Naturgeschichte der Honigbienen

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    Re: Naturgeschichte der Honigbienen

    Sybill - 05.07.2007, 14:18

    Naturgeschichte der Honigbienen
    Naturgeschichte der Honigbienen
    von Friedrich Ruttner


    Produktinformation

    Taschenbuch: 357 Seiten
    Verlag: Kosmos Verlags-GmbH; Auflage: 1 (März 2003)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3440094774
    ISBN-13: 978-3440094778

    Klappentext
    Die Kulturgeschichte von Mensch und Biene ist eng miteinander verknüpft. Felsbilder von Honigjägern belegen, daß bereits in der Steinzeit Honig gesammelt wurde. Mit Entwicklung der Landwirtschaft entstand eine neue Lebensgemeinschaft: Imker - Honigbiene. Doch wurde die Biene nie zum Haustier und nie domestiziert. Trotzdem konnten sich alle Arten und Rassen ihrem heimatlichen Biotop anpassen und fast den ganzen Erdball erobern.

    Prof. Friedrich Ruttner ist es gelungen, fast alle heute bekannten Bienenarten und die meisten Bienenrassen zu beschreiben und in die verschiedenen Ökosysteme einzuordnen. Er gibt zudem Einblicke in die Strukturen eines Bienenstaates und dies in einer allgemein verständlichen Form. Denn je tiefer die Forschung in das Leben der Bienen eindringt, desto umfassender wird unser Wissen über bisher verborgene Vorgänge.

    Ein Bildband mit hohem fachlichen Informationsgehalt Ein Kompendium über Bienen und ihre Forscher Eine Quelle verlässlicher Informationen



    Durch den Link von Drohne ( klick here ) hat mich das Thema doch gejuckt und deshalb habe ich mir das Buch einmal genauer angesehen. Ich hatte auch das Glück noch ein gebundenes Exemplar zu Hause zu haben.
    Diese Woche habe ich das Buch ausgelesen und es ausgesprochen toll empfunden. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bienenrassen sind wirklich interessant. Teilweise sind die Unterschiede im Brutverhalten, Frühjahrsaufbau, Honigertrag oder agressivität so extrem, das man es sich fast nicht vorstellen kann.

    Morgen werde ich ein paar Beispiele dazu einfügen.



    Re: Naturgeschichte der Honigbienen

    drohne - 05.07.2007, 17:02

    Re: Naturgeschichte der Honigbienen
    Sybill hat folgendes geschrieben:




    Morgen werde ich ein paar Beispiele dazu einfügen.

    Da bin aber jetzt schon sehr gespannt, vor allem der Vergleich zwischen Carnica versus Buckfast dürfte sehr spannend sein.

    Also liebe Sybill, bitte uns nicht allzu lange warten lassen.



    Re: Naturgeschichte der Honigbienen

    Sybill - 02.08.2007, 15:44


    Hallo,

    ist doch ein wenig "nach morgen" geworden, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen.

    Buckfast selber wird in diesem Buch nicht näher beschrieben, da es sich nicht um eine natürliche Rasse handelt.
    Die Rassen Apis mellifera mellifera ( dunkle Biene), Apis mellifera carnica (graue Biene), Apis mellifera ligustica (gelbe Biene) ist der Hauptteil des Buches gewidmet, allerdings kommen Exoten( wie zB.Apis dorsata- Riesenhonigbiene oder Apis florea - Zwerghonigbiene) nicht zu kurz!

    Hier auszugsweise interessante Fakts aus obigen Buch:
    Ligustica Bienen (Italiener) überwintern im Gegensatz zu den Carnica´s mit sehr starken Völkern, daher verbrauchen sie gewöhnlich 20-25 kg Winterfutter.

    Obwohl in Afrika die Bedingungen für tropische Bienen gegeben wäre, sind trotzdem nur Apis mellifera Bienen anzutreffen. Ausnahme: Der Sudan importiert gerade die Zwerghonigbiene, ist aber bisher noch nicht mit eigenen Arten integriert.

    Im Himalaja Gebirge ist die Bienenrasse Apis laboriosa heimisch. Diese Bienen sammeln ihren Honig in bis 2 m langen Waben. Da diese Bienen Blüten in bis 4000m Höhe besuchen, sind sie die größte bekannt Bienenrasse. Sie ist ungefähr 10% größer als unsere Hornissen !
    Hält man bei seinem Carnica Stand ein Italiener Volk, findet man bei allen Völkern in kürzester Zeit gelbe Bienen. Wahrscheinlich könnte sich das eine Volk nicht richtig entwickeln und würde wahrscheinlich nie Honigraumreife bekommen. Umgekehrt würde ein Carnica Volk auf einem Italiener Stand sich nicht in dieser Summe aufteilen, da der Verflug der Carnica nur 2,9 Prozent beträgt ( Vergleich: Ligustica 13,7 Prozent).


    Weiters bin ich mir sicher das dem Bienen-Much das Buch sehr gefallen würde, da nicht nur die artenspezifischen Eigenschaften erläutert werden, sondern auch die genaue Rassenbestimmung über uA Diskoidalverschiebung oder Cubitalindex, Haarlängen etc.
    Dieses Buch bietet also jedem etwas, inzwischen schmöckere ich doch regelmäßig darin !



    Re: Naturgeschichte der Honigbienen

    Der Bienen-Much - 02.08.2007, 16:47


    Oh Sybill, du sprichst mir aus der Seele. Das Buch habe ich bereits im "rechten Augenwinkel" geordert. Ich muss aber zur Zeit etwas kurz treten, weil ich dieses Jahr schon etliches neues für meine Imkerei angeschafft habe. Wenn ich den finanziellen Bogen überspanne - gibt's Ärger mit meinem Frauchen.

    Übrigens, die Apis mellifera ligustica ist meine heimliche Liebe. Ich kenne zwei Imkerkollegen, die haben bereits die "Gelbe". Ich bin jedes mal hin und weg. Einziger Nachteil: Man hat zwar eine wunderschöne Biene, aber ringsherum keine Freunde mehr. :roll:

    Beste Grüße

    Dieter



    Re: Naturgeschichte der Honigbienen

    Sybill - 03.08.2007, 09:39


    Hallo Bienen-Much,

    ich kann mir gut vorstellen das die Lingustica in deiner Region auch eine sehr wirtschaftliche Bienen sein kann. Da sie sehr früh Ihre Arbeiten aufnimmt, ist sie für die ersten Trachten ( Raps, Wiesen&Obstblüten, etc.) wirklich ideal.
    Bei uns ist in einen normalen Jahr ( also nicht heuer :lol: ) bis Mitte August mit Ernten zu rechnen. Damit ist die Carnica, die Ihre Stärke in den Sommertrachten hat, einfach die idealere.

    Persönlich liebäugle ich mit der Buckfast, da hier viele positiven Eigenschaften vereint sind. Nur ist diese in Niederösterreich verboten. Daher versuche ich mit eigener Zucht, mir die idealen Honigflieger auszubilden. Basis ist die Carnica - Sklenar Zuchtlinie.

    Ich glaube, das man als Züchter ( selbst wenn´s nur für den eigenen Stand ist) sich tatsächlich auch mit den Eigenschaften der anderen Honigbienen-Rassen auseinandersetzen sollte. Ein Blick über den Häferlrand hat ja bekanntlich noch nie geschadet :kaffe:



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