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Re: München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
Josef D. - 10.07.2007, 16:48München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
Ich war heute wieder mal unterwegs auf Fototour. Viel zu viel habe ich fotografiert, über 300 Fotos gemacht. Und dazu bin ich schon ganz früh aufgestanden und mit dem Zug um 6:00 Uhr hier schon in die Stadt gefahren – wohlweislich ganz früh, weil ich wusste, dass später gestreikt würde.
Meine heutige München-Tour beginnt an der Donnersberger Brücke, dort wo ich bei der letzten wegen des strömenden Regens aufgehört habe. Um Punkt 6:30 Uhr stieg ich dort aus der S-Bahn und es konnte losgehen mit knipsen.
Hier sieht man gar nicht mal so genau, dass das von der Donnersberger Brücke runter ist. Hier wird großmächtig gebaut, lauter blitzende Glas- und Stahl-Bürohäuser. Büropark Arnulfstraße (oder so ähnlich) heißt das da alles. Das erstreckt sich nördlich des Hauptbahnhofes entlang von der Donnersberger- bis zur Hackerbrücke. Mein Lieber, da geht Geld über den Tisch… aber ob die Büroflächen dann alle vermietet werden können?
Aber etwas weiter südlich, die Donnersberger Brücke in Richtung Landsberger Str. gehend, seh ich dann doch noch die Gleise der Hauptbahnhof-Anlage. Links die S-Bahn-Haltestelle Donnersberger Brücke
Ganz am Südrand des HBF-Geländes gibt es diese Abstellgleise – ihr rostiger Zustand zeigt, dass sie wohl nicht mehr benutzt werden.
Und jetzt bin ich auf der anderen Seite – ich bin bis zur Kreuzung Landsberger Str. gegangen und dort hab ich die Straße überquert, so dass ich jetzt von der Brücke in Richtung W schauen kann. Auch hier dehnt sich das Gelände weit, weit aus.
Oben auf der Donnersberger Brücke, Blickrichtung Süd: Die Brücke mit ihren 3 Fahrspuren je Fahrtrichtung braucht in Sachen Verkehrsbelastung keinen Vergleich mit so mancher Autobahn zu scheuen. Hier rollt der Verkehr unentwegt…
Blickrichtung Nord
An der Nordseite der Donnersberger Brücke findet sich eine große Mercedes-Niederlassung. Ob man sich das mit dem gläsernen Ausstellungshaus nicht ein bisschen beim VW Phaeton Werk in Dresden abgeschaut hat? :D Die Stecknadel links davon ist übrigens der Münchner Fernsehturm.
Der Nordteil der Brücke – links die Rampe von der Arnulfstraße rauf, rechts kommt die Überführung von der Landshuter Allee her. Ganz rechts wieder das Mercedes-Gebäude.
Noch ein Stückchen weiter – hier ist deutlich zu erkennen, dass die Hauptverkehrsader von der Donnersberger Brücke her weiter zur Landshuter Allee einen kleinen Knick nach Nordost macht. Links sieht man den Anfang der Donnersberger Straße, wohinein die alte Donnersberger Brücke (bis 1970) geführt hatte, einschließlich der damaligen Straßenbahnlinie 22. Man sieht halt sehr deutlich, dass die Donnersberger Brücke in einer Zeit entstanden ist, als man in München sehr auf die autofreundliche Stadt setzte. Daher musste auch die Straßenbahn hier weichen. Man kam nicht auf den Gedanken, die Verkehrsströme unter der Bahnanlage durchzuführen – aber möglicherweise wäre das auch viel teurer geworden. An der Landshuter Allee zweigte früher die Bahnstrecke nach Landshut vom Hauptbahnhof nach Norden ab, was aber schon seit über 100 Jahren nicht mehr der Fall ist (heute weiter westlich über Moosach).
Die Donnersberger Straße – hier fuhr bis 1970 die Straßenbahn-Linie 22 in Richtung Rotkreuzplatz – Leonrodplatz – Nordbad – Kurfürstenplatz – Nikolaiplatz durch. Heute fährt auch der Bus nicht mehr hier, sondern eins weiter östlich, durch die Landshuter Allee.
Und nun, schon ein bisschen die Arnulfstraße stadteinwärts, bin ich beim alten Paketpostamt angelangt. Die Oberpostdirektion München hat hier nunmehr ihren Sitz.
Nanu, was finde ich denn hier noch für ein rostiges, verunkrautetes, offenbar unbenutztes Tor?
Da muss ich doch gleich mal genauer schauen…. wenn ich genau schaue… seh ich da nicht noch ein bisschen was, geringe Spuren, von alten Gleisen? Könnten das die Gleise der Posttrambahn gewesen sein?
Schnell weiter! Das muss ich doch noch erforschen! Hier erst mal die Straßenbahnhaltestelle Hackerbrücke (Linien 16 und 17; die Strecke war von 1983 bis 1997 stillgelegt). Hier kann man schnell zur S-Bahn umsteigen bzw. umgekehrt.
Und ´gleich noch ein kleiner Abstecher in die Zirkus-Krone-Straße: Hier findet man heute nur noch eine Dreiecksweiche, früher war hier eine richtige Straßenbahnschleife von der Arnulfstraße über die Zirkus-Krone-Straße, Georg-Schätzel-Straße und Wredestraße zurück zur Arnulfstraße. Die Schleife war zum Beispiel im 2. Weltkrieg oft wichtig, wenn die Gleise weiter stadteinwärts beschädigt waren. Dann wendete die Straßenbahn, vom Romanplatz oder vom Botanischen Garten her kommend, manchmal auch vom Rotkreuzplatz (über die Donnersberger Straße) her, je nach dem, welche Gleise frei waren, – damals Linie 3, 3a oder auch mal 23 – schon hier und die Menschen mussten den Rest in die Innenstadt zu Fuß gehen.
In der Georg-Schätzel-Straße direkt beim Zirkus Krone (das Gebäude rechts) ist auch noch ein Stück Schiene übrig. Hier gibt’s aber keine Oberleitung mehr.
Und dann bin ich, die Wredestraße gekreuzt habend, wieder an unbenutzten Tor… was erwartet mich hier? Ja, was seh ich denn hier, zugeparkt von einem Postfahrzeug? Gleise! Reste von Gleisen! Hier ist also die Posttrambahn in den Hof der Hauptpost gefahren! Ich habe sie gefunden, die letzten Überbleibsel der Münchner Posttrambahn. Diese Gleise werden seit 1959 nicht mehr verwendet. Demzufolge muss sie auch vorne durchgefahren sein bei dem anderen unbenutzten Tor. Hier rein, vorne wieder raus (oder andersrum). Die Posttrambahn-Schleife war jedenfalls mit an die Zirkus-Krone-Schleife angebunden, jedenfalls nach den Karten in meinen Straßenbahnbüchern.
So, nachdem das auch geklärt ist, kann ich mich wieder um was anderes kümmern… jetzt ist mal die Hackerbrücke an der Reihe, hier gesehen von der Nordseite der Arnulfstraße aus. Die Hackerbrücke ist bei weitem nicht so ausladend wie die Donnersberger Brücke, aber ich finde sie dafür umso schöner.
Gleich westlich der Hackerbrücke ist eine große Baugrube. Dass in diesem Bereich der Arnulfpark mit den großen Gewerbebauten entsteht, habe ich ja schon erzählt. Über dieses Gelände führte früher sogar ein Anbindungsgleis zwischen Straßenbahn und Bahn. Das wurde verwendet, als die Straßenbahn in Kriegszeiten auch für den Gütertransport verwendet wurde. Jetzt ist es allerdings weg.
Unterdessen hält hier gerade ein Wagen der Linie 16…
Ein Blick von oben auf die S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke (Westteil) von oben.
Jetzt stehe ich auf der Treppe zum Bahnsteig runter (Westliche Treppe), von wo aus man die Stahlbögen der Hackerbrücke sehr gut erkennen kann. Ich finde, das ist eine sehr schöne und ansprechende Konstruktion. Bemerkenswert ist, dass die Brücke, die zwischen 1890 und 1894 errichtet wurde, auch den 2. Weltkrieg überstanden hat.
Vom Bahnsteig aus gesehen…. Das hohe Gebäude ist das zentrale Stellwerk des Münchner Hauptbahnhofs, sozusagen dessen „Tower“. Wer da arbeitet, hat schon einiges an Verantwortung. Züge können zwar nicht abstürzen, aber ein Zusammenstoß hat trotzdem schlimme Folgen.
Und hier sieht man, vom östlichsten Ende des Bahnsteigs der S-Bahn-Haltestelle aus die Einfahrt in den S-Bahn-Tunnel der Münchner Stammstrecke. Der nächste Halt ist am Hauptbahnhof. Und noch fährt die S-Bahn; der Streik ist noch nicht angelaufen.
Und wieder oben an der Straße, Blickrichtung Süden.
Und jetzt Blick in Richtung Osten: Hier sieht man den Hauptbahnhof selber und dahinter die Frauenkirche.
Blick übers Gelände: Der rechte Zug ist ein Zug der Bayerischen Oberlandbahn, einer privaten Bahngesellschaft, die den Bahnverkehr nach Tegernsee, Schliersee, Bayrischzell und Bad Tölz/Lenggries betreibt. Diese sogenannten „Integralzüge“ waren am Anfang recht unzuverlässig, aber inzwischen sind sie längst ausgebessert.
Blick von der Südseite der Brücke auf die Konstruktion. Die Leitplanken an den Seiten werden zur Oktoberfestzeit entfernt und die Straße für den Autoverkehr gesperrt. Dann ist hier alles voller Leute, die zur Wiesn gehen (oder von da kommen). Bevor der U-Bahnhof Theresienwiese bestand, war die Hackerbrücke im MVV der zu Wiesn-Zeiten am stärksten belastete Bahnhof. Jetzt ist er „nur“ noch Nr. 2.
Hier sieht man noch mal von oben runter auf das Bahngelände und die große Baustelle. Das Hochhaus ganz links ist der Bayerische Rundfunk.
Und hier ist das BR-Haus noch mal von nahem, denn nun bin ich schon auf dem weiteren Weg in Richtung zum Hauptbahnhof. Damit geht’s dann aber beim nächsten Mal weiter! ;)
Jaja, wieder sooooo viele Bilder.... :D
Re: München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
stuttgart - 10.07.2007, 17:37Re: München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
Josef D. hat folgendes geschrieben:
Die Donnersberger Straße – hier fuhr bis 1970 die Straßenbahn-Linie 22 in Richtung Rotkreuzplatz – Leonrodplatz – Nordbad – Kurfürstenplatz – Nikolaiplatz durch. Heute fährt auch der Bus nicht mehr hier, sondern eins weiter östlich, durch die Landshuter Allee.
Wirklich tolle Bilder... :huepf:
Diese Tore da mit den Buchstaben sind Deutschlands erstes, unterirdisches Parkhaus. Man stellt sein Auto in so ein Tor, geht raus und das Auto wird automatisch verstaut...
Re: München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
Bloody-Mad-Looney - 10.07.2007, 17:40
na bumm, da bist aber früh auf heut! :)
Re: München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
Josef D. - 10.07.2007, 17:46
@ Dani: Oh ja, aber es hat sich gelohnt! ;)
@ Stuttgart: Oh, das wusste ich nicht mal, dass das Lifte sind. Ich dachte, das wären ganz normale Tiefgarageneinfahrten, da in der Donnersbergerstraße! ;)
Re: München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
stuttgart - 10.07.2007, 18:11
Josef D. hat folgendes geschrieben:
;)@ Stuttgart: Oh, das wusste ich nicht mal, dass das Lifte sind. Ich dachte, das wären ganz normale Tiefgarageneinfahrten, da in der Donnersbergerstraße! ;)
Ist ja auch eine Tiefgarage, aber eine Automatische...
Kam mal bei Galileo
Re: München: Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke
Josef D. - 10.07.2007, 18:19
Ach so, daher weißt du das... ;)
Bin ja mal gespannt, ob noch jemand einen Kommentar zu den Bildern hat... ;)
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