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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Red-Revolution - RoiSoleil Forum: politikFORUM.fx.to Forenbeschreibung: Plattform für politische Diskussion und Information aus dem Unterforum: Wirtschaft - Finanzen - Steuern - Arbeit Antworten: 4 Forum gestartet am: Samstag 26.02.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Die Reichen besitzen immer Mehr!! Letzte Antwort: vor 18 Jahren, 29 Tagen, 12 Stunden,
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Re: Die Reichen besitzen immer Mehr!!
Red-Revolution - 26.02.2005, 23:53Die Reichen besitzen immer Mehr!!
Viele Bundesbürger wären überrascht, wenn sie erfahren würden, wie riech sie im Durchschnitt sind. Im Jahre 1993 belief sich der Bestand an Ersparnissen der Privathaushalte auf rund 2 000 Milliarden Euro – etwa 1 850 Milliarden Euro entfielen auf die Westbürger, rund 150 Milliarden auf die Bürger in den neuen Bundesländern. Im Durchschnitt besaß jeder bundesdeutsche Haushalt ein Vermögen von etwa 66000 Euro – allerdings nur im Durchschnitt, in Wirklichkeit sieht die Verteilung dieses Privatvermögens ganz anders aus…
Seit 1949 nimmt der Anteil der reichsten zehn Prozent unter den bundesdeutschen Haushalten am Gesamtvermögen der Republik ständig zu. 1969 besaßen diese Haushalte rund 48 Prozent des Gesamtvermögens. Dieser Anteil erhöhte sich bis zum Jahre 1982 auf 52 Prozent. Im Jahre 1993 konzentrierten die zehn Prozent der reichsten Haushalte bereits 58 Prozent des Gesamtvermögens auf sich. Diese ungleiche Verteilung des Geldvermögens wird noch durch Zinsen für die Vermögensanlagen verstärkt: So entfielen 32 Prozent aller Einahmen aus Zinsen und Dividenden im Jahre 1993 auf zwei Prozent der Haushalt, zwei Drittel aller Haushalte teilen sich 16 Prozent aller Einkünfte aus Zinsen und Dividenden. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt, wer die Entwicklung bei der Verteilung des Produktivvermögens in der BRD untersucht. Auch hierzu gibt es pikanterweise kaum aktuelles Material. Es gibt eigentlich nur eine Studie, die in den vergangenen Jahrzehnten angefertigt wurde und die so profund ist, dass man aus ihr weit reichende Schlussfolgerungen ziehen kann. Es handelt sich um ein Gutachten, das Professor Wilhelm Krelle im Jahre 1968 für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erstellte. Das Ergebnis brachte ein extremes Missverhältnis an den Tag. Im Jahre 1968 besaßen danach 1,7 Prozent der Haushalte rund 70 Prozent des Produktivvermögens in der BRD (Produktivvermögen, das reproduzierbare Sachvermögen der Unternehmen, v. a. deren (industrielle) Anlagen, Vorräte und Fertiglager)
Diese Zahl verursachte damals in der Öffentlichkeit einen Aufschrei der Empörung, kann man solche Zahlen doch in erster Linie von sogenannten Bananenrepubliken in Mittelamerika
Dabei wird diese Zahl aus dem Jahre 1968 erst richtig bemerkenswert, wenn man weiss, dass alle Beobachter, unabhängig von ihrer parteipolitischen Couleur, davon ausgehen, dass die genannten 1,7 Prozent der Haushalte heute weit mehr als 70 Prozent des Produktivvermögens besitzen, denn die Konzentration des Vermögens hat sich seither noch verstärkt. Doch damit nicht genug: Diese ungleiche Verteilung des Produktivvermögens wurde in den vergangen sechs Jahren auf die neuen Bundesländer übertragen, weil die Treuhandanstalt die ihr anvertrauten rund 8000 staatlichen Betriebe der ehemaligen DDR zu einem beträchtlichen Teil meistbietend verkaufte – und wer sollten diese Meistbietenden gewesen sein, wenn nicht jene 1,7 Prozent der Haushalte, die schon in den alten Bundesländern mehr als 70 Prozent des Produktivvermögens besitzen????
(W.Kessler: Wirtschaften im dritten Jahrtausend)
Re: Die Reichen besitzen immer Mehr!!
RoiSoleil - 27.02.2005, 16:45Re: Die Reichen besitzen immer Mehr!!
Red-Revolution hat folgendes geschrieben: Viele Bundesbürger wären überrascht, wenn sie erfahren würden, wie riech sie im Durchschnitt sind. Im Jahre 1993 belief sich der Bestand an Ersparnissen der Privathaushalte auf rund 2 000 Milliarden Euro – etwa 1 850 Milliarden Euro entfielen auf die Westbürger, rund 150 Milliarden auf die Bürger in den neuen Bundesländern. Im Durchschnitt besaß jeder bundesdeutsche Haushalt ein Vermögen von etwa 66000 Euro – allerdings nur im Durchschnitt, in Wirklichkeit sieht die Verteilung dieses Privatvermögens ganz anders aus…
Seit 1949 nimmt der Anteil der reichsten zehn Prozent unter den bundesdeutschen Haushalten am Gesamtvermögen der Republik ständig zu. 1969 besaßen diese Haushalte rund 48 Prozent des Gesamtvermögens. Dieser Anteil erhöhte sich bis zum Jahre 1982 auf 52 Prozent. Im Jahre 1993 konzentrierten die zehn Prozent der reichsten Haushalte bereits 58 Prozent des Gesamtvermögens auf sich. Diese ungleiche Verteilung des Geldvermögens wird noch durch Zinsen für die Vermögensanlagen verstärkt: So entfielen 32 Prozent aller Einahmen aus Zinsen und Dividenden im Jahre 1993 auf zwei Prozent der Haushalt, zwei Drittel aller Haushalte teilen sich 16 Prozent aller Einkünfte aus Zinsen und Dividenden. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt, wer die Entwicklung bei der Verteilung des Produktivvermögens in der BRD untersucht. Auch hierzu gibt es pikanterweise kaum aktuelles Material. Es gibt eigentlich nur eine Studie, die in den vergangenen Jahrzehnten angefertigt wurde und die so profund ist, dass man aus ihr weit reichende Schlussfolgerungen ziehen kann. Es handelt sich um ein Gutachten, das Professor Wilhelm Krelle im Jahre 1968 für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erstellte. Das Ergebnis brachte ein extremes Missverhältnis an den Tag. Im Jahre 1968 besaßen danach 1,7 Prozent der Haushalte rund 70 Prozent des Produktivvermögens in der BRD (Produktivvermögen, das reproduzierbare Sachvermögen der Unternehmen, v. a. deren (industrielle) Anlagen, Vorräte und Fertiglager)
Diese Zahl verursachte damals in der Öffentlichkeit einen Aufschrei der Empörung, kann man solche Zahlen doch in erster Linie von sogenannten Bananenrepubliken in Mittelamerika
Dabei wird diese Zahl aus dem Jahre 1968 erst richtig bemerkenswert, wenn man weiss, dass alle Beobachter, unabhängig von ihrer parteipolitischen Couleur, davon ausgehen, dass die genannten 1,7 Prozent der Haushalte heute weit mehr als 70 Prozent des Produktivvermögens besitzen, denn die Konzentration des Vermögens hat sich seither noch verstärkt. Doch damit nicht genug: Diese ungleiche Verteilung des Produktivvermögens wurde in den vergangen sechs Jahren auf die neuen Bundesländer übertragen, weil die Treuhandanstalt die ihr anvertrauten rund 8000 staatlichen Betriebe der ehemaligen DDR zu einem beträchtlichen Teil meistbietend verkaufte – und wer sollten diese Meistbietenden gewesen sein, wenn nicht jene 1,7 Prozent der Haushalte, die schon in den alten Bundesländern mehr als 70 Prozent des Produktivvermögens besitzen????
(W.Kessler: Wirtschaften im dritten Jahrtausend)
Das wissen wir doch alle, dass die Reichen reicher werden. :lol:
Re: Die Reichen besitzen immer Mehr!!
Red-Revolution - 27.02.2005, 17:13
Diesem gilt es jedoch entgegen zu wirken. Produktivvermögen ist die Quelle dauernden Reichtums. Also gilt es diese gerecht zu verteilen, vielleicht durch Förderung der Subsiztens.... Erreichung der Autarkie jedes einzelnen?? :roll:
Re: Die Reichen besitzen immer Mehr!!
RoiSoleil - 27.02.2005, 20:54
Red-Revolution hat folgendes geschrieben: Diesem gilt es jedoch entgegen zu wirken. Produktivvermögen ist die Quelle dauernden Reichtums. Also gilt es diese gerecht zu verteilen, vielleicht durch Förderung der Subsiztens.... Erreichung der Autarkie jedes einzelnen?? :roll:
Klingt schön und gut. Jedoch wird es dazu nicht kommen, weil es keine Umstruktrierung gibt bei der Kapitalertragssteuer. :wink:
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