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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: der SL Forum: Hârnmaster by Ralf aus dem Unterforum: Spielberichte Antworten: 1 Forum gestartet am: Sonntag 27.02.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: von geldeheim nach hlen Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 11 Monaten, 28 Tagen, 13 Stunden, 34 Minuten
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Re: von geldeheim nach hlen
der SL - 31.03.2005, 19:21von geldeheim nach hlen
Auszug aus dem Tagebuch von Magnus von der Luft. Bibliothek zu Cherafir.
3. Buch: Nach Osten
Die "Iseide"
13.-17. Agrazar
Wir haben uns in Geldeheim umgesehen und schnell festgestellt, daß es zwar viele interessante Dinge zu sehen und zu kaufen gibt, es aber ohne genügend Geld sinnlos ist, seine Zeit damit zu vergeuden, sich anzusehen, was man nicht erwerben kann. Und, nebenbei gesagt, steht mir der Sinn nicht nach Besitz und Luxus. Vielmehr sehne ich mich nach der Bibliothek meines Ordens und einer intellektuellen Herausforderung. Da kommt es mir gerade recht, daß unser neuer Mitstreiter, Ebran von Vil, ein Save K'nor Priester und Freund im Geiste, sich bereit erklärte, uns in der ivinischen Sprache zu unterrichten; uns, das heißt Secundus, Tyra, Cale und mich. Das Erlernen einer Fremdsprache ist sehr aufwendig, wie ich feststellen muß und ich habe ja immer noch die Option Tongue of Pvara zu wirken, um mich zu verständigen. Nur das mit der Magie ist immer so eine Sache und was man kann, das kann man. Auch ist es nach Monaten endlich wieder eine geistige Herausforderung, und so frage ich Ebran ständig nach Wörtern, Ausprüchen oder der richtigen Aussprache. Ebran ist ein guter, geduldiger Lehrer. Und so vergehen die Tage in der "Boot" in Geldeheim. Ach ja, Tyra fragt unseren Wirt Selbral nach Seryel. Diesen Namen scheint er aber noch nie gehört zu haben.
16. Agrazar
Die „Iselde" läuft in den Hafen von Geldeheim ein. Es ist eine Nivik, wie auch die "Flutschäre" und die "Schreimöve" und sie sieht vertrauenswürdig aus. Bei den Geldeheimern heißt sie jedoch nur "Brotkorb" - eine merkwürdige Herabwürdigung dieses Schiffes. Der Steuermann der „Iselde“, Thartris, ist glücklicherweise des hârnischen mächtig und so kann Jamila einen guten Preis aushandeln: von den verlangten 420 pf bezahlen wir nur 210 pf, davon die Hälfte in Bernstein - ohne Jamila wären wir wahrscheinlich schon längst pleite, obwohl ich den Verdacht habe, daß sie immer ein Paar Prozente für sich selbst abzweigt.
18.-27. Agrazar
Wir gehen an Bord der "Iselde". Kapitän Brünald von Brakdor empfängt uns mit einer "das Gesetz bin ich" Rede - aber er scheint ein erfahrener Seemann zu sein. Dann rudert die Mannschaft bei wunderschönem Wetter aus dem Fjord. Die Mannschaft besteht außer dem Kapitän und dem Steuermann aus neun Matrosen, alles rauhe Gesellen, aber gute Seeleute: Naut der Koch, Otris, Hudson, Tomoral, Feiden, Heidigel, Harben, Kobalt und Ovashel.
Eine leichte Brise sorgt für eine ruhige Fahrt. Steuerbord gleitet die Küste von Orbaal dahin und hier und da sieht man kleine Ansiedlungen, an denen wir aber keinen Halt einlegen. Je mehr wir uns dem offenen Meer nähern, desto stärker wird der Wind. Kapitän Brünald läßt trotzdem Vollzeug setzen und peitscht das Schiff gen Osten. Mit dem Wind kommt auch der Regen. Außer Thule und mir geht es allen schlecht: Secundus, Thyra, Ebran und Jamila werden Seekrank - Jamila erwischt es besonders heftig - und Cale wird schon wieder krank - diesmal ist es eine Erkältung; er scheint an das Leben als Abenteurer noch nicht gewöhnt zu sein, aber das wird er schon noch. Diese Lektion mußte ich auch lernen.
Am 20. Agrazar verschwindet Härn am Horizont und nun sehen wir Ober Tage hinweg außer einem weiteren Schiff am Horizont nur noch das Meer. Ein Traum ging in Erfüllung, seit ich als Kind mit Sven dem Fischer vor den Küsten Ghyrefals segelte. Diese Fahrten sind meine schönsten Kindheitserinnerungen und beeinflußten mich wohl auch später dem Orden der Odivshe beizutreten. Das Wasser faszinierte mich immer schon und ich wollte ganz in seine Materie eintauchen. Jetzt bin ich von Wasser umgeben - das Meer ringsum, der Regen... Stundenlang stand ich am Bug der "Iselde", ließ mir den Wind und den Regen ins Gesicht wehen und sinnierte Ober das Element Wasser. Welch besseren Ort könnte es geben. Daß wir nur wenig zu Essen hatten, störte mich nur wenig. Es war die fruchtbarste Zeit meines Lebens und Save K'nor persönlich muß mir bei gestanden haben. Von meinen Ideen, die ich am Bug der "Iselde" hatte zehrte ich bis an mein Lebensende. Gewiß, die harte Forschungsarbeit begann erst später, aber alles lief auf die Ideen aus dieser Zeit hinaus. So dachte ich an einen "Kälteschild", der mich durch ätherisches Wasser und Kälte vor der Wüstensonne und sogar Feuer schützen sollte. Aber das ist ein anderes Kapitel und wurde in dem Werk Die Zeit als Satia-Mavari, ein unerschöpflicher Erfahrungsschatz von mir veröffentlicht und ist in meinem Orden in Chyrefal einsehbar.
In Orbaal heißt der Kapitän eines Schiffes "Steuermann" und der Steuermann ist der Stellvertretende Steuermann. Ich halte mich jedoch an die melderynsche Rangbezeichnung Kapitän und Steuermann.
Evanekin
27. Agrazar
Land Steuerbord voraus! Es ist ein schöner warmer Sommerabend und wir haben es geschafft. Unsere vertraute Welt liegt hinter uns und eine Neue erwartet uns. Wir sind alle erleichtert und aufgeregt zugleich, umarmen und beglückwünschen uns und jeder schickt ein Dankgebet zu seinem Gott. Abends ankern wir in Küstennähe.
28. Agrazar
Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenaufgang erreichen wir Evanekin. Eine gewaltige Festung erhebt sich über der Stadt. Diese Stadt scheint so groß zu sein wie Thay. Als wir näher kommen sehen wir den Hafen. So etwas habe ich noch nie gesehen: Hafenmolen reichen weit ins Meer; davor liegen künstlich angelegte Wellenbrecher, die den Hafen vor schwerem Seegang schützen; es richt nach Teer und Pech aus den Werften; der Hafen scheint in einen Handelshafen und einen Kriegshafen unterteilt zu sein; in beiden liegen hunderte von Schiffen; besonders beeindruckend ist die chelembische Kriegsflotte, die wohl aus nahezu 300 Schiffen besteht. Etwa die Hälfte sind die uns bekannten Niviks, die wohl vor allem an der Küste patrouillieren. Daneben gibt es riesige Hochseekriegsschiffe, die ich noch nie vorher gesehen habe. Einige sind mit einem eisernen Rammsporn und bis zu 200 Ruder ausgerüstet, um gegnerische Schiffe zu versenken, andere haben Türme für Bogenschützen, Torsionsgeschütze oder durch Winden getrieben Enterbrücken um gegnerische Schiffe zu kapern. Diese Flotte ist in der Lage, jede andere Flotte mit einem Schlag zu vernichten und den Staat, der so unvorsichtig war, Chelemby den Krieg zu erklären, mit gezielten Landeoperationen zur Kapitulation zu zwingen. Glücklicherweise
scheint Chelemby keine Ambitionen in Melderyn, meiner Heimat, zu haben.
Als wir nach der langen Seefahrt endlich wieder Land betreten, schwanken wir noch wie Betrunkene. Zwei Wachen fragen uns höflich, aber bestimmt nach dem Grund unseres Aufenthalts in Evanekin und warnen uns davor, Unruhe zu stiften. Wir müssen wohl wie eine ziemlich wilde Söldnertruppe aussehen, da ich diese Warnung in letzter Zeit schon öfters gehört habe. Trotz des Sprachunterrichts mit Ebran verstehe ich fast nichts, aber so langsam höre ich mich in die Sprache ein. Noch auf der Hafenmole sprechen uns fünf junge Männer an. Ebran versteht deren Dialekt wohl nicht auf anhieb und erwidert etwas, was die fünf erheitert.
Am Hafen liegt ein großes Handwerkerviertel, in dem alles erdenkliche hergestellt wird. Dort ist auch ein großer Markt, auf dem vor allem Importe aus fernen Ländern und Agrarprodukte angeboten werden. Leider können wir uns nichts leisten und so ziehen wir uns in eine etwas ruhigere Seitenstraße zurück und besprechen das weitere Vorgehen. In Anbetracht der Tatsache, daß wir pleite sind, beschließen wir, uns sofort um eine Passage nach Borin zu kümmern. Da nur Ebran einigermaßen gut ivinisch spricht, ziehe ich mit ihm los, während die anderen warten. Zuerst versuchen wir es in der Taverne "Camelopard" und im Inn "Checkas". Aber dort sind kaum Seeleute. Dann gehen wir zu dem Handelshafen und fragen direkt bei den Schiffsbesatzungen. Dort haben wir Glück: gleich die erste Besatzung, die wir fragen, schickt uns zu einer Hafentaverne, die keinen Namen hat; dort sollen wir ihren Kapitän treffen. Der "Inn" hatte schon mal bessere Zeiten erlebt. Drinnen ist es dunkel und stickig, die Einrichtung ist verwahrlost. Es riecht nach Schweiß, Alkohol und Erbrochenem - nicht gerade der Ort, an dem ich mich wohl fühle. Kapitän Feien ist sturz betrunken. Er ist schon ziemlich alt und stinkt. Wir handeln zwar eine Passage nach Borin für 140 pf aus, aber ich habe so meine Zweifel, ob er überhaupt verstanden hat, was wir wollen oder ob er auch nur in der Lage ist, ein Schiff zu führen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Da wir nicht mehr über eine große Barschaft verfügen, versuchen Ebran, Jamila und ich erst mal, unsere Bernstein zu verkaufen. Das scheint nicht so einfach zu sein. Jedesmal, wenn wir einen Bernstein vorzeigen, rümpft man die Nase. Ein Juwelier macht uns dann klar, daß Bernsteine hier nicht viel wert seien und man überhaupt nur Handel treiben dürfe, wenn man Gildenmitglied ist und setzt uns vor die Tür. Der Versuch, auf dem Markt Vorrate mit Bernstein zu bezahlen führt fast zu unserer Verhaftung. Na ja, das wäre auch nur ein weiteres Gefängnis, das wir besichtigen. Es ist nicht einfach, wenn man Sitten, Gebräuche und Gesetze nicht kennt. Also sammeln wir unser letztes Barvermögen und kaufen Vorräte für etwa 11 Tage für 120 pf.
29. Agrazar
Wir nutzen den Morgen, um mit anderen Kapitänen über eine Passage nach Borin zu verhandeln: Die "Seestern" würde bis Genia fahren und der "springende Wal" bis Ifania - beide verlangen weit mehr, als wir uns leisten können. Also gehen wir zur "ebenen Planke" von Kapitän Feien. Erst jetzt fällt uns auf, in welch erbärmlichen Zustand die "ebene Planke" ist. Feien scheint zwar wieder nüchtern zu sein, seine 7 Mann starke Besatzung jedoch nicht. Dann stellt sich heraus, daß Feien sich nicht an die ausgehandelten 140 pf erinnern kann, wie ich schon befürchtete, und er Borin gar nicht kenne. Schließlich einigen wir uns in Ermangelung an Alternativen auf 2 Bernsteine und 20 pf sofort und die gleiche Summe bei Ankunft in Borin. Mittags legen wir ab.
Borin
29. Agrazar - 10. Azura
Bis heute frage ich mich, wie wir diese Fahrt überlebt haben: Die "ebene Planke" war ständig kurz vor dem Untergang und Feien wußte nicht wirklich, wo er hin fuhr. Die Zeit verbrachten wir hauptsächlich mit Wasser schöpfen, nicht einmal den 6. Azura konnte ich zu Ehren Save K'nors feiern - und mehr gibt es nicht zu berichten.
10. Azura
Save K'nor sei dank, wir erreichen unbeschadet Borin! Feien wirft uns von Bord und segelt sofort davon, als hätte er Naveh persönlich gesehen. Aber wir sind froh an Land zu sein. Borin ist eine größere Siedlung mit einer Holzpalisade. Die meisten Gebäude sind Langhäuser, die jeweils einen Clan beherbergen. Die Torwache warnt uns davor, Unfrieden zu stiften - mal ganz was neues - und teilt uns mit, daß in Borin der Clan Trith herrscht. Wir befinden uns jetzt im Reich Harbaal, in dem ein ivinischer Dialekt gesprochen wird, von dem ich kein Wort verstehe, aber Ebran kann sich einigermaßen verständlich machen - eine glückliche Fügung, daß er vor unserer Reise in den Osten zu uns stieß.
Thule bemerkt, daß es hier vor einiger Zeit einen großen Brand gegeben hat - Krieg oder Unfall? Wir erreichen den Hauptplatz, von dem kreuzförmig die Hauptstraßen Borins abzweigen. Dort steht auch ein großes, vierstöckiges Rundhaus - Handelshaus, Clanhaus und Inn zugleich. Kyeri vom Clan Girsen und Sohn des Clanführers empfängt uns freundlich mit einem Freibier für jeden. Wir essen erstmal einen heißen Hirsebrei, der uns köstlich erscheint nach Wochen kalter Trockennahrung. Als wir uns nach Hlen erkundigen, verweist man uns an den Clan Jalsen, der wohl Karawanen ausrüstet und alles verkauft, was man auf Reisen benötigt. Merkwürdig ist, daß die Freundlichkeit nachläßt, wenn wir unsere Namen nennen.
Auf der Suche nach dem Clanhaus von Jalsen finden wir einen Haleatempel. Tyra ist außer sich vor Freude und so beschließen wir, zunächst den Tempel aufzusuchen. Ein glücklicher Zufall, wie sich herausstellt, da die Haleapriesterin, Heril von Pymil, wie wir aus Harn stammt. Froh darüber, eine vertraute Sprache zu hören, unterhalten wir uns lange mit ihr. Sie erklärt uns die Clanstruktur von Harbaal und daß Clan lose nicht viel zählen. Das scheint auch der Grund für den Stimmungsumbruch zu sein, wenn wir unsere Namen nennen. Dann erzählt sie uns die Gerüchte aus Hlen: Dort soll es Unruhen und Überfälle geben und Fabelwesen tauchen wie aus dem nichts auf. Wir scheinen eine erste heiße Spur von Panaga gefunden zu haben, denn es scheint sicher, daß Panaga dahinter steckt. Schließlich verweist auch sie uns an den Clan Jalsen.
Harsen vom Clan Jalsen erklärt sich bereit, uns für 15 Bernsteine etwas für die Reise
zusammenzustellen. Erschöpft von der langen Reise mieten wir zwei Zimmer im Rundhaus für 7 pf.
Da es hier Sitte ist, daß Frauen und Männer strikt getrennt nächtigen, bekommen Jamila und Thyra
ein Zimmer, während ich mir mit Thule, Ebran, Secundus und Cale das andere Zimmer teile. Ach, es ist herrlich, sich mal wieder richtig waschen und rasieren zu können und das warme Essen und ein richtiges Bier steigert unsere Moral.
11. Azura
Nach geruhsamen Nacht und einem üppigen Frühstück sucht uns Harsen auf und bietet uns einen Handkarren und genügend Proviant für die Reise nach Hlen an. Wir sind zu erschöpft, um ernsthaft mit ihm zu feilschen und alle wohl auch froh, das Ende unserer Reise bald erreicht zu haben, was immer auf uns dort wartet.
Den Tag verbringen wir mit einem Rundgang durch Borin. Da sich unsere desolate finanzielle Lage herumgesprochen hat, stoßen wir überall auf Ablehnung. Es gibt Fischhändler, Fleischer, Töpfer, Schmiede, Händler und und sogar einen Kartograph. Secundus entdeckt einen Peonitempel und nutzt die Zeit für sein Seelenheil.
Wir erfahren auch noch einiges über Hlen: Es mehren sich die Übel Stämme auf Reisende nach Hlen. Auch soll es dort einen Schrein eines unbekannten Gottes geben, der für die sich häufenden "Geistererscheinungen" verantwortlich gemacht wird. Kymar vom Clan Pelström, Herrscher in Hlen, geht wenig erfolgreich gegen die aufrührerischen Stämme vor. Erfolgreicher dagegen scheint er bei der blutigen Unterdrückung der eigenen Untertanen zu sein, die es wagen, solchen "Hirngespinsten" Glauben zu schenken.
Auch wenn ich an diese besonderen "Erscheinungen" glaube, steckt doch Panaga dahinter, müssen wir in Hlen äußerst besonnen vorgehen und dürfen auf keinen Fall offen nach dem Schrein und den Erscheinungen fragen. Ich hoffe nur, daß uns nicht wieder eine unbesonnene Bemerkung in Schwierigkeiten bringt, wie schon so oft.
Das letzte Kapitel der langen Reisen in den Osten
12. Azura - 6. Halane
Beim ersten Hahnenschrei des 12. Azura machen wir uns reisefertig. Cale und Thule ziehen den Karren, Ebran und ich helfen an den Radern und Secundus schiebt, während Jamila und Tyra die Vorhut bilden. Es geht am Fluß entlang. Die ersten zwei Tage sind noch hart – unsere Muskeln müssen sich nach dem langen nichts tun auf der Seereise wieder an die Reise gewöhnen, aber dann schaffen wir unser Tagespensum, wie in den Zeiten der langen Reise nach Kiraz und zurück.
Am 17. Azura verlassen wir den Fluß und es wird hügliger. Wir achten darauf trockenes Brennmaterial mitzunehmen, als am 19. Azura bergauf geht. Am 21. Azura überqueren wir das eiskalte Wasser des Zahl. Danach geht es steil bergauf. dem schneebedeckten Paß entgegen, den wir am 25. Azura erreichen.
Bergab ist die Reise mit dem Handkarren noch anstrengender, aber keiner klagt mit dem Ziel Hlen vor Augen. Am 26. Azura überqueren wir den Denzai, der fast noch kälter ist, als der Zahl.
Westlich des Gebirges ist es kühler und trockener. Trotzdem erreichen wir am Jahreszeit ungewöhnlich grünes Tal. Dann endlich am 6. Halane sehen wir unser lang ersehntes Ziel: Hlen. Ebran und ich feiern diesen Tag mit einem ausgedehnten Gebet an Save K´nor, der uns beistand. erreichten wir doch unser Ziel an seinem Tag.
4. Buch: Panaga
Der Hinterhalt bei Hlen
7. Halane
Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg nach Hlen, das wir am Mittag erreichen wollen, immer auf der Hut vor den "aufrührerischen Stammen".
Unserem Instinkt, durch zahlreiche Kampfe entwickelt, ist es zu verdanken, daß wir eine kleine, kaum wahrnehmbare Bewegung bemerkten und duckten uns nur einen Augenblick bevor drei Speere und ein Pfeil dicht neben uns einschlugen. Jetzt zeigte sich die langjährige Kampferfahrung von Thule, Jamila, Thyra und mir:
Ohne zu zögern setzten wir zu unserem koordinierten Gegenangriff an, den wir nicht mehr besprechen mußten - jeder kannte seine Aufgabe. Die Anzahl der Geschosse gab uns eine ungefähre Vorstellung von der Anzahl der Angreifer und deren Standort.
Secundus mußte es als einziger alleine mit einem Gegner hinten links aufnehmen, den er nach wenigen Finten mit seinem Speer aufspießte. Ebran und ich griffen den Gegner hinten rechts an, den Ebran verwundete und den ich mit Breath of Dhivu niederstreckte - Ebran gab ihm den Gnadenstoß. Vorne rechts nahmen es Thule und Thyra mit einem Gegner auf, der durch einen mächtigen Schwerthieb Thules niedergestreckt wurde. Vorne links hatten Jamila und Cale weniger Glück, da der Bogenschütze durch einen weiteren versteckten Speerkampfer gedeckt wurde.
Die Kampfe waren noch voll im Gange, als ich aus dem Augenwinkel eine Feuerkugel sah, die glücklicherweise niemanden von uns traf. Mir war sofort klar: Ein Peleahni! Jetzt wurde die Lage kritisch, als der Peleahni, mit einem Feuerschwert bewaffnet, seinen Brigantenfreunden gegen Cale und Jamila zu Hilfe eilte. Die vom Pech verfolgte Jamila traf das Feuerschwert im Gesicht und setzte sie außer Gefecht. Secundus, Thule, Thyra und ich kamen dem umringten Cale zu Hilfe, Ebran zerrte Jamila aus der Gefahrenzone und behandelte ihre Brandwunde. Nur kurz darauf wurde Secundus von einem Speer niedergestreckt. Während Thyra, die sich zu einer richtigen Kriegerin entwickelt hat, griff den Bogenschützen an, um ihn daran zu hindern, weitere Pfeile zu verschießen. Das Blatt wendete sich wieder zu unseren Gunsten, als ich mit einem weiteren Breath of Dhivu den Bogenschützen niederstreckte. Thyra sprang leider nicht schnell genug beiseite und wurde teilweise von der Kälte erfaßt. Aber jetzt hatten wir wieder Oberwasser. Wahrend ich den Speerkämpfer beschäftigte der mich fast erwischte, rangen Cale, Thule und Thyra den Peleahni nieder. Mein Gegner konnte leider entkommen. Trotz allem war dies ein Paradebeispiel für die Abwehr eines Hinterhalts und zeigte erneut unsere Kampferfahrung. leider trat auch unsere Schwache zu Tage: Der Verlust von Temric, Pandain und Mylain - alles erfahrene Krieger - wog schwer und unser Arzt war zu schwer verwundet worden, um effektiv unsere Wunden zu behandeln.
Nachdem Ebran mein Speerwunde behandelt hatte, nahm ich den toten Peleahni in Augenschein. Sein Fokus, ein roter, zerbrochener Halbedelstein, der wie Flammen aussah, lieferte den letzten Beweis. Er hatte viele verheilte Wunden, war also schon in zahlreiche Kampfe verwickelt. Seine Handlung mißachtete das erste Gesetz der Shek-Pvar: Bringe nicht die Mißachtung der Kvikir (normale Menschen) über deine Brüder, noch schaffe dir mit deinen Künsten einen Platz über jenen. Das bedeutet, daß er von seinem Orden zum
Renegat (Abtrünniger Shek Pvar) erklärt worden sein muß und es die Pflicht jedes Shek Pvar ist, ihn zur Strecke zu bringen. Es erfüllt mich mit Stolz, eine solche Aufgabe bereits als
Satia-Mavari (Geselle, Lehrling) mit Hilfe meiner Gefährten erfüllt zu haben.
Natürlich stellt sich mir sogleich die Frage, warum ein Peleahni zu einem billigen Briganten
geworden ist und uns überfiel. Gibt es zwischen ihm und Panaga einen Zusammenhang? Panaga ist zweifellos ein mächtiger Shek Pvar. War der Peleahni gar sein Schüler und wenn ja, gibt es noch weitere Schüler Panagas, mit denen wir es aufnehmen müssen. Wenn diese Theorie den Tatsachen entsprechen sollte, haben wir ein echtes Problem: Ein unverwundbarer Panaga geschützt durch seine Schülern - das ist bestimmt kein ermunternder Gedanke.
Die anderen Briganten waren als Stammesangehörige verkleidet. Wer könnte ein Interesse daran haben, die Stamme und Hlen gegeneinander auszuspielen? Ein Plan von Panaga? Und war der Überfall auf uns ein Zufall oder eine gezielte Aktion gegen uns? Selbst wenn es Zufall war, weiß derjenige, der dahinter steckt, nun von uns und wenn es Panaga ist, müssen wir auf der Hut sein.
Viele Fragen und keine Antwort. Aber eines steht fest: Der große Kampf gegen Panaga nähert sich seinem Anfang und es ist sehr unwahrscheinlich, daß wir Panaga alleine und unvorbereitet antreffen.
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