Tanz des Feuers

Eine Domäne im Nirgendwo
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    Re: Tanz des Feuers

    Hubert - 18.04.2005, 21:29

    Tanz des Feuers
    Der Tanz des Feuers
    Ein Alter Jeep.
    Umringt von altem Holz und übergossen mit Benzin.
    Dreizehn.
    Dreizehn Meter hoch schlugen die Zungen Satans. Wie Tentakel der Hölle ringen sie um die Vorherrschaft – welche von ihnen wohl zu erst den Himmel erreicht hätte?
    Trommeln. Süße Trommeln klangen durch diese hell erleuchtete Nacht. Bestimmt Dreißig Mann standen um den Jeep. Alle zuckten. Rhythmisches Gruppenzucken. Auch ich. Auch ich…
    Mein Blick schlich über die treuen Brüder und Schwestern, meine Geschwister im Blut wie Geiste. Da war er. Dieser Gottverdammte Hurensohn von einem Vampir! Jeder wusste dass dieser Scheißkerl ein verdammter Satansficker war, aber keiner tat etwas deswegen. Warum? Sein noch verfickterer Erzeuger war Erzbischof. Aber heut war es mir egal. Heute würde ich ihm seine Flammen in den Arsch schieben.
    Ich tanzte. Rhythmisch und langsam, beinah gefangen in dieser Trance, tänzelte ich auf ihn zu. Ich tanzte…
    Noch einen Blutdruck entfernt. Nur noch einen Druck, da sprang der Affe los. Er taumelt hin und her und grinste. Er war immer der Erste. Immer. Er sprang ins Feuer und lachte laut. Seine Augen geschlossen sprang er los. Seine Augen geschlossen…
    Es klopfte. Es pochte. Es schrie wie wild „WEG HIER!“, aber nein! Ich Sprang. Mein Augen geschlossen und ich sprang. Jesus fucking Christ! Die Flammen leckten an die Pforte des Himmels und ich Volldepp sprang hinein?! Es war Zeit! Beide, er und ich, wir landeten auf dem Dach des Jeeps. Wir rissen uns ’re Augen auf – beide waren weit offen und schrieen vor Angst und Feuer! Er lachte los. Die Welt um mich herum verblasste. Alles verschwamm. Die Rudel, Gott so viele Rudel, alle waren Silhouetten am Horizont der Baalsfeuer. Die Leiber, unsere Leiber zuckten wild euphorisch, angetrieben durch das Trommeln, was leise, sehr leise durch den Schleier der Agonie des Tiers in meinem Verstand drang. Wir schmissen unsere Körper zusammen, prallten ab und rutschen in die Flammen. Wir rutschen, die Hitze,…welch unerträglich heißer Schmerz?! Die Flamen küssten mein Gesicht, die Feuer leckten meinen Leib frei, legten ihn offen vor die Höllenzungen.
    Spring auf! Zeig’s diesem Bastart Kains! Nichtswürdig! Bring ihm unsere Gerechtigkeit! Führe ihn ins Licht und die Wärme!
    Diese Stimme? Der Herr! Wieder nahm er meine Hand! Ich sprang auf, ich stand auf dem Dach, mein Leib zuckte. Um uns herum, wie die Flammen selbst zuckten einzelne Schatten, Brüder und Schwestern tanzten nun um uns. Uns? Ja! Er stand vor mir. Ich grinste. Meine Augen müssen gebrannt haben. Flammen an meinem Körper. Sie tänzelten wie Schlangen um meinen Leib. Ich genoss. Und er schien es auch. Er genoss! „Für Kain, das Licht dieser Zungen sei dein Verderben!“, mein Schrei wurde von den Flammen verschluckt und ich sprang. Er fiel, weit, weit hinab in die Hölle. Sein Leib zuckte unter dem gebrochenen, geborstenen Holz. Die Flammen leckten sein Leib. Sein Fleisch war gebranntmarkt durch seinen Makel. Ich zuckte wie das Trommeln es mir befahl und stand in der Mitte, umringt von Wolkenkratzer aus Feuert! Das Dach des Jeeps gehörte mir! Ich war der Stärkste. Gottes Sohn, Engel Kains, Heiland des Sabbat! Ich bin der Stärkste! Die Flamme sie tanzten und die Rudel tanzten mit. Ich lächelte. Des Bastards Leib wurde gebrannt herausgeholt, sein Ruhm ist vergangen. Er lebt, irgendwie, aber die Schande ist groß. Langsam legten sich die Flammen und ich ergriff die Hand meiner Schwester und führte sie auf den Thron dieser Nacht. Wir tanzten bis die Flammen vor Erfurcht flohen. Das war ein wirklich erfolgreicher Tanz. Ein Tanz des Feuers. Ich bin der Meister des Feuers. Selbst der Hölle trotze ich, ein jede Nacht auf ’s neue…

    Daniel Lovejoy - Malkavianer antittribu "Des Wahnsinns Heiland"
    Für Nierka, dem dunklen Engel in meinem Tod!



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