Was kann man da tun?

Ruderboot
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    Re: Was kann man da tun?

    Snowcrash - 23.06.2005, 12:04

    Was kann man da tun?
    Eins vorneweg - ich bin niemand, der seine Nase in die Angelegenheiten seiner Nachbarn steckt, aber folgende Geschichte ist mir auf Grund der Hellhörigkeit unserer Wohnung nicht verborgen geblieben.

    Folgendes Problem: Vor ein paar Wochen ist neben uns eine junge Mutter mit ihrem kleinen Kind eingezogen. Dieses ist jetzt ca. 12 Wochen und die Mutter Anfang oder Mitte 20. Nach den ersten Gesprächen habe ich das Gefühl, das die Mutter etwas minderbegabt ist (keine Ahnung, wie ich das formulieren soll, ohne das es beleidigend klingt). Das ist aber nicht das Problem, glaube ich zumindestens. Sie kann einfach nicht mit dem Kind umgehen. Wenn der Kleine schreit, dann brüllt sie in nach wenigen Minuten entnervt an, das er endlich aufhören soll. Das sich niemand beruhigt, wenn er angeschrieen wird, scheint sich ihr nicht zu erschließen. Und da sie auch schon Dinge durch die Wohnung geworfen hat, befürchte ich, das sie dem Kleinen irgendwann etwas antut. Ich habe nämlich auch nicht das Gefühl, das sie eine besondere Bindung zu dem Kind hat. Beispiel: Sie zieht sich im Hausflur die Schuhe an, der Kleine daneben in seiner Wippe schreit sich die Seele aus dem Leib und sie ignoriert ihn einfach. Kein Wort, kein "schhhh" oder ähnliches. Ich meine, ich habe noch keine Kinder - aber ist das normal?
    Jedenfalls blutet mir jedes Mal das Herz, wenn ich den Kleinen schreien höre, vielleicht auch, weil ich selbst gern eins hätte ... :( Ich würde es am liebsten dem Jugendamt melden, weiß aber nicht, ob das nicht übertrieben ist. Andererseits möchte ich auch nicht, das der Kleine leidet.

    Was würdet ihr tun? Weghören? Oder etwas sagen? Aber wem?



    Re: Was kann man da tun?

    gelöschteuserin - 23.06.2005, 12:18


    Ich würd nicht sofort zum Jugendamt rennen. Damit kann man durchaus auch viel kaputt machen.
    Aber versuchs doch mal bei einer Familienberatung.
    Ich hab da mal eben kurz für Dich gegoogelt. ;)
    http://www.sos-kinderdorf.de/portal/sos_beratungszentrum_cottbus,2930.html



    Re: Was kann man da tun?

    blub - 23.06.2005, 13:30


    SatansSister hat folgendes geschrieben: Ich würd nicht sofort zum Jugendamt rennen. Damit kann man durchaus auch viel kaputt machen.
    Aber versuchs doch mal bei einer Familienberatung.
    Ich hab da mal eben kurz für Dich gegoogelt. ;)
    http://www.sos-kinderdorf.de/portal/sos_beratungszentrum_cottbus,2930.html

    Hier stimme ich Sister zu. Beim Jugendamt ist auch immer sehr viel davon abhängig wie bemüht der Sachbearbeiter ist. Statt Hilfestellung wird oft das Kind weggenommen oder aber gar nicht reagiert.



    Re: Was kann man da tun?

    Snowcrash - 23.06.2005, 13:32


    Dankeschön erstmal.

    Das mit dem Jugendamt habe ich mir schon gedacht, mir ist halt nichts anderes eingefallen auf die Schnelle. Aber was dann? Mit ihr reden bringt nichts ...



    Re: Was kann man da tun?

    blub - 23.06.2005, 13:41


    Snowcrash hat folgendes geschrieben: Dankeschön erstmal.

    Das mit dem Jugendamt habe ich mir schon gedacht, mir ist halt nichts anderes eingefallen auf die Schnelle. Aber was dann?

    Versuch es doch mit der Nummer die Sister Dir rausgesucht hat. Die können Dich sicher besser beraten als wir. Mit solchen Fällen werden die bestimmt oft konfrontiert.



    Re: Was kann man da tun?

    Snowcrash - 23.06.2005, 13:46


    Ja ich weiß. Aber das ist dann schon so offiziell, verstehst du? Und ich mag auch nicht anonym irgendwo anrufen, das finde ich feige.

    Ich hatte halt nur gehofft, das vielleicht schon mal jemand mit sowas Erfahrungen gesammelt hat.

    Aber egal, ab nächsten Mittwoch bin ich eh´kaum noch zu Hause. :(



    Re: Was kann man da tun?

    Amarella - 23.06.2005, 20:36


    Snowcrash hat folgendes geschrieben: Ja ich weiß. Aber das ist dann schon so offiziell, verstehst du? Und ich mag auch nicht anonym irgendwo anrufen, das finde ich feige.

    Ich hatte halt nur gehofft, das vielleicht schon mal jemand mit sowas Erfahrungen gesammelt hat.

    Aber egal, ab nächsten Mittwoch bin ich eh´kaum noch zu Hause. :(

    Entschuldige bitte, aber egal darf dir das nicht sein.



    Re: Was kann man da tun?

    blub - 23.06.2005, 20:47


    Wenn Du Dir ernsthaft Sorgen um das Kind machst, solltest Du wirklich was tun.



    Re: Was kann man da tun?

    tao - 25.06.2005, 01:45

    Re: Was kann man da tun?
    Snowcrash hat folgendes geschrieben:
    Folgendes Problem: Vor ein paar Wochen ist neben uns eine junge Mutter mit ihrem kleinen Kind eingezogen. Dieses ist jetzt ca. 12 Wochen und die Mutter Anfang oder Mitte 20. Nach den ersten Gesprächen habe ich das Gefühl, das die Mutter etwas minderbegabt ist (keine Ahnung, wie ich das formulieren soll, ohne das es beleidigend klingt). Das ist aber nicht das Problem, glaube ich zumindestens. Sie kann einfach nicht mit dem Kind umgehen. Wenn der Kleine schreit, dann brüllt sie in nach wenigen Minuten entnervt an, das er endlich aufhören soll. Das sich niemand beruhigt, wenn er angeschrieen wird, scheint sich ihr nicht zu erschließen. Und da sie auch schon Dinge durch die Wohnung geworfen hat, befürchte ich, das sie dem Kleinen irgendwann etwas antut. Ich habe nämlich auch nicht das Gefühl, das sie eine besondere Bindung zu dem Kind hat. Beispiel: Sie zieht sich im Hausflur die Schuhe an, der Kleine daneben in seiner Wippe schreit sich die Seele aus dem Leib und sie ignoriert ihn einfach. Kein Wort, kein "schhhh" oder ähnliches. Ich meine, ich habe noch keine Kinder - aber ist das normal?
    Jedenfalls blutet mir jedes Mal das Herz, wenn ich den Kleinen schreien höre, vielleicht auch, weil ich selbst gern eins hätte ... :( Ich würde es am liebsten dem Jugendamt melden, weiß aber nicht, ob das nicht übertrieben ist. Andererseits möchte ich auch nicht, das der Kleine leidet.

    Was würdet ihr tun? Weghören? Oder etwas sagen? Aber wem?

    Also ich würd erstmal mit Ihr sprechen. Über ihre Lebenssituation und wie toll du ein Kind finden würdest....
    Mal auf eine Tee treffen, wenn das Kind grad schläft.

    Ist sie alleinerziehend oder mit Mann in der Wohnung?

    Also wenn nach einigen Gesprächen mit ihr sich dein Verdacht erhärten sollte, dass sie ihrem Kind was antun könnte, würde ich schon aufs Jugendamt gehen. Und das würde ich ihr dann vorher auch sagen.

    Mir klingt es aber aus deiner Beschreibung eher so, als ware es eine überforderte Mutter die ein bischen Liebe, Entspannung und Unterstützung braucht.



    Re: Was kann man da tun?

    Katherine - 25.06.2005, 11:30


    Mit dem Jugendamt habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht (nämlich keine / kaum Reaktion) - was zum Teil auch daran liegt, dass da Stellen nur für ein Jahr besetzt werden, sie unterbesetzt sind und wildes Rotieren (Wechsel der Zuständigkeiten) somit an der Tagensordnung sind.

    Aber in meinen Augen hängt es sehr vom Sachbearbeiter ab - ich habe auch schon gute getroffen, die sich sehr intensiv um die Kinder gekümmert haben und dabei eine ganze Bandbreite von unterstützenden Maßnahmen einsetzten. Es geht da in meiner Erfahrung nicht darum, die Kinder aus den Familien zu nehmen, mehr helfend im Familiensystem einzugreifen.

    Ehrlich gesagt halte ich das für eine Überforderung von snowcrash da als "stützende Freundin" für ihre ihr bis jetzt unbekannte Nachbarin zu agieren. Nichts gegen ein Gespräch, in dem du ihr sagst, was dir aufgefallen ist und ihr empfiehlst sich Unterstützung zu holen oder ihr anbietest, mal auf den kleinen aufzupassen, wenn du das willst - aber wenn das nichts bringt (was ja zu erwarten ist), dann würde ich einfach mal im Jugendamt vorbei gehen (nicht anrufen). Und sie evtl. auch nach Hilfsangeboten sozialer Institutionen in eurer Gegend fragen, die müssten da eine ganz gute Übersicht haben.

    Bei uns in der Gegend macht eine psychologin der caritas eine kostenlose familien- und erziehungsberatung (die kommt auch 1x die woche nachmittags zu uns in die schule, so dass kinder, die möchten, da hin gehen können), die kirchen und pro familia würden mir noch als anlaufstellen für deine nachbarin einfallen.



    Re: Was kann man da tun?

    Snowcrash - 26.06.2005, 16:48


    Danke für eure Tipps. Leider denke ich nicht, dass es sich hier um einen Fall von Überforderung handelt, sondern um eine Ablehnung des Kindes.

    @ Tao: ich werde garantiert kein Gespräch mit dieser Frau führen, da ich keinen weiteren Kontakt mit ihr möchte. Unsere erste Begegnung im Hausflur endete damit, das ich nach 5 Minuten ihre komplette Leidensgeschichte hinsichtlich des (ungewollten) Kindes kannte. Sie (IQ geschätzt bei 70) vom Freund (Alkoholiker) im 5. Monat verlassen, als klar wurde, dass durch Alkohol etc. vermutlich eine Behinderung vorliegt. Nach ihrer Aussage war es da für eine Abtreibung bereits zu spät. So viel zu mütterlichen Gefühlen. Bestes Beispiel heute Mittag - der Kleine schreit sich mal wieder die Seele aus dem Leib. Sie schreit ihn an, was das denn soll, er solle jetzt gefälligst ruhig sein. Ihre Schwester (oder jemand anderes) war wohl zu Besuch und muss wohl was gesagt haben, worauf als Antwort kam. "Nein, der bleibt jetzt liegen, ich habe keine Lust, den jetzt bei der Hitze durch die Gegend zu schleppen." Wohlgemerkt, der Kleine ist 13 Wochen alt. Was - bitte schön - will man dazu noch sagen.

    @ Katherine: danke für die Tipps, leider bin ich ab Mittwoch nur noch die Wochenenden da und da ist es etwas schlecht, persönlich irgendwo vorbeizugehen. Und ich fürchte fast, dass die Hilfsangebote nicht fruchten werden bzw. sie selbst nicht glaubt, das da ein Problem besteht, denn die Familie bekommt das ja auch mit und unternimmt nichts. Mal schauen, wie sich die Lage entwickelt.



    Re: Was kann man da tun?

    Katherine - 26.06.2005, 21:59


    Nur mal so am Rande: könnt ihr euch nach dem beispiel vorstellen, was einige Kinder am Lernen hindert?

    die habe daheim so viel an päckchen zu tragen, da darf es keinen wundern, wenn schule und lernen unwichtig ist bzw. dafür keine kapazitäten frei sind. und das sind dann auch genau die kinder, die es entweder allein schaffen oder gar nicht, wo du als lehrer nicht auf die mithilfe der eltern hoffen kannst.



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