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Re: Von Frauen und Strategie-Spielen
Molonell - 17.08.2007, 14:25Von Frauen und Strategie-Spielen
Browser-Games
Der doppelte X-Faktor
Frauen sind bei Strategiespielen besonders gewitzt. Müssen sie auch sein - um die männlichen Gamer endlich auf die hinteren Ränge zu verweisen. Aber das bitte mit ihrer Hilfe, versteht sich.
Der Gesichtsausdruck, den mein Kumpel aufsetzte, war eine Mischung aus gute-Miene-zum-Bösen-Spiel und dem herzhaften Biss in eine überreife Zitrone. Gerade hatte ich ihm eröffnet, dass mein Planetenimperium sich über Nacht verdreifacht hatte. Und das nach einem Bündnis mit dem Feind. Zu allem Überfluss hatte ich ihn nach Punkten weit hinter mir gelassen. "Du spielst doch nur wieder die Tatsache aus, dass du eine Frau bist", posaunte er mir entgegen.
Zugegeben: Ich bin eine Frau. Und eine Frau geht an ein Strategiespiel vielleicht doch etwas anders heran. Als Newbie, also glatter Anfänger, bekam ich nach meiner Anmeldung beim Online-Spiel "Hyperiums" zunächst einen jungfräulichen Planeten zugewiesen.
Und dann geht es eben so los, wie in unzähligen anderen Browser-Games auch: verschiedene Güter scheffeln, Raumschiffe bauen, die Bevölkerung hochzüchten und bloß nicht die Nachbarn ärgern. Denn das tut man als Newbie einfach nicht. Es sei denn, man möchte möglichst schnell seinen virtuellen Tod provozieren. Schließlich hat man noch nichts, womit man sich im Konflikfalle verteidigen könnte. Theoretisch kann man seinen galaktischen Nachbarn auch eine große Kriegsflotte auf den Hals hetzen. Aber die müsste erst einmal in tagelanger Arbeit zusammengebastelt werden.
Alles ziemlich schlagende Argumente, den Ball erst einmal flach zu halten. Da Frauen aber vor allem praktisch denken, habe ich den Anrainern in meinem Raumsektor schon ziemlich bald den Krieg erklärt. Oder auch erklären lassen.
Einer meiner zugegeben männlichen Freunde spielte "Hyperiums" schon eine ziemliche Weile länger als ich. Er besaß Kriegsflotten und trug im Spiel den bezeichnenden Namen "Deathlord". Er schickte ein Geschwader von nicht unbedeutender Größe in die hinterletzte Ecke des virtuellen Universums - also zu mir. Denn Anfänger werden stets ein hübsches Stück von den absoluten Cracks platziert.
Wüste Beschimpfungen nach feindlicher Übernahme
Die Flotte meines galanten "Deathlord" war ganze drei Tage unterwegs. Dann knallte es im Orbit der Nachbarn. Wir hatten wirklich mächtig Spaß - in einem Handstreich eroberte er mir drei Planeten. Von zwei Spielern habe ich nie wieder etwas gehört. Der dritte schickte mir wüste Beschimpfungen über die interne Kommunikationsplattform. Sein Planet - er hieß "Orsay" - war bereits perfekt ausgebaut. Ich lobte ihn ausdrücklich für seine Mühe.
Mit vier Planeten als Basis konnte ich bald auch weitere Eroberungen starten. Diesmal natürlich allein. Und eigentlich lief alles perfekt, bis eines Nachts ein wildgewordener französischer Mitspieler einfiel. Ausgerechnet "Orsay" war sein Ziel. Genau der Planet, der sich mittlerweile zum Zentrum meines Imperiums gemausert hatte. Umgehend schickte ich ihm eine Botschaft: "You ought to be more polite to a Lady!" - Er sollte Frauen gegenüber erst mal Manieren lernen.
Nur wenige Minuten später hatte ich seine Antwort: Er entschuldigte sich zutiefst und gab mir "Orsay" zurück. Als Wiedergutmachung eroberte er mir "with best regards to the Lady" gleich zwei weitere Planeten. Wir gründeten in unserem Sektor eine lokale Allianz und lebten bis zum Restart des Systems recht glücklich nebeneinander.
Vielleicht sind Frauen doch die besseren Strategen. :wink:
Autorin: Claudia May
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,473159,00.html
Re: Von Frauen und Strategie-Spielen
Soprano - 17.08.2007, 23:07
irgendwie denke ich hier in vielerlei Hinsicht an den berühmten Satz:
zwei Welten treffen aufeinander...
Nichts für ungut
Machorano
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