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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: LeSoleil - Ellen Forum: Paris bei Nacht Forenbeschreibung: Spielerforum aus dem Unterforum: Paris Antworten: 5 Forum gestartet am: Mittwoch 18.05.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Die Linien der Zeit Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 5 Monaten, 23 Tagen, 10 Stunden, 46 Minuten
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Re: Die Linien der Zeit
LeSoleil - 26.09.2005, 10:36Die Linien der Zeit
((Das das Charakterforum nicht verfügbar ist eben hier rein. Liest ja eh kaum jemand *hüstel* ))
Der alte Malkavianer denkt nach - die Engel... der Einstieg fehlt. Er kann die Personen eingrenzen, um die es geht, aber - wer ist wer? Es gibt Mehrdeutigkeiten... Und selbst, wenn dies nicht mehr von Bedeutung sein sollte, so gibt es doch andere Dinge...
Der Schwarze Engel und der Bänkelsänger sind nicht nur wieder hier sondern seltsam aktiv, letzterer gibt Ratschläge und kommt Feuertänzerin zu Hause besuchen. Und dann Nachtigalls Ausbruch im Riesenrad.
Details durchfluten Gris Gedankengänge, Erinnerungen. Mit einem leisen Pochen macht sich etwas bemerkbar, dass er im ersten Moment übersehen hat, woran sein allzuperfektes Gedächtnis sich jedoch noch erinnert. Der Ring...
Sollte es gar der Ring des Polykrates sein? Bewahrheiten sich am Ende die Menetekel, die kaum jemand zu sehen scheint. Nun - die Vergangenheit lehrt uns, dass die Zeichen nicht lügen.
Und möglicherweise wird aus einem Singvogel letzten Endes doch noch die Königin der Nacht... oder wird Paris noch einmal brennen?
Während er dies alles denkt, geht er zu einem Schrank und holt eine flache Schale hervor. Sie ist aus bemaltem Glas und zeigt an einer Ecke einen Sprung... für Unwissende alt und unscheinbar, doch, wenn sie wüssten, welche Geschichte hinter dieser Schale steckt...
Er lächelt kurz und stellt sie auf einen Tisch. Dann geht er zu einem anderen Schrank und holt ein Säckchen hervor, dass er mit zum Tisch nimmt. Feiner Sand rieselt aus ihm heraus, in die Schale. Sand aus der Umgegend von Paris, aus allen vier Himmelsrichtungen, in diesem Beutel vermischt.
Kurz darauf holt er etwas Salz und streut es hinein, zum Schloss noch etwas Zucker.
Dann nimmt er die Schale auf und lässt sich sanft kreisen, so dass sich alles vermischt und sich Muster bilden, ohne dass etwas verloren geht.
Anschließend stellt er die Schale wieder auf den Tisch und setzt sich davor.
Seine Augen öffnen sich, öffnen sich nocheinmal, das Universum liegt direkt vor ihm. Heute Nacht ist er nicht erreichbar, denn heute Nacht schaut er nach den Fäden, die Dinge verbinden.
Alexeij - Carsten - Isabelle - Ellen - Janne
Mindestens einer ist zuviel. Und - wohin werden die Linien wohl gehen? Nur nach sich selbst schaut er nicht - er ist das Orakel, die Welt hinterlässt Spuren in ihm. Aber er nicht in der Welt.
((Rein regeltechnisch wird der gute die ganze Nacht in seinem Keller sitzen und Auspex, Irrsinn 3 und Wahrsagen anwenden, um herauszubekommen, wie (gerade) die Schicksalsfäden der genannent Personen verlaufen ))
Re: Die Linien der Zeit
Ellen - 04.10.2005, 16:27
Die Zeichen sträuben sich, gelesen zu werden, auch ist das Vorhaben von Gris nicht so einfach, wie er es sich vorgestellt hat. Drei der Zielpersonen sind so alt, das das Erkennen ihres Wesens schon mehr als eine Nacht benötigen würde. Zudem kennt er lediglich Janne ausreichend gut, um all das ohne grössere Schwierigkeiten vollbringen zu können.
((sprich: für das Erkennen der Wesen von Alexeij, Carsten, Isabelle und Ellen bitte jeweils einen Wurf auf Wahrnehmung + Okkultismus, die SK beträgt für Alexeij, Isabelle und Carsten jeweils 9, für Ellen 8. Janne wird sich zu ihrem Wesen sicher selbst melden, wenn sie wieder Zugang zum Netz hat))
Dann passiert etwas in der Schale.....die Dinge, die so sorgsam gemischt wurden, trennen sich. Das Salz kristallisiert sich aus dem Gemisch heraus. Dann fliegt das Fenster auf, eine Windbö fegt durch das Zimmer, so das Gris Mühe hat, seine Position zu behalten. Und mit einem schlag ist alles wieder still. Das Salz ist verschwunden.
Dann durchfährt ein bohrender Schmerz seinen Kopf. Das Bild eines Ringes blitzt vor seinen Augen auf. Es ist nicht der Ring des Polykrates, kein Fisch gab ihn preis. Gris erinnert sich an das, was ihm im Riesenrad entging: es ist nicht der Diamant, auf den Ellen an ihrer Hand gesehen hat. Nein, dieser Ring war golden, mit einem Symbol, das aussah, als wäre es in der Mitte halbiert.....fast wie eine halbe.....kann das sein? eine Sonne?
Und er sieht deutlich, wohin die Fäden führen, wo er die andere Hälfte des Ringes finden kann..es scheint, als sei der Singvogel längst zur Königin der Nacht geworden. Bleibt die Frage: kann man die Königin der Nacht diesmal davor bewahren, böse zu werden? Und wie?
Aber mit den beiden sind noch zwei andere Fäden verknüpft. Und wieder der bohrende Schmerz: ein Schlüssel bohrt sich in seinen Geist. Es ist ein grosser goldener Schlüssel. Wo mag der Schlüssel hinführen? Es scheint, als könne dies nicht auf Anhieb gesehen werden.
Gris hört sich selbst murmeln.....geeint, um zu herrschen....
Re: Die Linien der Zeit
LeSoleil - 05.10.2005, 11:13Würfelwürfe
In der Reihenfolge wie du die Personen aufgezählt hast:
Efferdan wirft 9 W10 und erhält: - 3 - 1 - 2 - 9 - 8 - 9 - 4 - 2 - 3 -
( -SK 9- )
Efferdan wirft 9 W10 und erhält: - 2 - 1 - 2 - 3 - 10 - 3 - 6 - 2 - 8 -
( -SK 9- )
Efferdan wirft 9 W10 und erhält: - 1 - 4 - 3 - 6 - 4 - 3 - 8 - 4 - 7 -
( -SK 9- )
Efferdan wirft 9 W10 und erhält: - 3 - 4 - 9 - 3 - 6 - 1 - 6 - 6 - 8 -
( -SK 8- )
Re: Die Linien der Zeit
LeSoleil - 05.10.2005, 11:25
Gris fährt keuchend hoch, als sich die Bilder in überwältigender Intensität in seinen Geist brennen. Er weiß, er wird diese Bilder nie wieder vergessen und es lässt ihn schaudern.
Da hat er also in Manchem richtig gelegen - nur mit dem Unterschied, dass der Pfad schon um einiges weiter beschritten wurde als gedacht.
Demnach könnten die Flammen durchaus auch Menetekel gewesen sein.
Giftring und Rheingold... alles mag so eng bei einander liegen.
Nur - ist Nachtigall Fisch, Netz oder Halteschnur?
In dieser Nacht hat er genug. Und auch in der nächsten Nacht schreckt er vor den Bildern zurück, die er sehen könnte. Stumm brütend verschließt er sich in seiner Zuflucht. Wie immer, wenn die wirklich Alten agieren, kommt es zu Problemen...
Re: Die Linien der Zeit
Ellen - 06.10.2005, 12:54
Ellen ist diejenige, die am leichtesten zu „sehen“ ist. Ein schwaches Abbild von ihr erscheint bei Gris, flackert und zeigt sie mit dem freundlichen Lächeln, das sie so oft hat. Sie trägt ein Kind auf dem Arm, hält es schützend und spricht mit sanften Worten auf es ein um es zu beruhigen.
Gris entspannt sich bei dem harmonischen Anblick, einen Moment lang wollen seine Bedenken und Sorgen verfliegen. Das Bild bietet Trost.....bis er des blutigen Messers in Ellens Hand gewahr wird und da fällt es ihm auf: das Kind ist seltsam still und die Decke.....nein, das ist kein Muster. Blut hat die Decke, in die das Kind gewickelt ist, rot gefärbt. Ellen wendet Gris ihr Gesicht zu und das Lachen, das er nun hört, klingt unmenschlich und jagt ihm Schauder über den Rücken. Ellen zerfällt zu einem schwarzen Nebel und ist verschwunden.
Ganz anders dagegen Isabelle, die sich als nächstes manifestiert. Wie eine gütige Mutter steht sie vor Gris, umringt von einer lachenden Kinderschar, gekleidet in unschuldigstes Weiss, ein sanftes Lächeln auf den Lippen und es ist Gris, als streiche sie mit kühler Hand beruhigend über seine Stirn, um ihm die Schrecken der letzten Vision zu nehmen. Mit einer Geste, als wolle sie ihn segnen verblasst sie wieder.
Carsten von Stein entzieht sich Gris Versuchen völlig..wie immer schon.
Aber Gris wird die Geister, die er rief, nicht los...egal, ob es ihm für heute reicht. Den Rest der Nacht, den nächsten Tag über und auch in der nächsten Nacht verfolgen ihn die Bilder........
Langsam, ganz langsam hebt sich die Silhouette von Alexeij von dem Raum ab, seine Konturen werden schärfer, schwärzer, wandeln sich in silbrige Farben um und schließlich steht nur noch die Silhouette von Alexeij vor ihm. Gerade noch war er in ein Gespräch vertieft, doch nun wendet er ganz langsam den Kopf und blickt Gris an. Ein schmales, furchteinflössendes Lächeln tritt auf seine scharfkantigen Gesichtszüge und mit einem mal rast er auf Gris zu - doch ohne sich zu bewegen. Es scheint viel mehr so, als würde sich das ganze Bild auf Gris zu bewegen. Näher und näher kommt er, immer noch ohne die kleinste Bewegung. Dann, kurz vor ihm, öffnet er seinen Mund, ein großes, schwarzes Loch mit weißen, spitzen Zähnen. Der Mund öffnet sich mehr und mehr, wird größer und nimmt das gesamte Blickfeld ein - Gris will sich bewegen, vor diesem Mund wegrennen, doch er ist gefesselt. Gefesselt in dem Augenblick der Erkenntnis. Die Fassade bricht. Er ist ein Monster! Gris hat es immer schon gewusst, doch die Erkenntnis bringt ihm nichts - denn das riesige Maul, zu dem der Mund geworden ist, verschluckt ihn.
Stille. Absolute Dunkelheit. Es fühlt sich - widerwärtig an. Kalt und zäh. Gris bewegt seinen Kopf und eckt an etwas Hartem an. Langsam öffnet er die Augen, sieht einen roten, lichtdurchfluteten Schein direkt vor sich. Direkt daneben einige schwarze Streben vor dem Licht. Es kommt ihm bekannt vor, so wie diese Streben angeordnet und geformt sind. Er will seine Hand ausstrecken - da fällt ihm auf, dass er gar keine Hand mehr hat, und auch keinen Arm, keinen Torso, keine Beine, keine Füße. Nichts - nur einen Kopf. Die Erkenntnis lässt ihm einen abstoßenden, widerlichen Geschmack auf die Zunge kommen. Sein Blick gleitet durch die Umgebung, sieht schwarze, verschrumpelte Klumpen, wieder blickt er auf diese Streben vor sich und nun versteht er auch, wieso es ihm bekannt vor kam: Es sind Rippen! Er befindet sich in einem Oberkörper! Oder vielmehr... das, was von ihm übrig geblieben ist. Und diese rote Flüssigkeit, in der er sich befindet: Na klar, das ist Blut, Vitae! Das Licht kommt von draußen, diese verschrumpelten Klumpen sind Organe! Gris öffnet seinen Mund zu einem Schrei... doch ihm läuft nur Blut in den Mund und er ertrinkt....
... Wasser... so ruhig und friedvoll hat er es schon lang nicht mehr gesehen. Ja, das Meer ist heute Abend wunderschön. Sterne spiegeln sich in dem ruhigen Wasser und auch die Scheibe des Mondes wirft ihr Licht darauf. Es ist alles so wunderbar.. hier könnte man ewig bleiben, jetzt, in diesem Moment. Selbst der kleine Strauß aus Gänseblümchen in Gris Hand passt perfekt in dieses Szenario. Mit einem zufriedenen Seufzen lehnt er sich auf der Bank zurück und betrachtet zufrieden das Meer und riecht an den Gänseblümchen. Plötzlich zwickt ihn etwas in die Nase! Das Gänseblümchen?! Verwirrt schaut er hin und tatsächlich: Viele kleine Münder sind auf jedem Blümchen erschienen, grinsen ihn nun mit spitzen Zähnchen an. Dann beginnen sie zu lachen! Ein Lachen aus tausend Kehlen, schrill und abstoßend. Sie lachen ihn aus, die Gänseblümchen lachen ihn aus! Und auch das Meer beginnt sich zu bewegen, ein Rauschen wie ein dunkles Lachen ist die Folge. Gris lässt die Blumen fallen, rennt vor dem Meer weg, stolpert, weil ihn einige Geranien zu Boden gerissen haben. Er hebt den Kopf und von überall kommen Gänseblümchen und Geranien auf ihn zugerannt, auf kleinen, tippelnden Füßen! Das Lachen klingt noch in seiner Erinnerung, als er bereits von vielen tausend Mündern aufgefressen wurde.
Die Erinnerung an seinen ersten Kuss drängt sich in seinen Kopf. Der Kuss war zart und süß, schmeckte nach Honig, Erdbeeren und mehr. Gris öffnet seine Augen und sieht ein kleines Mädchen vor sich. Sie schaut ihn mit großen, smaragdgrünen Augen an und lächelt ängstlich. Alexeij tritt ins Blickfeld, streichelt der Kleinen sanft über die roten Haare - blutrote Haare, wo Gris schon so genau hinschaut. Das Mädchen schmiegt sich an den Tzimisce und Alexeij streicht ihr mit einem spitzen, langen Fingernagel über die Wange, kratzt die Haut auf. Blut tritt hervor. Gris’ Tier beginnt sich zu erheben. Er kann den Blick nicht abwenden von den samtenen roten Tropfen, die sich nun über die zart rosa Wange schlängeln. Alexeij lacht auf und schubst ihm das Mädchen entgegen und Gris greift sie sich, schlägt seine Fänge in ihren Hals und unter dem Gelächter von Alexeij trinkt er die Vitae des Mädchen. Es schmeckt jung, vital und voller Leben. Er nimmt auch den letzten Tropfen von ihr, reißt die Fänge aus ihrem Fleisch und schaut in ihre Augen. Er sieht, wie sich die geweiteten Pupillen langsam zusammen ziehen... und wie der Tod in ihre Augen tritt.
Alexeijs Erscheinung wandelt sich wieder von den silbrigen Farben zu einer schwarzen Silhouette. Er entfernt sich wieder von hier, tritt zurück an die Stelle, an der er sein Gespräch geführt hat. Und langsam, ganz langsam, kehrt auch Gris wieder an den Ort und die Stelle zurück an der er „sehen“ wollte........
((thx an Lhuthien für die schaurig-schöne Vision von Alexeij - auch wenn sie dies hier niemals lesen wird und ihr sie gar nicht kennt *g*))
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INFO! - gepostet von SL-Paris am Dienstag 02.08.2005
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