Verfügbare Informationen zu "SS (Schutzstaffel)"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Markus Giersch Forum: F R O N T e.V. Forenbeschreibung: -> zur Homepage bitte hier klicken aus dem Unterforum: Antworten: 1 Forum gestartet am: Donnerstag 27.07.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: SS (Schutzstaffel) Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 4 Monaten, 5 Tagen, 10 Stunden, 32 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "SS (Schutzstaffel)"
Re: SS (Schutzstaffel)
Markus Giersch - 23.11.2007, 21:59SS (Schutzstaffel)
Schutzstaffel (SS)
Die Schutzstaffel (SS) war von 1934 bis 1945 eine eigenständige, paramilitärische Organisation innerhalb der NSDAP, deren Teil-Organisationen maßgeblich am Holocaust beteiligt waren.
SS - Geschichte
Die Stabswache und der Stoßtrupp Adolf Hitler
Im Mai 1923 bildete Adolf Hitler aus ausgewählten SA-Angehörigen die kurzlebige Stabswache Berlin.
Nachdem sich Hermann Ehrhardt bereits Mitte 1923 mit Ernst Röhm und Hitler überworfen hatte, wurde aus 12 SA-Angehörigen der Stoßtrupp Adolf Hitler gebildet, der Hitler vor Übergriffen der parteieigenen Sturmabteilungen schützen sollte.
Dem Stoßtrupp Adolf Hitler standen zwei ehemalige Angehörige der Stabswache vor, die zuvor der Brigade Ehrhardt angehört hatten: Julius Schreck und Joseph Berchtold. Die anderen Mitglieder waren: Ulrich Graf, Emil Maurice, Christian Weber, Josef Dietrich, Rudolf Heß, Jakob Grimminger und Walter Buch, Karl Fiehler, die ebenfalls Freikorpseinheiten angehört hatten.
Gründung der Schutzstaffel
Im Mai 1925 bildete Julius Schreck, später erster Reichsführer-SS, im Auftrag Hitlers eine Einheit aus acht Angehörigen des Stoßtrupps, die den Kern der späteren SS bilden sollten, darunter Rudolf Hess, Hermann Göring und Josef „Sepp“ Dietrich. Den Namen Schutzstaffel schlug der damalige SA-Führer Hermann Göring in Anlehnung an eine Fliegerbegleitstaffel Manfred von Richthofens vor. Die Aufgaben der Organisation beschrieb Hitler in einem Führerbefehl vom 7. November 1930 wie folgt: „Die Aufgabe der SS ist zunächst die Ausübung des Polizeidienstes innerhalb der Partei.“
Konkurrenz zur SA
Mit einer Beschränkung der Sollstärke auf 10% der Sturmabteilung wollte die SA-Führung die SS kleinhalten. In den Reichsgauen durfte mit dem Aufbau einer Schutzstaffel erst begonnen werden, wenn der Aufbau eines vollständigen SA-Sturmes abgeschlossen war. Mit Ausnahme Berlins, wo die SS die doppelte Stärke haben sollte, wurde die Sollstärke auf höchstens zehn Männer und einen Führer festgelegt.
Unzufrieden mit diesen Regelungen und darüber, dass die SA die ihr unterstellte SS niedrige Aufgaben erledigen ließ, trat der zweite Reichsführer-SS, Josef Berchtold, 1927 zurück. Berchtolds Nachfolger wurde Erhardt Heiden, der ein 27-jähriges Mitglied der Röhmschen Reichskriegsflagge zu seinem Stellvertreter ernannte: Heinrich Himmler. Heiden wurde von der SA und ihrer Führung nicht ernst genommen. Die SA bestand in den Augen der SS nur aus „Rabauken“, während die SA die SS als „feine Pinkel“ betrachtete. Am 5. Januar 1929 trat auch Heiden als Reichsführer SS zurück.
Die SS als eigenständige Organisation
Zunächst der SA unterstellt, entwickelte sie sich zu einer Organisation mit „Polizeifunktionen“ innerhalb der NSDAP. Mit der Berufung Heinrich Himmlers zum Reichsführer-SS 1929 begann ein grundlegender Wandel der Organisation. Als bislang kleine Gruppierung von wenigen hundert Mann innerhalb der SA sollte sie nach Himmler zur Kampftruppe der NSDAP ausgebaut werden, „ein nationalsozialistischer, soldatischer Orden nordisch bestimmter Männer, von denen jeder bedingungslos jeden Befehl befolgt, der vom Führer kommt.“ Die SS wurde gleichzeitig zu einer Elite- und einer Massenorganisation. Schon 1932 war sie auf rund 52.000 und ein Jahr später auf gut 204.000 Mitglieder angewachsen.
Der elitäre Charakter zeigte sich in den rassebiologischen und weltanschaulichen Kriterien, die erfüllt werden mussten, um der SS angehören zu können. Die SS sollte als „Sippengemeinschaft“ eine Verkörperung der nationalsozialistischen Herrenmenschenideologie darstellen und als „Bewahrer der Blutsreinheit“ zur Keimzelle der nordischen Rassendominanz werden. Die Auswahlkriterien beschränkten sich daher nicht auf die Bewerber selbst, auch Ehefrauen der SS-Mitglieder wurden hinsichtlich ihrer „Rassenreinheit“ überprüft. Die Ideologie der SS als Führungsorden manifestierte sich auch an der Anlehnung an Vorstellungen mittelalterlicher Rittergemeinschaften, mit der sie sich durch Rituale in Weihestätten oder Symbole wie den SS-Totenkopfring und die Verwendung verschiedener Runensymbole (heute umgangssprachlich als: “SS-Runen” bezeichnet) oder den Ehrendolch eine quasireligiöse Dimension zu geben versuchte.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erhielt die SS mit SA und Stahlhelm polizeiliche Privilegien zur Verfolgung politischer Gegner. Im April 1933 befanden sich bereits über 25.000 Regimegegner in „Schutzhaft“. SA und SS begannen mit der Errichtung erster Konzentrationslager (KZ) in Dachau und Oranienburg (Sachsenhausen).
Am 30. Juni und 1. Juli 1934 ermordeten die bewaffneten SS-Verbände Leibstandarte-SS Adolf Hitler und SS-Totenkopfverbände im Rahmen des Röhm-Putsches die Führung der SA sowie zahlreiche politische Gegner, darunter viele aus dem konservativen Lager. Am 20. Juli 1934 erklärte Hitler: „Im Hinblick auf die großen Verdienste der SS, besonders im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 30. Juni 1934, erhebe ich dieselbe zu einer selbständigen Organisation im Rahmen der NSDAP.“ Die SS übernahm nun in alleiniger Verantwortung die Zuständigkeit für alle Konzentrationslager (KZ) im Reich, die bis dahin teilweise noch von der SA kontrolliert worden waren. Die SS-Totenkopf-Verbände wurden nun ausschließlich mit der Bewachung der Lager beauftragt.
Im November 1934 wurde das Prinz-Albrecht-Palais in der Wilhelmstraße 102 in Berlin in den Komplex der Gebäude an der Prinz-Albrecht-Straße 8 miteinbezogen und zum Sitz des Sicherheitsdienstes des Reichsführers-SS.
Ab 1935 benannten sich die Verwaltungseinheiten der SS in Allgemeine-SS um. Sie wollten sich dadurch von ihren inzwischen bewaffneten Verbänden, der SS-Verfügungstruppe und den SS-Totenkopfverbänden unterscheiden, die später die Waffen-SS bildeten. Diese Allgemeine-SS, nun auch Heimat- oder Schwarze-SS genannt, unterstand nun dem neuen Kommandoamt der Allgemeinen-SS in Berlin.
Damit kam es zur klassischen Dreiteilung der SS, die informell bis 1945 Bestand hatte:
Allgemeine-SS
SS-Totenkopf-Standarten
SS-Verfügungstruppe
Der Begriff „SS“ bildete ab 1939/40 den „Dachverband“ für verschiedene Hauptämter und deren Unterabteilungen:
Das Führungshauptamt (FHA) war die betriebliche Stabsstelle (Hauptquartier) der SS. Es leitete und verwaltete die Offiziers-Schulen, medizinische Versorgung, Transportvorgänge, Lohnzahlungen und Ausrüstungen.
Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA) hatte die Aufgabe, eine „rassisch wertvolle“ Führungselite herauszubilden.
Das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) war die zentrale Stelle zur Ausübung der polizeilichen Funktionen der SS.
Das SD-Amt Reinhard Heydrichs diente als Geheimdienst zur Bekämpfung äußerer wie innerer Gegner und zur Bespitzelung der Bevölkerung.
Die Sicherheitspolizei (Sipo) war für die Kriminal- und die Geheime Staatspolizei (Gestapo) zuständig.
Militärischer Zweig der SS war die aus Verfügungstruppen und Totenkopf-Verbänden gebildete Waffen-SS.
Das Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA) steuerte die Konzentrationslager und deren Konstruktion und verwaltete die SS-eigenen Industrien, Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe.
Quelle : http://www.rotefront.de/FrontVerein/1/SS.htm
Kommentar: :kotzen:
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum F R O N T e.V.
Krankenkassen - gepostet von Markus Giersch am Montag 12.11.2007
Mindestlohn - gepostet von pitbull am Sonntag 29.10.2006
Neues "Wir" Gefühl... Aber wie?!? - gepostet von Markus Giersch am Dienstag 27.02.2007
Löschung? - gepostet von Karl am Samstag 24.02.2007
Rote Front e.V. Gründung - gepostet von administrator am Freitag 01.09.2006
Ähnliche Beiträge wie "SS (Schutzstaffel)"

