WÖLFE

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    Re: WÖLFE

    de Zausel - 17.06.2007, 21:43

    WÖLFE
    ...alles über Wölfe bitte hier rein



    Re: WÖLFE

    de Zausel - 17.06.2007, 21:44

    Wolf-Links (ein alter Blog von mir)


    http://www.wolf-forum.ch/ >Schweizer Wolfs Forum (Suisse Wolves Forum) Language:German

    http://www.wolf.org/wolves/index.asp > international Site Language:English

    http://www.forwolves.org/ >Wolf Recovery Foundation (over the Wolves in the Rockies) English

    http://www.wolves.de/sponsor_e.phtml >Deutsche Wolfsgemeinschaft/ German Wolf Assocation e.V. (Language German and English)

    http://www.wolfhaven.org/ >International Organisation around the World (Language English)

    http://www.wolfhollowipswich.org/ >British Organisation (Language English)

    http://www.defenders.org/ > i `am member of this Organisation/ich bin hier Mitglied der Organisation >Language English

    http://www.wolfinfo.org/EWN/ewn1_g.htm >European Wolf Newsletter Language: German, but with important links for american organizations....cool site

    http://www.wolfpark.org/ > american site from Indiana (Language English)

    http://www.euronatur.org/Wolf.304.0.html > European Wolf Site Language:German and English)

    http://www.wolfsongalaska.org/ > Save the alaskan wolf Language English

    http://www.nabu.de/ > Naturschutzbund Deutschland All arounr german nature (Lang.: German)

    http://www.ifaw.org/ifaw/general/default.aspx?oid=12609 > World Organisation in many Languages

    http://www.nawa.org/ > northa american wolf association Language English

    http://www.wolfmountain.com/aboutwms.htm > american Organisation Language English

    http://www.wolvesontario.org/wolves/american >Organisation from Ontario Language English

    http://www.friendsofanimals.org/news/2004/august/delisting-of-segment-wolves.html >International Organisation Language English



    English Poem

    Alaska's Cry of the Wolf
    Cynthia Minde / Apache Junction AZ

    Have you ever walked outside?
    Have you ever heard a wolf cry?
    The sky is dark and cold,
    Beneath the stars a starving pup,
    No one near for him hold.
    The cry of the wolf is meant to be heard,
    His spirit all around this beautiful world.
    Howling in the night,
    Needing his mother by his side.
    This little wolf gets up wandering around,
    Looking for his mother only not to be found.
    The howling gets louder but no one comes,
    For this little one has no place left to run.
    The little wolf cries with no where to hide,
    He runs and runs without his mother by his side.
    Closer and closer now they are here,
    Oh, what are the chances that they may not fear.
    We were just hungry, so we ate.
    Then one came and my mother met her fate.
    Now they are here,
    We are about to become one,
    In this final frontier.
    Oh, where to run.
    They have no shame,
    They have nothing to gain.
    Once again my mother and I one in the same.
    Now walk outside.
    Have you ever heard a wolf cry?
    Listen closely and you will hear,
    The howling, oh so near.
    One by one they will pass,
    Their cries will be heard at last.
    March 17, 2004
    Always,
    ©Copyrights by WolfWhisper
    HELP SAVE THE WOLVES IN ALASKA / GET INVOLVED!



    German Poem

    An den Menschen

    Einst waren wir Brüder.
    Wir ernährten unsere Jungen mit der gleichen Beute.
    Du lerntest von mir, im Rudel zu jagen, ich
    nahm mir manchmal etwas von Deiner zahmen Beute, die vor Deinem Revier weidete.
    Wir waren Brüder. Ich respektierte Dich und Du mich.
    Doch irgendwann fingst Du an, mich zu hassen. Das Revier und die Beute darin sollte nur Dir allein gehören.
    Und Du jagtest mich ...erbarmungslos...
    Und Du erzähltest Deinen Jungen furchtbare Märchen über mich, auf dass auch sie mich hassen sollen.
    Doch ich bin immer noch da und beobachte Dich, auch wenn Du mich nicht bemerkst.
    Vorsichtig nähere ich mich Dir wieder. immer mit dieser Angst, Dein Zorn könnte sich erneut entfachen.
    Doch ich hasse Dich nicht.
    Ich komme wieder und hoffe, dass Du Dich wieder erinnerst an die Zeit, in der wir Brüder waren.
    Ich hasse Dich nicht, denn ich bin ein Wolf..kein Mensch.
    Ich will nur leben... so wie Du auch.

    woelfin



    Re: WÖLFE

    Anonymous - 20.08.2007, 02:00



    Shot at 2007-08-19






    Wolfswelpen in Brandenburg
    Tierfilmer hat Spuren entdeckt
    COTTBUS In Brandenburg sind seit sehr langer Zeit erstmals wieder Wolfswelpen in freier Wildbahn geboren worden. Spuren des Nachwuchses seien im äußersten Südosten Brandenburgs von einem Tierfilmer entdeckt worden, bestätigte das Wildbiologische Büro Lupus. Es sei der erste Welpenwurf nach mehr als 200 Jahren in Brandenburg, sagte Biologin Ilka Reinhardt. "Mit den ersten brandenburgischen Jungwölfen ist nun auch in der Niederlausitz der Durchbruch bei der Wiederkehr der Wölfe erfolgt", stellte Minister Dietmar Woidke (SPD) fest.

    Jenseits der Brandenburger Landesgrenzen ist Wolfsnachwuchs keine Seltenheit mehr. In der Muskauer Heide in Sachsen wurden in diesem Jahr zwei Würfe entdeckt. Dort wurde der Nachwuchs nach Informationen des Wildbiologischen Büros auch schon gesichtet. Der märkische Nachweis ist laut Reinhardt sicher: Entdeckt habe die Spuren ein Tierfilmer, der im Auftrag des Internationalen Tierschutz-Fonds in der Lausitz arbeitet. "Wenn wir Spuren von Anwohnern gemeldet bekommen, handelt es sich oft um Füchse. Ein geübter Beobachter kann allerdings klar feststellen, ob es sich um Wolfsspuren handelt", erklärte Reinhardt. Seit Februar finden sich in der Zschornoer Heide südlich der Autobahn A 15 Spuren eines Wolfpaares. Woher die Tiere kommen, ist noch unklar.

    "Jetzt geht es darum, Wölfen auch in Brandenburg dauerhaft eine Heimat zu schaffen", sagte Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbund Deutschland. Nicht nur die Behörden, sondern auch Anwohner, Landwirte und Jäger sollten in das Wolfsmanagement einbezogen werden. Insgesamt gehen die Naturschützer in Sachsen und Brandenburg von acht erwachsenen Wölfen aus. Hinzu kämen etwa vier bis maximal zwölf rund einjährige Tiere und eine unbekannte Zahl von Welpen. In West- und Mitteleuropa wurde der Wolf im 19. Jahrhundert fast ausgerottet. Erst seit den 70er Jahren stabilisiert sich die Population in Polen. Anfang der 90er Jahre begann die Wiedereinwanderung auch in die Lausitz. dpa/MAZ

    Informationen unter: www.wolfsregion-lausitz. de



    Re: WÖLFE

    de Zausel - 20.08.2007, 08:20


    lee hat folgendes geschrieben:
    Shot at 2007-08-19


    Wolfswelpen in Brandenburg
    Tierfilmer hat Spuren entdeckt
    COTTBUS In Brandenburg sind seit sehr langer Zeit erstmals wieder Wolfswelpen in freier Wildbahn geboren worden. Spuren des Nachwuchses seien im äußersten Südosten Brandenburgs von einem Tierfilmer entdeckt worden, bestätigte das Wildbiologische Büro Lupus. Es sei der erste Welpenwurf nach mehr als 200 Jahren in Brandenburg, sagte Biologin Ilka Reinhardt. "Mit den ersten brandenburgischen Jungwölfen ist nun auch in der Niederlausitz der Durchbruch bei der Wiederkehr der Wölfe erfolgt", stellte Minister Dietmar Woidke (SPD) fest.

    Jenseits der Brandenburger Landesgrenzen ist Wolfsnachwuchs keine Seltenheit mehr. In der Muskauer Heide in Sachsen wurden in diesem Jahr zwei Würfe entdeckt. Dort wurde der Nachwuchs nach Informationen des Wildbiologischen Büros auch schon gesichtet. Der märkische Nachweis ist laut Reinhardt sicher: Entdeckt habe die Spuren ein Tierfilmer, der im Auftrag des Internationalen Tierschutz-Fonds in der Lausitz arbeitet. "Wenn wir Spuren von Anwohnern gemeldet bekommen, handelt es sich oft um Füchse. Ein geübter Beobachter kann allerdings klar feststellen, ob es sich um Wolfsspuren handelt", erklärte Reinhardt. Seit Februar finden sich in der Zschornoer Heide südlich der Autobahn A 15 Spuren eines Wolfpaares. Woher die Tiere kommen, ist noch unklar.

    "Jetzt geht es darum, Wölfen auch in Brandenburg dauerhaft eine Heimat zu schaffen", sagte Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbund Deutschland. Nicht nur die Behörden, sondern auch Anwohner, Landwirte und Jäger sollten in das Wolfsmanagement einbezogen werden. Insgesamt gehen die Naturschützer in Sachsen und Brandenburg von acht erwachsenen Wölfen aus. Hinzu kämen etwa vier bis maximal zwölf rund einjährige Tiere und eine unbekannte Zahl von Welpen. In West- und Mitteleuropa wurde der Wolf im 19. Jahrhundert fast ausgerottet. Erst seit den 70er Jahren stabilisiert sich die Population in Polen. Anfang der 90er Jahre begann die Wiedereinwanderung auch in die Lausitz. dpa/MAZ

    Informationen unter: www.wolfsregion-lausitz. de

    ICH BIN SOWAS VON STOLZ UND BAFF, ich knuddel dich Lee, das mit dem Bild hast du richtig toll gemacht, geht doch *lächel*,, für andere Wolfs-Themen außer rund um den Tierschutz, haben wir ein eigenes Unterforum, dort ist Hexe Moderatorin und hilft dir gerne weiter *Knuddelz* :big_hase



    Re: WÖLFE

    Anonymous - 13.12.2007, 15:10


    Jäger als »Ersatzwölfe«?
    Von Boris Bürgel


    Wenn Jäger sich als Ersatzwölfe bezeichnen, frage ich mich erst einmal, warum denn die Wölfe überhaupt ersetzt werden müssen. Was ist mit den echten Wölfen passiert? Die Antwort darauf lautet meistens "Sie sind ausgestorben". Ausgestorben, das klingt immer so, als hätten sie Selbstmord begangen oder als wären sie halt einfach verdrängt worden, weil ihnen der Lebensraum genommen wurde. Die Wahrheit ist aber, sie sind ausgestorben worden. Genauer gesagt wurden sie systematisch ausgerottet, vor über 100 Jahren. Und zwar von Jägern. Und dafür gibt es schriftliche Beweise:

    Das Ludwigsburger Tageblatt veröffentlichte am 31.12.1846 eine amtliche Anordnung und Bekanntmachung des königlichen Forstamtes am Stromberg, in der eine Belohnung für diejenigen ausgesetzt wurde, die an Wolfsjagden mitwirken. Auch in anderen Teilen Deutschlands wurde dem "Raubzeug" mit gnadenloser Härte nachgestellt.

    Die illustrierte Jagdzeitung berichtet in der Ausgabe vom 1.11.1876, dass die Finanzverwaltung von Polnisch-Preußen eine Instruktion herausgab, in der es wörtlich hieß: "Zu Ausrottung derer Bären, Wölfe und anderer schädlichen Raubtiere müssen die Forstbediensteten sehr ernstlich angehalten werden." Die Jäger kamen dieser

    Aufforderung gerne nach. Wölfe wurden erschossen, vergiftet, erschlagen, in Gruben gefangen und teilweise bei lebendigem Leibe verbrannt.

    Das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf, in dem der heldenhafte Jäger am Schluss den Wolf erschießt und damit sowohl Rotkäppchen als auch die Großmutter rettet, kann getrost als pure Jägerpropaganda der damaligen Zeit angesehen werden. Gerade deshalb ist es sehr bedauerlich, dass auch heutzutage viele Eltern ihren Kindern immer noch dieses Märchen vorlesen.

    Und heute? Mittlerweile kommen die Wölfe wieder nach Deutschland zurück, ein kleines Rudel ist in der Lausitz heimisch geworden und vor kurzem wurde ein einzelner wilder Wolf im Bramwald in Niedersachsen gesichtet.

    Nun könnte man annehmen, dass sich die Einstellung der Jäger gegenüber den Wölfen geändert hat. Tatsächlich geben die meisten von ihnen an, die Rückkehr der Wölfe zu begrüßen oder zumindest zu tolerieren. Wenn man dann aber mal nachhakt wird ziemlich schnell klar, daß die meisten Jäger Wölfe in ihrem Revier nur dann dulden, wenn sie sie auch bejagen dürfen. Dazu muss man wissen, dass deutsche Jäger momentan viel Geld ausgeben um

    z.B. in Russland auf Wolfsjagd gehen zu können.
    In den letzten Jahren wurden wiederholt aus Osteuropa eingewanderte Wölfe von Jägern erschossen, natürlich nie absichtlich. Nein, es waren Verwechslungen mit wildernden Hunden oder gar Füchsen und in einem Fall wurde es als Hegeabschuss bezeichnet, weil der Wolf angeblich gehumpelt habe. Anfang 2002 wurde in Österreich ein Wolf erschossen - Verwechslung mit einem wildernden Hund, was sonst. Kommentar eines Jägers namens Adolf von Ferlacher:

    "Ich verstehe diese Aufregung nicht! Hauptsache der Schuss hat gepasst. Ein exzelennter Schuss aufs Blatt und weg isser. Wer hat schon die Möglichkeit einen Wolf zu schiessen? Die kommt sicherlich nur einmal im Leben."

    Ich glaube, das muss man nicht weiter kommentieren.

    Seit November 2002 macht ein einzelner Wolf Schlagzeilen, der in Niedersachsen aufgetaucht ist. Das niedersächsische Umweltministerium hat den Wolf unter Schutz gestellt und sogar angeordnet, den Jagdbetrieb stark einzuschränken. Doch dann meldeten sich "Fachleute" zu Wort, die den Wolf doch für gefährlich halten, denn es könne sich um einen entlaufenen Wolf aus einem Gehege handeln, der an Menschen gewöhnt ist und deshalb wurde das Ministerium dazu aufgefordert, den Wolf einfangen zu lassen. Unter dem Gesichtspunkt, dass wegen des Wolfes die Jagd im Bramwald praktisch eingestellt wurde, kann man sich leicht zusammenreimen, wer hinter den sogenannten "Fachleuten" steckt. Nämlich Leute, die den normalen Jagdbetrieb wieder aufnehmen wollen, und da ist der Wolf nur im Weg. Kommentar eines Jägers aus einem Internetforum:

    "Das einzig wahre Kaliber für Wölfe ist 20 cm Stahl mit einem kleinen Griff dran. Mit messerschärfendem gruß, rolf"

    Im Sommer 2002 wurden im bayrischen Wald 2 Wölfe erschossen, die aus einem Gehege ausgebrochen waren und das, obwohl sie keinem Menschen auch nur ein Haar gekrümmt haben und obwohl die Mehrheit der Bevölkerung gegen einen Abschuss war. Auch hier waren es Jäger, die letztendlich das Todesurteil ausgesprochen und vollstreckt haben.

    Es ist schon paradox. Der Mensch ist zum Mond geflogen, hat Atome gespalten, ist aber der Intelligenz zweier unerfahrener Jungwölfe nicht gewachsen. 8 Wochen lang schlugen alle Einfangversuche fehl. Mit dem anschließenden Abschuss der Wölfe unterschrieb die Nationalparkverwaltung ihr eigenes Armutszeugnis. Die beiden Wölfe waren erst 1 Jahr alt. Ihre Verspieltheit und Abenteuerlust kostete sie das Leben.

    Der Indianerhäuptling Chief Dan George sagte einmal: "Wenn Du mit den Tieren sprichst, sprechen sie mit Dir, und ihr werdet euch erkennen. Wenn Du nicht mit ihnen sprichst, wirst Du sie nicht erkennen, und was Du nicht kennst, fürchtest Du. Was man fürchtet, vernichtet man!"

    Jedes Reh, das von einem Wolf gerissen wird, entgeht dadurch den zweibeinigen Jägern. Am deutlichsten wird die Einstellung der Jäger gegenüber Beutekonkurrenten, wenn man sich vor Augen führt, wie Jäger mit den noch nicht ausgerotteten Beutegreifern in Deutschland umgehen.

    Jedes Jahr werden über 600.000 Füchse von Jägern getötet, zum großen Teil noch im Welpenalter vor dem eigenen Bau. Werfen Sie mal einen Blick auf dieses Bild. Das ist ein Container, randvoll mit getöteten Füchsen. Diese schönen und intelligenten Tiere werden das ganze Jahr über erbarmungslos verfolgt und dann wie Müll entsorgt. Das hat nichts mehr mit Naturschutz zu tun und schon gar nicht mit der sogenannten Waidgerechtigkeit. Für diesen Massenmord gibt es einfach keine Rechtfertigung.

    Die Jäger haben die Feldhasen an den Rand der Ausrottung gebracht, geben aber den Füchsen die Schuld am Rückgang der Hasenpopulation und stellen sich nun als die Retter des Niederwilds hin, indem sie die Füchse "scharf bejagen" wie es auf jägerlateinisch heißt.

    Momentan sind die Wölfe dank internationaler Artenschutzabkommen streng geschützt, aber solange Jäger die Herrscher über Leben und Tod in unseren Wäldern spielen, wird es eine Rückkehr der Wölfe nach Deutschland erst dann wirklich geben können, wenn die Jagd abgeschafft ist. Erst dann kann sich ein natürliches Gleichgewicht herstellen. Und ich persönlich habe bei einem Waldspaziergang überhaupt keine Angst vor Wölfen, weil ich weiß, dass sie äußerst scheu sind und Menschen nicht angreifen. Eher habe ich Angst, dass ich von einem Jäger erschossen werde, der mich z.B. mit einem Wildschwein verwechselt.

    Lieber echte Wölfe, statt Ersatzwölfe !



    Re: WÖLFE

    Anonymous - 26.12.2007, 00:04

    Wölfe im Weserbergland?


    Vor etwa fünf Jahren hat das Niedersächsische Landesamt für Ökologie (NLÖ) eine Broschüre mit dem Titel „Wölfe in Niedersachsen?“heraus gegeben.Zugegeben,auch ich habe mich damals gefragt,warum das NLÖ ausgerechnet dem Wolf,einer vor etwa 150 Jahren in Zentraleuropa ausgestorbenen Tierart,ein Faltblatt widmet.

    Die Rückkehr der Wölfe

    Mittlerweile hat sich die Herausgabe des Faltblattes als vorausschauend erwiesen, denn aus Westpolen, wo seit Mitte der 80er-Jahre mehrere Rudel leben, ist ein Wolfspaar nach Sachsen eingewandert.Es lebt schon mehr als drei Jahre auf dem Truppenübungsplatz „Muskauer Heide“ in der Oberlausitz.Zweimal hat die Wölfin bisher Nachwuchs bekommen,so dass mitsamt der Eltern derzeit acht Wölfe auf einem etwa 400 Quadratkilometer großen Territorium stromern.

    Seit im November 2002 sogar ein Wolf im südniedersächsichen Bramwald bei Göttingen gesichtet wurde,ist klar, dass auch in Niedersachsen frei lebende Wölfe bald Wirklichkeit werden könnten.So gehört Niedersachsen nach Brandenburg und Sachsen denn auch zu den wahrscheinlichsten Wolfseinwanderungsgebieten in Deutschland.

    Wölfe sind sehr soziale Tiere.Sie leben in Rudelgemeinschaften aus fünf bis zehn Tieren. Sie ernähren sich hauptsächlich von Rehen,Hirschen, Wildschweinen,Hasen,Füchsen und Kleinsäugern,wie z.B. Mäusen. Auch Aas und Abfälle dienen als Nahrung.Haustiere wie Schafe und Ziegen können dem Wolf ebenfalls als Nahrung dienen, wenn sie für ihn ohne Risiko und große Mühe erreichbar sind.

    Da Wölfe gegenüber dem Menschen eine natürliche Scheu haben, die durch die Jahrhunderte andauernde Verfolgung noch gesteigert wurde, stellt der Wolf für den Menschen keine Gefahr dar. Er fürchtet und meidet ihn, wo er kann.So ist in den vergangenen 50 Jahren kein einziger Fall bekannt geworden,in dem in Mitteleuropa ein Wolf einen Menschen getötet hat. Angst um Leib und Leben sind daher unbegründet.

    Das Wolfsbild in der Geschichte

    Anfangs wurde der Wolf von den Menschen respektiert und zum Teil sogar verehrt. In der Antike hatte er weder bei den Griechen noch bei den Römern einen schlechten Ruf.Den Germanen war der Wolf sogar heilig; ihr oberster Gott Wotan wurde ständig von zwei Wölfen begleitet. Auch die indianischen Völker,besonders die Inuit, hatten ein durchaus normales Verhältnis zum Wolf,in dem sie abwechselnd Beute und Mitjäger sahen.

    Im Nahrungsspektrum des Wolfes liegt der Hauptgrund für seine spätere Verfolgung. Vor allem,weil er das Vieh der Bauern und das Wild der Jagdherren tötete,wurde er mit zunehmender Besiedelung und Nutzung der Landschaft zum Konkurrenten für den Menschen. Das Bild des Wolfes wandelte sich damit zum„bösen Wolf“,dem verteufelten Raubtier.

    Vom Menschen daraufhin über Jahrhunderte erbarmungslos gejagt, wurde der Wolf systematisch ausgerottet.Gedenksteine über die mutmaßlich letzten erlegten Exemplare zeugen noch heute in vielen Orten von den vermeintlich großen Taten der deutschen Jäger.So wurde auch der Wolfsbestand im Solling um 1780 vollständig ausgelöscht.

    Mittlerweile beginnt sich das Wolfsbild aufgrund seiner Schönheit, seines hochentwickeltes Sozialverhaltens und des Mit-gefühls,welches ihm angesichts seiner grausamen,rücksichtslosen Verfolgung entgegen gebracht wird, wieder zu wandeln.

    Wölfe im Weserbergland?

    In weiten Teilen der Bevölkerung besteht der Glaube,Wölfe können nur in menschenleeren, entlegenen Räumen – etwa großen geschlossenen Waldgebieten–leben.Diese Annahme ist falsch. Vielmehr sind die Ansprüche des Wolfes an seinen Lebensraum eher gering. Der Wolf kann überall dort leben,wo es genügend Beutetiere bzw. Nahrung gibt sowie einen Platz,an dem er sich sicher wähnt – einen Ort der als Rückzugsgebiet und zur Jungenaufzucht dient. Hierfür reicht bereits ein kleiner aber undurchdringlicher Fichtenwald,der in Solling und Vogler an unzähligen Stellen zu finden ist.

    Aufgrund der hohen Bestandsdichten an Rehen,Hirschen,Wildschweinen und Füchsen fänden Wölfe in unseren Wäldern auch ein optimales Nahrungsangebot vor.Die Jagd der Wölfe ist übrigens ein selektiver Prozess,da sie vor allem schwache oder kranke Tiere erbeuten.Die Rückkehr des Wolfes wäre daher auch ein Gewinn für das natürliche Raubtier-Beute-Verhältnis in unserer Landschaft.

    Aus ökologischer Sicht ist also auch der Landkreis Holzminden mit seinen hügeligen Waldgebieten als Lebensraum für Wölfe durchaus geeignet.Doch dieser Faktor ist bekanntlich längst nicht mehr der entscheidende im Leben unserer Wildtiere.Vielmehr ist es die Frage,in wie weit wir Menschen wieder bereit sind,den Wolf in unserer Landschaft zu tolerieren.

    Eine ganz entscheidende Rolle bei der Rückkehr des Wolfes spielen die Medien:Nur eine sachliche Berichterstattung mit dem Verzicht auf Sensationsjournalismus ist eine entscheidende Voraussetzung,die nötige Akzeptanz für eine Rückkehr des Wolfes in der Bevölkerung zu erzielen und die zum Teil noch weit verbreiteten Ängste und Vorurteile abzubauen.

    Denn trotz unserer auf den Ergebnissen Jahrzehnte langer wissenschaftlicher Arbeit beruhenden Aufgeklärtheit,spielen menschliche Gefühle –oft noch immer geprägt von Legenden und Mythen – im Umgang mit wild lebenden Tieren nach wie vor eine große Rolle. Dies gilt insbesondere für den Wolf,obwohl eine unmittelbare Konfrontation mit ihm längst der Vergangenheit angehört. Offensichtlich ist es gerade die fehlende Erfahrung mit ihm,die ihn in Mitteleuropa so bestialisch erscheinen lässt. Der Wandel setzt vielmehr dort ein,wo der Wolf bereits lebt. Dort relativieren sich die fest gefügten Vorstellungen,und das Verhältnis zu ihm beginnt sich zu normalisieren.

    Entscheidend für die Zukunft des Wolfes ist im Wesentlichen also die Einstellung von uns Menschen. Einwandern wird der Wolf bei uns früher oder später von alleine – es geht lediglich darum, ihn am Leben zu lassen. Denn was mittlerweile wieder in vielen europäischen Ländern, wie z.B. Polen, Rumänien und Slowenien möglich ist, sollte auch bei uns möglich sein.



    Re: WÖLFE

    Anonymous - 28.12.2007, 17:16

    Brothers under the sun wolf's ( new version)
    Link



    Re: WÖLFE

    Anonymous - 28.12.2007, 17:17

    The Wolves
    Link



    Re: WÖLFE

    Anonymous - 28.12.2007, 17:19

    Dance of wolves
    Link



    Re: WÖLFE

    Anonymous - 12.01.2008, 23:11

    Rückkehr der Wölfe
    http://www.myvideo.de/watch/2692573



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