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Re: ui-manabi3/Lernkurs für Deutsche/Japani. Grammatik/Satzbau
Christian Slater - 10.04.2005, 14:34ui-manabi3/Lernkurs für Deutsche/Japani. Grammatik/Satzbau
Wortstellung im Satz
Der einfache japanische Hauptsatz konstruiert sich so, daß vorne in mehr oder weniger beliebiger Reihenfolge alles mögliche kommt, was der Sprecher sagen will, und am Schluß das Verb, eventuell noch gefolgt von ein paar Partikeln: "ka" am Ende bedeutet, daß der Satz davor eine Frage ist, "yo" ist eine Verstärkung (so eine Art Ausrufezeichen), "wa ne" wird oft von Frauen (nicht von Männern!) als Soundword benutzt etc.
Bevor wir zu Mustersätzen kommen, brauchen wir noch ein paar Strukturwörter.
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Fragewörter
Wer: dare (normal), donata (höflich)
Was: nan oder nani (sind gleich, nur verschiedene Aussprache, je nachdem, was danach kommt)
Wo: doko
Wohin: doko ni oder doko he (bedeuten mehr oder weniger das gleiche)
Wann: itsu (aber wenn man nach Datum oder Uhrzeit fragt: "nan ji" = "um wieviel Uhr", "nan youbi" = "an welchem Wochentag", "nan nichi" = "an welchem Tag im Monat" etc.)
Seit wann: itsu kara. Beispiel: Seit wann bist Du in Japan - Istu kara NIHON ni iru no (PL2).
Bis wann: itsu made
Was für ein: donna
Welches: dore
Welche(r): dono
Wieviel(e): ikutsu
Wie teuer (wieviel kostet...): ikura
Warum: doushite oder naze
Wie oft - gibt es nicht. Man muß fragen: wie oft pro Tag - ichi nichi ni nan kai / wie oft pro Jahr - ichi nen ni nan kai / wie oft alle 2 Wochen - ni shuukan ni nan kai / wie oft pro Monat - ichi kagetsu ni nan kai usw.
Wie: Bei einer Frage der Art wie ist / war <etwas>, heißt wie dou (PL2, PL3) oder ikaga (PL4). Beispiel: Wie war es in Japan? - NIHON ha dou deshita ka. Wie ist das Essen? - Ryouri ha dou desu ka.
Man kann damit auch fragen: Wie wäre es mit ... / hätten Sie gerne .... Beispiel: Hätten Sie gerne etwas Tee? - O-cha ha ikaga desu ka.
Wie + Adjektiv: dono gurai + Adjektiv. Beispiel: Wie groß war es? - Dono gurai ookikatta desu ka?
Mit den Fragewörtern kann man im Japanischen mehr anstellen als im Deutschen.
Fragewort + mo + Verneinung: nani mo + verneintes Verb = nichts. Dare mo + verneintes Verb = niemand. Doko ni mo + verneintes Verb = nirgendwo hin. Usw.
Itsu made mo - für immer.
Nan do mo oder Nan kai mo - viele Male.
Fragewort + ka = irgend...: nani ka = irgendwas. Dare ka = irgendwer. Usw. Beispiel: Haben Sie im Restaurant (irgend-) etwas gegessen? - Resutoran de nani ka mo tabemashita ka.
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Demonstrativpronomen
"der die das" gibt es nicht, wohl aber "dieses hier, das da" usw. Die japanische Sprache hat bezüglich dieser Demonstrativpronomen einen sehr logischen Aufbau. In der folgenden Tabelle finden Sie auch einige der obigen Fragewörter wieder.
Pronomen - japanisch deutsch Bsp. (japanisch) Bsp. (deutsch)
kore dies / das hier (beim Sprecher) kore ha otoko no hito desu dies ist ein Mann
sore dies / das dort (beim Zuhörer) sore ha kodomo desu das (bei Ihnen) ist ein Kind
are das da (weit weg von beiden) are ha onna no hito desu das (da hinten) ist eine Frau
dore welches dore ha densha desu ka welches ist der Zug?
kono diese(r/s) (beim Sprecher) kono hito ha ookii desu dieser Mann ist groß
sono diese(r/s) (beim Zuhörer) sono kodomo ha wakai desu dieses Kind (bei Ihnen) ist jung
ano das / jene(r/s) (weit weg von beiden) ano onna no hito ha kirei desu diese Frau (dort drüben) ist schön
dono welche(r/s) dono densha desu ka welcher Zug ist es?
Zu "kore", "sore", "are" und "dore" gibt es auch noch höfliche Formen: kochira, sochira, achira und dochira.
Es gibt noch mehr dieser Pronomina, aber dieses sind die wichtigsten.
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Sein
"sein" - "ich bin" - "du bist", "wir sind" usw. ist im Japanischen ein Hilfsverb. Nichtsdesto trotz wird es meistens so ähnlich verwendet, wie wir das gewohnt sind. Hier die Konjugation (PL2 / PL3):
Konjugation von "sein"
Gegenwart affirmativ Gegenwart negativ Vergangenheit aff. Vergangenheit neg.
PL2 da deha nai datta deha nakatta
PL3 desu deha arimasen deshita deha arimasen deshita
PL4 de gozaimasu de gozaimasen de gozaimashita de gozaimasen deshita
Das "ha" wird (in diesem Fällen) jeweils "wa" gesprochen.
Unmittelbar vor "da / desu" kommt (meistens) keine Partikel, auf jeden Fall niemals "ha", "ga", "ni", "he" und "wo".
da tritt noch in einer sehr formalen Variation auf: de aru (PL2) bzw. de arimasu (PL3). Und da "gozaimasu" die PL4-Form von "arimasu" ist, ergibt sich die PL4-Form von "da", wie aus obiger Tabelle ersichtlich, zu "de gozaimasu".
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Einfache Beispielsätze
> Das ist Herr Hayashi: kochira ha hayashi-san desu. (Der Bindestrich vor "san" wird im Japanischen nicht geschrieben.)
Die Grammatik dazu:
Die Partikel ha (gesprochen "wa") zeigt an, um was es in diesem Satz geht (so was ähnliches wie das Subjekt, jedenfalls in diesem Satz): kochira ha = dies hier ist ...
Das Verb (hier desu) steht immer ganz am Satzende. Dahinter kommen ggf. noch diverse Partikel oder der Anschluß an den nächsten Satz ("aber", "weil" u.ä.).
Wenn man auf eine andere Person referenziert, muß man einen Namenssuffix (in diesem Fall san) an den Namen anhängen. Ausnahme: Personen, die "öffentliches Eigentum" sind, z.B. Bill Clinton, Michael Jackson usw.
> Wieviel Uhr ist es?: Ima nan-ji desu ka. (Bindestrich wie oben.) Wörtlich heißt dieser Satz: Jetzt was / wieviel Uhr ist?
Die Grammatik dazu:
Am Ende eines Fragesatzes kommt im Japanischen kein Fragezeichen, sondern die Partikel ka (jedenfalls in solchen einfachen PL3-Sätzen).
<Zahl> + ji heißt soundsoviel Uhr. In obigem Satz ist die Zahl durch das Fragewort nan / nani ersetzt.
> Wieviel kosten 5 von diesen Äpfeln?: Sono ringo ha itsutsu ikura desu ka. (Ringo = Apfel.)
Die Grammatik dazu:
Die gedachte Situation ist, das jemand einen Verkäufer fragt. Daher sono = das da beim Zuhörer.
Hier haben wir einen Numeralidentifikator (itsutsu = 5 Stück "formloser" Objekte), der dem, was er zählt nachgestellt wird. Zu Numeralidentifikatoren siehe Grammatik Teil 3.
ikura desu ka = wieviel kostet (es) / wie teuer ist (es).
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Konjugation II (PL3, PL2)
Die Konjugation in PL 3 ist sehr einfach. Außerdem gibt es dabei nicht eine einzige unregelmäßige Verbform! Nur "desu" konjugiert sich z.T. etwas anders (siehe oben), ist aber kein echtes Verb.
Konjugation PL3
Gegenwart affirmativ Gegenwart negativ Vergangenheit aff. Vergangenheit neg.
Muster -masu -masen -mashita -masen deshita
Bsp.: tsukuru (machen, herstellen) tsukuri-masu tsukuri-masen tsukuri-mashita tsukuri-masen deshita
Bsp.: tsukeru (anmachen, einschalten) tsuke-masu tsuke-masen tsuke-mashita tsuke-masen deshita
Bsp.: matsu (warten) machi-masu machi-masen machi-mashita machi-masen deshita
Die Konjugation in PL 2 ist ein bißchen schwieriger. Wer aber in der Schule Latein lernen mußte, den kostet das nur ein müdes Lächeln. Allerdings lernt man im Japanisch-Kurs am Anfang (d.h. in den ersten 1 oder 2 Jahren) üblicherweise nur die einfachere -masu-Form.
Ebenso wie bei PL3 gibt es nur 4 Formen (Gegenwart und Vergangenheit, jeweils affirmativ und negativ). Man unterscheidet zwischen starken und schwachen Verben. Schwache Verben enden auf -iru oder -eru. Das "-ru" fällt einfach weg und wird durch eine entsprechende Endung ersetzt. Alle anderen Verben sind starke Verben. Mögliche Endungen: -ru, -bu, -ku, -gu, -u usw.
Bei den Verben auf -iru und -eru gibt es ein paar Ausnahmen, die starke Verben sind, und die man auswendig lernen muß:
suru, kuru - diese Verben sind durchgängig unregelmäßig. Es sind die einzigen unregelmäßigen Verben im Japanischen. Alle anderen Verben dieser Tabelle sind regelmäßig, aber starke Verben
iru ("brauchen") - wird nicht imasu, sondern irimasu
iru ("hineingehen", "eintreten") - dito. Beachten Sie, daß es noch ein iru ("dasein", "existieren" für Menschen und Tiere) gibt, das ein schwaches Verb ist. Es wird in PL3 also zu imasu und nicht irimasu
kiru ("schneiden") - es gibt noch ein regelmäßiges kiru, das "anziehen" heißt
hashiru ("rennen")
kaeru ("zurückkehren")
shiru ("kennen", "wissen")
mairu ("gehen", "kommen", PL4)
hairu ("hineinkommen")
Konjugation PL2 Schwache Verben ("-iru", "-eru"): Muster und zwei Beispiele
Gegenwart affirmativ Gegenwart negativ Vergangenheit aff. Vergangenheit neg. PL 3
-ru -ru -> -nai -ru -> -ta -ru -> -nakatta -ru -> masu/...
ne-ru (ich schlafe) ne-nai (ich schlafe nicht) ne-ta (ich habe geschlafen) ne-nakatta (ich habe nicht geschlafen) ne-masu
tabe-ru (ich esse) tabe-nai (ich esse nicht) tabe-ta (ich aß) tabe-nakatta (ich aß nicht) tabe-masu
Bei den starken Verben ist die Situation nicht ganz so simpel, aber es gibt auch Regeln. Verben, die zum Beispiel auf -ku enden, konjugieren sich zu -kanai (Gegenwart aff.), -ita (Vergangenheit aff.) und -kanakatta (Verg. neg.) usw.
Es gibt aber einige punktuelle Unregelmäßigkeiten, z.B. bei "iku" und "kau", das ursprünglich kawu hieß und das "w" in einigen Formen bewahrt hat. Am besten ist es, man übt einige Beispiele. Im Anhang 1 sind etliche davon zu sämtlichen Verbgruppen enthalten.
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es gibt / existieren
Sehr wichtig sind die folgenden Verben iru und aru, die "es gibt", "existieren", "dort ist", "haben" oder "stattfinden" bedeuten können. "iru" benutzt man bei Menschen und lebenden Tieren, "aru" bei Pflanzen, toten Tieren und Gegenständen und beim Besitz.
Konjugation von "iru" und "aru"
Gegenwart affirmativ Gegenwart negativ Vergangenheit aff. Vergangenheit neg. te-Form
iru - PL2 iru inai ita inakatta ite
iru - PL3 imasu imasen imashita imasen deshita -
iru - PL4 (Respekt) irassharu / irasshaimasu irasshaimasen irasshaimashita irasshaimasen deshita -
iru - PL4 (Bescheidenheit) oriru / orimasu orimasen orimashita orimasen deshita -
aru - PL2 aru nai atta nakatta atte
aru - PL3 arimasu arimasen arimashita arimasen deshita -
aru - PL4 (Bescheidenheit) gozaimasu gozaimasen gozaimashita gozaimasen deshita -
(Anmerkung: die PL2- oder Grundform von "gozaimasu" ist "gozaru". Diese Form wird allerdings heutzutage nicht mehr benutzt.)
Die Grammatik ist folgendermaßen (gilt für iru wie für aru):
<Ort> ni <Lebewesen / Objekt> ga imasu / arimasu. Oder <Lebewesen / Objekt> ha <Ort> ni imasu / arimasu. Oder <Ort> de <Veranstaltung> ga arimasu.
Beispiele:
Im Garten sind 2 Kinder - Niwa ni kodomo ga futari imasu. Niwa = "Garten", kodomo = "Kind(er)", futari = "2 Personen".
Im Garten sind 3 Frauen - Niwa ni onna no hito ga san-nin imasu.
Im Garten ist niemand - Niwa ni dare mo imasen. Mo ersetzt hier ga.
Im Garten gibt es nichts - Niwa ni nani mo arimasen.
In der Botschaft findet eine Party statt: Taishikan de paati ga arimasu. paati = "Party".
Im Garten stehen Blumen / im Garten gibt es Blumen - Niwa ni hana ga arimasu.
In der Küche gibt es Fisch - Daidokoro ni sakana ga arimasu. Da der Fisch (sakana) schon tot ist, heißt es arimasu, wenn er noch schwimmt imasu.
Wo ist mein Autoschlüssel? - Watashi no jidousha no kagi ha doko ni arimasu ka. Jidousha = "Auto" (wörtl. "selbst bewegender Wagen", also "Automobil"), kagi = "Schlüssel".
Hier steht das Subjekt vorne und bekommt daher ha statt ga.
Man kann diesen Fragesatz auch mit desu formulieren: Watashi no jidousha no kagi ha doko desu ka. Das "ni" hinter "doko" entfällt dabei, da unmittelbar vor "desu" keine Partikel kommt.
Eine spezielle Anwendung von aru ist "haben": <Besitzer> ha <Gegenstand> ga aru. Beispiel: Ich habe Kinder - watashi ha kodomo ga arimasu (oder "imasu").
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Verben der Bewegung
Im Japanischen unterscheidet man, im Gegensatz zu europäischen Sprachen, Verben des Ortswechsels von anderen Verben, die nach unserem Verständnis auch so was wie Verben der Bewegung wären. Beispiel: "fliegen" ("tobu") ist im Japanischen kein Verb der Bewegung. Die Grammatik der Verben der Bewegung unterscheidet sich etwas von der der übrigen Verben, und welche Verben dazu gehören, muß man auswendig lernen.
Verben der Bewegung / des Ortswechsels gibt es mehrere, aber 3 davon lernt man schon als Anfänger, weil sie besonders wichtig sind:
iku:(hin-) gehen, (hin-) fahren etc. "Iku" ist ein starkes Verb mit ein paar Ausnahmeformen. Die te-Form davon lautet "itte" statt "ite" und stellt bei den auf "ku" endenden Verben die einzige Ausnahme dar.
kuru: herkommen. "Kuru" ist ein unregelmäßiges Verb.
kaeru: zurückkehren, heim gehen etc. "Kaeru" endet zwar auf "-eru", ist aber trotzdem kein Schwaches Verb (eine von ungefähr 3 Ausnahmen).
Konjugation von "iku", "kuru" und "kaeru"
Gegenwart affirmativ Gegenwart negativ Vergangenheit aff. Vergangenheit neg.
iku - PL2 iku ikanai itta ikanakatta
iku - PL3 ikimasu ikimasen ikimashita ikimasen deshita
kuru - PL2 kuru konai kita konakatta
kuru - PL3 kimasu kimasen kimashita kimasen deshita
kaeru - PL2 kaeru kaeranai kaetta kaeranakatta
kaeru - PL3 kaerimasu kaerimasen kaerimashita kaerimasen deshita
Die Grammatik dieser Verben: <Subjekt> ha <Ort> ni oder he <Verb>. Zu beachten: Man kann nicht "zu einer Person gehen". Statt dessen sagt man "zu Herrn Soundsos Ort (oder Haus) gehen".
Beispiele:
> Ich gehe in die Küche: Watashi ha daidokoro ni ikimasu.
> Letztes Jahr bin ich nach Rom gefahren: Kyonen watashi ha roma ni ikimashita.
> Morgen besuche ich Reiko: Ashita Reiko-san no uchi ni asobi ni ikimasu. Ashita = morgen. Uchi = Haus. Asobu = spielen; asobi ni ikimasu = besuchen.
> Wann kommst du zu mir?: Itsu watashi no uchi ni kimasu ka.
Herr Nakamura kehrt nächste Woche nach Japan zurück: Nakamura-san ha raishuu nihon ni kaerimasu. Shuu = Woche, rai-shuu = nächste Woche.
Bei den bisherigen Verben wird der Ort mit ni angegeben. Damit machen diese Verben aber eine Ausnahme, denn normalerweise erfordert der Ort die Partikel de.
Zu beachten: "iku" übersetzt man normalerweise mit "(hin-)gehen", es kann aber auch "fliegen", "mit dem Bus / Auto/ Fahrrad usw. fahren", "hinschwimmen", "laufen" etc. heißen, je nachdem was sich aus dem Sinn des restlichen Satzes ergibt. Die meisten unserer "Bewegungsverben" sind im Japanischen nämlich keine Verben der Bewegung.
Der Unterschied ist folgender: Ich fliege nach Japan heißt Watashi ha Nihon ni iku. Watashi ha Nihon ni tobu (tobu = fliegen) ist nicht möglich, weil "tobu" kein Verb der Bewegung ist. Wenn man betonen möchte, daß man geflogen ist, kann man z.B. sagen: Watashi ha hikouki de kimashita - Ich bin mit dem Flugzeug gekommen.
Weitere Verben des Ortswechsels:
Hairu - hineingehen ("Hairu" ist ein starkes Verb. Die PL3-Form lautet nicht "haimasu", sondern "hairimasu".)
Oriru - (Treppe etc. ) hinuntergehen. Achtung: es gibt noch ein anderes "oriru", das mit einem anderen Kanji geschrieben wird, "(aus dem Bus etc.) aussteigen" heißt und kein Verb der Bewegung ist.
Noboru - hinaufsteigen, klettern, hinauf gehen.
Mairu - PL4 von iku und kuru, also gehen, hingehen, kommen usw.
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Tun
Ein sehr vielseitig verwendbares Verb ist suru (PL2) / shimasu (PL3) = tun, machen (aber nicht im Sinne von "herstellen"). Was man macht, wird mit der Partikel wo angezeigt. "Suru" ist eins von den 2 unregelmäßigen Verben, die es im Japanischen gibt (Das andere ist "kuru", siehe oben).
Konjugation von "suru"
Gegenwart affirmativ Gegenwart negativ Vergangenheit aff. Vergangenheit neg.
PL2 suru shinai shita shinakatta
PL3 shimasu shimasen shimashita shimasen deshita
> Ich spiele Tennis: Watashi ha tenisu wo shimasu.
> Ich lerne Japanisch: Watashi ha nihon-go no benkyou wo shimasu. Go = Sprache. Benkyou wo suru = lernen.
> Ich jogge jeden Tag im Park: Watashi ha mai nichi kouen de jogingu wo shimasu. Nichi = Tag, mai-nichi = jeden Tag. Kouen = Park (wörtl. "öffentlicher Garten").
Der Ort ("im Park") wird mit de angezeigt.
> Hast du in der Kantine eine Mahlzeit eingenommen?: Anata ha shokudou de shokuji wo shimashita ka. Shokudou = Kantine, Mensa. Shokuji wo suru = Mahlzeit zu sich nehmen. (Natürlich gibt es für "essen" noch eine Reihe weiterer Wörter, genau wie bei uns.)
Auch hier und im nächsten Beispiel wird der Ort mit der Partikel de versehen.
Wo gehst du einkaufen? - Doko de shoppin wo shimasu ka. Shoppin wo suru = "einkaufen (gehen)".
Es gibt für "tun" noch weitere Wörter. Das wichtigste ist yaru, das auch "geben" heißen kann. "yaru" ist unhöflicher als "suru" und darf nicht gegenüber Höhergestellten verwendet werden.
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Warum - weil
Begründungen werden im Japanischen etwas anders formuliert als bei uns. Der Grund kommt immer zuerst, dann kara = weil / daraus folgt und dann das, was sich daraus ergibt.
> Ich gehe heute nicht in die Schule, weil Sonntag ist. Dies muß zuerst umgedreht werden: Weil heute Sonntag ist, gehe ich nicht in die Schule: kyou ha nichi-youbi desu kara, watashi ha gakou ni ikimasen. Kyou = heute. Nichi-youbi = Sonntag. Gakou = Schule.
Das Komma steht hinter dem "kara".
> Warum hast du nichts eingekauft? - Weil ich kein Geld hatte: Doushite nani mo kaimasen deshita ka. Watashi ha kane ga arimasen deshita kara. Kau (PL2) / kaimasu (PL3) = kaufen (eins der wenigen Verben, die wenigstens eine entfernte Ähnlichkeit mit dem entsprechenden deutschen Wort haben).
Mit dieser Konstruktion "...ha ...ga aru" wird hier unser "haben" nachgebildet (siehe oben). Nach dem "kara" kann man sich den Satz noch fortgesetzt denken ("Watashi ha kane ga arimasen deshita kara, nani mo kaimasen deshita").
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oder
Je nachdem, wie der jeweilige Satz gebaut ist (Frage oder Aufzählung), wird "oder" auf zwei verschiedene Arten ins Japanische übertragen: Entweder indem man den jeweiligen Halbsatz mit den beiden Alternativen wiederholt oder durch die Partikel ka. Am besten sieht man das an ein paar Beispielen.
Hast du Tee oder Milch getrunken? - O-cha wo nomimashita ka, gyu-nyu wo nomimashita ka.
Ist das Herr Müller oder Herr Meier? - Ano hito ha Müller-san desu ka, Meier-san desu ka.
Ich habe 3 oder 4 Äpfel gegessen - Watashi ha ringo wo mitsu ka yotsu tabemashita.
Warst du im Kino oder nicht? - Anata ha eiga ni imashita ka, eiga ni imasen deshita ka.
Das Auto ist rot oder gelb - Ano kuruma ha aka-ka kiiroi desu. akai = "rot", wird hier zu aka verkürzt.
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Kommaregeln
Im Gegensatz zum Deutschen gibt es im Japanischen so gut wie keine diesbezüglichen Vorschriften. Man kann ein Komma setzen, wo immer man es für günstig hält, um einen Satz sinnvoll zu strukturieren. In diesem Sinne übernehmen die Kommas teilweise die Funktion der Leerzeichen europäischer Schriften, mit denen die Wörter voneinander getrennt werden.
Eine wichtige Regel gibt es aber doch: unmittelbar vor einer Partikel kommt nie ein Komma; wohl aber ist eines dahinter möglich. Nach Konjunktionen wie "ga" (aber), "shi" (und), "kedo" (obwohl) etc. wird üblicherweise ein Komma gesetzt.
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