Die Nacht hat ihren Preis

DIE SCHWARZE ROSE
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    Re: Die Nacht hat ihren Preis

    Ulthuan - 11.07.2007, 13:43

    Die Nacht hat ihren Preis
    Wie lange er nun schon lief wußte er nicht.Das Gefühl für zeit hatte ihn schon vor langem verlassen und obwohl ihm tausende Gedanken durch den Kopf glitten fühlte es sich an,als würde er nichts denken.Das Einzige was ihn antrieb,gar völlig einnahm,war der Gedanke zu laufen.Immer weiter,nicht anhalten,nicht zurückblicken.Doch es wart kein Gedanke...es war die Angst,ein Urinstinkt der ihm befahl stetig in bewegung zu bleiben.Er brach durch das Unterholz des Waldes,jenes Waldes,welcher ihm wahrlich versuchte den Weg zu versperren.Äste peitschten sein Gesicht,doch er ignorierte es,Dornen zerrissen den feinen Seidenen Zwirn,welcher seinen Körper umgab,sowie seine Haut bis auf das Fleisch,doch er merkte es kaum,seine Knöchel gaben den Unebenheiten des Waldbodens sowie seines Gewichts oft nach,doch auch diese Schmerzen nahm er nicht wirklich war.Das einzige was er hörte war sein eigenes Atmen,das tiefe,schwere Atmen welches durch die Anstrengungen die er vollbrachte mehr zu einem Röcheln wurde.
    Vor ihm tat sich aus der Dunkelheit des Waldes ein Hügel auf welcher mit feuchten Steinen,Moosen und Waldgräsern bedeckt war.Die Steigung des Hügels war nicht wirklich hoch und dennoch viel er,auch da seine Kräfte schwanden,auf alle viere und krabbelte in tiefer Anstrengung den Hügel empor,wobei die feuchten Moose auf den Steinen ihm wahrhaft nicht hilfreich waren.Das letzte Stück nahm er wohl mit zu viel Schwung,so das er auf der Kuppe das Gleichgewicht verlor,auf der anderen Seite abrollte und endlich in einer Mulde vor den großen Wurzeln eines Baumes zum liegen kam.Er richtete sich ein wenig auf und lehnte seinen Rücken gegen die Wurzeln.Tief stach der Schmerz,welcher von seiner rechten Leiste ausging und auch der Druck den er mit der Hand auf die Stelle ausübte,mochten ihn nicht lindern,jedoch war es nicht verwunderlich,dass ein Mann wie er,welcher das gute Leben gewöhnt war,die schillernden Feste und Empfänge,körperliche Beschwerden erlitt,wenn er plötzlich solchen Anstrengungen ausgesetzt war.Mit zitternden Fingern öffnete er den Verschluß seines Wasserbeutels,eine edle Fertigung und Schenkung der Händlergilde,welche aus der Blase eines Jungdrachen gefertigt, mit Brokatstoff überzogen und Silberstoff bestickt welcher die Form von Schwänen hatte,und trank hastig fast alles aus.Seine dicken wuchtigen Finger,zweifellos wohl genährt vom ausschweifenden Leben das er führte und an jedem ein Ring aus reinem Gold,zitterten immernoch als er sich Blut und Schweiß aus dem Gesicht wischte.Er verschränkt die Hände auf seinem großen runden Bauch und lehnte seinen Kopf,welcher von den grauen Haaren wie ein Kranz umgeben wurde,gegen den Baum.Für einen kurzen Augenblick,lösten die Wolken ihre Umklammerung und ließen einige Strahlen des Mondlichtes duchrch die Kuppen der Bäume dringen.
    Vor ihm tat sich eine Lichtung auf auf deren Mitte ein kleinerer See lag.Zwischen dem Nebel,welcher Kniehoch,dick und dennoch schwerelos über dem Boden hing,tanzten kleine grüne und Blaue Lichter sowie grasten in einiger Entfernung drei weiße Rehe.Der Wind schien sich an diesem Ort zu brechen und ein leises Lied zu spielen auf welches sich selbst die Nachtvögel einstimmten.Den ohne zweifel Magischen schimmer dieser Lichtung nahm er nicht war,er hatte so etwas nie wargenommen oder in irgendeiner Weise respektiert.Das einzige was er respektierte war er selbst und das einzige was ihm je wichtig war,wart sich selbst stätig zu bereichern..und das mit erfolg.In den letzten Jahren hatte er ein Imperium um sich herum geschaffen,Lehen gekauft und verpachtet,Gold zu hohen Zinsen verliehen und einen großen Geschäftsvertrag mit den Goblins aus dem Westen abgeschlossen.Doch nun....lag alles in Scherben,seine Anwesen,die teuren Gewänder,das Silber,Gold sowie die Edelsteine konnten ihm nicht helfen.Keine Seele konnte ihn schützen.Vor zwei Tagen noch,als er sich mit der Gruppe Söldner aus Kalimdor umgab welcher er für seinen Schutz erhebliche Summen zahlte,fühlte er sich sicher,jauchzte,trank und prahlte.Doch als er gestern Nacht erwachte,wie durch einen kalten Windstoß,fand er alle Söldner.......Nur er war verschont worden.Wild vor Angst und Verzfeiflung brüllte er dort in die Nacht,dass der der ihn Suche ihn doch nun nehmen möge,worauf warte er,doch nichts geschah,es war wie ein Spiel...ein äußerst böses Spiel.Und nun saß er hier,im tiefen Wald,unwissend in welche Richtung er sich begibt,unwissend was ihn dort erwartet,ängstlich,ausgezehrt der Kräfte,verzweifelt.Nun fühlte er sich nicht mehr wie der mächtige Mann,welcher durch Reichtum und Beziehungen alles bekam,nein,er fühlte sich nun wie ein Opfer...verfolgt,beobachtet...gejagt....wie Beute!
    Zwei stunden war er nun seid der Lichtung wieder unterwegs als sich in einiger entfernung eine kleine Hütte,ja mehr ein verschlag auftat.Langsam stahl er sich heran um sicher zu gehen,das sie nicht bewohnt sei und beobachtete kurz aber intensiv die Umgebung,bevor er eintrat und hastig die Tür hinter sich versperrte.Es war ein großer Raum,der dem Anschein nach wohl wie als Höhlenbau angelegt war.Nachdem sich seine Augen an die Finsternis gewöhnt hatten,fand er zu seinem erstaunen eine intakte Ölschale.
    Das flackernde Licht der brennenden Ölschale verdrängte die Schatten um den schweren Basaltblock,welcher ihm als Tisch diente,nur teilweise und bereits in geringer Entfernung verlor sich der restliche Raum in absoluter Finsternis.Er hatte nun lange nachgedacht und ja,er bereue und ja,er würde sein Leben ändern,es wertschätzen....und andere auch.Dessen war er sich nun sicher.Er stand auf und ging einige Schritte und da war es wieder!Der kalte hauch,welchen er schon einmal verspürte.Ruckartig drehte er sich um und mit schnellen,ängstlichen und suchenden blicken durchkämmte er den Raum...nichts....bis sein Blick auf den Basaltblock viel...dort lag...eine Schwarze Rose.
    In diesem Augenblick gaben seine Beine nach,da sie sich plötzlich anfühlten,als wären sie jeglicher Knochen beraubt und eine tiefe Übelkeit erzeugt durch Angst kam in ihm hoch.Im gleichen Moment brach er in Tränen aus und stammelte ein.."bitte...bi bitte"....

    "Die Nacht hat ihren Preis"...zischte es leise als hätte es der Wind geflüstert....
    Der kalte Stahl der Klinge an seinem Hals war das letzte was er fühlte..danach,war alles dunkel.



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