Saison 11/12

Berliner Bähren
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    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 01.08.2011, 17:41

    Saison 11/12
    1.FC Union Berlin – SpVgg Kräuter Fürth 0:4
    2. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 23.07.2011 15:30 Uhr
    „Neue“ Alte Försterei
    15.004 Zuschauer


    Gefährliche Fäuste


    Zweiter Spieltag der zweiten Fußball Bundesliga. Langsam ist es zur einer netten Tradition geworden, diesen Spieltag zu nutzen, um mal die Nachbarn aus Oberschöneweide zu besuchen.
    Wie im letzten Jahr war dieses Mal die Spielvereinigung Greuther Fürth zu Gast.
    Minni, Maddin und meine Wenigkeit hatten nach dem letzten Besuch der Fürther bei Union eine Art Sympathie mit den Franken entwickelt und so freuten wir uns tierisch auf den Auftritt der Fürther Szene in Köpenick.

    Maddin und ich trafen uns bei herrlicher Mittagssonne und machten uns auf den Weg vom Nord-Westen in den Süd-Osten.
    Die Fahrt verlief ruhig und man sah kaum einen Fußballfan auf Berlins S-Bahn-Ring.
    Am Ostkreuz sammelten wir Minni ein und gemeinsam setzten wir die Tour Richtung Wuhle fort.
    Recht zügig und ohne nennenswerte Vorkommnisse erreichten wir den Gästeblock.
    Wir waren wohl die letzten die heute in den Gästeblock wollten. So kamen wir fix zu unseren Karten, da außer uns niemand da war.
    Beim Abtasten fragte mich der Ordner, ob ich denn gefährliche Gegenstände bei mir hätte…außer natürlich meinen Fäusten.
    Was soll man denn auf sowas erwidern? Ich war tatsächlich mal sprachlos und reagierte nur mit Lachen…
    Noch schnell pinkeln gehen und die Köpenicker durch Aufkleber darüber informieren, dass der BBH bald 10 Jahre alt wird.
    Im Block ‘ne Bratwurst und ‘ne Cola gekauft und dann ging‘s auch schon los:

    Stimmung:
    Ja, also ich würde wirklich gerne mal was Positives über die Waldseite schreiben, aber außer dass alle da waren, gibt es nichts zu berichten. Ein nettes Intro zum Thema „Pro Pyro“, aber ansonsten wieder einmal durchgefallen.
    Der Fürther Block 12 war zwar nur mit zwei Bussen anwesend, zeigte sich aber wieder einmal von seiner positiven, lautstarken und leidenschaftlichen Seite. Frei nach dem Motto wir sind wenige, aber wir sind geil.

    Spiel:
    Union stand sich selber im Wege und Fürth nutzte die Chancen, die die Köpenicker liegen ließen, und da Union selbst einen Elfer verschoss und Fürth einen verwandelte, stand am Ende ein 0:4 zu Buche.

    Nach dem Spiel machte sich Minni sofort aus dem Staub, während Martin und ich in Ruhe Richtung S-Bahnhof Köpenick schlenderten. Das letzte Stück bewältigten wir mit der Straßenbahn bevor es mit S- und U 7 wieder nach‘m Westen ging.
    Wir seh‘n uns ja wohl dann am zweiten Spieltag der nächsten Saison wieder in Köpenick.
    Auf geht’s Kleeblatt vor…

    Ha Ho He
    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 06.08.2011, 14:30


    ZFC Meuselwitz – Hertha BSC 0:4
    1. Runde DFB Pokal Saison 2011/2012
    Sonntag, den 31.07.2011 16:00 Uhr
    Sportplatz Zipsendorf
    7.707 Zuschauer

    Meuselwitz ist wie Madrid
    Das Camp Nou des Ostens.

    Da steht man nun also auf der „OKI Tribüne“ und hat freien Blick auf die „Allianz-, Samsung-, HerkulesGroup-, Sparkassen- und West-Tribüne“. Wobei ich darauf wette, dass die „West-Tribüne“ nichts mit der Himmelsrichtung, sondern viel mehr mit der Zigarettenmarke zu tun hat.
    Wer nun mitgezählt hat stellt fest, dass hier was nicht stimmen kann. Gut aufgepasst. Wir haben hier 6 Sponsorennamen und nur vier Tribünen. Aber der gute Fußball-Werbe-Fachmann der „blue Chip“ Arena hatte dafür eine ganz schlaue Lösung parat: Er gab einfach den beiden seitlichen Tribünen jeweils zwei Sponsorennamen. Und weil man doppelt benannte Tribünen nicht überall bestaunen kann, kostete die Eintrittskarte auch nur schlappe 15€. Highlightpreis für Highlightstadion mit Highlighttribünen. Und wenn ich mich jetzt kurz entschuldigen würdet, ich gehe kurz auf den Friedhof, um am Grab des Fußballs bitterlich zu weinen.

    Um überhaupt nach Meuselwitz zu kommen, muss ich noch einmal kurz in den Sonderzug nach Bielefeld:
    Am 30.01.2011 saßen wir im besagten Zug in Richtung Alm. Einige Herren mit gutem Pegel waren dabei eine Lob Hymne auf Patte Ebert zu kreieren. Da Ebert an diesem Wochenende mit der U23 in Meuselwitz spielen sollte, dichteten sie folgende Zeilen:
    „Meuselwitz ist wie Madrid, und Patrick Ebert spielt da mit…“
    Zu diesem Zeitpunkt konnte ja noch einer ahnen, dass unsere Hertha doch tatsächlich erst ein Testspiel gegen Real Madrid spielen sollte, um ein paar Tage später in die thüringische Provinz nach Meuselwitz zu reisen.
    Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.

    Toby und ich trafen uns gegen 10 Uhr morgens an der Messe und schlenderten gemütlich in Richtung der Menschentraube, die sich schon am Abfahrtsplatz versammelt hatte.
    Eigentlich hätte alles so schön sein können: wir bekamen unsere Eintrittskarten von Ticket-Fee Lisa und suchten uns ein gemütliches Plätzchen im Bus, der ansonsten Liniengäste durch Brandenburg gondelte.
    Leider wurde beim Besetzen der Busse nicht darauf geachtet, dass die vom FKO dafür bestimmten Begleitpersonen prozentual richtig in den Bussen aufgeteilt waren.
    Also alle noch mal raus und alle nochmal rein. Dann hatte alles seine Ordnung und wir düsten los.
    Mit voller Kraft ging es also Richtung Thüringen – leider nur 5 Minuten, denn danach war erst mal Stau. Hatte sich noch nicht bis zum Busfahrer durchgesprochen, dass die Avus stadtauswärts Baustelle ist.
    Na ja mein Gott war ja nur eine unwiederbringliche Stunde meines Lebens.
    Dann ging‘s aber wirklich im Sauseschritt vorwärts. Die vier oder fünf FKO-Busse machten noch ein paar Pausen, um die nicht vorhandene Bustoilette zu kompensieren und dann erreichte man auch schon das malerisch-niedliche Meuselwitz.
    Toby konnte den Anblick des Dorfes leider nicht genießen. Seine Augen hatten sich mit der Cola-Rum-Mische gefüllt, die über die normalen Harnwege nicht entkommen konnte.
    Erst als der Busparkplatz erreicht war, verließ die Flüssigkeit Tobys Körper auf gewohntem Wege.
    Die „blue Chip Arena“ (was zur Hölle ist eigentlich ein „blue Chip“?) erwies sich wie erwartet als besserer Sportplatz mit vom Regen völlig vermatschten Zugangswegen.
    Minni bezeichnete die Sportstätte im Vorfeld als „Camp Nou des Ostens“, aber irgendwie stell‘ ich mir das Camp Nou schöner vor.
    Die Eingänge waren dem Besucherstrom aus der Hauptstadt nicht im Ansatz gewachsen und so stand man noch ‘ne Weile im thüringer Regen herum, bis man an der Reihe war, abgetastet zu werden.
    Aufgrund des soeben genannten Zuschaueraufkommens, stellte sich auch die Polizei als Ordner zur Verfügung und tastete die Fußballfans ab. Verstehe gar nicht, wieso mein „Red Bull Cowboy“ so nervig reagierte, als ich fragte, warum er zum Ordner degradiert worden sei.
    Im Block der grandiosen „OKI-Tribüne“ waren die Autofahrenden BBHler schon da und, weil wir ja vorhin ‘ne Stunde im Stau standen, dauerte es auch nur 20 Minuten bis zum Anpfiff:

    Zum Spiel:
    Im Grunde kann man nur sagen: Standesgemäß. Der ZFC Meuselwitz wurde langsam müde gespielt und in den entscheidenden Momenten wurde ein Tor geschossen. 4:0 für die Hertha aus Berlin.

    Zur Stimmung:
    4:0 - unser Lieblingsergebnis. Hertha war also voll und ganz mit dem Hammer da.
    1.800 Berliner zog es an diesem Sonntag zur ersten Pokalrunde und man konnte phasenweise der Meinung sein, dass auch alle anwesenden Herthaner in die Gesänge einstimmten.
    Die Meuselwitzer hatten eine kleine Choreo - frei nach dem Motto: Der Bauer wirft die Dame aus dem Spiel - und waren zudem bemüht sich 90 Minuten zu bewegen.
    Akustisch kam bei mir nichts an.

    Das Spiel war aus, Meuselwitz raus und wir wollten ab nach Haus…
    Lyrisch!
    Toby und ich verabschiedeten uns von den Autofahrern und machten uns auf den Weg zu unserem Bus. Noch schnell eine rauchen und ab nach Hause. Denkste! Drei merkwürdige Gestalten (später war von drei Abgeordneten der UF die Rede) zogen die Aufmerksamkeit einiger Herthaner und dementsprechend der Polizei auf sich.
    Ich kann nicht sagen, was dann genau passierte, auf jeden Fall rannten die Leute hin und her. Die Polizei mal vorne weg, mal hinten dran. Einige bekamen Pfefferspray in die Augen. Und wenn ich auch nicht genau weiß, was nun passiert ist, und wenn ich auch wenig von dem gesehen hab, was genau vorgefallen ist; das was ich gesehen habe, reicht mal wieder völlig aus, um sich eine Meinung über Ostbullen zu erlauben. Im Grunde völlig egal, was geschehen ist: Keine Staatsnutte hat das recht Pfefferspray aus weniger als einem Meter Entfernung in die Augen eines wehrlosen Menschen zu sprühen und so eine Erblindung des Opfers einfach in Kauf zu nehmen.
    Unterm Strich sorgte die ganze Aktion für eine Verzögerung von etwa einer halben Stunde.
    Die Rücktour barg im Grunde nur noch eine kleine Sensation. Nämlich, als alle FKO-Busse (wie gesagt vier oder fünf Stück) bei „Mäces“ hielten und ca. 300 Fußballfans die fünf Damen hinterm Tresen zur Verzweiflung brachten.

    Bevor wir Berlin erreichten, machten Toby und ich uns nochmal Gedanken zur Gründung eines Fußballvereins, den wir 1.FC Problem nennen würden. Dann könnten wir nämlich alle Fans vom 1.FC Problem werden und wären dann…? Richtig: Problem Fans…!
    So. mit diesem Gedanken verabschiede ich mich fürs erste und wünsche eine Gute Nacht.
    Und nicht vergessen: „Meuselwitz ist wie Madrid und Patrick Ebert spielt und trifft…“

    Ha Ho He
    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Dom - 14.08.2011, 17:39


    Hamburger SV – Hertha BSC
    2. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 14.08.2011 15:30 Uhr
    Imtec Arena
    52 100 Zuschauer

    4 mal Latteeee! Chancen die Hamburg nie hatteeeee!

    Nach einem Jahr ohne die großen und von Sicherheitsvorschriften gebeutelten Stadien, weg von Old School Stadien wie Aue, stand das 1. Auswärtsspiel in Liga 1 an, bei dem unsere Dame beim HSV gastieren sollte.
    Da der Andrang an Stehplatzkarten immens war und schon nach wenigen Stunden (!) alle aus dem Onlineshop in die Hände von viel zu vielen Vollidioten fielen (dazu später mehr), waren wir doch recht froh, dass das Kontingent des FKO uns nicht im Stich ließ.
    Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, angesichts des desolaten Auftritts unserer Elf gegen den Clubb vergangene Woche, rollte ein Ferrari aus Neukölln (überraschenderweise meiner, der in letzter Zeit wohl recht wenig Auswärtsfahrten über sich ergehen musste -.-) um 10 Uhr in Richtung Hansestadt, mit Thor Maddin, Tomek (Kumpel von mir) und meiner Wenigkeit im Gepäck, während Denis, Tobi und Katja bereits am Freitag in Homburch einliefen.
    Nach sage und schreibe 6 Stunden Fahrt, durch viele Staus, unnötige Baustellen, die völlig überfüllte Hamburger Stadtautobahn und Innenstadt, in der ich mir nebenbei wie Thor so schön sagte eine „Ansichtskarte“ in der 30er-Zone mitnahm, durch mehrere Alternativrouten, schafften wir es -fast- pünktlich zum Anpfiff zum Gästeeingang wo wir mit Tobi und Denis in den Block stürmten. Dort trafen wir auf Nancy und Ronny, die ihrerseits mit dem Auto in die Hansestadt fuhren.
    Es liegt angrenzend der Familienblock. Da dieses Spiel aufgrund der Nähe so populär ist, fanden viele Poser ihren Weg nach Hamburg und waren mehr damit beschäftigt die Familien zu nerven, als sich halbwegs anständig zu benehmen. Becherwürfe und wüste Beschimpfungen gegen Eltern mit Kindern waren keine Seltenheit, wofür sich die Betroffenen einerseits bei unterbelichteten Möchtegerns in unserem Block bedanken können und beim HSV für die hervorragende Lage.
    Als ob man nicht aus Heysel & Co gelernt hätte…
    Wie auch immer los geht’s !

    Stimmung:
    Der Block war -wie immer- völlig überfüllt, aber wiedermal stelle sich heraus, dass Masse eben nicht gleich Klasse ist. Anfangs wurde aus einem einheitlichen lautstarken Mob, ein klägliches Kuddelmuddel verschiedener Wechselgesänge und Schlachtrufe was sich bis in die Mitte der 2. Hälfte zog. Unsere schlechte Lage im Block, zwischen völlig besoffenen Kindern, deren Taktgefühl und Sprechfähigkeit gegen Null ging, ernüchterte zusätzlich. Optisch jedoch können wir einen Pluspunkt mit nach Berlin nehmen, da doch zahlreich dem FKO Aufruf „Alle mit Herthafahne nach Hamburg“ gefolgt wurde und so hin und wieder ein hübsches Fahnenmeer entstand.
    Zum Ende wurde es dann doch lauter, sodass wir nochmal einen akustisch und optisch passablen letzten Eindruck hinterließen.
    Zur Gegenseite:
    Poptown Hamburg, direkt hinterm Tor auf der Gegenseite hatte zwar Vorsänger und ein paar Fahnen, allerdings gelang es ihnen zu keiner Zeit wirklich viele Anhänger für den Support zu mobilisieren und man vernahm sie selten.
    Die Chosen Few (CFHH) die vom Oberrang Block 22c aus ihr Glück versuchten überzeugten dann doch ein wenig mehr. Auch sie hatten einen Vorsänger, aber doch wesentlich mehr Fahnen, die kreativer und optisch überzeugender waren, als die ihrer Gleichgesinnten im Unterrang. Beide Lager lieferten sich ein paar Wechselgesänge, aber alles in Allem für ein Heimspiel trotzdem nicht eindrucksvoll.
    Nachdem unter anderem Hertha BSC selbst auf Facebook die Aktion des FKO weiterschnatterte, kam dies auch die Ohren der CFHH, welche dann unter dem Motto „Fahnentag gegen Hertha“ eine Gegenaktion planten, bei denen die Merchandising Industrie nochmal kurz boomte, als sich mehrere HSV Fans vor dem Stadion eine kauften, wobei einige sogar verschenkt wurden. Die Realität zeigte uns jedoch, dass von einem wirklichen Fahnentag nicht die Rede sein kann.


    Spiel: Vor fast ausverkaufter Kulisse überzeugte Hertha entgegen unserer Befürchtungen mit selbstsicherem Offensivspiel, vergab jedoch etliche klare Torchancen. Der HSV ließ sich von der Berliner Elf rumscheuchen, verwandelte einen berechtigten Elftmeter und die sonst einzig wirklich ernsthafte Torchance, während die Alte Dame 2 mal ausgleichen konnte und wir doch noch einen Punkt mitnahmen.
    4 Mal Latte, Chancen die Hamburg nie hatte und nicht brauchte, da unsere Jungs auf dem Platz trotz kämpferischer Bemühungen zu blöd waren. Herr Stark hat mehr als schwach gepfiffen, Elfmeter aberkannt, Spielfluss gestört – dämlicher Wixxer.

    Nancy und Ronny traten danach die Heimreise an, während der Rest noch bei Bratwurst und nem Bier plauderte. Tobi, Katja und Denis blieben noch einen Abend in Hamburg bei Denis Tante, während wir die klassische Auswärtsfahrtvariante wählten.
    In aller Herrgottsfrühe aus den Federn, 90 Minuten Stimmbänder zerreißen und abends völlig übermüdet, ausgezehrt und ausgehungert nach Hause. Ich schließ die Tür ab und frag mich, wie jedesmal, warum? Warum der Stress und alles ?
    Weil es sich lohnt.
    Immer.

    Dom



    Re: Saison 11/12

    Dom - 05.09.2011, 13:43


    Hannover 96 – Hertha BSC
    3. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Sonntag, den 21.08.2011 15:30 Uhr
    AWD -Arena
    41 200 Zuschauer

    "Leute wir haben noch 7 Minuten, lasst uns nochmal .... TOR!"

    Sooooo besser spät als nie und da ich eh kränkelnd im Bett liege, macht es mir mehr Freude nochmal das Auswärtsspiel in der niedersächsischen Provinz revue passieren zu lassen, als mir mit dem alltäglichen Klatsch-TV noch Kopfschmerzen zu bereiten.
    Wie auch immer. Mit Hannover hatten wir nun unser Pilotprojekt "9er-Tour" vor uns und wir waren gespannt ob nun alles reibungslos funktionieren würde.
    Also trafen wir (Denis, Thor, Mucki, Andre, Sepp, Scorpy, Jeff, Steve-O und ich) uns Zwickauer Damm.
    Pünktlich gings los (unglaublich!) und mit der üblichen musikalischen und stimmungsaufheiternden Unterstützung bummelten wir Richtung Hannover. Dass Denis jede Möglichkeit ausnutzte anderen Menschen sein breites Grinsen zu zeigen, wird einen wohl kaum vom Hocker hauen.
    An einer Autobahnfressbude entdeckten wir ein Menü mit Currywust und Pommes für unglaubliche 8 €. Ein Gipfel der Dreistigkeit, aber scheinbar gibts genug Leute die das futtern. Naja was soll, Stulle raus, abjebissen und Tschüss.
    Nach lustigen Unterhaltungen, Konsum von koffeinhaltigen Mischgetränken kamen wir ohne Zwischenfälle auf dem Parkplatz an. Bis dahin also Daumen hoch fürs Pilotprojekt.
    Zusammen pilgerten wir zum Eingang, kämpften uns durch das unorganisierte Kuddelmuddel an den Kontrollen, die wie erwartet militärisch durchgeführt wurden. So musste sich Thor seiner Aufkleber entledigen und der ein oder andere ließ es zusehens genervt über sich ergehen.
    Zum kotzen diese Prozeduren -.- Aber hilft ja alles nichts, wenn man nicht unbedingt vorm Block warten möchte....
    Im Block angekommen.. naja wohl eher in den Block eingedrungen plazierten wir uns auf der Treppe, da uns nichts anderes übrig bleib, weil der Block schon 2 Stunden vor Beginn (!!!) aus allen Nähten sprang, dank übermäßigem Ticketverkauf und chronischer Unfähigkeit der Ordner... Und für die Routine natürlich auch wieder hier mein Lieblingssatz : Als ob man nicht aus Heysel und Co gelernt hätte.
    Allerdings war es diesmal so eng und voll, dass der Begriff Freiheit eine ganz neue Sehnsucht weckte. Allmählich boxte sich der Rest aus dem BBH den Weg zu uns, darunter Marcel, Sven, Julien, Minnie, wobei Nancy und Ronny das Glück hatten noch einen Platz außen auf den Rängen zu ergattern.
    Ähnlich wie in Hamburg, fanden viele großartige Charaktere .. oh Moment muss kurz kotzen... ahhh ich wusste doch das irgendwas helfen muss... äh ja, die üblichen Gestalten naher Auswärtsfahrten, verschonten uns auch diesmal nicht mit ihrer Trunkenheit -.-
    Aber genug der Einleitung, los gehts !

    Stimmung:
    Zu Beginn wurde unsererseits eine ansehnliche Choregrafie vorgetragen, bei der mit diversen Papptafeln Personen und Sehenswürdigkeiten präsentiert und dazu Berlin Fähnchen gewedelt wurden. Alles in Allem war sie der Großartigkeit unserer Heimatstadt gerecht.
    Akustisch und optisch war der Mob über 90 Minuten sehr aktiv, wurde jedoch ab der 75. etwas ruhiger bis unser bekanntes Gesicht hinter dem Megaphon in der 83. Minute brüllte: "Leute wir haben noch 7 Minuten, lasst uns nochmal .... TOR!"
    Ab da schlugen wir der Heimkurve auf dem gegenüberliegenden Obberang nochmal einige Dezibel entgegen, selbige spätestens dann völlig unterging, nachdem von dort sonst kaum etwas zu vernehmen war. Jediglich seltene Hüpfeinlagen ließen uns wissen, dass sich wohl dort der Anhang befinden musste. Schwach... Schade um das Potenzial, das in dem Block liegt.

    Spiel: Auf Grund der größeren Zeitspanne bitte ich für die Kürze um Vergebung:
    Hertha war bemüht, aber die Jungs standen sich dank einer überdurchschnittlichen Fehlpassquote und blinden Standards selbst im Weg. Hannover kontrollierte das Spiel, wurde jedoch gegen Ende schwächer und bekam die Quittung in der 83. von Lasogga. Am Ende ein Remis mit dem beide hätten Zufrieden sein können, hätte die pfeifende Biene auf dem Platz den Hannoveranern nicht einen regulären Treffer verweigert. Naja was solls, 1 Punkt geht in Ordnung.

    Wir verabschiedeten uns dann mehr oder weniger von den anderen, am Hauptbahnhof in Hannoi trat unser Granatsucher die Reise in die Kaserne an, während Sepp den 9er (Gott sei unserer Seelen gändig) irgendwie sicher zurückbrachte.

    Fazit ? Pilotprojekt 9er mit Bravour absolviert ! Vielen Dank vor allem an Sepp und Scorpy fürs Organisieren und Fahren !

    Dom



    Re: Saison 11/12

    Dom - 24.09.2011, 15:40


    Borussia Dortmund – Hertha BSC
    5. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 10.09.2011 15:30 Uhr
    Westfahlenstadion
    80 720 Zuschauer - AUSVERKAUFT

    8.45 - Es ist Viertel vor Neun, es ist Viertel vor Neuuuuun!
    8.46 – Es war Viertel vor Neun, es war Viertel vor Neuuuun!

    So nun sitz ich hier aufn Sonnabend in der Bahn Richtung Wildau und für eine beknackte Vorlesung zu peesen und kurz nach der Grenzübertretung kam wie es kommen musste, ein paar rot-weiße Wuhliis kleckerten in die Bahn.
    Es hatte also eine gewisse Ironie und befriedigte mich in der Hinsicht, als dass ich auf meinem Laptop nun den 1.Ligahammer schwenken konnte und in blau-weißen Träumen schwebte, während die Kultgänger um mich herum wieder schön aufn Sonnabend um 13 Uhr zur Scheune plätscherten.
    Aber genug der Umstände, ne halbe Stunde Fahrt ist schnell rum, also Langzeitgedächtnis „ON“ :

    Es stand wieder mal Busfahren mit dem Förderkreis an. Dementsprechend hieß es mit Kaffee bewaffnet in aller Hergottsfrühe zur Messe zu stiefeln. Gloria, die sich mit mir, Tobi, Denis, Maddin, Thor und Toby die Reise in den Pott wagte, versicherte ich abends zuvor, dass wir selbstverständlich alle in akademischer Pünktlichkeit am Treffpunkt sein werden ….. wie gesagt, akademische Pünktlichkeit… also waren wir Jungs dementsprechend „pünktlich“ da und gesellten uns zu Gloria, die Dank ein Dutzend Zigaretten noch recht entspannt aussah.

    Als ich so durch die Menge schaute, registrierte ich zu den üblichen Verdächtigen noch auffällig viele Quälgeister, die mit Papi vorneweg wohl auch mehrere Stunden Fahrt mit angenehm kinderfreundlicher Kulisse und Unterhaltung nach Dortmund fahren wollten. Wir hatten leider nicht das Glück im selben Bus wie sie zu sitzen, also musste ich mich, statt mit König der Löwen oder Pokémon, leider mit anderen Gesprächsthemen auseinandersetzen, wobei mein Wissen über die guten alten 150 Pokémon eh nicht mehr hinreichend gewesen wäre um mit dem Wissensstand eines 10-Jähigen mitzuhalten, also blieb mir diese Schmach erspart.. puh.
    Also wieder zurück aus der Fantansie, rein in den Bus. Irgendwie schafften wir es alle rein, obwohl die Organisation der Busse ziemlich chaotisch lief.
    Alle Kameraden im gleichen Bus ? Check!
    Vorräte? Check!
    Assis im Hinterbus ? Check!
    Das ist bei mir immer der Punkt wo ich mich endlich entspannt zurücklehnen kann ohne mir Sorgen machen zu müssen.
    Die Fahrt verlief recht ereignislos, wir becherten und plapperten so vor uns hin, trafen unterwegs noch einen Bus, besetzt mit Gladbach UND Lautern – komische Konstellation – aber was solls, jedenfalls kamen wir für mein Zeitgefühl recht zügig an, was ich zurecht und erhobenen Hauptes in voller Ehrfurcht meinem Goldi zu verdanken habe :).
    Dann pilgerten wir im Staatsmachtkessel zum Stadion, dort noch ein kurzes Pläuschchen mit Minnie,Jörn und Moni und ab in den Block !
    Überfüllt, heiß, völlig überforderte Ordner – also ein ganz normaler Spätsommerspieltag.


    Spiel:
    Dortmund begann erwartungsgemäß offensiv, Hertha überzeugte jedoch mit sehr solider Zweikampfquote und hielt den Deutschen Meister fern vom 16er, der mit hoher Fehlpassquote und wenig Kreativität nicht zu gefährlichen Chancen fand. Torlos in Hälfte eins, aber die Alte Dame kam nach der Pause stark zurück, überzeugte mit gezieltem Konterspiel, ging früh in Führung und stand auch danach ziemlich kompakt. Bezeichnend für das solide Auftreten war es, als selbst Mijatovic es fertig brachte, in der 80. Ein Kopfballtor zu erzielen. Dortmund schoss kurz vor Feierabend den Anschlusstreffer, dann hieß es wieder 4 Minuten nervenzerreißendes Gezitter, dass einigen wieder ein paar Jahre ihres Lebens kostete, aber nach 4 Minuten Nachspielzeit war Schicht im Schacht und wir die Glücklichen !!!

    Stimmung:
    Die Südtribüne war auch rappelvoll und stand wie immer wie eine Wand dem Gästeblock in all ihrer Monstrosität gegenüber.
    Zu Beginn gab es eine hübsche blaue Rauchpulverwolke bei uns im Block, also ein dickes Ausrufezeichen in Richtung Der Fuß Ball. Sonst war der Support nichts Außergewöhnliches, aber dennoch nicht zu verachten und wir konnten, spätestens als die Ekstase nach dem 2:0 losbrach, doch einige Dezibel in Richtung Südtribüne schleudern.
    Selbige war vor allem in Halbzeit 1 sehr präsent, nach den Gegentoren zog leider nur noch der aktive Kern im Mittelblock mit. Erwähnenswert ist noch ein Spruchband, bei dem die aktive Fanszene aus Dortmund die Kartenvergabe bei Europapokalspielen scharf kritisierte.
    Am Ende gabs zur Feierlichkeit noch ein kleines Ufta, das obligatorische Auf Wiedersehen und dann gings lautstark singend und klatschend aus dem Block, wo es Dank der Überdachung richtig schepperte.

    Nach dem Spiel umarmten und besprangen wir uns in völliger Euphorie alle gegenseitig, genossen unseren überraschten, aber dennoch verdienten Sieg in der Nachmittagssonne. Es war einfach ein unbeschreiblich herrliches Gefühl hier mit der Faust nach oben den Ground zu verlassen.

    Die Rückfahrt verlief dann doch überraschend ruhig, ich für meinen Teil war einfach total kaputt und ausgelaugt, mein Körper wehrte sich gegen noch mehr Goldi also tat ich ihm den Gefallen. Zur Belustigung sprang wieder die Kreativitätsabteilung alle Grenzen, weshalb ein gewisser Gesang diesen Titel erwürdig verdient hat!
    Später noch ein Stop bei einem völlig inkompetenten und verblödeten Mäces Personal, bei dem Thor doch nur ne halbe Stunde auf eine kleine Cola wartete, hey nichts gegen Immigranten, aber ich hab die Chinesin nicht verstanden und sie uns scheinbar auch nicht.
    Dann schifften wir langsam aber sicher wieder Richtung Heimat, stolperten alle Müde aus dem Bus und dann nach Hause.

    Fazit ?
    Wer viel auswärts fährt, kriegt oft ernüchternde Ergebnisse vorgesetzt, manchmal ist die Stimmung mies oder gut, aber fährt man mit sicherem Gewissen 600 km als Außenseiter einer Niederlage entgegen und rockt trotz aller Erwartungen das Spiel, dann ist dieses Gefühl von Glückseligkeit so unglaublich, dass man platzen könnte.
    Man fährt nicht nur für diese Momente, aber nur wer so oft es geht dabei ist, egal welche Übermacht auf einen wartet, kommt in diesen Genuss …
    Dom



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 09.10.2011, 18:21


    Seeburger SV 99 – SG Saarmund 0:1
    3.Kreispokalrunde 11/12
    Sonntag, den 09.10.11, 13:30 Uhr
    Sportpark Dallgow an der Hamburger Chaussee
    150 Zuschauer (aufgerundet)


    Abgesehen von einem lustigen Datum (wir schreiben heute den 9 – 10 – 11) gab es heute wohl zum letzten Mal in diesem Jahr einigermaßen schönes Wetter.
    Was nur tun an diesem bestimmt letzten sonnigen Sonntag?
    In meinem Hinterstübchen begann es zu rattern… da war doch vor einigen Tagen so`ne komische Einladung via Facebook ein geflattert: Ein alter Schulkollege hatte mich zur 3. Kreispokalrunde seines Seeburger SVs eingeladen.
    Der SVS erwartete niemand geringer als die favorisierten Kicker der SG Saarmund (hatte ich vorher noch nie gehört).
    Moni hatte auch nichts gegen einen kleinen Ausflug nach Brandenburg (womit hab ich diese Frau nur verdient?) und so saßen wir kurze Zeit später in unserem von einem Porsche Motor gezogenem Seat Ibiza und schossen durch Spandau.
    Nach 20 Minuten Fahrt erreichten wir Dallgow. Zwar hatten wir den Sportplatz von der Bundesstraße schon erspähen können, aber mein sonst so brillanter männlicher Orientierungssinn ließ mich kurz mal hängen und so stand ich plötzlich zwei Mal hintereinander in einer Sackgasse. Mist verfluchter.
    Die dritte Sackgasse führt dann endlich zum Sportplatz und wir kamen nur 20 Minuten zu spät…
    Verpasst hatten wir nichts. Es stand noch 0:0 und so sollte es auch noch beim Pausenpfiff stehen.
    Der SV wollte eigentlich 300 Zuschauer auf den Platz locken, allerdings zählte Moni nur rund 80 Leute, was später von Fabi (mein alter Schulkollege) auf 150 Zuschauer aufgerundet wurde.
    Neben Familien waren hauptsächlich Jugendspieler und der Dorfpöbel anwesend.

    Die zweite Hälfte des Spiels war, ich sag mal, kampfbetont und es endete auch nicht mehr jeder Angriff im Abseits.
    Wirkliche Torgefahr war von keiner der beiden Mannschaften zu spüren. Die Gäste konnten so um die 70. Minute zum 0:1 abstauben.
    Der SV kam erst ab der 85. Minute wieder zu Chancen, ließen die aber sträflich liegen.
    Und so stand am Ende der Favorit in der nächsten Runde.

    Ein schöner Sonntag mit purem Kreisliga Fußball, leckerem Kaffee und guter Bockwurst geht zu Ende.
    Aber jetzt freue ich mich wieder auf richtigen Fußball…

    Ha Ho He


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    Re: Saison 11/12

    Dom - 10.10.2011, 00:31


    Werder Bremen– Hertha BSC
    7. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Sonntag, den 10.09.2011 15:30 Uhr
    Weserstadion
    41 000 Zuschauer

    „So Jungs… wer fährt ?“

    Jaja es ist wieder soweit meine lesekundigen Damen und Herren, die Neuköllner Freedom Atze widmet sich mal wieder einem weiteren Tag mit der Alten Dame in der Ferne.
    Also spulen wir mal kurz zurück zu guten und naja sagen wir „weniger guten“ Erinnerungen.
    Ich schwöre ja feierlich seit einem guten dreiviertel Jahr vor Auswärtstouren rechtzeitig schlafen zu gehen und vor allem nicht mehr als 3 Bier zu trinken.
    Jedenfalls gelang mir mein Vorhaben nie wirklich, man erinnere sich an Bielefeld – vollkommen ohne Schlaf oder an Meuselwitz mit nur einer Stunde Schlaf von Rostock nach Meuselwitz…
    Also dachte sich Dom..warum jetzt anfangen, Spiel ist erst spät also darf ich ruhig 4 Bier trinken, ich muss ja morgen nur Auto fahren – looft !
    Looft nich. Morgens um halb 11uffjewacht, in die Senkrechte, dicken Kopp vom Gin, ziepen im Rücken Knie und Hand, hab ma ja hinjemault uffm weg nach Hause beim Pendeln von Laterne zu Laterne…
    Mühselig watschelte ich mit geducktem Oberkörper (ich weiß auch nicht wieso, aber das hilft irgendwie immer ein bisschen) in die Küche und warf erstmal 3 Aspirin rein, die Kopfschmerzen mussten ja irgendwie weg, schließlich sollte ich Fahrer sein. (Ich liebe den Konjunktiv :D)
    Ähhh…. Aber Moment mal wie war das nochmal mit dem Aspirin mit naja nennen wir es Restalkohol? Oh Oh würden die Teletubbies jetzt mit der dramaturgischen Geste vor dem Mund sagen.
    Ja mit banaler Richtigkeit, denn Mentos&Cola in der Flasche anzusehen mag den einen oder anderen jugendlich Gebliebenen noch amüsieren, aber was für Konsequenzen das für den Magen hat, darf sich bitte jetzt jeder in seiner Fantasie selbst feierlich heraufbeschwören.
    Nach langwierigem Anziehen und Co kroch ich dann runter ins Auto und fuhr vorne an die Ecke zum S Bahnhof Hermannstraße, wo Thor und Denis mich schon erwarteten.
    Mit der Eleganz eines Nashorns sprang ich aus dem Auto, lehnte mich lässig - oder immer noch voll bis zum Stehkragen - ans Auto und fragte „So Jungs… wer fährt?“
    Denis und Thor stritten sich euphorisch ums Fahren, beglückwünschten mich zu meinem desaströsen Zustand und Denis durfte ans Steuer.
    Die kurze Fahrt verlief recht ereignislos, jedes bisschen Musik schmerzte mir in den Ohren, während ich auf dem Rücksitz versuchte ein wenig zum Leben zurückzufinden.
    Hin und wieder schmetterte ein Kommentar vom Moralapostel Thor zu mir nach hinten, was ich gekonnt überhörte. Einen Triumph musste ich den Jungs letztendlich doch lassen, als ich mich kurzerhand Denis Plastiktüte bedienen musste…
    Ende der Fahrt fand ich zum Leben zurück, wir ergatterten einen recht guten Parkplatz in der Nähe des Stadions und trafen auf halbem Wege den Mob, der vom Bahnhof zum Stadion stiefelte.
    Ronny den verlassenen Reiter, der den Weg allein auf sich nahm (!) trafen wir am Eingang, wo wir uns völlig absurden Kontrollen unterziehen mussten, bei denen fallweise einige zum Unterhosencheck in den Container gebeten wurden. Trinkflaschen waren tabu, nicht einmal ein Tetrapack oder irgendwelche Form von Flüssigkeit durfte mit in den Block. (Ich frage mich was die bei 40° im Sommer auf der Bremer Dachterrasse alias Gästeblock machen!?)
    Fußballfans brauchen kein Wasser und wenn doch dann gibt’s ein Wasserhahn im Klo – was für ein Blödsinn die sich da wieder haben einfallen lassen grenzt an fehlendem Menschenverstand.
    Jedenfalls schönen Gruß und einen herzlichen Glückwunsch nach Bremen, soziale Devolution vollzogen!
    Kopfschüttelnd erreichten wir nach einem verwirrenden Treppenmarsch den Gästeblock, in dem wir uns oben positionierten, da der schon gut gefüllt war.

    Spiel:
    Hertha scheint die Außenseiterrolle wohl zu gefallen, denn im Gegensatz zu Augsburg startete die Mannschaft sehr selbstbewusst durch und konnte früh in Führung gehen. Bremen drückte auf das Gegentor, aber unsere Elf blieb taktisch clever und war immer wieder durch gefährlich Konter präsent, musste allerdings Mitte der ersten Hälfte das ein unglückliches 1:1 hinnehmen, bei dem sich wohl Kraft ziemlich verschätzte und hinter der Torlinie stand.
    Trotz des Gegentreffers blieb die Hertha kämpferisch sehr stark und hielt gut gegen sehr offensive Bremer. Selbst die 2 Gelb-Roten Karten in Hälfte 2 zwang die Jungs nicht in die Knie, im Gegenteil, es wurde noch die ein oder andere gute Chance rausgespielt.
    Am Ende war es jedoch Pizarro, der zwar minimal im Abseits stand, doch nach langem Drängen der Bremer in der Nachspielzeit das Siegtor per Kopf traf.

    Stimmung:
    Im dritten Oberrang ist es zwar befremdlich, aber scheppert trotzdem gut dank der Decke. Begleitet von 2 Megaphonen zeigte sich der Anhang mit Schalparaden und anderen Einlagen durchaus präsent, grade nach den 2 Platzverweisen explodierte die Menge und kämpfte auf den Rängen wie die Jungs auf dem Platz. So schrie man vor allem gegen Ende der 2. Hälfte die Jungs hin und wieder sehr laut nach vorn.
    Die linke Bremer Ultraszene machte sich mehr durch diverse Banner und Spruchbänder mit antifaschistischem Inhalt bemerkbar, bei denen der Adressat vermutlich vor allem die rechte Bremer Erlebnisfraktion ist, als durch lautstarken Support, denn den gab es leider nicht. Ne Nullnummer für ein Heimspiel, gerade mal die Mitte der Mitte vom Mittelblock zog mit. Lediglich die Siegesfeier war ansehnlich. Punkt.

    Der späte Gegentreffer schlug aufs Gemüt, aber Dank kämpferischer Leistung auf dem Platz und im Block machten wir uns erhobenen Hauptes auf den Weg zum Auto.
    Da ich wieder ins Leben zurückgefunden habe, fuhr ich mein Ferrari zurück, der sich nun niedrigeren Anfahrdrehzahlen erfreute. Ein Stop auf der Tanke und die Heimat winkte schon nach kurzer Zeit.

    Fazit?
    Nicht am Abend vorher den Rahmen sprengen !
    Und traurig, dass wir nur zu 3. waren ….
    Ende

    Dom



    Re: Saison 11/12

    Denis - 10.10.2011, 01:24


    Oranienburger FC Eintracht - Hertha BSC
    Freundschaftsspiel (Länderspielpause)
    Freitag, den 07.10.11 18:30 Uhr
    Carollis Toleranz Arena, Oranienburg
    1550 Zuschauer

    ...der Bauzaun am Spielfeldrand...

    Nach einem harten Arbeitstag freute ich mich wieder auf Fußball.
    Klar für ein Freundschaftsspiel 10€ ausgeben ist schon recht hart, aber es gibt auch andere mittel und wege.
    Ich brauchte einfach an diesem Wochenende die geringe Dosis Fußball und dachte mir die Sucht kannst du nur stillen wenn du hingehst.
    So habe ich mich auf den weg gemacht, vom Süden in den Norden der Stadt.
    Pünktlich um 16 Uhr mit einem Kumpel am S Bahnhof Hermannstraße getroffen, das nötigste noch schnell eingekauft um die vermeindlich gechillte S Bahn fahrt zu genießen. 16:29 Uhr nahmen wir die Bahn Richtung Südkreuz. Als wir Südkreuz in die Bahn gestiegen sind haben wir noch zwei weibliche Fußballorientierte getroffen die auch zum spiel fahren wollten. So wie es kommen musste hat uns die Durchsage der guten S Bahn alle hoffnungen genommen noch rechtzeitig zum spiel zu gelangen. Wir durfeten einen Umweg mit der U Bahn fahren, dann durften wir 30 min auf einem Bahnhof warten der einsturtzgefärdet aussah, zudem gab es immer mehr probleme wo wir aussteigen sollten.
    Als es dann endlich losging sind wir dann durch wädler und an nem see vorbei gefahren, da kamen echt andere auswärtsfahrten hoch die viel weiter weg sind. Trotz alle dem kam dann die Letzte Station. Aus der S Bahn konnte man das "Stadion" sehen, doch wir fuhren und fuhren und fuhren. 18:20 Am Ziel Bahnhof angekommen, durften wir uns nochmal beeilen um Pünktlich zum Spiel zu gelangen. Verfluchte 2 Stunden mit der S Bahn fahren wo man sonst nur 45 min benötigt, unfasslich. Nach Cottbus fahr ich 2 std. und nich nach Oranienburg. Am "Stadion", das mehr einem Boltzplatz gleichte, durfte man sich einer Kontrolle unterziehn, die einem Ligaspiel gleicht wie bei irgendeinem Derby. Endlich im "Stadion" angekommen ist mir gleich der Bauzaun am Spielfeldrand aufgefallen, es sah echt so aus als würde man hinter gittern Fußball schauen.
    Zudem gab es eine Überdachte "Tribüne" und Zwei "Bühnen".
    Einen guten platz mit guter Sicht ergattert schon ging auch das Spiel, bei gefühlten -10grad, los...

    Spiel:
    Das Spiel war einseitig. Der Klassenunterschied deutlich bemerkbar.
    Nachdem Hertha die Führung ausgebaut hat wurden die Topspieler ausgewechselt, um die verletzungsgefahr zu vermeiden, spielte Hertha kontinuierlich gut weiter.
    Zu meinem Überraschen spielte Sascha Burchert auf der Rechten seite, als FeldAbwehrSpieler. Bei Jeder Ecke Flanke und Freistoß konnte man von irgendwo hören: Sascha mach das ding mit dem Kopf rein, Burchi Kopfball.
    Wie schon gesagt das Spiel war einseitig. Hertha konnte klasse beweisen und souverän mit 5:0 gewinnen.

    Stimmung:
    Es gab keine geplante stimmung, die einzigen vollidioten die da stimmung gemacht haben waren Menschen die ich noch nie in meinem leben gesehen habe und das dann auch sowas von schlecht gesungen und auch total falsch, es war einfach eine trgödie. das ist alles dazu zu sagen.



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 28.10.2011, 18:54


    1.FC Union Berlin – Karlsruher SC 2:0
    11. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 15.10.2011 13:00 Uhr
    „Neue“ Alte Försterei
    16.300 Zuschauer


    Wir klauen alle Lieder immer immer wieder – denn uns fällt nichts Eigenes ein so wird es immer sein….


    So nachdem Dom und Denis euch ja in letzter Zeit mit informativen Zeilen zu Ereignissen auf den Fußball Plätzen dieses Landes versorgten, weiß ich gar nicht ob überhaupt noch jemand etwas aus meiner Feder lesen will. Waren die Berichterstattungen meiner beiden Kollegen im Format extra klasse wenn nicht gar brillant zu Papier gebracht.
    Aber scheiß der Hund drauf ich schreibe einfach und dann endscheidet jeder selber ob er es lesen will oder nicht.

    Im Vorfeld dieses Spiels gab es mal wieder eine Diskussion mit extremen Ausmaßen. Hertha spielt, wie kann man da Zeitgleich zum KSC gehen. Geld fehlt! Muss man sparen! Kann jeder selber endscheiden. Zusammenhalt der Fanszene etc. etc…
    Ich hielt mich aus dieser Diskussion bewusst raus, da für mich aus Prinzip feststeht, dass ich nie wieder ein Fuß in diesen Kommerz Tempel setzen werde. Alle anderen die an diesem Tage ebenfalls nicht nach München sondern nach Köpenick reisten taten das bestimmt auch aus Gründen die für sie voll und ganz ausreichten. Deswegen verlieren wir einfach ab jetzt kein Wort mehr über „Pflicht Auswärts fahren“:

    Wir trafen uns um halb Elf am Ostkreuz. Die Polizei war auch schon auf den Beinen und anscheinend ziemlich angepisst, weil Mutti heute Morgen allen dasselbe angezogen hatte.
    So wurde uns beispielsweise erklärt dass es sich um einen Nichtraucher Bahnhof handeln soll (werde nächste Mal die Bauarbeiter darauf hinweisen)
    Na gut, machen wa die Kippen halt aus und werfen sie in den Mülleimer, aber nicht in dieser Reinfolge.
    Mit der S Bahn ging es dann recht endspannt an die Wuhle.
    Nach einem kurzen Kampf mit einer Wespe waren wir dann auch am Gästeblock angekommen. Der Sektor für die Besucher aus Baden war vom feinsten abgeriegelt und man hätte bei diesem Aufgebot von Sicherheitskräften auch die Ankunft von Satan persönlich erwarten können.
    Nachdem wir die zwei Sicherheit Kontrollen hinter uns gebracht hatten, an dem Sprengstoff – Such oder Sucht – Hund vorbei waren und uns Tickets besorgt hatten, ging jeder noch Pinkeln und sich was zu essen kaufen und dann rein in den Block.
    Ach so ich muss noch ganz schnell meinem Unmut über die Dusseligkeit der deutschen Staatsmacht Luft machen: Vor dem Eingang zur Alten Försterei befindet sich ein Trampelpfad der von einem Zaun und der stinkenden Wuhle begrenzt wird. Dieser Pfad war verständlicher Weise voller Fans. Und nun muss die Polizei unbedingt mit zwei Autos durch die Menge um ein paar Kollegen abzulösen. Ich fahre morgen auch mit dem Auto zur Arbeit durch die Fußgänger Zone. Ist zwar gefährlich aber ey der Staat zahlt ja für meine Dummheit.

    Zum Spiel:
    Der KSC war an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Frei nach dem Motto: Schwach angefangen und stark nachgelassen.
    Union nutzte nur zwei seiner vielen Tormöglichkeiten. Einen Torwart Patzer und eine schöne Direktabnahme sorgten für einen 2:0 für die „Wuhlianer“.

    Zur Stimmung:
    Don Schneider heizte uns gut ein und ich denke unterm Strich kann man sagen dass Karlsruher und Berliner einige Akzente setzen konnten. Was ich nicht verstand war das Einstellen des Supports nach dem 2:0.
    Union… ja was sag ich jetzt zu Union? Ihr Liede „dem Morgengrauen entgegen“ fetzt schon ganz gut, wird auch vom ganzen Stadion mitgeschmettert.
    Ansonsten bediente sich das Syndikat wieder einmal dem 0815 Buch für Fangesänge und gab geklaute Lieder zum Besten bei denen das Phänomen fremdschämen zu greifen kommt.
    Nachdem Abpfiff machten wir uns sofort auf den Heimweg.
    Spießruten Lauf durch Köpenick inklusive.
    Gott sei Dank dauert es nicht allzulange und wir waren wieder im Westen unserer geliebten Stadt.

    Was bleibt zu sagen? Union bleibt ein peinlicher Kiez Club der die Ambitionen eines Welt und Hauptstadt Vereins nie erreichen wird. Der KSC muss dringend einige Schippen drauflegen und es kommt einem die Erkenntnis dass man für gute Freunde auch mal auf München verzichten kann.

    Ha Ho He
    Forza Kalrsruh´
    Hauptmann


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    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 01.11.2011, 19:51


    Verein Für Leibesertüchtigung Wolfsburg – Hertha BSC 2:3
    11. Spieltag 1.Bundesliga 2011/12
    Samstag, den 29.10.2011 15:30 Uhr
    Stadion Wolfsburg
    30.000 Zuschauer (Ausverkauft)

    Klingt komisch, ist aber so!
    Timo ist dabei…1000 Jahre um

    Eigentlich hatte ich mich total darauf gefreut, endlich mal wieder ein paar Zeilen zu einer Auswärtstour der alten Dame zu schreiben. Und nach dem 2:3 Erfolg unserer Elf wollte ich auch eine besonders schöne Einleitung zu Papier bringen. Nun da ich mich ran setzte, um den Bericht für die Nachwelt festzuhalten, fängt es in meinem Ohr an leise zu pfeifen. Kein schöner Ton. Ein widerlich penetrantes Pfeifen stört meine Konzentration. Natürlich liegt das an meiner Vorliebe für laute Punkrockmusik, meiner Arbeit mit lauten Maschinen und vielleicht auch schon leicht an meinem Alter. Aber es liegt mit Sicherheit auch an diesen verfluchten Böllern, die da am Samstag auf dem Weg zum VFL-Stadion gezündet wurden.
    Eine selten dämliche Aktion, für die der Verursacher eigentlich ab sofort ohne Finger durch‘s Leben gehen müsste.
    Ich weiß nicht, was in einem Menschen vorgeht, der Böller mit zu einem Fußball Spiel nimmt. Nicht nur, dass es armen alten Menschen wie mir das Gehör schädigt, es kann auch sonst böse Verletzungen nach sich ziehen und nicht zuletzt macht es den Kampf für kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik schwerer. Denn wie Dom richtig meinte, werden allen diese vier bis fünf Böller Explosionen in Erinnerung bleiben. Dass Vorsänger Heidi via Megaphon dazu ermahnte, so etwas doch bleiben zu lassen, wird unter den Tisch fallen.
    Also seht ihr jemanden, der einen Böller zündet und / oder wirft, brecht ihm am besten die Finger oder schleift ihn nach vorne zu den Ultras, die kümmern sich dann schon darum.

    So nun aber back to the topic:
    Don Martini war schon im Bus, in den ich völlig unbewusst mit einer abgelaufenen Monatskarte einstieg.Gemeinsam überbrückten wir die Fahrt nach Lichtenberg, wo Minni und Timo schon auf uns warteten. Nach einem kleinen Abstecher zu Mäces waren dann auch Dom, Sined, Tobi, Nancy und Ronny anwesend und wir wechselten auf unser Gleis. Der Zug rollte kurz danach ein und wir platzierten uns.
    Die Fahrt verlief recht ruhig und unspektakulär. Der Raucherwagon war direkt nebenan, Getränke hatte man reichlich dabei und Gesprächsstoff geht uns im Grunde ja nie aus.
    Dom, Tobi und Sined hatten sogar ein Lied eigens für Timo und sein erstes Auswärtsspiel in dieser Saison gedichtet: Timo ist heute da! 1000 Jahre sind um! Und so weiter und so weiter.
    Die Fahrt verlief so schnell, dass Minni und ich beinahe den Wolfsburger Hauptbahnhof verpasst hätten (und das obwohl wir kein ICE sind).
    Wir waren beim Rauchen in ein Gespräch vertieft und auf einmal hielt der Zug. Verrückte Sache. Schnell zu den Plätzen, Klamotten geschnappt und raus aus der Bahn und rein in die VW Stadt.
    Schöner geworden war hier nichts. Opel Filialen gibt es immer noch keine. Aber wenigstens haben sie es geschafft einen Mäces in den Bahnhof zu packen.

    Nach meinem Ermessen war unglaublich viel Polizei als Empfangskomitee anwesend.
    Auch Cops hoch zu Ross waren da.
    Als der Mob aus der Hauptstadt eine kleine Abkürzung nehmen wollte versperrten die Tiere auf den Pferden den Weg. Eine Politesse hatte dabei Mühe ihr Pferd im Zaum zu halten (kein Wunder wenn man nur Strafzettel austeilt und dadurch den Reitunterricht schwänzen muss), was einen Berliner dazu bewegte ihr das Reiten beibringen zu wollen… ja, wir Berliner - arm aber hilfsbereit.
    Über den regulären Weg, auf dem dann leider Gottes die Böller gezündet wurden, erreichten wir das stadionähnliche Dingens und warteten auf Einlass. Diese Eingänge sind vielleicht was für Spiele in der Niedersachsenliga. Aber für so einen Ansturm wie am heutige Tage völlig ungeeignet. Natürlich taten die Ordner ihr Übriges zu den langen Wartezeiten und musterten jeden Berliner ungefähr 10 Minuten. Ich hatte noch Glück mit meinem. Er erinnerte mich irgendwie an Roberto Blanko und glaubte mir, dass ich die Aufkleber nicht zum Kleben dabei hätte. Klasse Typ.

    Im Block genau in der Mitte postiert, noch schnell ‘ne Cola geschlürft und dann ging‘s ans Warmsingen und eh man sich’s versah, war es auch schon Samstag, 15:30 Uhr:

    Zum Spiel:
    Meine Fresse! Ich hab mir während dieser 90 Minuten öfter Mal gewünscht, zwei Kippen mit einem Mal zu rauchen. Meine Nägel kaute ich auch bis zum get no ab.
    Hertha mit der Führung durch Raffael nach einem klasse Konter. Wolfsburg gleicht aus. Dann Foul an Lassoga: Elfer - aber nur Gelb für Wolfsburgs Schweizer Torwart. Eine klare Fehlentscheidung. Unser Georgier donnert den Elfer sauber unter die Latte. Pausenführung für Hertha.
    Nach dem Wechsel beide Teams mit offenem Visier. Die VW-Heinis müssen kommen und Hertha kontert.
    In der 84. Dann ein schöner Freistoß 2:2.
    Ich drehe mich direkt nach dem Tor zu Dom und grolle: Son Scheiß, gleich kassieren wir noch das 3:2 wetten?
    Ungefähr zehn Sekunden später schiebt Ramos den Ball in den Strafraum. Lasogga steht da, wo ein Stürmer stehen muss, und markiert Herthas erneute Führung.
    Danach ist noch etwas Zittern angesagt, aber unsere Defensive mit Iron Maike hält stand.
    Sieg beim VFL.

    Stimmung:
    Wenn die Böller es nicht schon geschafft hätten, mein Gehör zu schädigen, diese Wolfsburger hätten es. Eine grüne Hölle:
    Kassenzettel, Toilettenpapierrollen und Konfetti tanzen durch die Luft des Stadions, während Nebeltöpfe und Bengalos die Nordkurve in grün-weißen Dampf hüllen, der nur gelegentlich von einem der dutzend riesen VFL-Schwenker durschnitten wird. Akustisch unterstützt wird das Ganze von einem Chor aus tausend Kehlen, die voller Hingabe und Leidenschaft ihren VFL in einer Lautstärke nach vorne treiben, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht und…oh Verzeihung, lieber Leser, an meinem PC war der Ironieschalter auf Maximum gestellt…
    Wolfsburg war da. Nicht mehr und nicht weniger.
    Hertha hatte ca. 4000 Berliner im Gepäck und, wenn ich das mal so sagen darf, wir haben diesen Provinzidioten aber so was von den Arsch aufgerissen in puncto Support.

    Nachdem die Mannschaft standesgemäß verabschiedet wurde, machten wir uns auch langsam auf den Weg zum Bahnhof.
    Beim Überqueren des Mittellandkanals stellten wir uns alle die Frage, ob der Verein aus Wolfsburg seine Farben vom Wasser hat oder ob das Wasser seine Farbe vom VW-Werk hat…
    Leckeres Süppchen dieser Kanal.
    Bei allen diesem Sich-über-Wolfsburg-und-VW-lustig machen, mussten wir dann aber auch feststellen, dass wir fast alle VW-Fahrer sind oder bald sein werden. Das, der Fairness halber, sei gesagt: VW ist ok, aber Wolfsburg ist scheiße…

    Der Bahnhof wurde fix erreicht und der Zug ließ auch nicht allzu lange auf sich warten.
    Nach einigem Suchen fanden wir akzeptable Plätze, ließen uns nieder und das Unheil begann.
    Wir hatten eine Klischee-Alkoholiker-Weddinger-Familie direkt neben uns. Inklusive lispelnder Schwiegertochter, deren Stimmenlage einem den Wunsch nach Böllern im Ohr verspüren ließ.
    Diese Rotte (diese Kreaturen Familie zu nennen wäre zu menschlich) vertrieb sich die Zeit mit Billig-Bier trinken und es den anderen über den Kopf zu gießen und über selbst kreierte Gesänge zu kommunizieren. Als Highlight gab Onkel Micha eine Geschichte zum Besten. Sie handelte zu unserer aller Überraschung vom heutigen Spiel und um die Besonderheit dieses Spiels, welches bestimmt sein erstes war, hervor zu heben, beendete er jeden Satz mit „klingt komisch, ist aber so“. Wobei er das nur zwei Mal machen musste, ehe der Rest seiner Sippe ihm jedes Mal den zweiten Satzteil abnahm.
    Gott sei Dank rasselten wir dann auch schon durch Spandau, was definitiv ein Zeichen dafür war, dass wir bald in Charlottenburg eintreffen mussten. Und so kam es dann auch zehn Minuten später. Maddin und ich sagten winke winke zu den anderen und trollten uns zur U-Bahn. Maddin verließ mich dann auch wenig später. Er ließ den Abend bei Freisuff und Karaoke ausklingen während ich noch meinen Cousin „Watt - is“ traf und mich mit ihm über Steaks unterhielt, bis ich in meiner Heimat ankam.

    Wolfsburg bleibt lächerlich,
    Hertha bleibt beschte, wo gibt!

    Ha Ho He
    Hauptmann
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    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 06.11.2011, 20:31


    Hallescher FC Chemie – Hertha BSC Amateure 2:0
    12. Spieltag Regionalliga 2011/12
    Sonntag, den 06.11.2011, 13:30 Uhr
    Kurt-Wabbel-Stadion
    4.045 Zuschauer


    Allein

    Eigentlich ist die Geschichte ganz schnell erzählt und ich werde mich auch kurz halten.
    Will ja im Grunde nur fix aufzähle wie das so war in Halle:

    Also ich besuchte mit meiner Frau meinen Schwager. Quasi ihren Bruder und seine Freundin, die seit kurzem in Halle an der Saale leben und studieren.
    Samstag nach dem Spiel unserer ersten Mannschaft fuhren wir, mit unserem von einem Porsche Motor gezogenen Seat, Richtung Osten.
    Der Abend wurde in Halle mit Wii – spielen verbracht und am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg in Richtung Kurt – Wabbel – Stadion. Leider hat man diesem alten ehrwürdigem Stadion auch so einen beschissenen Sponsor Namen verpasst, aber den kann ich mir irgendwie nicht merken. (Geht mir komischerweise mit allen neuen Stadion Namen so…)
    Ronny, Nancy und Kevin wollten noch zu mir stoßen. Aber gegen meinen Rat waren sie nicht in Zivil nach Halle gefahren und rannten noch am Hauptbahnhof einer Truppe Hallenser in die Arme und mussten nach einigen blutigen Nasen und Befragungen durch die Polizei ohne Schals den Heimweg antreten.
    Ich stand also alleine im Stadion. Direkt neben der HFC Kurve. Einen Gästeblock gab es heute nicht.
    Das Spiel ist auch schnell erzählt:
    Halle besser, Halle viel besser, Halle gewinnt noch zu niedrig mit 2:0.
    Hertha Fans hab ich außer mir nur einen gesehen. Aber Atze Peng verzog sich ganz alleine in die hinterste Stadion Ecke.
    Bei den Liedern der Hallenser muss man einfach nur mit dem Kopfschütteln und sich denken: 1000 Evolution, benehmt euch bitte auch so!
    Nazi Parolen auf Fan Gesänge umgemünzt, widerlich und furchtbar.
    „Halle erwache“ und „Scheiß West Berliner Zecken“ waren noch die harmlosen Lieder.

    Nach dem Spiel spazierte ich zurück, sammelte mein Frauchen ein und wir sausten über die Autobahn wieder nach Hause.

    Gute Besserung an die „verunglückten“

    Hi Ha Höre
    Hauptmann
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    Re: Saison 11/12

    Dom - 24.11.2011, 16:23


    SC Paderborn- Karlsruher SC
    15.Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
    Freitag, den 18.11.2011 18:00 Uhr
    Energieteam Arena
    8058 Zuschauer

    SC Freiburg– Hertha BSC
    13. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 19.11.2011 15:30 Uhr
    Badenova Stadion
    21.500 Zuschauern

    „Ähh Jungs, ich glaub ich hab vergessen die Uhr umzustellen“

    Karlsruhe und Hertha an einem Wochenende !!
    Ein kräftiges Hui fürs Fußballherz und ein nicht minder kräftiges Pfui für den Geldbeutel.

    Morgens musste jedoch jeder erstmal ein paar Mußestunden tun bevor es das auf die heiß ersehnte Tour quer durchs Land ging – wobei quer durchs Land diesmal wirklich keine Metapher darstellt.
    Also stapfte ich morgens nochmal für 2 Blöcke in die Uni, bevor ich zuhause noch das letzte Zeug fürs Wochenende zusammenkratzte. Vorsichtshalber nahm ich noch ein wenig Zeug zum Lernen mit, was aber letzten Endes nur ein verzweifelter, gut gemeinter Versuch bleiben sollte.
    Entgegen meiner Hoffnung, dass die Jungens um 12.30 Uhr pünktlich am Bahnhof sein würden, kamen wir erst eine Stunde später nach Großeinkauf beim preiswerten (aha) Kaisers los.
    Tobi übernahm die erste Runde, also Navi an und los!
    Startzeit 14.30 (??)
    Ankunft 18.00
    Alle seufzten und rollten mit den Augen. Typisch, ohne Hektik und Stress hätte ja was gefehlt.
    Tobis Navi von Anno X hat aber an einer Stelle immer die gleiche Macke, die wir gewohnt gekonnt übergangen… PUSTEKUCHEN !
    Zu weit. „Wie kann man nur so behämmert sein“, denkt sich jetzt der ein oder andere.
    Ankunftszeit: 18.29
    „Da können wir auch gleich nach Karlsruhe fahren“, nörgelte Thor auf dem Rücksitz.
    (Gott sei Dank taten wir es nicht !)
    Also wir völlig genervt weiter Richtung Paderborn.
    Als es dann laut Navi 17:52 Uhr war und ich schon zum Besten geben wollte, dass das Spiel gleich anfangen würde, runzelte Tobi die Stirn und sprach die Worte aus, die uns in die anfängliche Ekstase zurückschleuderten:
    „Ähh Jungs, ich glaub ich hab vergessen die Uhr umzustellen“
    Kurz gesagt: Es war erst 16.52 Uhr
    Wie geil !
    Die letzte halbe Stunde ging dann flott rum, wir parkten auf dem beachtlich großen Parkplatz am Stadion und gingen dann in den Block, nach dem Thor, Tobi und Denis 2,50 € sparten, weil sie sich als Studenten ausgaben.
    Naja wer sieht es denn uns 4 denn bitte nicht an, dass wir alle seriöse Berliner Studenten sind??!
    Im Block angekommen, positionierten wir uns ziemlich weit unten, was auch kein Problem darstellte, da der Anhang aus Karlsruhe mehr als nur überschaubar war. Ziemlich krasser Gegensatz für die sonst gewohnt-geliebte Quetscherei bei uns.

    Paderborn-Karlsruhe
    Spiel: Karlsruhe spielte gar nicht mal schlecht. Der Unterschied in der Tabelle machte sich kaum bemerkbar auf dem Platz, denn beide Teams neutralisierten sich weitestgehend. Spannend war es nicht, da es an brisanten Szenen mangelte, Paderborn nutzte jedoch ihre erste wirkliche Torchance um in Führung zu gehen.
    Der KSC wie gewohnt kaum gefährlich, kein Wunder also, dass die einzige Möglichkeit Tore zu erzielen, ein Elfmeter war.
    Unglücklich, aber trauriger Alltag beim KSC sind die last-minute Gegentore, die den KSC auch bei diesem Spiel wieder in Form eines gut herausgespielten Kopfballtores heimsuchten.
    Karlsruhe verlor zwar unglücklich 2:1 spielte aber abgesehen von den mangelnden Torchancen durchaus nicht schlecht.

    Stimmung:
    Naja Masse ist zwar nicht gleich Klasse, aber mit 200 lautstarken Kehlen, lassen sich keine 2000 imitieren. Trotzdem find ich die melodischen Gesänge ziemlich geil und das ein oder andere Mal konnte man sich auch hörbar machen, wobei es uns die Paderborner Heimkurve auch nicht schwer machte.

    Eine Sache noch: Der Typ vor uns hatte ein Auspuffrohr, dass uns ab und zu einen Gestank entgegen schleuderte, der wirklich unglaublich war. Nicht mal Scorpy und Jeff zusammen sind zu solch einem Tod fähig.
    Für sowas braucht man eine Plakette!

    Naja wie auch immer. Mit ein wenig gedämpfter Stimmung, aber froh mal wieder dabei gewesen zu sein, schlenderten wir zum Auto, wo der Ferrari schon darauf wartete wieder 4 Stunden über die Autobahn getreten zu werden.
    Gesagt getan. Mit reichlich Energie im Blut, erreichten wir das berühmte Eberbach, irgendwo im Nichts vom Nichts. Der Abend sollte aber noch nicht gelaufen sein, denn auf uns wartete noch eine geile Dorfparty in irgendeinem Schuppen.
    Dazu mussten wir erstmal eine Bergfahrt durch einen Wald auf uns nehmen, die eher an Texas Chainsaw Massacre erinnerte.
    Wer da nachts alleine runter muss braucht Nerven und vor allem Zeit!
    Angekommen, trafen wir dann Elton, Max und andere bekannte oder nicht bekannte Gesichter.
    Die Hütte war voll und – jetzt genau hingehört – mit überdurchschnittlich vielen Damen ausgestattet.
    Dezent gesagt, gab es gute Gründe – selbstverständlich nur für die Solos unter uns – ein Auge auf das ein oder andere Schmuckstück zu werfen.
    Um 3 Uhr war dann aber Feierabend und zu 5. In meinem geräumigen Gefährt fuhren wir zu Elton, wo wir dann um 5 Uhr langsam aber sicher einnickten.

    Um halb 10, nach zu wenig Schlaf, kombiniert mit ein wenig Kopfschmerzen für den ein oder anderen, wartete dann der eigentliche Marathontag auf uns.
    Um 11.30, nach Großeinkauf bei Edeka, gings mit Vollgas und Elton zu 5. nach Baden.
    Nach 3 bescheidenen Stunden, während denen Thors Gesicht auf dem Rücksitz zwischen Denis und Tobi merklich düsterer wurde, erreichten wir dann Freiburg und parkten für 5 Ocken auf dem Parkplatz eines Tennisvereins, wobei ich mir immer noch nicht so sicher bin, ob die Leute davor wirklich dazu gehörten …
    Nach kurzem Fußmarsch kamen wir dann am Stadion an, mussten allerdings vieeel zu lange auf die versprochene Karte für Elton warten, sodass wir erst 10 Minuten vor Anpfiff in den völlig überfüllten Gästeblock strömten, wo wir Timo, Ronny, Nancy, Maddin trafen, die mit per 9er anreisten.

    SC Freiburg – Hertha BSC
    Spiel:
    Hertha schwächelte anfangs, auch Kraft erlaubte sich in den Anfangsminuten einige Patzer, bis Ramos aus dem nichts zum 1:0 traf. Genauso unerwartet war das 2:0 als Mijatovic, mehr zufällig als gewollt ums milde zu formulieren, in den Strafraum flankte, wo Hubnik für den freien Neumann die Kugel auf den Präsentierteller köpfte.
    Freiburg drängte in der 2. Hälfte, Kraft vereitelte aber die eine oder andere Torchance mit sensationellen Paraden, bis ein Schuss von Reisinger dann doch den Weg ins Tor fand.
    Gegen Ende wurde es dann zunehmend zu einem Schlagabtausch, Hertha stand sehr tief, konterte stark aber Ramos brachte es 2mal nicht zustande den erlösenden Siegtreffer zu erzielen.
    Kurios wurde es dann, als das vermeintliche 2:2 nach einer Ecke aberkannt wurde.
    Trotzdem drängte Freiburg motiviert weiter, was letztendlich auch mit dem Ausgleichstreffer in der 95. Minute belohnt wurde.

    Stimmung:
    Kein Megaphon, kein Platz für Zaunfahnen, keine Schwenkfahnen. Ernüchternde optische Möglichkeiten angesichts der weiten Reise aus Berlin.
    Trotzdem konnte man sich mit weit über 100 Mann aus Karlsruhe im Badenova Stadion Gehör verschaffen, wobei sich die Heimkurve dem auch nicht entgegenstemmte.

    Nun bahnte sich die längste Etappe unserer Reise an. Ohne Umschweife fuhren wir sobald es ging los, setzten Elton nach einem kleinen Umweg über Heidelberg raus, deckten uns bei Mäces nochmal ordentlich ein, während wir wieder beobachteten welch unverschämt ansehnliche Sehenswürdigkeiten dort zu begutachten waren.
    Danach hieß es noch 600 km zurück nach Berlin fressen, die ich neben dem Fahren hauptsächlich mit Energie saufen verbrachte. Saufen ist hier wohl der passendste Begriff, da ich im Laufe der Zeit 2,5 Liter in mich reinpumpte, die sich als sehr effektiv herausstellten.
    Die anderen lagen komatös in ihren Sitzen, waren allerdings wieder bei Bewusstsein als wir nach Berlin einfuhren.
    Kein Sieg an dem Wochenende, aber die 1950 km, die am Ende auf dem Tacho standen, haben sich definitiv gelohnt und werden uns lange in Erinnerung bleiben.
    Viele Grüße nach Eberbach - Forza Karlsruh !

    Dom



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 11.12.2011, 23:42


    1.FC Kaiserslautern – Hertha BSC 1:1
    15. Spieltag 1.Bundesliga 2011/12
    Samstag, den 03.12.2011 15:30 Uhr
    Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg
    40.000 Zuschauer

    (Captain) Morgan Crew
    Sepp und Scorpy im heiligen Bund der Ehe

    Die Stadionuhr auf dem Betzenberg tickt: 89:58, 89:59, 90. Der Schiri pfeift pünktlich ab.
    Im ersten Moment möchte man protestieren, fluchen und dem Unparteiischen entgegenrufen: „Du blöder Vogel. Der nächste Angriff wäre unser Tor gewesen.“
    Doch dann besinnt man sich, lässt das Spiel Revue passieren und weiß, dass Hertha noch vier Stunden hätte spielen können, ohne überhaupt in die Nähe des Lauterer Kastens zu kommen.
    Außerdem will man jetzt nur noch so schnell wie möglich zum 9er und die Heizung anschmeißen. Starke Windböen und Graupelschauer haben diesem Spiel das eindeutig passende Wetter gegeben.

    Dabei fing der Tag doch so schön mild an. Der Dezember in Berlin zeigte sich milde und so spazierte ich um halb fünf Uhr morgens nur in meiner Herbstjacke zum Bus.
    Don Martini kam mir bereits entgegen und schimpfte darüber, dass ich nicht immer auf den letzten Drücker kommen sollte.
    Recht hat er ja – ich werde mich bessern.
    Mit dem Nachtbus und der U-Bahn ging es zum Treffpunkt mit unserer Truppe und dem Gammelfleisch-Container der HBSC-Crew.

    Ziemlich pünktlich fuhren wir auf die Autobahn und begannen sofort mit Geschwafel der Marke sinnlos.
    Diverse Gerüchte über Anhänger der Hansa-Kogge, die brandschatzend durch die Lande zogen, und Betze-Idioten, die in ganz Lautern schon auf uns warten würden…
    Was wäre so eine Fahrt ohne Panikmache?
    Die ersten Kilometer verliefen wie im Flug und noch vorm Hell werden (Haha es wurde ja gar nicht hell heute) steuerten wir ein Mäces zwecks Frühstück an.
    Der arme Maddin war völlig bedient, im Gegensatz zu allen anderen hasste er das Frühstück dort.
    Die Anderen schlugen gut zu.
    Das Beste an diesem Stopp war allerdings, dass Minni uns steckte, dass man die Sitze im Bus in Liegeposition bringen kann.
    Haha Jackpot. Nach‘m Frühstück wurde also erst mal ‘ne Runde geschlafen.
    Bei guter Musik und sinnlosen Gespräch verstrichen die Kilometer wie im Fluge.
    Und obwohl wir uns fest vorgenommen hatten, spätestens nach zwei Stunden Fahrt rotzeblau zu sein, blieben wir bei einem Becher Captain Morgan-Cola.
    Waren ja schon besoffen genug vom Blödsinn quatschen.
    Trotz des nur einen Bechers prägte sich der Begriff – die „Morgen Crew“ – die „Captain Morgan Crew“.
    Als die nächste Pause bevorstand, steuerte Timo den 9er hinter einem Reisebus in Richtung Rasthof. Das Rostocker Nummernschild, das dicke ACAB auf dem Heck und die schwarz gekleideten Insassen des Busses fielen anscheinend nur mir auf.
    Auf meine Nachfrage, ob wir denn wirklich mit diesem Bus zeitgleich Pause machen wollten, steuerte Timo den 9er lieber wieder Richtung Schnellstraße und fuhr am nächsten Parkplatz raus, wo ich Scorpy eine Packung Taschentücher an den Kopf schmiss. Einfach mal so aus Jucks und Langeweile.
    Scorpy sah mich böse an und verkündete: „So jetzt haste dir den Blow Job versaut…“
    Beim Letzten Stopp rannte Ronny dann noch gegen eine Glastür einer Sparkasse, ehe wir in der Pfalz und in Lautern ankamen.
    Nach einigem Rumgefahre durch die – na nennen wir es mal – Stadt und einigen finsteren Blicken seitens der Lauterer parkten wir unseren 9er hinter dem der HBSC Crew.
    Ronny zog sich noch schnell ‘ne andere Hose an…ja der Mann hat eine Hose zum Fahren und eine, um ins Stadion zu gehen.

    Gott sei Dank müssen wir jedes zweite Heimspiel so einen scheiß Berg hochlaufen. Oben angekommen waren alle aus‘er Puste und wir überlegten uns, was man wohl macht, wenn hier Schnee und Eis liegen? Betzeberg-Rodeln extrem…

    Die Einlasskontrollen waren zwar gründlich, aber trotzdem nicht so ätzend, wie man das aus anderen Stadien kennt.
    Im Inneren gab es wieder diese völlig bescheuerte Bezahlkarte. Was für Heimfans bestimmt ‘ne steile Sache ist, aber für Gäste pure Schikane bedeutet.

    Das Stadion als solches ist in unseren modernen Zeiten mal ein echtes Bon Bon. Endlich mal keine Arena, kein 0815 Dingens, was irgendwo auf‘m Acker steht.
    Ein Stadion mit eigenem Namen, einer Geschichte und hoffentlich einer langen Zukunft.

    Arschkalt war es zwar, aber Scorpy und Seppi sorgten schon für eine gute Ablenkung, indem sie über ihre gemeinsame Hochzeit diskutierten, die anscheinend kurz bevor stand. Ringe wollten sie auch haben, aber keine für die Finger, sondern solche, die Vibrieren und.. na ja lassen wir das.
    Es war ja eh Zeit fürs Spiel:

    Fuck man, warum hat das Leben keinen „dislike-button“?
    Scheiß Wind und Regen, Eiseskälte und dann ballert Hubnik auch noch das Eigentor des Jahres.
    Zwar gleicht Raffael aus doch danach kommt von Hertha gar nichts mehr.
    Fettes danke an Lautern, dafür dass sie ein leeres Tor in gefühlten 100 Versuchen nicht getroffen haben.

    Stimmung:
    Lauterns Heimkurve optisch ok, akustisch nichts Dolles.
    Hertha auf Tour hatte heute arg mit dem Wetter zu kämpfen. Wind und Regen kosteten viel Kraft, die beim Singen fehlte.
    Höhepunkt waren die Bengalos nach dem Ausgleich.
    Heult ruhig weiter DFB und Polizei: Pyro ist und bleibt Teil unserer Kultur und wir werden es nie als Verbrechen ansehen!

    Wie oben erwähnt pfiff der Unparteiische sehr pünktlich ab und wir liefen auf eingefrorenen Füßen zurück zum 9er, schmissen uns rein und die Heizung an und machten uns auf die Heimfahrt.
    Leider konnte man über Steffis iPad keine Sportschau gucken.
    Dafür aber im Netz surfen und Spielen.
    Nach einigen Spielereien verfiel die letzte Reihe erst mal in ein kleines Schläfchen. Nachdem Aufwachen grüßten wir schnell via Gesichtsbibel unseren Kumpel: <3 DOMINIK <3!!! :D
    Der war zuhause geblieben.

    Ich weiß gar nicht, was es noch Großartiges zu berichten gibt von der Rückfahrt?
    Außer, dass irgendwelche Assis ein Foto mit Pyro und unserem Banner machten – diese Verbrecher! Und dass wir die Mannschaft von Wehen Wiesbaden bei einem Stopp trafen.
    Frag mich, warum wir uns keine Autogramme geholt haben….

    Mehr kann ich glaub ich nicht erzählen, weil ich von 7 Stunden Rückfahrt vielleicht 2 wach war.

    Bleibt mir noch zu sagen:
    Danke Ronny, Timo, Scorpy fürs Fahren.
    Bis denne
    Ha Ho He
    Hauptmann


    Für diejenigen, die aus familiären Gründen nicht mitkonnten:
    Wir sind bei dir Bruder und immer für dich da!



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 27.12.2011, 21:14


    SAP Hoffenheim – Hertha BSC 1:1
    17. Spieltag 1.Bundesliga 2011/12
    Samstag, den 17.12.2011 15:30 Uhr
    Stadion Sinsheim
    25.600 Zuschauer

    Nancys Känguru
    Wenn Fußball Sex ist, ist Hoffenheim eine Gummipuppe

    Das Schlimmste an uns Autobesitzern ist, dass wir öffentliche Verkehrsmittel meiden wie der Teufel das Weihwasser.
    Und da unser 9er Bus dieses Mal von Neukölln aus via Südkreuz Richtung Sinsheim aufbrechen sollte, fuhr ich mit Maddin lieber in aller Herrgottsfrühe über die Autobahn, als bei eisigem Wetter auf irgendeinen dussligen Nachtbus zu warten.
    Gott sei Dank fand mein Auto den Weg, nicht ohne an der Tanke nochmal zu halten, damit ich mir ein Käffchen besorgen konnte.

    Am Treffpunkt schnell geparkt und in den 9er umgestiegen.
    Auf dem Weg zum Südkreuz, wo Kevin und Alex eingesammelt werden sollten, erzählte uns Timo, dass es jetzt vor seiner heimischen Grundstücksausfahrt Kängurus geben würde, schließlich hätte Nancy dort heute Morgen mit 100%iger Sicherheit eines gesehen.
    Die übrigen Mitfahrer, die aus Julien, Jessi und Ronny bestanden, waren auch sehr positiv überrascht über die erfolgreiche Auswilderung des Beuteltieres in unseren Breitengraden.
    Am Südkreuz angekommen, auf dem Weg wurden wir von einer komischen Zifte verfolgt, liefen wir erstmal zu Mäces. Leider hatten die trotz Ansage unseres Fahrers nicht 24 Stunden geöffnet.
    Also wieder über den ganzen verdammten Bahnhof zurück und warten.
    Kevin und Alex erschienen eine Zigarettenlänge später und wir machten uns auf den Weg.
    Die komische Zifte in seinem VW folgte uns auch auf die Autobahn…

    Die ersten Kilometer flogen gut dahin. Man fachsimpelnden ein wenig über das Derby am heutigem Tage in Thüringen und überlegte, welche Spiele man in der Rückrunde so anpeilen könnte.
    Irgendwann wurde dann ein offenes Mäces zum Frühstücken angesteuert und auch die Zifte schlich hinter uns in den Fast Foot Tempel und gab mir sogar was von seinen Mc Muffins ab.

    Timo und Alex führten noch eine zirkusreife, wenn nicht sogar Kamasutra-artige Nummer vor, als sie einen Aufkleber auf das Drive-in Schild kleben wollten und dafür eine Räuberleiter formten. Leider gab das Schild nach, da es frei in der Luft hängt und beide Purzelten unter dem Gelächter der Anderen übereinander.

    Wieder auf der Autobahn schlief ich erstmal den Schlaf der Gerechten und – kann man sich das vorstellen!? – Ronny behauptete später, ich würde schnarchen.
    Mein lieber Freund, du kannst gerne meine Frau fragen und die wird dir bestätigen, dass meine im Schlaf produzierten Laute äußerst angenehm sind und nicht mit Schnarchen verglichen werden können!
    Wir hielten noch für eine Mittagspause beim Goldenen M (alle außer mir schienen Burger King zu hassen).
    Leider war es noch zu früh für Mittag und Mäces hatte noch Frühstück im Angebot.
    Wir nutzen die Zeit sinnvoll und klauten dem Zivi-Bullen die Autoantenne und halfen alten Leuten beim Einparken.
    Nach dem Essen ging‘s dann weiter Richtung Kraichgau, wobei ich nun fast nur noch am Pennen war.
    Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht passierte nicht mehr allzu viel, bevor wir das sinnloseste Stadion in unserem Lande erreichten.
    Direkt an der Autobahn liegt der Sarg des Fußballs. Die „Wirsol Rhein Neckar Arena“… wenn wir uns diesen Namen auf der Zunge zergehen lassen, fühlen wir schon wie die Kotze anfängt uns die Kehle hoch zu sprudeln.
    Danke Dietmar für dieses Stück (Fußball-) Kultur.

    Julien nahm den Banner in der Absicht in aufzuhängen an sich und wurde auch sofort vom Zivi verfolgt.
    Nach einer halben Runde um diesen Schandfleck der sich Stadion schimpft waren wir am Gästeblock.
    Die Treppen hier können nur ein schlechter Witz sein und es ist ein Wunder, dass sich bei dieser Konstruktion noch niemand das Genick gebrochen hat, so scheiß steil sind die Dinger.
    Auch der Ordnungsdienst hier kann niemals ernst gemeint sein.
    Die Berliner Windbraker-Träger waren jedenfalls gut verwirrt, als ihnen befohlen wurde, ihren Reißverschluss und so die Jacke zu öffnen.
    Das Stadioninnere glich leider auch wieder zu sehr der 0815-Arena-Bauweise und so ist dazu nichts mehr zu sagen.
    Nancys Känguru ließ sich allerdings blicken. Im Trikot der TSG verkörpert das Viech hier das Maskottchen und soll aber wohl einen Elch darstellen. (TSG = IKEA???)
    Nachdem „Last Christmas“ gespielt wurde und die „Aktive Szene Hertha BSC“ sich postiert hatte, kamen die Mannschaften.
    Zu den Klängen der Einlaufmusik wurde noch fix Dietmar Hopps Mutter der Prostitution angeklagt und dann gings los.
    Ich fange mal mit dem Spiel an, denn das ist ziemlich fix erzählt:
    TSG in Hälfte eins besser. 1:0 rot für Hertha.
    Zweite Hälfte Hertha besser. Rot für TSG – 1:1 in der Nachspielzeit.
    Die Stimmung war in Berliner Block ok. Es gab schon bessere Auftritte. Gegen die Heimkurve bestand man aber trotzdem mit Bravur.
    Es ist unglaublich, dass das Hoffenheimer Eventpublik beim eh schon schwachen Wechselgesang sitzen blieb!
    Im Gegensatz dazu ruf ich mir mal unseren Wechselgesang mit dem Oberring im Pokalspiel gegen die Betze Assis ins Gedächtnis…
    Tja wie schon gesagt: Wenn Fußball Sex ist, dann ist die TSG 1899 Hoffenheim eine Gummipuppe. Denkt mal drüber nach:
    Der Mechanismus ist da. Logisch denn für diesen Vorgang hat man die Puppe ja bezahlt, aber Hingabe, Liebe und Leidenschaft fehlen vollständig.
    So ich hol mir für den Verglich mal schnell den Pulitzer Preis ab.

    So das Spiel aus, Mannschaft verabschiedet, Banner eingeholt und ab dafür.
    Auf dem Rückweg zu unseren fahrbaren Untersätzen machten etliche Sinsheimer einen riesigen Bogen um alles, was nach bösen Berlinern aussah. Nur ein paar ganz Mutige kamen direkt auf uns zu. Kurz vor dem Zusammenprall half Timo mit Schwung von hinten nach und die Hopp-Fans konnten nur durch eine elegante Drehung einen Zusammenstoß verhindern.
    Gott sei Dank hatte der Zivi das nicht gesehen.

    Die Rückfahrt verlief recht ruhig, ich verschlief wieder formschön den Großteil der Heimreise.
    Auf der ersten Rast guckten wir noch ein wenig Sportschau, während Nancy und Jessi auf den nahe gelegenen Spielplatz verschwanden, um – wie sie behaupteten – einen Lesben-Porno zu drehen.
    By the way – gibt’s den jetzt im Netz oder muss man sich ‘ne DVD kaufen?
    Ein paar weitere Pausen folgten, bei denen unter anderem ein nettes Foto gemacht wurde, ehe wir für einen Mitternachtsimbiss wieder bei Mäces hielten.
    Ronny, der zu diesem Zeitpunkt den 9er fuhr, hatte keine Lust auf große Fußwege und parkte den Bus direkt vor der Tür – auf einem Behindertenparkplatz.
    Das rief die Sächsische Streifen Miliz auf den Plan. Sie merkten allerdings nur an, dass sie es aufgrund unserer langen Reise und dem Unentschieden bei einer Ermahnung lassen wollten. Böse Kollegen hätten 35€ berechnet… wir staunten Bauklötze: Es gibt böse Bullen?!
    Selbst unser Zivi war verblüfft.
    Den Rest der Fahrt wurden Magengase oral freigelassen. Der ganze Bus rülpste Burger und Cola hoch. Das klang so ein bisschen wie Frösche in der Paarungszeit.

    Gott sei Dank schlief ich dann wieder ein.
    Wieder in Berlin angekommen stellte ich fest, dass der Zivilbulle nicht mehr zu sehen war. Aber mir wurde nahe gelegt bald mein Auto weg zu fahren, damit Marcel seinen Parkplatz bekommt.
    Ha ha, verstanden? Der Zivi war die ganze Zeit Marcel…
    Ich geb‘s auf‘m mit‘m Schreiben, wenn mir zukünftig nur noch so‘ne Witze einfallen.

    Über die Autobahn ging‘s von Neukölln dann fix back nach Spandau und damit ward dies‘ Kapitel auch beendet.

    Gute Nacht.
    Ein gesundes neues Jahr.
    Eine erfolgreiche Rückrunde.
    Ha Ho He
    Hauptmann

    Wer Fußball liebt, hasst Hopp!!!



    Re: Saison 11/12

    Dom - 13.02.2012, 17:15


    VFB Comando-nix-los-statt – Hertha BSC 5:0
    21. Spieltag 1.Bundesliga 2011/12
    Samstag, den 11.02.2011 15:30 Uhr
    Mercedes-Benz Arena
    45000 Zuschauer

    Wilde 1(+)3

    Hier sitz ich nun wieder nach 7 Stunden Fahrt aus Karlsruhe, lehn mich eben zurück und ruf mir nochmal hinter geschlossenen Augen einzelne Bildfetzen ins Gedächtnis, wohlwissend um das Ergebnis des wohl nachdenklichsten und gleichzeitig sarkastischsten Resumees, das ich bisher hier niedergeschrieben hab.
    Also wieder hoch, durchpusten und los.

    Als der Wecker um dreiviertel Viere rappelt, dacht ich auch wieder ich spinne, dass ich jetzt allen Ernstes bei -20°C in den Polo krieche. Und nein, wie feierlich geschworen und konsequent durchgezogen, ich zech keine Nacht mehr vor den Fahrten durch... naja zumindest nicht wenn ich Fahrer bin. Also hoch Stullen schmieren, pipapo und um halb 5 am Bahnhof Thor, Denis und Tobi eingesackt.
    Tobi erklärte sich für die erste Tour bereit und ich nahm dankend auf dem Beifahrersitz platz. Denis war heute sehr zivilisiert, er fing erst um halb 7 an sich bedingungslos Engery + Zusatz einzuschütten, während sich Thor, in seine Jacke eingekugelt, von einer – nennen wir es durchzechten Nacht- die Wunden leckte und pennte.
    An dieser Stelle lasse ich gerne Spielraum für Stirnrunzeln, Interpretationsfreiheit und das abschließende Schmunzeln.
    Seine Ruhe hielt natürlich nur so lange an bis Denis anfing ihm mit gewohnt brachialer Intensität die Nerven zu misshandeln, während Tobi und ich wieder als Zuschauer der Comedyshow die Lacher nicht zurückhielten.

    Kurz unterm Strich – bisher klingt alles nach dem gewohnt lustigen Muster einer Auswärtsfahrt, müde und halb verhungert wie immer, aber wenigstens heizte das Auto(auch wenn man nur zwischen -10°C und +30°C einstellen konnte)
    Allerdings war es schon so kalt draußen, dass die Scheiben selbst von innen gefroren waren und das Auto gleichte mehr einem Eisklotz auf Rädern.
    Und als die Stunden so dahinplätscherten, jeder seine Gedankennetz sponn, kotzte es dann irgendjemand endlich heraus: „Warum zur Hölle sind wir heute bitte nur zu 6. In Stuttgart, aber in 2 Wochen in Augsburg wahrscheinlich 18 !? Und wie kann man bitte ausgerechnet HEUTE zum KSC Spiel fahren!?“
    An der Stelle verweise ich gerne nochmal auf den ersten Absatz und lasse den Rest für eigene Gedanken offen.

    Als wir dann in Stuttgart einfielen und um die Ecke bogen, fielen uns 2 Gestalten auf dem Bürgersteig mit schwarzem Schal und schwarzer Mütze auf. „Guck mal 2 Herthaner“ brüllte Denis. Deren Blick zu uns ins Auto, sowie dem roten Logo auf der Mütze zu urteilen, hatte unser Maulwurf Denis offensichtlich wieder alles richtig gesehen.
    Parken taten wir dämlicher weise direkt vor der Heimkurve, allerdings strotzten wir angesichts unserer klar für uns sprechenden Anzahl an Leuten nur so vor Selbstvertrauen.
    Minnie und Ronny trafen wir vor dem Gästeeingang nachdem wir – Kulturbanausen wie wir sind- erst mal das Stadion von allen Seiten begutachteten.
    Nach 2 Stunden Hintern abfrieren ging es auch endlich los.


    Zum Spiel:
    Hertha begann nicht schlecht, verlor jedoch völlig die Orientierung nach Ibisevics Mordversuch an Kraft, was der Schiedsrichter als reguläres Tor wertete, allerdings nicht erklärt warum die Mannschaft sich bei dem Spiel in 15 Minuten 3 weitere Buden einschenken lässt und sich noch die Arschkarte abholt. Leider kann ich nichts von der 2. Halbzeit berichten, bitte hier inständig um Verzeihung.

    Zur Stimmung:
    Zum Einlaufen der Mannschaft gab es eine nette Pyroeinlage, die ganz im Sinne der selbst auferlegten Kampagne in den Händen kontrolliert vollzogen wurde.
    Gesanglich war es leider schwierig, da die Akustik in diesem Loch dermaßen schlecht ist, allerdings war die Cannstatter Kurve so leise, dass wir es doch packten ordentlich koordinierten Support zu bringen, der sich leider auch spätestens nach dem 0:3 in Luft auflöste, stattdessen in Unverständnis, Wut und Hass umschlug. Die Gegenseite war überraschenderweise immer noch genau so laut wie vorher, also war es bis zum Ende der ersten Halbzeit abgesehen von den Torjubeln ziemlich ruhig im Stadion. Sollte man sich als führende Ultragruppe überlegen ob es sinnvoll ist 4 Leuten 3 Megaphone in die Hand zu drücken, wenn sowas dabei rauskommt, wobei zwei der Helden eh nur damit beschäftigt waren wild in unsere Richtung zu gestikulieren wie wütende Schimpansen.


    In der Pause diskutierten wir dann mit Minnie und Ronny über das vorangegangene Desaster und über die – wenn man das Wort überhaupt in dem Zusammenhang gebrauchen durfte – „Gruppenbeteiligung“.
    Zum Anpfiff der 2. Halbzeit verließ dann der Großteil des Anhangs das Stadion, wir verabschiedeten uns von Minnie und Ronny, die heute wieder zurück in die Heimat fuhren, während wir ,halb erfroren, uns auf den Weg zu den Karlsruhern machten, bei denen noch ordentlich Abendprogramm auf uns wartete um den verkorksten Tag irgendwie ein wenig zu retten.
    Diese Mission endete dann um halb 7 Uhr morgens totmüde und voll bis zum Stehkragen bei Elton zuhause, wo wir zu 5. auf 3 Matratzen pennten, um um 14 Uhr ohne Frühstück, dafür mit einer Tasse Kaffee und selbstverständlich 0,0 Promille die Heimreise anzutreten. Grade in Berlin angekommen, wollte Denis uns dann bei einer überragenden Wendung mitten auf dem Kaiserdamm doch noch kurz vorm Ziel umbringen, allerdings haben Idioten immer Glück, dementsprechend blieben wir verschont und kamen um 21 Uhr am Bahnhof Hermannstraße an.


    Fazit: Die Cannstatter Kurve ist genauso wie die vom FSV Frankfurt.
    Forza Wilde 1+3 + Minnie und Ronny ! – vor dem Rest zieh ich den Hut.
    Hertha und der KSC !

    Dom



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 07.03.2012, 14:03


    BTSV Eintracht Braunschweig – Karlsruher SC 0:0
    21. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 11.02.2011 13:00 Uhr
    Eintracht - Stadion
    19.000 Zuschauer

    ACAB im Staub und Benzin auf der Hose

    Lange lange hab ich mir zeitgelassen bis ich mich dazu entschloss folgende Zeilen zu Papier zu bringen.
    Zu viel Streit gab es wegen diesem Samstag im Februar. Unsere Hertha in Stuttgart und ihr Fahrt zum KSC?
    Na ja warum wer wo hingefahren ist, wurde geklärt, alles wieder ok und nun schreib ich doch den Bericht.
    Da die Abreise mal wieder in Neukölln stattfinden sollte, heißte ich am frühen Morgen über die Stadtautobahn um beim Dicken zu parken und in Timos Auto umzusteigen.
    Jessi und Julien nahmen hinten Platz und nachdem wir uns bei Kaisers noch einiges an Getränken gekauft hatte waren wir schon auf der Autobahn.
    Auf der Gegenspur zählten wir knapp 22 Wannen die anscheinend auf den Weg nach Köpenick waren um Dynamos Horden im Zaum zu halten.
    Das aber nur so am Rande.

    Die Fahrt verlief wie im Fluge und gegen aufkommende Langeweile bedienten wir uns Kinder spielen wie ich sehe was, was du nicht siehst oder das Tier rate Spiel.
    Was sich auch gut machte was das doppelte Fahrer Spiel: Timo gab Gas und ich übernahm das Lenken.
    Nach einer kleinen Frühstückspause erreichten wir auch schon Braunschweig.
    Das Parken auf dem Stadion-Parkplatz wurde uns untersagt und als wir im nahegelegenen Wohnviertel nach einer Möglichkeit zum Wagen Abstellen suchten, kontaktierte uns die Braunschweiger Miliz in Form einer Allg. Verkehrskontrolle.
    Alles in allem eine sehr endspannte Angelegenheit, die Polizei mit vorbildlichem, freundlichem Verhalten. Auch wenn Timo trotzdem extrem an genervt von der ganzen Aktion war.
    Die Damen und Herren von der Staatsmacht erklärten uns dann noch den Weg zu guten Parkmöglichkeiten.
    Während Jessi und ich schon zu Fuß in Richtung Gästeblock unterwegs waren um Karten zu besorgen, parkten Julien und Timo das Auto. Unsere neuen Kumpel sorgten dafür, dass Timo auch den richtigen Parkplatz fand.
    Als wir dann alle am Stadion waren, erklomm man fix den Gästeblock und dann war es ja auch schon Zeit…

    …fürs Spiel:
    Beide Teams mit gutem zweitliga Fußball. Wobei der KSC ein bisschen Glück in Anspruch nehmen musste. Die Eintracht mit besseren Torchancen. Aber das Gestänge und KSC Keeper
    Orlishausen hielten die null und sogar einen Elfer. Der allerdings war auch schwach geschossen.

    Zur Stimmung:
    Der Mob der Karlsruher war klein aber dafür einigermaßen laut. Schneider heizte den anwesenden Badenern kräftig ein.
    Die Braunschweiger waren zu meiner Enttäuschung sehr selten zu vernehmen.

    Nachdem Spiel musste man dann durch eine Polizeikette um nicht mit Bussen zum Bahnhof gebracht zu werden.
    Wir teilten dem netten Herren in Grün mit wir seien aus Berlin und müssten zu unserem Auto, woraufhin der Polizist unser Kennzeichen aufsagte, was uns natürlich verwunderte.
    Er klärte uns auf: Er würde das ACAB in den Staub schreiben lassen. Natürlich reagierten wir bestürzt. Es kann doch nicht sein, dass uns einfach jemand ACAB in den Staub schreibt…das Timo diesen Kunstwerk selbst am Morgen angebracht hatte muss ja keiner wissen.
    Dazu noch ein Hinweis: Der Bulle, der eigentlich auch mehr als relext war, versuchte uns noch davon zu überzeugen, dass ACAB ja gerichtlich verboten sei… Ist es nicht! Lasst euch das nicht weißmachen.

    Die Rücktour verlief entspannend. Wir machten einmal eine Pause zum Tanken. Wobei sich das noch arg in die Länge ziehen sollte.
    Timo hatte zwar einen Kanister voller Benzin dabei allerdings keinen Trichter. Dieser musste noch schnell käuflich erworben werden und dann versuchten Timo und ich den Inhalt des Kanisters in den Tank zu manövrieren.
    Dummerweise landeten von den 22 Litern nur rund 5 im Tank und die restlichen Liter verteilten sich auf seiner Hose und meiner Hand….damit war das Thema Rauchen auch erst Mal durch.

    Die restliche Zeit nach Hause ärgerte man sich über das Zwischenergebnis aus Stuttgart.
    In Berlin angekommen machte ich mich auf den Weg nach Hause und verlebte einen ruhigen und endspannten Abend.

    Danke an Timo fürs fahren und danke an Jessi für das Versorgen mit Gummi-Tierchen.

    Forza Karlsruh‘
    Ha Ho He
    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 09.03.2012, 13:46


    FC Augsburg - Hertha BSC 3:0
    23. Spieltag 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, der 25.02.2012 15:30Uhr
    Augsburger Puppenkiste
    29.100 Zuschauer

    „Kommste mit – Mannschaft töten?“

    Dieses Zitat las ich mal im Tagebuch der alten Dame. Der Grund für den Zorn des Autors war ein Pokal-Aus in Wuppertal.
    Heute, viele Jahre später, hab ich den wahnsinnigen Drang zum Training zu fahren und ein biblisches Massaker anzurichten.
    Das Spiel in Augsburg ist zwar schon fast eine Woche her und trotzdem hat sich der Zorn und die Wut über diese Söldner, die unsere Fahne entweihen, noch nicht gelegt.
    Aber von vorne:

    Samstag Morgen gegen 3 Uhr wurden Mario, Maddin und ich von Marios Schwiegersohn in spe zum Südkreuz chauffiert, wo nach kurzem Warten schon unser 9er ankam.
    So ziemlich alle waren anwesend, außer Ronny. Der kam völlig übermüdet über die Gleise geschlichen, kletterte übern Zaun und wir waren komplett.

    Die ersten Kilometer liefen entspannt über die Bühne. „Sind wir schon da?“ und „Timo fahr uns in den Tod!“ waren nach 10 Minuten schon nicht mehr witzig und so konzentrierten wir uns auf‘s Trinken, Singen, blöd Quatschen.
    Auf Höhe des Flughafens Halle-Leipzig machten wir dann eine Frühstückspause bei McDonalds, wo die Dorfjugend der umliegenden Dörfer dieselbe Idee hatte.
    Das führte zu einer Reihe böser Blicke hier und da und auch der ein oder andere dumme Spruch fand sein Weg ins Ziel.
    Arschlecken, weiter geht’s. Wir kultivierte Hauptstadt-Kinder müssen uns nicht mit Bauernpack abgeben.

    Die Kilometer und die Minuten donnerten nur so an uns vorbei und ehe wir uns versahen pausierten wir erneut.
    Dabei lief uns die Crew in die Arme, die wir geschickt mit dem Einsatz von fliegenden NickNacks in die Flucht schlugen.
    Die nächste Pause machten wir am Frankenwald, wo uns der zweite 9er einholte.
    Dessen Besatzung war, gottlob mit Ausnahme der Fahrer, schon gut dabei und Sined setzte dem Alkoholkonsum die Krone auf, indem er es nicht schaffte, seinen Pullover richtig anzuziehen.
    Im Konvoi fuhren wir dann Richtung Augsburg, wobei uns das Navi über Landstraßen schickte und wir uns mitten im Bayrischen Urwald wiederfanden.
    Das wiederum bewegte uns dazu noch einmal zu halten, damit die Damen Oisi und Gloria Pilze suchen gehen konnten.
    Meine Quellen belegen weder, ob sie überhaupt was gefunden haben, noch, ob besagte Pilze ess-oder rauchbar waren.
    Nach dieser zugebenermaßen sinnlosen Pause trennten sich die Wege der 9er auch erst einmal wieder. Während die anderen schon vorausfuhren, machten wir nochmal eine Frischluftpause, weil einer unsere Mitfahrer das Wegballern einer ganzen Whiskypulle doch nicht so gut vertragen hatte. Anschließend hielten wir nochmal bei McDonalds, weil sich einige auf der Autobahn nichts von Burger King holen wollten.
    Nobel geht die Welt zugrunde. Ihr Weicheier mit eurem Öko-Mäces-Fraß. Euch müsste man mal ins Burger King Männer-Camp schicken wo ihr lernt dass nur echtes gegrilltes Beef einen Mann glücklich machen kann…
    Trotz dieser zahlreichen Stopps erreichten wir die SGL Arena (was zum Teufel ist eigentlich SGL) als erstes.
    Timo fuhr mit dem 9er noch ein paar Mal um den Block, bis die Ordner ein Einsehen hatten und uns auf den Parkplatz ließen – Parkplatz quasi direkt vor der Tür.
    Dann folgte die Routine: Abtasten, Kippe nach dem Ordner-Petting, pinkeln, Stadion Magazin kaufen, sich über diese scheiß Bezahlkarte aufregen, Banner aufhängen, im Block Plätze freihalten, die Stufen des Blockes hoch und runter drängeln, bis die ganze Fanszene da ist.

    So, meine Damen und Herren, jetzt kommt der Teil des Berichtes, auf den ich sowas von keine Lust habe!
    Das Spiel:
    Jeder weiß was passiert ist, ich werd‘s nicht wiederhole. Ich wiederhole lediglich die Überschrift des Textes: Kommste mit, Mannschaft töten?!

    Die Stimmung:
    War gut bis zum zweiten Gegentreffer. Danach gastierte das blanke Entsetzten bei allen, während die schwäbischen Bayern entdeckten, dass die Dinger am Ende ihrer Arme zum Klatschen gut sein können.

    Nach dem Spiel kam die Mannschaft und klatschte fröhlich in die Hände, was die anwesenden Herthaner doch etwas ärgerlich stimmte.
    Ich sag‘s mal so: Wenn der Zaun vom Gästeblock ein Scharnier weniger gehabt hätte, müssten wir heute auf einige Spieler verletzungsbedingt verzichten…

    Als den Spielern klar wurde, dass sie sich lieber ganz schnell verpissen sollten, sammelten wir uns wieder am 9er. Noch ein paar kräftige Tritte gegen den Begrenzungszaun, um sich abzureagieren und schon donnerten wir wieder heimwärts.
    Die Rücktour verlief alles in allem sehr unspektakulär.
    Eine Pause zum Essen, ein paar zum Rauchen und schon waren wir wieder am Südkreuz.
    Marios Schwiegersohn sammelte uns netterweise wieder ein und fuhr uns nach Spandau zurück.

    Ich schließe den Bericht mit den Worten, die wir alle bis zum Ende der Saison sehr häufig benutzen werden.

    Auf geht’s Hertha kämpfen und siegen!!!

    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 19.03.2012, 13:31


    FC St. Pauli – Karlsruher SC 1:0
    25. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
    Montag, den 12.03.2012 20:15 Uhr
    Millerntor Stadion
    23.000 Zuschauer

    Die Curry-Wurst ist schlecht.
    Ausgesperrte immer bei uns

    Was für ein schöner Tag. Urlaub eingereicht, schön ausgeschlafen und auch noch auf‘m Weg nach Pauli für den KSC.
    Das heißt auf dem Weg nach Hamburg war ich noch nicht. Nach einem total stressigem Hin und Her, wer nun wie fährt, befand ich mich im meinem Auto, um Ronny und Minni von der S-Bahn abzuholen und dann nach Dallgow zu fahren, um dort in Olis Auto umzusteigen.
    Dort angekommen erwies sich die Suche nach einem geeigneten Parkplatz für die nächsten Stunden äußerst kompliziert. Ein Parkhaus war zwar vorhanden, aber Öffnungszeiten waren keine zu sehen.
    Ronny meinte zwar wir würden aus dem Fußgängerausgang rausfahren können, aber das war mir doch zu heikel.
    Also parkte ich meinen Wagen dank Olis Anleitung in einem nahegelegen Wohngebiet.
    Die Fahrt verlief entspannend. Ronny und ich vertieften uns in Gespräche über den Sinn und Unsinn des Lebens, das Ende der Welt und ob wir das noch erleben würden – tiefgründig und das auswärts.
    Nach einigen Pinkelpausen waren wir auch schon an Millerntor.
    Die Suche nach einem Parkplatz gestaltete sich wie erwartet als äußerst schwierig.
    Die Polizei antwortete auf die Frage wo der Gästeparkplatz sei mit: „Jao, irgendwo hier.“
    Spitze! Wir entschieden uns für ein Parkhaus gegenüber vom Gästeblock. Olis Auto schlug beim Einfahren unsanft auf, da die Senke der Einfahrt etwas arg gebaut war.

    Am Block angekommen löhnten wir noch fix eine Eintrittskarte.
    Die Anlasskontrolle erwies sich als mehr als locker und schon waren wir drin.
    Da noch genug Zeit bis zum Anpfiff war, besorgten wir uns am Fressstand eine Currywurst. Schmeckte gar nicht mal schlecht. Aber zwei Minuten, nachdem wir mit‘m Essen fertig waren, kam das Gesundheitsamt um die Ecke und schloss kurzerhand den Curry-Container…
    Wir wurden alle ein wenig blass und sahen uns schon die Nacht über in einem Hamburger Krankenhaus zum Magenauspumpen.
    Aber Entwarnung – es blieb alles drin.

    Nachdem man noch einige Brüder aus der Fächerstadt begrüßt hatte, ging es in den Block denn es war langsam Zeit fürs Spiel:
    Schlechter Kick. Ich glaube es gab nur einen Torschuss und den nutzte Pauli zum 1:0.

    Zur Stimmung:
    Den Karlsruhern war alles verboten – Zaunfahnen, Trommeln, Megafon. Nur Schals wurden kurzfristig erlaubt.
    Aus berechtigtem Protest gegen dieses scheiß Pauli-Modell wurde im Gästeblock ordentlich gezündet und zeitgleich stürmten etliche Badener den Zaun, um ihre eingeschleusten Banner zu präsentieren.
    Die Stimmung bei den Braun-Weißen war ganz ok. Die Stimmung im blau-weißen Block war aufgrund des Megafonverbots eher schleppend, auch wenn Schneider alles gab.
    Highlight war der Paulifan, der von der Tribüne dauernd „Eisern Union“ in Richtung unseres Blockes schrie… ein trauriger Beweis dafür, dass zu viel Sex mit versifften Hafennutten doch irreparable Schäden am Gehirn zufolge hat.

    Zu erwähnen sind noch Franzi, Marcel und Maddin, die sich spontan ein Auto mieteten und um 18:30 Uhr noch versuchten rechtzeitig von Berlin nach Hamburg zu kommen. Allerdings schaffte es der gemietete Micra nicht mehr und so standen die drei 45 Minuten vor den Toren.
    Ausgesperrte immer mit uns….!

    Nachdem Schlusspfiff begaben wir uns wieder in das Parkhaus. Allerdings stiegen Ronny und ich erst ein, als Oli die Ausfahrt hinter sich hatte. Wir wollten ein erneutes Aufsetzen verhindern. Leider ohne Erfolg.
    Als wir so den Kiez hinter uns ließen, blickte Minni noch einmal zurück und stellte voller Abscheu fest, dass ganz Pauli genauso scheiße ist wie der Prenzlauer Berg.
    Eine kleine Erheiterung war dann noch ein Auto, welches von der Autovermietung „Hässliches Entlein“ kam. Das aber nur so am Rande.

    Die Rückfahrt war entspannt. Wir stoppten noch kurz bei Mäces, wo die Kassiererin meine Bestellung vor Ronnys fertig stellte, obwohl dieser zuerst bestellt hatte. Mit meinem Aussehen öffnen sich einem halt viele Türen. Bestimmt gehörte ihr auch das unsagbar tolle Auto auf dem Parkplatz. Welches voller „Hello Kitty“- Sticker war…

    Den Rest der Fahrt schlummerte ich in Ruhe vor mich hin, bis ich in Dallgow wieder in meine Karre stieg und nach Hause brauste.

    Kämpfen Karlsruh`
    Ha Ho He
    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 09.04.2012, 13:01


    FSV Mainz 05 - Hertha BSC 1:3
    27. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 24.03.2012 15:30 Uhr
    Stadion am Europakreisel
    33.200 Zuschauer

    Wo sind Ronny und das Stadion?
    Mäces? Stronzi!

    Es gibt einfach viel zu viele Dingel, über die man so streiten kann.
    Gerade wenn man auswärts mit einem 9er fahren möchte. So wurden wir uns einfach nicht einig, um welche Uhrzeit unsere Reise nach Rhein-Hessen beginnen sollte.
    Gott sei Dank sprach der Chef ein Machtwort („Joa, i bin hi de Präsident!“) und Uhrzeit und Treffpunkte waren klar.
    Und so kam es, dass mich mein kleiner von einem Porschemotor angetriebener Seat nach Schöneweide brachte, wo der 9er abfahren sollte.
    Timo, Jessi und Steffi erwarteten mich bereits. Timo parkte den 9er aus und ich nahm die freie Lücke für meine Karre. Ich kletterte in die letzte Reihe (Ruhm und Ehre der letzten Reihe), während Timo und die Mädels sich vorne platzierten. Der Abfahrt stand nichts mehr im Wege und wir rollten los. Plötzlich klingelte Timos Handy. Am anderen Ende der Leitung war Ronny etwas erbost darüber, dass man ihn einfach stehen gelassen hätte.
    Timo hatte anscheinend vergessen, dass Ronny ebenfalls schon in Schöneweide einsteigen wollte und sich lediglich 2 Minütchen verspätete hatte.
    So warteten wir kurz, bis Ronny angeschlurft kam und sich in der Mitte des Busses platzierte. So richtig glücklich wirkte er nicht und nuschelte immer wieder etwas davon, ihn einfach zu vergessen und gut, dass er ja heute nicht da wäre, so hätte man mehr Platz im 9er usw.
    Eigentlich wollten wir den Rest der Mannschaft an der Zwicke einsammeln. Allerdings war da noch niemand zu sehen und so fuhren wir erstmal ein paar Meter weiter, um Thor direkt vor der Tür abzuholen. Allerdings ließ der Herr auf sich warten und stolperte erst nach zwanzig Minuten mit einer Pulle Schnaps und einer Tasse Kaffee aus der Tür.
    Verschlafen habe er nicht beteuerte er, nur Probleme mit dem Fertigmachen seien der Grund für die Verspätung.
    Als wir uns dann endlich wieder auf den Weg Richtung Zwicke machten, rief Sined durch und wollte den Grund für unsere Verspätung erfahren. Als Thors Name fiel, rastete Sined förmlich aus. Soll wohl schon öfter zu diversen Verspätungen gekommen sein.
    An der Zwicke stiegen dann die restlichen Reisenden in Form von Sined, Dom und Tobi ein und wir machten uns auf den Weg auf die Autobahn.
    Das Wetter warm und schön, sodass wir die Fenster etwas öffnen konnten, denn Sineds Körper wehrte sich anscheinend gegen alles, was sich in seinen Innereien befand und produzierte ein Gas, welches einem sämtliche Nasenschleimhäute wegbrannte und die Augen zum Tränen brachte.
    Gott sei Dank war Ronny nicht da und musste das nicht riechen….
    Bevor das Ganze noch mit Toten oder Verletzten endete, machten wir lieber schnelle eine Frischluft- und Frühstückspause.
    Ronny nutzte die Zeit, um einem Bayernfan aus Brandenburg (Kopfschütteln) mal zu erklären, dass sein TÜV abgelaufen sei. Was bei einer Strecke Brandenburg – München nicht ganz ungefährlich sei. Ansonsten war es schön zu sehen, dass Aufkleber eine doch recht lange Lebensdauer haben, wenn man sie nur richtig positioniert.
    Wir machten uns zum Weiterfahren bereit und Sined fiel so langsam durch seinen Alkoholpegel auf: Er konnte es irgendwie einfach nicht lassen, Dom immer wieder auf den Arsch zu hauen…und wo war eigentlich Ronny?

    Die noch zu überwindenden Kilometer verflogen wie nichts. Wir beschäftigten uns mit alten, aber bewährten Methoden: lesen, singen, quatschen, trinken und schon waren wir in Mainz.
    In Mainz?! Tja der Freund des runden Leders weiß natürlich das Mainz neues Stadion außerhalb der Stadt steht. Der gute Timo schien etwas an genervt und überfordert zu sein und so war nicht nur Ronny, sondern auch das Stadion nicht zu finden.
    Alle waren aufgrund der Sucherei etwas genervt, nur Sined nutzte die Zeit sinnvoll, um alle 30 Sekunden das Wort Pferdepenis aus dem Fenster zu schreien, was Dom wiederum völlig um den Verstand brachte. Lediglich Thor nutzte einfach ganz cool das Navi in seinem Handy, um uns zum Stadion zu lotsen.

    Irgendwann hatten wir dann die Arena Punkt 0815 gefunden. Und man trauerte kurz um den einzigartigen Mainzer Bruchweg.
    Fix rein ins Stadion, Plätze suchen und Hertha gucken.
    Ich habe leider wieder einmal zu lange gewartet und werde jetzt keine Lobhymnen auf Hertha niederschreiben, denn das Heimspiel gegen die Penner aus der Autostadt ging ja wie gewohnt in die Hose….
    Stimmungstechnisch waren die Mainzer eher selten zu vernehmen. Beeindruckend waren aber die Gesänge die vom gesamten Publikum getragen wurden und so doch recht laut und brachial wirkten.
    Unser Block war dank des Auswärtssieges natürlich berauscht und schmiss eine 1A oben ohne Party.
    Was für ein ungewohntes Gefühl: Eine Welle mit der Mannschaft. Genauso ungewohnt wie das Mainzer Publikum welches uns auf dem Weg zurück zum Auto mehr oder weniger beglückwünschte.
    Wenn Ronny doch nur dabei gewesen wäre….
    Da der Weg zum 9er kein Ende nehmen wollte und es auch noch recht warm war, schlug Sined vor einfach in eines der Autos zu steigen, die im Schritttempo an uns vorbei fuhren.
    Nach reichlicher Überlegung waren wir auch Bereit 1,40€ dafür zu bezahlen. Genau so billig wie eine Kurzstrecke der BVG.

    Wieder beim 9er angekommen, natürlich ohne ein unfreiwilliges Mainzer Taxi zu benutzen, versuchte Sined Dom mit der Heckklappe zu töten, was ihm gottlob nicht gelang.
    Die ersten Kilometer der Heimfahrt machten einfach nur Spaß. Sined zerstörte beim Tanken einen Wischer für die Scheibe, der „Hinterbus“ in Form von Thor und Dom becherte wie blöde und wir alle zappelten zu guter Atzen-Musik und einer gehörigen Portion Punk-Rock.

    Nicht weit von Mainz entfernt hielten wir noch einmal, um erst bei Edeka noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, um dann einmal über die Straße zu huschen und bei „MC“ zu dinieren.
    Während alle beim Einkaufen waren, parkten Ronny und ich fix den 9er um, um den anderen einen Schrecken einzujagen. Leider registrierten einige gar nicht, dass der 9er nicht an seinem Platz stand und andere rochen den Braten schon und waren eher gelangweilt als geschockt.
    Was dann geschah, glaubt einem keiner, der nicht dabei war:
    Wir kehrten bei McDonalds ein um zu Abend zu speisen. Der junge arabische Freund, der Ronnys Bestellung aufnehmen wollte, entschloss sich doch lieber Pommes zu rütteln und schloss kurzerhand die Kasse. Das rief natürlich einen angemessenen Protest bei Ronny hervor. Ein Wort ergab das andere und plötzlich verkündete der ebenfalls arabisch stämmige Geschäftsführer, dass alle in blauen Shirts kein Essen bekämen. (schäbige Blau-Rassisten?)
    Thor versuchte die Lage zu retten und nachdem er eine Weile mit dem Geschäftsführer gesprochen hatte, waren sich beide einig dass es mit einer Entschuldigung von beiden Seiten getan sein müsste. Allerdings weigerte sich der Pommesschubser sich zu entschuldigen oder eine Entschuldigung anzunehmen. Das war das Zeichen für uns mit ein paar netten Gesten und noch netteren Worten zu gehen. Betteln bei „MC“? Soweit kommt’s noch. Vaffanculo Mäces!
    Die restliche Rücktour verlief recht locker. Bei Musik und Themen rund ums runde Leder erreichten wir sehr bald Berlins Umland.
    Thor, Dom, Tobi und Sined warnten Timo im 30-Sekunden-Takt vor dem Blitzer am Autobahnkreuz. Timo reagierte schon leicht genervt, immerhin kenne er den Blitzer und überhaupt….BLITZ! Haha Pengo, mein Freund. Situationskomik wie sie leibt und lebt.
    Ich schloss noch ein bisschen die Augen und wurde erst wieder wach als Dom mir aufs Knie schlug und schrie: „Wir sind zu Hause, wir sind zu hause!“ Super wir fahren gerade einmal an der Messe und mein Auto stand in Schöneweide. Soviel zum Thema zu Hause sein.
    Nachdem wir Ky noch abgeholt und sich die Neuköllner an der Zwicke verabschiedet hatten, fuhren wir zu Jessi, wo ich in meine Karre stieg und mit 75 km/h nach Hause schlich.
    In meinen vier Wänden angekommen fiel ich ins Bett und träumte von drei Punkten in der Fremde.
    Zu schade dass Ronny nicht dabei war…

    Ha Ho He
    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 09.04.2012, 13:02


    1.FC Union Berlin – SG Eintracht Frankfurt 0:4
    27. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
    Montag, den 26.03.2012 20:15 Uhr
    „Neue“ Alte Försterei
    16.600 Zuschauer (AUSVERKAUFT!!!)

    Ausgesperrte immer dabei!

    Am Montag danach traf ich mich mit Minni und Oli am S-Bahnhof Ostkreuz. Von dort aus ging es nach Köpenick, wo wir auf Dom warteten und einen erstaunlich guten Döner verspeisten.
    Als Dom dann da war trotteten wir Richtung Wuhle. Dom bekundete seinen Ekel, der sich in ihm verbreitete aufgrund der merkwürdigen Subkultur, die hier am Krauchen war. Auch ich freute mich am meisten darauf, diese widerliche und stinkende Ecke wieder zu verlassen.
    Welcher grenzdebile Vollspacken kam eigentlich auf die Idee Köpenick einzugliedern?

    Vor dem Stadion trafen wir uns mit Ronny, der todesmutig im blau-weißen Pullover erschien…
    Nachdem er ja am Samstag vergessen wurde, wollte er wenigstens heute etwas Fußball genießen.
    An sich gäbe es noch viel Nebensächliches zu berichten, aber ich möchte auf das eigentliche Highlight des heutigen Tages und meine Gedanken dazu kommen:
    Der DFB strebt in letzter Zeit radikale Methoden an und verdonnerte Dresden und Frankfurt zu je einem Auswärtsspiel ohne eigene Fans.
    Die Dresdener hatten letzte Woche dieses Verbot umgangen und waren einfach neutral gekleidet auf die Haupttribühne gegangen.
    Heute waren es ungefähr 1000 Frankfurter, die sich mit Hilfe des Köpenicker Anhangs in die Försterei geschmuggelt hatten.
    Pünktlich zum Anpfiff gaben sie sich gesanglich zu erkennen und versuchten auch sehr bald den leeren Gästeblock für sich zu beanspruchen. Nachdem die ersten den Zaun erklommen und überwunden hatten, gab dieser auch schon nach und bevor ein Chaos ausbrach, öffneten Unions Verantwortliche den Gästesektor.
    Fußballfan 1, DFB 0.
    Ich bin kein Ultra, war nie einer und habe auch keine Ambitionen jemals einer zu werden.
    Aber was in den letzten Wochen passierte, ist keinesfalls nur ein Problem der Ultras. Es ist ein Problem der Fußballfans. Was müssen wir uns schon alles gefallen lassen? Vereine, die die „50 + 1 Regel“ völlig mühelos überbrücken. Wie das SAP-Spielzeug in Sinsheim oder die Alubüchsen aus Leipzig. Wollen wir, dass unsere Vereine von Sponsoren und Mäzenen abhängig sind? Die Folge solcher Geldgeber sehen wir in England und Italien….
    Wie viele Rechte haben wir uns nehmen lassen? Angefangen bei Stehplätzen bis hin zur abgebrochenen Pyro-Debatte! Und das, obwohl es erwiesenermaßen mehr Verletzte durch Pfefferspray als durch den Einsatz von Pyrotechnik gibt.
    Ganz zu schweigen von den Preisen, wo 15 € für einen Stehplatz schon normal sind.
    Was hat das noch mit Deeskalation zu tun, wenn 50-jährige Familienväter wegen Aufhängens eines Fanclub-Banners von der Polizei vermöbelt werden und anschließend ein bundesweites Stadionverbot erhalten, plus eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Und das, obwohl weit über zwanzig Zeugen aussagten, dass die Polizei zu hart und willkürlich aggressiv gehandelt habe. Was übrigens auch durch Fotoaufnahmen zu beweisen ist…
    Leute, wacht auf und schiebt das Problem nicht immer an Ultras weiter! Organisiert euch in euren Dachverbänden, redet in euren Fanszenen miteinander! Ich habe keine Lust irgendwann in der „Don‘t call it Schnitzel Arena“ das Spiel zwischen Allianz München gegen Coca Cola Heidenheim zu sehen, dafür 35 € Stehplatz zu zahlen und für Klatschen oder Singen von den dreitausend anwesenden Bullen verprügelt zu werden und lebenslanges Stadionverbot zu bekommen.
    Fußball lebt durch seine Fans!
    Lasst euch das Spiel nicht nehmen!
    Pro Fußball – Anti Kommerz und Repression!



    Re: Saison 11/12

    Dom - 10.04.2012, 12:37


    Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC 0:0
    29. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 07.04.2012 18:30 Uhr
    Borussiapark
    52.691 Zuschauer

    Und wieder vor der Heimkurve...

    Skandalös, dass Studenten „morgens“ um öhlf Zeit haben Auswärtsberichte schreiben, aber – is so!

    Also, am Samstagmorgen trafen wir uns gewohnt in aller Herrgottsfrühe … ah nee Moment, heute nicht! Da das Spiel erst um 18.30 angepfiffen werden sollte, trafen wir – Touubi, Denis, Thor und ich-uns erst um Zähne, was nicht heißen soll, dass es keine Psychopaten gab, die schon um 6 auf der Autobahn wüteten. An dieser Stelle also einen schönen Gruß nach Oberschöneweide und .. äh ja die anderen halt.

    Aber Back to Topic. Die Spätaufsteher trafen sich am Neuköllner Carree. „Wo is denn ditte?!“ denkt sich der ein oder andere Spandonier bestimmt, aber es ist an der Sonnenalle und oh Wunder dort gibt es tatsächlich auch schöne Ecken. Tobi und ich deckten uns mit Softies und Proviant ein, während die anderen beiden an, na nennen wir es an „akutem“ Geldmangel litten und da ohne Moos bekanntlich nix los ist, wurde wieder professionell verdurstet und verhungert!
    Getankt wurde dann auch gleich für schlappe 1,72, vielen Dank liebes Öl-Embargo, lieber Staat und all ihr Behinderten, die über die Osterfeiertage ihre Eier in ganz Deutschland suchen müssen!
    Auf der Hinfahrt begrüßten uns Graupelschauer, Schneeregen und all die mögliche Flitzekacke die Mutter Natur zu bieten hatte, während ich mich in meine neueste Errungenschaft „Rasen der Leidenschaft“ vertiefte.
    Ansonsten verlief die Hinfahrt recht ereignislos, wenn keiner spontan irgendein Gespräch anschnitt, konzentrierte sich Thor mal aufs Fahren -was Thor fährt? Wahnsinn! -, was sich dank des Tempomats auch als recht entspannt erwies, Denis starrte völlig regungslos wie eine Schildkröte sinnlos in der Gegend rum und Tobi, ja was macht Tobi eigentlich immer auf Auswärtsfahrten?
    Tobis Auswärts-fahr-Muster hab ich noch nicht erkannt. Mal kann er sich auch morgens um 6 hemmungslos zulaufen lassen, mal liest er gerne irgendwelche Fanzines, ABER – aber nur wenn diese „viele Bilder haben“. Der Affe mit der Schelle klatscht mit.
    Dann ist meist er Derjenige, der die Stille mit irgendeinem Ausruf bricht, sei es, weil er wieder was „Griffiges“ erspäht hat, sich über verwaltungstechnische Angelegenheiten, wie sinnlose Baustellen aufregt oder den neuesten Kommentar seines Vaters zum Auswärtsfahren zum Besten gab, was dann meistens mit „…wie kann man nur so behämmert sein“ endet oder über dämliche Autofahrer, die stets mit dem Satz „wenn Ick schon wieder sehe wie der da sitzt.. wie aufm Scheißhaus!“ kommentiert werden. Die Liste könnt ich ewig fortführen, aber der Satz war jetzt grade schon lang genug für den einen oder anderen Analphabeten.
    Angekommen in Schrottbach, wurde man als PKW Besatzung zu Parkplatz P4-P7 geschickt, die sich leider direkt hinter der Nordkurve befanden. Also machten wir 4 uns in Zivil auf den Weg zum Gästeblock, da für Denis aber trotz -20° und Regen immer noch kurze-Hose-Wetter war, konnten wir uns das Inkognito getrost schenken.
    Ohne Zwischenfälle, aber mit einigen bösen Blicken, erreichten wir den Gästeblock, der noch relativ leer war. Kurzer Handshake mit der Crew und Nancy, Timo, Jessy, Ronny und Maddin, von denen Letztere noch ein kleines Auswärts-Angrillen auf einem Rasthof einlegten, dann noch ein bisschen Plauderei über Rennereien und fast-Fahnenklaus vorm Stadion und dann sollt es auch schon losgehen.

    Zum Spiel:
    Die erste Halbzeit begeisterte einen hauptsächlich durch kontinuierliche Ereignislosigkeit, aber die Jungs unten auf dem Feld schlugen sich angesichts der – so sagt zumindest die Tabelle – Übermacht aus der Provinz ganz gut. In der 2. Halbzeit gab es dann mehrere UHHs und AAAHs auf beiden Seiten, aber leider fehlte heute, trotz wirklich solider Leistung, wiedermal der nötige Zug zum Tor, sodass man sich wenigstens mit einem Punkt verabschieden konnte. Gutes Spiel allein reicht einfach nicht, gerade im Abstiegskampf ist das völlig Schnuppe, es zählt lediglich das Ergebnis und da war mehr drin, aber 1 Punkt ist 1Punkt.

    Zur Stimmung:
    Ja irgendwie ist die Akustik in dem Loch zwar echt mau, aber um uns rum wurde ordentlich gebrüllt, geklatscht, Fahne geschwenkt und als dieser Nichtsnutz von einem De Camargo meinte sich vor unserem Block Warmlaufen zu müssen, auch ordentlich gepöbelt! Trotz dessen, schien Heidi mit der Supportbeteiligung der Jungs unten am Zaun im Allgemeinen nicht zufrieden, aber mir kam es optisch und akustisch ganz ordentlich vor. Gerade in den letzten 20 Minuten wurde ordentlich ausgerastet und die Gladbacher bekamen ein gewaltiges „Auf geht’s Hertha“ in ihre hässliche(n) Kurve(n) geschleudert, dass es nur so schepperte.

    Den Rückweg traten wir angesichts unserer desolaten Parksituation gemeinsam mit der Crew und den anderen BBH-lern an. Als wir dann endlich von der Schnittlauchbande Richtung Parkplatz gelassen wurden, marschierten wir dann, bis unter die Zähne bewaffnet, in einer gewaltigen Berliner Kolonne von ca. 12 Mann wie eine unaufhaltsame Welle Richtung Parkplatz, an dessen Anfang wir uns von der Crew verabschiedeten, Timo, Ronny,Jessie und Maddin am Auto absetzten, an dem einige Gladbacher doch noch eine Minute stehen blieben, bis wir uns dann unsererseits auf die Suche nach unserem Auto machten.
    Das Wort Suche trifft den Nagel an der Stelle auf den Kopf, da wir locker eine geschlagene Viertelstunde die Karre suchten, bis wir uns endlich bei funktionierender Klimaanlage wärmen konnten und Tobi die Frostbeule noch mit Sitzheizung seine Cochones ausbrütete. Als wir dann gottlob endlich vom Parkplatz runter waren, Tobi noch die junge Parkplatzwächterin ablichtete und Denis noch allen – grade denen über 40- einen schönen Abend wünschte jings dann ooch zackich Richtung Autobahn!

    An dieser Stelle neigt sich der Bericht auch dem Ende, denn die Rückfahrt hab ich hauptsächlich mit Dösen verbracht, bis wir dann um halb 4 am Neuköllner Carree ankamen, Thor setzte Denis noch zuhause ab und Tobi und ich fuhren unsererseits mit Horny ins friedlich-angenehme Viertel Hermannstraße-Hermannplatz.

    Es ist noch nix verloren, sie haben es in der Hand, heute und in den nächsten Wochen!

    HA HO HE !

    Dom



    Re: Saison 11/12

    Dom - 18.04.2012, 19:03


    Bayer Leverkusen – Hertha BSC 3:3
    31. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 14.04.2012 15:30 Uhr
    Ulrich Haberland Stadion
    29.704 Zuschauer


    Purer Hass – Pure Freude

    Die englische Woche hat mich irgendwie fertig gemacht. Dienstagabend um 20 Uhr für den letzten Grottenkick ins Stadion, um total deprimiert wieder nach Hause zu wackeln. Mein einziger Lichtblick an dem Tag war dann doch noch das gemeinsame Beisammensein mit den beiden Karlsruhern, die auf einen Dienstag den weiten Weg per Bimmelbahn nach Berlin machten.
    Aber gut der Rumheulerei, jetzt war wieder Wochenende, Hertha wieder auswärts und so wird meine rhetorische Ader wieder gefordert. Sollte sich eben jene nach 1 Woche nicht wieder auf Höchstform erholt haben, bitte ich dies zu entschuldigen.

    Am Samstagmorgen hieß es wieder bei Zeiten aufstehen. Für mich hieß es noch dazu, bedingt durch ein 4-stündiges Fifaturnier, um 4 Uhr zuhause zu sein und nach ner Stunde Schlaf wieder in die Senkrechte zu gehen. Schnell noch ne Tasse heißen Kaffee in die Kehle eingeflößt, bis ich dann überraschend fit Tobi abholte, der seinerseits völlig verpeilt wie ein Schimpanse ins Telefon stöhnte, was für mich dann hieß : Der Gute hat verpennt!
    Als er sich dann mit Augen so groß wie Streichhölzer ins Auto fiel, gings zum Zwickauer Damm, wo wir dann rausfanden, dass Timo ebenfalls verpennt hat.
    „Was ist denn heute los ?“, dachte ich mir, aber da Timo um einiges fitter aussah als Tobi, stieg ich etwas entspannter, dennoch auf dem üblichen nervösen Niveau, wenn es 9er fahren mit Timo heißt, in den Bus.
    Wir (Thor, Tobi, Timo, Jessi, Julian, Steffi (Wo ist eigentlich Steffi?)und ich) schipperten dann erst einmal zur Messe, wo Maddin und Ronny schon mitten auf dem Damm auf uns warteten und leider nicht von irgendwelchen vorbeifahrenden Karren zerschmettert wurden.
    Ronny freute sich, dass er in den 9er steigen konnte, bevor selbiger losfuhr, während Maddin seinerseits den Kopf auf die Knie legte und den wohl nicht vorhandenen Schlaf von letzter Nacht nachholte.
    Gemütlich suppten wir wieder durch ganz Deutschland, bis der Hinterbus (Tobi, Thor und Ich) nach dem ersten Mäcesstopp traditionsgemäß die ersten Schnapspullen köpfte und sich die restliche Fahrt darauf berief, möglichst viel und intensiv die anderen Leute im Bus zu nerven, frei nach dem Motto „Bevor ihr uns nervt , nerven wir euch!“
    So entstand dann eine üppige aber präzise Liste aller Verkehrsvergehen, die unser Fahrer schon in der ersten halbe Stunde beging, sodass unser Fazit mit „sofortiger Führerscheinentzug zum Wohle der Allgemeinheit und anderer Verkehrsteilnehmer + Freiheitsstrafe“ doch recht milde ausfiel.
    Nach entspannten 6 ½ Stunden, 2-3 Nah-Tod Erfahrungen und nur geringfügigem Alkoholpegel, erreichten wir uns Ziel. Nach kurzem Marsch durch Wald und Wiese standen wir im Gästeblock, wo wir Minnie und die Crew begrüßten und einige Zeit später auch unsere Nachzügler per FKO Bus in Form von Nancy und Franzi + die, naja sagen wir „skurrilen“, Gestalten die sie im Schlepptau hatten…
    Ich weiß nicht wieso, aber die letze Dreiviertelstunde vor dem Spiel brachte ich damit zu mein Unwohlsein Minnie Tobi und Thor kund zu tun, die Gründe werden mir wohl für immer ein unergründliches Rätsel bleiben, aber die Pfeife ertönte wurde ich aus meiner Kopfschüttelorgie gerissen und es gab Wichtigeres.

    Zum Spiel:
    Es ist unglaublich. Die erste Halbzeit spielten die Jungs von der armen Dame wieder in einem lustlosen Trott ohne jede Bewegung. Es kam nichts zustande, ein Glück war Leverkusen auch nicht viel besser, sodass nur Herr Schürrle (Hauptsache ich reg mich die ganze Halbzeit über Kießling auf, aber mir sagt ja keiner was!) mit einem Traumtor vom 16er, unhaltbar für Kraft, das Stadion wachrüttelte. Mit einem ernüchternden 1:0 ging es in die Pause.
    König Otto fand leider nicht die nötigen Worte, sodass sich kurz nach Anpfiff der 2. auch schon die nächste Bude abgeholt wurde, völlig unnötig, bedingt durch völliges Versagen der so genannten Abwehr.
    Wie aus dem Nichts nutze Lasogga dann per Kopf einen Abwehrfehler aus um den Anschlusstreffer zu erzielen. Jetzt war wieder ein kleines Flämmchen bei den Jungs in blau weiß zu spüren, was aber nach einem Piff zum Elfmeter für Leverkusen wieder erlosch.
    An dieser Stelle muss mal wieder gesagt werden, was wir für einen unglaublichen Torwart haben, denn irgendwie fingerspitzelte Kraft das Leder an den Pfosten. Danach gings ab! Motiviert wie selten zuvor gesehen spielten die Jungs nach vorne und begünstigt durch Lerverkusens Abwehrversagen drehte ein gewisser Herr Torun das Spiel in 5 Minuten zum 3:2.
    Wie zu erwarten konnte Hertha das Ganze leider nicht halten, sodass kurz vor Schluss doch noch der Ausgleich seitens Leverkusen erzielt wurde und man „leider doch nur“ mit einem Punkt nach Hause geschickt wurde.

    Zur Stimmung:
    So nachdem ich diesen sachlichen Bericht wie ein typisch-deutscher Roboter-Kommentator in den Rechner geknallt habe, gibt’s jetzt endlich mal wieder was mit bisschen Feuer!
    Dieses Spiel war der absolute Wahnsinn, von purem Hass bis purer Freunde war alles dabei, ein Gefühlschaos wie selten erlebt.
    Aber nun zäumen wir das Pferd doch mal von vorne auf.
    Angesichts der Ereignislosigkeit und Trampelei der Spieler auf dem Platz, war doch die Gesangs- und Klatschbeteiligung auch bei den aktiven Gruppen zwischenzeitlich ziemlich Mau, was sich auch in dem erbosten Gesichts unseres Vorsängers wiederspiegelte.
    Ich möchte auch ziemlich schnell dann in die 2. Halbzeit springen.
    Als dann das 2:0 fiel, stand alles was Beine hatte auf Zäunen und Geländern und brüllte den Frust der ganzen Tage in Form einer brachial-verbalen Gewaltwelle Richtung Spieler. Trotz aller Bemühungen unserers Vorsängers, war es jetzt einfach nicht möglich die Leute noch kontinuierlich zum Supporten zu bewegen angesichts der wiedermal desolaten Leistung auf dem Platz.
    Als das 2:1 direkt vorm Gästeblock fiel und Lasogga wild in unsere Richtung gestikulierte, schrien manche ihm sowas wie: „Beweg doch deine Mitspieler du Idiot“ während andere sich davon beflügeln ließen. Kurz um, es wurde wieder laut, bis dann bekannter Elfmeter gepfiffen wurde und Kobi nach Hause geschickt wurde.
    Als irgendein Leverkusener Vollidiot den Ball dann ins Aus drosch, wurde wieder ordentlich ausgerastet und die spontanen Schlachtrufe röhrten durchs Leverkusener Rund.
    Was dann nach dem 2:2 bzw. 2:3 los war muss ich kaum erwähnen, ich kann es auch nicht, denn die pure Freude zeichnete sich auf unseren Gesichtern ab, alles schrie, hüpfte, purzelte – unglaublich!
    Das 3:3 dämpfte das Ganze zwar wieder, aber immer noch hallten die spontanen Schlachtrufe im Stadion, diesmal eine wirklich kribbelnde Erfahrung ohne Anleitung vom Megaphon 30 Minuten lang zu brüllen.

    Traumatisiert vom Gefühlschaos, einfach völlig fertig, verließen wir das Gelände und nach kurzem Gebrabbel am 9er, wurde die Heimreise angetreten. Langsam machte sich meine Schlaflosigkeit auch bemerkbar, als mir jedoch aus dem nichts eine Flasche Captain in die Arme fiel, holte ich mir ein bisschen Lebensgeist zurück. Die Rückfahrt verlief sonst recht ereignislos, wir wollten einfach nach Hause, jeder diesen Wahnsinn für sich verdauen. In Berlin angekommen, fielen Tobi und ich in die U-Bahn und ich denke jeder war doch recht froh nach dem nervenaufreibenden Tag ins Bett zu fallen und einfach nur zu pennen.

    Dom



    Re: Saison 11/12

    Minni - 19.04.2012, 22:47

    Minni war mal wieder am hüpfen... ^^
    U.S.I Lupo Martini Wolfsburg – SV Grün Weiß Calberlah 2:0
    24. Spieltag. Landesliga Braunschweig
    Sonntag, den 15.04.2012 15:00 Uhr
    Lupo Stadio Wolfsburg
    ca. 150 Zuschauer


    Wenn man sonst nischt zu tun hat...
    auch du kannst Danke sagen!


    Sonntagmittag, in einem kleinen Dorf in Niedersachsen wurde ganz spontan die große Idee geboren, das man den Sonntagnachmittag aufm Fussballplatz verbringen könnte. Andere Paare gehen Sonntags spazieren, oder sind bei Oma, Tante, oder den lieben Schwiegereltern zum Kafee eingeladen, da meine bessere hälfte und ich uns aber für das alternativ Programm entschieden haben, ging es also nach Wolfsburg, um ein Spiel der Landesliga zu gucken.
    Einige werden jetzt wieder denken, die olle ist bescheuert... dem kann ich diesmal auch nicht widersprechen!

    Nun aber rein ins Geschehen, nee vorher gibts noch nen bisschen Geschichte... :D

    Der Verein wurde im Jahr 1962 von Italienischen Gastarbeitern in Zusammenarbeit mit der Sozialabteilung der Volkswagen AG Wolfsburg und NFV-Fußballkreises Wolfsburg-Gifhorn gegründet.
    Man entschied sich für den Namen "Lupo" ( zu dt. Wolf ) um damit die Verbundenheit zur Stadt Wolfsburg zu zeigen.

    Jetzt aber...
    20 Minuten vor Anpfiff, wurde das Lupo Stadio erreicht, ein kleiner eingezäunter Sportplatz bei dem es auch schon mal passieren kann, das ein hoher Ball auf nen Auto fliegt, welches gerade über die Hauptstraße neben dem Platz fährt. An der Kasse löhnte man die 5 Euro für ne Karte und suchte sich nen schönen Platz an der Mittellinie. Nachdem der Stadionsprecher die Aufstellungen bekannt gab, ging es auch schon los.

    Zum Spiel:

    Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den einen Tag vorher in Italien, verstorbenen Spieler Piermario Morosini, der während des Spiels Livorno Calcio - Pescara Calcio mit nur 25 Jahren einen Herzinfarkt erlitt und daran wenig später im Krankenhaus verstarb.
    Die 1. Halbzeit verlief recht unspektakulär, es gab wenig Chancen auf beiden Seiten.
    Halbzeit 2 dagegen war schon eher für Leute die eins schnelles und abschlagreiches Fussballspiel mögen, Lupo drängte nach vorne und der Torhüter des SV Grün Weiß Calberlah hatte bei beiden Toren keine Chance.
    Die wohl lustigste Szene am ganzen Spiel war jedoch folgendes Szenario: Der Ball fliegt ins Seitenaus, ein älterer Herr fing den Ball und gab ihm den Spieler dieser nahm den Ball stellte sich zum Einwurf an die Seitenlinie, als er sich von dem älteren Herren ein " auch du kannst Danke sagen " anhören durfte, sowas erlebt man wohl wirklich nur noch beim Dorf Fussball.

    Zur Stimmung kann ich nichts schreiben, da diese einfach nicht vorhanden war!

    Nach dem Abpfiff, ging es dann aber doch noch zu nem kleinen Spaziergang an den Allersee, tja auch ich kann mich nicht vor sämtlichem Pärchengetue schützen... ;)

    Minni



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 11.05.2012, 11:41


    Ge-Buer vs. Hertha BSC 4:0
    33.Spieltga. 1.Bundesliga 2011/2012
    Samstag, den 28.04.2012 15:30 Uhr
    Arena auf Schalke
    61.700 Zuschauer


    Gegen alle Stadionverbote.
    Wie die Cops einem alles kaputt machen.

    Wie ein Kleinkind sich auf Weihnachten freut, so freute ich mich darauf den Bericht vom letzten Auswärtsspiel dieser Saison zu schreiben.
    Letzte Spiele in der Ferne haben immer was für sich. Egal ob man schon im Niemals Land der Tabelle verschwunden ist oder es noch um etwas geht.
    Man weiß, dass man einen furchtbaren Sommer mit einer verschissenen EM vor der Nase hat und dass man seine Atzen nicht jedes Wochenende sehen wird.
    Und nun sitze ich hier und kann einfach keinen positiven Satz zu Papier bringen angesichts der unglaublichen Dreistigkeit der deutschen Polizei die mal wieder bewiesen hat, wie armselig, kleinkariert und überflüssig sie ist.
    Es scheint immer offensichtlicher. Die Polizei dient dem DFB als Schlägertruppe die „unbequeme“ Fans aus dem Weg räumen soll.
    Die Methode ist einfach. Reizen wir den Fußball Fan so lange bis er uns einen Grund gibt ihn zu verprügeln, ihm aus kürzester Distanz Pfefferspray in die Augen zu jagen und ihm dann wegen wiederstand gegen die Staatsgewaltschaft eine Anzeige plus fünf Jahre Bundesweites Stadion verbot anzuhängen.
    Ich werde die Vorfälle in Gelsenkirchen nicht nochmal aufarbeiten bzw. es versuchen. Dafür stehe ich zu weit weg. Sowohl von der Sektion SV sowie auch von den Ereignissen an sich.
    Es tut mir leid, gerade für diejenigen, die gerne die Berichte lesen aber ich sehe mich nicht im Stande so zu tun als wäre es eine normale Fahrt gewesen.

    Auch mit einigen Abstand zu dem Geschehen kann ich einfach mir nichts dir nichts die freudigen Ereignisse des Tages niederschreiben.
    Im Grunde weiß jeder von uns, dass ihn jederzeit ein Stadion Verbot ereilen kann und wir müssen wohl dem Fußball Gott danken, dass es bis jetzt noch nicht geschehen ist.

    Ich bedaure sehr, die Fahrt hier nicht nochmal Revue passieren zu lassen aber ich denke die Erinnerungen an eine doch echt lustige Fahrt wird in den Kranken Köpfen der Mitreisenden ewig bestehen.
    Danke an die Busorganisation durch die Blue Pirates.

    Stadionverbotler haltet durch!
    Repressionen machen uns nur noch stärker
    ACAB

    Auf nach Düsseldorf!

    1312
    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 20.05.2012, 10:42


    Hertha BSC U19 – SC Freiburg U19 1:2
    Endspiel DFB- Junioren- Vereinspokal 2012
    Samstag, den 12.05.2012 13:00 Uhr
    Stadion am Wurfplatz (Amateurstadion)
    4.800 Zuschauer

    Obstsalate contra Eiersalat
    Das Wichtigste ist der Kaugummi

    Nach einer Saison mit nicht viel ansehnlichem Fußball ist das Berliner Fan Herz voller Sehnsucht nach Erfolgen.
    Gut, dass unser Verein ja im Grunde in jeder Jugend Erfolg hat. Komischerweise sind die Profis davon völlig ausgenommen.
    Und so stand das DFB Pokal Finale der U19 auf dem Plan. Gegner kein Geringere als der Titelverteidiger SC Freiburg.
    Maddin Mouse und ich wurden von Marion abgeholt und zum Glockenturm gefahren, wo schon Timo, Jessi, Ronny und Oli auf uns warteten. Bob schlurfte nach kurzer Wartezeit auch an.

    Die Einlasskontrollen waren fix erledigt und man marschierte zum Gästeblock. Jaha zum Gästeblock.
    Der DFB hat das Stadion anscheinend neu eingeteilt, denn die Muttis und Vatis der Freiburger saßen auf der eigentlichen Heimseite.
    Nachdem wir uns mit Currywurst und Cola gestärkt hatten, wurden die Leute mit Karten für einen anderen Block geschickt in den Richtigen geschleust, wobei Minni erst in der Halbzeit auflief und Jessi nach 15 gespielten Minuten doch wieder das Auto zwecks Schlafen aufsuchte. Und im Grunde konnte es dann schon losgehen:

    Zum Spiel ist alles recht schnell erzählt.
    Freiburg erzielte nach 13 und nach 15 Minuten je ein Tor. Ehe ein gewisser Herr Obst für Hertha BSC den Anschlusstreffer mit dem Pausenpfiff erzielte.
    Die Zweite Halbzeit bot mehr Chancen für die Braisgauer als für die Berliner. Am Ende traf niemand mehr und so gewinnt die U 19 des SC Freiburg zugegebenermaßen durchaus verdient den DFB Pokal.

    Stimmung gab es keine. Ein paar komische Vögel in Blau Weiß übten eine Dauerschleife von Fußball Mafia DFB …und keiner weiß warum. Auf Freiburger Seite hatte man sich mit Klatschpappen eingedeckt. Leider konnte man nur beweisen das eine klatschpappe keine Garantie fürs Takt Halten beinhaltet.

    Wir hatten eh andere Sachen zu tun, als auf Support zu achten.
    Uns hatte es der oben bereits erwähnte Herr Obst angetan. Und so jonglierten wir ein wenig mit seinem Namen. Würde er zb. eine Frau Heiraten die mit Nachnamen Fliege hießen, könnten sich beide den Doppelnamen Obst-Fliegen geben. Das gleiche Spiel gab’s natürlich noch mit Salat.
    Als dann ein Freiburger Spieler im Zweikampf mit Herrn Obst den Ball in die Weichteile bekam (ich hatte echtes Mitleid mit dem armen Kerl) kommentierte jemand das Trocken mit: Klasse Obst gegen Eier Salat.
    Ein Absoluter Höhepunkt des Tages muss hier auch noch erwähnt werden. Ein Ordner, der die Seitenlinie vor bösen Übergriffen Schützte wurde bei fortgeschrittener Spieldauer Zielscheibe unserer Pöbeleien. So kann es doch wohl nicht angehen, dass ein Mann mit einer so wichtigen Vorbildfunktion mit offenem Mund permanent Kaugummi kaut und sich dann auch noch alle 10 Minuten von einem Kollegen vertreten lässt um sich neues Kautschuk zu besorgen.
    Pfui Schäm dich.

    Nachdem Spiel verstreuten wir uns so schnell in alle Winde wie wir gekommen waren und genossen jeder für sich das Finale des großen DFB Pokals.
    Glückwunsch an den BVB an dieser Stelle.

    Ha Ho He
    Hauptmann



    Re: Saison 11/12

    Hauptmann - 20.05.2012, 17:26


    Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC 2:2
    Relegation 2011/ 2012
    Dienstag, den 15.05.2012, 20:15 Uhr
    Rheinstadion
    51.000 Zuschauer


    Die Alte macht ma fertich
    Arbeitslos auf der Autobahn

    Fortuna
    (lat. „Glück“, „Schicksal“; Fors Fortuna: „Macht des Schicksals“; Beiname Antias) ist die Glücks- und Schicksalsgöttin der Römischen Mythologie, entspricht der Tyche in der Griechischen Mythologie und dem Heil bei den altnordischen Völkern.[1]

    Hertha
    Möglicherweise beruht der Name Hertha auf einem Abschreibfehler (N zu H).[1] Er ginge dann zurück auf den Namen der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus, von der schon Tacitus in seiner Germania berichtet.[2] Das A am Ende kam möglicherweise in den Namen, weil man -us für eine männliche Endung hielt. Die Deutung von Nerthus ist umstritten: Ein keltisches Wort nerthos ‚Kraft‘ wird ebenso vorgeschlagen wie griechisch nerthe ‚unten‘.[3] Möglicherweise geht jedoch schon Nerthus auf einen Hörfehler zurück und hinter dem Namen steht das Wort *ertho ‚Erde‘. Wo sich der See befindet, den Tacitus erwähnt, darüber wurde viel spekuliert. Manche wollten ihn auf der Insel Rügen lokalisieren (Herthasee), doch schon Jacob Grimm wies dies zurück.[4]
    Quelle Wickipedia

    Ich wollte dass hier einfach Mal aufgeschrieben sehen, um zu verdeutlichen, dass das Relegationsspiel schon vorher entschieden war.
    Glück und Schicksal gegen einen Abschreibfehler…merkste was?
    Ganz vom Spiel und seinem Verlauf abgesehen war ich eh schon immer ein Gegner der Relegation. Aus dem einfachen Sportlichen Grund der Fairness. Steht ein Verein auf Platz 16 steigt er zu recht ab. Steht ein Verein eine Liga weiter unten auf Platz drei, steigt er verdient auf.
    Die Relegation ist im Grunde nur Verarschung am Dritten der unteren Liga.
    Doch sei es drum. Irgendein Idiot vom Fernsehen setzte seine Idee zur Steigerung der Einschaltquoten durch und so stand heute das Rückspiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf an.

    Um 12uhr verließ ich das letzte Mal meinen Arbeitsplatz und wurde von der „Sektion Immer da“ auch bekannt als Sined, Thor und dem Studra DOMENIK eingesammelt.
    In Thors BMW ging es recht zügig auf die Autobahn. Das Wetter stimmte uns schon ganz gut auf das heutige Spiel ein. In regelmäßigen Abständen ging die Welt in Regen und Hagel unter bevor die Sonne wieder alles freundlich aussehen ließ.
    Alles nicht so schlimm, hätte der Regensensor des BMWs nicht versucht uns zu verarschen und seinen Dienst Phasenweise eingestellt.
    Während einer Sonnigen Periode unserer Tour stellte ich die Frage in den Raum, wie viel Strom es wohl kostet diese ganzen Windkrafträder die an der Autobahn stehen zu betreiben und was das mit Klimaschutz zu tun haben.
    Sined hatte nach kurzem Überlegen die perfekte Antwort: Sie fungieren als riesen Ventilatoren und kühlen die Erderwärmung einfach ab.
    Anschließend widmeten wir uns der Frage wer denn unser nächster Trainer wird. Unser Wunsch- Kandidat war ganz klar unser Mitfahrer Christoph Dom…

    Nach einem kurzen Tank/ Mäces Stopp und einer kleinen Frischluftpause kamen wir in Düsseldorf an. Kurz vor uns waren schon Timo, Jessi, Minni, Ronny, Oli und Bob im 9er angekommen und nachdem einige Herren ihre kurzen Hosen gegen lange getauscht hatten, weil es ja sooooo bitter kalt war, liefen wir zum Stadion.
    Die Einlasskontrollen waren schnell erledigt und ohne große Umwege suchten wir uns einen schönen Platz im Block.
    Einige Karlsruher Kumpels waren auch erschienen und Elton musste sich die Frage gefallen lassen ob er ein wenig sadistisch veranlagt wäre. Zwei Abstiege an zwei Tagen angucken…
    Zu diesem Zeitpunkt (ca. dreißig Minuten vor Anpfiff) waren die Düsseldorfer schon recht gut zu vernehmen. Positiv zu erwähnen ist auch die Liederauswahl im Stadion. Stadt oder Verein bezogenen Lieder bestimmten die Lautsprecher.
    Das Spiel begann und jeder der noch der Meinung war, Hertha würde in die erste Liga gehörte sah sich nach 23 Sekunden eines besseren belehrt:
    Der erste Angriff der Düsseldorfer, der erste Schuss, das erste Tor.
    Hertha schwamm. Die Anhänger der Fortuna natürlich akustisch jetzt ganz weit oben auf. Der Gästeblock verdaute diese bittere Pille eine ganze Weile.
    Nach Herthas Ausgleich war die Stimmung wankelmütiger. Je nach Ballbesitz wurde ein Block lauter bzw. leider als der Andere.
    Was dann nach dem 2:1 für Düsseldorf geschah war kaum in Worte zu fassen und versetzt mich auch beim Schreiben in eine furchtbare emotionale leere.
    Aus dem Gästeblock flogen Bengalos auf den Platz, Böller und Leuchtraketen schlugen teilweise in den benachbarten Blöcken ein. Die Polizei rückte mit Kampfausrüstung und Hunden an und umstellte den Block der Berliner. Als dann auch die Spieler, die unsere wunderschöne Fahne entehrt und beleidigt hatten, zu unserem Block kamen und uns um Besinnung baten flogen die Fackeln, so hatte man den Anschein, sehr gezielt in Richtung dieser Söldner.
    Ich bin definitiv ein Freund der Pyrotechnischen Mittel und versuche immer jedem klar zu machen, dass Pyrotechnik gezielt und sicher angewendet werden kann. Nach so einer Aktion möchte ich mein Gesicht in meinen Händen vergraben und zu diesem Thema nie wieder was sagen.
    Der Frust sitzt tief bei uns allen und die Galle schäumt vor Wut nur so über. Man möchte in tiefer Trauer versinken oder in blinder Wut irgendwas kaputt schlagen. Aber Leuchtguckeln in Familien Blöcke schießen und Böller auf Ordner Werfen? Tut mir leid, damit kann ich nicht konform sein und jeder der sich für Pyrotechnik ausspricht muss so ein Fehlverhalten der eigenen Leute ganz stark kritisieren.
    Gott sei Dank hatten die Düsseldorfer auch noch ihren großen Auftritt. Sie zündeten nach ihren Toren auch, aber alles im Rahmen und für mich vollkommen ok. Den Vogel schossen sie ein paar Minuten vor Ende der Partie ab:
    Sie interpretierten eine Bewegung des Schiris wohl als Abpfiff und rannten auf den Platz.
    Der Beginn eines absoluten Durcheinanders. Der Stadionsprecher versuchte die Menge wieder auf ihre Plätze zu bitten und auch die Düsseldorfer Spieler versuchten Herr der Lage zu werden.
    Erst nach unzähligen Minuten war so etwas wie Ruhe eingekehrt und das Spiel ging weiter.
    Ach ja Hertha hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.
    Nachdem Abpfiff stürmten die Düsseldorfer wieder in Platz, dieses Mal aber völlig legal.
    Jedoch sah sich Hertha durch den ersten Platzsturm einer reellen Chance auf den Klassenerhalt beraubt und legte sofort Protest gegen die Spielwertung ein.
    Das heißt mit viel Glück bekommen wir ein Wiederholungsspiel….ganz toll!
    Ich sag euch wie der DFB das werten sollte:
    Hertha und Fortuna ab runter in die zweite Liga und der 1.FC Köln bleibt dafür drin. Dann könnten wir nächste Saison mit folgendem Spruchband fahren:
    „Wir hatten montags eh nichts anderes vor und ihr?“
    Wäre doch mal was.

    Zügig liefen wir zum Auto. Der Himmel hatte passend zur unsere Stimmung die Schleusen geöffnet und pitschnass erreichten wir unser Fahrzeug.
    Die Rückfahrt verlief wie im Fluge, wir machten nur einen kurzen Stopp um zu tanken. Bei dieser Gelegenheit besorgte ich mir einen billigen 3,20€ Tankstellen Kaffee und Dom lief völlig orientierungslos auf der Suche nach dem Auto am selbigen vorbei.
    Auf der dunklen Autobahn vertieften wir uns dann in Gespräche rund um Fußball, Fan Szene, Fan Clubs etc. bis die hintere Reihe am Pennen war.
    Thor und ich stellten die Gespräche auf Bücher und Filme rund um das Thema Fußball um bis ich auch im Reich der Träume versank und so es verpasste Thor im rechten Moment beschied zu geben die Autobahn zu verlassen.
    So kamen wir über Schönefeld nach Berlin rein. Was uns aber Gelegenheit gab erst Sined zu Hause abzusetzen, der immerhin in 3 Stunden wieder bei der Arbeit sein musste.
    Thor setzte danach mich dankenswerter Weise vor meiner Haustür ab und tuckerte dann Dom und sich nach Hause.
    Janz ehrlich, meene Hertha du machst ma fertisch, du machst ma krank und trotzdem lieb ick dir.
    Glückwunsch an Ronny für diese Saison. Kein Spiel verpasst. Respekt. Hast dir natürlich ne geile Saison dafür ausgesucht was…
    Danke an Thor fürs Fahren.
    Danke an alle für diese Saison. Wenn wir schon untergehen müssen, dann bin ich froh dies mit euch an meiner Seite zu tun.

    Ha Ho He
    Semper Fi
    Hertha BSC
    Hauptmann




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    Pozilei - gepostet von onkel am Sonntag 18.02.2007



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