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Re: Protokoll vom 30.09.´05
Anonymous - 19.10.2005, 08:53Protokoll vom 30.09.´05
Stundenprotokoll vom 30.09.´05
In der Stunde am 30.09.´05 waren 13 Schüler anwesend.
In der ersten Stunde diskutierten Wir nochmals die von Herrn Clausen bereitgestellte Probeklausur zum Thema Scham. In diesem Protokoll einer ehemaligen Schülerin des Bergischen Kollegs wurde die Scham als ein gesellschaftlich bedingtes Konstrukt beschrieben, welche als persöhnliche Schwäche empfunden wird. Dies bedeutet, dass mann ein Bedürfnis verspürt, etwas zu wollen oder zu tun, sich dieses aber selbst verbieten muss, da es den gesellschaftlichen Verhaltensnormen nicht entspricht. Somit vollzieht ein Individuum eine persöhnliche Spaltung in eine individuelle (das Bedürfnis ) und eine soziale Hälfte (die gesellschaftliche
Verhaltensnorm). Dadurch aber, dass sich dieses Individuum keinem Selbstreflexionsprozess unterzieht, mutiert es zu einem gesellschaftlichem Objekt, es läßt sich instrumentalisieren. Der Ausweg aus dieser Situation wäre, so Ruckert, die Betrachtung der eigenen Persöhnlichkeit, über die Betrachtung des eigenen Schamgefühls. Ist Man oder Frau dazu in der Lage, sich von dem unbewußten, falschen Schamgefühl zu befreien, bildet er oder sie seine eigene Persöhnlichkeit und entzieht sich dadurch der Gefahr der gesellschaftlichen Manipulation. In diesem Zusammenhang stellte Frau Schmitz die Frage, ob es denn vernünftig sei das Aufbrechen aller Schamgrenzen, wie z.B. das Bedürfnis eines Pädophilen, Kinder zu mißbrauchen, zu tolerieren. Dies wurde von unserem Kurs natürlich verneint. Es müssen bestimmte Schamgrenzen erhalten bleiben, welche allerdings wieder von der Gesellschaft festgesetzt werden. Daraufhin diskutierten wir noch darüber, was bei einem Sexuell mißbrauchtem Kind psychologisch passiert. Herr Claussen stellte dazu fest, dass ein Kleinkind welches von einem Familienmitglied oder von jemandem aus der näheren Verwandtschaft mißbraucht wird, diesen Mißbrauch erst im Erwachsenenalter erkennt. Denn im Prozeß des Mißbrauches, welcher auch aus "kleinen Zärtlichkeiten" bestehen kann, empfindet dass Kind keine Schamverletzung seiner selbst, denn es wird ihm ja von dem Mißbrauchendem sugeriert, dass es nichts ungewöhnliches ist. Nur wird dieses Gewaltopfer im späteren Leben Probleme haben, seine Individualität zu entwickeln und seinen Platz in der Gesellschaft zu finden,
da sich das Bewußte mit dem Unbewußtem vermischt und dadurch der "psychologische Haushalt" durcheinander gerät. Die normale Sozialisation wird dadurch schier unmöglich.
In der zweiten Stunde bearbeiteten wir den Text " Entwicklungsphasen aus der Sicht der Psychoanalyse nach Anna Freud". Die Autorin, Tochter Siegmund Freud´s und Begründerin der Kinderanalyse, beschreibt hier die verschiedenen Phasen eines Kindes von den ersten Lebenswochen an. Diese lassen sich in sech verschiedene Phasen unterteilen :
1. Die orale Phase :
In dieser Phase, welche in der Zeit der ersten Wochen bis zum ersten Lebensjahr stattfindet, ist der Mund des Kindes das Werkzeug zur Erkundung und Entdeckung der Welt. Das Saugen an der Mutterbrust und die Aufnahme von Nahrung ist für das Neugeborene eine lustvolle Erfahrung. Deshalb möchte es auch weiterhin in diesen Genuß kommen, auch wenn es schon gesättigt ist. Das Kind entwickelt in dieser Zeit ein Urvertrauen zur Mutter, woraus dann auch die spätere Trennungsangst resultiert.
2. Die anale Phase :
In dieser Phase steht die Erziehung zur Reinlichkeit im Vordergrund. Sie vollzieht sich zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr. Das Kind soll lernen seinen Harn und Stuhlgang zu kontrolieren.Nun ist aber gerade der Stuhlgang für das Kind eine ebensolch lustvolle Erfahrung, wie es die Nahrungsaufnahme in der oralen Phase war und dass Kind frönt dieser Lust wann immer es will und kann. Somit wird es, falls es nicht voher gestoppt werden kann, versuchen, auch seinen Kot oral zu erfahren. Die physischen und psychischen Qualitäten in dieser Phase sind die Kontrolle über den Körper, der Trotz, seinen lustvollen Erfahrungen weiter frönen zu
können wann immer es dies will und eine Entwicklung des Körperbewußtseins. Daraus kann im späteren Erwachsenenleben des Kindes eine Agressionsangst entstehen.
3. Die ödipale Phase :
In dieser Phase beginnt das Kind im Alter von 3- 5 Jahren mit seinen Geschlechtsteilen zu spielen. Es entwickelt eine Geschlechtsidentität und damit auch ein erstes Ich-Bewußtsein. Es beginnt damit, seine Geschlechtsgegend mit der anderer Kinder zu vergleichen und stellt fest, dass es zwischen Männlein und Weiblein einen gewissen Unterschied gibt. Aus diesem Durchsetzungswillen des Kindes, seine Triebwünsche und Lustquellen auszunutzen entsteht ein Kleinkampf zwischen Erziehung
und Kind, denn zu dieser Zeit ist die Erwerbung von Lust das Hauptziel des Lebens für das Kind. Aus dieser Phase entsteht die spätere Gewissensangst.
Die Latenz-Phase ( 5-10 Lebensjahr), die Pubertät ( 11-16 Lebensjahr) und die Geschlechtsphase (ab dem 17. Lebensjahr) haben wir noch nicht besprochen und ich bin auch bei meinen Recherchen im Internet zu keinem Ergebnis gelangt. :oops:
Re: Protokoll vom 30.09.´05
MaxBirk - 19.10.2005, 18:27
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoanalyse
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