Wann ist es "gut" zu verletzen ?

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    Re: Wann ist es "gut" zu verletzen ?

    Daggi - 04.07.2007, 12:10

    Wann ist es "gut" zu verletzen ?
    Whitewolf hat folgendes geschrieben:
    Wir sind, wie wir sind und -lassen wir mal das Wetter beiseite- die momentane Ausstrahlung der Menschen drückt ganz schön aufs Gemüt. Jeder Mensch hat seine Wahrheit und fühlt seine Dinge am meisten. Daher frage ich mich, was die vermeintliche Verletzung anderer Menschen bringt, denn damit verletzen wir nur uns selbst.

    Hab dich lieb
    Wolfi

    Ben spielt Kriegsspiele ohne Ende - ich hasse das und er weiß das auch. Wir haben immer wieder Diskussionen darüber und dann sagt er zu mir:

    Solange auf der Welt Krieg ist - ist auch Krieg in mir und ich spiele solange meine Kriegsspiele.

    Es hat was damit zu tun, zum seelischen Mülleimer für andere zu werden. Bens Vater hat das mit mir jetzt schon seit Jahren praktiziert, bis mir der Kragen geplatzt ist und ich endlich mir selbst Luft gemacht habe.

    Wenn wir immer nur ducken, einstecken, zurückstecken, vernünftiger sind, großherzig usw. - obwohl in uns diese Eigenschaften noch nicht angelegt sind - dann machen wir uns selbst zu Opfern - wir kommen in ein Gefühl von Wehr- und Hilflosigkeit.
    Das macht die Welt nicht besser und uns am allerwenigsten - denn durch die ständigen übertretungen der anderen, durch die ständigen Verletzungen unserer Würde, unseres Stolzes usw. hören wir auf zu fühlen - wir stellen das fühlen ein - werden dumpf und stumpfen ab.

    Wenn wir uns aber wehren, zurückschlagen - bleiben wir in unserer Kraft und ganz allein aus dem Grund, weil wir uns in dem Moment MIT den anderen auf eine Stufe stellen, uns nicht mehr drüber stellen - sondern greifbar werden. Da entsteht Nähe, Vertrauen und dort wartet auch die Liebe.

    Vielleicht ist es die Angst, dass wir dann "böse" werden könnten oder herzlos oder vielleicht ist es auch bloß die Angst vor uns selbst - vor den Anteilen, die wir so mühevoll in Schach halten - die uns einredet, wir müßten über allem drüber stehen.

    Es ist falsch. Es macht uns krank. Es ist TOT.

    Die Lehre aus Bennis Worten ist: Wir können in dieser Welt nichts anderes sein, als wir sind und als sie ist. Wir sind alle EINS. Und wir werden alle zusammen was verändern - die Zeiten der Rambos ist vorbei.

    Was wir wieder lernen müssen ist unsere Aggressionen so zu leben, dass sie konstruktiv sind - helfen zu verstehen, Fehler aufdecken. Wir müssen lernen uns wieder zu fühlen und dann spontan auszudrücken, WAS wir da fühlen und wenn es als Schrei sein muss: Okay ! Dann schreien wir eben.

    Ein Schrei ist 10.000 mal besser als eine Krankheit, als Leiden auf Dauer. Diese Sprache versteht keiner mehr, weil alle diese Sprache sprechen und es NORMAL ist, dass Menschen krank sind und leiden.

    Einen Menschen zu lieben, das heißt, ihn anzunehmen wie er ist und sich mit diesem Sosein auseinanderzusetzen, sich zu stellen dazu und das solange, bis es paßt und immer wieder und wieder aufs neue ... Das ist anstrengend und es erfordert immer wieder Aufmerksamkeit. Die Fähigkeit zu lieben, die ist uns abhanden gekommen und die meisten - gerade auf dem spirituellen Sektor - versuchen das zu übertünchen, indem sie einen auf Lieb und Nett und wir haben uns ja alle so gern machen. Aber das ist NICHT Liebe.

    Das ist Dumpfheit, das ist Zombietum. Tot. Es stinkt zum Himmel.

    Ich denke es liegt daran, weil wir nichts mehr haben an das wir glauben können und das liegt daran, dass viele / alle - auch gerade die Esoteriker einer Idee aufgesessen sind - sie glauben was, aber sie ERLEBEN es nicht. Es wird nachgeplappert (weil die Seele es ja auch WEISS, dass es real ist) - aber so wirklich ERLEBEN tun sie nicht.

    Die Liebe ist der Treibstoff und niemand sagt das es leicht ist. Die Menschen haben die Fähigkeit zu lieben verloren - das ist der Punkt. Denn wer liebt, der kann gar nicht anders, als sich auseinander zusetzen - sich zu streiten, bis sich die Balken biegen - bis es paßt. Bis es dann letztendlich endlich paßt.

    Ich habe das unzählige Male praktiziert - und ich habe auch den anderen Weg unzählige Male praktiziert (stillgehalten und die zweite Wange hingehalten) - erreicht habe ich nur da was, wo ich laut geworden bin - wo ich gesagt hab, was Sache ist, was ich fühle, was ich WILL, was ich erwarte, was mir nicht paßt und was ich anders haben will.

    Es war unangenehm und die Spuren zu verwischen später, war schwer und schmerzlich und ist es noch. Aber ich lebe, ich liebe und ich bin Herr meines Lebens ...

    ... und ich werde wahrhaft geliebt.

    Das ist es mir immer wieder wert.

    DAS ist es, was es bringt, lieber Wolf (stellvertretend für alle anderen, die sich vielleicht diese Frage stellen). Ich möchte um meinetwillen geliebt werden, so wie ich bin. Wie kann das jemand (wie kann Gott das) wenn ich mich verbiege, mich verstelle, mich verstecke ?

    Wenn ich so geliebt werden will, wie ich bin, dann muss ich auch den Mut haben, ich SELBST zu SEIN und nur da - mit meinen Fehlern, mit meinen schlimmen Dingen, die ich anrichte - nur da finde ich Gnade und wahre Liebe.

    Es gibt keinen anderen Weg.

    Und wer behauptet, er wolle keine wahre Liebe, die endlos ist und alles umfaßt - der lügt !

    ICH will nur ich selbst sein. Einfach nur ich selbst.



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