Eine Theorie vom Präsi

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    Re: Eine Theorie vom Präsi

    aderich - 14.06.2007, 15:00

    Eine Theorie vom Präsi
    Auswirkungen der Entstehung des Mondes auf die Entstehung (intelligenten) Lebens auf der Erde

    Vater-Mond-Theorie

    Über die Entstehung des Mondes gibt es viele Theorien. (Die Theorie von der gleichzeitig neben der Erde stattfindenden Bildung, die Abspaltungstheorie, die Einfang- und die Impacttheorie.) Am anerkanntesten ist die Impacttheorie. Zumal man durch sie das Vorhandensein einer technologisch intelligenten Spezies (Homo sapiens sapiens) auf der Erde erklären kann, wenn man der folgenden Überlegung folgt:

    Vor einigen Milliarden Jahren hatte sich die Erde schon in ihren groben Konturen aus dem Zusammenschmelzen von mehr oder weniger großen Objekten gebildet. Abgesehen von der Oberfläche war sie noch heiß. Da befand sich ein Objekt namens Theia von ungefähr der Größe des Mars, ein sogenanntes Planetesimal, auf Kollisionskurs mit der Erde und schlug ein. Bis jetzt waren noch fast alle Einschläge dieser Art verbunden mit der beinahe kompletten Aufnahme des einschlagenden Objektes. Theia war aber im Verhältnis zur Erde viel zu groß, um ganz mit ihr verschmelzen zu können. Ein großer Teil wurde zurück in den Weltraum hinausgeschleudert und bildete den Mond. So weit geht die bis jetzt bekannte Theorie, die aber nicht berücksichtigt, was dieses Ereignis für die Erde selber bedeutet hat.

    Es ist ja nicht so, dass der Mond und Theia gleich groß waren. Ein großer Teil blieb auf der Erde. (Wobei man davon ausgehen kann, dass ein Teil der Materie auch ins All entwichen ist.) Da es sich bei Theia um ein Objekt mit einer den noch heute existierenden inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars ähnlichen Entwicklungsgeschichte handelte, kann man davon ausgehen, dass Theia einen ähnlichen Aufbau besaß. Sie bestand damit hauptsächlich aus relativ schweren Elementen, die auch schon mehr oder weniger in Schichten angeordnet waren.

    Ein großer Teil Theias und ein Teil der oberen Regionen der Erde verdampften bei dem Aufschlag. Die Erde war unter der Oberfläche glutflüssig. Die Elemente, deren Siedepunkt relativ hoch liegt, kondensierten aus der sich rasch abkühlenden Atmosphäre und flossen in die Mantelregion der Erde. Theia bewegte sich Richtung Erdkern, dem Gravitationszentrum, das sie anzog. Die schweren Elemente, die sich in Theias Kern angesammelt hatten, und nachher nicht Teil des Mondes wurden, drifteten durch den Erdmantel weiter in diese Richtung. Dieses Driften muss eine enorme nach unten gerichtete Strömung verursacht haben, die das obere Mantelmaterial und die Kruste in die Tiefe zog. (Vergleichbar mit einem Luftballon, an dem man von innen zieht.) Dadurch wurde das auf dem flüssigen Mantel schwimmende Gestein, das relativ gleichmäßig auf der ganzen Erde verteilt aus der geladenen Atmosphäre kondensierte, über der Driftzone zusammengeschoben, während die restliche Kruste mehr und mehr ausdünnte. Wie man an den heutigen Subduktionszonen erkennen kann, hat das Absinken von leichtem Krustenmaterial einen Anstieg der vulkanischen Tätigkeit zur Folge. Bei der enormen Masse an Gestein, das in Bewegung war, könnte daraus der Urkontinent auf der Erde entstanden sein. Dieser Kontinent wurde schon während seiner Entstehung ständig in die Tiefe gezogen, und aus allen Richtungen driftete neues Material heran, das sich über, unter und in den Kontinent schob. Aber irgendwann hörte die Sogwirkung auf, entweder weil das absinkende Material beim Erdkern angekommen war, oder die Bewegungen innerhalb des Mantels die Turbulenzen ausgeglichen hatten. (Vielleicht auch beides.) Als das passierte, bewegte sich der Urkontinent nach oben, denn der Kern war ja noch sehr heiß und erhitzte damit die unter dem Kontinent liegen Schichten, die sich daraufhin ausdehnten. Gleichzeitig bewirkte die damals wahrscheinlich sehr aktive wassergefüllte Atmosphäre eine große Erosion, trug also viel Material vom Urkontinent in den Urozean, der sich inzwischen gebildet hatte. Das Wasser dieses Ozeans bewirkte die rasche Abkühlung der obersten Gesteinschicht, so dass sie eine feste Kruste ausbilden konnte, was eine wärmeisolierende Wirkung auf die tieferen Gesteine zur Folge hatte. Diese beiden Entwicklungen, das Hochdrücken durch die Hitze des Erdinnern und das Abtragen durch die Atmosphäre, führte fast zwangsläufig dazu, das der Urkontinent auseinander brechen musste, was den Beginn der heute noch sichtbaren Plattentektonik darstellte.

    Wie oben erwähnt, wurden große Teile Theias und der oberen Erdschichten so stark erhitzt, dass sie verdampften. Dadurch wurden die chemischen Verbindungen, aus denen das Gestein bestand, gelöst, so dass die einzelnen Atome neue Verbindungen eingehen konnten (z. B. H2O, NH3, CH4). Die Erde besaß damals aufgrund ihrer Masse schon eine Atmosphäre aus verschiedenen Gasen. Diese erste Uratmosphäre der Erde wurde durch den Einschlag weggefegt und kurz darauf durch die neue Uratmosphäre ersetzt, diese wird heute als die relevante Uratmosphäre angesehen. Die Atmosphäre wurde mit Energie überflutet, was aufgrund der Reibung zwischen den Unmengen an Staubteilchen und dem in der Atmosphäre befindlichen Wasserdampf zu gewaltigen Gewittern führte. Gleichzeitig verhinderte die hohe Wärmekapazität des Wassers eine zu starke Abkühlung der Erde. Also: Ein sehr dichtes Gemisch aus verschiedenen Gasen und ein Höchstmaß an Energie, was könnte daraus entstehen? Wie mit dem Miller-Experiment erwiesen, können sich aus so einer Gemengelage organische Verbindungen bilden, die Grundbestandteile des Lebens! Theias Einschlag könnte also die Initialzündung für die Entwicklung des Lebens auf der Erde gewesen sein. Diese Entwicklung brachte die Flora und Fauna und damit auch nicht zuletzt den Homo sapiens sapiens hervor.

    Wenn wir das jetzt alles zusammenführen, bedeutet das, dass das Leben auf der Erde vielleicht durch einen epochalen Einschlag entstanden ist, der einerseits auch den Mond der Erde formte und andererseits auch den Urkontinent, der nach einer langen Entwicklungszeit der Lebensraum des Homo sapiens sapiens ist.


    Von
    Matthias Stahnke



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