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Re: Aufbau von Truppen
Abula - 26.06.2007, 09:54Aufbau von Truppen
Dies ist ein Leitfaden von erfahrenen Spielern,
das kann sehr hilfreich sein:
Allgemeine Grundsätze :
Rohstoffe sind zumeist knapp - man sollte sie daher dort einsetzen, wo
sie am meisten nutzen und demgegenüber unnötige Ausgaben vermeiden.
1. Es ist weder notwendig, noch vernünftig, in allen Dörfern eigene Truppen zu bauen, und das aus mehreren Gründen :
a) Mit mehreren kleinen Armeen könnt ihr kaum effektiv angreifen.
Eine einzelne, große Armee hat wesentlich höhere Siegchancen bei
geringeren Verlusten. Dazu mal ein Rechenbeispiel :
Ihr habt einen Gegner mit einer Verteidigung von 1000 Prätorianern.
Ihr selbst habt 5 Dörfer. Stehen nun in jedem eurer Dörfer 400
Imperianer und ihr greift einzeln an so würden eure ersten beiden
Armeen komplett draufgehen und von der dritten 336 Soldaten, insgesamt
also ein Verlust von 1136 Einheiten.
Hättet ihr eure 2000 Imperianer allerdings gebündelt als eine
Armee zur Verfügung so würdet ihr bei dem Angriff nur 633 Einheiten
verlieren, also nur etwas mehr als die Hälfte.
b) Ganz genauso verhält es sich dann auch bei Katapulten/Rammen.
Ein konzentrierter Angriff von 20 Katapulten bringt immer mehr als zwei
Angriffe zu jeweils 10.
c) Wenn ihr euch auf ein einziges großes Heer konzentriert werdet
ihr nicht nur aufgrund der größeren Anzahl bessere Kampferfolge
erzielen sondern auch aufgrund der Waffen-Upgrades. Denn logischerweise
kostet es euch viel weniger, die Waffen- und Rüstungsverbesserungen nur
für das eine Dorf zu kaufen, in dem ihr euer Heer aufgestellt habt.
Ergo habt ihr dort die Upgrades viel schneller auf 20.
Auch dazu wieder ein Rechenbeispiel : Greift ihr wieder mit euren
2000 Imperianern die 1000 Prätorianer an, nur diesmal mit Waffen Stufe
20 so betragen eure Verluste nur noch 458 anstatt der 633 vorher.
d) Ihr spart euch irre viele Rohstoffe - denn in jedem Dorf wieder
die Kasernen, Ställe ,Werkstätten ,Schmieden und Akademien hochzuziehen
kostet ne MEEEEEEEEEEEEENGE Baumaterial.
e) Ihr könnt auch insgesamt sehr viel mehr Truppen unterhalten.
Denn wenn ihr in jedem Dorf einzeln wieder die bei d) beschriebenen
Gebäude baut so habt ihr allein durch diese Gebäude natürlich auch
einen hohen Getreideverbrauch. Nur um euch mal ein Bild zu machen :
Kaserne, Ställe, Werkstatt, Schmieden und Akademie auf jeweils 10 haben
alle zusammen einen Getreideverbrauch von fast 200 - obwohl das wie
gesagt vollkommen unnötig ist. Ihr könnt also fast 200 Soldaten weniger
durchfüttern.
Natürlich müsst ihr dieses eine große Heer nicht immer
zusammengezogen in einem Dorf stehen haben, da dort bald die
Getreideproduktion sehr weit ins Minus geraten würde und ihr andauernd
Getreide aus euren anderen Dörfern zu liefern müsstet, sondern ihr könnt
sie ja als Unterstützungtruppen über eure Dörfer verteilen.
ENDERGEBNIS : Somit habt ihr genauso wie vorher in jedem eurer
Dörfer ein kleines Heer stehen. Diese Soldaten sind allerdings viel
besser trainiert (Punkt c), ihr habt die Möglichkeit, sie zum Angriff
zusammenzuziehen (a) und ihr könnt insgesamt viel mehr Truppen
unterhalten (e). Und all diese Vorteile bekommt ihr für einen
geringeren Preis (d).
2. Auch sonstige unnötige Gebäude sind dringend zu vermeiden. Kein
Mensch braucht die Kasernen, Ställe oder Werkstätten auf Stufe 20. Denn
ob ihr irgendetwas schnell bauen könnt spielt in diesem Endlosspiel
überhaupt keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass diese unnötig hohen
Gebäude auch laufend Getreide verbrauchen und ihr somit wieder weniger
Soldaten unterhalten könnt. Von den genannten Gebäuden ist Stufe 10 in
jedem Fall ausreichend.
3. Ebenso könnt ihr euch die Rohstoffe dafür sparen, unnötige
Einheiten in der Akademie zu erforschen bzw. unnötige Waffen- und
Rüstungsforschung zu betreiben. Allgemein lässt sich sagen, dass es
NIEMALS erforderlich ist, die RÜSTUNGSupgrades für Katapulte und Rammen
zu erforschen. Davon hat man so wenige, dass es auf deren Kampfkraft
überhaupt nicht ankommt. Ebenso sind SÄMTLICHE Upgrades für die Adligen
absolute Verschwendung von Rohstoffen. Mehr dazu im rassenspezifischen
Teil 2.
4. Es versteht sich von selbst, dass Verteidigungeinheiten wie
Prätorianer, Speerkämpfer, Druidenreiter, Paladine oder Phalanxen
niemals für Angriffe eingesetzt werden, nichtmal als Teil eines
größeren Heeres.
5. In jedem eurer Dörfer sollten mindestens zwanzig
Kundschafter/Späher/Equites Legati stationiert werden, damit ihr es
bemerkt wenn euch jemand auskundschaftet.
Zu den einzelnen Völkern:
Vergleichsgrundlage unter den Einheitentypen ist immer der
Getreideverbrauch. Denn die maximale Größe eures Heeres ist durch eure
Getreideproduktion begrenzt. Es ist daher zu untersuchen, wie ihr aus
eurem Getreideverbrauch eine möglichst große Kampfkraft bekommt.
1. Römer
Bei den Römern ist die Kavallerie eigentlich vollkommen unnütz und wertlos (gemessen am Getreideverbrauch).
Betrachten wir uns ein Equites Caesaris. Auf einen Getreideverbrauch von 4 bekommt man Kampfwerte von 180/80/105.
Für Getreideverbrauch 4 kann man sich alternativ 2 Imperianer, 1
Legionär, 1 Prätorianer leisten. Damit kommt man auf Werte von
210/170/135.
=> Die Infanterie ist in jeder Hinsicht besser als die Kavallerie, sei es im Angriff oder in jeglicher Verteidigung
2. Gallier
Bei den Galliern sind die Haeduaner und Druidenreiter recht
brauchbar. Eine 1:1-Mischung dieser beiden Einheitentypen bringt einen
akzeptablen Angriffswert und eine gute Verteidigung. Absoluter Müll
sind Theutates Blitze. Sie verbrauchen 2 Getreide und bringen nur
90/25/40 . Sie sind also schwach im Angriff und wehrlos in der
Verteidigung. Leistet man sich stattdessen 2 Schwertkämpfer bekommt man
130/70/40
Aber ACHTUNG : Ein solches reines Kavallerieheer ist nur bedingt
für den Angriff brauchbar. Es existieren beispielsweise defensive
Spieler, deren Armeen zu 90% aus Speerkämpfern, Legionären oder
Phalanxen bestehen - und diese Einheiten haben eine deftige
Verteidigung gegen Kavallerie. Daher empfiehlt sich eine Mischung mit
Schwertkämpfern. Deren einzige Schwäche - nämlich die Verteidigung
gegen Kavallerie wird durch die Haeduaner gut ausgeglichen.
Die optimale Relation Schwertkämpfer : Druidenreiter : Haeduaner ist 3:2:2 .
3. Germanen
Bei den Germanen ist es am allerschwierigsten, eine brauchbare
Einheitenzusammenstellung zu finden. Der Knackpunkt ist wie ihr euch
denken könnt die Defensive.
Mit den Speerkämpfern haben sie zwar eine sehr gute Verteidigung
gegen Kavallerie aber eine wirklich gute Verteidigung gegen Infanterie
ist kaum möglich. Auch die Paladine bieten nur relativ wenig Schutz-
denn auch wenn sie 100 Defensivpunkte gegen Infanterie haben
verbrauchen sie doch 2 Getreide und mit denen kann ein Römer zwei
Imperianer unterhalten - diese haben nen Angriff von 140. Der Germane
ist also im Zweifelsfall immer unterlegen. Wie also kann man das
mildern ?
Absolut unbrauchbar sind Keulenschwinger. Sie haben einen schwachen Angriff und sind in der Verteidigung absolut wehrlos.
Auch Teutonenreiter sind nur bedingt zu empfehlen, dies zeigt eine Gegenüberstellung mit den Axtkämpfern.
Ein Teutonenreiter verbraucht 3 Getreide und bringt 150/50/75 .
Drei Axtkämpfer hingegen geben euch 180/90/90 - sie sind somit in allen
Belangen besser. Die einzigen Gelegenheiten, wo sich Teutonenreiter
besser eignen sind die, wenn ihr einen Gegner angreifen wollt, der
anfällig gegen Kavallerieangriffe ist, zum Beispiel ein Römer, der nur
Imperianer gebaut hat oder ein anderer Gallier mit vielen
Keulenschwingern. Da solche Leute aber extremst selten sind kann man
die Teutonenreiter als zu 99% unnütz einstufen. Sie sollten daher zwar
erforscht sein aber nur bei Bedarf in solch einer Situation je nach
Bedürfnis zur Ergänzung des Heeres gebaut werden .
Somit verbleiben Speerkämpfer, Axtkämpfer und Paladine als
brauchbare Einheiten. Hier müsst ihr nun selbst wissen wohin ihr euch
orientieren wollt - eine 1:1 Mischung aus Paladinen und Speerkämpfern
ist die beste den Germanen mögliche Verteidigung, allerdings zum
Angriff komplett ungeeignet.
Daher empfiehlt sich als Ausgangs-Mischung Speerkämpfer : Paladine
: Axtkämpfer = 1:1:2 . Damit könnt ihr ein paar Angriffe führen und
seid einigermaßen gegen Angriffe geschützt. Je nachdem welche aktuellen
Ziele ihr habt könnt ihr dann kurzfristig mehr Axtkämpfer für Angriffe
oder mehr Speerkämpfer/Paladine zur Verteidigung bauen.
Mfg Abula
edit by FCC: habe mal die schriftgröße etwas verkleinert ;)
Re: Aufbau von Truppen
Black-killer - 03.07.2007, 07:38
Ein danke schön an dich, hat mir sehr geholfen :P
Re: Aufbau von Truppen
rednaxela - 03.07.2007, 10:48
Also,
einigen Passagen kann ich garnicht zustimmen und bezweifle, dass ein erfahrener Spieler sie geschrieben hat.
1. Punkt 2:
Selbstverständlich baut man Kaserne, Stall und Werkstatt auf Stufe 20?! Der Truppenbau würde sich sonst so verlangsamen, dass man nach einem Ausfall der Truppen bei einem Angriff auf Monate zurückgeworfen wird. Im späteren Spiel ist es unbedingt notwendig so schnell wie möglich Truppen nachbauen zu können. Egal, ob es Off-oder Deff-einheiten sind.
Deswegen baut man später auch die große Kaserne und den Großen Stall, obwohl dort die Truppen sehr teuer sind.
2. Der Vergleich der Truppen:
Eine Kostenaufrechnung auf Angriffswert/Getreide macht absolut keinen Sinn.Allgemein kann man schlecht ausrechnen, was nun die besten Truppen sind, da dazu auch Faktoren eine Rolle haben wie, Bauzeit, Baukosten, Schnelligkeit, etc.
Der einzige wichtige Punkt den man beachten muss, ist, dass man sich keinsesfalls nur auf Infanterie oder Kavallerie beschränken darf. Der Grund ist einfach: Der Gegner könnte sich sonst gezielt darauf einstellen und somit gezielt deffen.
Das heißt für Römer sie brauchen eine Mischung aus Imperianer/Equ Caes, Gallier Schwerter/Haeduaner, Germanen Äxte/ Teutonen.
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