[STORY] The magical world of Anime - Teil 1

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    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 19.06.2005, 10:02

    [STORY] The magical world of Anime - Teil 1
    Chapter 1


    Oh Mann, warum bin ich damals eigentlich zu dieser Anime-Con gefahren? Wenn ich heute darüber nachdenke, fällt mir keine plausible Erklärung ein. Eigentlich wollte ich damals mit meiner Freundin Andrea hin – auf ihr Drängen. Doch sie wurde krank und konnte nicht fahren. Allein hatte ich an für sich keine große Lust, aber es war ja schon alles bezahlt.

    Verrückt das Ganze. Aber ….. Oh, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Also, mein Name ist Wendy Steffens, ich bin 16 und in Deutschland zu Hause. Meiner Familie kann ich meine verrückten Erlebnisse nicht erzählen. Sie würden sagen, meine Phantasie ginge mit mir durch. Aber vielleicht glaubt ihr mir ja. Ich weiß, dass meine Erzählungen verrückt klingen werden und ihr werdet vermutlich ungläubig die Köpfe schütteln. Aber was soll’s. Ich kann es ja kaum selbst glauben, was mir widerfahren ist. Also, macht es euch bequem.

    Wie gesagt, es fing alles auf dieser Anime-Con an, die in Bonn stattfand. Im Hotel Maritim, um genau zu sein. Beeindruckend. Ihr kennt das vielleicht. Hunderte von Fans drängeln sich an der Rezeption, um einzuchecken. Zum Teil in Verkleidung, zum Teil halbwegs normal. Wie Fans nun mal sind. Mein Ranma-Kostüm hatte ich noch in meiner Tasche. Meine Freundin und ich hatten ein Doppelzimmer gebucht. Was sollte ich allein mit einem so großen Zimmer? Ein Mädchen in meinem Alter hatte sich recht spät angemeldet und hatte nun keine Bleibe. Spontan bot ich ihr an, das Zimmer mit mir zu teilen. Hätte ich das bloß nicht getan! Michaela Körner war ja so was von blond! Naja, da musste ich wohl oder übel durch.

    Auf unserem Zimmer angekommen, zog ich mir erstmal mein selbst geschneidertes Ranma-Kostüm an. Ihr wisst schon, das schöne rote, das er so oft trägt. Anschließend steckte ich mir die Haare hoch und Perücke drauf. Ich habe lange braune Haare; ich hätte mir also nur einen Zopf binden müssen. Aber Ranma als Mädchen hat rote Haare und ich wollte so authentisch wie möglich aussehen. Micky hingegen quetschte sich in ein Fertigkostüm von Sailor Moon. Oh, Grund Gütiger! Das Mädel war zwar nicht dick, aber diese Fertigkostüme sind einfach nur grausam. Ich half ihr beim Anziehen und der Perücke. Meine Hilfsbereitschaft hatte zur Folge, dass sie mir die nächsten Tage wie ein dressiertes Hündchen hinterherlief.

    Um 17:00 Uhr war die Begrüßung. Selbst die Moderatoren trugen Kostüme. Sie präsentierten sich als Team Rocket aus Pokemon. Bislang wies nichts darauf hin, dass es ein kurioses Wochenende werden würde. Wißt ihr, mit Hunderten von Menschen in einem Raum fühle ich mich unwohl. Ich werde schnell klaustrophobisch. Drei Manga-Zeichner waren da, die man bei der Arbeit beobachten und sich Autogramme holen konnte. Ein Kostüm-Wettbewerb war für Morgen Mittag geplant. Ständige Karaoke im Raum nebenan. Hm, interessant. Ich singe gern und kann fast alle Anime-Songs auswendig. Da wollte ich auf jeden Fall mal vorbeischauen. Ansonsten standen die Händler-Räume bis 20:00 Uhr offen. Genug Zeit, um sich mit Merchandise zu versorgen. Ach ja, einen Manga-Wettbewerb sollte es auch noch geben. Ran an die Stifte, hieß die Devise. Die besten drei sollten prämiert werden. Am Sonntag Nachmittag dann die Closing. Klang ja alles in allem gar nicht mal schlecht.

    Also rein ins Getümmel. Merchandise und Karaoke – ich komme!



    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 19.06.2005, 10:05


    Chapter 2


    Ich wollte zuerst einmal in die Händler-Räume. Noch immer war ich auf der Suche nach schönen Ranma- und Yu-gi-oh-Artikeln. Ich war überzeugt, an diesem Wochenende das Richtige zu ergattern. Nur diese Michaela hing noch immer wie eine Klette an mir. Gott, wie mich dieses Mädchen nervte! Ich ergatterte ein paar schöne Figuren. Sowohl von Ranma und Co. wie auch von Yu-gi-oh und seinen Freunden. Duell-Monster hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gespielt, obgleich ich einige Karten besitze. Von Neugierde getrieben, schaute ich im Karaoke-Raum vorbei. Einige Techniker waren noch mit dem Aufbau beschäftigt und vertrösteten die wenigen Mutigen und mich auf den frühen Abend. Links und Rechts auf der Bühne waren Wassersäulen aufgestellt, eine riesige Rückprojektions-Leinwand nahm die gesamte Mitte ein. Der Projektor selbst war in der ersten Reihe platziert worden, auf dem Tisch daneben lagen Mikrofone und Headsets. Das würde in der Tat recht interessant werden. Merkwürdig kam mir nur die Säule in der Mitte der Bühne vor. Es war keine Wassersäule. Der schlanke Körper glitzerte wie ein Sternenhimmel, nur der obere Teil schien aus durchsichtigem Plexiglas zu bestehen. Keine Schalter oder Knöpfe. Was, zum Henker, hatte das zu bedeuten? Ich beschloß, meine frisch ergatterten Schönheiten auf’s Zimmer zu bringen, etwas essen zu gehen und dann noch mal im Karaoke-Saal vorbeizuschauen.

    Auf dem Zimmer breitete ich meine Sammlerstücke erst mal auf meinem Bett aus. Wunderschöne Figuren, ca. 25 cm groß und sehr authentisch. Je länger ich sie betrachtete, um so besser gefielen sie mir.
    „Oooooh, wo hast du die denn her?“ Michaela quietschte mir hingerissen ins Ohr und machte Anstalten, nach der Ryoga-Figur zu greifen.
    „Finger weg!“ schnappte ich verärgert und haute ihr auf die Finger.
    „Damit das klar ist, Michaela. Das sind meine Sachen. Außer mir packt die keiner an. Klar?“
    „Schon gut“, maulte Michaela. „Brauchst ja nicht gleich so eingeschnappt zu sein.“

    Nach einer längeren Pause fragte sie mich, ob ich später zum Karaoke gehen würde. Ich bestätigte dies, ohne vorher nachzudenken. Ich hätte mich selbst irgendwo hinbeißen können. Zähneknirschend gingen wir zusammen essen und lugten anschließend neugierig in den Karaoke-Saal. Zu unserer Überraschung hatten sich schon ca. 30 mutige Teenager und Erwachsene eingefunden. Einer der Techniker von vorhin unterhielt sich mit einem Mann, der so um die Mitte dreißig sein mochte. Er blickte kurz in meine Richtung und nickte mir freundlich zu. Ich spürte, wie mir das Blut in den Kopf schoss. Von irgendwoher kannte ich ihn; nur konnte ich mich nicht entsinnen, woher. Der Techniker verabschiedete sich von ihm und ging an uns vorbei. Er tippte grüßend an seine Baseballkappe.
    „Viel Spaß beim Karaoke, Wendy“, raunte er mir zu, bevor er den Raum verließ.
    „Klar, werde ich haben“, antwortete ich spontan. Moment mal – woher kannte er meinen Namen? Verwirrt blickte ich ihm nach. Merkwürdig, sehr merkwürdig. Doch bevor ich noch weiter grübeln konnte, zog mich Michaela bereits zu den anderen.

    Einer der Organisatoren begrüßte uns kurz darauf und erklärte uns den Umgang mit der Anlage. Die Wassersäulen waren eingeschaltet worden und spendeten ihr eigentümliches Licht. In der Computer-Einheit der Anlage waren angeblich Hunderte von Songs gespeichert. Nicht nur Anime-Songs. Man brauchte nur den gewünschten Titel einzugeben und schon würde der Song-Clip oder der Vorspann des Anime auf der Leinwand erscheinen. Im unteren Drittel wurde der Text eingeblendet. Und wir konnten zwischen Headset und Micro wählen. Klang doch simpel! Zum Einstieg liefen ein paar Songs aus den 80ern. Schließlich traute sich die Erste. Oh Himmel! Das Mädchen traf selten einen Ton und verpasste zudem ihre Einsätze. Scheuuuuuußlich! Sie wurde auch postwendend von einer anderen abgelöst, die jedenfalls besser singen konnte. Schließlich versuchte sich auch Michaela im Karaoke. Ich war angenehm überrascht. Sie sang einen klaren einwandfreien Alt. Während ich ihr zuhörte hatte ich das Gefühl, dass mich jemand anstarrte. Also blickte ich suchend umher und erkannte, dass es der Mann von vorhin war, der mich unentwegt anblickte. Irgendwie fragend und auffordernd zugleich. Ich gab ihm mit Handzeichen zu verstehen, dass es noch nicht meine Songs waren. Warum zum Geier tat ich das? Woher kannte ich ihn nur?



    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 19.06.2005, 10:09


    Chapter 3


    Er tippte was in den Computer ein und nach dem letzten Song erklangen die ersten Töne von einem Conan-Titelsong. Nur Fragen in meinem Kopf, ihr kennt ihn bestimmt. Das war schon eher was für mich. Ich sprang also auf die Bühne und nahm der verdatterten Michaela das Mikro aus der Hand und fing an zu singen. Yep, das machte Spaß! Diese merkwürdige Säule, die ich schon vorhin erwähnte, zog mich dabei magisch an. Ich wollte endlich wissen, was es damit auf sich hatte. Immer mehr näherte ich mich der Säule; aber noch immer konnte ich keine Schalter daran erkennen. Verrückt, das Ding musste doch einen Zweck erfüllen!

    Einer meiner absoluten Lieblings-Songs erklang. Eine neue Welt, von der Anime-CD, die RTL2 rausgebracht hat. War es bewusst oder unbewusst, dass ich mich gegen die Säule lehnte? Keine Ahnung. Jedenfalls spürte ich ein angenehmes Kribbeln in meinem Rücken. Warm und pulsierend. Ich weiß nicht, warum ich plötzlich an Duell-Monster-cards dachte. Es überkam mich der Wunsch, die Karte Zauberer der Zeit zu haben. Und plötzlich hielt ich sie in der Hand. Etwas Merkwürdiges ging hier vor. Etwas, das ich nicht erklären konnte – aber momentan auch gar nicht wollte. Von jetzt auf gleich hielt ich einen Pokeball in der Hand. Woher kam der so plötzlich? Wie unter Zwang warf ich den Ball und ein Tauboss materialisierte vor unseren Augen. Mein Tauboss! Wißt ihr, ich liebe Flug-Pokemon. Freudentränen kullerten an meinen Wangen entlang, als ich den schönen Vogel berührte. Mächtige Flügel umarmten mich sanft, seinen Kopf schmiegte er kurz an mein Gesicht, eher er sich wieder auflöste und in seinem Ball verschwand. Während der ganzen Zeit hörte ich nicht auf zu singen. Ich sang den Titelsong zu Jeanne – Kamikaze-Diebin, und für einen Moment schien sie leibhaftig vor mir zu stehen und mir zuzuzwinkern. Danach Ranma und Ryoga. Etwas Unbegreifliches ging vonstatten. Ich bemerkte die überraschten Blicke der anderen. Aber für mich schien es im Moment das Normalste von der Welt zu sein. Nochmal der Song Eine andere Welt – ich sang ihn einfach und stellte mich hinter die Säule. Wie in Trance legte ich meine rechte Hand auf die Plattform. Leichter Nebel stieg daraufhin auf, ein Lichtblitz schien mich zu erfassen.

    Was war passiert? Ich sah mich singen und gleichzeitig war ich woanders. Ich wollte das Mikro beiseite legen und blickte ungläubig auf meine Hand. Sie sah so ….. so… gezeichnet aus! Wurde ich verrückt?
    „Hallo, Wendy.“ Eine Stimme, irgendwo vor mir im Nebel. Sie klang vertraut. Schritte näherten sich. Sekunden später nahm ich schemenhafte Konturen wahr. Jemand kam auf mich zu.
    „Was ist mit mir passiert?“ fragte ich in Richtung des Schemen.
    „Etwas Einmaliges“, antwortete die Stimme. „Etwas, das nur wenigen vergönnt ist.“
    Die Stimme war jetzt ganz nah. Schließlich trat eine Person aus dem Nebel. Sie sah ebenso gezeichnet aus wie ich zu diesem Zeitpunkt. Wie aus einem Anime entsprungen. Violette Augen musterten mich teils aufmerksam, teils amüsiert. Blonde wirre Strähnen, umgeben von einem violetten Hauch umrahmten ein markantes Gesicht.
    „Aber … das ist doch unmöglich!“
    Der junge Mann vor mir lächelte. „In der Welt der Anime ist nichts unmöglich, Wendy.“
    „Du bist eine Anime-Figur, gezeichnet von einem Menschen.“
    Ich war sicher, den Verstand zu verlieren.
    „Ja, das ist wahr“, bestätigte mein Gegenüber, während er eine imaginäre Fluse von seinem Gehrock schnippte.
    „Aber Figuren werden durch die Phantasie der Menschen lebendig“, erklärte er mit ruhiger Stimme. „Und deine Phantasie ist sehr lebhaft, Wendy. Dadurch wurde unsere Neugierde geweckt. Und deshalb bist du hier – in unserer Welt.“
    Er zwinkerte mir freundschaftlich zu und wandte sich zum Gehen.
    „So, nun komm, Wendy. Die anderen warten bereits auf uns.“
    Er ging bereits wieder in den Nebel, während ich noch wie angewurzelt dastand.
    „Die anderen? Welche anderen?“ rief ich dem Jungen hinterher.
    Er blieb stehen und wandte sich mir kurz zu.
    „Du wirst sie gleich sehen, Wendy“, antwortete er lächelnd und winkte mir, ihm zu folgen.
    „Komm, Wendy. Folge mir.“

    Sekundenlang stand ich noch wie gelähmt da, bevor die Starre von mir abfiel.
    „Hey! Warte – Yu-gi!“



    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 19.06.2005, 10:12


    Chapter 4


    War das nicht wirklich absurd? Ich sah aus wie eine Anime-Figur und lief einer hinterher. Noch dazu Yu-gi. Allerdings die erwachsene Ausgabe. Ich kniff mir mehrmals in den Arm. Nein, ich träumte nicht. Das alles geschah wirklich. Yu-gi verlangsamte seinen Schritt, damit ich zu ihm aufholen konnte. Vor unseren Augen begann sich der Nebel zu lichten. Eine wunderschöne Wiese lag vor uns, einige Hundert Meter entfernt stand ein Haus. Ich konnte Bewegungen ausmachen. Offensichtlich warteten „die anderen“ bereits auf uns. Unbewußt blieb ich stehen, um die Szenerie auf mich wirken zu lassen. Yu-gi bemerkte es, blieb ebenfalls stehen und wandte sich mir zu.
    „Was ist, Wendy?“
    „Das alles erscheint mir so unwirklich. Wie ein Traum.“
    Er lächelte verstehend, kam auf mich zu und griff nach meiner Hand.
    „Manche Träume werden Wirklichkeit, Wendy“, erklärte er ruhig. „Du brauchst keine Angst zu haben. Hier wird dir kein Leid geschehen.“
    Ein derartiges Einfühlungsvermögen hatte ich dem Pharaonen-Ego gar nicht zugetraut. Ich kannte ihn nur energisch, zielbewusst und selbstsicher. Diese Nuance war neu und irgendwie befremdend. Ich versuchte zu lächeln, aber es misslang.
    „Die anderen beißen nicht“, erklärte er grinsend. „Obgleich ich bei einem keine Garantie gebe. In dieser Konstellation, die du gleich antreffen wirst, wirst du uns sonst nicht erleben. Nun komm.“
    Er zog mich eigentlich mehr hinter sich her. Habt ihr schon mal so was Verrücktes erlebt?

    Als wir uns dem Haus näherten, fing ich an, den einen oder anderen auch zu erkennen. Zwei Mädchen stritten darüber, ob es Tee oder Kakao geben sollte. Ein kleiner Junge mit Brille ließ sich von einem größeren Jungen mit zersausten blonden Haaren in die Geheimnisse von Duell-Monster einweihen. Drei andere Jungen schienen sich einfach nur zu unterhalten. Ein weiterer Junge mit weißen Haaren blickte in unsere Richtung und deutete auf uns.
    „Sie sind da!“ rief er erfreut. Auch die anderen blickten nun zu uns. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken, so peinlich war mir das Ganze. Ich traute mich kaum, einen von ihnen anzublicken. Der Junge mit der Brille eilte auf uns zu und streckte mir seine Hand entgegen.
    "Hallo, Wendy. Schön, dass du endlich da bist.“
    Verdattert schüttelte ich die dargebotene Hand.
    „Hallo, Conan.“
    Irrte ich mich, oder stotterte ich blöd vor mich hin?
    „Ging alles glatt, Yu-gi?“ erkundigte sich der weißhaarige Junge, während er mich aufmerksam betrachtete.
    „Na klar, Bakura. Alles bestens.“
    Wir gingen auf die anderen zu und setzten uns zu ihnen.
    „Hey, Alter. Eine lustige Mischung ist das hier.“
    Joey grinste über das ganze Gesicht und knuffte seinem Freund freundschaftlich in die Seite. Danach hockte er sich im Schneidersitz vor mich.
    „Und du bist also Wendy“, stellte er grinsend fest. „Freut mich, dich kennenzulernen.“
    Ich erwiderte sein Grinsen mit einem scheuen Lächeln. Auch der andere – Tristan – setzte sich zu uns.
    „Laß sie doch erst mal zur Ruhe kommen, Joey. Sie ist doch noch völlig verwirrt.“
    „Ach was.“ Joey machte eine wegwerfende Handbewegung. „Das wird schon.“
    „Nette Klamotten“, murmelte einer der anderen Jungen und setzte sich ebenfalls. „Wir sehen aus wie Zwillinge.“
    Verlegen schaute ich zu ihm auf. „Bei uns gibt es eine Redensart. Imitation ist die größte Form der Bewunderung. Ich hoffe, du bist deswegen nicht böse auf mich, Ranma.“
    Er blickte mich verdutzt an. „Nicht im Geringsten, Wendy. Ich fühle mich geehrt.“
    „Schleimer“, brummte ein Junge mit Geparden-Stirnband. „Dass du es einfach nicht lassen kannst.“
    „Jetzt mach’ mal halblang, Ryoga“, blaffte Ranma und gab direkt danach einen Schmerzensschrei von sich, als Akane ihre Faust auf seinem Kopf sausen ließ.
    „Warum hast du das getan, Akane? Was hab’ ich jetzt schon wieder falsch gemacht?“
    Seine Stimme klang fast weinerlich, während er vorsichtig die Beule abtastete.
    „Das weißt du genau, Ranma“, knurrte das Mädchen.
    „Ich wollte doch nur freundlich sein. Deswegen brauchst du mich doch nicht gleich zu schlagen.“
    „Freundlich – ja? Soll ich dir das etwa glauben?“

    Oh wei – Akane war aufbrausend wie eh und je. Was sollte ich nun machen? Die Frage wurde von dem anderen Mädchen beantwortet, die mit einem Tablett bewaffnet auftauchte.
    „Ich habe dann doch Kakao gemacht“, erklärte sie mit lauter Stimme, um Akane zu bremsen. Auffordernd hielt sie jedem von uns das Tablett hin. Für den heißen Kakao war ich in der Tat dankbar. „Danke, Téa.“
    Ranma und Ryoga schnupperten argwöhnisch an ihren Bechern. Schließlich traute sich Ranma und nahm einen vorsichtigen Schluck. Es schien ihm zu schmecken, also probierten auch Ryoga und Akane das für sie ungewohnte Getränk. Und für eine Weile saßen wir einfach nur da und genossen den dampfenden Kakao…..



    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 19.06.2005, 10:15


    Chapter 5


    „Euch alle hier zu sehen, ist schon eine Kuriosität für sich“, meinte ich irgendwann. „Wie kam das eigentlich zustande?“
    „Es zog mich einfach hierher“, erklärte Conan achselzuckend. „Warum fragst du?“
    „Ihr wisst, dass ihr Anime-Figuren seid“, versuchte ich, meine Gedanken in Worte zu fassen. „Und dass ihr euch eigentlich nie über den Weg laufen würdet.“
    „Es sei denn, dass uns die Phantasie eines Menschen zusammenführen würde“, erklärte abermals Conan.
    „Unser Shinichi, immer kühler Logiker.“
    Ich grinste den Jungen an, der rot anlief.
    „Wer? Ich? Wieso?“
    Ranma beugte sich breit grinsend zu Conan hinüber.
    „Sie hat dich halt durchschaut, mein Lieber.“
    Conan murmelte irgendwas und bohrte seinen Finger ins Gras.
    „Und ihr?“ fragte ich und blickte alle an.
    „Das Haus war das Ziel“, überlegte Ryoga laut. „Wir sind einfach hierher gegangen.“
    „Ohne euch zu verlaufen?“
    Die Frage rutschte mir einfach so raus und die Worte taten mir im selben Augenblick leid.
    „Tschuldige, Ryoga. War nicht so gemeint.“
    „Schon gut. Ich weiß es ja selbst.“
    „Deshalb ist er ja auch bei uns mitgegangen.“
    Ranma grinste und verkniff sich nur mühsam das Lachen.
    „Duuuuuu …..“

    Na toll. Jetzt schlugen sich die beiden. Und das wegen so einer Lappalie. Wortlos stand ich auf und ging ins Haus. In der Küche nahm ich zwei Gläser, füllte sie mit kaltem Wasser und ging wieder nach draußen. Noch immer kämpften die beiden miteinander. Kopfschüttelnd näherte ich mich den Streithähnen und begoß sie mit dem Wasser. Sekundenlang war es still. Alle Anwesenden mussten erst mal den Schreck verdauen, den die Verwandlung mit sich brachte.
    „Das ist alles nur deine Schuld, Ryoga. Arrgh, ich könnte dich erwürgen.“
    Das Mädchen mit dem roten Zopf machte Anstalten, sich auf das kleine schwarze Ferkel zu stürzen, das sich mit einem erschreckten Quietschen hinter meinen Füßen versteckte.
    „Es ist gut jetzt, Ranma“, erklärte ich an das Mädchen gewandt. „Beruhige dich.“
    Dann ging ich in die Hocke und schnappte mir das Ferkel.
    „Und du beißt sie nicht. Verstanden, Ryoga?“
    „Oink-oink.“ Fast treuherzig blickten mich die großen dunklen Augen an. Ich setzte mich wieder, hielt das Ferkel dabei fest.
    Alle anderen starrten uns an.
    „Wa ….?“ Joey raufte sich die Haare. „Das ist mir zu hoch. Was ist denn nun passiert?“
    Ich stupste Ranma an, die verlegen vor sich hinstarrte. „Verwunschene Quellen“, erklärte sie mit kratziger Stimme. „Bei Kontakt mit kaltem Wasser werde ich zu einem Mädchen, Ryoga zu einem schwarzen Ferkel.“

    „P-chan.“ Fassungslosigkeit vibrierte in Akanes Stimme. Oh, ich Esel! Ich hatte nicht daran gedacht, dass Akane noch immer nicht um Ryogas Geheimnis wusste. Wie konnte ich nur so blöd sein? P-chan duckte sich und machte sich in meinem Schoß so klein wie möglich. Yu-gi betrachtete sich die beiden neugierig.
    „Das ist interessant“, stellte er fest. Seine Stimme klang nun hell und jünger als vorhin. Er war in der Zwischenzeit zu dem kleinen Yu-gi geworden. Nun hatte ich die Gelegenheit, beide kennenzulernen. Conan hingegen war schreckensbleich.
    „Läßt sich das wieder rückgängig machen?“ fragte er schockiert.
    „Mit heißem Wasser verwandeln wir uns wieder zurück“, erklärte Ranma und blickte verwirrt auf, Als Akane wie in Trance aufstand und ins Haus ging.
    „Oh-oh, das sieht nach Ärger aus“, murmelte sie. „Wir sollten besser abhauen, Ryoga.“
    Doch das Ferkel machte keine Anstalten, wegzurennen. Stattdessen starrte es neugierig in Conans Richtung, in dessen Augen sich ein paar Tränen angesammelt hatten. Automatisch beugte ich mich zu ihm hinüber und legte ihm meine Hände auf die schmalen Schultern.
    „Irgendwann wist du auch von deinem Fluch erlöst sein, Shinichi. Dann kannst du dein normales Leben wieder aufnehmen.“
    Sicher, das war nur ein schwacher Trost. Aber was sollte ich ihm sonst sagen?

    Jedes weitere Wort erübrigte sich allerdings, als Akane wieder auftauchte. In der Hand einen Kessel mit heißem Wasser …..



    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 28.06.2005, 23:10


    Chapter 6


    Ranma sprang zur Seite, um nicht von dem heißen Nass getroffen zu werden. Leider war ich nicht so schnell. Kochendheißes Wasser ergoß sich über P-Chan und mich. Während ich noch frustriert auf meine nassen Sachen blickte, sprang Ryoga quietschend umher.
    „Heiß, heiß, heiß!“ japste er und schüttelte sich. Als die anderen glucksend und kichernd in seine Richtung blickten, schaute auch ich auf. Ryoga wirkte erst schockiert, ehe ihm die Schamesröte ins Gesicht schoß.

    Gegen meinen Willen musste auch ich kichern. Der arme Ryoga stand völlig nackt vor uns. Welch ein Anblick! Da stand er nun vor uns, hielt seine Hände schützend vor ….. ups, ihr wisst schon was und funkelte Akane zornig an, während sich Ranma vor Lachen krümmte.
    „Warum hast du das getan?“ Ryoga war außer sich vor Zorn.
    „Oh, gefällt es dir eher, ein Ferkel zu sein?“ fragte Akane fast gleichgültig. „Sooo, und nun zu dir, Ranma.“
    Das Mädchen hob abwehrend die Hände. „Laß uns darüber reden, Akane. Von Mädchen zu Mädchen, ok?“
    Doch seiner Freundin war nicht zum Scherzen zumute. Sie fühlte sich maßlos ausgenutzt und über’s Ohr gehauen. Da sie Ryoga nun vor aller Augen blamiert hatte, wandte sich ihre Wut nun gegen Ranma. Ryoga hingegen klaubte seine Sachen vom Boden auf und versteckte sich hinter einem Gebüsch, um sich anzuziehen. Téa gluckste und stupste mich an. „Niedlich, was?“
    Ich grinste breit. „In der Tat, Téa. In der Tat.“

    Die übrigen Jungen sahen einander erst fragend an, ehe sie einstimmig die Köpfe schüttelten. Irgendwo hinter uns erklang ein erschreckter Aufschrei.
    „Ich vermute mal, Akane hat Ranma gestellt“, kommentierte Yu-gi mit einem Grinsen.
    „Darüber reden wir noch“, brummte der Gemeinte, nun wieder ein Junge. Auch Ryoga gesellte sich wieder zu unserer Gruppe, ebenso Akane. Ihre Augen funkelten noch immer vor Wut. Ein peinliches Schweigen entstand. Dann fiel mir etwas ein.
    „Was ich euch fragen wollte. Ich hab da vorhin einen Mann gesehen, der mir bekannt vorkam.“
    Yu-gi nickte. „Du meinst Sam.“
    „Möglich, dass er so heißt. Aber wer ist das?“
    „Eine Art Wächter“, erklärte Ranma.
    „Wächter? Wie meinst du das?“ Das verwirrte mich doch sehr.
    „Nun, nicht jeder darf hierher. Sam achtet darauf, dass kein Unbefugter die Grenze überschreitet. Und er passt auch auf dich auf.“
    Ranma klang ungewöhnlich ernst. Verwirrt runzelte ich die Stirn.
    „Er passt auf mich auf? Das verstehe ich nicht.“
    „Sam ist immer in deiner Nähe. Daher kommt er dir so vertraut vor. Wenn bekannt ist, wann wieder ein Mensch zu uns darf, wird ein Wächter losgeschickt, um auf den oder die Auserwählte aufzupassen. Er darf sich dir aber nicht vorstellen oder dich warnen. Du musst ganz unbefangen sein, wenn du hier das erste Mal bist.“
    Auch Tristan klang sehr ernst und nicht so locker wie sonst.
    „Aber er ist ein Mensch, oder?“ Jetzt wollte ich es doch ganz genau wissen.
    „Nur diejenigen, die ebenso leidenschaftliche Anime-Fans sind wie du eignen sich für diese Position“, antwortete Yu-gi ausweichend. „Es ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Und wer weiß. Vielleicht bist auch du irgendwann ein Wächter. Sam zumindest macht das schon seit Jahren.“

    Wirklich verstanden hatte ich das nicht. Dennoch war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich so etwas wie einen Schutzengel hatte.



    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 28.06.2005, 23:12


    Chapter 7


    Irgendwann bemerkte Ryoga, dass wir meinen Eintritt in ihre Welt noch nicht gebührend gefeiert hätten. Joey bekam fast postwendend Hunger und machte ein langes Gesicht, als er die Worte seines Freundes vernahm.
    „Das muß warten“, erklärte Yu-gi und stand auf. Seine Stimme klang auf einmal wieder dunkler und ernster. Seine Verwandlungen gingen stets von mir unbemerkt vonstatten.
    „Es wird Zeit, zu gehen. Die Nebel lichten sich bereits.“
    „Jetzt schon?“ Ich konnte die Enttäuschung nicht aus meiner Stimme verbannen, als ich mich ebenfalls erhob.
    „Werde ich euch je wieder in dieser Gruppierung wiedersehen?“
    „Aber natürlich.“ Conan klang zuversichtlich. „Wir sind doch jetzt Freunde.“
    „Aber wie werde ich zu euch gelangen?“ Verzweiflung machte sich in mir breit. Ich wollte noch nicht zurück!
    „Wann immer dein Körper ruht, wird deine Seele bei uns sein“, erklärte Ryoga und blickte mich aufmerksam an.
    „Es ist wie ein festes Band, das uns von nun an verbindet“, fügte Ranma augenzwinkernd hinzu und streckte seine Hand mit dem Rücken nach oben aus.
    „Freunde“, sagte er bestimmt und blickte auffordernd in die Runde.
    „Freunde“, wiederholte ich und legte meine Hand auf seine.
    Die anderen taten es uns nach. Es war ein bewegender Moment für mich, das könnt ihr mir glauben. Zum Schluß legte Akane ein Band über unsere Hände, um den simplen, doch bedeutenden Schwur zu besiegeln.
    „Es wird Zeit“, murmelte Yu-gi und blickte mich abwartend an.
    „In der Zwischenzeit werden wir ein Festessen auf die Beine stellen“, versprach Joey im Brustton der Überzeugung.
    „Falls Téa kochen kann“, bemerkte Ranma grinsend. „Akane kann es nämlich nicht.“

    Yu-gi und ich machten uns schweren Herzens auf den Rückweg. Wir waren recht schweigsam. Irgendwann näherten wir uns den Ausgangspunkt. Wie durch einen Spiegel sah ich mich selbst, noch immer auf der Bühne singend.
    „Wieviel Zeit ist eigentlich vergangen?“
    Yu-gi blinzelte nachdenklich. „In deiner Zeit ist eine Stunde vergangen, Wendy.“
    „Nur eine Stunde?“ wiederholte ich verblüfft. „Es kam mir aber viel länger vor.“
    „In unserer Zeit warst du auch länger“, bestätigte mir der Junge. „Aber es wird in deiner sogenannten Echtzeit gerechnet. Um demnach ist eine Stunde vergangen.“
    „Man wird mich fragen, wie ich all das machen konnte. Was soll ich bloß sagen?“
    „Ganz einfach. Sag, es handle sich um eine Art Holo-Projektor. Es waren Hologramme. Sie werden dir glauben.“
    So ganz überzeugt war ich von seinen Worten nicht. Daraufhin deutete Yu-gi grinsend in die Menge. „Er wird dir dabei helfen. Verlaß dich darauf.“
    Ich folgte seinem Fingerzeig und erkannte besagten Sam.
    „Und wie komme ich jetzt wieder zurück?“
    „Du musst einfach nur durch das blaue Licht gehen. Keine Angst, es wird nichts passieren. Und in wenigen Stunden sehen wir uns ja wieder, um zu feiern.“
    Er zwinkerte mir dabei fröhlich zu.
    „Aber drei fehlen noch. Werden sie auch nachher da sein?“
    Wir sahen einander an. Yu-gis Augen waren auf einmal voller Verständnis. Er schien mir bis auf den tiefsten Grund meiner Seele blicken zu können.
    „Großvater, Mokuba und Seto. Sie werden da sein, versprochen.“

    Zum Abschied nahm ich den geheimnisvollen Jungen in den Arm und gab ihm einen scheuen Kuß auf die Wange.
    „Danke für die wundervollen Stunden, Yu-gi. Es hat mir unglaublich gefallen.“
    „Es werden noch viele wunderbare Stunden und Tage folgen, Wendy“, versprach er mir.
    „Bis nachher also.“
    „Ja, bis nachher. Ich freue mich jetzt schon darauf.“
    „Ich mich auch, Wendy.“

    Zögernd ging ich anschließend durch das blaue Licht. Wissend, dass mir mein Freund hinterher blickte …



    Re: [STORY] The magical world of Anime - Teil 1

    Tory - 28.06.2005, 23:15


    Chapter 8



    Von jetzt auf gleich stand ich wieder auf der Bühne, die letzten Töne des Songs „Land of make believe“ hallten noch nach. Wie passend dieser Song doch war. Applaus ertönte und ich strahlte. Hatte ich mir das eben Erlebte vielleicht doch nur eingebildet? Ich deutete an, eine Pause zu benötigen und ließ meinen Blick suchend umherschweifen. Ich entdeckte besagten Sam, der mir freundlich zulächelte und auf ein Glas Coke deutete. Also verließ ich die Bühne und bahnte mir einen Weg zu ihm.

    „Mensch, wie hast du das bloß gemacht?“ Oh, mein Gott. An Michaela hatte ich gar nicht mehr gedacht. Widerwillig drehte ich mich zu ihr um und bemühte mich um Freundlichkeit.
    „Es waren Hologramme, Micky“, erklärte ich ruhig. „Das Gerät auf der Bühne ist ein Holo-Projektor.“
    „Aha. Aber wie …?“
    „Michaela!“ fiel ich ihr ins Wort. „Gönn’ mir doch einfach erst mal eine Pause, ok? Nachher erkläre ich dir alles.“ Nach diesen Worten ließ ich sie einfach stehen und setzte mich kurz darauf neben Sam.
    „Eine echte Klette, die Kleine“, bemerkte er grinsend und schob mir mein Getränk zu.
    „Und nervig obendrein. Danke für die Cola, Sam.“
    Er nickte einfach nur und betrachtete mich aufmerksam.
    „Wer hat dich abgeholt?“
    „Yu-gi.“
    Für einen Moment wirkte er verblüfft. „Ich hatte auf Ranma getippt.“
    Wir lachten beide darüber.
    „Sie wollen nachher noch feiern“, erklärte ich. „Kommst du auch?“
    „Wenn das eine Einladung war, nehme ich gerne an. Falls Akane nicht diejenige ist, die kochen soll.“
    Abermals grinsten wir und diesmal beäugte ich ihn. Sam machte einen symphatischen Eindruck. Er war wohl um die Mitte dreißig und um die 1,80 Meter groß. Schwarze Haare fielen leicht zersaust in sein Gesicht. Und in seinen braunen Augen glitzerte ein amüsiertes Funkeln. Ich wusste plötzlich, wo ich ihn schon mal begegnet war. Auf dem Heimweg nach der Schule oder auch beim Einkaufen. Aber ich hatte ihn nie bewusst wahrgenommen.

    „Du siehst zufrieden aus“, durchbrach er meine Gedanken. „Die meisten sind zunächst schockiert. Du scheinst das Ganze besser verarbeitet zu haben. Das ist gut, Wendy.“
    Vermutlich trug ich ein dämliches Bananengrinsen zur Schau.
    „Es war einfach nur toll, Sam. Ich hab mich selten so gut gefühlt. Obgleich es mir noch immer wie ein Traum vorkommt.“
    „Hm, ein wunderschöner Traum, nicht wahr?“
    Ich nickte. „Sie sagten, du seiest ein Wächter und zugleich mein Schutzengel.“
    „Naja, das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Aber ich achte schon auf dich, das stimmt wohl. Du sollst wohlbehalten bei ihnen ankommen.“
    „Ich verstehe das Ganze noch nicht wirklich. Aber es ist auch egal. Ich weiß, dass du zu meinen Freunden gehörst. Und das reicht mir.“

    Irgendwie hätte ich die ganze Welt umarmen können, so gut fühlte ich mich. Falls es doch ein Traum war, so sollte er niemals enden. Eine knappe Stunde später stand ich auf, um auf mein Zimmer zu gehen. Sam begleitete mich. Sein Zimmer war ganz in meiner Nähe. Warum wunderte mich das nicht? Vor der Tür blieben wir kurz stehen.
    „Reicht es wirklich, einfach nur einzuschlafen?“ fragte ich ihn. Die alten Zweifel kehrten zurück.
    „Denk einfach an sie, das ist sehr hilfreich. Du hast den Weg bereits beschritten, Wendy. Du wirst sie finden, ohne dich zu verlaufen. Ich sag einfach mal, bis gleich. Wird bestimmt lustig.“ Sam zwinkerte mir zu.
    „Bis gleich, Sam. Bin schon auf das Essen gespannt.“
    „Und ich erst.“
    Nach diesen Worten verabschiedeten wir uns. Und ich hatte es plötzlich sehr eilig damit, ins Bett zu kommen …



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    Linklist - gepostet von Ridley am Sonntag 11.09.2005



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