Remion, das Land der Drachen

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    Re: Remion, das Land der Drachen

    Desertyrain Minrok - 23.06.2007, 00:25

    Remion, das Land der Drachen
    So, dann werd' ich auch mal zeigen was ich so verzapf'... ^^



    1

    Dunkelheit um gab das Gebäude als Quentin heraus trat. Es war stockfinster, um genau zu sein, aber das störte ihn nicht weiter. Er wollte ja nicht weg, sondern nur noch etwas Feuerholz hinter dem Haus holen. Das Licht, welches aus dem Fenster schien reichte gerade aus um den Pfad zu sehen, das änderte sich jedoch als er die Kaminseite des Hauses erreichte. Hier gab es kein Fenster, das Licht spendete, also war es auch völlig dunkel, so dunkel das man die Hand vor Augen nicht sah. Kein Wunder in einer Mondlosen Nacht, mit bedecktem Himmel, aber dann wird es schon nicht so kalt wie gestern, dachte Quentin wärend er sich die Wand entlang tastete.
    Er spürte das Gras zwischen seinen Füßen und hörte das Rauschen des Windes in den Bäumen. Als er die vom Feuer her rührende Wärme des Kamins spürte, wusste er das er jetzt vorsichtig sein musste, da hier irgendwo die Axt herum liegen musste mit der er das Holz sonst immer spaltete. So vorsichtig er auch war, es war immer das Gleiche: Er hatte wieder mal nicht an den Besen gedacht, was ihm dieser heimzahlte in dem er Quentin Stolpern ließ.
    Quentin fiel um wie ein Sack Reis und blieb einige Sekunden liegen, um zu warten bis der Schmerz nach ließ. Als er sich auf setzte, fuhr er erst einmal gehörig zusammen, da er auf Augenhöhe mit einem anderen Paar Augen war.
    „Kheroo, was musst du mich denn immer so erschrecken?“, lachte er, als er die grünlich glühenden Augen als die seiner Katze identifizierte.
    Kheroo war keine normale Katze, was sie eindrucksvoll zeigte als ihr Fell zu glühen begann.
    „Danke.“, sagte er nur, Kheroo maunzte anerkennend.
    Das Licht der Katze war Quentin mehr als recht, nun sah er wenigstens wohin er ging.
    Als er sich gerade mit Holz belud, sah er hinter dem Haufen aus Holzscheiten einen Schatten, der jedoch zu schnell und undeutlich war um genaueres erkennen zu können.
    Quentin fragte sich, was das wohl gewesen war, aber er wusste, das es im Wald einen Haufen von Kreaturen gab von denen er lieber nichts wissen wollte.
    Er setzte sich wieder in seinen Sessel und Kheroo legte sich wieder ins Feuer.
    „Aber nicht dass ich wieder Brandflecken im Teppich habe, ja!?“
    Kheroo maunzte nur, aber Quentin wusste dass sie ihn verstanden hatte. Kheroo war annähernd so intelligent wie ein Mensch, nur das sie nicht Sprechen konnte, aber dafür konnte sie sowohl Lesen als auch Schreiben, wenn auch nur krackelich. Egal es reichte um sich gegenseitig zu verstehen.
    Kheroo war eine Feuerkatze, normalerweise kamen diese nur in Gegenden vor, an denen die Erdkruste sehr dünn war, oder in Vulkangebieten. Aber hier gab es weit und breit weder heiße Quellen, noch einen aktiven Vulkan, zudem waren die Winter hier oben auch noch sehr kalt und lang.
    Wie er Kheroo gefunden hatte würde er wohl nie vergessen, Quentin war gerade dabei die Feuerstelle im Kamin von der Asche zu befreien, die erste Schaufel ging noch einwandfrei, aber die zweite nicht mehr.
    Als er mit dem Gluteisen nach sehen wollte, was da hakte, begann plötzlich die noch verbliebene Asche wie wild zu wirbeln. Es bildete sich ein kleiner Aschetornado in der Feuerstelle, so dass Quentin erschrocken zurück stolperte und rück links der Länge nach hin fiel. Als ob das nicht schon genug des Guten gewesen wäre, sprang der Aschetornado auf seine Brust, wo bei er die Luft anhielt, um nicht von der Asche einen Hustenkrampf zu bekommen. Der Tornado blieb jedoch auf seiner Brust und ging erst wieder als Quentin zu Husten begann. Er wanderte in Richtung der offenen Tür und über die Schwelle. Draußen auf dem Weg fiel die Asche dann einfach zu Boden Quentin, der immer noch vor sich hin hustete, beobachtete das Geschehen mit einiger Verwunderung, vor allem dann, als aus dem Aschetornado eine Katze mit weißglühendem Fell und blaugrün brennender Schwanzspitze auftauchte. Er war immer noch außer Atem als diese Katze auf seinen Schreibtisch sprang und mit einem Blattpapier zurück kam, sie legte das Blatt vor sich hin und brannte mit einer ihrer glühenden Krallen etwas hinein.
    Die Schrift sollte wohl als Schönschrift gelten, aber sie war zu krakelig um noch als schön eingestuft werden zu können.

    ‚Mein Name ist Kheero, ich wünsche eine Erklärung, warum hast du mich an gegriffen? Ich habe dir doch nichts getan, oder soll ich mich etwa für die Attacke mit der Schaufel revanchieren? Ach ja, ich kann zwar nicht sprechen, aber ich verstehe die Sprache der Menschen.’

    Zuerst musste Quentin wieder zu Atem kommen, bevor er etwas sagen konnte.
    „Ich habe dich völlig übersehen, Kheero, es tut mir leid. Ich hoffe, ich habe dich nicht verletzt.“, sagte er noch immer in einer fluchtbereiten Stellung.

    Die Katze brannte ihre Antwort in das Blatt.

    ‚Nun, ich nehme die Entschuldigung an. Bin ich hier unerwünscht?’

    „Nein, nein. Aber nicht doch, du kannst gerne hier bleiben, wenn du willst.“, sagte Quentin, der sich in der Zwischenzeit auf einen Stuhl gesetzt hatte. Kheero, die bis her einen Buckel gemacht hatte, setzte sich auf die Feuerstelle und steckte ihre brennende Schwanzspitze in den Reisighaufen, den Quentin zum Feuer machen aufgehäuft hatte. Schon nach wenigen Sekunden hörte man das Verpuffen der ätherischen Öle in den Tannennadeln.
    „Danke, dafür hätte ich sicher 20mal solange gebraucht.“, sagte Quentin anerkennend.
    Kheero hob die brennende Schwanzspitze und grinste, jedenfalls soweit es ihr Körperbau erlaubte…

    Quentin war so in Gedanken versunken gewesen, dass er völlig vergessen hatte etwas zu essen zumachen. Denn genau deshalb war er aus dem Haus gegangen, er holte sich eine Pfanne und ging in Richtung Feuerstelle, in der Kheero noch immer lag. Auf seinem Weg kam er auch am Fenster vorbei, ein Blick nach draußen verriet ihm, dass der Mond auf gegangen war, denn er konnte die Pfähle seiner Wäscheleine sehen. Als er wieder in Richtung Feuer blickte sah er aus dem Augenwinkel einen Schatten und fuhr herum, um noch einmal aus dem Fenster zusehen. Kheero war seine Reaktion auf gefallen und gesellte sich zu ihm indem sie sich aufs Fensterbrett setzte und auch hinaus starrte.
    „Ich glaube, ich sehe heute Gespenster, Kheero.“, sagte Quentin als er nach draußen sah.
    „Oder, du hast dir den Kopf gestoßen, alter Freund.“, bekam er als unerwartete Antwort von hinten. Es war eine tiefe und wohlklingende Stimme, deren Schwingungen etwas über die Größe ihres Besitzers aussagte.
    Quentin drehte sich verwirrt um, nur um dann vor staunen zur Salzsäule zu erstarren. Das Bild das sich bot war seltsam, denn die Haustür stand weit offen und zu ihr herein ragte der Kopf eines mit schwarz schimmernden Schuppen besetzten Drachen. Das Schwarz schien das Licht im Raum fast zu schlucken, allerdings auch nur fast.
    „Ygnios, was hältst du von der Idee den Kopf aus dem Haus zunehmen und seinem Bewohner zu ermöglichen heraus zu kommen?“, grollte eine andere ebenfalls gewaltige Stimme.
    „Nun, Minrok da muss ich dir wohl Recht geben.“, antwortete Ygnios.
    „Und sei bloß vorsichtig, du weißt ja noch was beim Letzten mal passiert ist, oder?“
    Der schwarze Drache war in der Zwischenzeit fast draußen und brummte zurück:
    „Ja, ja. Ich weiß, aber ich habe ihm ja beim Wiederaufbau geholfen.“
    Wäre er ein Mensch gewesen, hätte er wohl die Augen verdreht. Noch bevor jemand anderes etwas sagen konnte, war es auch schon passiert. Ygnios hatte den Kopf vollends zurückgezogen und dabei den Querbalken der Tür mit seinen Hörnern heraus gerissen. Dieser Verlust von tragenden Teilen sorgte dafür, dass die ganze Wand nach außen kippte.
    „Na wunderbar.“, stöhnte Quentin, der nur noch völlig fassungslos dastand und die Trümmer anstarrte. Nachdem er sich wieder einigermaßen gefasst hatte, suchte er sich einen Stuhl der nicht zu Bruch gegangen war und trug ihn über die Trümmer seiner Hauswand ins Freie. Kheero war anscheinend vor lauter Schreck ins Dickicht geflüchtet und würde wohl auch dort bleiben, zumindest war es dort sicherer als im Haus, oder dem was noch davon übrig war.

    „Ups, war ich das?“, fragte Ygnios, kleinlaut.
    „Ja, und du führst dich wiedereinmal auf wie ein Drache im Porzellanladen.“, kam es von Minrok.
    „Hmrpf, du tust gerade so als ob ich das absichtlich getan hätte.“, fauchte Ygnios mit rauchenden Nüstern und wendete sich ab.
    „Ygnios, willst du dich etwa mit mir Prügeln?“, fauchte Minrok zurück, dessen Nüstern nun ebenfalls rauchten. Ygnios fuhr herum, wobei sein Schwanz durch die Luft peitschte und den Schornstein nur um Zentimeter verfehlte. Dafür traf er jedoch den Holzhaufen hinterm Haus, welcher mit ohrenbetäubendem Lärm zusammen brach.
    „Minrok, Ygnios, warum seid ihr hier? Irgendetwas muss passiert sein, vor allem wenn mich gleich zwei Drachen besuchen kommen.“, ging Quentin dazwischen vor allem um zu verhindern, dass Ygnios sein Haus vollends in Schutt und Asche legte. Quentin blickte über das Chaos, das bis gerade eben noch sein Zuhause gewesen war, während er auf eine Antwort wartete.
    Diese kam jedoch nicht, weil es am Waldrand plötzlich laut wurde, Quentin schaute in diese Richtung und traute seinen Augen nicht. Hätte er es nicht besser gewusst, hätte es nur nach einem Feuerwerk ausgesehen, aber das war kein Feuerwerk, sondern Kheero.
    „Verdammt, Kheero!“, rief Quentin nahm sich einen Holzbalken aus dem Trümmerhaufen und rannte in Richtung des Feuers.
    Minrok und Ygnios schauten sich zuerst verwirrt an und dann Quentin hinterher.
    „Los, hinterher.“, sagte Minrok und spreizte seine Flügel. Ygnios tat es ihm gleich.

    Quentin rannte querfeldein durch den Wald und brach dabei wie ein Panzer durchs Dickicht. Er folgte dem Lichtschein der nur Kheero stammen konnte, als er eine Lichtung erreichte blieb er wie angewurzelt stehen. Es war als habe er eine Arena betreten, rechts war ein seltsames Wesen, dass einem Menschen zu sehr ähnelte um etwas anderes zu sein, es war mit Brandwunden übersäht schien jedoch nicht ernsthaft verletzt zu sein. Links stand Kheero, sie war ziemlich aufgeheizt, was man an ihrer Schwanzspitze sehen konnte, denn das Innere der Flamme war völlig farblos. Ihr Fell jedoch glüht hellblau, was ein Zeichen dafür war, dass sie schwächer wurde. Die Umgebung war nass, was Kheero ebenfalls schwächte, da nichts Trockenes, Brennbares in der Nähe war.
    Menschending bewegte sich auf Kheero zu, es startete wohl einen neuen Angriff, Kheero wehrte diesen mit einer Gasverpuffung ab, doch das Ding war schneller, es erwischte Kheero an der Seite. Quentin wurde schlagartig klar was das Menschending war, es war ein Zombie, daher machte ihm das Feuer auch nicht soviel aus wie einem lebenden Menschen. Kheero bewegte sich, sie schien Quentin gesehen zu haben und versuchte zu ihm zukommen, doch der Zombie schlag noch einmal noch ihr und traf sie mitten im Sprung, Kheero wurde zu Boden geschleudert und blieb etwa fünf Meter von Quentin entfernt liegen. Der Zombie war nun ganz nah bei Kheero und holte aus, aber Kheero setzte ihren letzten Reserven ein und verpasste ihm einen blaugrünen Feuerball, der Zombie krachte jaulend gegen einen Baum, welcher nebenbei umstürzte und blieb liegen. Quentin nutzte die Gelegenheit und ging zu Kheero. Ihr Fell pulsierte in mehreren Grüntönen, sie schaute zu ihm auf oder viel mehr auf den trockenen Holzbalken in Quentins Händen, dann weiteten sie ihre Augen. Quentin nahm Kheeros Schwanz und zündete den Balken an, er legte ihn so nah wie möglich neben Kheero.
    Als er sich aufrichtete und um drehte sah er wie der Zombie langsam auf ihn zukam. Noch bevor der Zombie zum Sprung ansetzte konnte donnerte es von oben:
    „Quentin, geh in Deckung!“
    Es folgte ein tiefes rasselndes Einatmen und Quentin hechtete zu Kheero. Er legte sich so hin, dass er den Zombie im Blick hatte und wartete. Der Zombie guckte verwirrt in den schwarzen Himmel, dann sah Quentin einen Feuerball der direkt hinter dem Zombie in den Boden krachte. Der Zombie flog zu Seite und überschlug sich mehrfach, bevor er regungslos liegen blieb.
    Quentin schaute zu Kheero, deren Fell nun wieder ein stabiles blau angenommen hatte.
    „Das ist ein Untoter, der steht wieder auf.“, brüllte Quentin nach oben.
    Einige Sekunden später hörte er das ledrige Geräusch schlagender Flügel, dann spürte er eine Erschütterung ganz dicht bei ihm. Er wollte sich gerade auf den Rücken drehen, um zusehen was da gelandet war, als ihn etwas hoch hob und senkrecht nach oben flog.
    „Ich hab ihn, Minrok.“, sagte sein Träger.
    „Gut, ich werde die ganze Lichtung einäschern.“, sagte Minrok und holte tief Luft.
    „Sag mal, Quentin was ist eigentlich das hier?“, fragte Ygnios und öffnete seine andere Klaue, in der eine völlig verstörte Kheero saß. Wenn Kheero Angst hatte oder verwirrt war, dann schillerte ihr Fell wie ein Regenbogen.
    Währendessen spie Minrok Feuer und brannte die ganze Lichtung nieder.
    „Das ist Kheero, meine Katze.“, antwortete Quentin.
    „Du hast schon seltsame Haustiere, weist du das?“, fragte Ygnios, der sich absichtlich blöd stellte.
    „Ich kenne auch seltsame Wesen, weist du?“, meinte Quentin sarkastisch.
    „Ja, vor allem solche wie dich, Ygnios.“, lachte Minrok.
    „Sehr witzig, Minrok.“, grollte Ygnios.
    „Könnten wir zu meinem Haus zurück fliegen, ich muss noch einige Sachen, einpacken und Kheero muss ins Feuer und sich ausruhen.“
    „Minrok, könntest du etwas Brennbares von da unten holen, ich hab’ leider die Klauen voll.“, wobei er Kheero musterte.
    „Klar doch, einen Moment.“, sagte Minrok und stieß hinab.
    Quentin sah fasziniert zu wie der Drache hinab segelte und mit einem verkohlten Baumstamm wieder kam.
    Er bohrte mit seinen Krallen ein Loch hinein und brach das untere Stück ab, dann setzte er die Holzkohle mit einem kurzen Feuerstoß in Brand.
    „So, nun kannst du sie hinein legen.“, sagte Minrok und hob Ygnios den brennenden Baumstamm hin.

    Als sie bei Quentins Haus ankamen ging gerade die Sonne auf.
    Nun sah man die beiden Drachen in ihrer ganzen Pracht, Minrok war ein sandsteinfarbener Wüstendrache, der zwischen den Zehen Häute hatte, welche Schwimmhäuten glichen. Die fast transparenten Flügel waren so geformt, dass er sich damit vor einem Sandsturm schützen konnte. Der Bauch hatte einen bläulichen Schimmer. Seine smaragdgrünen Augen, welche eine unglaubliche Ruhe ausstrahlten, saßen in tiefen Augenhöhlen, mit wulstigen haarlosen Augenbrauen darüber. Minroks Körper hatte fließende Linien, die bei jeder seiner Bewegungen zutanzen schienen.
    Ygnios’ Körper war pechschwarz, sein metallisch glänzendes Schuppenkleid machte den Eindruck, als ob er eine Rüstung trug, was man allerdings von allen Lavadrachen meinen konnte. Hals und Schwanz waren etwa gleichlang. Die Schwanzspitze am Ende abgeflacht und mit einem Stachel besetzt. Der Kopf mit zwei Hörnern, sah harmloser aus als er war, was Quentin bereits erfahren hatte. Die bernsteinfarbenen Augen gaben dem ganzen jedoch etwas Bedrohliches.

    Quentin hatte Minrok gebeten mit ihm über das Haus zufliegen um den Schaden zu begutachten, aber dieses mal hing er nicht wie ein nasser Sack in der Drachenklaue, Minrok hatte sich bereit erklärt das Quentin auf ihm reiten durfte. Allerdings war das nicht so leicht wie man meinen könnte, denn die harten Hornplatten am Hals Ansatz waren alles andere als bequem, dennoch konnte sich Quentin gut daran fest halten, die raue ledrige Drachenhaut war wie geschaffen dafür. Minrok versuchte so ruhig zufliegen wie möglich, aber es ging ein böiger Wind, der die beiden heftig durchschüttelte.

    „Nun? Was meinst du dazu mein Freund.“, fragte Minrok nach einiger Zeit.
    „Was ich dazu meine!?“, stöhnte Quentin, der sich gerade von der letzten Turbolenz erholte.
    „Ich meine dazu, dass Ygnios das wieder mal fein hingekriegt hat, aber diesmal sieht es so aus, als ob ich umziehen müsste.“, meinte Quentin verärgert.
    Minrok setzte zur Landung an, als sie eine weitere Böe erwischte.
    Diesmal jedoch hatte Quentin nicht so viel Glück, er flog Kopf voran von Minroks Rücken und krachte mit voller Wucht in sein Kürbisbeet wo er auch liegen blieb. Ygnios hatte alles mit angesehen und meinte:
    „Hey Quentin, du ja eine Drachenfalle gebaut.“
    „Wie soll ich denn bitte das verstehen?“, fragte Quentin, der sich gerade einen Kürbis vom Kopf zog.
    „Na ja, sieh es dir an.“, antwortete Ygnios grinsend, was bei einem Drachen jedoch eher nach einer Grimasse aussah, als nach Belustigung.
    Quentin richtete sich auf um zusehen was Ygnios meinte.
    Minrok war scheinbar härter von der Böe getroffen worden als er dachte, denn der Drache lag der Länge nach unter einem Haufen von Holzscheiten begraben, so dass nur noch Kopf und Schwanzspitze heraus standen.
    „Wage es ja nicht zu Lachen, Ygnios!“, grollte Minrok und lies zur Betonung noch etwas Rauch aus den Nüstern aufsteigen.
    „Schongut, soll ich dir helfen, oder schaffst du es auch so?“, fragte Ygnios.
    „Danke der Nachfrage, ich denke ich schaff’ das.“, meinte Minrok und wollte sich aufrichten. Doch stattdessen stieß er einen markerschüttenden Schrei aus.
    „Verdammt, ich hab mir das Bein gebrochen.“, jaulte Minrok.
    „Kein Wunder, sieh dir mal die Hauswand an.“, antwortete Quentin.
    Minrok hob seinen langen Hals und drehte den Kopf so, dass er das Haus sehen konnte. Die Böe hatte ihn gegen die noch intakt gewesene Wand geschleudert, welche seltsamerweise immer noch stand, aber dafür eindeutige Spuren aufwies.
    „Kannst du so noch fliegen?“, fragte Quentin besorgt.
    „Klar, vorausgesetzt ihr holt mich aus diesem Holzhaufen heraus.“
    „Ich habe mal gelesen, dass man Verletzungen von Drachen am besten mit Feuer behandelt, ist das war?“, fragte Quentin, der nach einer Lösung suchte.
    „Das ist wahr, am besten hilft größt mögliche Hitze.“, meinte Minrok.
    „Soll ich dich etwa in einen Vulkan werfen?“, fragte Ygnios, leicht verwirrt.
    „Ähh, dass würde zwar auch helfen, wäre mir aber doch etwas zu heiß. Außerdem kannst du mich nicht so weit tragen, der nächste aktive Vulkan ist immerhin fast drei Tage entfernt.“
    „Na gut, dann zünde ich eben den Holzhaufen an.“, sagte Ygnios und wollte gerade Luft holen.
    „Halt, mit deinem Glück fackelst du noch den Rest des Hauses ab.“, sagten Quentin und Minrok gleichzeitig.
    Die beiden sahen sich an und mussten unwillkürlich grinsen.
    „Sagt mal, habt ihr das geplant? Oder habt ihr was gegen mich.“, fragte Ygnios misstrauisch.
    Das brachte das Fass zum Überlaufen, Quentin brach in schallendem Gelächter aus, welchen Minrok und Ygnios fast gleichzeitig ansteckte.

    Nachdem sie sich wieder gefasst hatten, bemerkte Quentin, dass Kheero um seine Beine schlich. Er ging in die Knie und streichelte sie.
    „Na, bist du wieder fit?“, fragte er.
    Kheero ließ als Antwort ihr Fell glühen und die Schwanzspitze lodern.
    „Das dachte ich mir doch.“
    Kheero maunzte.
    „Kannst du den Holzhaufen in Brand stecken?“, fragte Quentin.
    Kheeros glühendes Fell erlosch und sie drückte sich noch einmal an Quentin. Dann flitzte sie leichtfüßig hinüber zu Minrok. Dort angekommen sah man wie sie auf den Haufen kletterte. Als sie oben war konnte man gut erkennen, dass sie volle Power gab, denn die Luft um sie herum begann immer stärker zu flimmern.
    „Sie hat sich erstaunlich schnell erholt.“, sagte Minrok, der es sich in dem brennenden Holzhaufen gemütlich gemacht hatte.
    „Feuer hilft auch bei Kheero Wunden zuheilen.“, sagte Quentin und schaute zu ihr hinüber, sie lag in mitten der Flammen und döste. Aber das würde sich bald ändern, denn Ygnios war Jagen gegangen und müsste bald wieder kommen.
    Kurze Zeit später hörte man das Schlagen von Flügeln und kurz darauf landete er auch in ihrer Nähe.
    „So ich bin wieder da und ich hab für jeden was mitgebracht.“, sagte Ygnios und stellte das Storchennest ab.
    Drin lagen allerdings keine Eier sondern Fische und zwar in allen Größen.
    „Du hast ja den ganzen Fluss leer gefischt, Mann sind das viele.“, sagte Quentin der sichtlich beeindruckt war.
    „Weißt du, dass Fisch in der Wüste eine Delikatesse ist?“, fragte Minrok.
    „Hängt wohl damit zusammen, dass es dort so trocken ist.“, scherzte Ygnios.
    „Wo ist eigentlich Kheero abgeblieben?“, fragte Ygnios.
    „Schau mal in dein Nest.“, sagte Minrok und nahm sich einen der Stöcke, oder eher Äste, die Ygnios mitgebracht hatte.
    Kheero saß im Nest und hatte einen Fisch der fast größer war als sie selbst im Schlepptau.
    „He! Schleicht sich hier so still und heimlich an meine Beute ran und ich merk es nicht mal.“, sagte Ygnios mit gespielter Empörung.
    Kheero war in der Zwischenzeit wieder im Feuer und hatte den Fisch in die Glut gelegt.
    Ygnios warf Minrok einen Fisch zu, da dieser sich ja nicht richtig bewegen konnte. Der Fisch war allerdings länger als Quentin und wog bestimmt auch mehr. Aber bei Ygnios und Minrok sah es aus als wäre er leicht wie eine Feder. Auch Quentin hatte sich zwei Fische geholt, weil genau wusste was passiert wenn er einen in das Feuer hielt, Kheero würde ihn sich schnappen, sie war in dieser Hinsicht etwas futterneidisch. Genau so war es auch.
    „Dachte ich’s mir doch.“, sagte Quentin schnippisch und hielt den zweiten Fisch ins Feuer.
    Minrok und Ygnios mussten grinsen, als sie den beiden zusahen.
    „Die kriegt wohl den Hals nicht voll, oder?“, fragte Ygnios.
    „Wenn ich mir deinen Spieß so ansehe, ist es bei dir auch nicht viel anders, oder Minrok?“, meinte Quentin, der sich wunderte wie der Spieß von Ygnios all die Fische aus hielt, die er auf gespießt hatte.
    Minrok grinste und meinte:
    „Ich schätze es sind sechs Fische.“
    „Ich würde sagen, acht.“, antwortete Quentin.
    „Ihr liegt beide daneben, es sind ganze dreizehn.“, kam als Antwort.

    Minroks Fisch war als erster fertig also probierte er ihn.
    „Hmmm, ich hatte völlig vergessen, wie sehr ich gegrillten Fisch liebe.“
    „Du denkst auch immer nur ans Essen, oder?“, feixte Ygnios.
    „Das sagt gerade der Richtige.“, sagte Quentin und biss in seinen Fisch.
    „Knusprig, genau wie ich es mag.“, schmatzte er.
    „Was macht dein Bein?“, fragte Quentin nach einiger Zeit.
    „Es ist besser geworden, aber ich möchte es noch nicht belasten.“, meinte Minrok.
    „Ich würde sagen, wir warten bis morgen, schließlich geht bald die Sonne unter.“, meldete sich Ygnios zu Wort.
    „Ja, das wäre gut für das Bein, aber wir wissen nicht was noch alles für Viecher im Wald lauern und ob sie nachts herauskommen.“
    „Papalapp, mit denen werden wir schon fertig.“, meinte Ygnios und warf die Gräten eines Fisches hinter sich.
    „Au!!“
    Es war eine piepsige Stimme, die irgendwo hinter Ygnios war.
    Kheero schoss wie ein Blitz aus Feuer und Asche aus den Flammen und zog einen Schweif von glühender Flugasche hinter sich her. Sie huschte um Ygnios massigen Körper herum und verschwand hinter ihm. Dann war ein Fauchen zuhören. Kurz darauf kam Kheero wieder hervor und sie hatte einen wild um sich schlagenden Minidrachen im Schlepptau.
    „Lass mich sofort wieder runter, ich kann selber laufen, Hilfe!!!“, protestierte er und versuchte sich zu befreien.
    „Kheero, lass ihn wieder runter, bitte.“, bat Quentin.
    Kheero tat wie ihr geheißen, aber sie legte ihre Pfote auf die Schwanzspitze der Drachen um ihn fest zu halten.
    „Danke, wer auch immer du bist.“, sagte der kleine Drache, der sich nun zu voller ‚Größe’ auf gerichtet hatte. Wobei er aber auch nur gute vierzig Zentimeter groß war.
    „Sieh an, ein kleiner Walddrache, was wolltest du denn hier?“, fragte Minrok neugierig.
    „Nun, dasselbe könnte ich auch euch fragen, aber was mich viel mehr interessiert ist: Warum habt ihr die Zwergdrachensiedlung im Wald ohne Vorwarnung abgefackelt?!“
    „Eine Zwergdrachensiedlung im Wald? Seit wann ist sie dort?“, fragte Quentin erstaunt.
    „’War’ passt wohl eher, denn die Siedlung ist nicht mehr, dank euch.“, antwortete der Zwergdrache verärgert.
    „Ach, und was ist mit dem Zombie, den wir eingeäschert haben?“, warf Ygnios dazwischen.
    „Zombie? Welcher Zombie? Ich weis nichts von einem Zombie. Und wir haben auch nichts gefunden, was im Geringsten auf einen hinweist.“, plapperte der Zwergdrache verwirrt.
    Ygnios deutete auf Minrok.
    „Du siehst ihn doch, oder…“
    „Natürlich sehe ich ihn, so groß wie er ist, ist er auch schwer zu übersehen.“, unterbrach ihn der Zwerg-Walddrache.
    Minrok schnaubte, wobei kleine Rauchfahnen aus seinen Nüstern entwichen. Der Zwerg-Walddrache versuchte mehr Abstand zwischen sich und den Wüstendrachen zu bringen. Vergaß jedoch, dass Kheero auf seinem Schwanz stand und segelte so hart zu Boden, dass er schwankend wieder hoch kam.
    „Kheero, könntest du ihn bitte vollends loslassen, bevor er sich noch verletzt.“, sagte Quentin.
    Kheero maunzte, lies ihn los und ging zurück zum Feuer indem Minrok noch immer lag. Als sie bemerkte, dass der Zwergdrache ihr nach sah ließ sie ihre Schwanzspitze auf lodern und das Fell glühen. Er wich noch einmal zurück und stolperte dabei rück links über Ygnios’ ‚Grillstock’.
    „Sag mal, du sagtest, dass es im Wald eine Kolonie gab, wie viele haben überlebt?“, fragte Quentin neugierig.
    „Es waren nicht viele da, aber ich denke das gab keine Toten.“, antwortete der Zwerg-Walddrache.

    Vom Wald aus waren auf einmal seltsame Geräusche zuhören, sodass alle aufschauten und in Richtung des Lärms sahen.
    „Noch ein Untoter!“, rief Quentin.
    „Und das kannst du aus der Entfernung erkennen?“, fragte der Zwergdrache ungläubig.
    Quentin sah ihn an.
    „Magisch verstärkter Blick.“, dass war alles was er zusagen hatte.
    „Mist, die anderen!“, brüllte der Zwergdrache, was bei ihm mehr nach einem Kreischen klang.
    „Die sind auch da hinten.“, sagte Minrok.
    „Ist ein Eisdrache dabei?“, fragte Quentin.
    „Kann ich nicht erkennen, sie bewegen sich zu schnell.“, kam es von Ygnios.
    „Nein, keiner der kein Feuer vertragen würde.“, sagte der Zwerg-Walddrache.
    „Gut, Kheero, du weist was du zutun hast.“, sagte Minrok.
    Kheero sprang aus den Flammen in Richtung von Minroks Kopf, sie zog einen Nebel aus glühender Asche hinter sich her. Minrok holte so tief Luft wie es seine Position zuließ und hielt sie an. Kheero rannte immer weiter während Minrok auf sie zielte, sie hatte ihren Blick auf den Drachen gerichtet und wartete auf sein Zeichen.
    „Beim Barte Merlins habt ihr vor?“, fragte der Zwerg-Walddrache verdutzt.
    „Das wirst du gleich sehen.“, sagte Quentin der in Deckung ging.
    Ygnios war abgehoben und gewann rasch an Höhe, er flog in Richtung des Zombies. Der Zwergdrache flattere aufgeregt hin und her.
    „Alles Klar, etwa sechshundertzwanzig Fuß!“, brüllte Ygnios aus der Luft.

    Minrok feuerte seine Ladung auf Kheero ab, der Feuerball hatte einen Durchmesser von fast zwei Metern, verursachte ein unheimliches Jaulen und versengte das Gras auf seinem Weg. Kheero formte aus der Glutwolke die sie um gab eine Art von Schild. Als der Feuerball sie erreichte verschmolz er mit dem Glutschild und es formte sich eine Art von Feuerwirbel, der Kheero einhüllte. Dieser Wirbel begann sich immer weiter aus zudehnen bis er dann plötzlich verschwand, an der Stelle an der zuvor noch Kheero gestanden hatte stand nun ein anderes Wesen. Quentin starrte es fasziniert an. Er hatte gedacht das Kheero Minroks Feuerball weiterlenken würde, um einen Feuersturm zu entfachen. Auch Ygnios hatte scheinbar nicht damit gerechnet, denn er hatte begonnen Kreise zuziehen und flog einige male sehr tief über Kheero hinweg. Minrok ließ sich wenn er überrascht zwar nichts anmerken und beobachtete die Szene ebenfalls.
    Der Zombie hatte unterdessen begonnen Steine zuwerfen und diese flogen sehr weit, sodass sie weit hinter Quentin aufkamen.
    „Komm hier runter, bevor er dich trifft.“, zischte Quentin.
    Der Zwerg-Walddrache setzte zu einem Sturzflug an und war fast bei Quentin als ihn einer der Steine traf, die der Zombie mit unmenschlicher Geschwindigkeit um sich warf. Quentin stand auf um ihn aufzufangen und wurde dabei von einem Stein an der Schulter getroffen, die Wucht des Aufpralls überraschte ihn und seine Schulter ruckte nach hinten. Er hatte den Zwergdrachen aufgefangen und suchte sich eine neue Deckung, also rannte er zu Minrok, der zum Schutz einen seiner transparenten Flügel entfaltet hatte.
    „Bist du verletzt?“, fragte Minrok.
    „Nein, es geht schon, aber ihn hier hat’s erwischt, er hat bei der Landung einen Stein abgekommen.“, antwortete Quentin, der sich seine blutende Schulter hielt…
    „Hm, das sieht nicht gut aus, der Flügel ist gebrochen.“, grummelte Minrok.
    „Leg ihn hier her.“, sagte Minrok und holte eine Klaue voll Glut aus dem Feuer. Der Zwerg-Walddrache stöhnte, auch wenn es mehr wie ein Fauchen klang, vor Schmerzen als Quentin den gebrochenen Flügel spreizte. Als Minrok die Glut auf die zertrümmerte Schwinge legte gab er jedoch keinen Laut von sich, er musst vor Schmerzen das Bewusstsein verloren haben.
    Quentin richtete sich wieder auf und schaute in Richtung des Zombie, der versuchte sich mit wildem herum Gefuchtel Kheero vom Leib zuhalten. Allerdings wurde er zusehends schwächer, was wohl auch an Ygnios’ gut platzierten Lavabomben lag. Quentin hielt Ausschau nach den anderen Zwergdrachen und trat aus der Deckung. Einer der Zwergdrachen umschwirrte immer noch den Zombie wie eine zornige Wespe, er schien der Grund für Kheeros hohe Treffer Quote zusein, allerdings erwischte der Zombie ihn als er sich zurück zog und schleuderte den Drachen in Quentins Richtung. Quentin machte sich bereit ihn zufangen, da der Zwergdrache scheinbar von Schlag des Zombie benommen war und weiter in seine Richtung segelte. Er krachte mit voller Wucht auf Quentins Brust und dieser lies sich nach hinten fallen um den Aufprall abzumindern, dann ging er in geduckter Haltung wieder zu Minrok.
    „Das wird hier ja das reinste Drachen-Hospital.“, grinste Minrok und holte noch eine Ladung aus dem Feuer, als Quentin mit den Zwergdrachen, der eine perfekte Kopie von Minrok war, zu ihm kam.
    „Der Zombie hat ihn schwer getroffen, aber ihm geht’s besser wie dem Walddrachen, keine Knochenbrüche.“, sagte Quentin sachlich.
    „W-Walddrache?“, fragte der Zwergwüstendrache und sah sich um.
    „T-Tox…“, stammelte er, bevor er vor Erschöpfung einschlief.
    „Welch munterer Zeitgenosse.“, scherzte Minrok mit einem bitteren Unterton in der Stimme.

    Quentin sah die beiden Zwergdrachen an, sie lagen da wie Puppen. Er machte bei Tox eine interessante Entdeckung, der Zwergdrache hatte scheinbar einige Eigenschaften eines Chamelions, denn die Farbe seiner Schuppen passte sich an einigen Stellen der des Grases an, vor allem im Bereich des Schwanzes. Der Rest von Tox’ Körper hatte verschiedene brau, grün und rot Töne aber auch einige Nuancen von gelb, wobei jedoch die dunkleren braun und grün Töne überwogen. Seine Flügel hatten die Maserung von großen Blättern und leicht unregelmäßige, ausgefranste Ränder.
    Quentin grübelte, aber er wurde sofort wieder aus seinen Gedanken gerissen, als er bemerkte wie sich ein weiterer Zwerg-Drache nährte ebenfalls ein Walddrache, aber von der Färbung her viel heller als Tox. Er hinkte und schien nicht mit zubekommen was um ihn herum geschah, er war schon auf der Höhe von Quentin, als er plötzlich zu taumeln begann.
    Quentin wollte aufstehen um den Zwerg-Drachen zu sich zuholen, aber er kam nicht hoch. Bisher hatte er den Schmerz seiner Schulter mittels Magie unterdrückt, aber diese Magie beanspruchte sehr viel Energie, je größer der Schmerz war desto mehr Energie wurde auch verbraucht. Quentin hatte seine Schulter nicht geschont, sondern sie benutzt als ob sie gesund wäre. Er schleifte sich zurück, zu Minrok, der ihn besorgt ansah.
    „Schon gut, ich muss mich nur kurz ausruhen.“, sagte Quentin.
    „Weißt du, dass du furchtbar aussiehst?“, fragte Minrok.
    „Dann seh’ ich wohl aus, als ob ich mit dem Zombie kämpfen würde…“, stöhnte Quentin, bevor er einschlief.

    Der Zombie keuchte schwer als Kheero nach ihm hieb. Er wich ihr aus nur um gleich von Ygnios Feuerball getroffen zu werden, das gab ihm den Rest, er kippte einfach um. Kheero sah zu Ygnios hinauf, der enge Kreise zog, er verstand was sie wollte und flog zum Wald. Als er mit einem toten und trockenen Baum wieder kam sah er wie der Zombie wieder stand und sich in Richtung Wald bewegt, Kheero umkreiste ihn fauchend. Der Zombie schaute auf als er Ygnios bemerkte versuchte er sich zu beeilen, doch der Drache war schneller, er flog tief über den Zombie hin weg und ließ den Baumstamm einfach fallen, dieser Segelte dem Untotem direkt vor die Füße, sodass dieser über ihn stolperte. Kheero schoss auf den Zombie zu, welcher noch immer dalag und hieb mit den Pranken auf ihn ein, der Zombie grunzte und blieb reglos liegen. Kheero setzte den Baumstamm in Brand und zog einen Ring um den Zombie, damit sich das Feuer nicht zu weit ausbreitete.


    So, das war das erste Kapitel. Wer sich traut: Zerreist die Story meinet wegen ^^ und sagt mir was euch nicht passt...



    Re: Remion, das Land der Drachen

    Auruliyuth - 04.07.2007, 11:27


    Ich finde die Gestalten deiner Geschichte sehr interessant, davon würde ich gerne mehr lesen 8)

    Auf den ersten Blick liest sie sich sehr gut und flüssig. ;)

    feurige Grüße
    Auru



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    Wie provoziert man einen Krieg und was resultiert daraus?*g* - gepostet von Auruliyuth am Freitag 01.06.2007



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