Filisofisches

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    Re: Filisofisches

    Anonymous - 29.06.2007, 13:17

    Filisofisches
    Ich will nicht sagen, dass die 308 Win. mein Lieblingskaliber ist, aber es war mein allererstes Langwaffenkaliber und ich habe gerüttelt Erfahrung im Wiederladen und schiessen.

    Dabei kann man sehr viel gutes über die 308 sagen.

    Nicht nur, dass sie preiswert und präzise ist, sie ist auch sehr gut und flexibel wiederzuladen und es ist in einem sehr breiten Spektrum einsetzbar.

    Vorbehalte, wie sie z.B. Lutz Möller ausführlich darstellt, sind oftmals nicht fair.

    Sicherlich ist die Surplusmuni, die früher geschossen wurde, nicht für die Jagd geeignet. Aber das ist jede andere Surplusmuni auch nicht. Hier fehlt es meist schon an der Präzision, ganz sicher aber an der Eignung des Geschosses.

    Die Aussage von Lutz Möller, die Patrone sei entwickelt worden, um einen MG-Lauf möglichst zu schonen kann man so auch nicht stehen lassen. Sicher war der Einsatz in Seriefeuerwaffen eine Überlegung, aber daran alleine die 308 zu beurteilen ist einfach nicht sachgerecht.

    Am Wichtigsten ist aber die Tatsache, dass sich die Pulver in den letzten 50 Jahren MASSIV verbessert haben, alleine schon in den letzten 20 Jahren gab es Quantensprünge.

    Insofern ist die 308 von heute mindestens eine 30-06 und die 30-06 schon fast im Bereich der 300 Win Mag zu sehen.

    Und wenn man das dann noch mit den neuen, deutlich verbesserten Jagdgeschossen kombiniert – und gerade in den 30iger Kaliber gibt es eine RIESIGE Auswahl von exzellenten Geschossen! - dann kann niemand wirklich ernstlich behaupten, dass die 308 nicht auf alles europäische Wild mit Ausnahme vielleicht des Bären (wie viele gibt es davon ?) absolut tauglich ist.

    Treffen muss man aber schon ........

    Bedauerlicherweise sind die verfügbaren Schusswaffen in 308 meistens mit einem 12“ Drall ausgestattet, der normalerweise nur Geschosse bis 170 Grains, maximal bis 180 Grains stabilisiert. Da muss man aber Bedenken, dass nicht das GeschossGEWICHT, sondern die Länge und die Vo den Ausschlag geben.

    Gerade die Matchgeschosse sind oft lang, während die Jagdgeschosse oft kompakter sind. Je schneller das Geschoss fliegt, umso stabiler ist es – sobald die Geschwindigkeit abnimmt, fängt das Projektil aber an zu taumeln.

    http://www.riflebarrels.com/products/caliber_twist_rates.htm

    Während im sportlichen Bereich die 12“ Dralllänge optimal ist, wäre jagdlichen Bereich ein 10“ Drall wünschenswert, den es nur auf Sonderbestellung gibt.

    A-Suqare hat bei Tests festgestellt, dass überstabilisierte Geschosse eine grössere Eindringtiefe im Wild ergeben. Dabei muss man aber sagen, das A-Square für die Grosswildjagd „forscht“ und hier sind die Schussentfernungen immer unter 100, meistens unter 50 Meter.

    Zudem strapaziert eine übermässiger Drall das Geschoss stark und die bei hoher Vo kann es Probleme mit der Stabilität geben. Die schweren Geschosse der Grosswildkaliber können diese Geschwindigkeiten aber gar nicht erreichen – die 308 im Zweifel aber schon.

    Von einem 8“ Drall ist deswegen (ausser bei den ganz kurzläufigen Schalldämpferbüchsen) abzuraten. Die 10“ Länge stellt eine gute Alternative dar, mit der alle Geschosse von 147 bis 220 Grains sicher, unter Umständen sogar noch die 240 Grains Pillen verschossen werden können.

    Was die Pulver betrifft, so mag ich das N550 für 308 Ladungen mit Bumms, obwohl es auch andere sehr gute Pulver gibt, z.B. das N140 oder das Varget, aber auch Pulver von Accurate und viele viele mehr.

    Das N550 ist aber deswegen interessiert, weil es „doppelt eigensicher“ und deswegen Hemo-geeignet ist.

    Man bekommt nämlich auf keinen Fall soviel Pulver in eine Hülse, um einen überhöhten Gasdruck produzieren zu können. Und das gilt, egal welches Geschoss man dann obendrauf setzt. OK, solange es ein 30iger ist. Bei einem 8 mm Geschoss knallt es auf jeden Fall.


    Ganz wichtig ist, dass man bei solchen Spielchen immer die Ladedichte 1 oder eine Pressladung wählt – und deswegen immer schon durch ein Laderohr laden.

    Dauert länger, aber soviel Jagdpatronen braucht man ja nicht – wenn man 50 Pillen dreht, kann man mit 20 die Waffe einschiessen, zwischen durch ein bisschen über – da bleibt immer noch sehr viel übrig.


    Alles in allem ist die 308 ein sehr schönes und leider nur zu oft verkanntes Jagdkaliber. Und demnächst poste ich mal ein paar Ladedaten.



    Re: Filisofisches

    hemo - 29.06.2007, 14:48


    Danke, wußte gar nicht, daß du auch Grips zwischen den Watschelohren hast.
    550-er hab ich und 140-er hab ich auch. Habe die 8x57 und die 308 schon mit 140-er geladen, mal sehen, ob beide präzise schießen (beides Speer TM-Geschosse).
    Hemo hat auch R 907. Momentan übt er aber "Sautot" auf dem Horn.



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 29.06.2007, 14:56


    sososo .... du willst mir also einen blasen, du sau .... :oops: :lol:



    Re: Filisofisches

    hemo - 29.06.2007, 15:20


    Im Vergleich zu hemo-dem Jagdhornbläser bist du leider bloß eine Tröööööte



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 30.06.2007, 10:51


    törörötötötötötö :D



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 30.06.2007, 11:29


    Lasset mich meine Predigt zum Thema „308 Winchester“ fortsetzen.

    Zunächst möchte ich meiner Meinung Ausdruck verleihen, dass die meisten Jäger viel zu viel Geld für Jagdgeschosse zu völlig überhöhten Preisen ausgeben.

    Wer das Buch von Kneubühl mal gelesen hat und / oder mal mit älteren, langjährig erfahrenen Jägern intensiv spricht, wird dies schnell erkennen.

    Die ganzen TIG, TUG, ABC, CBA, Tralla und so weiter Geschosse sind zu 90% völlig überflüssig. Teure Geschosse machen Sinn bei der Jagd auf gefährliches Grosswild (und auch dann sind die Teuersten nicht die Besten) und bei sehr extremen Kalibern und Bedingungen, z.B. beim Schuss auf mehr als 500 Meter in den USA oder auf Marale in Asien.

    In Europa, speziell in Deutschland dürfte es wohl kaum eine Jagdsituation geben, in der man waidgerecht auf mehr als 500 Meter schiesst. Auf viele Hochleistungskaliber lassen sich durchaus in Frage stellen, aber das nur am Rande.

    Meiner – und nicht nur meiner, was viel wichtiger ist – Meinung nach reicht ein vernünftiges, preiswertes Teilmantelgeschoss völlig aus.

    Ohne andere Hersteller benachteiligen zu wollen: Ich finde viele Sachen von Sierra gut und man kann sie meist preiswert bekommen.

    Für den angedachten Zweck gefällt mir das 180 Grains Teilmantel – Rundkopf-Geschoss in 180 Grains besonders gut. Sehr kurz und kompakt wird es im 308-üblichen 12“ Drall sicher stabilisiert.

    180 Grains ist das Geshossgewicht, mit dem sich aus der 308 die beste Energieausbeute umsetzen lässt. Diese Erkenntnis habe ich durch Probieren mit QL gewonnen, wie manch einer vielleicht weiss, hat deswegen die US-Marine-Snipers ihre Labo geändert und schiessen nun das 175 Grains Geschoss von Sierra auf die Feinde der Freiheit.

    Mit Quickload hab ich mal eine Ladung entwickelt; falls ihr das in euren Püster steckt, geht das auf eure eigene Kappe – ihr müsst schon selber wissen, was ihr macht.

    Die Erfahrung zeigt, das bei solchen Sachen die QL-Daten erstaunlich genau sind.

    Wir rechnen mit einem 650 mm Lauf.

    PULVER N550

    Geschoss 308, 180 Grains SRA SPRN
    Max. Ladung 50,5 Grains = 3,272 Gramm Ladedichte 104,5 %
    851 m/s = 4227 Joule
    umgesetzter Ladeanteil = 99,34 %
    OAL 71,12 mm
    GEE 141 Meter

    Als Alternative dazu das 308 180 Grains Sierra Spire Point Boat Tail, das auch zum preiswerten Übungsschiessen als Alternative zum teureren Matchking sehr gut geeignet ist.

    Geschoss 308, 180 Grains SRA SPBT
    Max. Ladung 49,0 Grains = 3,175 Gramm Ladedichte 106,3 %
    845 m/s = 4168 Joule
    umgesetzter Ladeanteil = 99,15 %
    OAL 71,12 mm
    GEE 145 Meter


    Mit beiden Ladungen dürftet ihr keinerlei Probleme bei der allnächtlichen Wildschweinbeglückung haben – Treffen müsst ihr aber schon.

    Da die Eo der Sau völlig egal ist und die Auftreffenergie ganz wesentlich ist, anbei nochmal die Tabellen.


    äh, keine ahnung, wie man hier bilder einstellt. die tabellen sind bei GB



    Re: Filisofisches

    awo425 - 30.06.2007, 15:59


    Du_hast das Pulver vergessen zu beniemen :roll:

    Über die Sierra Prohunter kann ich aus Sportlicher Sicht auch nur positives berichten, Enfield und Mosins mögen die.
    Aber auch S&B macht gute und günstige TM Geschosse!!!!!!!!

    Hat noch nen Vorteil, man kann sich nen Sack Muni stopfen, die sowohl jagdlich als auch zum Training genutzt werden kann!!!!!!!!
    Ich find die Ningelei unserer Jäger auch immer zum Kotzen, wenn die mal mehr als 3 Schuß zum ZF einschießen brauchen, geht für die (finanziell) die Welt unter.

    Bei .308Win kann ich leider kaum mitreden, ich besitze nur eine Waffe in deisem militärisch unnützen Kaliber, und das ist ein indisches 2A1, dem kann ich keine Mörderladungen anbieten.

    Geil ist immer, wenn wir dann die Trefferbilder vergleichen, ich mit 100 Jahre alter Flinte und die Lodengespenster mit neumodernem Sauentöter.
    Liegt nie an den Kanonen, die Typen trainieren einfach zu wenig :shock:



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 30.06.2007, 21:48


    awo425 hat folgendes geschrieben:
    Liegt nie an den Kanonen, die Typen trainieren einfach zu wenig :shock:

    Ich bin noch nicht sehr lange aktiv als Schütze, aber vielen fehlt schlichtweg das Talent zum Schießen. Das trifft auf Jäger wie auf Sportschützen zu. Da nützt die beste Kanone nichts und trainieren hilft nur bedingt weiter.



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 30.06.2007, 21:53


    ich_bins hat folgendes geschrieben:
    äh, keine ahnung, wie man hier bilder einstellt.

    Pappnase, ließt du eigentlich nie die Beiträge von anderen Usern in Threads, in denen du selbst postest?

    http://www.iphpbb.com/board/ftopic-11616777nx83765-130.html



    Re: Filisofisches

    hemo - 01.07.2007, 09:20


    ignoranteEntenSauSack



    Re: Filisofisches

    awo425 - 01.07.2007, 14:40


    Naja, fehlendes Talent kann man schon durch richtiges Trainig kompensieren.
    Nur muß es einem mal einer zeigen wie es richtig geht!

    Mir ging Gewehrschießen immer recth leicht von der Hand, durch ein paar Tips und etwas Training wurde es noch besser, grad die Tage 184/200 auf 100m mit dem KK-Ordonnanztainer :wink:
    Dafür bin ich mit der KW ne Niete, Hemo kanns bestätigen.
    Aber auch da hab ich durch Training einges verbessern können :lol:



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 01.07.2007, 20:23


    ich_bins hat folgendes geschrieben: Meiner – und nicht nur meiner, was viel wichtiger ist – Meinung nach reicht ein vernünftiges, preiswertes Teilmantelgeschoss völlig aus.

    Soweit ich das als jagdlicher Laie verstanden habe, interessiert die Energieabgabe im Wildkörper. Viel Pilz, schnell tot.



    Re: Filisofisches

    awo425 - 01.07.2007, 21:29


    Ja und nein.
    Guter Treffersitz=schnell tot.
    Mas nützt der schöne Pilz quer druchs Gescheide, wen dat Viech noch ewig weit rennt, bevor es elendig verreckt?
    Trägerschuß ohne Pilz=dead in his tracks

    Man sollte eben den Geschwindigkeitsbereich kennen, in dem das Geschoß aufpilzt, drunter wird es meist eng, wenn man nicht grad 100% getroffen hat.

    ÜBEN!!!!!!!!! auch im Revier unter den dortigen Bedingungen!!!!!!!!!!



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 01.07.2007, 23:39


    Gut, von einem entsprechenden Treffer ging ich schon aus.
    Aber was nützt ein guter Treffer, wenn das Geschoss einfach durchsaust?

    Ist wie KK - tötet gut und sicher bei entsprechenden Treffern, aber eben nicht schnell.



    Re: Filisofisches

    Anonymous - 02.07.2007, 09:57


    Viel Pilz reicht nicht, muss auch tief genug eindringen.

    Bei einem Kaffernbüffel ist das ein grösseres Problem als bei einem Reh.

    AWO hatte ürbigens recht, das N550 hab ich nachgeflickt.



    Re: Filisofisches

    hemo - 22.09.2007, 09:14


    Ente, sag mal was zu folgender Ladung: .308 Pulver: N 140, Sierra-Geschoß 170 gr TM.
    Schießt fleck auf 100 Meter.



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