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Alle Beiträge und Antworten zu "Kinderarmut in Berlin"
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 22.08.2007, 20:02Kinderarmut in Berlin
Das steht heute in unserer Tageszeitung.
http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/2007/08/22/kinderarmut-berlin-drastisch/kinderarmut-berlin-drastisch,geo=2357818.html
Re: Kinderarmut in Berlin
Petra - 22.08.2007, 20:34
Ja, es ist einfach nur erschreckend...
Re: Kinderarmut in Berlin
minja - 23.08.2007, 08:06
Das Problem ist schon seit Jahren bekannt, aber es will keiner wahrhaben...
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 23.08.2007, 08:34
Tja was soll man da tun ? Das liegt ja an der warscheinlich allgemeinen mislichen Lage von Berlin ?
Re: Kinderarmut in Berlin
Petra - 23.08.2007, 09:12
....ich glaube es ist heute allgemein nicht besser....nur muß man auch die Einwohnerzahl von Berlin bedenken
Re: Kinderarmut in Berlin
Angela - 23.08.2007, 10:56
Und Lebensmittel werden noch teurer, gerade die sozial schwachen haben keinen Spielraum mit dem Geld mehr.
Das war ja auch Thema in den Thread wegen der "Tafel".
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 23.08.2007, 11:50
Jep
Auch Kleidung ist unheimlich teuer geworden. Eigentlich alles, was Kinder anbelangt. Der reinste Wahnsinn.
Re: Kinderarmut in Berlin
Mondi - 23.08.2007, 17:48
hier läuft in unserer Gesellschaft etwas schief!
In unserer Gesellschaft zählt Geld, Macht und Besitztum mehr wie das höchste Gut - unsere Kinder!
Es ist unglaublich, was eine Familie mit Kindern allein an Steuern bezahlt!
Es gäbe viele Möglichkeiten unser Land kinderfreundlicher zu gestalten.
Es wäre zu überlegen alle Artikel für den täglichen Bedarf von Kindern von der Steuer zu befreien!
Zwar gibt es einen Steuerfreibetrag in der Einkommenssteuererklärung,aber das gleicht bei weitem die Steuerlast nicht aus!
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 23.08.2007, 17:56
Bei dem täglichen Bedarf werden sich die Geister wieder trennen.Was ich als wichtigen Bedarf ansehe, bewertet der Nächste schon als Luxus. :-(
Vielleicht sollte das Kindergeld erhöht werden? Allerdings dürfte es auch nirgends als Einkommen mitzählen. Oder einen Lohn für Elternteile die zur Erziehung ihrer Kinder zuhause bleiben. Oder sogar einen Pauschbetrag für alle Eltern monatlich? pro Kind,bis zum 18.Lebensjahr ?
Ja ich weiß : wer soll das bezahlen ? :grin:
Re: Kinderarmut in Berlin
Angela - 23.08.2007, 18:28
Da wären wir fast wieder beim Bürgergeld, wäre absolut gut für Frauen.
Das Thema hatten wir doch schon mal am Wickel :)
Man könnte es evtl. ja Müttergeld nennen :grin:
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 23.08.2007, 19:02
Oder Elterngeld :grin:
Aber was du meintest Angie,hatte doch irgendeinen Harken ?
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 09:54
Ich weiß nicht, ob das Kindergeld oder wie auch immer den Kindern selber zu Gute kommt.
Immer wieder setzen Eltern dieses Geld in Alkohol und Zigaretten um und die Kinder bekommen nicht genug zu Essen.
Es sollte Ganztageskindergärten und Schulen mit freier Verpflegung der Kinder geben. Dann könnten die Eltern zumindest im Kindergarten selber entscheiden, wie lange ihre Kinder dort bleiben sollen und ob sie dort essen.
Auch bei Schulkindern könnten die Eltern entscheiden, ob die Kinder zum Mittagessen nach Hause kommen oder nicht.
So wäre gewährleistet, daß die Kinder eine hochwertige gesunde warme Mahlzeit pro Tag bekommen.
In unserer Kita gibt es Mittagessen immer mit Rohgemüse/Salat, Hauptspeise und Nachtisch. Fleisch nur vom Bio-Metzger. Gegen 14:00 gibt es noch einmal eine große Obstplatte. Die Kinder lieben es.
Und für einige, denke ich mal ist es die einzige vernünftige Mahlzeit am Tag.
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 24.08.2007, 10:12
Die ARCHE NOAH meinte letztlich auch , man solle den Familien kein Geld in die Hand drücken.Das verschwindet in neue Handys,Alkohol,Zigaretten und anderen unsinnigen Kram.
Meine Kinder essen auch in Kita und Schule, was ich aber bezahle. Das Essen schmeckt ihnen nicht immer.Denn es gibt das was auf den Tisch kommt.Zuhause wird ja doch mehr auf den kindlichen Geschmack geachtet.
Tja , woher aber das Geld nehmen ?
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 11:02
Ach Rosale, wenn ich denke, wieviel Geld "unnütz" für irgendwelche Prestige-Objekte ausgegeben wird. Da würde sich schon was finden, wenn man denn wirklich wollte.
Übrigens, kennt ihr den Film "Dave" mit Kevin Kline als Präsidenten-Double ?
Du hast völlig recht. Man sollte den Familien nicht einfach mehr Geld in die Hand drücken. Dafür z.B. Musikunterricht, Sportangebote frei oder für geringes Entgelt.
Wir investieren dieses Geld schließlich in die Zukunft unserer Kinder und die sind unsere Zukunft. Außerdem haben wir bei vernünftiger Bildung wesentlich mehr gute Steuerzahler, ergo weniger Sozialhilfe, d.h. weniger Unkosten. Mal abgesehen von weniger Gewalt. Aber das sehen unsere Politiker leider nicht.
Re: Kinderarmut in Berlin
Angela - 24.08.2007, 11:40
Den Film "Dave" habe ich schon öfter gesehen, immer wieder gut :)
Da habt Ihr recht, Ganztagsschulen usw. mit kostenloser Ernährung oder zumindest sehr günstig wäre toll. Ein Mittagessen kostet in Marcos Schule 2,80 Euro.
Man kann in seiner Schule auch nachmittags bleiben, finde das Angebot jedoch nicht sooo toll im Augenblick. Wenn Marco es wollen würde, könnte er dort bleiben.
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 11:44
Bei uns kostet das Essen in der Schule glaub ich 3,50€. Aber gut ist es laut Aussage meiner Söhne nicht.
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 24.08.2007, 12:38
Bei uns kostet das Essen 2,50.Deckt aber die Kosten nicht.Der Rest wird schon von Vater Staat finanziert.
Ganztagsschulen finde ich nicht schön.Das sollte weiterhin jedem selber überlassen werden. Auf freiwilliger Basis gibt es ja schon soetwas.
Bei uns gibt es ja noch die Hortbetreuung.Die geht bis 18 h. Leider müssen viele Kinder dort den ganzen Tag verbringen.Nichts gegen den Hort, der ist wirklich toll, Sarah fühlt sich dort auch wohl, aber die Eltern "kennen" ja ihre eigenen Kinder nicht mehr ;-) wenn sie erst am späten Abend nachhause kommen.
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 12:55
Aber ist es besser, wenn die Kinder alleine zu Hause sind, oder schon nachmittags vorm Fernseher ruhiggestellt werden ? Natürlich sollte es nicht Pflicht sein, aber für Familien, die sowieso nicht wissen, was sie mit ihren Kindern anfangen sollen (und die gibts genug), oder Berufstätige ist der Hort eine tolle Alternative.
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 24.08.2007, 13:28
Einerseits hast du ja Recht, aber anderseits sehe ich es so, dass Familien mehr finanzielle Unterstützung haben sollten,damit sie nicht mehr den ganzen Tag arbeiten gehen müssen und keine Zeit für ihre Kinder haben.
Das Krankenhaus ,wo ich arbeite hat einen eigenen Betriebskindergarten.Da viele Frauen ja auch Nachts dort arbeiten müssen, war Früher dasBetreuungsangebot rund um die Uhr.
Viele haben das aber mißbraucht, dann wurden die Öffnungszeiten geändert.
Ich habe mein Leben lang halbtags gearbeitet, wegen der Kinder.Nun bin ich jahrelang zuHause wegen der Kinder.
Ich glaube,hätten viele Mütter diese Möglichkeit, würden sie auch mehr Kraft und Interesse für ihre Kinder haben.
Darum würde ich eine finanzielle Entlastung für Eltern wünschen. Dann könnte jeder Elternteil noch etwas dazuverdienen,wenn er mag und kann.
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 19:02
Das stimmt für dich Rosale. Aber ich kenne auch Familien, da läuft den ganzen Tag nur der Fernseher oder die Playstation, es wird eine nach der anderen gequalmt und die Bierchen summieren sich auch.
Da haben es die Kinder besser im Kindergarten.
Ich denke mal 6 Stunden mit Mittagessen verläßlich wäre schon prima.
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 24.08.2007, 19:15
Ja das ist richtig.
Aber ich denke mal,wem die Kinder "nerven", der schickt sie eh in die Kita. Bei uns ist die Kita nicht teuer. Wir zahlen zB auch den niedrigsten Satz von 36 ,-. Ich könnte die Kids 12 Stunden dort abgeben :shock: ,also wo sie noch Kitaalter hatten.
Davon abgesehen.....da ich meinen Job Hausfrau auch als Job ansehe brachte und bringe ich meine Kids auch immer in die Kita.Ab 8.30h - 15 h sind sie dort.Jetzt ja nur noch Lena. Und das letzte Kitajahr ist in Berlin nun kostenfrei,dh. nur noch das Essen von 24,-euro monatl. muß man selber zahlen.
Zuhause kann man den Kindern garnicht all das bieten,was sie in einer Kita lernen.Selbst wenn ich den ganzen Vormittag mich mit ihnen beschäftigen würde. Den Umgang mit den anderen Kindern,Frustrationen ,sich vergleichen wäre dann garnicht möglich.
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 21:35
Was mich unsere Kita kostet darf ich garnicht laut sagen. Es lohnt sich nicht halbtags zu arbeiten, weil ich das dann wieder wieder für den Kindergarten bezahle.
Wir haben gerade riesigen Ärger wegen des Hortes. Wir platzen aus allen Nähten, deshalb wollen wir ein Gebäude für den Hort anbauen. Dafür ist aber die Schulbehörde zuständig. Die fragt bei der Grundschule nebenan mal nach und die schrieben zurück es bestehe im Moment kein Bedarf an Hortplätzen, dabei müssen bei uns jede Menge Hortkinder abgewiesen werden. Eine Elternbefragung zu diesem Thema hat in der Grundschule auch nicht stattgefunden :twisted:
Nun droht der Kita-Träger von 50 auf 25 Plätze zu reduzieren.
Solche Dinge machen es noch schwerer berufstätig zu werden, wenn die Betreuung der Kinder nicht gesichert ist.
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 24.08.2007, 22:05
Das muß ich sagen,das ist bei uns nun abgesichert.Jedes Kind hat bis incl. 4.Klasse einen Anspruch auf Hortbetreuung. Dieser ist auch genau auf dem Schulgelände. Auch Kinder,sie dort nicht angemeldet sind, können gegen Gebühr dort Mittag essen gehen.
Verläßliche Betreuung (kostenlos)bis 14 Uhr ist sowieso gesichert.
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 22:11
Mensch habt ihr das gut. Davon können wir hier nur träumen :-(
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 24.08.2007, 22:19
Ja,der Böger hat das so "erfunden",dabei aber auch viel Mist gemacht.
Denn das alles mußten die Schulleiter selber organisieren,es gab entlassungen,weil zuvor dafür Kitas geschlossen wurden. Was meinste wie die Erzieher,Lehrer und Eltern hier gekocht haben.
Dafür hat er auch dafür gesorgt,dass das Einschulungsjahr heruntergesetzt wurde, es keine Zurückstellungen mehr gibt. Es wurden Dehnklassen gestrichen ,sowie andere Sonderschulen.
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 22:25
Sonderschulen gibt es bei uns auch nicht mehr. Was bitte sind Dehnklassen ?
Re: Kinderarmut in Berlin
rosale - 24.08.2007, 22:28
Dehnklassen waren Klassen,wo ADS Kinder oder andere Kinder die mehr Zeit zum Erlernen brauchen drei Jahre Zeit hatten für das 1. und 2.Schuljahr.
Robin war dort Anfangs, kam allerdings nach einem halben Jahr in eine Regelklasse.
Re: Kinderarmut in Berlin
Wilma - 24.08.2007, 22:35
Die gabs bei uns auch nicht, soweit ich weiß :roll:
Re: Kinderarmut in Berlin
Angela - 06.09.2007, 15:58
Heute ZDF 22.15 - 23.15:
Maybrit Illner vom 06.09.2007
Thema ist die Verschuldung vieler Bürger in Deutschland, werde ich auf jedenfall anschauen :idea:
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