Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

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    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    Stephan - 02.09.2005, 15:07

    Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?
    Hallo,

    mein Sohn A. ist seit zwei Jahren in einer Intensiv-Wohngruppe in Bonn untergebracht, weil er zuletzt immer agressiver wurde und wir ihn pädagogisch kaum noch beeinflussen konnten. Inzwischen ist er 14 Jahre alt und hat sich gut entwickelt.

    Vor einigen Tagen rief sein "Bezugsbetreuer" meine Frau an und teilte ihr mit, er wolle sie und mich im Beisein eines weiteren leitenden Sozialpädagogen unbedingt zum Gespräch bitten
    Als Grund führte er an, er sei "durch Zufall" auf meine Homepage gestossen und wolle mit uns darüber sprechen...

    "Alarmstufe rot!", sagte meine Frau nur und wir haben uns überlegt, wie wir uns verhalten wollen. Dazu muss ich sagen, dass die Einrichtung und die Betreuer nichts von meiner Homepage wissen, allerdings die Psychologien der Uni Köln, da meine Frau und ich sie vor einigen Monaten um Rat gefragt hatten, ob es für A.'s Störung von Bedeutung sein könne, dass ich pädophil sei.

    Nun haben wir beschlossen, zunächst einmal mit der zuständigen Sachbearbeiterin vom Jugendamt zu sprechen und ihr alles offenzulegen, was meine Person angeht. Ich denke, es ist am besten, jetzt in jeder Hinsicht offen zu sein und das Wohlergehen von A. im Auge zu behalten, denn nur darum geht es schließlich.

    Aber ich stehe natürlich im Moment sehr unter Druck und ich fühle mich psychisch gar nicht gut, weil ich ja nicht weiß, wie die Gespräche laufen werden. Offensichtlich sieht der Bezugsbetreuer (im Gegensatz zur Psychologin) doch einen Zusammenhang mit meiner Neigung und Alexanders Problemen...

    Es fehlt nur noch, dass die vermuten, ich hätte A. als Kind sexuell mißbraucht...

    Jetzt muss ich erst mal bis Dienstag warten; dann ist das erste Gespräch mit der Sachbearbeiterin vom Jugendamt; am Donnerstag dann das Gespräch in der Einrichtung von A. :cry:

    L.G.:
    Stephan



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    wüstenblume - 02.09.2005, 16:01


    Hallo Stephan,


    Zitat: Vor einigen Tagen rief sein "Bezugsbetreuer" meine Frau an und teilte ihr mit, er wolle sie und mich im Beisein eines weiteren leitenden Sozialpädagogen unbedingt zum Gespräch bitten
    Als Grund führte er an, er sei "durch Zufall" auf meine Homepage gestossen und wolle mit uns darüber sprechen

    noch jemand, der nicht versteht für was Du Dich einsetzt.
    Ich denke mal, dass man sich leider nicht die Mühe gemacht,
    sich Deine Homepage komplett durchzulesen. Da liest man
    nur - pädophil - und bildet sich dann sein Urteil.

    Ich muss gestehen, dass ich Anfangs auch so reagiert habe.
    Aber das habe ich nie verschwiegen.

    Zitat: Nun haben wir beschlossen, zunächst einmal mit der zuständigen Sachbearbeiterin vom Jugendamt zu sprechen und ihr alles offenzulegen, was meine Person angeht. Ich denke, es ist am besten, jetzt in jeder Hinsicht offen zu sein und das Wohlergehen von A. im Auge zu behalten, denn nur darum geht es schließlich.

    Das halte ich auch für sehr wichtig, dass ihr das macht.

    Zitat: Aber ich stehe natürlich im Moment sehr unter Druck und ich fühle mich psychisch gar nicht gut, weil ich ja nicht weiß, wie die Gespräche laufen werden. Offensichtlich sieht der Bezugsbetreuer (im Gegensatz zur Psychologin) doch einen Zusammenhang mit meiner Neigung und Alexanders Problemen...

    Stephan, ich sehe Dich als Kämpfer.. also Kämpfe... Kämpfe für Euren Sohn... Deine Frau hält zu Dir und Deine beiden Foren auch.

    Alles Liebe für Euch



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    Stephan - 02.09.2005, 17:25


    Hallo Birgit,

    ganz herzlichen Dank für Deine mutmachenden Zeilen!

    Ja, ich bin ein Kämpfer und mit Gottes Hilfe werden meine Frau und ich es auch schaffen, diese Hürde zu nehmen!

    Es geht letztendlich darum, dass für A. kein Schaden durch irgendwelche voreiligen Schlüsse der Betreuer entsteht.

    Ganz liebe Grüße:
    Stephan :wink:



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    dasunfassbare - 02.09.2005, 17:32


    Hallo Stephan,
    bis jetzt weißt du nur, dass sie deine Homepage kennen und ein Gespräch mit dir wollen. Um was es in diesem Gespräch geht, weißt du nicht, also warte das Gespräch ab und mache dich nicht verrückt. Ich gehe davon aus, hätten sie die Vermutung des Missbrauchs, hätten sie anderst reagiert und du hättest von anderer Stelle gehört. :tröst:
    In anderen schwierigen Situationen hast du auch gebetet, es hilft dir...



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    Stephan - 02.09.2005, 17:43


    Ja, du hast recht, Sigrid!

    Ich werde auf Gott vertrauen und vor den Gesprächen um Gottes Beistand bitten.

    Merkwürdig, dies erinnert mich an eine Situation während meines Strafverfahrens, als ich zusammen mit meiner Frau zum Polizeipräsidium gefahren bin, um mich erkennungsdienstlich behandeln zu lassen (Fingabdrücke, Speichelprobe, Foto, etc.). Ich hatte echt Angst davor, weil ich bei der ersten Vernehmung auch schon von dem vernehmenden Beamten fertig gemacht wurde. Ich habe auf der Treppe zum Eingang zusammen mit meiner Frau ein "Vater unser" gebetet.
    Es hat geholfen!
    Der Beamte war sehr nett, meine Frau durfte mit dabei sein und alles ging völlig routinemäßig ohne irgendwelche Erniedrigungen.

    Auch Dir vielen Dank für Deine mutmachenden Bemerkungen!
    Liebe Grüße:
    Stephan



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    wüstenblume - 08.09.2005, 12:43


    Hallo Stephan,

    schon lange hast Du nichts mehr von Dir hören lassen.
    Ich hoffe, dass es Dir und Deiner Familie gut geht.

    Wie sind Eure Gespräche verlaufen?

    Lieben Gruss, Birgit



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    Stephan - 09.09.2005, 08:44


    Hallo Birgit, hallo auch an die anderen (!)

    Ich bin in den letzten Tagen zum einen durch die Gespräche, aber auch durch einen intensiven Arbeitsanfall sehr unter Druck gewesen. Deshalb habe ich mich hier (und auch in "Verantwortung-fuer-Kinder") vorübergehend etwas zurückgezogen.

    Nun, was die Gespräche angeht, so sind meine Frau und ich sehr zufrieden. Sowohl der Termin beim Jugendamt als auch in der Intensivwohngruppe meines Sohnes sind sehr gut verlaufen. Sie fanden in einer Atmosphäre großer Offenheit statt, womit ich auch am besten umgehen kann.
    Das Fazit beider Gespräche ist, dass wir gemeinsam mit der Psychologin und den Betreuern mittelfristig überlegen werden, wie wir A. meine problematische Neigung näherbringen können, ohne ihn total zu überfordern. Dafür einen Weg zu erarbeiten, ist ein wichtiges Ziel der nächsten Monate.

    Dies ist auch für mich eine große Entlastung, weil mich dieses Problem schon eine ganze Weile beschäftigt; allerdings habe ich eingesehen, dass ich es ohne professionelle Hilfe nicht lösen kann.

    Offen sein gegenüber meinen Kindern, dass würde ich auch gerne hinsichtlich meiner pädophilen Neigung und meiner Vergangenheit sein. Gleichzeitig ist mir aber klar geworden, dass dies behutsam vorgenommen werden muss...

    Na ja, auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass es so gekommen ist, die Entdeckung unserer Seite durch einen Betreuer hat letztendlich doch zu etwas positiven auch für A. geführt.

    Liebe Grüße:
    Stephan



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    wüstenblume - 09.09.2005, 09:25


    Hallo Stephan,

    es freut mich sehr, dass Eure Gespräche recht positiv verlaufen
    sind und es Dir jetzt wieder besser geht.

    Natürlich habt Ihr jetzt noch einen sehr, sehr schweren Weg vor
    Euch, nämlich Euren Kindern von Deinen Neigungen zu erzählen.
    Aber ich denke auch, dass Ihr das mit Hilfe der Psychologen
    schaffen werdet.

    Ich wünsche Éuch allen viel Kraft

    Alles Liebe, Birgit



    Re: Was kommt da auf mich (meine Familie) zu?

    Stephan - 10.09.2005, 10:53


    Hallo Birgit,

    vielen Dank für Deine ermutigenden Worte.
    Vielleicht ist es ja gerade gut, dass wir jetzt an dieses Problem herangehen können. Wie gesagt, ich bin auch irgendwie erleichtert, dass ich Unterstützung dabei bekomme, um einen Weg zu finden, meine Neigung in einer verantwortlichen Weise unseren Kindern mitzuteilen.

    Liebe Grüße:
    Stephan



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