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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Jacob - Thea Forum: Zukunftsforum Forenbeschreibung: Die Zukunft Deutschlands aus dem Unterforum: soziale Absicherung Antworten: 2 Forum gestartet am: Mittwoch 20.04.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Sozialsysteme allgemein Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 11 Monaten, 3 Tagen, 20 Stunden, 10 Minuten
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Re: Sozialsysteme allgemein
Jacob - 21.04.2005, 11:02Sozialsysteme allgemein
Zur Anregung:
Welche sozialstaatlichen Leistungen gelten unter den Prämissen der Eigenverantwortung noch als unverzichtbar?
Re: Sozialsysteme allgemein
Thea - 26.04.2005, 01:25Fragen
Zukunftsforum
Es gibt unendlich viele spannende Fragen, die es für ein Zukunftsforum zu beantworten gilt. Ich habe einige (viele) die sich alleine mit dem Thema „Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft“ beschäftigen. Und auch dabei muss man sicherlich eine Auswahl treffen. Aber hier erst mal die Fragen:
Thema Exclusion: Was sind die Ziele einer gerechten Arbeitspolitik in Deutschland? Wo sollten ihre Schwerpunkte in der Zukunft liegen? Welche Bedeutung kommt dem Gut Arbeit aus Gerechtigkeitsperspektive zu? Wie wird sie sich in ihrer Bedeutung und ihrer Qualität in der Wissens- und Dienstleistungsökonomie entwickeln? Wie verhalten sich Teilhabe und Umverteilung in der Arbeitspolitik zueinander? Wie verhält sich die Analyse von "sozialer Unterklasse" und "Exklusion" zur Frage der Arbeit? Wie verhalten sich im Hinblick auf Arbeit Zugangsgerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit zueinander? Inwieweit muss die Frage nach der Zukunft der Arbeit ökonomisch geführt werden, und in wie weit als gesellschaftliche Debatte? Inwieweit kann man dabei nochmals an dei Arbeitsdebatte der siebziger- und achtziger Jahre anknüpfen? Welche Orientierungskraft haben in diesem Zusammenhang die Schlagworte von der "Wissensgesellschaft", der "Dienstleistungsgesellschaft" und der "alternden Gesellschaft"?
Thema: Neue Beschäftigungsfelder: Es gibt viele im Bereich „Innovationen“ aber hier der Bereich Dienstleistungen: Wir brauchen deshalb ein entschiedeneres Umsteuern der Ökonomie auf die neuen Beschäftigungsfelder des postindustriellen Zeitalters. Dabei ist der Dienstleistungssektor das entscheidende Beschäftigungsfeld der Zukunft, in dem neue Arbeitsplätze entstehen können, beispielsweise beim Angebot von Bildung und Kultur, Pflege, oder Gesundheitsberatung. Wie lässt sich das sinnhafte und notwendige Arbeitspotential in diesem Bereich beschreiben? Wie lässt sich dieses Potential ausschöpfen und zugleich ein neues Dienstleistungsproletariat vermeiden? Wie bekommen wir es hin, dass die Lohnnebenkosten die Entwicklung des Dienstleistungssektors nicht erdrücken? Wo sind Subventionen der öffentlichen Hand erforderlich, wie sie z.B. die "Magdeburger Alternative" vorschlägt? Geht Deutschland die Arbeit aus? Deutschland hat eine starke Vergangenheit als industrieller Standort, der den archetypischen Facharbeiter und männlichen Familienversorger hervorgebracht hat. Ist es möglich und wünschenswert, diese Tradition so anzupassen, dass sie eine Zukunft hat? Oder bergen Strukturwandel, Freizeitorientierung und demographischer Wandel die Chance für eine Neuorientierung in der Arbeitswelt und die Erschließung neuer Beschäftigungspotentiale und -formen, die unseren Vorstellungen von guter Arbeit entsprechen? Vor dem Hintergrund der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit und der abnehmenden Beschäftigungschancen von Geringqualifizierten müssen wir neue Beschäftigungschancen für die Globalisierungsverlierer auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Reicht dazu ein nachhaltiger konjunktureller Aufschwung, brauchen wir direkte Lohnsubventionen um wieder niedrig entlohnte Beschäftigung zu ermöglichen oder ist die Entlastung des Faktors Arbeit von der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme der richtige Weg, um neue Beschäftigungspotentiale zu eröffnen?
Thema: Finanzierung: Wer die notwendige Wende in der Bildungspolitik finanzieren und die Lohnnebenkosten senken will, muss die Finanzierungsfrage und damit die Steuerfrage beantworten. Sinnvoll ist dabei eine Einkommensbesteuerung, die hohe Einkommen stärker in die Pflicht nimmt, zugleich aber dem ökonomischen Druck auf die mittelständischen Unternehmen Rechnung trägt. Es spricht deshalb einiges für eine Duale Einkommenssteuer, die die Besteuerung hoher privater Einkommen ermöglicht, ohne Deutschland zugleich zum Verlierer im globalen Standortwettbewerb zu machen. Wäre das ein sinnvoller Weg? Oder sollten wir uns auf andere Finanzierungsquellen konzentrieren? Notwendige Mehrausgaben für Bildung und Forschung, eine reformierte Finanzierung der sozialen Sicherung und die Entlastung des Faktors Arbeit – diese Wege zu mehr Teilhabe lassen sich nicht abgetrennt von der Situation der öffentlichen Haushalte diskutieren. Wie können diese Zukunftsaufgaben in einer Situation erledigt werden, in der die Steuereinnahmen des Fiskus rückläufig sind und – bei unveränderten Rahmendaten – auch weiterhin eher abnehmen als ansteigen werden? Welche Rolle sollten in diesem Zusammenhang die indirekten Steuern im Verhältnis zu Einkommens- und Körperschaftssteuer auf der Einnahmeseite des Staates spielen? Die Duale Einkommenssteuer verspricht, die für die Reformaufgaben notwendige Steuereinnahmen zu generieren ohne zugleich zu Standortnachteilen zu führen, indem sie das private Einkommen von Einkommen aus Unternehmertätigkeit trennt und die unterschiedliche Besteuerung beider Einkommensarten erlaubt. Welche Erfahrungen liegen aus dem Ausland zur Dualen Einkommenssteuer vor und welche Hürden gälte es bei einem Umsteuern in Deutschland im Auge zu behalten? Ein wichtiger Faktor für die Steuererosion ist der globale Standortwettbewerb. Europa wird zu Recht als eine politische Antwort auf den Globalisierungsdruck thematisiert. Welche Reformschritte im Steuerrecht sind auf Ebene der EU notwendig und möglich, um die Handlungshoheit über Steuersätze und staatliche Einnahmequellen zurück zu gewinnen?
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