Zukunft

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    Re: Zukunft

    Anima del bambino - 03.03.2005, 03:40

    Zukunft
    Man sagt mir, ich soll im Hier und Jetzt leben
    In der Gegenwart
    Doch ich soll Entscheidungen treffen
    Die mein zukünftiges Leben beeinflussen
    Die ich nicht mehr zurücknehmen kann
    Auch wenn sie falsch sind
    Wie kann ich den Augenblick leben
    Wenn ich mich um meine Zukunft sorgen muss
    Wer weiß nicht, wie es mit mir weitergeht
    Welchen Weg ich einschlagen werde
    Welche Freunde ich haben werde
    Was mir wichtig sein wird
    Wie ich bin
    Ich hab Angst
    Angst vor der Zukunft
    Angst vor falschen Entscheidungen
    Angst über Beziehungen, die sich zerschlagen
    Angst zu versagen
    In der Musik
    Zu Hause
    Auf der Straße
    Bei Freunden
    Habe Angst, dem Druck von außen nicht gewachsen zu sein
    Was passiert, wenn ich nicht mehr kann?
    Wenn ich aufgebe?
    Wenn ich nicht mehr will?



    Re: Zukunft

    Anima del bambino - 03.03.2005, 03:44


    Geht es dir auch manchmal so?
    Musik im Kopf
    Du hörst ein Wort, schnappst es irgendwo auf
    und schon hast du
    Musik im Kopf
    Du gehst durch den Park schnupperst einen dir bekannten Duft
    und schon hast du
    Musik im Kopf
    Musik im Kopf und es ist gut so...
    ...oder es ist so gut



    Re: Zukunft

    Anima del bambino - 03.03.2005, 04:31


    Freunde zu haben ist wichtig,
    aber noch wichtiger ist es ihnen zu vertrauen;
    doch wenn man innerlich gefangen ist,
    was dann???
    Wenn man sich ihnen nicht öffnen kann,
    wegen irgendwas, was einem passiert ist,
    verliert die Freundschaft an vertrauen.
    Manchmal ist man verzweifelt,
    weiß nicht was man mit seinen Gedanken machen soll,
    wo man seine Gefühle raus lassen kann.
    Wenn das geschieht, das man gefangen ist mit seinen Gedanken und Gefühlen,
    kommen Gedanken über den Tod.
    Was ist der Tod überhaupt?
    Der Weg in unsere ersehntesten Träume!?
    Wenn das so wäre, würde ich mir wünschen Tod zu sein.
    Freunde zu haben ist sehr wichtig für das Leben,
    aber man muss ihnen vertrauen sonst geht die Freundschaft zu Bruch.
    Wenn das nur so einfach wäre........



    Re: Zukunft

    Amanda - 03.03.2005, 12:48

    Re: Zukunft
    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Man sagt mir, ich soll im Hier und Jetzt leben
    In der Gegenwart
    Doch ich soll Entscheidungen treffen
    Die mein zukünftiges Leben beeinflussen
    Die ich nicht mehr zurücknehmen kann

    Liebe Anima del bambino,

    um ein zufriedenes Leben führen zu können, sind "Ziele setzen können" und "Entscheidungen treffen" von ganz entscheidender Bedeutung.
    Viele Menschen machen aber den Fehler, daß sich sich einfach übernehmen und statt kleiner Zwischenziele gleich ein großes Ziel verfolgen wollen, das sich überfordert. Und sie übersehen völlig dabei, daß sie es doch können, das "Entscheidungen treffen" und das "kleine Zwischenziele setzen". Auch Du tust es. Jeden Tag. Du mußt es Dir nur wieder bewußt machen.

    Und Du mußt Dir immer vor Augen halten, daß fast jede Entscheidung auch wieder zurückgenommen werden kann. Wenn ich unter heutigen Voraussetzungen eine Entscheidung treffe, kann es sein, daß sie in ein paar Wochen wegen sich verändernder Bedingungen nicht mehr gültig ist. Auch Zielen können sich immer wieder verändern. Niemand verlangt von Dir, daß Du sie in Stein meißelst und Dich dann für den Rest Deines Lebens daran hälst.

    Im "Hier und Jetzt" zu leben, aber Ziele für die Zukunft zu haben, bedeutet nichts anderes, als "im Fluß zu sein" und sich den ändernden Lebensumständen anpassen können. Flexibel in seiner Lebensgestaltung zu sein.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Auch wenn sie falsch sind
    Wie kann ich den Augenblick leben
    Wenn ich mich um meine Zukunft sorgen muss

    Der Mensch ist kein perfektes Wesen, von Natur aus nicht.
    Es ist eine der ureigensten Eigenschaften des Menschen, daß er Fehler macht.
    Fehler sind das, woraus wir bereits als Säugling lernen: durch "Handeln, Fehler machen, und einen neuen Versuch starten, bis wir gelernt haben"
    Das ist unsere Natur, unsere Biologie.
    Wie sonst sollen wir lernen?
    Die Welt in der wir leben, ist dual: Gut und Böse, Richtig und Falsch, Schön und Häßlich, nichts kann ohne das Gegenteil existieren.
    Wir könnten das eine ohne die Existenz des anderen gar nicht erfahren.
    Wüßten wir denn, was ein "gutes Gefühl" ist, wenn wir keine "schlechten Gefühle" kennen würden?
    Falsche Entscheidungen führen zu Lerneffekten.
    Ganz einfach und nichts weiter.
    Manchmal ist der Lerneffekt mit schlechten Gefühlen verbunden, aber auch von denen wissen wir ja, daß sie nur eine Hälfte des ganzen sind.
    Und Zukunftssorgen kennen wir auch alle.
    In den heutigen Zeiten sowieso.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Wer weiß nicht, wie es mit mir weitergeht

    Das weiß niemand zum jetzigen Zeitpunkt.
    Noch nicht einmal Du selbst.
    Niemand weiß das für sich, langfristig betrachtet.
    Wie denn auch?
    Weiß ich, ob die Firma, bei der ich gerade meinen Traumberuf ausübe nächstes Jahr vielleicht pleite macht?
    Ob mein Partner, den ich über alles liebe, vielleicht nächste Woche bei einem Autounfall stirbt.
    Diese Dinge liegen nicht in meiner Hand.
    Aber sie gehören zum Leben dazu.
    Das ist das Leben pur.
    Man kann sich nur diesem Leben anpassen und dann harmonisch "im fluß sein".
    Planung kann doch immer nur eine Richtschnur sein, wo es im besten Falle hingehen könnte/sollte.
    Wenn sich durch äußere Ereignisse diese Planung nicht halten läßt, muß ich sie eben ändern.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Welchen Weg ich einschlagen werde

    Einen Weg kannst nur Du für Dich wählen.
    Aber Du wirst immer und immer wieder auf Deinem Weg auch an Kreuzungen kommen, an denen Du Dich für einen neuen Weg entscheiden mußt.
    Auf Deinem Weg werden Stolpersteine liegen.
    Dein Weg wird manchmal steil, kurvig und rutschig sein, aber auch gerade und bequem, je nachdem auf welchem Abschnitt Du Dich befindest.
    Aber das allerwichtigste ist: Ganz egal welchen Weg Du einschlägst: Jeder Weg von jedem Menschen beginnt mit dem allerersten kleinen Schritt. Ohne Bewegung nach vorn, kannst Du keinen Weg einschlagen.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Welche Freunde ich haben werde

    Eine Reise auf einem neuen Weg, den man eingeschlagen hat, ist ein großes, spannendes Abenteuer, denn ich weiß nie, wer mir auf diesem Weg begegnen wird und wer ihn mit mir gehen wird. Viele werden diesen Weg vielleicht nur ein Stück weit gehen KÖNNEN, weil sie selbst ein anderes Ziel haben. Ihr Weg ist ein anderer als meiner. Aber brauchen wir nicht für verschiedene Wegesabschnitte auch unterschiedliche Begleiter? Am Berg brauche ich vielleicht einen erfahrenen Bergführer, der aber auch gern in seiner Bergwelt bleiben möchte und mich deshalb nicht zum Meeresstrand begleitet. Dort benötige ich stückweise einen Fischer, der das Meer genau kennt, während mich vielleicht ein Tier, ein Fuchs oder ein Wolf am besten durch einen Wald führen kann.
    Und auf einer geteerten Straße bin ich vielleicht froh, wenn mich ein Autofahrer einfach ein Stück weit in seinem Wagen mitnimmt. Alle diese Menschen sind wichtig, aber nicht alle bleiben für alle Wegstrecken wichtig.
    Trotzdem werde ich sie alle nie vergessen. Aber ich brauche nicht traurig sein, daß sie nicht den ganzen Weg mit mir gehen werden.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Was mir wichtig sein wird

    Das wird zu jeder Zeit etwas anderes sein.
    Als Säugling ist etwas anderes wichtig als als Teenager.
    Und als Teenager ist etwas anderes wichtiger als mit Mitte Dreißig.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Wie ich bin

    Das weißt nur Du.
    Außenstehende können höchstens beschreiben, wie Du nach außen wirkst.
    Wie Du bist, weißt nur du.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Ich hab Angst

    Angst ist ein schlechter Wegbegleiter, denn er hindert Dich daran, Deine Kreativität zur Problemlösung einzusetzen.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Angst vor der Zukunft

    Die Zukunft gestaltest hauptsächlich Du durch Deine Sicht der dinge.
    Ändere sie und die Angst wirst Du verlieren.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Angst vor falschen Entscheidungen

    siehe oben

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Angst über Beziehungen, die sichzerschlagen

    siehe oben bei Freunde

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Angst zu versagen
    In der Musik
    Zu Hause
    Auf der Straße
    Bei Freunden

    Versagen kannst Du nur dann, wenn Du selbst die Erwartungen an Dich selbst zu hoch schraubst. Niemand anderes wird dich eines Versagens beschuldigen. Das tust nur Du selbst.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Habe Angst, dem Druck von außen nicht gewachsen zu sein

    Wer übt welchen Druck auf Dich aus?

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Was passiert, wenn ich nicht mehr kann?

    Dann machst Du eine kleine Erholungspause auf Deinem Weg

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Wenn ich aufgebe?

    Dann bleibst Du an einer Wegkreuzung sitzen, bis du merkst, daß Dich Aufgeben nicht weiterbringt.

    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Wenn ich nicht mehr will?

    Dann willst Du eben nicht mehr. Dann kürzt Du quasi Deinen Weg ab und setzt Dir eine selbstgewählte Grenze. Die Wegbegleiter, die in dem Moment bei Dir sind, werden versuchen Dich zum Weitergehen zu bewegen. Wenn sie es nicht schaffen, werden sie trauern und sich Vorwürfe machen, daß sie als Wegbegleiter versagt haben. Sie waren einfach nicht gut genug, um Dich zum weitergehen zu motivieren.
    Sie werden sich selbst als Versager fühlen, weil sie es nicht geschafft haben, dir auf Deinem Weg die Schönheit der Landschaft um Dich herum bewußt zu machen.



    Re: Zukunft

    Anima del bambino - 03.03.2005, 14:01


    Liebe Amanda,

    vielen Dank für Deine Worte. Eigentlich dachte ich, ich habe die Gedichte als Gast gepostet, sah erst jetzt dass der Name darunter steht, war nicht meine Absicht. Dennoch, habe Dank, Deine Worte, sie tun mir gut!

    Aber es ist schwer es genauso wie auch Du zusehen, wie sagt man so schön, "Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht mehr"

    Ich denke mit der Pause, dass ist nicht schlecht, vielleicht setze ich mich wirklich mal hin, ruhe etwas und werde meine Wegbegleiter sagen, das ich nicht mehr weiter kann. Vielleicht setzen sie sich mit mir zusammen eine Weile hin und ruhen, dass wir alle wieder Kraft bekommen.

    Ciao von Anima del bambino



    Re: Zukunft

    Amanda - 03.03.2005, 17:47


    Das ist ein guter Ansatz, finde ich.
    Man sollte sich nicht ständig selbst unter Druck setzen.
    Jeder Mensch braucht immer mal wieder eine Pause.
    Man muß sich nur vor Augen halten, daß es eben nur eine zeitlich begrenzte Pause ist und man danach in irgendeiner Form wieder weitergehen muß.

    LG
    Amanda



    Re: Zukunft

    Amanda - 03.03.2005, 18:51


    Anima del bambino hat folgendes geschrieben: Freunde zu haben ist wichtig,
    aber noch wichtiger ist es ihnen zu vertrauen;
    doch wenn man innerlich gefangen ist,
    was dann???
    Wenn man sich ihnen nicht öffnen kann,
    wegen irgendwas, was einem passiert ist,
    verliert die Freundschaft an vertrauen.
    Manchmal ist man verzweifelt,
    weiß nicht was man mit seinen Gedanken machen soll,
    wo man seine Gefühle raus lassen kann.
    Wenn das geschieht, das man gefangen ist mit seinen Gedanken und Gefühlen,
    kommen Gedanken über den Tod.
    Was ist der Tod überhaupt?
    Der Weg in unsere ersehntesten Träume!?
    Wenn das so wäre, würde ich mir wünschen Tod zu sein.
    Freunde zu haben ist sehr wichtig für das Leben,
    aber man muss ihnen vertrauen sonst geht die Freundschaft zu Bruch.
    Wenn das nur so einfach wäre........

    Liebe Anima del bambino,

    Vertrauen kann man lernen.
    Es entsteht im eigenen kopf.
    Genauso wie das Mißtrauen.
    Mißtrauen entsteht meist dadurch, daß wir durch unsere eigenen Erfahrungen etwas in Dinge hinein interpretieren, die gar nicht da sind.
    Im Prinzip machen wir uns "Wahnvorstellungen"
    Wir glauben etwas ist so, weil wir uns das so denken.
    z.B. ein Freund hat das und das gesagt, weil er dies und jenes denkt.
    Meistens reicht uns dann unsere eigene Wahnvorstellung.
    auch wenn sie uns schlechte Gefühle macht.
    Wir vergessen aber, bei diesem Freund nachzufragen,
    ob er denn tatsächlich das gedacht hat, was wir uns so vorgestellt haben.
    Wenn er dann sagt, nein, er hat sich etwas anderes gedacht,
    dann kann es sein, daß wir, durch unsere eigenen Erfahrungen,
    dann wieder hineininterpretieren: der lügt uns an.
    Aber beweisen können wir diese Lüge meist nicht.
    Trotzdem ist uns unsere eigene Annahme der dinge.
    wichtiger, als die Wahrheit, die wir dann oft nicht glauben,
    oder nicht glauben können.
    Also liegt die Frage des Vertrauens in uns selbst.

    Genauso wie unsere Gefühle, die wir uns selbst machen.
    Wir entscheiden, wie wir auf etwas reagieren.
    jeder mensch reagiert anders auf gewisse Situationen.
    Daran können wir erkennen, daß es kein "das ist so" gibt.
    Sondern das "Ist" entscheiden wir in unserem Kopf.
    Nichts ist "schön" oder "häßlich", bis wir es dazu machen.

    Und das wiederum ist Deine Entscheidung.
    Genau wie die Entscheidung,
    eine Freundschaft aufzubauen, indem man Vertrauen schenkt.



    Re: Zukunft

    Anima del bambino - 03.03.2005, 23:48


    :buhu Einfach ist das alles aber nicht! :buhu


    :abschied



    Re: Zukunft

    Amanda - 05.03.2005, 11:41


    Nein, einfach ist es nicht, aber es ist es wert, daran zu arbeiten, denn dadurch können intensive menschliche Kontakte entsthehen, die das leben wieder lebenswerter machen ;-)

    LG
    Amanda



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