im Haushalt helfen konnten wie Wärme und ähnliches. Nichtmal die Kirche schaffte es auch diese zu verbannen. "Hier gibt es nichts wofür sich ein Einbruch mit Mord gelohnt hätte. Es muss hier eine Art Keller geben oder etwas wo der Mann etwas seltenes aufbewahrte." Wobei Greyback nicht immer nach dem edelsten sucht, dachte Brian und betrachtete eine Art Kasse, in welcher sich das Geld sammelte.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 10.10.2011, 21:43


    Edward blickte den mann kurz an,erhob sich aus seinem Sessel und lächelte leicht. " Mein name ist Edward Lancaster, seien sie willkommen in unserer runde, Mister McKoy."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 11.10.2011, 11:52


    "Nun, Mr. McKoy...", setzte Baldur an, froh darüber, dass seine Meinung hier gefragt war und er mehr als nur banale Bagatellen anbringen konnte, "Ich würde doch sagen, dass es unserem Königreich ganz ausgezeichnet geht. Wie stehen wirtschaftlich und militärisch stärker da als jemals zuvor und ich bin zuversichtlich, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch der Kaiser in Wien das anerkennen wird und uns auch politisch die Anerkennung zukommen lässt, die uns gebührt. Wobei... wenn sie eine Reise planen, dann ist der Zeitpunkt vielleicht nicht der günstigste. Das heißt... selbstverständlich können sie den Großteil unserer Länder auch im Moment besuchen. Es gibt nur in den nördlichen Regionen zur Zeit einige Unruhen. Das Volk schreit nach niedrigeren Brotpreisen, sie wissen schon. Wollweber, die sich weigern mit der Zeit zu gehen und ihre Arbeitskraft statt der Heimarbeit unseren Textilfabriken zur Verfügung zu stellen. Undankbares Pack! Aber sie können sicher sein, dass seine Majestät mit aller gebührenden Härte gegen solchen Abschaum vorgeht..."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 11.10.2011, 12:07


    "Nun, vielleicht ist das, was Greyback gesucht hat, nicht mehr hier", merkte Catherine an. Wenn sein Raubzug erfolgreich war und er gefunden hatte, was er suchte. Andererseits, wenn er Erfolg gehabt hatte, was machten dann die Werwölfe in diesem Viertel? Sorgsam darauf bedacht nichts zu berühren, suchte Catherine den Boden ab. Irgendwo musste ein Eingang zum Keller sein. Dabei etwas auf, das Schmutz auf dem Boden zu sein schien. Allerdings war es dafür viel zu geordnet. Wenn auch magisch nicht grade versiert, so glaubte sie doch, dass der Schmutz ein Zeichen formte.
    "Ist das eine Rune?"



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 11.10.2011, 17:30


    Nicht schlecht, scheinbar herrschte in Deutschland eine strikte Ordnung, schoss es Jean durch den Kopf. Naja, er jedenfalls war so steinreich, dass er sich wahrscheinlich niemals Gedanken über Brotpreise machen müsste, selbst wenn sie doppelt so hoch wären wie aktuell.
    "Solche unzufriedenen Individuen gibt es überall.", sagte er schließlich mit einem perfekt gekünstelten Lächeln. "Da gibt es wirklich einige Fälle, die in der Vergangenheit für Aufsehen gesorgt haben. Aber in England haben solche Individuen keine große Chance."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 12.10.2011, 00:17


    Mit angehaltenenm Atem beobachtete Paco, wie sich die beiden seinem Versteck immer weiter näherten. Bei Brians Kommentar zum Hokuspokus schnaubte er leicht verächtlich. Scheinbar hatte dieser Detektiv keine hohe Meinung von dieser Art Magie, jedoch bemerkte er richtig, dass dies nur Anfängerbücher waren. Er fragte sich gerade, wie lange sie wohl noch brauchen würden, um den Schalter für die Tür zu finden, als Catherine eine Rune auf dem Boden entdeckte. Verwirrt versuchte er, das Zeichen zu erkennen. Er kannte die meisten Runen, die hier verteilt waren und diese hier hatte er noch nie zuvor gesehen. Wegen seinergeringen Größe konnte er es jedoch nicht sehen, weshalb er sich gegen die Tür lehnte und sich auf seine Zehenspitzen stellte. Allerdings aktivierte er dabei ausversehen den Öffnungsmechanismus der Tür. Ein Teil des Bücherregals hinter der Theke schwang auf und ein überraschter Paco stürzte zu Boden und landete genau auf der Rune. Erschrocken wollte er sich aufrappeln, um anschließend abzuhauen.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 12.10.2011, 18:41


    Brian blickte kurz auf die entdeckte Rune. "Mit Runenmagie kann ich nichts anfangen. Ich beherrsche Grundzüge der Totenmagie..oder ich weiß zumindest wie einige Rituale theoretisch funktionieren..." Weiter kam er nicht den in genau diesem Moment stürze Paco regelrecht aus aus einem Bücherregal, direkt auf die Rune. Nach einem kurzen Moment der allgemeinen Verwirrung, reagierte der Detektiv jedoch ziemlich schnell. Er packte den Jungen am Nacken, ein kräftiger Griff den er wohl nicht so leicht entkommen.
    "Schau an wen haben wir den hier. Den Kleinganoven. Da konnte wohl jemand nicht auf seiner Finger oder Füße achten." Fawkes sah nun zur geöffneten Tür. Sein Gesichtsausdruck war neutral. "Raffiniert..allerdings nicht wirklich neu. Aber wo du grade hier bist Kleiner...kannst du mir sicher verraten, was dich hierhertreibt. Andernfalls könne es ungemütlich für dich werden." Seine Stimme hatte keinen bedrohlichen Tonfall, mehr den Ton den ein Vater mit einem Sohn anschlägt welcher einen zu großen Streich gespielt hatte.



    Währenddessen, gar nicht soweit entfernt, kauerte im Schatten eines Schornsteines, immer noch eine große Gestalt. James Morrison wartete geduldig. Er hatte es geschafft einen hilflosen Vogel mit bloßen Händen aus einem Nest zu reißen und verschlang diese. Roh und nicht sonderlich wohlschmeckend zwar, aber immerhin etwas. Dabei beobachtete der die Botschaft weiterhin. Sehr gut. Zumindest den nicht so pflichtbewussten Männern war anzumerken das der ständige Nieselregen und die ständig gleichen Leute sie nervte.
    Der Plan war einfach und effektiv: Als Menschen normal gekleidet hineingehen, nach dem Zielobjekt suchen und es dann mit aller Gewalt zu beschaffen die notwendig war. James freute sich vor allem auf den letzten Teil. Seiner Wut freien Lauf zu lassen und einige preußische Wachsoldaten zu zerreißen, schon der Gedanke brachte sein Blut in Wallung. Doch noch war nicht der Zeitpunkt gekommen..noch wartete er auf das Zeichen.


    "Die Unterschicht interessiert mich nicht wirklich", winkte McKoy ab. "Etwas mehr Arbeit und schon beklagen sie sich. Lächerlich. Aber nun ja..was erwartet man? Ich gebe allerdings zu das mich politische Dinge momentan so oder so wenig interessieren. da ich mit einigen Ausgrabungen beschäftigt gewesen war. Erst vor kurzem war ich in Ägypten tätig. Der ewige Sand gibt seine Geheimnisse nur widerwillig preis...doch wenn er es tut sind die geborgenen Schätze meistens eine Augenweide." Viel interessanter ist aber so oder so die Magie, die einigen Gegenständen inne wohnt, dachte MyKoy zufrieden.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 12.10.2011, 19:00


    "Sie hegen also ein Faible für die Archäologie, Mr. McKoy?", fasste Baldur das Gesagte interessiert zusammen. Nun, das war ein Themengebiet, dem auch er einiges an Begeisterung entgegen bringen konnte. Altägyptische Kunst war zur Zeit schwer in Mode und originale Sammlerstücke waren ein Vermögen wert. Es wäre also sicherlich eine Bereicherung, sich mit diesem Herrn zu unterhalten. Baldur wies auf einen freien Stuhl an ihrem Tisch. "Darf ich ihnen einen Platz in unserer kleinen spontanen Runde anbieten... sofern die beiden Herren nichts dagegen haben." Sein Blick fuhr rasch Zustimmung heischend zu Lancaster und Levin. Selbstverständlich war es nur eine Formsache, die Erlaubnis der beiden einzuholen. Eine Ablehnung wäre absolut ungerechtfertigt und unhöflich gewesen. "Die Archäologie ist ganz unzweifelhaft ein Thema, das man nicht so schnell im Stehen abhandeln sollte. Erzählen sie uns doch von ihren Unternehmungen..."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 12.10.2011, 20:56


    Paco versuchte sich aus Brians Griff zu befreien, hatte jedoch keine Chance dazu.
    "Lass mich los!" meinte er lautstark. Als er jedoch merkte, dass seine Ausbruchversuche zwecklos waren, beruhigte er sich etwas.
    "Ich...ich wollte mich hier umsehen." erwiederte er schlicht. Er schwieg einen Moment, bevor er weiterredete.
    "James hat mir einige Dinge beigebracht...da wollte ich nach Hinweisen zu seinem Mörder suchen."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 12.10.2011, 21:35


    "Du bist ein Lehrling", stellte Catherine fest. Ihre Pistole hatte sie in der Tasche gelassen. Sie war ohnehin viel zu langsam gewesen als dass sie die Waffe rechtzeitig hätte hervorziehen können. Aber es schien keine Gefahr von dem Mann auszugehen.
    "Ich denke, Sie können ihn loslassen, Mr. Fawkes. Ich glaube kaum, dass er Ärger machen wird." Nun holte sie die Pistole doch hervor und legte auf Paco an.
    "Warum ist dir der Ermordete so wichtig?"



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 12.10.2011, 22:23


    Entsetzt starrte Paco in den Lauf der Pistole und hob instinktiv die Arme.
    "Bitte nicht...Ich...Er war..." er atmete tief durch und versuchte sich zu beruhigen.
    "Weil er nett war...und freundlich und er hat mir einiges beigebracht. Deshalb will ich nicht, dass sein Tod ungesühnt bleibt."
    Er hoffte, dass diese Gründe für die Pistolenlady ausreichend sein würden, da er nicht vorhatte, irgendetwas über die Sache mit dem Buch auszuplaudern.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 13.10.2011, 01:54


    "Archäologie...", murmelte Jean mit gespielt interessierter Stimme. "...wahrhaft eine der interessanteren Gebiete. Schließlich ist es ein erhebendes Gefühl, die Vergangenheit zu lüften..."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 13.10.2011, 12:03


    "Gut. Du bist also wirklich ein Lehrling", stellte Catherine fest, während sie die Pistole rasch wieder wegsteckte. Dem jungen Mann Angst zu machen war nur unnötig und grausam. Sanft löste Catherine Fawkes' Griff um Pacos Nacken.
    "Wenn du nicht möchtest, dass der Tod deines Meisters ungesühnt bleibt, warum hilfst du dann nicht mit den Ermittlungen? Mr. Fawkes hier kann sicherlich dafür sorgen, dass dein Name der Polizei nicht bekannt wird. Und wir wären dankbar für ein wenig Hilfe."
    Ein mütterliches Lächeln huschte über Catherines Gesicht. Sie streckte dem Mann die Hand entgegen, um ihm aufzuhelfen.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 13.10.2011, 17:02


    Erleichtert, aber auch etwas verwirrt sah Paco zu, wie Catherine ihre Pistole wegsteckte und ihm aus dem Griff des Detektives half. Ihre Hand jedoch beachtete er nicht, als er aufstand.
    "Weil ich bei soetwas mitmachen dürfte..." meinte er ironisch.
    "Mich würd doch keiner auch nur in die Nähe des Tatorts lassen. Deshalb wollt ich selbst nachschauen."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 13.10.2011, 17:28


    Edward nickte Baldur zu und setzte sich dann wieder.
    " Nun, das thema hat etwas für sich." merkte er noch an, doch er lauschte lieber als das er selber redete. Schliesslich hatte er seiner meinung nach schon zuviel geredet.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Blaizer - 15.10.2011, 11:09


    "Das ist ehrlich gesagt auch kein Wunder", warf Brian ein. "Vertrauensvoll siehst du nicht unbedingt aus...doch da du ohnehin schon hier bist und wie du selbst sagtest ein Lehrling warst, kannst du uns auch garantiert bei dieser Rune hier helfen." Er deutete auf die Rune am Boden und noch während er das tat, hörte man von draußen ein Fluchen und Wolfsgeheul. nicht allzuweit entfernt. "Mistvieh!" "Was sollen die hier?"
    Ein Polizist kam hereingestürmt, durchnässt von neu einsetzenden Regen welcher inzwischen gegen die Fenster klatschte. Kurz sah er verwirrt zu Paco, dann zu Fawkes. Jener nickte lediglich. "Was gibt's?" "Werwölfe sind hier in der Nähe gesichtet worden. Ich schlage vor wir verbarrikadieren uns hier. Mein Kollege und ich haben zwar genügend Silberkugeln dabei..doch sie kommen von überall." "Greybacks muss sie geschickt haben!" Brian fluchte stumm. Es wäre viel zu einfach geworden, nur Ermittlungen anzustellen. "Sichert das Gebäude. Ihr beiden", er deutet auf Paco und Catherine, "bleibt hier."



    McKoy schmunzelte ein wenig. "Nun...die Ägypter als Beispiel besaßen Magie und konnten Dinge tun, welche wir uns heute kaum vorstellen können. Oder wie wollen sie die Pyramiden erklären? Etwa durch reine Mathematik? Das glaube ich eher weniger. Ich vermute sie besaßen mächtige Artefakte oder Magie um sich auszuhelfen. Nur komm ich dem im Moment nicht auf die Spur."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Basol - 15.10.2011, 11:52


    Ja, Ägypten. Auch Jean wusste ein wenig über dieses alte Reich, wenn auch nicht allzu viel. Er konnte nicht jedes Land in- und auswendig kennen. Ein wenig wusste er allerdings.
    "Haben sie nicht ihre Gräbe äußerst effektiv geschützt?", fragte er schließlich lächelnd. "Ich habe mal einige äußerst schreckliche Geschichten gehört, dass noch kein Grabräuber lebend aus einer Pyramide wieder herausgekommen sei."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Nemthos - 15.10.2011, 17:18


    Paco sah auf den Boden, als Brian die Rune erwähnte, jedoch war sie seit seiner Landung auf ihr nicht mehr erkennbar.
    "Würd ich ja gerne machen, aber ohne vollständige Rune kann ich nichts tun."
    Als die Werwölfe wieder zu heulen begannen zuckte er kurz zusammen, bevor er zu dem eintretenden Polizisten sah, den Kopf aber schnell wieder abwandte, da er nicht erkannt werden wollte. Bei Brians Befehl sah er diesen leicht trotzig an.
    "Ich kann auch dabei helfen, das Haus zu sichern...jedenfalls ein oder zwei Fenster." meinte er, während er versuchte abzuschätzen, wieviele Zeichen er mit dem flüssigen Silber zustande bekommen würde.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 16.10.2011, 20:04


    "Das ist interessant, reden sie weiter", forderte Baldur den Mann mit sanftem Nachdruck in der Stimme auf. In der Tat gehörte auch er zu jenen Leuten, die sich dem Mysterium jener fabelhaften Kräfte, die auch der neueste Stand der Wissenschaft nicht wirklich befriedigend erklären konnte, nicht entziehen konnte. Oder kurz gesagt: er hatte eine Schwäche für das Magische. Nicht, dass er versucht hätte, selbst solche Kräfte zu erlangen, Gott bewahre! Er war weit von solchen Obskuritäten entfernt. Aber er brachte dem Okkulten doch ein gewisses Maß an Interesse entgegen. So wie er es auch den bildenen Künsten entgegen brachte.
    "Es heißt, die Grabkammern der alten Ägypterkönige seien mit höchst raffinierten Flüchen geschützt. Sie planen doch nicht etwa, eine Expedition in eine solche zu unternehmen? Nicht, dass sie sich in einen Mistkäfer oder schlimmeres verwandeln..." Er gab ein knappes, glucksendes Gelächter von sich. Für Baldurs Maßstäbe ging diese Bemerkung als Witz durch.



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 16.10.2011, 21:36


    Einer der bediensteten trat an den tisch der inzwischen vier personen und reichte Edward einen recht grosses kuvert." Dies ist für sie abgegeben worden, Mr.Lancaster. Es schien dringend zu sein." Edward nickte dem mann zu und der Diener ging wieder. Kurz betrachtete er das Kuvert. Es war von dem Notar seines schwiegervaters. Neugierig geworden öffnete er es und ein Siegelring fiel in seine hand und es war noch ein brief dabei. Während er die zeilen überflog wurden seine augen immer grösser und er betrachtete den ring in seiner hand. Dann blickte er zu den drei männern. " Meine herren, sie dürfen mich nun Lord Lancaster nennen."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Lias - 18.10.2011, 10:51


    "Ich ebenfalls. Auch wenn ich die Werwölfe nicht töten kann. Dafür braucht man Silberkugeln, richtig?", hakte Catherine nach. Ihre Pistole fand wie von alleine den Weg zurück in ihre Hände. Mit geübten Bewegungen überprüfte sie alle sechs Kammern der Pistole. Ein zufriedenes Nicken ließ erkennen, dass die Waffe komplett geladen war.
    "Immerhin können wir hier jede Hilfe brauchen, oder nicht?"



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Grimbor - 18.10.2011, 16:39


    Baldur zog verwundert die Augenbraue hoch. Eine unerwartete Wendung, wenngleich es ihm doch ziemlich missfiel, dass diese ihre Unterhaltung über die Archöologie unterbrach, bei der Lancaster sich bisher recht bedeckt gehalten hatte. Natürlich konnte man ihm schwerlich einen Vorwurf aus der Benachrichtigung machen, aber ein gant klein wenig verstimmte Baldur das schon. Allerdings ließ er sich das selbstverständlich nicht anmerken. Er wusste schließlich, wie man sich in der Gesellschaft zu bewegen hatte.
    "Ich würde ihnen ja zu ihrem Titel gratulieren...", antwortete er deshalb nüchtern, "... aber vermutlich wäre es angebrachter, ihnen zuerst mein Beileid auszusprechen. Ich gehe davon aus, dass ihr Schwiegervater, nach dem, was sie von ihm erzählt haben, ihnen den Titel nicht freiwillig überlassen hat, sondern, dass der Herr ihn zu sich geholt hat. Mein aufrichtigstes Beileid, Lord Lancaster."



    Re: [MSG] London im 19. Jhr.

    Mali - 18.10.2011, 18:36


    Edward blickte Baldur an und nickte leicht. Er merkte das er wieder etwas falsch gemacht hatte. Er hatte ein gespräch unterbrochen. Verdammt,warum hätte er nicht warten können. Zerknirscht steckte er den brief ein und blickte zu den herren. " Es tut mir leid für die unterbrechung. Unterhalten sie sich ruhig weiter.Ich werd still sein." Edward nahm eine der zeitungen die im raum verteilt waren und widmete sich den berichten. Es war ihm unangenehm.
    Schnell steckte er den siegelring sicher weg. Er würde sich nun aus der unterhaltung raus halten.



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