Borderline

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    Re: Borderline

    Venom - 14.12.2005, 01:36

    Borderline
    Ich hatte kein Ahnung wo ich das sonst reinsetzten sollte. Ich hoffe hier ist das gut aufgehoben!

    Als Borderlinestörung bezeichnete man ursprünglich eine bestimmte Gruppe von Störungen an der Grenzlinie (=Borderline) zwischen Neurose und Psychose. Recht bald erkannte man aber, daß diese Störungen in ihrer Gesamtheit als Persönlichkeitsstörung zu sehen sind. Der Begriff Borderline hat somit zwar seine inhaltliche Bedeutung verloren, wurde aber trotzdem beibehalten. Die Borderlinestörung zählt inzwischen zu den verbreitetsten psychischen Störungen.

    Die Borderlinestörung zählt zu den sogenannten "emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen". Die Betroffenen neigen dazu, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren und leiden unter häufigen Stimmungsschwankungen. Ihre Fähigkeit vorauszuplanen ist gering und Ausbrüche intensiven Ärgers können zu explosivem, manchmal gewalttätigem Verhalten führen. Zudem sind das eigene Selbstbild und Zielvorstellungen unklar und gestört. Ihre Neigung zu intensiven, aber unbeständigen zwischenmenschlichen Beziehungen kann zu wiederholten emotionalen Krisen mit Suiziddrohungen/ -versuchen oder selbstschädigenden Handlungen führen.

    Eine Borderlinestörung liegt mit großer Wahrscheinlichkeit vor, wenn ein Mensch unter mindestens fünf der folgenden neun Symptome leidet:

    - Unbeständige und unangemessen intensive zwischenmenschliche Beziehungen
    - Impulsivität bei potentiell selbstzerstörerischen Verhaltensweisen
    - Starke Stimmungsschwankungen
    - Häufige und unangemessene Zornausbrüche
    - Selbstverletzungen und Suiziddrohungen/ -versuche
    - Fehlen eines klaren Ichidentitätsgefühls
    - Chronische Gefühle von Leere und Langeweile
    - Verzweifelte Bemühungen, die reale oder eingebildete Angst vor - dem Verlassenwerden zu vermeiden
    - Streßabhängige paranoide Phantasien oder schwere dissoziative Symptome

    Borderliner leiden unter einer andauernden Identitätsstörungen, die sich z. B. auf die Bereiche Selbstbild, sexuelle Orientierung, Berufswahl, langfristige Ziele, Wertesystem und Art der gewünschten Partner/ Freunde erstrecken kann.

    Den Betroffenen fehlt deshalb ein konstantes Identitätsgefühl, sie akzeptieren ihre Eigenschaften wie Intelligenz und Attraktivität nicht als konstantes Gut, sondern als Eigenschaften, die immer wieder neu verdient und im Vergleich mit anderen beurteilt werden müssen. Das Selbstwertgefühl und die Fähigkeit zur Selbstachtung basieren beim Borderliner deshalb nicht auf in der Vergangenheit erbrachte Leistungen, sondern auf aktuelle (Miß-)Erfolgserlebnisse und Feedback durch Dritte.

    Daraus resultieren oft übermäßiges Engagement und ein unrealistisches Streben nach Perfektion (mit entsprechenden Mißerfolgserlebnissen), aber auch der häufige Wunsch nach Veränderung im Berufs-/ Privatleben.

    Als Ursachen einer Borderlinestörung kommen vor allem folgende Faktoren in Frage, wobei bei vielen Patienten auch mehrere Ursachen auslösend sind:

    - Entwicklungsstörungen in den ersten drei Lebensjahren (Borderliner lernen nicht, daß eine Person (vor allem die Mutter) "gut" und "böse" sein kann, sondern halten diese Züge eines Menschen voneinander getrennt)
    - (Sexueller) Mißbrauch
    - Emotionale Vernachlässigung
    - Traumatische Erlebnisse
    - Konflikte im Jugendalter (z. B. im Rahmen der Ablösung vom Elternhaus)

    Zudem sorgen viele gesellschaftliche Veränderungen dafür, daß sich aus einer leichten Persönlichkeitsstörung eine massive Borderlinestörung entwickeln kann. Insbesondere die Individualisierungstendenz, verbunden mit einem Rückgang der Unterstützung durch Familie und sozialem Umfeld, sind hier als Beispiele zu nennen.


    Was haltet ihr von solchen leuten oder von der Krankheit?



    Re: Borderline

    Scherbengesicht - 06.01.2006, 21:00


    Von der Krankheit an sich (ich war so dreist, deinen Text grad aufgrund von Zeitmangel nicht zu lesen, aber glaub mir, ich weiß trotzdem, wovon ich spreche) kann man halten was man will, dazu zu sagen ist jedoch, dass sie keinen Spaß macht.
    Mir tun die Leute richtig Leid, die es schlimm haben (ich stufe das nur unfreiwillig ein, aber man kann es in verschiedenen Intensitätsgraden haben), aber auch, wenn man es nur leicht hat macht es überhaupt keinen Spaß.


    Naja, wie gesagt, Zeitmangel, ich führ das bei Gelgenheit aber gerne noch weiter aus, vllt sogar am eigengen Beispiel. Red gern darüber. Aber das muss warten......



    Re: Borderline

    BLW - 07.01.2006, 14:25


    irgendwo hatte ich auch sonen tollen online Test.... *grübl*
    also diese ganzen "selbsttests" im Interbnet sind schwachsinnig! laut der meisten tests habe ich Borderliner. genauso wie 99% aller anderen die diese Tests machen....
    wenn mans hat ist damit aber nicht zu spaßen, ich hatte eine gute Bekannte, die diese Störung hat. es war teilweise sehr schwer mit ihr, und daran ist der Kontackt auch abgebrochen.
    die Stimmungsschwankungen waren extrem, mal hat sie geweint und mir ihre Narben gezeigt (teilweise wirklich 3-4 cm breit) und dann halt wieder war sie auch gut gelaunt und hat sich selber geschworen nie wieder zu schneiden...
    naja, ich hab ne ganze weile nichts mehr von ihr gehört, aber dass ist ok, ich glaub sie hat einfach ein "neues Leben" angefangen.
    hat sonnst noch jmd. borderliner im bekanntenkreis...?



    Re: Borderline

    Scherbengesicht - 08.01.2006, 19:09


    Soooo.. Internettests mag ich ohnehin nicht und halte sie für indeskret.

    Bei mir ist der Grund für das Angrenzen an diese Störung, dass ich nie meine leibliche Mutter kennen gelernt habe (hierzu mag ich jedoch anmerken, dass gerade ein Jugendamtarbeiter auf der Suche nach ihr ist). Hinzu kam, dass ich meinen Vater nur äußerst selten gesehen hab und nur bei meinen Großeltern war. Aber da kommen allgemein mehr Faktoren noch hinzu, was das alles ausgemacht hat.
    Ich weiß, dass ich kein richtiges Borderline habe (so die Worte meiner Psychologin), aber auch mit den "Störungen" die ich habe ist es nicht einfach, da es Menschen in diesem Haushalt gibt (meine Stiefmutter), die mich um keinen Preis verstehen kann/will. Macht die Sache nicht einfacher.
    Im Moment ist jedoch alles ganz okay, aber ich könnte meinen Arsch drauf verwetten, dass irgednwann wieder so ein Punkt kommt, an dem ich wieder diesen unbändigen Streß mit meinen Eltern habe und mir dann wieder ans Herz gelegt wird, dass ich mal für 6-8 Wochen in eine Klinik gehe.. naja, kann ich mich nicht zu durchringen, habe davor zuviel Angst.
    Nunja, jetzt bin ich ein wenig vom Thema abgewichen und hab irgendwie nur von mir erzählt, aber naja.. immerhin hatte ich jetzt mal die Zeit dafür.



    Re: Borderline

    BLW - 08.01.2006, 19:20


    hm, geht doch um Borderliner. Auch wenn dass zwar nicht direkt borderliner ist ist dass denke ich doch auch hier passend.
    hm, vielleicht macht ein klinik aufenthalt aber einiges besser. aber ich glsub ich hätte auch "angst" wenn ich an deiner stelle wäre... vorallem für einen solchen zeitraum.
    *knuff*



    Re: Borderline

    Scherbengesicht - 10.01.2006, 12:26


    Ja.. aber der Zeitraum wird geringer nicht angelegt, weil dann auf keinen Fall gewährleistet werden kann, dass der gewünschte Effekt überhaupt erzielt werden kann.
    Ich weiß aber, dass mir in dem Moment damit aber wirklich geholfen wäre, da ich sonst das Schneiden auch nicht in den Griff bekomme.. zumindest in solchen Sitautionen nicht.



    Re: Borderline

    Suppenpapa - 10.01.2006, 14:36


    Scherbengesicht hat folgendes geschrieben: da ich sonst das Schneiden auch nicht in den Griff bekomme.. zumindest in solchen Sitautionen nicht.

    boderline besteht nicht nur bzw sogar nur zum geringen teil aus dem sogenannten "ritzen". es ist nur direkt damit konotiert, weil es das ist, was man sehen kann... bzw. jeder mensch sehen kann.



    Re: Borderline

    Scherbengesicht - 11.01.2006, 21:58


    Weiß ich.
    Ich hab schließlich auch nicht behauptet, dass die Ahnlehnung an Borderline bei mir allein das Ritzen ist. Es ist halt wirklich nur das einzige, was nach außen sichtbar ist. Andere spüren allenfalls noch meine Stimmungsschwankungen usw., aber diese sind halt nicht so ausgeprägt, wie es typisch ist, deswegen hab ich es ja auch nicht so, wie es regülär andere haben. Wenn ich es denn überhaupt habe.



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