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Re: Dienstleister im Kampfeinsatz
Markus Giersch - 02.10.2007, 20:36Dienstleister im Kampfeinsatz
das fass ist voll!!!
ich glaube ich spinne!
dienstleister erledigen den krieg!!!
MENSCH WACH AUF!!!
dienstleister sind nichts anderes als ZEITARBEITER !!!
wir - das volk/die staatsbürger - sollen für die wixer der regierungen den kopf hinhalten!!! das ist ja wie zu zeiten der könige!!!
das ist wie ein neuer NATIONALSOZIALISMUS/NATIONALFASCHISMUS!
für mich ist geute klar:
DIE AMERIKANISCHE REGIERUNG IST DER FEIND
FAZ.NET hat folgendes geschrieben: Blackwater im Irak
Dienstleister des Krieges im Kampfeinsatz
Von Matthias Rüb, Washington
Das private Sicherheitsunternehmen Blackwater hat nach den tödlichen Schüssen auf Zivilisten im Irak seinen umstrittenen Einsatz verteidigt. Das Vorgehen der Mitarbeiter sei angemessen gewesen, sagte Erik Prince am Dienstag vor einem Kongress-Ausschuss in Washington. Der 38 Jahre alte Gründer und Chef des ebenso umstrittenen wie florierenden Unternehmens war einst Mitglied einer Eliteeinheit der amerikanischen Marines.
Die Kritik an Blackwater basiere auf falschen Informationen. Die Abgeordneten sollten den Anschuldigungen keinen Glauben schenken, bevor nicht alle Fakten auf dem Tisch lägen, fügte er hinzu. Vordergründig geht es um die Aufklärung des Zwischenfalls vom 16. September, als „Blackwater“-Mitarbeiter am Nisur-Platz im Stadtteil Mansur im Westen Bagdads mehrere Iraker erschossen. Über die Umstände der Schießerei gibt es bisher ebenso wenig Klarheit wie über die Zahl der Opfer. In Bagdad ist bald von mindestens acht, bald von bis zu 23 erschossenen Zivilisten die Rede. Die irakische Regierung hat den Vorfall scharf verurteilt und die Schüsse als Verbrechen bezeichnet.
Der Vorsitzende des Kongreß-Ausschusses, der demokratische Abgeordnete Henry Waxman, sagte, es gebe schwerwiegende Fragen zu dem Blackwater-Einsatz. Der Vorfall sei nur der jüngste einer ganzen Serie von „bedenklichen“ Ereignissen derselben Art. „Blackwater kann dafür zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Waxmann.
Prince scheut sonst die Öffentlichkeit
Der Platz vor dem Ausschuss des Kongresses dürfte sicher einer jener Plätze gewesen sein, die Erik Prince am meisten verabscheut: Den aggressiven Fragen zumal der demokratischen Abgeordneten ausgesetzt, dazu den Kameras und Mikrofonen und mithin den Augen und Ohren von Millionen Amerikanern. Denn Erik Prince gibt eigentlich keine Interviews, zeigt sich kaum in der Öffentlichkeit, lässt Fragen von seinen Anwälten beantworten.
Doch dieses Mal, als Waxman als Vorsitzende des Aufsichts- und Regierungsreformausschusses des Repräsentantenhauses Prince zur öffentlichen Fragestunde über die Tätigkeit privater Sicherheitsfirmen lud, kam Prince nicht mehr um einen öffentlichen Auftritt herum.
In Washington ist aus dem Außen- und dem Verteidigungsministerium nur zu hören, dass man den Tod von Zivilisten stets bedauere, im Übrigen aber die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen abwarten müsse. Seit mehr als zwei Wochen wird nun um den Vorfall gestritten und gerätselt, und längst ist daraus für den irakischen Ministerpräsidenten Nuri al Maliki fast schon eine politische Überlebensfrage und für die amerikanische Regierung eine Grundsatzfrage zur Kriegsführung im 21. Jahrhundert erwachsen.
Maliki: „Kaltblütige Morde“
Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste genießen im Irak Immunität
Kurz nach dem Vorfall, der wie kein zweiter viele Iraker gegen die oft in Rambo-Manier auftretenden amerikanischen „Mietsoldaten“ im Irak aufgebracht hat, ließ Maliki wissen, er werde „Blackwater“ wegen der „kaltblütigen Morde“ am Nisur-Platz die Lizenz entziehen, die Todesschützen müssten sich vor irakischen Gerichten verantworten.
Nur hat sich inzwischen herausgestellt, dass „Blackwater“ - wie wohl die meisten anderen der mehr als zwei Dutzend privaten Sicherheitsunternehmen - offenbar ohne Lizenz des zuständigen irakischen Innenministeriums arbeitet. Denn das Ministerium ist, so wird weithin geklagt, von Sympathisanten des radikalen Schiiten-Predigers und Milizenführers Muqtada al Sadr unterwandert und soll ohne Zahlung von bis zu einer Million Dollar Bestechungsgeld jedenfalls keine solche Lizenz erteilen.
Umstrittene Immunität
Zudem gilt nach wie vor das „Dekret Nummer 17“, erlassen Ende Juni 2004 vom Chef der damaligen amerikanischen Übergangsverwaltung, Paul Bremer, kurz bevor er die Souveränität an eine irakische Übergangsregierung übergab und das Land verließ. Gemäß „Dekret Nummer 17“ genießen sämtliche Mitarbeiter ausländischer Vertragsfirmen, die im Irak für die Amerikaner tätig sind, faktisch Immunität.
Ende vergangenen Jahres wurde ein „Blackwater“-Mitarbeiter, der grundlos einen Leibwächter des irakischen Vizepräsidenten Adil Abdul-Mahdi erschossen haben soll, von dem Unternehmen rasch aus dem Lande geschafft; sein Name ist unbekannt, er wurde bis heute von keinem amerikanischen Gericht angeklagt. Sollten die etwa tausend „Blackwater“-Angestellten im Irak nach all der Aufregung wieder zur Tagesordnung übergehen und ihren Job wie üblich verrichten, würde das die schwache Position von Ministerpräsident Maliki weiter unterhöhlen.
Aufträge in Milliardenhöhe
In Washington hat der Zwischenfall vom Nisur-Platz die Debatte um die „Privatisierung“ immer weiterer Bereiche der Kriegsführung neu belebt. Während noch im ersten Irak-Krieg zur Befreiung Kuweits 1991 auf zehn Soldaten ein Mitarbeiter einer privaten Vertragsfirma kam, sind heute im Irak mindestens ebenso viele Angestellte der „contractor“ genannten Privatunternehmen im Einsatz wie amerikanische Soldaten.
Unter den Sicherheitsunternehmen ist „Blackwater“ eines der größten und vor allem das exponierteste. Etwa 750 amerikanische Angestellte, zwölf Iraker und gut 230 Mitarbeiter aus Drittstaaten arbeiten für „Blackwater“ im Zweistromland. Die Aufträge von „Blackwater“ allein im Irak sollen einen Umfang von etwa 800 Millionen Dollar haben. Seit dem Beginn der Invasion im März 2003 sind 25 „Blackwater“-Mitarbeiter getötet worden, 125 wurden schwer verletzt. Der spektakulärste Fall war die Ermordung von vier Söldnern des Unternehmens in der sunnitischen Rebellenhochburg Falludscha vom März 2004, deren Leichen von den Aufständischen geschändet und an einer Brücke aufgehängt wurden. Die Angehörigen der Getöteten haben „Blackwater“ wegen Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht für seine Mitarbeiter verklagt, das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Der wichtigste Auftraggeber von „Blackwater“ ist das amerikanische Außenministerium: Das Unternehmen ist für den Personenschutz des amerikanischen Botschafters Ryan Crocker sowie aller anderen Mitarbeiter der Botschaft und auch von Außenministerin Condoleezza Rice verantwortlich, wenn diese den Irak besucht. „Blackwater“ sichert Konvois von Mitarbeitern des Außenministeriums und des Entwicklungshilfedienstes USAID sowie die Gebäude der amerikanischen Botschaft in der „Grünen Zone“.
Zum Katholizismus konvertierter evangelikaler Christ
Eine interne Untersuchung des State Department hat in der vergangenen Woche ergeben, dass „Blackwater“-Mitarbeiter mindestens doppelt so häufig von der Schusswaffe Gebrauch machen wie etwa die Angestellten des Konkurrenzunternehmens „DynCorp“.
Zumal die Demokraten im Kongress, die bei den Wahlen vom November 2006 die Mehrheit in beiden Kammern erobert hatten, nehmen den Gründer und Eigentümer von „Blackwater“ jetzt ins Visier. Denn Erik Prince, der das Unternehmen in Moyock in North Carolina 1996 im Alter von 27 Jahren gründete, ist ein zum Katholizismus konvertierter evangelikaler Christ mit guten Verbindungen zum konservativen Flügel der Republikanischen Partei, dazu zum Pentagon, zum State Department und zum Auslandsgeheimdienst CIA.
Schlagkräftige Truppe ehemaliger Elitesoldaten
Von seinem Vater Edgar Prince, der mit Zulieferunternehmen für die Autoindustrie in Michigan zum Milliardär wurde, erbten Erik und seine beiden Schwestern nach Schätzungen jeweils eine gute halbe Milliarde Dollar. Mit seinem Geld kaufte Prince, der als Mitglied der SEAL-Eliteeinheit der amerikanischen Kriegsmarine in Bosnien, im Nahen Osten und in Haiti im Einsatz war, im Nordosten von North Carolina fast 3.000 Hektar Land, auf dem sich heute das weltweit größte und hochmoderne private militärische Übungsgelände befindet. Zunächst verdiente das Unternehmen sein Geld vor allem mit Trainingsangeboten für Polizisten und Soldaten der Kriegsmarine.
Doch nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wuchs rasch eine schlagkräftige Truppe von ehemaligen Elitesoldaten heran, die heute für sechsstellige Jahresgehälter in insgesamt neun Ländern im Einsatz sind. Die Datenbank des Unternehmens umfasst die Namen von 6.000 ehemaligen Soldaten und Polizisten, die überall auf der Welt eingesetzt werden können. „Blackwater“ verfügt außerdem über eine Flotte von 20 Flugzeugen und Kampfhubschraubern, Bau und Vertrieb des Panzerfahrzeuges „Grizzly“ runden das Angebot ab.
Erik Prince pflegt die Rolle privater Sicherheitsdienste mit Paketdiensten zu vergleichen: Wenn es schnell gehen und trotzdem zuverlässig sein solle, zögen schließlich immer mehr Kunden die privaten Zusteller der alten Staatspost vor.
Text: F.A.S.
Bildmaterial: AFP, AP, REUTERS
Quelle: FAZ.NET
noch ein artikel den wir vor langer zeit ins forum gestellt haben:
http://www.iphpbb.com/board/viewtopic.php?nxu=34344166nx49222&p=4311#4311
Re: Dienstleister im Kampfeinsatz
Markus Giersch - 02.10.2007, 20:41
nur eine kleine nebenbemerkung:
Die PRIVATE Sicherheitsfirma Blackwater hat seit 2001 ca. 1 Milliarden Doller erhalten gegen den Terrorismus...
Sowas bekam Osaman Bin Laden auch von den Amis.
Und man darf ja auch nicht vergessen das die Amis die Talibans selber gezüchtet haben...
Ich bekomme langsam nen richtig dicken Hals auf die Amiregierung.
Re: Dienstleister im Kampfeinsatz
Markus Giersch - 06.10.2007, 20:44
habe heute in der zeitung gelesen,
das jetzt das repräsentantenhaus ein gesetz verabschiedet hat geurteilt hat, das alle sachen die die leute dieser privaten sicherheitsfirmen (zb. Blackwater, DynCorp, Triple Canop) im ausland machen nach amerikanischen gesetzen in amerika verurteilt werden - das ist mal ein fortschritt, denn vorher durften die alles machen. da galt kein amerikanisches gesetz, und die irakis konnten net gegen die vorgehen, weil diese firmen schutzaufgaben im auftrag des us-ausenministeriums oder der usaid ausgeführt haben...
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