Makedonien

Arabian Invasion - The Prophet's Heritage
Verfügbare Informationen zu "Makedonien"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Anonymous
  • Forum: Arabian Invasion - The Prophet's Heritage
  • Forenbeschreibung: Eine Modifikation (Mod) für Rome Total War
  • aus dem Unterforum: Archiv
  • Antworten: 2
  • Forum gestartet am: Mittwoch 30.05.2007
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Makedonien
  • Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 8 Monaten, 16 Tagen, 8 Stunden, 42 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Makedonien"

    Re: Makedonien

    Anonymous - 11.07.2007, 20:49

    Makedonien
    Geschichte Makedoniens

    Die Frage, wie „griechisch“ die antiken Makedonen waren, ist auch heute nicht ohne politische Brisanz. Das Gebiet war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Nach der griechischen Auffassung sollen die Makedonen mit den Nordwestgriechen um 1200 v. Chr. in dieses Gebiet eingewandert sein. Einige antike Historiker beschreiben die Makedonen als eine Mischbevölkerung aus Phrygern, Thrakern und Illyrern, die nicht als ein griechischer Stamm eingewandert sein sollen, doch sind die meisten modernen Forscher heute der Ansicht, dass die Makedonen als ein griechischer Stamm anzusehen seien, der sich allerdings aufgrund enger Kontakte zu Thrakern und Illyrern stark von den übrigen Griechen unterschieden habe.

    Über ihre Sprache gibt es bis heute unterschiedliche Auffassungen, zumal die Quellenlage eher dürftig ist. Nach Auffassung des Linguisten Otto Hoffmann (Die Makedonen, 1906) ergibt sich aus dem Namenmaterial, insbesondere den Personennamen, aber auch den Orts- und Monatsnamen, dass die makedonische Sprache bzw. der makedonische Dialekt ein griechischer Dialekt war. Diese Auffassung vertreten auch einige führende Sprach- und Geschichtswissenschaftler unserer Zeit (Dr. Ivo Hajnal/Hermann Bengtson, N. G. Hammond). Andere Sprachwissenschaftler sind der Meinung, das Makedonische sei eine mit dem Griechischen verwandte Einzelsprache.

    Am ehesten wird man die Makedonen vor Alexander I. daher vielleicht als „Proto-Griechen“ bezeichnen können.

    In der Antike gab es keinen einheitlichen Staat Griechenland, sondern die durch gemeinsame Kultur, Religion und Sprache verbundene Gemeinschaft der griechischen Klein- und Stadtstaaten. Von besonderer Bedeutung war die Teilnahme der Makedonen bei den Olympischen Spielen und den eleusinischen Mysterien spätestens ab den ersten überregionalen olympischen Spielen nach den peloponnesischen Kriegen 408 v. Chr., wo der makedonische König Archelaos Sieger im Viergespann wurde.

    Viele antike Griechen, insbesondere die Athener, erkannten die Makedonen zumindest zeitweise nicht als Griechen an und bezeichneten sie zuweilen auch als „Barbaren“. Als Barbaren wurden zwischen 1.700 bis 800 v. Chr. Nicht-Griechen bzw. nicht griechischsprechende Völker bezeichnet.

    Als seit spätestens 338 v. Chr. politisch dominante Macht in ganz Griechenland prägten die Makedonen dann die Bezeichnung Makedonien zunächst für die sich bildende staatliche Struktur. Als Bezeichnung der Landschaft blieb auch Epeiros (griech. für Festland) geläufig. Staatsform war die Monarchie. Der König wurde von der Heeresversammlung gewählt.

    Den Grundstein zur Großmachtstellung legte König Archelaos (413 v. Chr. bis 399 v. Chr.). Unter seiner Herrschaft zog es viele griechische Gelehrte und Künstler an seinen Hof. Ein weiterer König war Perdikkas II., ein Zeitgenosse des Thrakerkönigs Sitalkes. Zur führenden Macht im antiken Griechenland wurde Makedonien binnen weniger Jahre jedoch erst ab 356 v. Chr. durch König Philipp II.. Er konnte Ober- und Niedermakedonien erstmalig fest miteinander verbinden, organisierte das Heer neu und begann, den makedonischen Einflussbereich durch Eroberungen und Unterwerfungen auszuweiten.

    Vor allem Athen war Philipps Machtzuwachs ein Dorn im Auge, zumal die Makedonen in ihren Augen Barbaren waren und sich schon im Peloponnesischen Krieg auf die Seite ihres Erzrivalen Sparta geschlagen hatten. Athen brachte auf Betreiben des Demosthenes mit dem Chalkidischen Bund ein starkes anti-makedonisches Bündnis zusammen. Dessen Heer wurde jedoch 338 v. Chr. in der Schlacht von Chaironeia von Philipp besiegt.

    Der Feldzug Alexanders

    Der Makedonenkönig vereinte nun die zersplitterten und meist zerstrittenen griechischen Stadtstaaten im Korinthischen Bund auf der Basis eines Allgemeinen Friedens und schuf damit erstmals in der Geschichte ein geeintes Griechenland, nur mit Ausnahme Spartas und der griechischen Kolonien im westlichen Mittelmeer.

    Nach Norden dehnte Philipp seine Herrschaft über die Landschaft Lynkestis aus, die seitdem auch als Obermakedonien bezeichnet wurde.

    Unter Philipps Sohn Alexander dem Großen erreichte Makedonien den Höhepunkt seiner Macht und seine größte Ausdehnung. Unter dem Vorwand eines „Rachefeldzugs“ für den Persereinfall in Griechenland 170 Jahre zuvor, führte er 334 v. Chr. ein gesamtgriechisches Heer nach Kleinasien und besiegte in drei Schlachten – am Granikos, bei Issos und Gaugamela – die Perser vernichtend. Er eroberte nacheinander Ägypten und das Persische Kernland und dehnte sein Reich bis zum Hindukusch und zum Indus aus. Damit schuf er die Voraussetzung für die Hellenisierung ganz Vorderasiens.

    Nach Alexanders Tod im Jahr 323 v. Chr. in Babylon zerfiel das Großreich unter den Kämpfen seiner Nachfolger, der Diadochen. Aus dem Alexanderreich ging in Vorderasien die Herrschaft der Seleukiden hervor und in Ägypten die der Ptolemäer. Die makedonische Dynastie sollte das Land am Nil 300 Jahre regieren, bis zum Tod Königin Kleopatras 30 v. Chr.

    Makedonien selbst verlor dagegen immer weiter an Bedeutung. Sein Machtbereich schrumpfte infolge dreier Makedonisch-Römischer Kriege immer mehr zusammen. 168 v. Chr. erzwang Rom das Ende des makedonischen Königtums und die Aufteilung des Landes in vier selbständige Gebiete. Diese wiederum wurden 20 Jahre später als Provinz Macedonia ins Römische Reich eingegliedert, das nun auch im östlichen Mittelmeerraum zur führenden Macht aufgestiegen war. Mit der Reichsteilung 395 n. Chr. fiel das Land an das Oströmische Reich, das kulturell und sprachlich griechisch geprägt war.



    Re: Makedonien

    Anonymous - 12.07.2007, 18:06




    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Arabian Invasion - The Prophet's Heritage



    Ähnliche Beiträge wie "Makedonien"