Verfügbare Informationen zu "Klassisches Matinée"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: LeSoleil - Ellen Forum: Paris bei Nacht Forenbeschreibung: Spielerforum aus dem Unterforum: Paris Antworten: 41 Forum gestartet am: Mittwoch 18.05.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Klassisches Matinée Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 6 Monaten, 4 Tagen, 8 Stunden, 9 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Klassisches Matinée"
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 09.08.2005, 19:12Klassisches Matinée
Der Malkavianer sieht auf. Wie lange hat er hier gesessen und das Bild angesehen? Schwer zu sagen. Aber - ist das wichtig?
Natürlich gibt es hier Uhren, doch Gris beachtet sie nicht. Ein jedes Ding braucht so viel Zeit wie es eben dauert. Und was er eben erfahren hat - zumindestens denkt er, dass es eben war - ist interessant, sehr interessant.
Vor allem, wenn es stimmt, was er über den Grund der Rückkehr gesehen hat. Aber hat er es nicht gesagt - manche Dinge waren zu wichtig, als dass sie so einfach vorbei wären.
Doch das ergibt auch noch andere Möglichkeiten.
Lächelnd nimmt sich Gris seinen Mantel und verlässt, unsichtbar für die meisten Augen, seine Zuflucht.
Er würde einmal ein paar dieser neumodischen Radio-Sender aufsuchen. Es galt, den ein oder anderen Wunsch ins Programm zu bringen. Und das sollte nun wirklich nicht schwer sein...
Leise summt er ein Lied vor sich hin, dass Kenner wohl als ein Stück aus der Operette "Die spanische Nachtigall" von 1920 erkennen könnten - wenn er denn gehört würde...
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 09.08.2005, 20:36
Zwei Texte hatte sie nun fertig, aber das war sicher nicht genug. Sie ging nach oben, stellte das Radio an und arrangierte summend die Blumen neu in der Vase. Vielleicht sollte sie mal so was ausprobieren.....Jazz....hmm.......
Sie trat drei Schritte zurück und begutachtete ihr Werk. Eine Blüte wurde sanft aber bestimmt in eine andere Richtung geschoben. Die Position der Vase wurde um 3 Millimeter korrigiert..nun stimmte wieder alles.
Die Stimme des Radiosprechers ertönte....
“ Und das war "Meet Miss Banning" von Bill Conti. Gewünscht wurde es für Nachtigall mit der Bitte, doch wieder auf die Geranien acht zu geben...
Sie hob den Kopf. Nachtigall? ....Banning?......GERANIEN?
Sie musste lachen und liess sich in den Sessel fallen. Sie griff nach ihrem Handy, legte es dann aber wieder weg. Die Geranien....okay, das hiess etwas anderes.
Sie sah auf ihre Uhr. Eigentlich........könnte sie ja gleich mal dort vorbei schauen. Was er wohl wollte?
Und damit machte sie sich auf den Weg zum Centre Pompidou.
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 09.08.2005, 20:51
Das Centre Pompidou strahlt in warmer Abendbeleuchtung in der Nacht. Ein Plakat am Centre preist die aktuelle Architektur-Sonderaustellung an.
Wie gehabt lümmeln vor dem Centre einige Jugendliche herum, rauchen, trinken, fahren Skateboard und erfreuen sich ihrer sterblichen Existenz.
Es scheint so, als habe sich hier nichts geändert, als sei dieser Ort immerzu derselbe. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, was in den letzten Wochen so alles passiert ist, oder?
Auch das Blumenbett hinter dem Centre ist noch (fast) dasselbe, man merkt den Geranien lediglich die Zeit an, die verstrichen ist. Und noch immer steht der alte Baum knorrig inmitten des Beetes.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 09.08.2005, 21:11
Architektur-Ausstellung. Sie musste seufzen. Alles, aber auch alles erinnerte an Carsten.
Flüchtig liess sie ihren Blick über die Jugendlichen wandern. Zu stark war die Erinnerung an Klauen, die wieder und wieder in ihr Fleisch drangen, Klauen, die zu Jugendlichen in schwarzen Jacken gehörten. Aber diese dort schienen harmlos.
Sie schlenderte um das Centre herum und blieb vor dem Beet stehen. Lächelnd betrachtete sie die Geranien, dann den Baum.
Vorsichtig setzte sie ihre Schritte zwischen die Blumen um sie nicht zu beschädigen und griff dann vorsichtig – man konnte ja nie wissen, was sich da häuslich eingerichtet hatte – in das Loch im Stamm.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 10.08.2005, 01:36
Ja, wie erwartet: ein Umschlag. Darin fand sich ein Schlüssel und eine Einladung.
Sie kannte die Prozedur ja schon. Sie fuhr die Rolltreppe hinauf zum Personaleingang des Centre und öffnete vorsichtig die Tür. Sie lauschte, hörte nichts und folgte dem Gang, der sie ins Centre hinein bringen würde.
Dort blieb sie stehen und sah sich um.
"Gris?"
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 10.08.2005, 11:07Musik liegt in der Luft
Ellen lauscht, ihre scharfen Vampirsinne durchdringen das stille, (fast) verlassene Gebäude... Still? Nein, nicht ganz.
Ganz leise dringt klassische Musik an ihr Ohr, Opernmusik. Die Königin der Nacht?
Doch, es ist seltsam. Es ist nicht der Klang einer CD-Aufnahme. Auch eine Schallplatte klingt anders. Ja, es ist der unverwechselbare Klang eines alten Gramophons.
Und die Musik scheint von oben zu kommen.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 10.08.2005, 13:38
Natürlich waren ihr die Klänge eines Grammophons vertraut. Schliesslich war sie kein Neonate mehr, der ausser CD´s noch nie was anderes gesehen hatte. Sie lauschte einen Moment den Klängen und folgte ihnen dann.
Mozarts Zauberflöte.....eine schöne Oper. Aber weshalb spielte er die Königin der Nacht?
Sie überlegte. Die Rolle der Königin der Nacht begann in der Oper als gute Fee, wandelte sich im Verlauf des Stückes aber immer mehr zu einer Widersacherin des Guten und der Weisheit. Zum Schluss......starb sie. Schlangen kamen darin vor, ein Tempel und – beinahe unvermeidlich – Isis und Osiris. Mozart selbst war als Freimaurer bekannt und brachte das gerade in dieser Oper ganz deutlich zum Ausdruck. Wollte Gris damit..IRGENDETWAS...andeuten?
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 10.08.2005, 14:21Engel der Lieder?
Die Klänge führen sie nach oben, in das oberste Stockwerk des Centres, einen Gang entlang, in einen Ausstellungsraum, der normalerweise bis auf einige Bilder leer ist. Die Bilder sind alle im Jugendstil gehalten, keine allzu bekannten Werke, aber für jene, die diese Stilrichtung mögen, sicherlich nicht hässlich anzusehen.
Nun steht zudem noch ein Tisch in der Mitte des Raumes, so wie man ihn manchmal in kleinen Cafes findet: Hölzern, handgemacht und sicherlich nicht für mehr als zwei Personen gedacht. Und wirklich stehen sich zwei hohe Lehnstühle - voneinander durch die Tischplatte getrennt - an ihm gegenüber.
Eine Öllampe steht auf der Tischplatte, ebenso wie die ein oder andere im Raum verteilt ist. Sie sind so plaziert, dass das Licht wenig Schatten lässt und somit auch eindeutig zu hell, um romantisch zu wirken. Aber angenehmer als das Kunstlicht ist es wohl allemal.
Weiterhin steht eine Vase mit einer einzelnen, blühenden Rose auf dem Tisch. Eine Mutation, wie es scheint, weiß mit roten Sprenkeln.
Auf einem kleinen Sideboard steht das Gramophon, ein altes, wuchtiges Stück, jedoch sehr kunstfertig gearbeitet - und noch funktionstüchtig.
Etwas daneben stehen eine Flasche Wein, sowie zwei Gläser.
Noch etwas weiter steht dagegen eine alte, hölzerne, staubige Kiste, von der Grundfläche her in etwa so groß wie ein Din A 3 Blatt und etwa 30cm hoch - den abgerundeten Deckel nicht mitgerechnet.
Gris steht neben dem Gamophon und dreht sich in dem Augenblick herum, da Ellen den Raum betritt. Er ist ganz er selbst, auch die Kleidung ist im Stil eines einfachen Fischers, wengleich natürlich sauber, und wirkt hier wohl etwas deplaziert.
"Ah, willkommen... schön, dass sie es einrichten konnten... Ich hoffe, ich habe Sie nicht bei etwas... wichtigem gestört?"
Er wirkt etwas verlegen.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 10.08.2005, 14:52
Sie verneigte sich.
Sie wusste das Gris keinen Wert auf solcherlei Respektsbekundungen legte, dennoch fühlte sie sich verpflichtet, dies zu tun. Es war irgendwie – richtig so.
“Guten Abend, Gris. Ich danke Ihnen für die Einladung. Es ist mir eine Ehre, hier sein zu dürfen und nein, Sie haben mich nicht gestört.“
Neugierig nahm sie die Details des Raumes in sich auf, die Bilder, den Tisch, die Kiste und die Rose. Dann sah sie neugierig zu ihm.
Gekleidet war sie wie immer – wenn man so etwas von einem Toreador überhaupt sagen konnte. Eine schmale schwarze Lederhose und darüber eine lange schwarze Tunika, die mit kupferfarbenen Fäden bestickt war, die exakt die Farbe ihrer Locken hatten. Die Haare wurden von einem schwarzen gedrehten Seidentuch aus der Stirn gehalten. Hohe schwarze Pumps vollendeten das Outfit......und somit passte sie erstaunlicherweise ausnehmend gut sowohl zu den Jugendstil-Bildern als – ganz in schwarz gekleidet - auch zur Königin der Nacht.
Vielleicht war ihr Aussehen ein bisschen überraschend für Gris, obwohl sich auf den zweiten Blick nicht viel verändert hatte. Natürlich die Haarfarbe – dieses Rot war einfach nicht zu übersehen. Auch war sie geschminkt, was sie früher fast nie war. Es schien aber eher weniger der Betonung ihrer Reize zu dienen als dem Verändern ihres Gesichts. Und das war auf subtile Weise recht gut gelungen, auch wenn die Stimme sofort klar machte, mit wem man es zu tun hatte. Was auffiel, war der Akzent, der völlig verschwunden war. Und nun, wo sie französisch sprach, eine Sprache, die an sich schon eher gesungen denn gesprochen wurde, schien es mehr denn je, als streichle und betöre diese Stimme die Sinne
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 10.08.2005, 15:03
Wie schon so oft verbeugt sich Gris ebenfalls.
"Es... ist mir eine Freude, sie hier begrüßen zu dürfen und... ihre... liebreizende Stimme zu hören, Nachtigall"
Er geht zu dem Tisch und zieht einen der Stühle zurück. Ihm fehlt dabei die Eleganz mit der dies zum Beispiel ein anderer Toreador machen würde. Oder ein Ventrue. Oder... Carsten.
Es ist vielmehr so, als sei dies ungewohnt, als wisse er zwar um diese Anstandsregel aber als habe er sie erst spät kennen gelernt. Nein, zu seiner Natur geworden ist dies sicherlich nicht.
"Bitte... setzen Sie.. sich doch"
So wirkt der alte Mann auch wieder etwas verlegen und seine Schüchternheit kommt gerade jetzt wieder deutlich zum Ausbruch. Von daher ist es schwer zu sagen, ob ihn Ellens Aussehen überrascht.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 10.08.2005, 15:30
Anmutig neigt sie ihren Kopf und nimmt mit einem Dank Platz. Die Eleganz, die Gris vermissen lässt, ersetzt sie dabei spielend, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Und noch etwas wird deutlich, das sich verändert hat, wenn auch nur unterschwellig: die Fröhlichkeit, die Ellen so oft gezeigt hatte, ist verschwunden, ihre Offenheit, mit der sie auf alles und jeden zuging, verloren.
Was sie inszeniert, ist ein perfektes Schauspiel. Das Lächeln, das sie zeigt, höflich, sogar freundlich in diesem Moment, aber was dabei hinter ihrer Stirn vor geht, bleibt verborgen. Keine spontane Geste deutet auf ein Gefühl hin. Sie ist viel mehr Toreador, viel mehr Kind der Nacht als vor ihrer Reise nach New York.
Aufmerksam wartet sie ab, bis Gris ebenfalls sitzt und das Wort an sie richten wird.
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 10.08.2005, 15:45
Der Malkavianer setzt sich ihr gegenüber, derweil hinter ihm die Arie endet.
Die alten, jedoch klaren Augen, die soviel gesehen haben und immer noch sehen, richten sich auf die Toreador, mustern sie und für einige Augenblicke ringen Erkenntnis und Melancholie in Ihnen.
"Sie haben sich sehr verändert, Nachtigall" sagt er schließlich, schlicht.
"Aber das ist wohl kein Wunder..."
Für einige Momente wirkt er seltsam abwesend.
"Etwas Wein?"
Er vermeint sich zu entsinnen, dass sie hin und wieder Nahrung zu sich nimmt, die kein Blut ist. Oder war das in einem anderen Leben? Manchmal fällt die Unterscheidung schwer.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 10.08.2005, 16:23
“Gerne. Danke sehr“
Das Lächeln blieb.
In ihr jedoch begehrte die alte Ellen auf
Ist es denn ein Wunder? Was erwartet ihr, nach allem, was passiert ist? Ich habe euch vertraut, jedem einzelnen von euch, und ich habe gesehen, was ich davon habe. Spielt eure lächerlichen Spielchen, aber spielt sie ohne mich. Ich......stehe über euch?
Keine Wimper zuckte. Und dann hatte sie ihren innerlichen Aufruhr auch wieder unter Kontrolle.
“Es wäre doch auch schlimm, wenn es nicht so wäre, nicht wahr? Wegen der Maskerade, meine ich. Nicht auszudenken, einer der Sterblichen da draussen käme auf die Idee, die tote Ellen Bangs auf der Strasse gesehen zu haben. Am Ende würde ich posthum noch so berühmt wie Elvis“
Sie lächelte immer noch. Sie wusste, das Gris nicht nur ihr Aussehen gemeint hatte, aber was sollte sie dazu sagen? Also ..wirklich sagen? Lieber ein bisschen reden und gar nichts sagen und abwarten, worauf er hinaus wollte
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 10.08.2005, 17:08
"Das Rot steht Ihnen... manch anderes nicht"
Der Ahn erhebt sich und geht zum dem sideboard, um die Flasche Wein sowie eines der Gläser zu ergreifen. Sacht stellt er letzteres vor ihr ab, um ihr ein halbes Glas des roten Weines einzuschänken. Der Wein ist tiefrot und klar, dunkel wie frisches Blut.
Die Flasche ist alt. Das Etikett ebenso. "Domaine de la Romanée-Conti" ist darauf zu lesen. Nein, es ist nicht der Romanée-Conti Wein (immerhin reden wir hier nur von einem Malkavianer der einst Fischer war und es irgendwie noch immer ist), aber einer der anderen Weine des Gutes.
Sorgsam stellt Gris die Flasche wieder weg. Lange hat er sie aufgehoben. Heute nun ist die Zeit gekommen, da sie jemand genießen kann.
Er fragt nicht, ob ihr der Wein Recht ist. Sagt nicht, das er hofft, dass er ihr munden wird. Welch sinnlos-inhaltsleeres Gerede das wäre.
Er setzt sich wieder.
"Das jähe Ende ihrer Opernkarriere tut mir ehrlich leid. Andererseits... die Menschen vergessen schnell.... Und wir haben Zeit. "
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 11.08.2005, 14:28
Sie überging die Anspielung. Das er nicht ihre Kleidung meinte, war ihr klar. Was genau er meinte, war ihr nicht so ganz klar. Aber zur Zeit war es ihr schlicht egal. Vorbei die Zeiten, in denen sie nach anderer Leute Pfeife tanzte, vorbei die Zeiten, in denen sie jedem gefallen wollte. Sie würde von nun ab nach ihren Regeln spielen und niemand – NIEMAND – würde sie mehr leiden sehen.
Ein Blick auf das Etikett verriet ihr, das sie gleich einen Wein würde kosten dürfen, wie sie noch kaum einen getrunken hatte. Der 1985er Romanee-Conti ging mittlerweile für mehr als 4.500 Euro die Flasche über den Ladentisch, an den 1921er kam nicht mal mehr der französische Staatpräsident heran, der Wert dieses Weines.......sie dachte nicht darüber nach. Carsten hatte sie eines gelehrt: schöne oder teure Dinge waren zum Geniessen da, nicht, um hinter Glas bewundert zu werden. Irgendwann gingen sie doch kaputt und was hatte man dann davon gehabt?
Sie wartete bis Gris wieder sass, dann hob sie ihr Glas an, lächelte ihm zu, und erschnupperte das Bouquet. Ein vorsichtiger Schluck mit geschlossenen Augen folgte und wahrlich, dieser Wein war eine Offenbarung. Ein weiterer Schluck folgte, dann setzte sie ihr Glas wieder ab und leckte sich einen Tropfen von der Lippe.
“Wie sagte einst ein Kenner? Die Mutter aller Weine. Der Stoff aus dem die Träume sind – Samt und Seide. Eine Explosion im Mund, eine rote Offenbarung. Und sogar trinken kann man ihn. Offensichtlich kein Kind der Nacht, aber ich denke, er hat den Punkt getroffen. Ich danke Ihnen für diesen Genuss, Gris.
Was meine Opernkarriere angeht......“
Sie schien gefasster als noch vor ein paar Nächten
“Ich habe nicht vor, noch einmal damit zu beginnen. Zuerst war es der Bürgerkrieg, dann der Sabbat und nun mein Erzeuger. Es soll wohl einfach nicht sein. Aller guten Dinge sind drei. Ich habe internationale Erfolge gehabt, die Fachwelt spricht ..oder sprach ...meinen Namen mit Ehrfurcht aus, was will ich mehr? Die Scala war mir nicht vergönnt, jedenfalls nicht offiziell...es wird sich etwas anderes finden. Kein Grund zur Trauer“
Sie schien tatsächlich überzeugt zu sein von dem, was sie sagte. Aber war sie das wirklich?
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 11.08.2005, 14:51
"Sehr schade. Dabei hatte ich gehofft, noch das ein oder andere Mal Ihre Stimme hören zu dürfen. Ich war in einer ihrer Vorstellungen und ich muss sagen, ich war sehr beeindruckt. Aber wenn Sie nicht mehr singen möchten, wird es wohl bei dieser Erinnerung bleiben... "
Er seufzt
"Dann hat es wohl auch keinen Sinn, Ihnen das zu zeigen, was ich Ihnen eigentlich zeigen wollte."
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 11.08.2005, 15:14
"Ich sprach von meiner Opernkarriere, nicht vom Singen im Allgemeinen. Von irgendwas muss ich ja leben. Aber......was wollten Sie mir denn zeigen, Gris?"
Nun war sie ja doch neugierig geworden.
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 11.08.2005, 15:21
Der alte Malkavianer lächelt.
"Wie sie vielleicht wissen, bin ich schon ziemlich lange in Paris. Paris ist schon sehr lange eine Stadt der Künstler, eine Stadt der Musik, der Komponisten, der Oper und Operette... So manches Manuskript ging im Laufe der Geschichte verloren, von manchem Manuskript existiert nur eine Kopie, manches mal unvollständig... und manches konnte doch gerettet werden, blieb schlafend in Paris...."
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 12.08.2005, 00:26
...... und manches konnte doch gerettet werden, blieb schlafend in Paris....
Ihr Blick wanderte zu der Kiste, dann zurück zu Gris.
Vorsichtshalber nahm sie noch einen Schluck Wein.
“Und Sie ......haben solche Kopien und Manuskripte?“
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 12.08.2005, 16:07
"In der Kunst steckt so manche Wahrheit. Und eine Oper hat eine solche Kraft. Wie... konnte ich da zu lassen, dass etwas zerstört wird? Schon soviel ist... unwiederbringlich verloren gegangen. Und doch... Musik muss gespielt... Lieder müssen gesungen werden, sonst ist sie wie tot..."
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 12.08.2005, 20:38
Sie gab ihm ja Recht. Dennoch war ihr nicht ganz klar, was er von ihr wollte: Sollte sie ihm hier ein Ständchen bringen? Es war klar, das sie in absehbarer Zeit nicht an irgendeiner Oper auftreten konnte. Wenn das also warten musste, warum war sie dann hier?
Ihr Blick wanderte von der Kiste wieder zu Gris.
“Also?“
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 16.08.2005, 23:30
"Ich wollte Ihnen... Dies schon länger zeigen, aber leider hat es sich nie ergeben."
Gris steht auf, um zu der Kiste zu gehen. Vorsichtig streicht er über das alte Holz, wischt Staub beiseite.
"Es ist schon erstaunlich, was die Zeit so alles mit sich bringt"
schweift er ab. Sein Blick ruht zärtlich auf der Maserung des Holz, als wäre die Kiste eine Geliebte. Für mehr als nur einen Augenblick wirkt er vollkommen versunken. Erinnerungen sind es, die ihn gefangen nehmen.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 18.08.2005, 14:57
Sie betrachtete ihn. Es kostete einiges an Willenskraft, nicht aufzustehen und ihn wieder zu schubsen. Warum zögerte er denn nun so lange?
Dann erinnerte sie sich selbst daran, das man ein wenig Rücksicht auf das Alter zu nehmen hatte. Noch dazu war er ein Malkavianer.
Aber was für Schätze diese Kiste wohl bergen mochte?
Kurz stellte sie sich vor, wie sie in der Scala auf der Bühne stand und vor einem ausgewählten Publikum bisher unbekannte Opern berühmter Komponisten singen würde und damit zu Weltruhm gelangen würde.
Die Erkenntnis, das sie in absehbarer Zeit nicht auf einer Opernbühne stehen würde, kam sehr ernüchternd und veranlasste sie zu einem Zähneknirschen, das sicher auch Gris zu hören vermochte.
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 31.08.2005, 23:03
Schließlich - es mag eine Ewigkeit vergangen sein oder sind es doch nur ein, zwei Minuten? - öffnet der alte Malkavianer die Kiste.
Er sieht hinein, überlegt. Ellen mag hören, dass seine Finger über Papier und Pergament streichen, das ein oder andere vorsichtig beiseite schieben... und schließlich ein gebundenes Manuskript vorsichtig aus der Kiste hervorholen - in der noch mehr zu finden ist.
"Kennen Sie Offenbach?"
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 01.09.2005, 15:11
“Jacques Offenbach?“
Wollte er sie beleidigen?
“Ich habe mal die Antonia in den "Contes d’ Hoffmann" gesungen. Seltsam, wie oft man als Opernsängerin stirbt................“
Sie verlor sich einen Moment in Gedanken. Gewisse Paralleleln von Antonia zu ihrem eigenen Leben gab es schon. Dann sah sie wieder zu Gris.
“Sie haben etwas von Monsieur Offenbach?“
Ihr Interesse war geweckt.
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 01.09.2005, 15:40
"Die Antonia... ja, das hätte ich gerne gehört"
Er seufzt, gedanken verloren, und kehrt derweil zu Ellen an den Tisch zurück.
"Ich hatte das Vergnügen, Monsieur Offenbach das ein oder andere Mal zu treffen und mit ihm zu sprechen. Ein begnadeter Mann. Wie schade, dass meine Landsleute ihn später wegen seiner Herkunft mieden. Ich war gerne im Théâtre de la Gaité."
Wieder lassen ihn Erinnerungen inne halten.
"Die Schatten der Nachkriegszeit lasteten sehr auf ihm. Ich glaube, er hat das nie ganz verwunden - wenn gleich er nach seiner Übersee-Reise ja noch Les Contes d'Hoffmann schrieb."
Er legte vorsichtig das - handgeschriebene - Manusskript auf den Tisch.
"Jedoch... er hat in der Zeit nach dem Krieg zwei Stücke geschrieben, die er nie veröffentlich hat. Nicht einmal in seinem Theater. Ich fürchte sogar fast, er hat sie später vergessen. Sehr sehr schade... "
Er seufzt.
"Vor allem, da eines dieser Wirke vermutlich in Flammen aufging. Welch unersetzlicher Verlust."
Das Manuskript ist handgebunden und leicht vergilbt, jedoch sieht man ihm an, dass es gut behnadelt wurde. Das Deckblatt trägt keinen Titel - nur eine Jahreszahl (1872) und ein Name (J. Offenbach) stehen dort. Handschriftlich.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 01.09.2005, 15:49
“Er hat sie nicht mehr zu Ende bringen können, Hoffmanns Erzählungen. Der Schluss ist nicht von ihm..........Naja, die Aufführung, an der ich Teil hatte, wurde kein grosser Erfolg. Damals hatten die Menschen andere Probleme.“
Sie sah auf das Manuskript
“Darf ich einen Blick hineinwerfen?“
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 01.09.2005, 15:58
"Ja, ich weiß"
Er seufzt.
"Ich frage mich oft, wie das Stück enden würde, hätte er es zu Ende geschrieben. Das sind die Momente, da ich es bedauere, dass keiner der Ihren sich seiner angenommen hat. Andererseits... sagt man nicht, dass alles Schöne einmal enden muss?"
Sinnierend sieht er zu Ellen.
"Ja. Welchen Sinn hätte es sonst, Ihnen dies zu zeigen, wenn Sie es sich nicht anschauen würden?"
Er lächelt.
Wie sie wohl auf diese Operette reagieren würde, diese Unbekannte, deren Original er gerade noch so hatte retten können? Ein Stück, dass bis jetzt in seinem Besitz geschlummert hatte. Er hofft, sie würde ihr gefallen.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 01.09.2005, 16:06
Sie sah ihn einen Moment lang an.
Sich seiner angenommen...? Da gäbe es sicher eine ewig lange Liste der verschiedensten Künstler, die man hätte "retten"..oder verfluchen?..können.
"Wir geben den Kuss nicht an Berühmtheiten weiter. Schon wegen der Maskerade ist dies nicht möglich. Wir entdecken Talente und machen sie zu Berühmtheiten"
Sie zog vorsichtig das manuskript zu sich heran und blätterte es ungeheuer sacht auf. Ihre Finger zitterten ein bisschen dabei, sie war wirklich aufgeregt. Was würde sich ihr gleich .....Offenba-ren?
Was für ein nettes Wortspiel.
Dann konzentrierte sie sich auf Noten und Text. Ganz leise vermochte man sie ab und zu summen zu hören. Dann sah sie wieder auf und zu Gris.
"Haben Sie hier irgendwo ein Klavier?"
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 01.09.2005, 16:35
"Achja, die Maskerade..."
Es ist schwer bis unmöglich zu bestimmen, was der alte Malkavianer damit ausdrücken möchte. Vielleicht auch gar nichts, denn noch immer scheint er nicht ganz hier zu sein sondern mindestens halb in irgend einem Winkel seines Geistes zu verweilen.
Genau genommen könnte sich nun die Frage aufdrängen, was ellen vor dem Kuss war. Warum sie ausgewählt wurde. Doch Gris fragt nicht Genau genommen kommt ihm in diesem Moment nicht einmal dieser Gedanke. Es ist auch so unwichtig.
Die Zeit - soviel ist an ihm vorbei gegangen. Sicher, manche sidn älter. Doch manche existieren einfach und verschließen die Augen. Ander nennen ihn verrückt und sind dabei doch bereits in Spähren vorgestoßen, die zu erreichen die Meisten nicht einmal in ihrne schlimmsten albträumen zu fürchten wagen. Prägt nicht jede Begegnung einen, so nichtig sie auch scheinen mag.
"Ein Klavier?"
Er sieht wieder zu Ellen hin.
"Nein, tut mir leid. Lediglich ein Cembalo."
Er denkt gar nicht daran, dass manche sehr viel dafür geben würden, ein echtes Cembalo berühren zu können (Nicht, dass er nicht vermuten würde, das Ellen bereits auf mehr als einem Cemballo gespielt hätte).
Er sieht sinnierend zu einem der Bilder.
"Wobei... es müsste hier irgendwo einen Konzert-Flügel geben..."
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 02.09.2005, 16:01
Hinweise, wer oder was Ellen vor dem Kuss war, gab es ja nun genug, man musste nur aufmerksam genug sein. Ihre Geschichte war sogar von einem kleinen Mädchen in Romanform festgehalten worden - natürlich hatte Ellen darauf bestanden, Namen und Orte zu ändern - und noch heute rührte diese Geschichte Millionen von Menschen zu Tränen.
Und auch dieses Mädchen hatte Ellen nicht embracen dürfen. Auch nicht, als aus dem Mädchen längst eine erwachsene Frau geworden war. Als sie bei einem Autounfall unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, vermutete Ellen dahinter einen Komplott ihres Clans, um zu verhindern, das sie sich über die Entscheidung, den Kuss an diese Frau nicht weiterzugeben hinwegsetzen würde.
Als Gris das Cembalo erwähnte, war sie beinahe ein bisschen erschrocken. So alt war sie nun auch noch nicht. Cembali waren längst aus der Mode, als sie auf die Welt kam. Sie hatte wohl schon mal eines gesehen und auch berührt, aber darauf spielen...?
Da war ihr der Konzertflügel schon lieber und vertrauter - jedenfalls, wenn sie darauf spielen sollte.
Aufmerksam sah sie Gris an.
"Gehen wir ihn suchen?"
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 02.09.2005, 16:11
"Wie sie... wünschen"
Zielstrebig verlässt Gris den Raum, wohl gefolgt von Ellen. Er führt sie mit traumwandlerischer Sicherheit durch das Gebäude, geht scheinbar wahllos mal rechts, mal links, schließt die Tür zu einem Lagerraum auf - in dem kein Flügel steht - um ihn zu durchqueren um ihn auf der anderen Seite wieder zu verlassen.
Sie kommen durch so manchen Saal, ohne jedoch irgend einen Raum ein zweite Mal zu betreten.
Hier ein Gang, dort eine Treppe nach unten, nicht den Aufzug, da durch einen Nur-Personal-Bereich...
Schließlich stehen sie in einem größeren Lagerraum im Erdgeschoss. Es riecht nach Politur und Desinfektionsmittel. Diverse Dekoelemente lagern hier, wohl für die verschiedenen Events, die hier ab und an stattfinden. Und hier steht auch, abgedeckt, ein Konzertflügel. Ein richtig guter - leider ist die Akustik in diesem Raum wohl nicht die beste. Aber - frau kann nicht alles haben, nicht?
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 03.09.2005, 12:22
Unter „normalen“ Umständen hätte Frau, und im Besonderen Ellen, ganz sicher alles haben wollen. Bei einem von Stein oder einem Michael hätte Frau ganz sicher nach vier starken Männern verlangt, die den Flügel in einen Raum mit angemessener Akkustik transportieren würden. Schliesslich war Frau Diva und in einer Abstellkammer zu spielen oder zu singen, war einfach nicht akzeptabel.
Allerdings waren dies keine „normalen“ Umstände.
Sie war dem Malkavianer durch all die Gänge und Räume gefolgt und gab es irgendwann auf, sich den Weg zurück merken zu wollen. Sie setzte ein paarmal hinter ihm an, etwas zu sagen, liess es dann aber doch. Sie war unschlüssig, ob sie jammern, quengeln oder richtig zicken sollte, also blieb sie lieber still. Warum nur war man auf solche Situationen nie eingestellt? Sie brachten einem hundert mal bei, wie man sich einem Prinzen vorstellt. Aber was man zu einem Malkavianer sagt, der einen an leeren Garderobenständern, alten Kühlschränken, einem Pappmaché-Pferd und etlichen zusammengerollten Postern vorbei in eine Abstellkammer führte, das verrieten sie einem nicht. Typisch. Wahrscheinlich lag genau in solchen Situationen der Schlüssel zum Erfolg und sie würde auf ewig Ancilla bleiben, weil ihr gerade nicht die richtigen Worte zur richtigen Zeit....................
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als Gris nichts sagte. Konnte Stille beim Denken stören? Sie war wieder mal verwirrt. Die Nase wurde wegen des Geruchs gerümpft – irgendwie musste Frau schliesslich ihren Unmut bekunden. Dann jedoch klappte sie den Deckel des Flügels auf und arretierte ihn. Probeweise spielte sie einige Töne an. Ihr feines Gehör schrie erschrocken auf und schmollte dann beleidigt. Aber es gab ja gerade keine andere Möglichkeit, also organisierte sie sich noch eine Sitzgelegenheit und begann, die Melodie probeweise einmal zu spielen.
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 04.09.2005, 02:23
Gris steht da, in der Stille des Raumes und sieht zu einem der unförmigen Stapel, die unter einem Tuch verborgen sind.
Fast scheint es, als könne er durch dieses Tuch sehen, als sei er fasziniert von dem dort aufbewarten. Oder - sieht er vielleicht gar nicht, was dort steht, sondern was dort stand? Oder stehen wird?
Die Melodie hallt durch den Lagerraum, fängt sich hier und dort, wird zurückgeworfen und bildet eine Collage an Tönen. Der Flügel mag nicht perfekt gestimmt sein (wenn gleich es ein guter Konzertflügel ist) und auch die Töne können sich nicht in voller Reinheit entfalten... dennoch ist die genialität eines Offenbachs nicht überhören.
Gris dreht den Kopf, sieht Ellen hinterm Flügel an und auf seinen Lippen formt sich ein sachtes, sinnierendes Lächeln. Auch dies ist ein Konzert, ein ganz besonderes. Doch... was wird noch Folgen?
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 04.09.2005, 15:26
Sie sah zu ihm,. während sie spielte.
"Können Sie eigentlich auch Klavier spielen, Gris?"
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 04.09.2005, 23:11
Gris benötigt einen Moment, bis er realisiert, dass Ellen ihn etwas gefragt hat.
Fast kann man die Verlegenheit körperlich fühlen, die sich um ihn herum ausbreitet.
"Spielen... ich kann ein wenig ungelenk auf dem Cembalo herumklimpern... als spielen würde ich... das nicht bezeichnen."
Natürlich hat er, der sich für die Musik interessiert, in all den Jahrhunderten auch ein paar Stunden der Musikausbildung genossen - manchmal direkt, meist indirekt - doch, wie könnte er sich mit jenen messen, denen Musik das (Un-)Leben bedeutet? Das wäre genauso, wie wenn man behaupten würde, ein Jahrmarktswahrsager könnte in die Zukunft sehen.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 07.09.2005, 15:59
Sie nickte verstehend. Es missfiel ihr zwar, aber dies war ja kein öffentlicher Auftritt.
Sie sah wieder auf die Noten, dann auf den Text.
Leise summte sie, um den Ton zu treffen, dann begann sie zu singen. Leise erst, ein wenig unsicher. Die Melodie war fremd, der Text war fremd, ebenso die Räumlichkeiten....doch dann wurde die Stimme lauter und klarer.
Und wieder war es, als könne man direkt miterleben, was Monsieur Offenbach hatte ausdrücken wollen. Die Töne trafen direkt ins Herz, die Stimme riss einen aus der Realität in ein Reich der Sehnsucht und der Träume. Die Töne schwebten durch den Raum, streichelten sanft die Seele, trockneten Tränen, die nicht mehr fliessen konnten, verharrten einen Moment unter der Decke des Raumes und lösten sich dann langsam auf, eine seltsame, wunderschöne, kostbare und zerbrechliche Art von Glück zurücklassend, das süchtig machen konnte.
Als es im Raum still wurde, war es, als schmerzte die Ruhe körperlich. Es war ein Gefühl des Verlustes und ein wenig Traurigkeit machte sich breit. Aber auch Freude, so etwas gehört haben zu dürfen und man wusste, wenn diese Stimme wieder erklang....so lange sie erklang....wurde alles gut.
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 08.09.2005, 02:51
Und wirklich, als Ellen endet, steht Gris noch sinnierend da, ganz gefangen von den Tönen, die bereits verklungen. Er hatte der Musik gelauscht, mit dreifach offenen Ohren, hatte jede feine Nuance in dem Stück gehört, die feinen Verbindungen gehört, die anderen verborgen blieben und dem Muster, dem Kern des Stückes nachgespürt.
Er hat das Lied gehört, wie es wohl nur ein Malkavianer hören kann.
Schließlich legt sich ein feines Lächeln über seine Lippen.
"Das wollte er also damit sagen..." sagt er leise in seinem Heimatdialekt.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 08.09.2005, 15:53
Wahrscheinlich interpretiert Ellen das ganz ähnlich wie Gris... und natürlich würde sie wie immer jegliche Verwandschaft strikt bestreiten.
Sie äussert sich nicht dazu. Wie sie es ionterpretiert hat Gris ja gehört.
Schweigend wartet sie ab, was weiter passieren wird.
Re: Klassisches Matinée
Ellen - 20.09.2005, 16:23
((......und wenn sie nicht gestorben ist, wartet sie immer noch. Nein, es wurde im Chat weitergespielt. Gris erteilte Ellen die Erlaubnis, das sie dieses Stück auf dem ball vortragen darf - der wahrscheinlich niemals stattfindet. ))
Re: Klassisches Matinée
LeSoleil - 25.09.2005, 15:32Abschied
Schließlich war es wohl für Ellen an der Zeit zu gehen.
"Ich geleite Sie noch nach unten" erbietet sich der Ahn höflich.
Dann greift er nach der Flasche, verkorkt diese und stellt sie vor sie hin.
"Bitte, wenn Ihnen der Wein mundet, nehmen Sie ihn mit, für... heute Abend oder wann auch immer... Hier... verkommt er nur, dass wäre doch schade"
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum Paris bei Nacht
Ähnliche Beiträge wie "Klassisches Matinée"
Sunday Matinee bremen 24.9. - xwakeupthedeadx (Sonntag 13.08.2006)
Video: Klassisches He-Man Opening auf Kölsch - SkY FlYeR (Dienstag 03.07.2007)
Mal was klassisches - Percius (Dienstag 10.07.2007)
Klassisches Outfit! - Bayernbyrd (Mittwoch 22.06.2005)
Klassisches Stück für Anfänger - Fliu (Mittwoch 19.04.2006)
