Geschichte zur Weihnachten.

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    Re: Geschichte zur Weihnachten.

    Reesa - 19.12.2007, 20:49

    Geschichte zur Weihnachten.
    meine Erste Weihnachtsgeschichte. Ich wollte etwas Neues ausdenken, bin aber nicht sicher, ob das geklappt hatte. Es sollte eine Kurzgeschichte werden, daher fällt iher und da eine kleinigkeit.

    Ich hoffe auf ein paar Rückmeldungen.

    Einmal zu Weihnachtszeit

    Rike mochte die kalten nassen Tage nicht, die den Winter ankündigten und auch den Winter mochte sie nicht sonderlich. Winter bedeutete Schnee, noch mehr Kälte, blöde Kinder, die mit Schneebällen rum warfen und natürlich Weihnachten.
    Auf dem Weg von der Schule bedachte sie die ersten Anzeichen des Weihnachtsfestes mit einem mürrischen Blick, es war kaum Oktober und schon tauchten in den Schaufenstern die ersten Weihnachtsmänner und Renntiere auf. Die ersten lächelten unentwegt und die zweiten schleppten voll beladene Schlitten.

    Rike (eigentlich Ulrike Maria) hatte nicht wirklich etwas gegen das Weihnachten, aber irgendwie konnte sie sich noch nie so richtig darauf freuen. Nein, ihre Eltern waren nicht arm, ganz im Gegenteil sie waren ganz vermögend und es mangelte nie an Geschenken.
    Rike durchquerte eine weitere Strasse und hielt an einer Bushalte stelle an. Dass sie mit dem Bus in die Schule und zurück fuhr, war ihre Idee, denn sie hatte keine Lust auf die Alternative. Die Alternative wäre, dass Frank, einer der Angestellten ihres Vaters, sie hin fahren und abholen würde…. in einem großen schwarzen Wagen mit verdunkelten Scheiben. In der Schule würde so etwas für endloses Getuschel sorgen. Und darauf hatte die 15 Jährige Rike ganz sicher keine Lust.

    Der Weg nach Hause war lang genug, um sie von der Schule abzulenken und sie wieder in die düstere Stimmung zu versetzen, in der sie sich schon seit Wochen befand. Ihre Eltern werden auch dieses Weihnachten nicht da ein, wieder eine Geschäftsreise, dieses Mal Taiwan. Oder der war das Thailand? Egal, sie werden nicht da sein.

    (einige Wochen später)

    Lieber Weihnachtsmann….

    Oh, man war das albern! Es gibt gar kein Weihnachtsmann, das wusste Rike, schon seit sie sechs war. Und doch begann sie heute zum hundertsten Mal einen Brief an ihn. Wem soll ich denn sonst schreiben?, überlegte sich das Mädchen.

    Lieber Weihnachtsmann,

    ich weis, dass ich nicht wirklich brav war in diesem Jahr, aber könntest du mir einen Wunsch erfühlen? Nur einen, wirklich! .....

    Sie hielt inne. Was wollte sie eigentlich? Weltfrieden? Nein, wer auch immer, aber der Weihnachtsmann war für so etwas ganz bestimmt nicht zuständig. Das es keine hungernden Kinder mehr gibt? Wieder nein, auch um dieses Problem mussten sich Menschen kümmern und keine Fantasiefiguren. Dass Emma endlich merkt, dass sie eingebildet und dumm ist? Und wieder ein deutliches nein, bei diesem Problem würden alle Fantasiefiguren der Welt machtlos sein.

    Ein Weihnachtsfest? Ja, ein richtiges Weihnachtsfest mit ihren Eltern, mit leiser Musik und der fetten Ganz und Eierpunsch (auch wen Rike keinen Eierpunsch mochte, für ein Fest mit ihrer Familie würde sie gern Opfer bringen).

    … Ein Weihnachtsfest mit meiner Familie, das ist es, was ich will. Wirklich simpel, was? Aber mach dir nicht all zu viel Umstände…. Ich erwarte nicht sehr viel.
    Rike.


    Sie warf noch einen Blick auf den Brief. Oh, Man! Das war schräg! Rike schüttelte den Kopf, wenn sie schon an den Weihnachtsmann schrieb, war sie wirklich inselreif.
    „Ulrike!“, hörte sie von unten die stimme von Gisela, einer ältren Frau, die sich um den Haushalt kümmerte und Essen kocht. Für beides hatte ihre Mutter keine Zeit und ihr Vater schon gar nicht. Ohne Gisela, und da war sich Rike ganz sicher, würde es in diesem Haus überhaupt nichts mehr gehen und wahrscheinlich würden sie alle jämmerlich verhungern.
    Sie eilte nach unten, denn der unwiderstehliche Duft, des Brathähnchens zog sie magisch ins Esszimmer.

    Das Fenster war angekippt, denn draußen war es mild und Ricke wollte, dass das Zimmer gelüftet war, bevor sie wieder hinaufkam, um sich den Hausaufgaben zu widmen. Beim hinausgehen schloss sie die Tür und ein leichter Luftzug flog durch das Zimmer. Es schwebte an dem Bücherschrank vorbei, ließ das Glockenspiel neben dem Fenster singen und schließlich erreichte es den Schreibtisch und rüttelte an dem Zettel, den das Mädchen gerade geschrieben hatte. Ein leises Lachen erklang von nirgendwo und der Zettel wirbelte auf der Stelle.
    Ein zweite Luftzug, dieses Mal vom Fenster her, schubste es an und lies es in die Höhe steigen. Der Zettel tänzelte durch die Luft, machte eine elegante Pirouette und schwebte zum Fenster hinaus. Draußen schwirrte es unentschlossen hin und her, machte ein Looping und segelte schließlich mit dem Wind davon. Irgendwo ertönte wieder ein leises Lachen.


    Bereits am gleichen Abend vergaß Rike, den Wunschzettel und den Weihnachtsmann und auch am nächsten Morgen und die Tage danach verschwendete sie keinen Gedanken an das Unmögliche. Der Flug war gebucht (es war doch Taiwan) und sie erhielten Bestätigung, dass im Hotel ein Zimmer für sie reserviert wurde. Ihr Vater übte die Begrüßung auf Taiwanisch oder vielleicht auch Hochchinesisch und Rike beschlich der Verdacht, dass er anstatt sich vorzustellen, eine Ziege erstatten würde. Ihre Mutter kümmerte sich um die Dekoration im Wohnzimmer. Warum eigentlich?

    „Komm schon, Rike“, meinte ihre Mutter und versuchte ein aufmunterndes Lächeln, „das ist auch das letzte Mal. Versprochen! Nächstes Weihnachten bleiben wir zu Hause. Oder hast du es dir anders überlegt und kommst doch mit uns? Ich kann in zehn Minuten ein Ticket für dich besorgen“, die Frau hielt das Telefon in der Hand. Rike überlegte sich wann sie ihre Mutter zuletzt ohne das Telefon gesehen hatte.
    Rike versuchte es gar nicht etwas zu erwidern, sie hatten das Thema schon an die hundert Mal diskutiert.
    „Es sind nur die paar Tage“, versicherte ihr Vater, „zum Silvester sind wir wieder da.“
    „Na dann bis Sivester“, murmelte Rike giftig und verzog sich in ihr Zimmer.


    Inder Nacht begann es zu scheinen. Zarte weise Flocken rieselten auf die Erde und schon bald war es mit einer dünnen weisen Decke geschmückt. Nach einigen Stunden war die Decke bereits einige Zentimeter dick.

    „Das hat uns gerade noch gefällt“, murmelte der Vater und sah besorgt wie Frank die Scheiben frei kratzte, „das wird ein Vermögen kosten, wenn wir diesen Flug nicht schaffen.“
    „Keine sorgen Schatz“, sagte seine Frau und tätschelte liebevoll den Arm ihre Ehegatten, „ich hab bei dem Flughafen angerufen, Bisher waren alles Flüge pünktlich gestartet.“

    Rike beobachtete wie Frank den Wagen endlich von den Schneemassen befreite und ihre Eltern einstiegen. Zum Flughafen würden sie an die halbe Stunde brauchen und dann… Das Mädchen seufzte und stieg nach unten.
    Gisela war bereits weg, aber sie hatte den Tisch für sie gedeckt und im Backoffen standen warme Brötchen bereit. Das Haus kam Rike auf einmal so riesig und beängstigend vor.

    Sie schlang das Essen herunter und zog sich an. Sie hatte nicht vor den ganzen Tag allein zu hause zu verbringen, der Abend würde genügen. Sie schlenderte durch die Straßen und schlug dann den Weg zum Weihnachtsmarkt ein. Heute war der letzte Tag, an dem es geöffnet war, heute war Heiligabend.
    Auf dem Weihnachtmarkt herrsche reger Betrieb. Rike streifte an den Ständen vorbei, blieb hier und da stehen, betrachtete die Glassbläser bei der Arbeit und kaufte sich eine Tüte gebratener Mandeln.
    Wie jämmerlich, überlegte sich Rike, allen auf dem Weihnachtsmarkt. Aber sie war erst seit knapp sechs Monaten in der Stadt und hatte noch keine Gelegenheit sich Freunde zu machen.

    Schließlich machte sie Kehrt. Sie würde sich auf dem Weg nach Hause ein paar DVD besorgen und sich vor dem Fernseher gemütlich machen. Anschließend würde sie alle Geschenke auspacken, die ihren Namen trugen.

    Sie bog in eine Straße ein und …. Bevor sie es sehen konnte hörte sie es. Ein Auto kam es mit quietschenden Reifen zum stehen. Es schlitterte auf der glatten Fahrbann, drehte sich und rammte Rike, die wie versteinert da stand. Die Mandeln flogen in der Luft, Rike sah wie sie dort unnatürlich lange hängen blieben und dann zu Boden fielen, mit einem ohrenbetäubend lauten Krachen.


    Rike versuchte die Agen zu öffnen. Sie war sich nicht ganz sicher, ob es ihr gelang, denn nach wie vor war sie von etwas weichem, weisen und flauschigen umgeben. Alles um sie herum schien weis und flauschig zu sein. Sie versuchte es (was auch immer es war) auseinander zu schieben, es flog wie Nebelschwaden auseinander und legte die Sicht auf…. einen Schlitten frei. Einen wirklich großen Schlitten, allerdings ohne Renntiere. So etwas wurde man ganz allen dem Weihnachtsmann zu ordnen.
    Sie ging etwas näher und klopfte unsicher gegen das dunkle Holz. Es schien echt zu sein.
    „Es ist auch echt“, ertönte eine Stimme hinter ihr.
    Sie wirbelte rum und erblickte einen groß gewachsene Man, mit dunklem Haar und schönen klaren Gesichtszügen. Die warmen, braunen Augen leuchteten. Der Man trug schwarze Hose und einen karamellfarbenden Rollkragenpullover. Erhielt etwas in der Hand und schien sich zu amüsieren.
    „Wer sind sie?“, fragte Rike und wich ein Stück zurück.
    „Ich?“, der Mann schien ehrlich verwundert zu sein.
    „Ich bin der Weihnachtsmann.“
    Rike stöhnte, anscheinend war sie tatsächlich nicht bei Verstand, das Auto musste sie härter erwischt haben, als sie glaubte. Das Auto!
    „Keine Sorge“, sagte der Man, „du bist bereits im Krankenhaus. Es ist nichts Schlimmes.“

    „Nichts Schlimmes? Und was sind sie dann? Ein Traum?“
    Der Mann lachte, irgendwie kam Rike das Lachen bekannt vor.
    „Nein, nicht ganz… Ich nutze nur die Gelegenheit, um mit dir zu reden.“
    „Mit mir?! Warum?“
    „Deswegen“, der Mann hielt ihr etwas entgegen. Rike nahm es in die Hand. Es war doch ihr Wunschzettel am den Weihnachtsmann!
    „Woher….“
    „Du hast es mir doch geschrieben“, erklärte der Mann.
    „Nun mal langsam…. Sie sind der Weihnachtsmann? Soll das vielleicht witzig sein?“
    „Nein. Ich bin der Weihnachtsmann.“
    „Aber…“
    “nun bin ich aber mit *oh, komm schon* dran. Du bist doch keine vier mehr. Die Verkleidung ist für die Kleinen gedacht, aber wenn du willst…“
    “Nein, nein, lassen Sie das…. Was wollen Sie eigentlich von mir?“
    „Deinen Wunsch erfühlen. Na ja… der Zeitpunkt ist wirklich miserabel und die Umstände…. Na ja… könnte besser sein. Aber du warst ganz schön spät mit seinem Wunsch, so etwas Kompliziertes ist sehr viel schwieriger zu bewerkstelligen, als ein neuer Fahrrad, glaube mir.“
    „Das warst du? Das mit dem Auto?“

    „Wieder, nicht so ganz… es wäre sowieso passiert, aber etwas später… wenn du zu sich kommst wirst du schon sehen warum ich es etwas beschleunigt habe.“
    „Und nun? Soll das heißen ich kriege es? Das Weihnachtsfest mit meinen Eltern?“
    Der Mann nickte.
    “Ja, du kriegst es, obwohl, wie du schon selbst bemerkt hast, du nicht sonderlich brav warst in diesem Jahr. Aber bevor ich dich wieder nach unten schicke, will ich dir etwas Zeigen….“
    Der Mann kam an den Schlitten, beugte sich hinein und zerrte einen großen Roten Sack heraus. Er öffnete es und fing an da drin rum zu kramen.
    „Nein, nein, und wieder nein….. wo war es denn nur? Fahrrad, und noch ein Fahrrad… was machen denn die Socken hier? Die blöden Waschmaschinen! Immer wieder das Gleiche, als ob ich nicht genug Probleme hätte…. Ahhhhh, da haben wir es doch!“
    Er tauchte wieder auf und zog einen riesigen Flachbildfernseher heraus. Es hatte epische Ausmaße und würde nie im Leben in den roten Sack passen, aus dem er gerade gezogen wurde.

    „Es wird immer schwieriger, mitzuhalten“, beschwerte sich der Weihnachtsmann, während er der Fernbedienung werkelte, „halbes Jahr geht für Fortbildungskurse drauf, und dann muss man auf die Markenrechte achten und sonst noch was.“
    Endlich erschien auf den Bildschirm ein Bild, das ein kleines, schmutziges Dorf zeigte. Es wo auch immer es lag es war warm dort, und die Menschen schienen an die Hitze gewöhnt zu sein.
    „Was ist das?“
    „Das Dorf, wo ein Mädchen Namens Tina lebt.“
    „Und?“
    “Sie hatte auch ein Wunsch. Allerdings nicht an mich, sondern an einen Gott mit einem fürchterlich schwierigen Namen, aber letztendlich laufen die Wünsche so wieso an einer Stelle zusammen.“
    “Etwa bei dir?“
    „Nein, ich bin so etwas wie einer der führenden Mitarbeiter einer großen FIRMA, die Wünsche gehen bei dem großen Boss ein und die anderen kümmern sich drum dass sie nach Möglichkeit ausgeführt werden.“
    „Ich verstehe überhaupt nichts“
    „Macht nichts… du hast sehr viel Zeit bevor du bei uns anfängst.“
    „Bei euch anfangen!?“

    „Ups!… tun wir mal so, als ob ich nichts gesagt habe. Also wieder zur Tina… sie hatte einen Wunsch und zwar, dass zwei ganz bestimmte Menschen immer glücklich sein mögen.“
    „Ich laufe Gefahr mich zu wiederholen, aber … und?“
    „Diese Menschen sind deine Eltern.“
    “Meine Eltern? Was haben sie denn damit zu tun?“
    „Das weist du nicht? Wirklich? Hast du dich nie gefragt, was sie so machen?“
    Rika senkte den Blick. Nein, dass hat sich nie gefragt.
    „Durch ihre Arbeit, hat Tina und auch ihre Familie ein Dach über dem Kopf, einen Brunnen in ihrem Dorf und die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Die Schule haben, übrigens, auch deine Eltern bauen lassen.“
    „Das ist ihre Arbeit?!“

    “Nicht direkt, aber sie kümmern sich darum dass aus ihrem Geld etwas gemacht wird. Sie haben mit dir nie darüber gesprochen? Nicht war?“
    „Nein haben sie nicht…. auch wenn… hätte ich wahrscheinlich nicht zugehört“, murmelte Rika bedrückt.
    „Ich werde auf die andren Dörfer verzichten“, verkündete der Mann, „ es sind noch einige … und in jedem lebt mindestens ein Kind, dass ihnen dieses Jahr Glück gewünscht hat. Dank ihnen bist du noch am Leben… denn ohne dich wären deine Eltern ja nicht sonderlich glücklich…“
    Rika versuchte nicht zu weinen, auch wenn sie den riesigen Kloß in Hals spürte.
    „Mach dir bloß keine Vorwürfe, du lernst das alles noch. Und jetzt, muss du so langsam runter, deine Eltern werden jeden Augenblick da sein…“
    “Meine Eltern? Aber sie sind doch….“
    “Sie sind auf dem Weg ins Krankenhaus. Den Rest erzählen sie dir schon.“

    “Und wie komme ich nach unten?“
    „Durch die Nebelschwaden und dann nach rechts, du kannst es nicht verfehlen“, der Man deutete hinter sich, „bis dann, wir sehen uns!“
    “Was soll das heißen?“
    „Sagen wir mal so, du hast große Chancen zu einer wirklich erfolgreichen Mitarbeiterin der FIRMA zu werden, Aber Pss! Ich habe dir nichts gesagt.“
    Rika schüttelte verwirrt den Kopf und schritt durch die Nebelbank, dann drehte sie sich nach rechts und fand sich wieder im Nebel. Ein Lachen, dass Rika so bekannt vorkam, schallte durch das Nebel.
    „Sie alles fallen immer wieder drauf rein….Luft anhalten – es geht ab!“

    Der Boden (oder was auch immer es war) sackte unter Rikas Füßen weg und sie Stürzte nach unten. Ein berauschendes Glücksgefühl ergriff das Mädchen, sie breitete die Arme aus und genoss den Fall. Dann war es weg.
    Es war warn, das Licht schien aus weiter Entfernung zu fallen und war warm und weich.
    „Wo ist sie?“, hörte sie die besorgte Sinne ihrer Mutter.
    „Zimmer 12.“
    Die Tür glitt auf und das Licht wurde für ein Moment heller.
    „Kleines?“
    „Mom?“
    „Rike!“
    Ihre Mutter flog durch Zimmer und sank vor dem Bett auf die Knie, warme Hände ergriffen Rikes Hand.
    „Was machst du denn für Sachen“, die Stimme ihres Vaters ertönte von der Tür, die wieder geöffnet und geschlossen wurde.
    Und schon im nächsten Augenblick war er da und seine großen rauen Hände tätschelten ihre Wange.
    „Wie kommt ihr den hier her? Ihr müsst doch im Flugzeug sein…“
    “Wir waren auch schon im Flugzeug, als wir den Anruf bekamen, dass du hier bist. Man wartete noch auf die letzten Passagiere…. Wir sind sofort hierher….Frank war schon weg, also haben wir ein Taxi genommen…“, ihre Mutter redete so schnell, dass sie sich dauernd verhaspelte.
    „Paar Minuten Später wären wir schon in der Luft“, sagte der Vater, „nicht auszudenken…“

    Rike schloss die Augen. Ein paar Minuten später… Deshalb also…. Dass sie dem Mann aus ihrem Traum glaubte, überraschte sie nicht im Geringsten. Es war doch die normalste Sache der Welt… und außerdem hatte er doch tatsächlich Recht.

    „Bleibt ihr hier?“, fragte Rike zaghaft.
    Ihre Eltern sahen sich an und nickten.
    „Natürlich.“
    „Aber du hast doch gesagt…“
    “Unwichtig! Du bist unser allergrößter Schatz“, sagte der Vater ernst, „alles andere ist unwichtig.“

    Aus dem Flur ertönte leise Musik: „Stille Nacht….“, es wurde lauter, als eine Schwester hineinkam mit einem Tablett in den Händen.
    „Das kleine Fräulein ist also wach? Na dann ist ja gut“, sagte sie freundlich, „ich bringe Eierpunsch, schließlich ist heute Heiligabend. Du bekommst was anderes“, lachte sie und drückte Rike ein Glas Orangensaft in die Hand.
    Dann sah sich in dem sonst leeren Zimmer um und schüttelte den Kopf.
    “Wart mal“, sie drückte das Tablett Rikes Vater in die Hände und dann löste sie Bremsen des Bettes und schob es zum Ausgang.
    „Im Gemeinschaftsraum ist es bestimmt lustiger“, sagte sie lächelnd, „ein paar Kratzer, ein gebrochenes Bein und geprellten Rippen sind noch kein Vorwand hier in der Dunkelheit zu hocken.“
    Sie schob das Bett in einen großen Raum, am Ende des Flurs. Hier standen bereits zwei andere Betten, beide mit Frauen, die sich von den OP’ s erholten, einige andren Patienten waren um ein paar Tische versammelt, die schlicht, aber hübsch gedeckt waren.

    „Es gibt gebratene Ganz und Kartoffeln“, sagte die Schwester. Rikes Eltern schafften ein Tisch an ihr Bett und machten es ich gemütlich.
    „Ich hohle was zu essen“, sagte der Vater, „und ihr beide hübschen läuft mir nicht weg.“

    Rike lachte, was eigentlich wehtat, aber sie ignorierte den Schmerz. Sie hatte ihr Weihnachtsfest. Eierpunsch, die Ganz und ihre Eltern. Ein bisschen anders hatte sie es sich schon vorgestellt, aber egal… sie war glücklich. Ihre Mutter hielt ihre Hand und lächelte, ihr Vater kam zurück mit drei Portionen verfürerisch aussehenden Ganz und Kartoffeln, auf dem Tisch stand Eierpunsch…. Rike schloss die Augen.
    „Danke“, flüsterte sie in Gedanken.
    „Gern geschehen“, kam die kaum wahrnehmbare Antwort zurück, „ich habe improvisieren müssen, aber es ist doch ganz gut geworden?“ Ein lachen ertönte, doch außer Rike hörte es keiner. Sie öffnete die Augen und nahm ein Teller vor ihrem Vater entgegen.

    Aus dem Radio ertönte „Jingle Balls“ und Rike summte mit, dann stimmte ihre Mutter ein und nach einigen Sekunden sang jeder im Raum mit.

    ENDE



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